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-   -   Fettstoffwechsel mit Nüchternlaufen (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=38045)

archimedes 28.12.2015 20:20

Fettstoffwechsel mit Nüchternlaufen
 
Hallo Fourm,

werde in FFM meine 2.LD machen. Mein Trainer trainiert selbst ohne aktiven FSW und arbeitet diese auch nicht in meine Pläne ein.
Ich habe seit Okt jeden Samstag einen Nüchter-Morgen-Lauf gemacht, begonnen mit 45 Min und jetzt im Moment laufe ich 1:50 nüchtern und ohne Versorgung. Meistens war am Tag vorher noch eine längere Radfahrt....

Alle anderen Training mache ich auch ohne Verpflegung wie zb. 2Std. Rolle und 30 min Koppellauf, aber hier habe ich jedoch gefrühstückt.

Meint ihr mir Reicht ein Nüchtern Lauf in der Woche.
Ab wann wird eigentlich mit´m FSW Training aufgehört? Ab März? oder gar nicht

Vielen Dank euch

sabine-g 28.12.2015 20:22

ich finde das Nüchtern Training und längeres Training ohne Verpflegung im allgemeinen schwachsinnig.

Wer trainiert braucht Energie.
Wer beim Training keine Energie braucht trainiert falsch, ganz einfach.

captain hook 28.12.2015 20:40

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1192046)
ich finde das Nüchtern Training und längeres Training ohne Verpflegung im allgemeinen schwachsinnig.

Wer trainiert braucht Energie.
Wer beim Training keine Energie braucht trainiert falsch, ganz einfach.

Ich würde es nicht so drastisch ausdrücken, dir aber ansonsten recht geben. Ab und zu wird es voellig von alleine zu einer Verkbappungssituation kommen. Insbesondere bei den Umfängen im LD Training. Kannst natürlich auch die Intensität zugunsten des Nüchterntrainings rausnehmen. Halte ich persönlich für keine gute Idee. Ab und zu ergibt sich so ein Nüchterntraining ja auch aus der Situation. Zb morgens wenn man eh keine Zeit hat vor nem Läufchen vor der Arbeit was zu essen oder so. Künstliche Verknappung würde ich nicht betreiben.

werner 28.12.2015 22:46

Solange die Qualität des Trainings nicht leidet, kann man das m.E. schon machen. Bis vielleicht 2Std. Darüber hinaus ist es nach meiner Erfahrung kontraproduktiv.
Da ich sowieso praktisch nie länger als 2Std laufe, geht das auch nüchtern. Radfahren nicht.
Ich weiß nicht, wie oft ich früher mit angehendem Hungerast irgendwo im Taunus gestanden habe und den Navi nach 'ner Tanke suchen lassen. Es ging dann irgendwie weiter aber auf der letzten Rille.
Heute versuche ich mich bei den langen Radausfahrten ähnlich zu ernähren, wie im Wettkampf, damit ich die geplanten Wattwerte halten kann. Auch bei Schwimmeinheiten >4000m habe ich ein Kh-Getränk dabei.

ritzelfitzel 28.12.2015 22:50

Individuell verschieden, denke ich.
Habs mehrmals versucht. Vertrage es weder zu Land, noch zu Wasser, noch auf dem Bike.

2h-Nüchternlauf? Harte Sache!

Bin da mit dem Captain, qualitativ gutes Training braucht einfach Brennstoff.

einzelstueck 28.12.2015 23:16

Zitat:

Zitat von ritzelfitzel (Beitrag 1192080)
Individuell verschieden, denke ich.

Denke ich auch. Schwimmen mit was im Magen geht gar nicht bei mir.
Aufm Rad krieg ich ohne Frühstück keine Intensitäten zusammen, ebeonso beim Laufen. Entsprechend bin ich morgens dann eben oft im Wasser.

Mauna Kea 28.12.2015 23:32

Zitat:

Zitat von archimedes (Beitrag 1192044)
Hallo Fourm,

werde in FFM meine 2.LD machen. Mein Trainer trainiert selbst ohne aktiven FSW und arbeitet diese auch nicht in meine Pläne ein.
Ich habe seit Okt jeden Samstag einen Nüchter-Morgen-Lauf gemacht, begonnen mit 45 Min und jetzt im Moment laufe ich 1:50 nüchtern und ohne Versorgung. Meistens war am Tag vorher noch eine längere Radfahrt....

Alle anderen Training mache ich auch ohne Verpflegung wie zb. 2Std. Rolle und 30 min Koppellauf, aber hier habe ich jedoch gefrühstückt.

Meint ihr mir Reicht ein Nüchtern Lauf in der Woche.
Ab wann wird eigentlich mit´m FSW Training aufgehört? Ab März? oder gar nicht

Vielen Dank euch

Schonmal über Cortisol nachgedacht und was das so anrichtet im Körper.
Nüchterntraining ist ein Mythos der sich hartnäckig hält, aber deshalb nicht wahrer wird.
Training mit entleerten Speichern hat man eh oft genug, da die Speicher sich über Nacht nach längeren oder harten Einheiten nicht vollständig auffüllen. Da noch mit dem Holzhammer zusätzlich draufzuhauen macht keinen Sinn.
Hinterher heisst es dann: Ich hab die LD geschafft - trotz des Trainings, nicht wegen ;)

Also ich bin da ganz beim Captain

Bike-Felix 28.12.2015 23:55

Wie hängt denn Cortisol mit Nüchtern Läufen zusammen?

