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Effektivität Radtraining: Indoor <-> Outdoor
Ich will wirklich keine neue Grundsatzdiskussion anstossen, doch ich habe eine kurze Frage.
Aufgrund der noch recht milden Temperaturen zu dieser Jahreszeit bin ich hin- und hergerissen zwischen Mountainbike (Waldautobahn) und Rollentraining mit meinem Wahoo Kickr. Was haltet ihr für effektiver? Mountainbike: Waldautobahn mit einem wirklich äußerst moderatem und kaum fordernden Schnitt von ca. 22 km/h über 2 Stunden (wenig bis gar keine Berge). oder Rollentraining: 1,5/2-stündiges forderndes Training auf der Rolle? *************************************** Ich fahre Indoor seit einer Woche bei Zwift, so dass das Fahren auf der Rolle richtig Spaß macht. Hingegen fahre ich grundsätzlich schon lieber draußen, doch richtig effektiv finde ich moderates langweiliges dahinrollern auf Radwegen nicht gerade. Für forderndes Training draußen sind mir die Temperaturen zu niedrig. Wenn dann nur die letzte halbe Stunde einen Zacken schnelleres Tempo, so dass ich nassgeschwitzt nach Hause komme. Ich selbst habe rein subjektiv das Gefühl dass mir da das Rollentraining weitaus mehr bringt. |
Du beschreibst halt zwei komplett verschiedene Trainingseinheiten.
Ich mach es z.B. momentan so: 1x unter der Woche auf der Rolle mit Intervallen. 2x am Wochenende draußen, 3-4h Grundlage. Jedoch sind 3-4h Grundlage für mich sehr wohl auch fordernd. Wenn du wirklich nur 2h herumgurkst, kannst du dir das Training meines Erachtens auch sparen, oder geh lieber länger wandern. |
Wer zwingt dich denn zum befahren der Waldautobahn mit einem wirklich äußerst moderatem und kaum fordernden Schnitt von ca. 22 km/h? :Gruebeln:
Die niedrigen Temperaturen (die aktuell ziemlich mild sind)? Was machen die Skilangläufer und Biathleten? Die trainieren wahrscheinlich auch die längeren Sachen nicht "Indoor". Gruß N. :Huhu: |
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Und das mit dem zweistündigen "Herumgurken" :( :confused: :( Naja, immerhin besser als gar nichts. Dann nutz ich die halt als regenerative Einheit auf dem Fahrrad :Cheese: |
2h locker rumradeln stellt wohl kein Ausdauerreiz mehr da, außer du bist halt Anfänger. Wenn du nur 2h Zeit hast, dann bau was wie 4Sprints im sitzen/4Sprints im stehen ein oder halt fahr nen Anstieg 2-3mal hoch, wobei du nen paar Sekunden im stehen attackierst und dann halt im sitzen den dicken Gang wuchtest.
