![]() |
Vorschläge gesucht: Regeländerungen gegen Windschattenfahren
Unerlaubtes Windschattenfahren ist unfair. Wie könnte man das Regelwerk der DTU (PDF) ändern, um das Windschattenfahren einzudämmen? Bitte steuert ein paar Vorschläge bei; ich werde sie morgen in der Sendung diskutieren. Vielen Dank!
:Blumen: |
Das ist jetzt sicher nicht mörderkonstruktiv, eher mördernaiv, aber:
Indem sich jeder dran hält? |
bevor es jemand anderes sagt, ich mach mal den advocatus diaboli-Vorschlag: nach z.Bsp. Italien schauen oder zur Entwicklung in der Elite: Freigeben.
Drops gelutscht (vll. nur für alles bis zur MD). wer es nicht mag, geht dann eben zu radschweren Rennen Ich fänd jeder hält sich mal einfach dran, aber auch wirklich besser. m. |
Zitat:
|
Vermutlich war mein Eingangsposting zu lang, sorry! Gesucht waren Änderungen am DTU-Regelwerk, die helfen können, das Draftingproblem einzuschränken.
:Blumen: |
Hallo Arne,
ganz einfach: 1. kleinere Startgruppen, maximal 50-100 Leute je nach Leistungsdichte als Auflage an den Veranstalter. 2. härtere Strafen, mindestens 5min Zeitstrafe PLUS Startverbot bei nächstem Wettkampf. 3. mehr Kampfrichter und Kostenübernahme des Verbandes, denn der kassiert ja über die Verbandsabgabe Geld was in die Sicherung der Regeln gehen sollte. 4. ich höre schon den Aufschrei...ein "schwarzes Brett" auf der Verbandsseite und in dem Verbandsmagazin, auf dem die Lutscher öffentlich benannt werden. Im Moment muss man ja eher suchen, in den Ergebnislisten ist dann in Mini- Sternchen neben der Radzeit, anstatt einer Anmerkung in guten, altem Lehrer-Rot. Gruß, Loretta |
Vielleicht längere Sperren für "Wiederholungstäter"?
Leider sehe ich üblicherweise nicht annähernd so viele DSQs auf den Ergebnislisten, wie ich Lutscher auf der Strecke sehe. Daher nützt Regeländerung ohne enforcement auch nicht viel. |
Ohne jetzt Bezug auf die Sportordnung zu nehmen wär mein Vorschlag:
Irgendwo auf der Radstrecke an ein, zwei oder drei Stellen werden HD Kameras so aufgestellt, dass sie nicht von den Teilnehmern entdeckt werden können. Die Kameras sollten so positioniert sein, dass die Startnummern auf den Aufnahmen drauf sind, wenn sie regelkonform getragen werden. Die Kampfrichter auf der Strecke verteilen sofort an jeden eine Zeitstrafe, der die Startnummer nicht regelkonform lesbar hinten angebracht hat. Pro Kamera werden zwei Kampfrichter eingesetzt, die sich während des Wettkampfes Notizen machen, zu welchen Zeiten eventuell Verstöße gegen des Windschattenfahren begangen wurden. Nach dem Radpart werden die Aufnahmen nochmal gesichtet und schließlich wird knallhart disqualifiziert, wenn die Aufnahmen Windschattenfahren nahelegen. Nach ein paar Rennen fahren alle regelkonform, wenn mal zehn Prozent vom gesamten Feld aus der Wertung genommen worden sind. :Lachen2: Realistisch? |
Die Anzahl der KR auf der Radstrecke entsprechend der Länge der Radrunde festschreiben und auch einhalten. Dazu müssen sich aber auch genügend KR ausbilden und einsetzen lassen, was natürlich auch Kosten für Veranstalter und/oder Verbände verursacht. Mit meinen durchschnittlich 3 KR auf dem Motorrad (hessische Liga und Meisterschaftsrennen, ohne die beiden IM-Veranstaltungen) auf einer Rundenlänge von 10-40 km kann man das nicht konsequent überwachen.
