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Bertl1983 22.07.2015 16:48

Beruf, Kind, Frau, Hausbau und Training
 
Mahlzeit zusammen.
Nach über einen Jahr Pause, wegen Hausbau, Arbeitgeberwechsel, Schwangerschaft der Frau usw will ich in grob 3 Wochen wieder mit dem Training anfangen.
Ich hab nur noch keine Ahnung wie ich das zeitlich am besten und sinnvollsten mach. Ich geh um 6 ausn Haus und komm um 18 Uhr heim. Ne stunde später geht der Zwerg ins bett, und dann will immer noch das eine oder andere am Haus gemacht werden. Ach ja, und ne Frau hab ich ja auch noch ;)

Ich denke mal das ich mit dieser oder einer ähnlichen Situation nicht alleine bin. Wie regelt ihr das um noch ein Training unter zu bringen?

weimea 22.07.2015 17:16

Ich bin einer ähnlichen Situation, drapiere mein Training deshalb seit einigen Jahren um das "richtige" Leben drum herum...also wenn Zeit bleibt. Das ist dann meistens an den WE's oder in den Ferien/Feiertagen oder spät Abends. Ganz früh so wie Sportfreund Flachy :Huhu: ist nicht so mein Ding.
Klar bleibts immer ein Kompromiss, im Sommer mehr Training-im Herbst ist halt wieder mehr werkeln im Haus angesagt.
Wichtig ist, dass die Familie mitspielt. Ein Abend ist nach Absprache mein Trainingsabend, Frau hat dafür einen anderen Tag "Kinder frei"..
Wettkampfplanung dann immer mind. ein Jahr im voraus, dann oft mit einem Kurzurlaub verbunden.
So hab ich in den letzten 4 Jahren 3 LD's 8 MD#s und einige Olympische für meine Verhältnisse gut rumgekriegt.

Viel Spaß!

backy 22.07.2015 17:17

willkommen in meiner welt:
2006 - 2010 jedes jahr eine LD.
2010 erstes Kind
2012 zweites Kind
2012 - mehr oder minder "full stop" im training
2012 - 2013 Hausbau
2013 Firmengründung
2014 wiedereinstieg

Wie man das regelt? Gute Frage..
Prio1 Kids, Frau, Firma (ohne Brötchen kein Training)
Das Training selbst früh morgens oder spät abends.
Dein bester Freund wir die Stirnlampe (Lupine rules) und der Crosser.
Freu machen vom alten Lestungsniveau und Trainingsumfängen
AB und an mal Oma/Opa und Babysitter einspannen.

Und mal ganz ehrlich: 3 Sportarten..das geht ja noch...ich will ab und an noch Skydiven...;-)

Mattes87 22.07.2015 17:35

Hey.... Ich bin ja doch nicht alleine :)

Bei mir kommt noch erschwerend hinzu, dass meine Frau ausschließlich im Nachtdienst tätig ist.
Sprich an ca. 13-14 Abenden pro Monat bin ich ab 20:00 Uhr alleine zuhause mit der Kleinen. Also Abendessen organisieren, bettfertig machen, Geschichte vorlesen, usw. und morgens dann anziehen, Frühstück machen und in den Kindergarten bringen. Ich mach das ja auch alles sehr gerne, aber Training fällt in den Dienstzeiten meiner Frau fast vollständig aus.

Dafür mach ich viel in den Frühen Stunden vor der Arbeit wenn meine Frau nicht arbeiten muss.
Also Wecker für 5:00 Uhr und dann raus zu ner Runde Laufen oder ins Schwimmbad. Radtouren plane ich dann immer von der Arbeit aus nach Hause ein. (ca. 50-60km)
Wenn alles gut geht, passt dann sogar noch eine Koppeleinheit am Wochenende rein.:cool:

gebistom 22.07.2015 17:49

Plane das Training auch rund ums Familienleben. Da ich erst um 07:30 Uhr zur Arbeit fahre bleibt vorher Zeit um ca. eine Stunde zu trainieren. Also stehe ich um 05:45 auf und um 06:00 Uhr bin ich dann spätestens am laufen oder auf dem Rad. Zweimal pro Woche öffnet auch unser Hallenbad bereits um 06:00 Uhr.

