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sbechtel 24.07.2013 22:15

Umgang mit Doping in anderen Sportarten
 
Hallo,

mich würde mal interessieren, wie andere Sportarten mit Doping umgehen. Wer hat Einblick in andere Sportarten und die Szene drumherum und kann beschreiben, wie es dort ist?

Mich interessiert die ganze Palette von Sportarten, sowohl andere Ausdauersparten wie Laufen und Schwimmen, Schnellkraftdisziplinen wie Sprint oder Wurf in der Leichtathletik, Fußball/Handball/Basketball und Co., körperbetonte Sachen wie Rugby, Eishockey ..., sprich, alles ;)

Wie gestaltet sich dort der Antidoping-Kampf, gibt es auch viel Interesse und Diskussionen in der Szene usw. usf.

VG Sebastian

Necon 24.07.2013 22:25

Also im Skisport kann im Sommer fröhlich ohne Kontrolle gedopt werden, denn da sind keine Wettkämpfe und somit keine Kontrollen. Erklärt vielleicht auch warum hier kaum jemand positiv getestet wird!

Ansonsten denke ich, dass in allen Sportarten gedopt wird egal ob Schach, Billard oder Gewichtheben (überall dazwischen natürlich auch).

Im Bodybuilding gibt es auch relativ strenge Kontrollen zumindest bei den Bewerben im europäischen Raum, bei den Mister Univers Bewerben oder den Arnold Classics wird anscheinend auch getestet ich frage mich nur auf was, wenn ich mir Monster wie Ronnie Coleman so ansehe!

Megalodon 24.07.2013 23:03

Habe gerade mal den Coleman gegoogelt, weil ich den Namen nicht kannte.

O-Ton meiner Frau: "Boah, ist der eklig !!" :Lachanfall: :Lachanfall:

qbz 24.07.2013 23:05

Ich traf vor ein paar Jahren auf eine Weltmeisterin im Bankdrücken im Bekanntenkreis und die Frage nach der Einnahme von Anabolika bestätigte sie umstandslos, ist quasi selbstverständlich.
Traditionell stark Doping belastet (schon vor der Einführung des Verbots) waren und sind z.B. auch die 50km Gehen (heute 50km unter 3:40 !!).

HeinB 25.07.2013 01:07

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 931561)
Also im Skisport kann im Sommer fröhlich ohne Kontrolle gedopt werden, denn da sind keine Wettkämpfe und somit keine Kontrollen. ..

Im Bodybuilding gibt es auch relativ strenge Kontrollen ..

Dir sind offenbar Trainingskontrollen nicht bekannt? Bei Wettkämpfen fliegen nur Idioten auf.

Oli68 25.07.2013 07:59

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 931584)
Habe gerade mal den Coleman gegoogelt, weil ich den Namen nicht kannte.

O-Ton meiner Frau: "Boah, ist der eklig !!" :Lachanfall: :Lachanfall:


Da muss man aber jetzt nicht zwingend eine Frau sein, um den eklig zu finden?!

:Huhu:

Necon 25.07.2013 08:18

Zitat:

Zitat von Oli68 (Beitrag 931640)
Da muss man aber jetzt nicht zwingend eine Frau sein, um den eklig zu finden?!

:Huhu:

Eklig ist es auf jeden Fall aber auch beeindruckend, so wie in jedem Sport der im höchsten Leistungsbereich betrieben wird, egal ob mit oder ohne Doping, trainiert wird überall hart und die Leistungen wirken teilweise unmenschlich, beim Bodybuilding sieht man es halt stärker und das bisschen Restästhetik, welches Arnold noch hatte wurde gegen eine Freakshow ausgetauscht!

