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-   -   Spiegel.de: Sportsucht (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=32186)

TheRunningNerd 31.03.2014 18:26

Spiegel.de: Sportsucht
 
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-961710.html

Natürlich mit Tria's als Aufmacherbildchen... mit der Unterschrift "Vor allem junge Triathleten sind sportsuchtgefährdet". Was bin ich froh das ich alt bin. :Huhu:

schumi_nr1 31.03.2014 18:39

Sportsüchtige gibt es doch gar nicht, oder kennt hier jemand einen oder hat von einem Gehört?? :Gruebeln:

sbechtel 31.03.2014 18:46

Tja, was soll man sagen, da ist absolut was dran und ich kenne da so einige Kandidaten bei mir im Freundeskreis.

Ich frage mich gerade, ob ich auch gefährdet bin, weil wir an Silvester um Mitternacht die ersten Kilometer abgespult haben. :Lachanfall:

nabenschalter 31.03.2014 19:01

Entscheidend für Sucht ist "Leidensdruck". Leidet hier jemand darunter, daß er Sport macht. Meistens nur daran, daß er nicht so schnell ist, wie er gerne wäre....

Außerdem sind die meisten hier eh älter;-)

Nabenschalter

Lui 31.03.2014 23:46

Es gibt hier aber einige, die 12 Monate lang jede Woche ein Knüppelhartes Training durchführen, dazu 100 WK im Jahr machen und das alles noch in einem Blog/Website akribisch genau aufschreiben. Das klingt schon sehr suchtartig....oder zumindest so als würde sich ihr gesamtes Leben nur um Triathlon/Sport drehen.

Corki 01.04.2014 00:00

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 1029909)
Es gibt hier aber einige, die 12 Monate lang jede Woche ein Knüppelhartes Training durchführen, dazu 100 WK im Jahr machen und das alles noch in einem Blog/Website akribisch genau aufschreiben. Das klingt schon sehr suchtartig....oder zumindest so als würde sich ihr gesamtes Leben nur um Triathlon/Sport drehen.

Kann ja gar nicht sein! Immerhin gibts ja noch das Forum. :Lachen2:

Spiegel halt.
Ob man auch recherchiert hat, wieviel Prozent der Raucher suchtgefährdet sind? Immerhin haben diese Menschen es geschaft, eine Ersatzbeschäftigung für das ständuge Sporttreiben zu finden, die Ihnen Zufriedenheit verschafft...

Jetzt im Frühling warte ich auch auf den nächsten Artikel über Radsport und Impotenz.

Ein sicheres Zeichen für Süchtige ist übrigens, das sie leugnen süchtig zu sein. Also ich bin jedenfalls nicht sportsüchtig und hab das voll im Griff!

Nobodyknows 01.04.2014 10:10

Zitat:

Zitat von TheRunningNerd (Beitrag 1029770)
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-961710.html

Natürlich mit Tria's als Aufmacherbildchen... mit der Unterschrift "Vor allem junge Triathleten sind sportsuchtgefährdet". Was bin ich froh das ich alt bin. :Huhu:

Nun....ein paar potentiell gefährdete Menschen gibt es eventuell schon...

http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=31916

Gruß
N.

TheRunningNerd 01.04.2014 10:19

Also paar Kandidaten hier im Forum würde mir schon einfallen, spontan. Drei bei denen ich denke das es schon fortgeschrittenes Stadium ist.

Aber ist ja zunächst auch nicht soooo dramatisch. Solange der Alltag nicht darunter leidet und das ganze nicht wahnhaft wird ist eine leichte Sportsucht sicher besser sich die Birne wegzusaufen. ;)

cruelty 01.04.2014 11:41

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 1029909)
....oder zumindest so als würde sich ihr gesamtes Leben nur um Triathlon/Sport drehen.

und was wäre daran schlimm?


oder andersrum: ich bin voll arbeitssüchtig. ich arbeite min 40 h die woche und wenn ich nicht arbeite, bekomme ich entzugserscheinungen. schüttelfrost und hunger z.b., weil ich mir weder wohnung noch essen leisten kann. ;)

dieser spiegel bericht ist imo total gaga. wer es mit dem sport übertreibt wird früher oder später vom körper ausgebremst. bis dahin ist etwas zu viel sport in der regel besser als zu wenig.