Ich laufe momentan meist nüchtern aber nur bis 10km. Schnitt 5:30 (und drunter), laufstil... Naja ich muss rein kommen. Mit Frühstück geht ein Schnitt um 5Min und der Laufstil ist schöner

Raimund 29.12.2015 00:35

Das Thema wurde hier bereits bis zum Erbrechen diskutiert...:Huhu:

captain hook 29.12.2015 00:40

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1192090)
Wie hängt denn Cortisol mit Nüchtern Läufen zusammen?

Ich laufe momentan meist nüchtern aber nur bis 10km. Schnitt 5:30 (und drunter), laufstil... Naja ich muss rein kommen. Mit Frühstück geht ein Schnitt um 5Min und der Laufstil ist schöner

Die Stressparameter sind im Nüchterntraining höher.

Was man sich zumutet und wie man es macht ist ja gefühlsabhängig. Natürlich spricht nix dagegen mal ohne vorher essen und Verpflegung Sport zu machen. Jedenfalls dann nicht, wenn man grundsätzlich ueber gefüllte Speicher verfügt. Und hier beginnt das Problem im sehr umfangreichen Triathlontraining. Wenn ich kein ga Tempo in dem Zustand laufen kann wie gewohnt (sollte ja in weiten Teilen ohne direkte Zuckerzufuhr gehen) und sollte der Laufstil leiden, dann würde ich mal ueber Sinn und Zweck nachdenken...

Ich hab schon immer viele kh gegessen. So hatte ich absolut kein Problem morgens mal nur mit Kaffee 20k zu laufen. Klar, die Speicher hatten genug kh dafür. Danach hab ich dann aber direkt und konsequent nachgefüllt. Ich hab auch schon kh Defizite provoziert. Die Regeneration verlängert sich merklich, man muß irgendwann Intensität rausnehmen und danach muss man pause machen. Hmmmm... Ich esse dann lieber kh.

Raimund 29.12.2015 01:59

Also, wer über Nacht seine Glycogenreserven in der Muskulatur angreift, sollte mal ne Kamera ans Bett stellen...;)

ThomasG 29.12.2015 08:00

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1192098)
Die Stressparameter sind im Nüchterntraining höher.

Was man sich zumutet und wie man es macht ist ja gefühlsabhängig. Natürlich spricht nix dagegen mal ohne vorher essen und Verpflegung Sport zu machen. Jedenfalls dann nicht, wenn man grundsätzlich ueber gefüllte Speicher verfügt. Und hier beginnt das Problem im sehr umfangreichen Triathlontraining. Wenn ich kein ga Tempo in dem Zustand laufen kann wie gewohnt (sollte ja in weiten Teilen ohne direkte Zuckerzufuhr gehen) und sollte der Laufstil leiden, dann würde ich mal ueber Sinn und Zweck nachdenken...

Ich hab schon immer viele kh gegessen. So hatte ich absolut kein Problem morgens mal nur mit Kaffee 20k zu laufen. Klar, die Speicher hatten genug kh dafür. Danach hab ich dann aber direkt und konsequent nachgefüllt. Ich hab auch schon kh Defizite provoziert. Die Regeneration verlängert sich merklich, man muß irgendwann Intensität rausnehmen und danach muss man pause machen. Hmmmm... Ich esse dann lieber kh.

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 1192100)
Also, wer über Nacht seine Glycogenreserven in der Muskulatur angreift, sollte mal ne Kamera ans Bett stellen...;)