Zurück zum Thema, leider kann ich die Reportage übers Skifahren nicht mehr finden. Dort wird von verschiedenen Vertretern (Zeitungen und Anti-Doping Agenturen) kritisiert, dass Skifahrer in den Sommermonaten nicht getestet werden. Darum kommen dann auch so unglaubliche Dinge hervor wie bei Aksel Lund Svindal der übern Sommer 15 kg zugenommen hat (Fett war da so gut wie keines dabei) und das natürlich ganz "natürlich"!

matzerich 25.07.2013 08:57

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 931556)
Hallo,

mich würde mal interessieren, wie andere Sportarten mit Doping umgehen. Wer hat Einblick in andere Sportarten und die Szene drumherum und kann beschreiben, wie es dort ist?

Mich interessiert die ganze Palette von Sportarten, sowohl andere Ausdauersparten wie Laufen und Schwimmen, Schnellkraftdisziplinen wie Sprint oder Wurf in der Leichtathletik, Fußball/Handball/Basketball und Co., körperbetonte Sachen wie Rugby, Eishockey ..., sprich, alles ;)

Wie gestaltet sich dort der Antidoping-Kampf, gibt es auch viel Interesse und Diskussionen in der Szene usw. usf.

VG Sebastian

Das ist mal ein gutes Thema. Ich glaube ja nicht, dass nur die Radfahrer im großen Stil dopen. Wenn ich die Leichtathleten sehe (Bsp.: Usain Bolt ist sauber dank Süßkartoffelauflauf aus Jamaika, höhöhö) oder auch die Biathleten/Langläufer - wenn man sich manche Schwimmer anschaut (nicht nur Chinesinnen, auch den einen oder anderen Franzosen vor einiger Zeit) - naja, ich freu mich auf die Beiträge und lese fröhlich mit, mit der Gewissheit, dass ich nur noch mir selbst traue. ;)

Vor allem würden mich wie schon beschrieben die Sportarten interessieren, mit denen richtig Kohle verdient wird, und zwar nicht nur die Sportler selbst sondern auch Vereine, Verbände, etc.
Bsp.: Fußball - Vereine - DFB - FIFA und wer da alles mit drin hängt.

Hendock 25.07.2013 09:39

Zitat:

Zitat von matzerich (Beitrag 931648)
Vor allem würden mich wie schon beschrieben die Sportarten interessieren, mit denen richtig Kohle verdient wird, und zwar nicht nur die Sportler selbst sondern auch Vereine, Verbände, etc.
Bsp.: Fußball - Vereine - DFB - FIFA und wer da alles mit drin hängt.

:Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall: Fußball ist sauber. Da bringt Doping ja auch gar nix. :Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:

oko_wolf 25.07.2013 09:45

Also bei dem Sport den ich betreibe, sind mir keine Doping-Fälle bekannt, allerdings hört man immer wieder von Schützen, die mit Beruhgungsmitteln (teilweise auch Alkohol) arbeiten sollen.
Das Glas Cognac vor dem Schiessen war bei den modernen Fünfkämpfern wohl früher nicht unüblich.
Dopingkontrollen habe ich noch bei keinem Wettkampf gesehen.

Zitat:

Zitat von matzerich (Beitrag 931648)
...die Sportarten interessieren, mit denen richtig Kohle verdient wird, ,....

OK, falsche Sportart :(

Matze-Maus 25.07.2013 09:48

Vor allem würden mich wie schon beschrieben die Sportarten interessieren, mit denen richtig Kohle verdient wird, und zwar nicht nur die Sportler selbst sondern auch Vereine, Verbände, etc.
Bsp.: Fußball - Vereine - DFB - FIFA und wer da alles mit drin hängt.[/quote]


Zum Beispiel der Herr Guardiola vom großen FC Bayern, den seine Anklage wegen Dopings verjährt war und es deshalb nicht zur Anklage kam.
Auch glaube ich das der Herr Fuentes mehr über Doping im Fussball weiß als ihm und uns lieb ist.
Da würde ich mal kritisch Nachfragen, anstatt dieses ständige Bashing der Medien des Herren Guardiola.