HKB 01.04.2014 11:47

Ich glaube schon, dass da etwas dran ist und kann das im Bekanntenkreis durchaus wiederfinden. Wuerde mich selber auch nicht als "unschuldig" bezeichnen.

TheRunningNerd 01.04.2014 11:48

Zitat:

Zitat von cruelty (Beitrag 1030051)
dieser spiegel bericht ist imo total gaga. wer es mit dem sport übertreibt wird früher oder später vom körper ausgebremst. bis dahin ist etwas zu viel sport in der regel besser als zu wenig.

Naja, ganz so einfach ist es nicht. Bei jedem Ding ins Extrem getrieben leidet irgendwann auch das Umfeld, die Familie wird vernachlässigt, soziale Kontakte verarmen, und so weiter. Das sieht man bei fanatischen Onlinespielern, bei Alkis, und eben auch bei wirklich sportsüchtigen (einen solchen Fall kannte ich).

Allerdings ist die Zahl der ernsthaft Sportsüchtigen so gering - würde ich vermuten - dass das Thema wohl eher als Rechtfertigung von Sportmuffeln herhalten wird, mal wieder darauf hin zu weisen, das Sport ja Mord wäre...

nabenschalter 01.04.2014 12:05

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1030002)
Nun....ein paar potentiell gefährdete Menschen gibt es eventuell schon...

http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=31916

Gruß
N.

Hüstel! Wir warten auf den Leidensdruck, den sie selber erkennt!

Nabenschalter

~anna~ 01.04.2014 12:07

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1030002)
Nun....ein paar potentiell gefährdete Menschen gibt es eventuell schon...

http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=31916

Gruß
N.

So ein Blödsinn...

qbz 01.04.2014 12:21

Mit der Erfindung immer neuer "Süchte" lassen sich halt sehr gute Geschäfte machen, auf dem Buch-, auf dem Pseudo-Wissenschafts-, auf dem Psycho-, auf dem Zeitschriftenmarkt. Wir erinnern uns: Liebessucht, Kaufsucht, Arbeitssucht, Sexsucht, jetzt mal Sportsucht usf. ....

U.a. auch deswegen hat die medizinisch-psychiatrische Diagnostik, z.B. im ICD-10, diesen "schwammigen" Begriff schon seit geraumer Zeit ersetzt mit der Benennung konkreter Merkmale zum Missbrauch von Stoffen u. zum Abhängigkeitssyndrom.

MattF 01.04.2014 12:27

Zitat:

Zitat von cruelty (Beitrag 1030051)
und was wäre daran schlimm?


oder andersrum: ich bin voll arbeitssüchtig. ich arbeite min 40 h die woche und wenn ich nicht arbeite, bekomme ich entzugserscheinungen. schüttelfrost und hunger z.b., weil ich mir weder wohnung noch essen leisten kann. ;)

Nichts gegen dich aber das ist im Grunde kein Argument.

Auch Alkis halten die Fassade oft lange aufrecht und arbeiten ganz normal.

Und keiner merkt, dass die morgens schon Gas haben. Gut wenns rauskommt, hat's doch jeder gewusst, aber solange er nicht auffällt.....

Flow 01.04.2014 12:36

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1030079)
Mit der Erfindung immer neuer "Süchte" lassen sich halt sehr gute Geschäfte machen, auf dem Buch-, auf dem Pseudo-Wissenschafts-, auf dem Psycho-, auf dem Zeitschriftenmarkt. Wir erinnern uns: Liebessucht, Kaufsucht, Arbeitssucht, Sexsucht, jetzt mal Sportsucht usf. ....

Beim Überfliegen des Wikipedia-Eintrags "Sportsucht" stoße ich auch gerade auf die Muskelsucht ...
Zitat:

Bei Männern ist auch der zwanghafte Wunsch immer mehr Muskelmasse aufzubauen als Muskelsucht bekannt.
Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1030079)
U.a. auch deswegen hat die medizinisch-psychiatrische Diagnostik, z.B. im ICD-10, diesen "schwammigen" Begriff schon seit geraumer Zeit ersetzt mit der Benennung konkreter Merkmale zum Missbrauch von Stoffen u. zum Abhängigkeitssyndrom.

