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Wie lange dauert es, bis ich überhaupt schwimmen kann?
Hallo,
ich bin bei uns im Triathlon-Verein ins Schwimmen eingestiegen, da ich ohne Kraul nicht unbedingt bei einem Wettbewerb starten möchte und auch noch die Zeit habe das zu lernen. Jetzt sind die Leute da nicht so gesprächig und ich ziemlich schüchtern, so dass ich nicht so viele Fragen loswerde (der Trainer hat nach über 20 andere Schwimmer...) Wenn man noch nie versucht hat zu Kraulen, wie lange braucht man dann um sich überhaupt vernünftig über Wasser zu halten (und sei es mal nur die 25 m ohne Absaufen hinzulegen)? Im Moment habe ich was zwischen die Beine geklemmt und trainiere nur den Armzug, ist das zielführend? Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Danke! |
Ich vor ziemlich genau einem Jahr mit dem kraulen begonnen, konnte vorher vielleicht drei Meter kraulen... Letzten Sonntag hab ich meine erste OD gefinisht und bin bis auf ca 12,5m komplett durch gekrault (im Becken) und ich bin wahrhaftig kein schneller Lerner was das kraulen angeht!
Lg |
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Mein Tipp wäre, nutze jede erdenkliche Möglichkeit zur Wassergewöhnung, 15min täglich bringen am Anfang mehr als einmal 2h/Woche. |
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Ich habe mit Ü 40 letztes Jahr im September die ersten Kraulversuche gestartet. Gestern bin ich im See gemüdlich 1h und ca. 3km durchgekrault. Bin dafür aber im Winter 1-2 die Woche im Becken gewesen. Hier meine Tipps:
- für die ersten paar mal kurzes Becken suchen (25m), oder wenn möglich quer schwimmen. die 10m sind auch notfalls ohne Atmung machbar - Armzug üben. Ich habe am Anfang nach vorn Luft geholt. Mit Schnorchel wars effektiver - nach der 10. Trainingseinheit dann aufs seitliche Atmen konzentriert - ab der 15. Traingseinheit versucht Atmung und Armzug zu koordinieren, alles ohne Beine Hatte immer einen Freund dabei, der kraulen kann und immer wieder mal auf die Bewegung geschaut hat. Aller 3-4 Einheiten auch mal eine Bahn auf Video (Handy langte aus) aufgenommen. Die Eigenkontrolle hat mir sehr geholfen. Solltest du im Besitz oder geliehen an ein Neo ran kommen, nutze ihn im See. Hilft unwahscheinlich viel für eine bessere Wasserlage und man kann sich besser auf den Armzug konzentrieren. Großer Nachteil: deine Bewegung unter Wasser sieht keiner mehr und kann da auch keine Tipps geben. Und zum Schluss der für mich wichtigste Tipp: 2 mal die Woche Kräftungsübungen für Schultern und Arme zu Hause mit Gewichten oder Zugseil. Nichts ist schlimmer, als wenn im Waser die Kraft ausgeht und der Kopf panik schiebt, es nicht mehr bis ans Ende zu schaffen. Das hatte ich am Anfang öffter. Sch.. Gefühl. Mittlerweile ist es einfach nur noch geil durchs Wasser zu rauschen. |
Manche lernens nie.
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Na, im Ernst, zur Frage; ist natürlich sehr individuell und von Talent und Lernumgebung (Trainer!) abhängig. Ich konnte mich eigentlich gleich "irgendwie" über Wasser halten, hab nie probiert, ne möglichst lange Strecke durchzukraulen, aber es ging gefühlt "ewig". Allerdings hab ich so ein massives Antitalent, dass ich einfach nicht schnell wurde, hab ein halbes Jahr lang recht ordentlich trainiert und bin nie viel unter 30min geschwommen für 1,5km. Es hat mich dann irgendwann nicht mehr gefreut, auf dem Niveau zu arbeiten, und ich bin zum Duathlon (Laufen+Radfahren) gewechselt. Ich verstehe nicht, warum so viele Leute das Schwimmen erzwingen wollen, selbst wenn es ihnen nicht liegt (ich sag jetzt nicht, dass das bei dir so ist - ich spreche allgemein von meinem Eindruck von Triathleten...) und sie wenig Zeit haben, und am Ende können sie 3 Sachen mittelschlecht statt 1-2 Sachen gut... Wenn es Spaß macht, ist es natürlich voll okay - ganz unabhängig von der Leistung - aber oft habe ich eben das Gefühl, dass die meisten gar nicht so viel Spaß haben beim Schwimmen... |
Stimmt. Kenn auch welche die absolut Talentfrei sind. Ich glaube grad beim schwimmen braut es etwas Gripps im Kopf zur Koordinierung. Mein Sohn mit 10 Jahren hat mir paar mal zugesehen und hat dann ohne Anleitung losgelegt. Die 2. Bahn sah schon richtig gut aus.