Mich hat mal jemand auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass man mit einer noch ausreichenden Menge an Muskelglykogen durchaus einen Hungerast bekommen kann. Wobei mit Hungerast ein Nachlassen des motorischen Antriebs aufgrund von einem niedrigen Leberglykogengehalt bzw. Blutzuckersiegel gemeint war. Die Muskeln können noch so viel Glykogen gespeichert haben ihr Glykogen steht nicht zur Verfügung um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten oder anzuheben oder das Leberglykogen aufzufüllen.
Über Nacht kann das Leberglykogen durchaus ganz schön absinken - ja das ist glaube ich sogar recht normal, denn es werden immerhin mindestens acht Stunden ohne Nahrungszufuhr überbrückt (im Normalfall). Eine relativ geringe Menge an schnell verfügbaren Kohlenhydraten kann da schon sehr nützlich und sinnvoll sein, wenn man kurz nach dem Aufwachen trainiert. Will man einen großen Effekt haben auf den Fettstoffwechsel, dürfte es durchaus reichen dann eine Weile ohne Energiezufuhr sich zu belasten und wenn das Training so ist, dass es energetisch recht hart an die Grenzen gehen würde, wenn man sich nicht verpflegt, dann wartet man relativ lange bis der Fettstoffwechel gut in Gang gekommen ist und der Insulinspiegel niedrig und verpflegt sich mit relativ geringen Dosen an Kohlenhydraten. Da würde ich schnell verfügbare bevorzügen. So kann man härter trainieren und die notwendige Regenerationszeit ist kürzer als beim Nüchterntraining in gleicher Intensität und Dauer. Vieles würde ich allerdings als relativ betrachten auch hier: Wer gewohnt ist viele Stunden am Tag zu trainieren und über entsprechende Reserven verfügt (Radprofis sollen laut Literaturangaben über bis zu 200 g Leberglykogen verfügen können, normal sind 80 - 120 g, die Gesamtglykogenmenge kann bis zu 750 g (!) steigen, wobei Muskelglykogen in den Armen beispielsweise beim Radfahren und Laufen nichts bis kaum was nützt, das es in der Armmuskulatur bleibt und nicht auch nicht indirekt über das Blut in die Beinmuskeln gelangen kann), der kann sich längere Nüchternzeiten erlauben bzw. der kann länger warten bis er sich verpflegt oder sich weniger verpflegen (bei gleicher Intensität und Dauer).
Ein ziemlicher Freak hat mir mal in einem anderen Forum überzeugend erklärt, warum recht viele Leute manches falsch einschätzen in Bezug auf Fettstoffwechsletraining. Man hat früher einfach den Fettsäurespiegel (u.a.) im Blut während der Belastung gemessen. Der steigt stark während langer Belastungen. Dann hat man die Höhe des Fettsäurespiegels einfach direkt als Maßzahl genommen für den Fettsäureumsatz pro Zeiteinheit und das war nicht so ganz richtig, denn er besagt nicht unbedingt etwas über die Verhältnisse in den Zellen (Muskelzellen). Auf meine Frage, was für einen Sinn denn ansteigende Fettsäuremengen im Blut denn dann hätten, wenn sie nicht zur " Verbrennung" in den Zellen zeitnah zur Verfügung gestellt werden? Und da meinte er sinngemäß das wäre eine Vorbereitung auf die Zeit nach der Belastung, so wird dafür gesorgt, dass in den Stunden danach deutlich weniger Leberglyogen bzw. Blutzucker verstoffwechselt werden muss. Das fand ich interessant und überzeugend.

Gruß Thomas

Pate1410 29.12.2015 08:18

Ich zitiere da immer wieder gerne Caroline Rauscher aus einem von Arnes Filmbeiträgen:

"Gewinnen wird der SCHNELLSTE, nicht der mit dem besten Fettstoffwechsel"

Und Schnelligkeit kommt nunmal durch das Zuführen von "ordentlichem Treibstoff" und nicht durch Training mit Wasser.

Wer eine Stunde ohne KH Zufuhr laufen kann, hat meiner Ansicht nach alles an Fettstoffwechselgrundlage, was er für eine LD benötigt.

ThomasG 29.12.2015 08:38

Zitat:

Zitat von Pate1410 (Beitrag 1192108)
Ich zitiere da immer wieder gerne Caroline Rauscher aus einem von Arnes Filmbeiträgen:

"Gewinnen wird der SCHNELLSTE, nicht der mit dem besten Fettstoffwechsel"

Und Schnelligkeit kommt nunmal durch das Zuführen von "ordentlichem Treibstoff" und nicht durch Training mit Wasser.

Wer eine Stunde ohne KH Zufuhr laufen kann, hat meiner Ansicht nach alles an Fettstoffwechselgrundlage, was er für eine LD benötigt.

Den letzten Satz würde ich aber schon ein wenig eingeschränkt betrachten: Die Menge an Kohlenhydraten, die unter Belastung über den Darm pro Zeiteinheit aufgenommen werden kann, ist ja nicht beliebig hoch. In der Literatur wurden (oder werden, früher habe ich viel gelesen) häufig Maximalmengen von ca. 60 g/h genannt. Das macht rund 240 kcal. Da muss der Körper schon in der Lage sein ordentlich was dazuzugeben aus gespeicherten Reserven, also entweder aus den recht begrenzten Muskelglykogen oder halt über den praktisch unbegrenzten Fettstoffwechsel.
Bei Noakes (Lore of running) gibt es ein Kapitel, da hat er sich damit beschäftigt, wo die Grenzen liegen der Belastbarkeit in Abhängigkeit von Intensität und Dauer. Er hat da auf eine Art "Wunder" aufmerksam gemacht. Beim berühmten sogenannten Ironwar zwischen Dave Scott und Mark Allen aufmerksam gemacht. Allen ist da zum Schluss etwas gelungen, was rein energetisch (zumindest nach Ansicht von Tim Noakes und ich denke der weiß da eine Menge) eigentlich unmöglich ist nämliche ein abschließender Marathon in 2:40 h.

Antracis 29.12.2015 09:25

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1192050)
Ich würde es nicht so drastisch ausdrücken, dir aber ansonsten recht geben. Ab und zu wird es voellig von alleine zu einer Verkbappungssituation kommen. Insbesondere bei den Umfängen im LD Training. Kannst natürlich auch die Intensität zugunsten des Nüchterntrainings rausnehmen. Halte ich persönlich für keine gute Idee.

Ich auch nicht. Da stehen einem unklaren Nutzen erhebliche Risiken ( Immunsupression durch vermehrte Cortisolausschüttung und verstoffwechselte Eiweiße, verlängerte Regenerationszeit, Rückgang der Trainingsintensität.) gegenüber.

Bisher haben zwar einige Studien ( einige auch nicht !) nachgewiesen, dass man mehr freie Fettsäuren umsetzt, aber nicht, dass man dadurch schneller wird.