Dazu im Wikipedia-Artikel "Verhaltensucht" :
Zitat:

Die Einordnung von Verhaltensweisen als Sucht ist in der Wissenschaft umstritten, bisher gibt es keine offiziellen Diagnosekriterien.
[...]
Verhaltenssüchte wurden bisher weder in der ICD-10 noch im DSM-IV aufgenommen
Nichtsdestoweniger lassen sie zur "Vermarktung" der Sportsucht auch deinen Stand
Zitat:

Psychologen schätzen, dass in Deutschland etwa ein Prozent der Bevölkerung von Sportsucht betroffen ist.

LidlRacer 01.04.2014 15:06

Gestern Sport Inside zum gleichen Thema:
http://www1.wdr.de/fernsehen/informa...tsucht106.html

Lui 01.04.2014 15:51

Zitat:

Zitat von cruelty (Beitrag 1030051)
und was wäre daran schlimm?

Ich sag ja nicht, es ist schlimm. Ich schrieb nur, dass es suchtartig klingt.
Mir persönlich ist das Leben zu kurz
um mich nur für Sport zu interessieren, da ich unter anderem meine Arbeit(wie du auch) den Vorrang gebe, aber mich auch für unzählige andere Sachen interessiere.
Ich habe zwar auch Momente wo ich mehr als sonst trainiere, aber dann Zeiten wo ich gar nichts mache.

Mir kann einer sagen was er will, aber wenn ich zuviel trainiere, leidet die Qualität meiner Arbeit. Ich kann nicht so hochkonzenriert und präzise wie sonst arbeiten, und auch nicht so lange, wie wenn ich ausgeruht bin.

titansvente 01.04.2014 16:02

Ich würde nach deren Definition sicherlich auch als sportsüchtig gelten.
Ich hatte schon immer einen überdurchschnittlich ausgeprägten Bewegungsdrang und habe Dinge gemacht, die Andere in dieser Form und Ausprägung nicht gemacht haben.
Ich hätte als Kind sicher die Diagnose ADHS bekommen.
Längere Zeiträume ohne Sport/Bewegung/Aktivität gehen bei mir nicht :Nee:

Troedelliese 01.04.2014 16:04

Am schnsten finde ich den Satz:
"Wer oft zwischen den Disziplinen wechselt, kann fast endlos trainieren."
Gerne würde ich meine Sucht eine Weile vernachlässigen, um dem Verfasser dieser Zeilen dabei zusehen zu können, wie er durch häufiges Wechseln der Sportarten fast endlos trainieren kann.
:Lachanfall:

TheRunningNerd 01.04.2014 16:13

Meistens ist das doch eher phasenweise übertriebener Enthusiasmus und nicht Sucht. Ich kenne viele die fangen mit was an (erstmal egal ob jetzt Triathlon oder anders Hobby), treiben das dann 2-3 Jahre ansteigend fanatisch, und dann ist irgendwann die Luft raus und das nächste Ding kommt. Ist doch auch recht normal - von aussen sieht das dann oft suchtartig aus, ist aber meist harmlos.

sbechtel 01.04.2014 16:14

Ich würde das Thema mal nicht so unter den Teppich kehren...

Was daran schlimm ist?

Na zum Beispiel wenn ein sportsüchtiger sein ganzes soziales Umfeld vergrault hat und dann mit dem Sport aufhören muss (gesundheitlich nicht mehr in der Lage oder so) und dann ganz alleine da steht, ohne Sport, ohne Freunde, vielleicht ist die Familie auch bereits abgewandt, was ist dann mit dem Jenigen?

Oder auf die Arbeit bezogen. Ich würde jetzt nicht so weit gehen wie Lui und sagen, dass man mit viel Sport seiner Arbeit nicht mehr gewissenhaft nachgehen kann, aber was ist, wenn jemand sich seine Zeit sehr frei einteilen kann, und dann seine Arbeit stets verschiebt, weil es gerade noch hell ist, die Sonne scheint oder was weiß ich und dann nicht mehr auf den grünen Zweig kommt?