Mein kleiner, und auch meine Frau, sind eher Langschläfer und daher geht es auch am Wochenende früh auf. Wenn die beiden dann um 09:00 Uhr aufstehen habe ich bereits 1-2 Stunden Sport gemacht. Die beiden bekommen davon also gar nicht gross etwas mit.

Im Winter laufe ich eher abends, halt dann auch mal nach 21:00 Uhr noch. Die Stirnlampe ist dabei mein ständiger Begleiter.

Wenn es ausnahmsweise mal gar nicht passt dann verzichte ich halt auf eine Trainingseinheit.

Grüess

chbeeler 22.07.2015 18:23

Keller
 
Habe selber eine Firma, Haus Garten, bin noch ein bisschen politisch aktiv habe sonstige Verpflichtungen, andere Hobbies, Freunde die kein Sport treiben etc.

Rolle und Laufband mit Bildschirm im Keller und Netflix, entweder schaue ich Filme oder Musikvideos auf Youtube.

Dienstag schwimmen, Frau muss halt mit, Kind beim Babysitter.

Rad im Sommer nach 19:30, wenn das Kind im Bett ist, Berg hoch nur kurz max. 1:45.
Längere Radtouren am Sonntag oder Samstag morgen früh, höchstens drei bis vier Stunden.
Laufen ist kein Problem, Stirnlampe.

Bis jetzt nur MD und olympisch, da ich keine Chance hatte vernünftig auf LD zu trainieren. Nächstes Jahr versuche ich es mal mit einer LD. Das wichtigste habe ich schon hinter mir 8 kg verloren, da geht alles ein bisschen einfacher. Latentes Übergewicht war der grösste Begrenzer.

Rälph 22.07.2015 22:16

Zitat:

Zitat von Mattes87 (Beitrag 1149948)
Sprich an ca. 13-14 Abenden pro Monat bin ich ab 20:00 Uhr alleine zuhause mit der Kleinen. Also Abendessen organisieren, bettfertig machen, Geschichte vorlesen, usw. und morgens dann anziehen, Frühstück machen und in den Kindergarten bringen. Ich mach das ja auch alles sehr gerne, aber Training fällt in den Dienstzeiten meiner Frau fast vollständig aus.
:

Ich kenne diese Zeit-Problematik zwar nicht (bin im Schuldienst :Cheese: ),
aber wäre ich in deiner Lage, dann würde ich in diesen Zeiten voll auf Freeletics setzten. Kind ins Bettchen und dann ab auf die Matte. Da bist du nach 30-45 Min. gut bedient.

Bertl1983 23.07.2015 07:39

Ich werd auch versuchen mein training iwie ins familienleben zu integroeren. Schwimmen mit badbesuch für alle, laufen wenn frau und zwerg am radl dabei sind und biken einmal am we dann. Die sprintdistanzen sind ja kein problem so, die erreichte zeit dann aber scho :) ziel ist ja ne OD. Das da mit dem train keine gute zeit rauskommt is mir klar, aber fürs erste dann auch erst mal egal.

Ja train vor da arbeit hab i mir auch schon überlegt, aber mein wecker klingelt um 5:30 und um 6 muss ich zum zug. Also wenn man davor no was machen möcht dann is ja aufstehen so ca um 4 uhr, und des is dann selbst mir zu früh.
Abends is auch so ne sache. Bis der zwerg im bett is, is meistens gut 19 uhr durch. Bis dann gemocht is wird iwo gegen 20 uhr gegessen, und des is mir eigentlich scho zu spät.

Die idee das essen (für mich) abends ausfallen zu lassen hat meine frau abgewählt, ihr ist des gemeinsame essen abends wichtig.

Na ja mal schaun wie mans hinbekommt. Mit zunehmenden alter vom zwerg und fertigstellung vom haus wirds sicher wieder leichter.
Wenn der kleine dann mal 16 ist braucht man sich um den nicht mehr kümmern oder er kommt mit trainieren.
Ich start dann also mit 47 so richtig durch ;)

dirk7603 23.07.2015 09:43

Zitat:

Zitat von Bertl1983 (Beitrag 1150111)
Mit zunehmenden alter vom zwerg ... wirds sicher wieder leichter.