Generelle Regeländerungen? Disqualifikation für eindeutiges Windschattenfahren und die Zeitstrafe für "Verdacht" auf Windschattenfahren sind im Grunde genommen ausreichend. Veränderung der Windschattenbox in Länge und erlaubter Durchfahrtszeit? Was verbessert sich bei Veränderung in welche Richtung? Die Einführung differenzierterer Zeitstrafen, z.B. auch 30 s statt 2 min auf der OD, die man als KR auch mal schnell zücken kann, ohne das Geschehen überlang beobachten zu müssen. Führt natürlich auch zu mehr Fehlentscheidungen, dafür mit geringeren Konsequenzen. Davon können dann auch mehrere erlaubt sein, ohne dass es zur Disqualifikation führt. Einhaltung der in §16.2 genannten maximalen Teilnehmerzahlen pro Startgruppe. Dazu sicherstellen, dass sich nicht mehrere Startgruppen auf der Radrunde wieder vermischen, insbesondere dass die Startabstände nicht gerade ziemlich exakt der für eine von mehreren Radrunden benötigten Zeit entspricht. Das schönste wäre natürlich, wenn sich alle Athleten einfach bemühen, sauber zu fahren. Die meisten tun das ja auch, aber schon 5-10% schwarze Schafe machen ja schon einen schlechten Ruf. |
Wie wäre es mit Strafrunden a la Biathlon für die lieben Lutscher?
Schön öffentlich in der Nähe der Wechselzone 2, selbstverständlich mit großer Kennzeichnung der Lutscherrunde. |
Zitat:
|
Ein Problem sind aus meiner Sicht auch die Behörden. Teils werden nur noch kurze Strecken die mehrmals zu durchfahren sind genehmigt. Zusätzlich werden die Steckensperrungen oft nur sehr kurz genehmigt und somit sind die Abstände von Startgruppen sehr gering.
Hier sollte die DTU Lobbyarbeit machen und auf die Wichtigkeit der Radstrecke eingehen! |
Zitat:
|
Verpflichtende Abgabe der Leistungsdaten bei Rennen "wo es um etwas geht" von Athleten im "interessanten" Platzierungsbereich.
Ohne die genauen Zahlen zu kennen vermute ich, dass viele ambitionierte Sportler ("interessanter" Platzierungsbereich) ein Leistungsmesser am Rad haben. Im Mittelfeld oder noch weiter hinten ist es relativ egal, ob man 1500er oder 1600er wird. Da könnten weiterhin Zeitstrafen verteilt werden. "Wo es um etwas geht" = Preisgelder, Qualifikationen,... Und wie soll man das umsetzen? Die benötigte Leistung für eine bestimmte Geschwindigkeit ist unterschiedlich. Wenn man z.B. eine Strecke mit mehreren Runden hat und ein Athlet braucht bei einem Stück eine deutlich geringere Leistung um die selbe Geschwindigkeit zu fahren, dann muss etwas faul sein. Man könnte auch "Profile" von den Teilnehmern erstellen (die benötigte Leistung an einer Steigung ohne Möglichkeit des Windschatten in Relation zur Geschwindigkeit setzen). Wenn man nun ähnliche Profile hat, der eine aber bemerkenswert weniger geleistet hat und trotzdem schneller war, dann muss etwas faul sein. Vom Prinzip her sollten die Algorithmen relativ einfach und schnell sein ... |
Klingt auf jeden Fall kompliziert ;).
|
Zitat:
Die starre 10 m Regel unterminiert meines Erachtens das Unrechtsbewusstsein, weil sie von einer längeren Reihe von Fahrern wirklich schwierig einzuhalten ist. Sagen wir mal, 20 Fahrer sind in der Ebene im korrekten 10 m Abstand unterwegs, dann erstreckt sich die Gruppe also über gut 200 m. Wenn der 1. jetzt an einen Anstieg kommt und zwangsläufig langsamer wird, müssten theoretisch alle hinter ihm gleichzeitig(!) teils noch deutlich vor dem Anstieg bremsen, um die Abstände gleich zu halten. Das tut natürlich keiner und die Abstände werden zwangsläufig geringer als erlaubt. Das ist zwar nicht wirklich schlimm, da bei der geringeren Geschwindigkeit der Windschatten wenig bringt und daher wird es auch i.d.R. toleriert, aber so gewöhnt man sich halt daran, dass man den eigentlich vorgeschriebene Abstand nicht immer einhält und tut es dann vielleicht auch anderswo nicht mehr ... Mit der 1 Sek. Regel muss in der gleichen Situation niemand bremsen und es muss auch nichts toleriert werden, was eigentlch regelwidrig ist. |
Ich würde die Kampfrichter mit Kameras ausstatten damit man nachweisen kann, dass Windschatten gefahren wurde und dann deutlich drastischere Strafen verhängen, die weit über das Rennen hinausgehen. Ein Fußballer, der eine rote Karte bekommt ist auch für weitere Spiele gesperrt.
|
Härtere Strafen find ich nicht gut, da dann die Hemmung noch größer wird im Verdachtsfall eine Karte zu zeigen.