Was man aber nicht verschweigen darf: Im Hochleistungssport bei der Weltelite ist das ein Thema. Renato Canova, der ja viele der aktuellen Weltrekordler im Marathon trainiert hat, lässt beispielsweise seine Schützlinge in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung 35 km (!) TDL in 3:10/ km laufen ohne KH- Zufuhr und beschreibt, dass die Sportler dann meist um km 27-28 auf 3:30 einbrechen und ab 30 km sogar auf 3:45. D.h. für Eliteläufer ist das schon ein brutaler Einbruch wg. Hungerast. Nach 1-2 Wochen wird das Ganze wiederholt und die Sportler können das Tempo 1-2 km länger halten. Das kann man natürlich auch auf dem Rad umsetzen.

Kommt der Weltrekord jetzt wegen oder trotz des Trainings zustande ? :Cheese:

Für mich steht klar fest: Amateure und vor allem selbst die allermeisten ambitionierten AK-Athleten haben immer noch genug andere Trainingsstellschrauben mit deutlich besserem Nutzen/ Risiko- Verhältnis zur Verfügung ( Z.B. Umfangserhöhung, Intensitätserhöhung, Gewichtsreduktion, Mehr Schlaf ect...), um auf solche Extremexperimente verzichten zu können.

~anna~ 29.12.2015 09:26

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192088)
Schonmal über Cortisol nachgedacht und was das so anrichtet im Körper.

ZB Lipolyse? ;)

Ne im Ernst. Ich bin auch vom Nüchterntraining abgekommen. "Train-low" ist klarerweise ein zusätzlicher Reiz (gibt ja genug Studien über erhöhte Mitochondrienbildung...), aber wie immer bekommt man den Reiz nur durch mehr Stress erkauft.

Ich würde Nüchterntraining nur machen, wenn normale Trainingsmethoden schon voll ausgereizt sind (Riesenumfänge und Intensität); oder man aus zeitlichen Gründen deutlich weniger trainiert als man verkraftet. Dann kann man mit den wenigen Stunden, die man hat, mittels "train-low" ev. ein effektiveres Grundlagentraining erzielen.

Aber train-low heißt dann auch, dass die Muskelgloykogenspeicher möglichst leer sein sollten. Ein halbes Kilo Nudeln am Vorabend und morgens dann "nüchtern" los ist nicht "train-low".

Edit: Deckt sich ziemlich mit dem was Antracis schreibt ;) .

Antracis 29.12.2015 09:44

Was ich noch eine sinnvolle Info finde: Eine hohe KH-Aufnahme während einer mehrstündigen Belastung schränkt zwar den Fettstoffwechsel ein, Neumann und Pöhland haben 1994 aber in einer Studie gezeigt, dass ein einmal einreguliertes Fettstoffwechselniveau ( was sich ca. nach 60-70 min ohne KH-Zufuhr einstellt) nicht eingeschränkt wird, wenn die danach zugeführte KH-Menge unter 35g/ h bleibt.

Spricht also für den Nutzen moderater KH-Zufuhr und den praktischen Tip , den Caro Rauscher ja auch immer wieder predigt, nämlich bei moderatem Training 2 h Salz + Wasser und danach dann Apfelschorle, die ja auch keine KH- Bombe ist.

~anna~ 29.12.2015 09:51

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1192121)
Was ich noch eine sinnvolle Info finde: Eine hohe KH-Aufnahme während einer mehrstündigen Belastung schränkt zwar den Fettstoffwechsel ein, Neumann und Pöhland haben 1994 aber in einer Studie gezeigt, dass ein einmal einreguliertes Fettstoffwechselniveau ( was sich ca. nach 60-70 min ohne KH-Zufuhr einstellt) nicht eingeschränkt wird, wenn die danach zugeführte KH-Menge unter 35g/ h bleibt.

Interessant! Komisch, dass die 35g/h ein Absolutwert sind und nicht von der erbrachten Leistung abhängen...

captain hook 29.12.2015 09:54

Die Königsdisziplin ist natürlich den kh Stand zu berechnen. Dann kann man das natürlich ausreizen. Rein praktisch betrachtet aus meiner Erfahrung ergeben sich wie oben beschrieben solche Situationen im Training von ganz alleine wenn man nicht immer nur abschnarcht sozusagen von ganz alleine die Situation die aus dem Marathon Training oben beschrieben wird bei den Profis.

Jetzt kommt natürlich noch ne Einschränkung. Wer wenig trainiert und viele kh frisst wird von alleine kaum in so eine Situation kommen. Dann muss man natürlich auch mal kreativ werden. Wenig finde ich alles unter zehn Stunden pro Woche. Eigentlich sollte aber das Koeepergefuehl genug Informationen rausruecken was geht. Und man wird normalerweise nicht sterben wenn man bei einem Experiment vielleicht auch mal in den Reservemodus kommt.

Mauna Kea 29.12.2015 10:49

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1192118)
ZB Lipolyse? ;)

Cortisol macht auch alt. Schau dir mal Paula Newby an, die sieht aus wie meine Oma.

Wenn ich mich recht erinnere sind chronisch erhöhte Cortisolspiegel doch für Übertraining mitverantwortlich.