Das glaubst du auch nur.... Unser Sohn ist 3,5 und je älter er wird desto aktiver und fordernder wird er auch. Ist ja klar, Papa ist die ganze Woche bei der Arbeit, da will der Kleine am WE halt etwas unternehmen... am besten von morgens bis abends.... Ausserdem nutze ich das Wochende um meine Frau etwas zu entlasten, da wird der Kleine zum Spieplatz, ins Schwimmbad, in den Park, zum Flughafen, zum Einkaufen, zur Oma etc. geschleppt...

Ich stehe morgens um 5h auf und gehe dann laufen bzw. schwimmen (wenn ich mich denn dazu aufraffen kann, das Bad öffnet um 6h) - muss aber im Gegensatz zu dir auch erst um 07:30h aus dem Haus. Im Frühling und Sommer fahre ich jeweils mit dem Rad von der Arbeit zurück. Am Wochenende wird trainiert wenn der Kleine seinen Mittagsschlaf hält, was mit der Zeit aber auch wegfällt - aber 1-2 Stunden kann man sich am WE immer irgendwie freischaufeln. Freitags sind 2 Stunden Badminton eingepalnt im Verein.

Zitat:

Zitat von Bertl1983 (Beitrag 1150111)
Bis dann gemocht is wird iwo gegen 20 uhr gegessen, und des is mir eigentlich scho zu spät..

Dann macht das Abendessen doch gemeinsam wenn du nach Hause kommst. Du hast Zeit mit der Familie und wenn der Kleine im Bett ist, kann man noch eine Stunde trainieren.

craven 23.07.2015 10:15

Hach, das tut gut, wenn es anderen genauso geht :Cheese:
Im Ernst, mir gehts ziemlich ähnlich und geregeltes Training is gar nicht drin. Vielleicht sollten wir mal die Regel "Mein Training sind die Wettkämpfe" aufstellen.
Meine Lösung: Ich zehre von passablen Grundlagen aus den letzten Jahren. Und verzichte (notgedrungen) auf das Erreichen guter Zeiten. Die Kinder werden auch älter und machen irgendwann mehr alleine. Und nach Partyzeit, Gammelzeit, Sportzeit is jetzt halt Familienzeit :cool:

Bertl1983 23.07.2015 10:35

Zitat:

Zitat von craven (Beitrag 1150158)
nach Partyzeit, Gammelzeit, Sportzeit is jetzt halt Familienzeit :cool:

:) Das stimmt wohl

Carlos85 23.07.2015 10:50

Bis auf das Haus ist es bei mir ähnlich. Seit 6 Monaten ist da so ein kleiner Mitbewohner der nun auch noch anfängt Dinge auszuräumen und sich von A nach B zu bewegen ;-).

Theoretisch könnte ich noch gut mit dem Rad zur Arbeit fahren (24km eine Strecke), aber die Nächte sind derzeit eher kurz und da bin ich morgens einfach zu Müde mich aufs Rad zu schwingen. Abends komme ich 3x um 19.30 nach Hause, da hab ich dann noch ne halbe Stunde was von dem kleinen, danach ruft die Couch. An den anderen beiden Tagen bin ich um 16.30 zu Hause – da würde ich meiner Frau nun nicht gerade sagen „ich bin dann mal 3 Stunden auf dem Rad“ ;-)

Ergo: Praktisch derzeit gar kein Sport.

Ab September hab ich ein Jahr Elternzeit, da versuche ich mal wieder ins Laufen zu kommen. Radfahren ist dann erstmal eh gar nicht drin, Familie geht da vor.

Wenn ich mir die ganzen alten Säcke hier im Forum so ansehe :Cheese:, kann ich ja mit 40 auch noch ne Menge Triathlon machen!

Aber jeder ist anders. Gibt ja auch welche, die extra um 4 Uhr aufstehen würden um dann um 7 Uhr mit Brötchen vom Bäcker nach Hause kommen. Für mich wäre der Tag da gelaufen und ich müsste erstmal bis 16 Uhr pennen :D

Also, viel Erfolg!