Duafüxin 01.04.2014 16:21

Zitat:

Zitat von titansvente (Beitrag 1030174)
Ich hätte als Kind sicher die Diagnose ADHS bekommen.
Längere Zeiträume ohne Sport/Bewegung/Aktivität gehen bei mir nicht :Nee:

Ist bei mir auch so. Bin als Kind stundenlang mit unserem Hund durch den Wald gerannt.
Als ich dann mit Kanusport anfing und alle Wege mit dem Rad machen mußte, war auch alles gut. Erst nach meinem Unfall als ich quasi bewegungslos war (ausser radeln in die Uni), war ich voll aggro.
Bei Bewegung an frischer Luft, muss ja kein strukturiertes Training sein, gehts mir richtig gut. Warum sollte ich das einstellen?

Wenn ich die Autofahrer sehe, die da jeden Tag tillen, denk ich mir auch, bewegt euch doch einfach mal ...

TheRunningNerd 01.04.2014 16:30

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 1030182)
Ich würde das Thema mal nicht so unter den Teppich kehren...

Was daran schlimm ist?

Na zum Beispiel wenn ein sportsüchtiger sein ganzes soziales Umfeld vergrault hat und dann mit dem Sport aufhören muss (gesundheitlich nicht mehr in der Lage oder so) und dann ganz alleine da steht, ohne Sport, ohne Freunde, vielleicht ist die Familie auch bereits abgewandt, was ist dann mit dem Jenigen?

Das gibt es definitiv und das ist auch echt übel, selbst in der Familie erlebt. Ist aber in dieser extremen Form glaube ich selten. Wie gesagt, solche SPON Artikel werden meistens doch eher als Entschuldigung genommen um mit dem Finger auf die "spinnerten Sportler" zu zeigen, von Leuten die selbst total verfetten. Wirkliche gesellschaftliche Relevanz hat das Thema m.E. nicht, das sind Einzelfälle.

schoppenhauer 01.04.2014 16:33

Das die Triathleten in dem Artikel herhalten müssen, macht schon Sinn. Über die Kombi dreier Ausdauersportarten ist es halt relativ leicht, auf richtig Stunden zu kommen.

Und das ist wohl auch der Kern des Ganzen: Wer mit sich selbst nichts anzufangen weiss, sobald er mal längere Zeit zur Ruhe kommt oder sich dann Sorgen macht, die er sonst nicht kennt, befindet sich auf jeden Fall in einer Abhängigkeit. Ob das nun schlimm oder nicht schlimm ist - keine Ahnung.

Lui 01.04.2014 16:35

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 1030182)
Oder auf die Arbeit bezogen. Ich würde jetzt nicht so weit gehen wie Lui und sagen, dass man mit viel Sport seiner Arbeit nicht mehr gewissenhaft nachgehen kann

Wobei ich das nur auf mich beziehen kann. Ich sage nicht, dass es nicht geht, aber bei mir ist es so, dass meine Konzentration irgendwann schwer nachlässt und ich richtig platt/matschig bin. Meine geistige Kreativität lässt auch nach.
Mich wundert, wie einer Chirurg sein kann und daneben mega viel Sport machen kann. Kann er dann noch genau so konzentriert operieren?

Kann sein, dass sich andere besser regenerieren.

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 1030186)
Bei Bewegung an frischer Luft, muss ja kein strukturiertes Training sein, gehts mir richtig gut. Warum sollte ich das einstellen?

Das ist bei mir auch und ich will das nicht einstellen, aber sobald ich viel und hart trainiere, sieht es anders aus. Da finde ich das Prinzip:"Weniger ist mehr" besser bzw das je nach Umständen machen: mal Perioden haben wo man viel trainiert aber auch wissen wann man zurückschrauben muss.

titansvente 01.04.2014 16:53

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 1030186)
(...) Erst nach meinem Unfall als ich quasi bewegungslos war (ausser radeln in die Uni), war ich voll aggro.