Gruß von einem Schalker

matzerich 25.07.2013 09:51

Zitat:

Zitat von Hendock (Beitrag 931659)
:Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall: Fußball ist sauber. Da bringt Doping ja auch gar nix. :Lachanfall: :Lachanfall:

naja, Fakt ist sicherlich: ich mache aus einem Hans-Peter Briegel keinen Zinedine Zidane, auch nicht mit Epo, Steroide, Nandrolon, Insulin oder sonstwas :cool:

Aber selbst der große Heilsbringer vom FC Bayern, Herr Guardiola, hatte wie auch die komplette Juventus Turin Mannschaft in den Neunzigern, oder auch Edgar Davids zu seiner Zeit in Italien Dreck am Stecken
Aber aus finanziellen Gründen wird oder wurden solche Geschichten unter den Tisch gekehrt. Was wäre wohl passiert wenn folgendes herausgekommen wäre:
London 2012: Usain Bolt 6 Stunden nach den Finals des Dopings überführt
ODER: Sudafrika 2010: Andres Iniesta, Xavi Henrnandez und Iker Casillas nach dem Halbfinale des Doping überführt

Will die Öffentlichkeit so etwas lesen ?

Duafüxin 25.07.2013 10:03

Zitat:

Zitat von oko_wolf (Beitrag 931661)
Also bei dem Sport den ich betreibe, sind mir keine Doping-Fälle bekannt, allerdings hört man immer wieder von Schützen, die mit Beruhgungsmitteln (teilweise auch Alkohol) arbeiten sollen.
Das Glas Cognac vor dem Schiessen war bei den modernen Fünfkämpfern wohl früher nicht unüblich.
Dopingkontrollen habe ich noch bei keinem Wettkampf gesehen.



OK, falsche Sportart :(

aus Wikipedia:
"Beim Vorolympischen Weltcup 2008 in Peking wurde Kim Jong-su Dritter mit der Luftpistole. Diese Platzierung erreichte er auch während der Olympischen Spiele hinter dem Chinesen Pang Wei und wie schon 2004 mit der Freien Pistole (683.0 Ringe) hinter dem Zweitplatzierten Jin Jong-oh. Mit der Freien Pistole gewann er drei Tage später die Silbermedaille. Auch hier musste er sich einmal mehr Jin Jong-oh geschlagen geben. Mehrere Tage nach den Wettkämpfen wurde bekannt, dass Kim auf den verbotenen Betablocker Propranolol getestet wurde. Das Mittel verhindert Zittern. Die Medaillen wurden ihm aberkannt. "

Und ich meine in London sind auch Schützen erwischt worden.

qbz 25.07.2013 10:14

Zitat:

Zitat von oko_wolf (Beitrag 931661)
Also bei dem Sport den ich betreibe, sind mir keine Doping-Fälle bekannt, allerdings hört man immer wieder von Schützen, die mit Beruhgungsmitteln (teilweise auch Alkohol) arbeiten sollen.
Das Glas Cognac vor dem Schiessen war bei den modernen Fünfkämpfern wohl früher nicht unüblich.
Dopingkontrollen habe ich noch bei keinem Wettkampf gesehen.

Betablocker senken den Puls effektiv und beruhigen die Motorik. Der Stoff wurde schon bei olympischen Wettbewerben bei Schützen nachgewiesen.

MatthiasR 25.07.2013 10:36

Zitat:

Zitat von matzerich (Beitrag 931648)
Vor allem würden mich wie schon beschrieben die Sportarten interessieren, mit denen richtig Kohle verdient wird, und zwar nicht nur die Sportler selbst sondern auch Vereine, Verbände, etc.
Bsp.: Fußball - Vereine - DFB - FIFA und wer da alles mit drin hängt.

Sowas z.B.: Doping im Baseball?

Gruß Matthias

abc1971 25.07.2013 10:38

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 931631)
Dir sind offenbar Trainingskontrollen nicht bekannt? Bei Wettkämpfen fliegen nur Idioten auf.