Lucy89 23.07.2015 10:55

Mich würde interessieren wie die Frauen hier das alles hinkriegen?

Ich denke als trainierender Mann mit nicht-trainierender Frau hat man schon einige Möglichkeiten mehr als als berufstätige, trainierende Mutter, vor allem, wenn dann der Mann auch noch Sportler ist...

longtrousers 23.07.2015 11:17

Ich trainiere viel um die Arbeit rum. Da die Arbeit was Arbeitsweg und Art der Arbeit angeht bei jedem anders ist, kann man hier keine allgemeingültige Ratschläge geben.
Ich schwimme in der Mittagspause.
Ich mache meinen langen Radausfahrt am Dienstag von der Arbeit heim: im Winter also hauptsächlich im Dunklen. Ich kann allerdings oft um 16.00 schon weg.
Am Montag habe ich meinen langen Lauf, das kostet keine Zeit weil ich laufe von der Arbeit heim und mit den Öffentlichen würde das auch Zeit kosten.
Donnertags und Freitags kann ich in der Wettkampfsaison mir dem TT unterwegs sein, da ich an diesen Tagen Homeworking mache und somit meine eigene Zeit einteilen kann.
Ich mache Büroarbeit, ich weiss wenn ich körperlich arbeiten würde wäre Triathlon nicht auf diesem Level möglich.
Ich trainiere alleine, ohne Rennradgruppe und ohne Schwimmabend eines Triathlonclubs. Nicht weil ich das gerner mache, aber weil ich sonnst für mein Gefühl zu wenig Zeit für meine Familie hätte (bin auch married with children).

topre 23.07.2015 11:25

Auch wenn ich keine eigene Familie habe, dafür ziemlich oft einen 50+-Stunden Job plus knapp 2h Fahrzeit täglich, kann ich auch nur zum Nutzen der Randzeiten raten. Arbeitsweg, Mittagspause, Morgensport - und dann eher kurz und knackig statt lang und langsam.

Wichtigstes ist aber - setze die richtigen Prioritäten. :Huhu:
Und wenn derzeit der Sport hinten anstehen muss, dann ist es eben so. Gibt auch wieder andere Zeiten...

PS: In meinem Ausdauerblog geht es genau darum - mehr Zeit für deine Leidenschaft Sport zu finden. Lesetipp: Zum Beispiel hier... Hier... oder hier... :Huhu:

Andreundseinkombi 23.07.2015 12:30

Zitat:

Zitat von Bertl1983 (Beitrag 1149927)
Ich geh um 6 ausn Haus und komm um 18 Uhr heim.

Uff, das aber lang, da weiß man die eigene Anstellung wieder zu schätzen :(

Zitat:

Zitat von Bertl1983 (Beitrag 1150111)
um 6 muss ich zum zug.

Mit dem Rad zur Arbeit oder zurück ist keine Option? Oder vielleicht Teilstücke wenn der gesamte Weg zu lang ist?

topre 23.07.2015 12:46

Sieht bei mir oft nicht besser aus.

Kurz vor 7 aus dem Haus und oft zwischen 20/21 Uhr zurück. Allerdings meist inklusive Training über den Tag...

floehaner 23.07.2015 12:59

Willkommen im Club. Mit 43 Jahren, Haus, 3 Kindern (7-11) und Arbeit von 7-17 bin ich mittlerweile ein Nachtsportler mit Zweitwohnung im Keller.
Zum Laufen komme ich erst gegen 20:30 Uhr. Radfahren selbst im Sommer auf der Rolle im Keller. Schwimmen immer freitags mit Kindern. Eine 2. Einheit gibt es am Dienstag. Da lässt mich meine Frau schon 19:00 zum schwimmen (Bad macht 20:45 zu).
Ansonsten mein Tipp. Immer Sportsachen griffbereit, um bei jeder Gelegenheit zurück zu joggen oder zu radln. Sind die Verwandtschaft und der Freundeskreis gewohnt, dass ich nicht mit der Familie nach Hause fahre, sondern Sportsachen raushole. Hab mich schon oft im Auto umgezogen, um vom Einkaufscenter über Umwege nach Hause zu radeln.
Einhaltung von Trainingsplänen ist nicht möglich. Betreibe die Einheiten dafür abwechslungsreicher, intensiver, aber auch kürzer. Hat sogar gelangt, diese Jahr Bestzeiten auf dem 10er und beim HM aufzustellen :)