War Fettstoffwechsel nicht genetisch vorgegeben, mit wenig Möglichkeiten das durch Training zu verändern?

Ich bin Fan von anabolem Training, statt katabol mich zu zerstören ;)

Antracis 29.12.2015 11:56

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1192123)
Interessant! Komisch, dass die 35g/h ein Absolutwert sind und nicht von der erbrachten Leistung abhängen...

Guter Punkt, ich fürchte ja, dass es eher aus dem Studiendesign oder der großen Streuung der Ergebnisse resultiert. Die Zufuhrempfehlungen sind ja interessanterweise unabhängig von Leistung und auch Körpergewicht angegeben. Und schwanken zwischen mind. 30-60 bzw. im Extrem bis max 90g/h.

Im WK ist das aber vermutlich wenig praxisrelevant, weil es bei der LD ja darum geht, soviel wie vertragen und resorbiert wird, aufzunehmen. Beim Marathon, der ja eine kohlenhydratdomierte Grenzsituation ist, oder im Training bei den Ausdauersportarten würde man sich individuellere Werte wünschen.

Das aber vermutlich schwierig zu ermitteln, weil das ererbte bzw. antrainierte Niveau vom Fettstoffwechsel eine Rolle spielt genauso wie die gewählte Belastungszeit und Dauer.

Ich kann ja mal versuchen, an die Daten der Studie ranzukommen, aber 30/g die h sind ja allgemein eine Untergrenze, wo leistungsverlängernde Werte im Ausdauerbereich in bestimmten Situation gemessen werden konnten, vermutlich hat man deshalb in diesem Bereich experimentiert und gefunden, dass keine wesentliche Beeinflussung des Fettstoffwechsels resultiert.

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192138)

War Fettstoffwechsel nicht genetisch vorgegeben, mit wenig Möglichkeiten das durch Training zu verändern?

Es gibt definitiv Talente ( Definition siehe 2:55-Thread :Lachanfall: ) und ich denke, daraus resultieren auch die unterschiedlichen WK- und Trainings-Protokolle der Athleten. Wenn man z.B. den Marathon als Grenzsituation nimmt und zur Elite schaut:

Arne Gabius läuft 2:08 praktisch ohne KH in Training und WK, David Ritzenhain z.B. 2:07, und der nimmt bis zu 90g/h(!) im Marathon zu sich und hat sich extra systematisch dahin trainiert, solche Mengen zu vertragen (Bei Fitzgerald nachzulesen). Brett Gotcher (2:10) verträgt über Gele 60g/h nicht, nimmt deshalb knapp 35g/h über Sportgetränke, weil er ohne zu langsam ist. Shalane Flanagan (2:21) hat eher zufällig beim WK festgestellt, als sie nämlich wegen Magenproblemen außer Wasser nichts mehr reinbekommen hat, dass es bei Ihr auch ohne KH genauso schnell geht.

archimedes 29.12.2015 21:26

Danke an euch alle, für eure Meinungne. ICh sehe, ich häng mich da wieder auf. Bei meiner ersten LD habe ich keine Nüchternläufe gemacht und mein Stoffwechsel hat funktioniert. Richtig ist auch: FSW wird nicht durch Nüchternläufe trainiert. Lange Radausfahrt ERnährung wie im WK und der Treibstoff ist KH (auch zugeführt) und immer ein Tei Fett /Blutt + Speicherfett.

~anna~ 29.12.2015 22:01

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192138)
War Fettstoffwechsel nicht genetisch vorgegeben, mit wenig Möglichkeiten das durch Training zu verändern?

Ist das so? Wär ja cool ;) . Dann brauch ich mir keine Sorgen machen, dass mir der Dieselmotor abhanden geht, nur weil ich inzwischen immer gut gefüttert trainiere...

ThomasG 29.12.2015 22:04

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1192210)
Ist das so? Wär ja cool ;) . Dann brauch ich mir keine Sorgen machen, dass mir der Dieselmotor abhanden geht, nur weil ich inzwischen immer gut gefüttert trainiere...

Ne - ne, das ist ganz bestimmt mehr reines Wünschdenken vom Papst der Fast-Twich-Fraktion ;-).

ThomasG 29.12.2015 22:07

Hier noch ein wahrscheinlich sehr interessanter Artikel. Ihr könnt ja wahrscheinlich so ziemlich alle supergut Englisch im Gegensatz zum kleinen ThomasG :-( ;-): -> https://www.researchgate.net/publica...le_triathletes
Die haben da ganz schön was gefuttert :-O uff!

Mauna Kea 29.12.2015 22:13

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1192210)
Ist das so? Wär ja cool ;) . Dann brauch ich mir keine Sorgen machen, dass mir der Dieselmotor abhanden geht, nur weil ich inzwischen immer gut gefüttert trainiere...