Meines Wissens sind Trainingskontrollen im nordischen Skisport durchaus möglich, scheitern aber zum Teil an rein logistischen Gründen. Je nach Wohnort des Athleten, ist es für die Kontrolleure erst einmal ziemlich schiwerig überhaupt hinzukommen, dies gilt besonders für Wohnorte jenseits des Urals :Lachen2:

Des weiteren kommt in diesen Fällen dann das Problem hinzu, die Dopingprobe juristisch stichhaltig und zeitgerecht ins Labor zu bekommen. :(

Dies ist ja auch ein Problem, was die Trainingskontrollen kenianischer Läufer betrifft.

Ich gehe davbon aus, dass wegen dieser logistischen Probleme die Anzahl der Traningskontrollen bei diesen Sportlern eben signifikant niedriger ist, als würde er am Olympiastützpunkt Saarbrücken trainieren.

abc1971 25.07.2013 10:41

Zitat:

Zitat von matzerich (Beitrag 931648)
Das ist mal ein gutes Thema. Ich glaube ja nicht, dass nur die Radfahrer im großen Stil dopen. Wenn ich die Leichtathleten sehe (Bsp.: Usain Bolt ist sauber dank Süßkartoffelauflauf aus Jamaika, höhöhö) oder auch die Biathleten/Langläufer - wenn man sich manche Schwimmer anschaut (nicht nur Chinesinnen, auch den einen oder anderen Franzosen vor einiger Zeit) - naja, ich freu mich auf die Beiträge und lese fröhlich mit, mit der Gewissheit, dass ich nur noch mir selbst traue. ;)

Vor allem würden mich wie schon beschrieben die Sportarten interessieren, mit denen richtig Kohle verdient wird, und zwar nicht nur die Sportler selbst sondern auch Vereine, Verbände, etc.
Bsp.: Fußball - Vereine - DFB - FIFA und wer da alles mit drin hängt.

Gab es nicht einmal einen Fernsehbericht darüber, dass die amerik. Schwimmer vor Olympia in Peking ein "Medikament" eingesetzt haben, was zu diesem Zeitpunkt noch in der Forschung war, nicht auf der Dopingliste stand und welches dazu führt, dass die muskuläre Ermüdung hinausgezögert wird? (Medizinischer Zweck ist eigentlich die Behandlung von Koma-Patienten)

abc1971 25.07.2013 10:44

Zitat:

Zitat von matzerich (Beitrag 931667)
naja, Fakt ist sicherlich: ich mache aus einem Hans-Peter Briegel keinen Zinedine Zidane, auch nicht mit Epo, Steroide, Nandrolon, Insulin oder sonstwas :cool:

Aber selbst der große Heilsbringer vom FC Bayern, Herr Guardiola, hatte wie auch die komplette Juventus Turin Mannschaft in den Neunzigern, oder auch Edgar Davids zu seiner Zeit in Italien Dreck am Stecken
Aber aus finanziellen Gründen wird oder wurden solche Geschichten unter den Tisch gekehrt. Was wäre wohl passiert wenn folgendes herausgekommen wäre:
London 2012: Usain Bolt 6 Stunden nach den Finals des Dopings überführt
ODER: Sudafrika 2010: Andres Iniesta, Xavi Henrnandez und Iker Casillas nach dem Halbfinale des Doping überführt

Will die Öffentlichkeit so etwas lesen ?


In der 11 Freunde gab es mal vor ca. 1,5 Jahren einen interessanten Bericht zu dem Thema. Es gibt wohl eine Häufigkeit von Todesfällen, auf Grund von Krebserkrankungen, bei ehemaligen Spielern des AC Florenz. Im Bericht hat man versucht herauszufinden, woran dies liegen kann....:(

abc1971 25.07.2013 10:47

Die Frage ist doch auch, ob Doping nur der Verstoß gegen Nada- oder Wada-Code ist.

Für mich persönlich geht dies aus moralischen Gesichtspunkten aber noch weiter.