Bertl1983 23.07.2015 13:24

Zitat:

Zitat von Andreundseinkombi (Beitrag 1150236)
Mit dem Rad zur Arbeit oder zurück ist keine Option? Oder vielleicht Teilstücke wenn der gesamte Weg zu lang ist?

Will wenn ich mein TT Bike hab hin und wieder mitn Bike heim fahren. Sind einfach grob 60km. Rein fahren is eher nix, weil ich dann ja auch um 5 losfahren müsst um zu ner vernünftigen zeit einstempeln zu können.

Bertl1983 23.07.2015 13:37

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 1150185)
Ab September hab ich ein Jahr Elternzeit, da versuche ich mal wieder ins Laufen zu kommen. Radfahren ist dann erstmal eh gar nicht drin, Familie geht da vor.
!

Ich war auch 2 Monate, und dachte da geht dann was weiter mim Training... 2x laufen ... war ich :) also ned zu viel vornehmen

slo-down 23.07.2015 13:40

Ist bei uns allen ja ähnlich.

Ich trainiere meistens wenn er im Bett ist oder während seines Mittagsschlafes.
Zur arbeit gehts entweder mit dem Bike oder mit den Laufschuhen.

In den Sommermonaten, gehe ich auch schon mal um 5:00 Uhr morgens zum Laufen oder zum Biken.
Außerdem nutzte ich die Tage an denen wir zu Freunden, Verwandten fahren um dorthin zu Laufen oder zu Radeln.

Es geht alles. Ich sehe es halt so, dass die Familie nicht zu kurz kommen darf. Meine Sport kann mir nicht so viel geben wie meine Frau und mein Zwerg.

Bei uns steht 2016 der Hausbau an, dann ist es halt so. Dann mach ich halt 2017 wieder "ernsthaft" Triathlon.

Ne Sprint und ne Olympische Distanz gehen immer, und für ne MD reicht mir auch 3 Stunden Training in der Woche. Dann komm ich zumindest an. Nur ob man das will, ist ne ganz andere Frage.

Megalodon 23.07.2015 15:40

Bei dem Thema darf man sich nichts vormachen. Generell ist ja in der Gesellschaft schon allein die Vereinbarkeit von Job und Familie in der Diskussion. Meiner Erfahrung nach ist das schon ein Balanceakt, der in der Regel zugunsten des Arbeitgebers endet.

Eine Vereinbarkeit von Job, Familie und ernsthaftem Triathlontraining ist bis zu einem gewissen Alter der Kinder oder des Kindes einfach nicht möglich wenn man seine Vater- oder Mutterrolle ernst nimmt. Man kann mit gutem Willen, wie hier mehrfach beschrieben, ein bisschen nebenher machen, und das wars dann auch schon.

Und, wieder eine persönliche Erfahrung: Es gibt Leute, bei denen man den Eindruck gewinnt, es ginge. Am Ende des Tages ist es aber so, dass die Kinder regelmäßig zur Verwandschaft abgeschoben werden und/oder der Beruf vernachlässigt wird.

Bertl1983 23.07.2015 15:48

Also Familie hat absoluten vorrang, auch vorm Job - hoffentlich liest ned der falsche :)
Aber garkeine Bewegung mehr kann ja auch ned sein, und ich denke das man auch ein Tria Training nebenher n bissl machen kann. Zwar überhaupt nicht in dem umfang wie man gerne möchte, aber n bissl was wird schon drin sein. Daher hab ich mal hier in die runde gefragt wie ihr das alle so macht und mit welchen Erfahrungen.

