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Kopfhaltung beim Kraulschwimmen
Moin Folks,
bereite mich nun auf meine dritte Triasaison vor. Als Vater von drei kids bin ich zeitlich wenig flexibel und so kommt es, dass ich überwiegend alleine schwimmen trainiere. In der letzten Saison habe ich den Swimsplit der MD in 33:01 absolviert, bei ca. 2 Schwimmeinheiten in der Woche. Da ist also noch einige Luft nach oben;-) Zu meiner Technikfrage. Bis dato habe ich immer gedacht der Kopf und die Körperachse bilden eine Linie. In einem Video von Roy Hinnen erläutere ein Trainer, das es gut wäre den Kopf etwas zu heben, um quasi über dem Wasser zu gleiten. Gleich ausprobiert und hatte das Gefühl, das es funktioniert. Wie ist Eure Meinung dazu? Greet Hawi |
Moin,
Zitat:
Ansonsten ist es im Freiwasser - wo wir Triathleten uns im WK ja vorzugsweise tummeln - tatsächlich günstiger mit etwas angehobenem Kopf zu schwimmen, um sich zu orientieren und zu linsen, was der Vordermann so macht. Viele Grüße, Christian |
zu dem thema gibt es wahrscheinlich ein paar meinungen. und alle sind irgebndwo berechtigt, weil jeder jemanden kennt, der genau so schnell schwimmt.
wir unterrichten das bei uns aber auch so. blick leicht nach vorn, mehr oder weniger gibt der badekappenansatz die ungefähre eintauchtiefe vor, sprich gesicht im wasser, badekappe aber draußen (maximal 1-2cm im wasser). |
Im Freiwasser kannste (aufgrund von Wellengang) den Kopf eh nicht so tief halten wie im Becken.
Ansonsten ändert sich die Lehrmeinung dazu eh alle Nas´lang... :( Badekappenansatz (=Stirn) = Wasserlinie --> Guter Ansatz. Von dort aus dann selbst schauen, was bei DIR gut funktioniert. Ein Hinweis vielleicht noch: Die Kopfhaltung (hoch vs. tief) beeinflußt nicht unerheblich Deine Wasserlage ! Probiere es mal durch Extreme (Wasserballkraul vs. Kopf komplett unter Wasser) aus ! ;) |
bei tiefem kopf (phelps hats mal ne zeit lang komplett unter wasser versucht) darf man 2 punkte nicht außer acht lassen:
je tiefer der kopf, desto größer der anspruch an die gelenkigkeit im schultergürtel. und je langsamer man schwimmt, desto kleiner ist die welle, in die man atmen kann. und je kleiner die welle, desto weiter muss ich den kopf zum atmen aus dem wasser heben, so entsteht dann bei langsameren schwimmern oft eine hoch/runter bewegung im oberkörper, die natürlich kontraproduktiv ist. |
ich bin Fan von tiefem Kopf. Das visualisierte Konzept vom "auf das Auftriebszentrum Lunge" zu drücken vollbringt Wunder bei der Wasserlage. Und das leitet man nun mal am besten mit einem tieferen Kopf ein.
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Als überzeugter TI-Schwimmer kann ich mich nur anschließen. Kann mir nicht vorstellen, dass du mit einem hohen Kopf eine gute und entspannte Wasserlage hast.
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Zitat:
aber erstmals in Schwimmvideos von Terry Laughlin ( https://www.youtube.com/watch?v=hC8ZZZhabp4 ) gesehen und mal mittelfristig die Technik angeeignet, bin ich auch eher der Typ eines zu niedrigen als zu hohen Kopf. mit dem hohen kopf kommt ohne groesseren Beineinsatz (zumindest bei mir) eine leicht schlechtere Wasserlage. Ausserdem muss man ja auch die Hals und Schultermuskulatur mehr anstrengen als wenn der Kopf locker im Wasser liegt. Saemtliche unnoetige Anstrengungen gilt es doch zu vermeiden mMn. Aber wie immer gilt natuerlich dass nur die Schwimmzeiten das ganze bestaetigen oder auch widerlegen koennen. Und es ist auch sicher so, dass es nicht fuer alle DIE beste Schwimmtechnik gibt. |
Die Blickrichtung sagt NICHTS darüber aus, wie tief der Kopf im Wasser ist ! ;)
Versuche es selbst: Du kannst mit Wasserkante an der Stirn fast gerade nach vorne schauen (Beweglichkeit voraus gesetzt) und genauso fast senkrecht nach unten (gute Rumpfmuskulatur vorausgesetzt). :Blumen: |
Zitat:
Wenn der Trainer meint: "Blick ist ein paar Meter vor einem am Poolboden." Dann bin ich mir doch sicher, dass er damit eher auf die Kopfhaltung anspricht, als dass ich dort wirklich hinsehen sollte! |
Zitat:
was ich den Leuten immer versuche zu erklären ist wie die verzerrte Wahrnehmung funktioniert. Was sind "ein paar Meter"?. In der Realität gucken die meisten SEHR weit nach vorne. Meine Beobachtung ist das wenn die Schwimmer anfangen (gefühlt) direkt unter sich zu schauen, dann wird es besser. Kopf ZU tief geht ja fast gar nicht. Jeder Idiot merkt wenn das Wasser über den Hinterkopf in eine Art Buckel strömt. |
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Aber den können wir nicht heranziehen. Der Typ ist aus Gummi. Der macht so ziemlich jede Bewegung auf eine Art, die ein Normalsterblicher nicht nachmachen kann. |
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Danke für die Anregungen. Die Videos sind echt klasse. Die Wahrheit liegt wohl hier im Wasser. Werde einfach, wie ich es immer mache ausprobieren. Über die Intervallzeiten und den Swolf habe ich ja eine gute Rückmeldung.
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Ich habe auch bessere Erfahrungen mit tiefem Kopf a la TI. Allerdings heben in meinem Umfeld die Kollegen mit Wurzeln im Leistungsschwimmen den Kopf gern etwas an. Ich vermute, dass der Grund hierfür im sehr effektiven Beinschlag der ehemaligen "nur" Schwimmer liegt, der ja nur funktioniert wenn die Beine ins Wasser gedrückt werden.
Vielleicht können dir Technik Drills mit wechselnder Kopfhaltung bei der Entscheidung helfen und nebenbei tust du etwas für dein Gefühl für die Wasserlage. Viel Erfolg |
Wie adne soendral sagt, die Wahrheit liegt im Wasser. Dafür gibt es leider kein Patentrezept.
Kurz OT zur Hüftrotation: Interessante Aussage von Holger Lüning https://www.facebook.com/holger.luening?fref=ts und die Antwort von Jan Wolfgarten https://www.facebook.com/Jan-Wolfgar...67509/?fref=ts |
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