Den stetigen Gebrauch von Diclofenac-Präperaten in diversen Mannschaftssportarten, ist ja belegt. Siehe Klage von Klasnic gegen Werder Bremen bzw. Erzählungen diverser Handball-Nationalspieler. Ich halte das für im höchsten Maße unethisch, auch wenn es kein Verstoß gegen Doping-Richtlinie ist.

mimasoto 25.07.2013 11:06

Wenn alle was einwerfen ist es am Ende ja auch wieder ausgeglichen :confused:

Ich denke auch es wird überall gedopt leider :(
Und man sollte nicht auf einmal erschrocken sein das es so ist, es ist sooooooo,,,,,,LEIDER

Kalle Anka 25.07.2013 11:09

Einen Einblick in die Leichtathletik gibt es hier:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beit...om-20Juli-2013

la_gune 25.07.2013 11:18

Ich weiß aus recht zuverlässigen Quellen (ehemalige Spitzenathleten, Trainer von Olympiateilnehmern), dass es im Schwimmen und auch im Turnen definitv Doping gibt. Und das nicht nur in Deutschland.

Beispiele:
- In den USA wird in einem Radius von xxx Kilometern um einen Standort getestet. Also nimmt man sich eine Karte, zieht die Kreise um die Standorte und legt seinen Trainingsstandort in die Bereiche, wo die Tester nicht mehr hinfahren, weil es außerhalb ihres Zuständigkeits-Bereiches liegt. Und solche Gegenden gibt es in den USA...

- Warum fahren wohl so viele Spitzensportler ins Trainingslager nach "Takka-Tukka-Land" und nicht in die hochmoderne, zivilisierte Welt ? Genau, weil es in den Ländern der zweiten und dritten Welt keine oder fast keine Dopingkontrollen bzw. überhaupt keine Anti-Doping-Gesetze gibt. Zudem interessieren ausländische Sportler die nationalen Dopingagenturen eher wenig. Dort wird dann über einen gewisssen Zeitraum (meist 3-4 Wochen, oder länger, je nach finanziellen Mitteln) "aufgebaut". Diese Trainingslager liegen idealerweise zeitlich so, dass man danach ausreichend Zeit zum "verschleiern" hat, aber den "Aufbau" halten kann.

- Ein Schwimmer zieht sich einen Knochenbruch im Bereich des Arms zu und schwimmt ca 1 Monat später (optisch aufgeblasen im Bereich der Arm-Muskeln wie ein Ballon) einen nationalen Rekord. Und nein, es war kein Chinese oder Russe... ;)

Andererseits darf immer nicht vergessen (wie auch schon jemand angedeutet hat), was wohl los wäre, wenn in Großteil der Doper überführt würde. Es gäbe kaum noch Sponsoren im Sport, ergo (fast) keinen Profi-Sport mehr. Und was soll der arme BILDungs-Deutsche denn sonst am Sa Abend und So Nachmittag schauen ??? Sport-Politische Entscheidungen spielen hier eine nicht unwesentliche Rolle.

Brot und Spiele.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger...

drullse 25.07.2013 11:57

Zitat:

Zitat von la_gune (Beitrag 931723)
Andererseits darf immer nicht vergessen (wie auch schon jemand angedeutet hat), was wohl los wäre, wenn in Großteil der Doper überführt würde. Es gäbe kaum noch Sponsoren im Sport, ergo (fast) keinen Profi-Sport mehr.

Die Frage ist: wäre das so schlimm?

mopson 25.07.2013 12:05

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 931749)
Die Frage ist: wäre das so schlimm?

Weitere Frage: wohin führt dieses Wissen?

Duafüxin 25.07.2013 12:06

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 931749)
Die Frage ist: wäre das so schlimm?

Für mich persönlich nicht, aber die ganze "Industrie", die da mittlerweile dran hängt fände das wohl weniger komisch.

matzerich 25.07.2013 12:16

Zitat:

Zitat von la_gune (Beitrag 931723)
Brot und Spiele.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger...