Da reicht meistens sogar weniger als 90min und du hast anständig trainiert. Wenns zu kalt ist, aber Grundlagenausdauer trainiert werden soll, mach vll nen Multikoppeltraining oder Crosssport. Idealerweise wenig KH's vorher essen, keine oder kaum zu dir nehmen. Laufen ist was das angeht wesentlich zeiteffektiver als Radfahren, da viel mehr kcal umgesetzt werden in kürzerer Zeit. Gute Sonntagseinheit ist 90min Grundlagenlauf Nüchtern gestartet. Kleine Pause @ home und dann 2-3h Grundlagen Rad, wobei zwischen den Einheiten wenig KH's zuzuführen sind. |
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Man darf halt nur nicht stehen bleiben und auskühlen oder zwischen drin mal ein Kaffee trinken gehen. Solange Wärme von Innen nachgeliefert wird mache ich auch fordernden Sport im winter 2-3h. Beschränkend ist für mich da die Kälte an Füssen und Händen. Irgendwann fangen halt die Extremitäten an unangenehm kalkt zu werden. |
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Indoor-Radtraining ist, vernünftig gesteuert, vermutlich effektiver als Training draußen bei Tempraturen knapp über oder unter 0. Trotzdem bewege ich mich selbst lieber outdoor (Schwimmen und Krafttraining ist ja ohnehin schon indoor). weil ich die Auseinandersetzung mit der Natur und auch das Erlebnis der Jahreszeiten einfach mag. Allerdings folge ich beim Radfahren im Winter auch keinen besonderen Plan. Am WE war ich z.B. 80km mit dem Rennrad unterwegs, sicher auch angemessen angezogen, aber hintenraus war es doch ziemlich kühl, v.a. bei längeren Abfahrten. |
Moin,
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Munter bleiben, Christian |
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Moin,
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Viele Grüße, Christian |
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:Huhu: :Cheese: |
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Ich verstehe nicht, warum du bei niedrigen Temperaturen draussen kein forderndes Training machen kannst, oder doch aber dann nur die letzte halbe Stunde:confused: Fahr 2 Stunden etwas schneller, oberes GA1. Oder etwas länger mittleres GA1. Auf der Rolle kannst du dann HITT Training oder KA Training machen. |
Ich fahr draussen und wenn ich dann merk, dass ich Probleme im Nacken/Schulterbereich krieg (ist öftermal bei Kälte) und ich den Kopf nicht mehr so halten kann wie es notwendig wäre um verkehrssicher zu fahren, fahr ich auf auf dem Ergo weiter.
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Effektiver ist Rollentraining.
Es kann wesentlich besser gesteuert werden, die Leistung kann ständig in einem hohen Bereich bleiben. Wenn du draußen fährst genügt schon eine Abfahrt, Ortsdurchfahrt oder gar Ampel, usw. dass deine Leistung in den Keller geht. |
Ich denke in Bezug auf das fordernde Training outdoor geht es nicht ums Können sondern eher ums Wollen. Die Gefahr sich dort zu verkühlen ist um einiges größere als bei zwei Stunden "rumleiern". Und gerader wer für Erkältungen leicht empfänglich ist kommt mit dem Zwiebelschalenprinzip oder den Grundsätzen der Kleiderwahl (leicht fröstelnd losfahren etc.) nicht unbedingt weit. Ist halt auch immer von den Gegebenheiten abhängig, habe ich längere Abfahrten und Hügel dabei oder vielleicht oft den Wechsel zwischen sonnig und schattig (im Wald).
Da muss halt jeder seine eigene Methode finden. |
Nunja. Irgendwann bekommt man halt einfach den Schweiss nicht mehr weg und dann kann es sehr sehr schnell bitterkalt werden.
Zudem mögen meine Zehen die Kälte nicht so sehr. |
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Oh mein Gott, eine AMPEL!!! |
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Ich fahre unter 5° nicht ohne Überschuhe und Schihandschuhe. Ich trage eine Goretex-Regenjacke (kaum gefüttert) mit 2 Funktionsshirts darunter. Das reicht für eine 4 Stündige Radtour. Ist aber nicht jedermanns Sache, ich weiss. |