Bei mir is es eben absolut besch... weil ich hald so früh raus muss und erst so spät heim komm. Die Arbeitsstelle ist 60km vom Wohnort weg, und die öffentlichen fahren mehr oder weniger im stundentakt mit 1,5h Fahrzeit.
Mein Plan ist eben der das einmal unter der Woche ne gute stunde drin wär, wo man das essen dann hald nach hinten schiebt, und ansonsten am WE nochmal was für ne stunde oder 2.
Wenn der kleine dann mal n bissl älter ist kommt dann hald schwimmen mit der ganzen Familie. so ne 3/4h für mich, dann kümmer ich mich um den Zwerg und frau darf baden entspannen oder wie auch immer. Dann hald Zwerg mit Frau aufs Bike und ich kann nebenher laufen.
Dann hat man auch wieder was zusammen gemacht, war draussen und ich hab n stückl Training bekommen.
Im Winter dann mitn Bike auf die Rolle und jetzt dann will ich hald hin und wieder mitn Bike von da arbeit nach hause fahren.

Aber alles nur im Kopf bis jetzt .. mal schaun wies sich umsetzen lässt.

gebistom 23.07.2015 16:51

Hab mittlerweile auch verschiedene Einheiten zu verschiedenen Tageszeiten und Wochentagen ausprobiert. Irgendwann passt es, jedenfalls grösstenteils, ins Familien/Arbeitsleben rein.

Jetzt im Sommer gehe ich auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit. Dies bedeutet um 06:00 Uhr los, 44 km radeln, arbeiten und abends mit den ÖV nach Hause. Geht prima.

slo-down 23.07.2015 16:56

Kollege von mir fährt 25 x im Jahr (Hat er sich als Ziel gegeben) mit dem Rad zur Arbeit und wieder zurück.

Sind bei Ihm aber auch 75km einfach :Lachen2: . Ist ein Nettes Training.

Bertl1983 23.07.2015 17:31

Wenn der 7-16 uhr stempeln will fährt er um 4 weg steht um 3 ca auf, und is gegen 19 uhr daheim? Duschen könnt ich in da arbeit auch, aber grob 2,5 eher aufstehen... Wobei ich hab ja noch keinen plan welche zeiten man mit nen TT bike fährt, hab akt ja nur mein mtb.

Campeon 23.07.2015 17:38

Wenn ich das hier so lese, da wundert mich es nicht, das sehr viele Menschen in -D- unter einem burnout leiden.

Also für mich wäre das nur eine Marter.
Aber der Respekt von mir sei euch gezollt.:Blumen:

keko 23.07.2015 17:48

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 1150317)
Bei dem Thema darf man sich nichts vormachen. Generell ist ja in der Gesellschaft schon allein die Vereinbarkeit von Job und Familie in der Diskussion. Meiner Erfahrung nach ist das schon ein Balanceakt, der in der Regel zugunsten des Arbeitgebers endet.

Eine Vereinbarkeit von Job, Familie und ernsthaftem Triathlontraining ist bis zu einem gewissen Alter der Kinder oder des Kindes einfach nicht möglich wenn man seine Vater- oder Mutterrolle ernst nimmt. Man kann mit gutem Willen, wie hier mehrfach beschrieben, ein bisschen nebenher machen, und das wars dann auch schon.

Und, wieder eine persönliche Erfahrung: Es gibt Leute, bei denen man den Eindruck gewinnt, es ginge. Am Ende des Tages ist es aber so, dass die Kinder regelmäßig zur Verwandschaft abgeschoben werden und/oder der Beruf vernachlässigt wird.

Ich sehe das auch so. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte habe ich schon oft auch die andere Seite der "Zeitoptimierer" kennen gelernt. Sicher kann man mal ein Jahr alles unter einen Hut bringen, aber auf Dauer, also über mehrere Jahr, zahlt in einer Form fast immer jemand für das aufwändige Triathlontraining. Sei es die Familie, der Arbeitgeber oder man selbst. Dass es auf Dauer klappt, ist nach meiner Erfahrung die Ausnahme.

Carlos85 23.07.2015 17:49

Wo ich grad dein Avatar sehe Bertl, schöne Trainingsgegend hast du da ;)

Da sparst du dir im Gegensatz zu "uns Städtern" ja schon ne halbe Stunde raus- und reinfahren damit man ordentlich fahren kann.