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Die anderen 160 Mitglieder beissen nicht und den Schwimmtrainer kannst Du wirklich alles fragen |
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Es ist nicht so, dass das Schwimmen den anderen zwei Disziplinen abträglich ist: ich habe sogar das Gefühl, dass es sie unterstützt weil man mit Schwimmen das Herz-Lungen-System gut trainiert. Ausserdem stört das Schwimmen, das hauptsächlich mit Oberkörpermuskulatur durchgeführt wird, die Regeneration der Rad- und Laufbeine nicht. |
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Da die meisten eh nicht vorne dabei sind, finde ich es auch nicht tragisch wenn man beim Triathlon nicht ganz vorne aus dem Wasser kommt. So gross sind die Unterschiede nach dem Schwimmen dann doch nicht. Ich selber finde es eine gute Abwechslung ab und zu mal schwimmen zu gehen, allerdings reicht mir das Ergebnis was ich aus 0-2 Schwimmeinheiten pro Woche raus kriege. |
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Danke für die ganzen Rückmeldungen und Erfahrungen. Bin wahrscheinlich einfach zu ungeduldig und sollte mich erstmal eingewöhnen und schauen wie es sich nach ein paar Wochen entwickelt :Blumen: Dann sehe ich ja ob ich mich steigere, aufgeben werde ich so schnell auf jeden Fall nicht
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Versuch 3 mal pro Woche ins Wasser zu gehen. Bleib dran auch wenns am Anfang mega frustrierend ist. Ich hab im 1. Jahr fast nix hinbekommen, dachte ich würde es nie lernen. Habe aber nicht aufgegeben und schwimme die 1000 jetzt unter 15:30. Ich sag dir, es lohnt sich =)
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Wenigstens kriege ich als armer Schüler noch Rabatt :cool: Wenn du ja schon mal einen Trainer hast, dann wird es dir ganz gut ergehen, denn Feedback ist das wichtigste. Als ich vor 2 Jahren mal mit Schwimmen angefangen habe, war dass total Chaotisch und ohne Feedback -> Nach kurzer Zeit aufgegeben. Jetzt versuche ich es nochmal Koordinierter und nach Einleitung und möglicherweise auch bald im Verein. |
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Und wo du bei Naiv bist, ich habe mich als ich beim Brustschwimmen das erste Mal den Kopf unter Wasser genommen habe schon als richtiger Schwimmer gefühlt (das war morgens im Hallenbad umgeben von älteren Damen). Kommt immer drauf an wer so neben einem schwimmen :Lachanfall: |
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Du hast andere Ansprüche als die meisten. Man kann auch Spass am Schwimmen haben, wenn man die 1000 m in 18 oder 19 Minunten schwimmt. Drunter wirds zugegeben langsam wirklich mühsam. Und es gibt natürlich viele Leute wo ich auch denke, das was die da machen kann nicht wirlich Spass machen. Ich rede öfter Leute im Becken an und geb denen Tipps, weil ich es so grausam finde was die sich antun :Huhu: |
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So talentiert bin ich da auch mal wieder nicht, ich war nur konsequent und hartnäckig. Ich denke aber sub18 schafft jeder mit genug Einsatz. Klar, je jünger man anfängt, desto besser. Mit der Krankheit musst du dann abwarten, irgendwann wirst du bestimmt wieder normal trainieren können, bis dhain kannst du ja Technikvideos angucken :) |
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Also ich hab vor gut 1,5 Jahren mit dem schwimmen begonnen. Bin jetzt 26 Jahre alt. Vorher wirklich nur mal geschwommen um vom Sprungturm an den Beckenrand zu kommen ;). Anfangs sah dass Monatelang wirklich aus wie n fast Toter Fisch, der ab und zu nochmal des zucken anfängt und sich dann doch noch n paar Meter durch die Schwimmhalle quält:Cheese:. Bei mir waren auch Anfangs die 25m im Hallenbad eine gefühlte Langstrecke. Aber hab mich dann wirklich nach und nach gesteigert. Was mir recht viel geholfen hat waren die DVD`s vom Holger Lünig und das Video von der Ute Mückel hier in der Mediathek. Wie vereinfache ich den Kraulzug heißt des glaube ich. Des habe ich mir immer wieder angeschaut und versucht es beim Nächsten mal schwimmen besser zu machen. Im moment schwimme ich die 1000m in knappen 17min ohne Neo. Und mit Neo die 1,9km auch schon in guten 30min. Wie gesagt, ich habe erst im Januar 2013 mit dem schwimmen begonnen.