Genehmigung der Radstrecke durch den Verband, abhängig von Profil, Teilnehmerstärke, Zeitplan finde ich sinnvoll. Strafrunde oder Penaltybox im Bereich der Wechselzone könnte einen erzieherischen Effekt haben, genauso wie die Ehrenerklärung. Vielleicht auch auch ein versicherungstechnischer Hinweis, da mit Material gefahren wird das nciht für Windschattenfahren geeignet ist. Auch eine Bemerkung in der Wettkampfbesprechung könnte einige Leute davon abhalten. Komplizierte Regeländerungen halte ich nicht für umsetzbar. Man muss die Leute bei der Ehre packen und das dauerhafte Windschattenfahren auf einer Stufe mit abkürzen und Doping gleichstellen. Für die wenigen Hardcore-Lutscher wäre eine Datensammlung der roten Karten mit 6Monatssperre ein interessanter Gedanke. |
- Vorschriften für die Radstrecke (z.B. Vorschriften für eine minimale Rundenlänge in Abhängigkeit von Strecken Schwierigkeit (Höhenmeter), Teilnehmerzahl und Startprozedere (Wellenstarts))
- festgelegte Anzahl an Kampfrichter pro Teilnehmerzahl (falls es das nicht schon gibt... :o ) - Stärkung der Integrität der Kampfrichter (z.B. darf sich ein Veranstalter nicht aussuchen, welche Kampfrichter eingesetzt werden; Strafen an den Veranstalter wenn er versucht die Kampfrichter "milde" zu stimmen; ... ) - statistische Erfassung seitens des DTV über alle verhängten Zeitstrafen und Einführung eines "Punktekontos" - z.B. ab 3 Zeitstrafen Sperrung für 2 Monate; bei erneuter Wiederholung entsprechend länger - Prüfung der Zeitnahmepunkte ob offensichtlich "Paarzeitfahren" veranstaltet wurden (sehr geringer Abstand zweier Teilnehmer an allen Zeitnahmepunkten...) - bei eindeutiger Sachlage nachträgliche DSQ (ggfs. in Zusammenhang mit Befragung weiterer Teilnehmer) - stationäre Abstandsmessung an geeigneten Punkten -> diese sollten vorher bekannt gegeben werden. An diesen Stellen ist Überholverbot. Wer an diesen Stellen einen zu geringen Abstand hat, wird disqualifiziert. Ziel: Auflösung von Gruppen bzw. großen "Feldern" - jeder Veranstalter muss dem DTV ein für seine Strecke geeignetes Konzept vorlegen, wie das Windschattenverbot praktisch umgesetzt werden soll -> ohne geeignetes Konzept keine Genehmigung |
Zitat:
Nebenbei gilt es die Veranstalter zu sensibilisieren, wenn sie so große Startergruppen machen, das es eng wird beim Radeln, daß dann die Radstrecke dann auch zumindest am Anfang so knackig sein muss, daß es sich schnell auseinanderfährt.... :cool: (und das von mir, - die halsbrecherische oder lange Anstiege nicht so mag und kann ;) ) :Huhu: |
Zitat:
Bei IM Rennen könnte man Teilnehmer, die durch Regelverstöße auffielen, von der Slotvergabe ausladen. |
Zitat:
Ich finde die Idee im Prinzip klasse, aber wenn die Geschwindigkeit steigt, muss der Abstand ja grösser werden. Dies bedingte, dass Platz da wäre, um den Abstand einzuhalten. Fährt ne Gruppe im korrekten Abstand von ner Steigung über die Kuppe in ne Abfahrt, entsteht ein Ziehharmonikaeffekt, den keiner wollen kann. Zitat:
Und alle schaun zu. Das wär schon speziell. Grad für so Kandidaten wie aus dem andern Tröt grad. |
Auch ich bin der Meinung, dass die bestehenden Regeln (DTU Sportordnung) ausreichen um fairen Sport zu gewährleisten und Verstöße zu sanktionieren.