Ganz genau!!!

Necon 25.07.2013 12:18

Auch wenn es nicht ganz das Thema trifft aber die Ursache des Dopings ist und bleibt natürlich das liebe Geld, was wäre wenn jeder Profi gleich viel bezahlt bekommen würde egal ob er gewinnt oder verliert? Und was wäre wenn die Gehälter normal wären, also sagen wir mal ein Profifussballer bekommt 3500 Euro im Monat. Es gäbe keine Werbeverträge und keine Zusatzeinkünfte, man muss nur regelmäßig trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen ob man gewinnt oder verliert hat keine finanzielle Auswirkung sondern es geht nur um Ruhm und Ehre!

Wäre das die Lösung für ein Dopingproblem?

TriBlade 25.07.2013 12:23

An dieser Stelle der Diskussion komme ich gerne mit dem Vergleich der Gewichtheber. Ich glaube nicht, dass die richtig viel verdienen, trotzdem haben die ein Dopingproblem oder die Ringer.

Geld ist nur zum Teil ein Problem, Ruhm und Ehre reichen auch zum dopen. Gab es immer, wird es immer geben. Ist nur die Frage wie stark wollen wir es unterdrücken.

Necon 25.07.2013 12:27

Trotzdem gibt es bei denen auch noch Siegesprämien die es zu gewinnen gilt.
Aber du hast Recht anscheinend ist Doping immer interessant!

sbechtel 25.07.2013 12:36

Das ist schon mal alles ziemlich interessant.

Allerdings würde mich auch nochmal der Punkt interessieren, wie die Szene damit umgeht. Wird in den Foren auch darüber diskutiert, wenn es in den entsprechenden Spotarten offenkundig Doping (oder vielleicht sogar ein Dopingproblem) gibt?

la_gune 25.07.2013 12:48

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 931777)
Allerdings würde mich auch nochmal der Punkt interessieren, wie die Szene damit umgeht. Wird in den Foren auch darüber diskutiert, wenn es in den entsprechenden Spotarten offenkundig Doping (oder vielleicht sogar ein Dopingproblem) gibt?

Turnen ist erzkonservativ. Die würden sich eher ein Bein abhacken als es zuzugeben oder darüber zu diskutieren. Dort gibt es wenn, dann nur "Einzelfälle" bzw. "schwarze Schafe".
Im Schwimmen ist die Problematik zumindest bekannt und wird diskutiert. Aber auch hier gibt es typisch "(alt-)deutsche" Strukturen im Verband die sich möglicherweise mit dem neuen Bundestrainer gerade etwas lösen... Die Hoffnung stirbt zuletzt. Unter den Athleten spricht man darüber nur unter vorgehaltener Hand. Immerhin scheint im Schwimmen Doping noch einen echten Vorteil zu bringen, weil es nicht alle machen im Gegensatz zum Radsport, wo man ohne Doping scheinbar gar keine Chance hat, sich als Profi zu etablieren oder überhaupt in ein Team zu kommen... :(

mopson 25.07.2013 13:26

Warum sollte es in andere Sportarten kein Doping geben?

Der Mensch mag sich doch von seine Artgenossen unterscheiden durch besser/schneller zu sein. Dafür ist er bereit jeglicher Preis zu zahlen. Hauptsache er hat einen Vorteil/ kein Nachteil ggbr. seine Konkurrent(inn)en.
Was für der Radler Epo ist, ist für den Sprinter Steroide und für den Dartspieler Betablocker usw usw...
Da sich dies alles in der Dunkelheit abspielt, kann und wird nicht jeder es sehen. Und vielen werden daher glauben dass es Doping gar nicht gibt. Ist aber nur ein Glauben.
Das ist mMn auch der Grund weshalb es immer Doping/Betrug geben wird.

Ich glaube doch auch dass es ein paar "ehrliche Häute" gibt, und es sind solche die sich in Foren wie TS hier über die Thematik diskutieren.
Ist nur meine Meinung...