Ich zitiere mal Hafu

http://www.triathlon-szene.de/forum/...3&postcount=11

ThomasG 29.12.2015 22:27

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192213)

Ja - eine Aussage von HaFu hat natürlich ganz schön Gewicht! Es könnte ja aber auch daran liegen, dass es eben so gut wie keine Ausdauerwettkämpfe gibt, bei denen es um viel Prestige und Geld geht, wo die Güte des Fettstoffwechsels wirklich ausschlagebend ist auf das Ergebnis. Deshalb wird da womöglich nicht gerade viel geforscht. Bei Langdistanztriathlons (Ironmandistanz) wird ja in der Regel ordentlich gefuttert und da die Intensität aufgrund der langen Belastungsdauer relativ moderat ist, klappt das auch ganz gut. Bei so Sachen wie RAAM könnte das ganz anders aussehen oder bei 1000-Meilenläufen oder Etappenläufen mit langen Einzeldistanzen. Da kommt ja der Magen-Darmtrackt an seine Grenzen. Solche Sachen kann man wohl nicht absolvieren ohne kräftig in den katabolen Bereich abzugleiten. Wer da einen besseren Fettstoffwechsel hat, bei dem könnte es durchaus sein, dass er weniger "Substanz" (Protein auch in Form von Muskelmasse oder Bluteiweiße (Verluste sehr ungünstig für die Immunabwehr)) verliert.

Mauna Kea 29.12.2015 23:10

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1192216)
Ja - eine Aussage von HaFu hat natürlich ganz schön Gewicht! Es könnte ja aber auch daran liegen, dass es eben so gut wie keine Ausdauerwettkämpfe gibt, bei denen es um viel Prestige und Geld geht, wo die Güte des Fettstoffwechsels wirklich ausschlagebend ist auf das Ergebnis. Deshalb wird da womöglich nicht gerade viel geforscht. Bei Langdistanztriathlons (Ironmandistanz) wird ja in der Regel ordentlich gefuttert und da die Intensität aufgrund der langen Belastungsdauer relativ moderat ist, klappt das auch ganz gut. Bei so Sachen wie RAAM könnte das ganz anders aussehen oder bei 1000-Meilenläufen oder Etappenläufen mit langen Einzeldistanzen. Da kommt ja der Magen-Darmtrackt an seine Grenzen. Solche Sachen kann man wohl nicht absolvieren ohne kräftig in den katabolen Bereich abzugleiten. Wer da einen besseren Fettstoffwechsel hat, bei dem könnte es durchaus sein, dass er weniger "Substanz" (Protein auch in Form von Muskelmasse oder Bluteiweiße (Verluste sehr ungünstig für die Immunabwehr)) verliert.

Ja und? Das ändert doch nichts daran, dass man nur bedingt den fettstoffwechsel trainieren kann. Scheint wohl mehr zu bringen die kh aufnahme zu verbessern.
Man kann wohl annehmen, dass gerade genetisch begünstigte auf solch langen strecken besonders gut sind.
Bei ultraathleten wird übrigens bewusst muskelmasse antrainiert, damit man die verfeuern kann. Hab ich mal einen interessanten artikel zu gelesen.

Microsash 29.12.2015 23:21

Also ich hab die letzten Monate meine Einheiten stark hochschrauben können...also mehrere 100, 200 und 300km Radfahrten. Der Schlüssel war einfach nur Energie.

Inzwischen fahre Ich Malto mit Cola oder Eistee und unterwegs Süßkrams dazu wie Knoppers etc.
Sämtliche Versuche mit halbwegs nüchtern enden spätestens nach 2h in Halbkatastrophen ....gut versorgt sind 10h kein Problem und 100km nicht mal der Rede wert.
Für die 300km hatte ich zb. 240g Maltodextrin, 2,5l Cola 1l Eistee 5 Knoppers, ne Bratwurst , 1 Brownie und n Kaffee

ThomasG 29.12.2015 23:31

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192223)
Ja und? Das ändert doch nichts daran, dass man nur bedingt den fettstoffwechsel trainieren kann. Scheint wohl mehr zu bringen die kh aufnahme zu verbessern.
Man kann wohl annehmen, dass gerade genetisch begünstigte auf solch langen strecken besonders gut sind.
Bei ultraathleten wird übrigens bewusst muskelmasse antrainiert, damit man die verfeuern kann. Hab ich mal einen interessanten artikel zu gelesen.

Es könnte aber doch sein, dass man eben den Fettstoffwechsel eben doch ganz gut trainieren kann, wenn man Sachen macht, die beim "gewöhnlichen" Training eher kontraproduktiv sind, weil die Nachteile überwiegen. Wenn das nicht oder kaum oder nicht von wissenschaftlicher Seite aus beobachtet wird, dann kann man da natürlich nicht wissen, ob sich dabei nicht doch (erheblich) was tun könnte im Bezug auf die Trainierbarkeit des Fettstoffwechsels. Die Leute wissen halt aus Erfahrung (siehe den Beitrag von Sascha), dass man lange Belastungen viel besser absolvieren bzw. wegstecken kann, wenn man sich gut verpflegt unterwegs. Also macht das ein Großteil einfach und nur eine Minderheit macht es nicht. Diese Minderheit dürfte bei "gewöhnlichen" Wettkämpfen (bis Ironmandistanz) dann wohl eher relativ schlecht abscheiden. Das macht sie auch nicht unbedingt interessanter für die meisten anderen. Vor Jahren habe ich angefangen immer längere Touren zu machen ohne jegliche Verpflegung unterwegs. Ich bin mit der Zeit immer weiter gekommen. Muss nichts heißen, aber kann schon was heißen.
Entschuldige bitte wegen dem Spässchen, zu dem ich mich habe hinreißen lassen. Das war wahrscheinlich nicht gut.