Aber darf ich darauf hinweisen, dass z.b. für IM Veranstaltungen diese Regeln überhaupt nicht bindend sind, da sich die WTC ihr eigenes Regelwerk strickt und eigene Referees ausbildet :Huhu: ... und wie diese Regeln angewendet werden sollen hatte ich ja bereits geschrieben. Zitat:
Ebenso würde ich versuchen die Anzahl der Teilnehmer auf der Radrunde zu deckeln. |
Gruppen
Um die Gruppenbildung entgegenzuwirken:
Multiplikation der Zeitstrafe in Gruppen. Jetzt ist es so geregelt, dass man x Minuten Strafe bekommt, wenn die Distanz zum Vorgänger unter 10 Meter ist. Der Regel sollte so geändert werden, dass man y.x Minuten Strafe bekommt, wenn sich y Fahrer innerhalb 10 Meter vor einem befinden. Vielleicht muss man das Regelwerk nicht mal ändern: man gibt einfach gleichzeitig mehrere Strafen an einen Fahrer, weil er die Distanz von 10 Meter gleichzeitig zu mehreren Fahrern nicht einhält. |
Ich hätte folgenden Vorschlag:
Man bringt an jedem Rad einen "Laserpointer" an der an der Sattelstütze so ausgerichtet ist das er 10 m hinter dem Rad eine ca. 30cm breite rote Linie auf die Straße wirft. Vorteile: Zum einen fällt es vielen Athleten schwer die 10m richtig einzuschätzen, so hätten alle eine mehr oder weniger verbindliche Orientierung wo Sie zu fahren haben. Klar die absichtlichen Lutscher können das ignorieren, aber ich glaube das es schon etwas anderes ist wenn man dadurch das man permanent über der Linie fährt einem klar wird das man bescheißt und gegen die Regeln verstößt, das ist mental hoffe ich nochmal ne andere Hausnummer. Selbst die dreistesten Lutscher halten sich ja meistens selber nicht für "Betrüger, hiermit wird das aber jederzeit für die Athleten, Zuschauer und Kampfrichter verdeutlicht. Nachteile: Der Laserpointer würde, wenn im flachen justiert, auf Anstiegen oder Abfahrten natürlich keine 10m mehr anzeigen, das ist ein Problem. Wobei die Windschattenthematik an Ansteigen je eher eine untergeordnete Rolle spielt. Anderer Nachteil wäre natürlich das Anbringen und justieren des Laserpointers am Rad, und die Kontrolle bei jedem Athleten beim einchecken. Man bräuchte ein 10m "Normmaßband" wo sich jeder mal kurz hinstellt und das Licht anmacht :-) Bitte um Feedback! |
Ich glaube, dass viel ohne große Absicht gelutscht wird. Einfach weil die Leute nicht wissen, was 10-12m sind. Die echten Hardcorelutscher, die schon in dem Gedanken möglichst heftig zu lutschen auf die Radstrecke gehen sind doch im Promillebereich.