Aggro war und bin ich nie aber unausgeglichen :cool:
Ich habe auch schon immer über das "normale" Maß hinaus Sport getrieben und mich nie geschont.
Von daher wundert mich das mit meinem Hüft-TEP (im Kontext mit den mannigfaltigen Fehlstellungen) nicht wirklich.

Aber ich habe nie Sport aus Geltungssucht betrieben :Huhu:

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 1030186)
Wenn ich die Autofahrer sehe, die da jeden Tag tillen, denk ich mir auch, bewegt euch doch einfach mal ...

:Blumen:
... oder Eure Ärsche in die Öffis oder bildet Fahrgemeinschaften, dann sind die Strassen nedd so voll :)

Duafüxin 01.04.2014 16:57

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 1030192)
Das die Triathleten in dem Artikel herhalten müssen, macht schon Sinn. Über die Kombi dreier Ausdauersportarten ist es halt relativ leicht, auf richtig Stunden zu kommen.

Und das ist wohl auch der Kern des Ganzen: Wer mit sich selbst nichts anzufangen weiss, sobald er mal längere Zeit zur Ruhe kommt oder sich dann Sorgen macht, die er sonst nicht kennt, befindet sich auf jeden Fall in einer Abhängigkeit. Ob das nun schlimm oder nicht schlimm ist - keine Ahnung.

Radsportler können doch viel länger, und die die ich kenne machen auch viel länger als die paar Triathlethen, die ich kenne.

Die wenigsten wissen doch mit sich selbst was anzufangen, nimm denen doch mal Smartphone, Glotze und Internet wech und gugg mal, wer nicht am Rad dreht. :Cheese:

Campeon 01.04.2014 16:59

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 1030192)
Das die Triathleten in dem Artikel herhalten müssen, macht schon Sinn. Über die Kombi dreier Ausdauersportarten ist es halt relativ leicht, auf richtig Stunden zu kommen.

Als ambitionierter Radfahrer kommt man locker auf die gleiche Stundenzahl, zumindest war das bei mir mal so.

Mit 3 Disziplinen ist es halt abwechslungsreicher.

Mir fallen da auch ein paar Leute hier ein, die man als sportsüchtig bezeichnen könnte.
Aber ist ja nichts schlimmes dabei, ist eh egal wie man sich kaputt macht.:cool:

schoppenhauer 01.04.2014 17:02

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 1030202)
Radsportler können doch viel länger, und die die ich kenne machen auch viel länger als die paar Triathlethen, die ich kenne.

Eh klar, die richtigen Radler fahren den ganzen Tag. Gute steigen am Samstag um 8:00 aufs Rad und sind um 14:00 durch. Wenn du aber an einem Tag Schwimmen, Laufen und Radeln gehst, ist mit allem drum und dran selbst für mittelprächtige Sportler der ganze Tag weg.

JENS-KLEVE 01.04.2014 17:07

Nach der Beschreibung müsste ich ja voll sportsüchtig sein. Komisch nur, dass ich nach Roth nie Entzugserscheinungen habe, wenn ich bis Dezember einige Wochen gar keinen Sport und dann nur ganz wenig Sport mache.

Als sportsüchtig würde ich mich erst dann beschrieben, wenn ich z.B. krankfeiern würde um zu trainieren, meine Umwelt belügen würde, mich verschulden würde und ähnliche krasse Dinge. Dass ich bei schönem Wetter ungerne in einer Besprechung sitze und von meinem Fahrrad träume ist kein Indiz.

Flow 01.04.2014 17:33

Zitat:

Zitat von Troedelliese (Beitrag 1030177)
Am schnsten finde ich den Satz:
"Wer oft zwischen den Disziplinen wechselt, kann fast endlos trainieren."
Gerne würde ich meine Sucht eine Weile vernachlässigen, um dem Verfasser dieser Zeilen dabei zusehen zu können, wie er durch häufiges Wechseln der Sportarten fast endlos trainieren kann.
:Lachanfall:

:Cheese:

Den hier fand ich auch gut :
"Einige stünden sogar mitten in der Nacht auf, um zu trainieren."