Mauna Kea 29.12.2015 23:48

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1192226)
Es könnte aber doch sein, dass man eben den Fettstoffwechsel eben doch ganz gut trainieren kann, wenn man Sachen macht, die beim "gewöhnlichen" Training eher kontraproduktiv sind, weil die Nachteile überwiegen.

Das haben schon Sportlern seit Urzeiten versucht und ausprobiert.
Als ich vor über 25 Jahren mit Radfahren anfing, hiess es immer:
Morgens nüchtern losfahren bis zum Hungerast und dann ein Brötchen essen.
Ich habe soviel nüchtern trainiert, das ich eigentlich Hawaii hätte gewinnen müssen. Hat aber nicht geklappt ;)

Ansonsten muss man ja vorsichtig sein , was nun wie funktioniert. Vor allem bei Profis oder Topleuten. Da wird ja bekanntlich auch gerne nachgeholfen zur Leistungssteigerung oder nur zum Durchhalten oder Wachbleiben bei Ultradistanzen.

Ist ein komplexes Thema. Das nur auf Fettstoffwechsel herunterzubrechen wäre wohl zu einfach.

Ich persönlich halte mich da lieber daran dem Körper beizubringen viele KH zu verwerten und dem Magen/Darm beizubringen das zu verkraften.

ThomasG 30.12.2015 00:00

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192227)
Das haben schon Sportlern seit Urzeiten versucht und ausprobiert.
Als ich vor über 25 Jahren mit Radfahren anfing, hiess es immer:
Morgens nüchtern losfahren bis zum Hungerast und dann ein Brötchen essen.
Ich habe soviel nüchtern trainiert, das ich eigentlich Hawaii hätte gewinnen müssen. Hat aber nicht geklappt ;)

Da staune ich aber einigermaßen. Da hast Du mir erheblich was voraus. Ich probiere eher nicht so viel aus, sondern lasse mich dorthin treiben, wo es mich wahrscheinlich auch nicht zuletzt genetisch bedingt hintreibt. Jegliches Training, was Schnelligkeit oder Schnellkraft ansspricht, meide ich schon mein ganzes Leben wie der Teufel das Weihwasser. Schon seit der Kindheit wurde mir da vor Augen geführt, dass ich da eine totale Niete bin. Auch so vor gut 25 Jahren (ab 1986) habe ich eine Weile öfter mit älteren Ausdauersportlern trainiert auch auf dem Rad. Die haben solche Sachen aber nicht gemacht. Nüchternläufe durchaus manche mal ab und zu, aber nicht extrem (morgen nüchtern eine Stunde ganz locker Laufen oder so). Bei Radtouristiken oder so haben sie immer zwischendrin gefuttert und auch gezuckerte Getränke getrunken. Beim normalen Training abends nach der Arbeit und mit wohl gut gefüllten Speichern, haben sie sich aber durchaus mit Wasser zufriedengeben bei Touren bis zu knapp 150 km (maximal).

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192227)
Ansonsten muss man ja vorsichtig sein , was nun wie funktioniert. Vor allem bei Profis oder Topleuten. Da wird ja bekanntlich auch gerne nachgeholfen zur Leistungssteigerung oder nur zum Durchhalten oder Wachbleiben bei Ultradistanzen.

Ist ein komplexes Thema. Das nur auf Fettstoffwechsel herunterzubrechen wäre wohl zu einfach.

Ich persönlich halte mich da lieber daran dem Körper beizubringen viele KH zu verwerten und dem Magen/Darm beizubringen das zu verkraften.

Ok - da ist schon was dran.

Tatze77 30.12.2015 06:26

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1192212)
Hier noch ein wahrscheinlich sehr interessanter Artikel. Ihr könnt ja wahrscheinlich so ziemlich alle supergut Englisch im Gegensatz zum kleinen ThomasG :-( ;-): -> https://www.researchgate.net/publica...le_triathletes
Die haben da ganz schön was gefuttert :-O uff!

Also wenn ich das richtig interpretiere scheint da evtl doch die Körperfülle eine Rolle zu spielen was die Energieaufnahme angeht, den ich habe 2014 auf ca 12 std Endzeit
fast 8000kcal wärend des rennens zu mir genommen (ok hintenraus brauchte ich ja auch was zu tuen da laufen nicht mehr so gut ging ;) ) . oder noch besser ich habe einfach ne gute kh aufnahme.
LG Tatze
(schönes Thema !!)
Edith: kann es den auch sein das ich auf grund der Tatsache das ich schon seit Jahrzehnten Im Jahr 20 kg abnehme (und teilweise wieder zu) einen besser funktionierenden Fettstoffwechsel habe?

Faul 30.12.2015 10:04

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192227)
Ich persönlich halte mich da lieber daran dem Körper beizubringen viele KH zu verwerten und dem Magen/Darm beizubringen das zu verkraften.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mein Doc mit einmal gesagt hat, dass er kaum Ausdauersportler kennt, die nicht ein Leaky-Gut-Syndrom haben. Dies hat er auch mehrfach auf Schulungen zur Darmgesundheit bestätigt bekommen. Ich denke mittlerweile, dass ein gewisses Sportniveau einfach ungesund ist und zwar nicht wegen der sportlichen Belastung, sondern auch wegen der Ernährungsmengen. Wenn ich dann lese, dass man seinem Darm "beibringen" soll, dass zu verkraften, wäre es nach meinen Vorstellungsvermögen durchaus möglich, dass das Verkraften auf fehlerhaften Funktionsausführung beruht.