Dazu braucht es Aufklärungsarbeit. Diese könnte entweder vereinsintern oder seitens des Verbandes angeboten werden. Zb: Wer eine Lizenz will muss fix einen eintägigen Rechtskunde-Workshop vorweisen, bezahlbar in €uro. Da wird dann mal in der Gruppe gefahren, da werden Überholvorgänge geübt, da wird richtiges Verhalten in Anstiegen und Abfahrten diskutiert, etc. Ich denk da zB auch an Lawinenkurse. Wer in den letzten Jahren keinen Kurs vorweisen kann, wird oft auf Hochtouren nicht mehr mitgenommen - quasi Teil des Bergsteigerehrenkodex... Zumindest Leute mit Lizenz sollten im Wettkampf ein Vorbild sein. Den "Einmal im Leben einen Ironman"-Typ muss man damit ja nicht belangen. Man kann ja dann weiter überlegen und Leute, die regelmäßig ihren Kurs machen und bei Bewerben nicht negativ auffallen (zentrale Lutscherdatenbank!) mit Sheriff-Rechten als aktiver Teilnehmer ausstatten. GoPro mit Fernbedienung an den Sattel und diese als Rechtsmittel gelten lassen. Es geht um Unrechtsbewusstsein. Wie viele hier schreien ständig, wie böse nicht alle Lutscher sind - aber all jene, die nicht als erste vom Schwimmen kommen und dann 180km lang ein Radfeld anführen haben im Grunde schon mal gelutscht - absichtlich oder unabsichtlich. Da braucht keiner kommen und das Gegenteil behaupten. :Huhu: Mir inklusive. Ich glaube nicht, dass Initiativen, die nur von außen kommen (zB Änderung Regelwerk) große Wirkung zeigen. Die Veränderung muss bei jedem einzelnen Athleten selbst passieren. Nik |
Moin,
ich finde den Zitat:
Viele Grüße, Christian |
Zitat:
-> Umsetzung ist schwierig... Nik |
Zitat:
Für mich ist der alles entscheidende Punkt Regelumsetzung. Auch bei (zu) wenigen Karis würde eine konsequente Ahndung von Verstößen sicherlich sehr schnell zu geändertem Verhalten führen. (man kann ja nie wissen, ob nicht doch ein Kari auftaucht) Fast alle hier erzählen von offensichtlichen Pulks, an denen Karis vorbeifahren und dann keine oder nur eine Karte ziehen. Lasst die Karis konsequent durchgreifen und lasst uns sie dabei unterstützen. Den einen oder anderen wird es auch ungerechtfertigt treffen, wenn wir aber die Lutscherei in den Griff bekommen wollen, werden wir das als Kollateralschaden akzeptieren müssen. |
Ich finde es gut, dass Du Arne nach Vorschlägen fragst. Noch besser wäre es, wenn (sofern in der Diskussion etwas brauchbares herauskommt) darauf eine Inititiative hervorgeht, z. B. eine Petition.
Meine Vorschläge wären: - Zentrale Veröffentlichung aller gelber und roter Karten - Sperren von Triathleten auf Basis eines Punktesystems - Kampfrichter sollten die Möglichkeit haben einen kompletten Pulk anzuhalten, um die Athleten nacheinander wieder auf die Reise zu schicken. Unabhängig davon, wie schwer jetzt das Vergehen der einzelnen war. - Kampfrichter auf dem Motorrad sollten nicht so leicht gehört werden können. Elektromotorräder wären besser geeignet. - Und ich würde gerne mal Undercover-Schiedsrichter sehen, die selbst Rad fahren und mitten im Pulk plötzlich anfangen, rote Karten zu verteilen. |
1 Sekunde finde ich auch eine gute Variante.
Bei 36km/h sind das die 10 Meter, im Anstieg kann es auch mal etwas weniger sein und in der Abfahrt wo man aus Sicherheitsgründen etwas mehr Abstand halten sollte ist es etwas mehr. Die Sekunde lässt sich auch an den Zeitmesspunkten "überwachen", auch wenn das nur Momentaufnahmen sind. Zumindest wenn die gleichen Fahrer an mehreren Messpunkten zu kurze Abstände haben könnte man z.B. automatisch Zeitstrafen generieren. Das könnte automatisch im Computer passieren ohne dass ein Kampfrichter eingreifen müsste, würde aber mehrere Zwischenzeitmessungen erfordern. Also z.B. wenn man bei einer Zwischenzeit zu nahe ist dann geht das noch unter Toleranz. Wenn man bei zwei Zwischenzeiten zu nahe ist gibts ne Minute Zeitstrafe, wenn man das dritte Mal zu nahe auffährt gibts zusätzlich zwei Minuten, beim vierten Mal zusätzlich vier Minuten. |
Vielleicht erzähle ich jetzt hier Unsinn...
Ich differenziere mal in 2 Gruppen: Finisher und Leute mit Ambitionen auf Platzierung. Wie ein Finisher letzendlich ins Ziel kommt und was er für sich daraus für einen Wert zieht ist mir letzen Endes Rille. Der ambitionierte Rest wird aufgrund der im Vorfeld genannten Schwimmzeiten in bunt gewürfelte Startgruppen eingeteilt. Die meisten Ausrichter haben eh schon elektronische Zeitnahme, eine Auswertung sollte dann keine Thema sein. Ist halt nicht automatisch derjenige Erster, der auch zuerst ankommt. Das könnte aber die Attraktivität des Windschattenfahrens deutlich schmälern. |
Zitat:
|
Zitat:
|
Konsequentes schnelleres eingreifen der Kampfrichter wäre eine Lösung.