Faul 25.07.2013 13:34

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 931777)
Das ist schon mal alles ziemlich interessant.

Allerdings würde mich auch nochmal der Punkt interessieren, wie die Szene damit umgeht. Wird in den Foren auch darüber diskutiert, wenn es in den entsprechenden Spotarten offenkundig Doping (oder vielleicht sogar ein Dopingproblem) gibt?

Du kannst ja bei den Bodybuildern vorbeischauen. Da findest Anleitungen für diverse Kuren, mit passendem Absetzen der Mittel. Wenn du da genauer nachfragst, bekommst du bestimmt auch jede Menge sonstige Infos. Ob die Doping doof finden ist aber ne andere Sache :-)

Für die "sauberen" gibt es ja die eigene "natural" Sparte.

Bei vielen Sportarten interessiert die Dopingproblematik meiner Einschätzung nach aber ohnehin keinen. Zumindest aus einer weiteren Sportart weiß ich, dass die Doperei verbandsseitig unterstützt wird.

oko_wolf 25.07.2013 13:41

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 931674)
...Und ich meine in London sind auch Schützen erwischt worden.

Pistolen-Disziplinen wußte ich, aber ich bin ja Bogenschütze :cool:
hier kenn ich nur den Gebrauch von Diclo wegen fortwährender Schulterschmerzen:(

captain hook 25.07.2013 13:42

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 931777)
Das ist schon mal alles ziemlich interessant.

Allerdings würde mich auch nochmal der Punkt interessieren, wie die Szene damit umgeht. Wird in den Foren auch darüber diskutiert, wenn es in den entsprechenden Spotarten offenkundig Doping (oder vielleicht sogar ein Dopingproblem) gibt?

Wirf mal nen Blick in nen Bodybuilding Forum. Da kannst Du offen danach fragen und schlimm findet das da keiner. Die meisten dopen ja auch nicht, sondern betreiben Bodytuning wie ich letztens (hier) gelernt habe.

Von Coleman gabs glaube ich mal nen Youtube Video wo er ne Monterkniebeuge macht. Keine Ahnung was da auf der Stange war... 600 oder 700kg?!

Im Gewichtheben wurden schon ganze Landesverbände für nen bestimmten Zeitraum gesperrt, weil es ein flächendeckendes Dopingproblem gab und der Verband nix unternahm. Die betroffenen Athleten haben dann Namen und Nationalität gewechselt (und wurden dort gerne aufgenommen) und waren schnell wieder dabei.

Gewichtheben dürfte nur bei uns unbedeutend sein. Im Iran oder z.B. Armenien sind das Helden!

MattF 25.07.2013 13:45

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 931764)
Auch wenn es nicht ganz das Thema trifft aber die Ursache des Dopings ist und bleibt natürlich das liebe Geld, was wäre wenn jeder Profi gleich viel bezahlt bekommen würde egal ob er gewinnt oder verliert? Und was wäre wenn die Gehälter normal wären, also sagen wir mal ein Profifussballer bekommt 3500 Euro im Monat. Es gäbe keine Werbeverträge und keine Zusatzeinkünfte, man muss nur regelmäßig trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen ob man gewinnt oder verliert hat keine finanzielle Auswirkung sondern es geht nur um Ruhm und Ehre!

Wäre das die Lösung für ein Dopingproblem?


Warum sollte jemand sowa machen und vor allem, wieso sollte ein Zuschauer sich das anschauen?

Ein Messi der sicher ein guter Fussballer ist, der ist doch zu einem großen Teil auch nur deshalb so populär weil er so viel wert ist.

Und um das durchzusetzen müsstest du ja letztlich die Verfassung ändern. Du müsstest Profisport verbieten. Du müsstest eine best. Geschäftsmodell verbieten.