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Bei mir steht im Plan Sonntags 2:30 h GA1
Da ich erst nach 20:00 Uhr kann, mach ich das auf der Rolle. Da ich ständig trete und mein Puls immer im Soll Bereich ist, kürze ich das Training auch mal um 15-20min. Meine Frequenz ist immer schön hoch, keine Abfahrtspausen, mentale Härte. Kein Erkältungsrisiko. Ich habe den direkten Vergleich mit der selben Distanz am Sonntag vorher, draußen mit Hügel usw. und kann sagen, dass ich nach 65km Rolle deutlich ermüdeter bin als 75km draußen, bei gleicher Zeit. Ich muss vorher was essen, gestern sogar beim Rollentraining Kohlenhydrate aufnehmen, weil ich einfach Hunger hatte und sonst vom Rad gefallen wäre. Der Einstieg ins LD Training strengt mich derzeit so an, dass ich nicht extra noch ohne Kohlenhydrate trainieren kann, sonst zieht es mir den Stecker. Das werde ich dann zunehmend im Frühjahr versuchen, hoffe das es dann nicht zu spät ist. Die Frage ist halt wofür ist die Einheit? Für die Grundlage, Fettstoffwechsel? Es heißt ja auch von Arne , dass man lieber kürzer und intensiver auf der Rolle machen kann/soll. Aber: Ich kann die ja nicht beliebig kürzen und einfach intensiver machen, ich brauche ja die Trainingsstunden, die KM auf dem Rad, oder? |
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Die Ausgangsfrage war eine andere. Ich fahre ausschließlich draußen, bisher in 2015 >10000 km. Gerade von 2 Std. bei 5° zurück. :Lachen2: |
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Ansonsten: Rollentraining ist das effektivste Training was es gibt. Ich persönlich schaffe aber nicht mehr als 1,5h wobei das auch völlig ausreicht. Kein Mensch muss im Winter mehr als 2h Rad fahren, wenn der LD-Wettkampf im Juli ist. |
Moin,
ich bin auch gerade wieder rein von einer 73 km Runde. Mich fordert der Wind am Deich. Klar fahr ich lieber bei Temperaturen im zweistelligen Bereich, aber immerhin ist trocken Hätte heute auch die Möglichkeit zum Spinning. Solange aber noch kein Schnee und Eis werde ich weiterhin mit dem Rennrad nach draußen :cool: Triathlon ist nun mal outdoor :Cheese: VG |
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ist das so. |
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Genau so ist es. |
Geht es ums müssen?
Müsst ihr trainieren? Ich will trainieren. Wenn ich Bock habe, wie z.B. am Sonntag dann gehe ich auch mal 3 Stunden laufen oder auch 4 Stunden Rad fahren. Einfach so. |
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Geht doch eigentlich nicht um trainieren müssen,sondern um effektives trainieren. 3 Stunden Laufen und 4 Stunden Radfahren brauch man jetzt nicht. Wenn Wetter passt fahre ich auch 4 Stunden im Winter. 3 Stunden bin ich allerdings im Training noch nie gelaufen. |
Meine Meinung: wenn ich mich verbessern will, kann ich die Füße nicht hoch legen. Also stehen auch Winter 4-4:30h Ausfahrten an (bis 3°) sowie 1-2 Ergometer-Einheiten von 1:50h pro Woche an (alternierend HIT-Intervalle und dicke Widerstände) an. Anschließend noch ein 10min. Barfuß- (bzw. beachwalker)-Lauf auf dem Laufband und ne leg matrix hinter her :dresche
Miles make champions :Blumen: Zitat:
Grüße Holger |
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In einem Artikel auf LA Coach Academy (unten verlinkt) steht folgender Satz:
"Aerobes Training bis hin zur Schwellengeschwindigkeit ist substanzaufbauend – laktazides Training schneller als die aerob/anaerobe Schwelle (IANS zwischen 3 und 4 mmol/l Laktat, in seltenen individuellen Fällen darüber) ist substanzabbauend." Hier lese ich öfters, dass viele Leute im Winter auf der Rolle hochintensive Intervalle oder Vo2max Programme fahren. Diese wären demnach substanzabbauend. Wäre es also nicht besser, in dieser Zeit unter der Schwelle zu bleiben und das zu trainieren, was man als Grundlage versteht? (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Technik) Also: - lang und/oder häufig - Frequenztraining - kurze Sprints bis 10 Sekunden mit ganz langer Pause - evt. mal dicke Gänge treten (aber unter der Schwelle bleiben) http://www.la-coaching-academy.de/20...enausdauer.php |