- Oft ist es so, daß die KR 1-2 Minuten einen 'Kandidaten' beobachen und dann ggf. diesen bestrafen. Besser: Es reicht allerdings auch nur ca. 30 Sekunden zuzuschauen und wenn sich die Positionen nicht verändern dann kann man schneller zuschlagen. - Werden Gruppen beobachtet, dann wird ein einzelner Fahrer bestraft. Besser: Man sollte eine ganze Gruppe mit einer Zeitstrafe belegen, wenn in der Gruppe die Positionen sich innerhab von ca. 30 Sekunden nicht deutlich verschieben. - Im Moment ist es so, daß im Zweifel für den Athleten entschieden wird. Besser: Es sollte so ausgelegt werden, das im Zweifel eine Strafe ausgesprochen wird. Ich würde es akzepieren auch mal eine Zeitstrafe zu bekommen, wenn es nicht schaffe Regelkonform zu fahren obwohl ich es versuche, wenn im Gegenzug alle Lutscher (fast) immer bestraft werden. |
Zitat:
|
Zitat:
- teuer - versuche mal eine ordentliche Halterung für so etwas zu bauen. Muss auch an jedes Rad passen... |
Zitat:
Zitat:
Zitat:
|
Hier sind eine paar interessante Vorschläge dabei die allerdings technisch schwierig umzusetzten sind. Laserpointer, GoPro's, Zeitmessungen etc.
Strafen die über das Rennen hinaus gehen halte ich nicht für sinnvoll das viele Athleten oft nur ein "Hauptrennen" machen und es auch zu verschiedene Organisationen gibt um das zu koordinieren. Entschuldigungen nicht zu wissen wie lang 10m sind würde ich einfach nicht akzeptieren. Gibt ja genug Eselsbrücken. (Wobei es weiß ja auch nicht jeder wie lang 20cm sind :Lachanfall: ) Elektromotoräder gefällt mir sehr gut da Lutscher dann in der Tat die Richter zu früher hören und korrigieren können oder so tun als wäre man gerade dabei zu überholen. Ich würde einfach die Zeitstrafe auf 10min rauf setzen. Bei ein paar Minuten würde es sich trotz Zeitstrafe noch rechnen/lohnen zu Lutschen. Eventuell gar nicht während dem Rennen konkret dem Athleten mitteilen ob er nun verwarnt worden ist oder ob er eine/zwei Karte(n) bekommen hat. Dann hätten Lutscher während dem gesamten Rennen das ungute Gefühl ob sie 10min aufgebrumt bekommen haben oder gar Disqualifiziert sind. Denke das ist realisierbar und effektiv. Cheers, aims. (No-Dope, No-Draft) |
Ehrlicherweise muss ich (als KR und Athlet) oft feststellen, dass es auch häufig an den KR und deren Ausbildung liegt. Wegen dieser Situation haben viele KRs auch nicht "den Arsch in der Hose" um durchzugreifen. Während das theoretische sehr klar ist, gibt es wenig Handlungsanweisung:
-Wie erkenne ich praktisch eine Situation mit Windschattenverdacht? -Wie nähere ich mich einer Gruppe, um diese auch reell verwarnen zu können? -Welche Übeltäter wähle ich aus? -Wie trete ich resolut aber freundlich auf? -Welche Infos muss ich zur Hand haben? Ein zweiter Faktor sind die Motorradfahrer. Oft werden diese vom Veranstalter gestellt, haben häufig keine Erfahrung mit der Situation und ich verbringe das erste Drittel des WKs mit ihrer Ausbildung: -Wie fahre ich an eine Gruppe ran? -Wo fahre ich in "Lauerstellung"? -Auf was muss er achten? -Was sind die optimalen Zeichen? Schlußendlich ist oft auch die Zahl der Motorräder ein begrenzender Faktor und nicht die der KR. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:32 Uhr. |
Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.