Das hat selbst im Kommunismus nicht funktioniert. Spitzensportler haben auch dort sehr gut gelebt, z.b. Westautos gefahren, Dollars verdient, große Häuser besessen usw.

Also die ganze Idee ist abstrus und unhaltbar.

Und selbst wenn es nur um die Ehre ginge, es fängt ja allein schon damit an, weil jemand berühmt ist wird er zum Essen eingeladen, auch das müsste er ja ablehnen. Alles, jeden Kugelschreiber.

Man müsste z.b. überprüfen ob der Verein einem nicht ne zu bilige Wohnung besorgt, iusw usw.. Das System wäre viel Betrugsanfälliger als Heute.

Necon 25.07.2013 15:51

Weil es dann tatsächlich um den Sport gehen würde. Ich wäre gerne Profiaportler in so einem System und frag mal die Wasserträger im Radzirkus die würden sich sicher auch über ein normales geregeltes Einkommen freuen! Am Sport selber würde sich nichts ändern die Leistungen wären die gleichen und die Wettkämpfe auch, aber warum soll jemand dafür das er einen Ball tritt 100000 Euro bekommen?

Außerdem war es nur eine Hypothese ob es damit gelingen könnte Doping zu eliminieren!

Hunki 25.07.2013 16:23

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 931830)
Warum sollte jemand sowa machen und vor allem, wieso sollte ein Zuschauer sich das anschauen?

Ein Messi der sicher ein guter Fussballer ist, der ist doch zu einem großen Teil auch nur deshalb so populär weil er so viel wert ist.

Und um das durchzusetzen müsstest du ja letztlich die Verfassung ändern. Du müsstest Profisport verbieten. Du müsstest eine best. Geschäftsmodell verbieten.

Wieso will sich das denn niemand anschauen? Siehst Du dir Fussball oder Eishockey nur an, weil die Jungs ne Menge Kohle verdienen?

Und sowieso, sie beteuern ja sowieso immer alle, dass sie das nur aus Liebe zum Sport machen... wenn Sie den Sport so lieben, dann würden Sie ja auch mit weniger Geld spielen...

Interessanter Ansatz... es sollte ein GAV für Sportler geben, mit Mindest- und Maximallöhnen... das Modell mit den Salary Caps in den USA ist ja nicht schlecht... allerdings sollte das nicht auf einen gesamten Verein, sondern auf einzelne Spieler angesetzt werden. Keine Ahnung, weshalb ein Eishockey-Spieler 26 Mio. für einen 5 Jahresvertrag bekommen soll...

Hunki

Necon 25.07.2013 17:21

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 931943)
Wieso will sich das denn niemand anschauen? Siehst Du dir Fussball oder Eishockey nur an, weil die Jungs ne Menge Kohle verdienen?

Und sowieso, sie beteuern ja sowieso immer alle, dass sie das nur aus Liebe zum Sport machen... wenn Sie den Sport so lieben, dann würden Sie ja auch mit weniger Geld spielen...

Interessanter Ansatz... es sollte ein GAV für Sportler geben, mit Mindest- und Maximallöhnen... das Modell mit den Salary Caps in den USA ist ja nicht schlecht... allerdings sollte das nicht auf einen gesamten Verein, sondern auf einzelne Spieler angesetzt werden. Keine Ahnung, weshalb ein Eishockey-Spieler 26 Mio. für einen 5 Jahresvertrag bekommen soll...

Hunki

Danke ich sehe, dass auch so, denn dann würden wirklich nur noch Leute den Sport machen die ihn lieben und nicht auch die, die nur schnelles Geld wollen.

Faul 26.07.2013 13:33

Glaubst du es macht jemand Leistungssport wegen dem schnellen Geld???

In welchem Sport kann man denn eben mal so ein paar schnelle Euros mitnehmen? Selbst der Fussball, wo es wirklich um viel Geld geht, ist es meist ein recht langer Weg, bis es mehr als 1000 EUR im Monat sind. Da sind die meisten mit einem normalen Job schneller beim Geld....


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