Hi rundeer,
ich lege daher schon sehr viel Wert darauf, lange Pausen zu machen, damit sich das Laktat abbaut. Hab mir vor einiger Zeit eine Einheit gebaut, die sieht so aus: 20' einfahren 8 x 30/30 (d.h. 30'' hart, 30'' Pause), 140rpm 5' Pause 5 x 30/120, 120rpm (folglich deutlich höherer Widerstand 5' Pause 5 x 1' stehend /1' Pause. Das ist der Belastungs-Höhepunkt, was das Laktat anbelangt 5' moderat weiter (d.h. etwas härter als Pause). Zweck: Verarbeitung des Laktats 2' Pause 3 x (10' SST, angenehm hart, 110rpm, 2' Pause) Grüße Holger |
Rollentraining ist doch eine gute Möglichkeit endlich sein Filmstreamingabo zu nutzen. Gilt zumindestens für mich :Lachen2:
Ich hab mich bei Trainerroad angemeldet, das finde ich bis jetzt richtig gut investiertes Geld. Es gibt Grundlagenprogramme verschiedenster Art. Traditionelle Grundlage mit längeren Einheiten ca. 65-75% der FTP, und dann die Sweet Spot Gundlagenpläne, die mit Intervallen bei ca. 85-90% (glaube ich) der FTP arbeiten. Programme sind sehr abwechslungsreich und ich fahre nun zumindestens viel zielgerichteter und mein Rollentraining geht superschnell vorbei. Fahre max. 2 Stunden. Ich merke allerdings im Frühjahr, dass ich mich erstmal wieder an das Fahren aussen gewöhnen muss, sprich Fahrradhandling... Rollentraining ist super um gezielt ein bestimmtes Programm zu fahren, was aussen schwieriger wäre. Aussen fahren sollte man aber trotzdem. Da ich kein Mountainbike habe, fällt das für mich eh flach, ausserdem fahre ich nicht gerne wenns kalt ist. Wobei das z.Zt. ja eher nicht das Problem ist. |
Also einen Powermeter von Power2Max habe ich zwar mit dem Rad in den Rollentrainer eingespannt, jedoch nutze ich diesen eher selten zur reinen Trainingssteuerung (eher als Add-on). Wobei dies grundsätzlich schon ein nettes Utensil beim Rollentraining ist.
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Ich glaube es war auf Slowtwich mal ein Artikel zu Andy Potts und seinem Training das zu über 80% drinnnen statt findet, weil er schlechtes Wetter und viel Verkehr daheim vor der Haustür hat.
Sehr interessant zu lesen, google findet das bestimmt. |
Es gibt glaube ich kein Training das so effektiv ist wie das Fahren auf der Rolle. Absolut perfekt steuerbar. Ich kenne TT Spezis die fast nur auf der Rolle fahren deshalb. Da das Fahren im Tri ohne Windschatten techn. in fast allen Fällen sehr einfach ist, wirkt sich auch nicht so stark aus,
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Heute war nochmals schönes Wetter, so dass ich dies für eine Ausfahrt nutzen konnte. Es stand eine schöne 2,5-stündige Mountainbiketour auf der Schotterpiste mit einem soliden 25er Schnitt und knapp 450 Höhenmeter auf dem Plan. Es war kein Wind und das Material ist gut gerollt.
Perfekte Konditionen. Habe schon überlegt, ob ich nochmal mein Rennrad "auswintere". Doch das bleibt erstmal eingemottet. Der Rollentrainer kann erstmal noch warten, bis das Wetter schlechter wird. |
Jetzt muss der Rollentrainer aber so richtig herhalten. Die Minusgrade sind nicht gerade einladend für Outdooraktivitäten.
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Dr. Google hat das hier gefunden: (Auszug aus der Tour) http://www.tour-magazin.de/fitness/t...uer/a8088.html Edit: das wurde aber hier schon ausgiebig diskutiert: http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=11391 |
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