Berlin, 2:20 Uhr nachts. Flow wirft sich unruhig in seinem Bett hin und her. Er ist sportsüchtig. Seit über 5 Stunden hat er nicht mehr trainiert. Jetzt setzen die Enzugserscheinungen ein. Schwitzen, Zittern, atemlos. Er kann nicht mehr warten, braucht die nächste Dosis. Jetzt ! Um 2:38 Uhr bricht er die nächstgelegene Schwimmhalle ein. (BESCHAFFUNGSKRIMINALITÄT !). Die Gefahr, dabei erwischt zu werden, ist ihm egal. Er muß jetzt schwimmen ! Stundenlang. Kurz bevor das Personal kommt, ist er wieder draußen, sitzt auf dem Rad. Im endlosen Wechsel mit langen Laufeinheiten verbringt er so den ganzen Tag. Einzig seine Kekssucht zwingt ihn zu gelegentlich kurzen Pausen ...

Nobodyknows 02.04.2014 08:23

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1030069)
So ein Blödsinn...

Keine weiteren Fragen...

"Diese Woche habe ich die Sache dann endlich durch ein MRT diagnostiziert bekommen: Ermüdungsbruch Metatarasale II+III, außerdem (kleine) Morton-Neuralgie 3. Interdigital."

http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=31658

Gruß
N. :Blumen:

qbz 02.04.2014 10:30

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1030087)
.......
Dazu im Wikipedia-Artikel "Verhaltensucht" :
Nichtsdestoweniger lassen sie zur "Vermarktung" der Sportsucht auch deinen Stand ....

Sehr schön! ;-) . Aber:
Am liebsten von allen Süchtigen würde ich die Geldsüchtigen, die Leute, welche sinnlos Nullen auf den Konten ansammeln, behandeln. Leider bekommen sie a) beim Erhalt der Rechnung solche Entzugserscheinungen, dass die Therapie regelmässig zum Abbruch führt. :-) und b) weigern sie sich hartnäckig, den Suchtcharakter dieses Stoffes anzuerkennen. "Geldsucht" ist halt wahrscheinlich die einzige Sucht, die normal (im Normbereich liegend) zu sein scheint und deswegen keine :-) .

bubueye 02.04.2014 11:59

Hab das mal gelesen, und es trifft fast alles auf mich zu. Nur das ich nicht unter 30 bin.
Ist halt ne Interpretation.
"Bei einer Sportsucht verlangt der Körper laut Maier "immer mehr und immer häufiger nach sportlicher Aktivität, so dass sich die Dosis über eine gewisse Zeit erhöht."
Das nennt sich Trainingsplan.
" Einige stünden sogar mitten in der Nacht auf, um zu trainieren."
Wecken 04:30, Frühstück, Toilette, ab zur WZ, Nummer aufn Arm, Gummipelle über,
06:45 Hymnen anhören,
06:59:59 Knopf vom Pulser drücken,
07:00 los gehts!!!
dann folgt stundenlanger Sport. "Nie wieder!"
Irgendwann ein paar Tage später "Anmeldung fürs nächste Jahr.
Is das Sucht? JA!

Cruiser 02.04.2014 12:13

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1030218)
:Cheese:

Den hier fand ich auch gut :
"Einige stünden sogar mitten in der Nacht auf, um zu trainieren."

Ist doch ne korrekte Aussage. Machen doch viele.
Um die erste Einheit schon im Sack zu haben, damit Abends die nächste...Mache ich auch gelegentlich.

Warum ziehst du das ins lächerliche?

Flow 02.04.2014 13:04

Zitat:

Zitat von Cruiser (Beitrag 1030480)
Ist doch ne korrekte Aussage. Machen doch viele.
Um die erste Einheit schon im Sack zu haben, damit Abends die nächste...Mache ich auch gelegentlich.

Warum ziehst du das ins lächerliche?

Ich finde den Artikel eben eher albern. Wie Thorsten an anderer Stelle recht schön bemerkte :
Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1029894)
Ansonsten ist es halt Spon-Niveau. Bild-Zeitung zwei Schriftgrößen kleiner.