Ich denke wichtig ist, dass man nicht zu viel auf einmal will. Klar, irgendwie würde ich wohl auch meine 3-5h Sport in der Woche unterbringen, aber die Lust fehlt einfach.

Wenn du Bock drauf hast, mach einfach, aber großartig planen würd ich da gar nicht, erfahrungsgemäß kann doch eh jederzeit was dazwischen kommen (Kind krank, Frau schlecht drauf, Frau lädt Besuch ein, was auch immer...)

gebistom 23.07.2015 18:00

@Bertl1983 Haben den Eindruck bei jedem Vorschlag, kommst Du mit einem Einwand. Daher

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 1150368)
Wenn du Bock drauf hast, mach einfach, aber großartig planen würd ich da gar nicht, erfahrungsgemäß kann doch eh jederzeit was dazwischen kommen (Kind krank, Frau schlecht drauf, Frau lädt Besuch ein, was auch immer...)

vor allem wenn das Kind noch sehr klein ist, ist dieses Vorgehen sicher am besten. Wenns dann grösser wird pendelt das sich ein und Du kannst mehr planen.

dirk7603 23.07.2015 19:55

Zitat:

Zitat von Bertl1983 (Beitrag 1150359)
hab akt ja nur mein mtb.

Ja und ich fahre auch nur mit meinem MTB. Hab mir dünnere Mäntel (Marathon Modial) mit weniger Profil geholt und es rollt ganz gut. Ausserdem habe ich immer meinen Rucksack mit Laptop, Unterlagen, Schloss und Sportsachen dabei... da wäre das Rennrad heillos überladen

Zitat:

Zitat von de Dommschwätzerr (Beitrag 1150361)
Wenn ich das hier so lese, da wundert mich es nicht, das sehr viele Menschen in -D- unter einem burnout leiden.

Ist bei mir zumindest anders. Der Sport - auch am frühen Morgen - gibt mir Kraft und ist ein Ausgleich für Arbeit und Familie.

Es kommt aber auch vor, dass ich ein Training für morgens geplant habe und einfach mal liegen bleibe weil ich keine Lust habe.

spidervmax 23.07.2015 20:25

Hallo,
dem kann ich mich nur anschliessen. Ohne mein Training als Ausgleich könnte ich meinen stressigen Job gar nicht machen. Und alle paar Jahre ist sogar Zeit für eine LD; dann natürlich mit Familie

keko 23.07.2015 21:36

Zitat:

Zitat von spidervmax (Beitrag 1150416)
Hallo,
dem kann ich mich nur anschliessen. Ohne mein Training als Ausgleich könnte ich meinen stressigen Job gar nicht machen. Und alle paar Jahre ist sogar Zeit für eine LD; dann natürlich mit Familie

Das glaube ich dir, wie ich es allen anderen hier auch glaube. Aber so eine Meinungsäusserung ist nicht repräsentativ. Denn im Grunde äussern sich hier nur diejenigen, die gerade mehr oder weniger enthusiastisch den Sport betreiben und nicht solche, die es nicht auf die Reihe bekommen haben. Die werden nicht mehr in einem Triathlonforum abhängen. Das ist das Gleiche wie in einer Facebookgruppe, wo sich irgendwelche Anhänger gegenseitig zustimmen und ermuntern und sich ihre rosa Welt zusammenbauen. Das Phänomen ist hinlänglich bekannt.

Bertl1983 24.07.2015 08:37

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 1150368)
Wo ich grad dein Avatar sehe Bertl, schöne Trainingsgegend hast du da ;)

Das bild war vom Tristar in Regensburg vor .. hm .. ich glaub 3 od 4 Jahren. Aber ansonsten hast recht, die Gegend wo ich wohn ist zum trainieren recht gut und schön.

Zitat:

Zitat von gebistom (Beitrag 1150378)
@Bertl1983 Haben den Eindruck bei jedem Vorschlag, kommst Du mit einem Einwand.