Das soll mich jedoch nicht vom Sport abhalten :)

archimedes 30.12.2015 17:16

Nur noch ich mal kurz in die Runde gefragt. Wenn ihr für eine LD trainiert, trainiert ihr dann Aktiv den FSW? O'der schreibt euch euer Trainer solche Einheiten auf. Aus meinem Freundeskreis hat die größere Menge solche Einheiten im Plan drin

loriot 30.12.2015 17:42

auf der Langdistanz wird doch eh die ganze Zeit gefressen ... es gewinnt der, der bei km 35 beim Laufen noch ein leckeres Stück Schwarzwälder Kirsch vertragen kann. :Cheese:

Adept 30.12.2015 18:16

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1192213)

Dass man den Fettstoffwechsel nicht trainieren kann (und dieser genetisch vorgegeben ist), widerspricht der gängigen Lehrmeinung. Das Fettstoffwechseltraining ist ein wichtiger Bestandteil in vielen seriösen Trainingskonzepten.

Gibt es denn Belege für diese konträre Meinung?

Ich habe von einem Triathlon-Profi Ergebnisse seiner jährlichen Spiros gesehen, die deutliche Unterschiede im Fettstoffwechsel zeigten. Und ich glaube, da wird es noch mehr Leute hier geben, die solche Unterschiede in ihren Spiros vorweisen können.

Wie lässt sich das erklären?

longtrousers 30.12.2015 18:38

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1192310)
Dass man den Fettstoffwechsel nicht trainieren kann (und dieser genetisch vorgegeben ist), widerspricht der gängigen Lehrmeinung. Das Fettstoffwechseltraining ist ein wichtiger Bestandteil in vielen seriösen Trainingskonzepten.

Das habe ich auch immer geglaubt. Ich habe Spiroergometrien machen lassen mit Ein Paar Monate dazwischen, wobei beim Zweiten eine deutlich bessere Fettverbrennung festzustellen war. Bin kein Experte, aber mir wurde gesagt, dass das am Training eben während diesen Zwischenmonaten lag.
Ich mag aber auch Hafu nicht widersprechen, dessen Erfolge (und die seiner Familie) für sich sprechen.

Mauna Kea 30.12.2015 18:51

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1192310)
Dass man den Fettstoffwechsel nicht trainieren kann (und dieser genetisch vorgegeben ist), widerspricht der gängigen Lehrmeinung. Das Fettstoffwechseltraining ist ein wichtiger Bestandteil in vielen seriösen Trainingskonzepten.

Gibt es denn Belege für diese konträre Meinung?

Ich habe von einem Triathlon-Profi Ergebnisse seiner jährlichen Spiros gesehen, die deutliche Unterschiede im Fettstoffwechsel zeigten. Und ich glaube, da wird es noch mehr Leute hier geben, die solche Unterschiede in ihren Spiros vorweisen können.

Wie lässt sich das erklären?

Die absolute Menge an Fett ist weitestgehend gleich.
Im Endeffekt bringt man dem Körper nur bei damit besser umzugehen.

Was man steigern kann ist die KH Verwertung, das geht bis zu 120g/h hoch, wenn man ein Ausnahmetalent ist. Andi Böcherer ist ja nach Caroline Rauscher so eins.

Mauna Kea 30.12.2015 18:57

Zitat:

Zitat von Faul (Beitrag 1192247)
In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mein Doc mit einmal gesagt hat, dass er kaum Ausdauersportler kennt, die nicht ein Leaky-Gut-Syndrom haben. Dies hat er auch mehrfach auf Schulungen zur Darmgesundheit bestätigt bekommen. Ich denke mittlerweile, dass ein gewisses Sportniveau einfach ungesund ist und zwar nicht wegen der sportlichen Belastung, sondern auch wegen der Ernährungsmengen. Wenn ich dann lese, dass man seinem Darm "beibringen" soll, dass zu verkraften, wäre es nach meinen Vorstellungsvermögen durchaus möglich, dass das Verkraften auf fehlerhaften Funktionsausführung beruht.

Das soll mich jedoch nicht vom Sport abhalten :)

Das passiert, wenn man unkontrolliert jede Art von Zucker reinballert.
Ernährt man sich aber überwiegend stärkebasiert, also Obst,Kartoffeln, Reis,Nudeln,Gemüse, Süßkartoffeln, dann kann der Körper genug Enzyme dafür bilden.
Gelegentliches Fasten im Rahmen von "intermittent fasting" schadet da nicht. Ein genereller LowCarb Ansatz jedoch schon.

Das ein gewisses Sportniveau - und LD Triathlon liegt da mit Sicherheit drüber - ungesund ist, darüber brauchst du mit mir nicht zu diskutieren. Ich bin selber seit knapp 10 Jahren krank und zahle den Preis für die 20 Jahre davor. :(
Aber wenn man noch jung und vermeidlich gesund ist, schert einen das ja nicht.


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