Zitat:

Zitat von SPON
" [...] Wer oft zwischen den Disziplinen wechselt, kann fast endlos trainieren." Ambitionierte Triathleten kämen auf rund 35 Stunden pro Woche.

Also wirklich ... wie soll man das denn aus dem Lächerlichen wieder rausziehen ... ? :Lachen2:

Und dann noch die "Absatzüberschrift" :

Manche stehen sogar mitten in der Nacht auf

Für ein Läufchen bei Sonnenaufgang oder zum Schwimmen vor der Arbeit steht man eben "etwas früher" auf. Unter "mitten in der Nacht" verstehe ich irgendwas zwischen halb zwei und drei Uhr. Damit man dann "im häufigen Disziplinen-Wechsel" "endlos" trainieren kann, um auf 35 Stunden die Woche zu kommen ... rund 35 Stunden ... manchmal schaffen diese ambitionierten Triathleten dann wohl nur 33 Stunden, in Spitzen werden dann bestimmt aber auch mal 45 bis 50 Stunden trainiert ... WIE SOLL ICH DENN BEI SO EINEM KÄSE BITTE ERNST BLEIBEN ... ? :Lachen2:

Bobo_DD 02.04.2014 13:09

Wenn du mal die durchschnittlichen Umfänge von 35 Stunden anpeilen würdest, hättest du garkeine Zeit das ins Lächerliche zu ziehen :Cheese:

Cruiser 02.04.2014 14:48

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1030496)
Ich finde den Artikel eben eher albern. Wie Thorsten an anderer Stelle recht schön bemerkte :



Also wirklich ... wie soll man das denn aus dem Lächerlichen wieder rausziehen ... ? :Lachen2:

Und dann noch die "Absatzüberschrift" :

Manche stehen sogar mitten in der Nacht auf

Für ein Läufchen bei Sonnenaufgang oder zum Schwimmen vor der Arbeit steht man eben "etwas früher" auf. Unter "mitten in der Nacht" verstehe ich irgendwas zwischen halb zwei und drei Uhr. Damit man dann "im häufigen Disziplinen-Wechsel" "endlos" trainieren kann, um auf 35 Stunden die Woche zu kommen ... rund 35 Stunden ... manchmal schaffen diese ambitionierten Triathleten dann wohl nur 33 Stunden, in Spitzen werden dann bestimmt aber auch mal 45 bis 50 Stunden trainiert ... WIE SOLL ICH DENN BEI SO EINEM KÄSE BITTE ERNST BLEIBEN ... ? :Lachen2:

Du drehst es dir manchmal gerne so, wie du es haben möchtest :cool:

Ich kenne einige, die um 4:xx aufstehen. Ist für mich nahe an "Mitten in der Nacht".
Ist auf jeden Fall "diskussionswürdig", wie immer man dazu stehen mag.

Der Artikel insgesamt ist superflach, kein Thema ;)

Flow 02.04.2014 16:42

Zitat:

Zitat von Cruiser (Beitrag 1030523)
Du drehst es dir manchmal gerne so, wie du es haben möchtest :cool:

IMMER, nicht manchmal ... :cool:

Bin förmlich süchtig danach, alles um mich herum so zu gestalten, wie es mir gefällt.
Wenn es nicht gelingt, bin ich natürlich unzufrieden ...

Zitat:

Ich kenne einige, die um 4:xx aufstehen. Ist für mich nahe an "Mitten in der Nacht".
Naja, ich sehe es halt als "früh aufstehen" ...

Manche sitzen sogar mitten in der Nacht vorm Fernseher, stell dir das mal vor ! 23 Uhr und später. Da ist es im Winter schon seit 6-7h dunkel ...

Zitat:

Ist auf jeden Fall "diskussionswürdig", wie immer man dazu stehen mag.
Klar, diskutieren kann man alles.
Vielleicht sollte man sich darüber einigen, worüber man diskutiert.

Im vorliegenden Fall vielleicht erstmal klären, was man unter dem Begriff "Sucht" denn überhaupt verstehen will, bevor die ersten Ferndiagnosen verteilt werden ...


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