Sorry, das ist natürlich nicht meine Absicht! Ich hab mir ja meinen groben Plan zusammengerückt, in wie weit ich den halten kann weis ich natürlich nicht.

weimea 24.07.2015 10:40

Vielleicht ist es auch subjektiv, aber ich finde gerade hier im Forum liest man viel öfter von über ambitionierten Sportlern ohne Kind und Kegel, die erst mordsmäßig Trainieren, dann aber an ihren eigenen Erwartungen und/oder z.B.Verletzungen scheitern...als von Vätern oder Müttern, die auf Grund der Mehrfachbelastung aufgeben.

Mit Beruf,Kindern und Familie geht ein vernünftiges Training sowie die Wettkampfteilnahme auf jeden Fall. Das es ein Kompromiss bleibt, dürfte klar sein.

slo-down 24.07.2015 10:45

Wisst Ihr, bevor mein Zwerg auf der Welt war, waren die Wettkämpfe bei mir immer so verbissen. Auch die Trainingslager waren mehr Kampf als Freude.

Jetzt ist alles anders, ich genieße die Momente bei denen ich trainieren kann, freu mich auf mein Familientrainingslager und mach aus Spaß an der Freude meine Wettkämpfe.

Platzierungen sind mir herzlichst egal, meine Zeit ist auch nicht mehr das Maß aller Dinge.

Genießt unseren Sport und habt Spaß daran.

keko 24.07.2015 11:15

Zitat:

Zitat von slo-down (Beitrag 1150575)
Wisst Ihr, bevor mein Zwerg auf der Welt war, waren die Wettkämpfe bei mir immer so verbissen. Auch die Trainingslager waren mehr Kampf als Freude.

Jetzt ist alles anders, ich genieße die Momente bei denen ich trainieren kann, freu mich auf mein Familientrainingslager und mach aus Spaß an der Freude meine Wettkämpfe.

Platzierungen sind mir herzlichst egal, meine Zeit ist auch nicht mehr das Maß aller Dinge.

Genießt unseren Sport und habt Spaß daran.

Ich meinte in meinem letzten Post auch diejenigen, die alles perfekt unter einen Hut bringen wollen und gleichzeitig auf 3 Hochzeiten tanzen. Dinge laufen lassen und irgendwie das beste draus machen ("Schaumama..."), kann durchaus eine sehr gute Strategie sein. Zu viel Plan kann auch kontraproduktiv sein, wenn man viel um die Ohren hat.

Bertl1983 24.07.2015 12:18

Zitat:

Zitat von slo-down (Beitrag 1150575)
Jetzt ist alles anders, ich genieße die Momente bei denen ich trainieren kann, freu mich auf mein Familientrainingslager und mach aus Spaß an der Freude meine Wettkämpfe.

Platzierungen sind mir herzlichst egal, meine Zeit ist auch nicht mehr das Maß aller Dinge.

Genießt unseren Sport und habt Spaß daran.

Mhm, so glaub ich is genau richtig

spidervmax 25.07.2015 23:32

Zitat:

Zitat von slo-down (Beitrag 1150575)
Wisst Ihr, bevor mein Zwerg auf der Welt war, waren die Wettkämpfe bei mir immer so verbissen. Auch die Trainingslager waren mehr Kampf als Freude.

Jetzt ist alles anders, ich genieße die Momente bei denen ich trainieren kann, freu mich auf mein Familientrainingslager und mach aus Spaß an der Freude meine Wettkämpfe.

Platzierungen sind mir herzlichst egal, meine Zeit ist auch nicht mehr das Maß aller Dinge.

Genießt unseren Sport und habt Spaß daran.

Genau, wer einmal mit seinen Kindern ins Ziel beim IM gelaufen ist vergisst das nie wieder! Ist ja heute leider fast überall strikt verboten...:(

pointex 28.07.2015 11:17

Zitat:

Zitat von spidervmax (Beitrag 1151067)
Genau, wer einmal mit seinen Kindern ins Ziel beim IM gelaufen ist vergisst das nie wieder! Ist ja heute leider fast überall strikt verboten...:(

Egal ob verboten, den Nachwuchs einfach über den Zaun und ab ins Ziel. :cool:


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