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@Benson: aaah gut zu hören, dass ich mit dem Gefühl nicht alleine bin :cool:
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Training.. Training.. Training.. Dran bleiben ist halt die Devise. Und nicht aufstecken wenns nicht sofort von 0 auf 100 geht. Ich bin aktuell zufrieden und bin Überhaupt froh die langen Strecken durchschwimmen zu können ;)
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Wenn du dem Trainer irgendwie signalisierst, dass du Hilfe brauchst, sollte er auch auf dich eingehen. |
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Ja da gibt es Tabellen, um das Alter raus zu rechnen. 20 Minuten für einen 52-Järigen auf 1 km sind dann zurückgerechnet bestimmt 18-19 Minuten für einen 25-Järigen. So gesehen bin ich eigentlich schon in dem Window, angegeben von Lucy89 und MattF. |
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Ich habe beispielsweise 2 Jahre lang 3..4x in der Woche im Verein, mit bezahlten Stunden und nach Kekos Plänen trainiert, dabei jedes Jahr >125h im Wasser verbracht und dabei >250km runter gerissen Meine Erfolg war, daß ich die 500m nicht mehr in 9:45min sondern in 9:13min "schwimmen" konnte. Zitat:
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Ich würde eine Zeit von unter 20min für einen über 50jährigen deutlich unter 18min bei einem 25 jährigen einstufen. |
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Im allgemeinen sollte es Spaß machen und kein Zwang werden irgend welche Zeiten mit aller kraft erreichen zu wollen..
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ich war schon über 30 als ich das Gefühl hatte, mit Trias zu beginnen und dazu crawlen zu lernen. also gings zu einer kleinen Schwimmschule in der Nähe. Alle Teilnehmer/innen dort waren deutlich älter und waren vorallem wegen des Frühstücks dort, welches anschliessend ans "Training" eingenommen wurde :)
ich kam also als "Jungspund" dort an und erwähnte mein Ziel, daraufhin haben alle unisono gemeint, daran seien sie schon seit Jahren und haben es nicht gelernt. tja - so kams wie es kommen musste, ich konnte relativ schnell 25 m crawlen, war aber anschliessend so fertig, dass ich erstmal eine Minute lang nach Luft schnappen musste. So blieb das Wochenlang, keinerlei Fortschritte. bis ein Duathlet in etwa meinem Alter dazu stiess, nach weiteren Wochen meinte er mal zu mir: Du bist eine fertige Flasche dass Du das noch nicht kannst... :( erst war ich stinkesauer :dresche , dann hab ich mir das zu Herzen genommen und am Tag drauf bin ich ganz alleine für mich 500 m am Stück durchgerawlt. :Cheese: das ganze war reine Kopfsache - innerhalb einer Woche war ich bei 1 km im Verlaufe der Jahre hab ich dann etliche richtige Schwimmseminare besucht, war zeitweise fast täglich am Trainieren, hab Privatstunden genommen usw usw, richtig gelernt hab ich es bis heute nicht, meine Bestzeit lag irgenwo zwischen 22 und 25 Minuten und da ich mittlerweile keine Trias mehr bestreite spielt das auch keine Rolle mehr. Noch immer kann ich aber problemlos auch weitere Strecken crawlen ohne ausser Atem zu kommen, halt in meinem "Wohlfühlempo" wie oben geschrieben: richtig crawlen lernen wohl manche nie, aber um sich crawlend fortzubewegen brauchts eigentlich gar nicht so viel, man muss wollen und es tun :) |
Klar mit 25 schwimmt man schneller als mit 50.
Aber ist es wirklich vom Kopf her ein unterschied ob man mit 25 oder mit 50 anfängt? Ich war schon immer ein Bewegungslegastheniker un muss jede Bewegung 1000 mal machen bis ich sie automatisiere. Wird das jetzt noch schlechter bis ich 50 bin?? Ich dachte dass in der Hinsicht eigentlich nur entscheidend ist, ob man als Kind oder als Erwachsener anfängt... Ok, ich bin lieber vorsichtiger mit so Äußerungen, schließlich schreiben auch manche jeder gesunde Mensch könnte sub40 auf 10 laufen und das werd ich in meinem Leben auch niemals schaffen. |
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(Das meine ich natürlich auch nicht seriös.) |
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Aber mit über 50 hast du einfach nicht mehr so die elastischen Muskeln, vielleicht schon spürbaren Verschleiß in Gelenken und Knochen oder bist von der Bewegung her etwas eingeschränkt. Zudem ist Schwimmen gerade am Anfang körperlich belastend (Muskel, Atemnot etc.) und da bist du mit 25 auch im Vorteil. Warte einfach mal 2 Jahrzehnte ab... ;) |
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