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Brauche Hilfe für die Wasserlage
Servus, ich krieg das hier einfach noch überhaupt nicht hin
http://www.youtube.com/watch?v=JwV7aik6doM die total immersion leute sagen zwar, man solle sich völlig entspannt aufs wasser legen, aber ich glaub ehrlich gesagt, dass grad im rumpf sicher ein paar muskeln angespannt sein müssen, dass die beine nicht absinken. habt ihr irgendwelche mentalen bilder aka "ins wasser lehnen", die das gefühl der richtigen wasserlage geben? welche muskeln sind beteilgt und wie krieg ich es hin, das mein schwerpunkt nach vorne kippt? klar, übung macht den meister, aber ich mach schon ne zeitlang nur diesen superman glide und außer "entspannt" ins wasser legen hab ich einfach keinen fokus während der übung.. danke für eure hilfe! |
Völlig entspannt ins Wasser legen ??? :Lachanfall:
Dafür brauchste maximale Körperspannung sonst klappt das nicht. Siehste ja selbst im Video, dass dem irgendwann die Beine absinken. ;) Um das "Gefühl" für diese Wasserlage zu bekommen kannste mal versuchen, die Arme nach hinten (also an den Körper) zu nehmen und dann eine leichte(!) Vorwärts-/Abwärtsneigung anzustreben. Mit Arme nach vorne ist das etwas schwieriger. Grob fühlt es sich an wie eine Mischung aus "ins Hohlkreuz gehen" und diese "Abwärtsneigung". Kann man aber schwer beschreiben. Bildlich gesprochen wie ein U-Boot (steif, Körperspannung), das langsam versucht, in Fahrt abzutauchen (Abwärtsneigung), aber aufgrund nicht gefluteter Tanks (Luft in der Lunge) nicht vorne absinkt. |
Stimme la_gune zu: Ohne Körperspannung wird das nie was. Es ist allerdings ein Unterschied, ob man alle Rumpfmuskeln anspannt (unnötig) oder nur so viel Spannung aufbaut, dass man flach im Wasser liegt. Der Trick liegt also darin, genug Körperspannung aufzubauen ohne zu verkrampfen. Wenn man den Trick mal raushat, fühlt es sich tatsächlich so an, als würde man relativ locker auf dem Wasser liegen, auch wenn man dennoch eine gewissen Spannung hat.
Zum Thema Wasserlage und Körperspannung gibt's auf der Homepage des SVL Zürich gute Artikel, z.B. hier, hier und hier. Bilder zum Visualisieren des Ganzen.... mal überlegen: la_gune hat schon einiges genannt. Versuche mal, an der Streckung zu arbeiten, indem zu z.B. versuchst, dich mit den Armen zum gegenüberliegenden Beckenrand zu strecken. Aufpassen, dass du nicht ins Hohlkreuz gehst, also Bauch einziehen/leicht anspannen Auf der Seite schwimmen finde ich auch eine sehr gut Übung, um ein Gefühl für eine gerade und getreckte Wasserlage zu erreichen. Matthias |
Die Wasserlage ergibt sich letztlich wenn du gut schwimmst von selber:cool:
Ne echt, du solltest dir über die Wasserlage nicht zu viel Gedanken machen, bzw. eine schlechte Wasserlage ist ein Hinweis,dass deine Technik nicht stimmt. Um aber eine gute Wasserlage zu bekommen musst du nicht die Wasserlage trainieren sondern deine Schwimtechnik. Einen grundsätzlich Fehler den Anfänger machen ist (neben schon gesagtem dem ich voll zusitmme), dass sie aus hauptsächlich mit den Armen versuchen alles zu machen. Der eigentlich Antrieb beim Schwimmen kommt aber nichts aus dem Arm, der Arm ist eigentlich nur das Ruder (wenn man mal mit einem Ruderboot vergleicht) Der Antrieb und die Kraft kommt eigentlich alles aus dem Rücken- und der Brustmuskulatur. Neben der Tatsache, dass du Vorne vom Gefühl her ein bisschen nach unten schwimmen musst, hilft die Arme bei der Überwasserbewegung aus dem oder mit dem ganzen Oberkörper nach vorne zu bringen/werfen. Also richtig mit Power aus dem ganzen Körper nach vorne gehen. Nicht einfach die Arme drehen wie Windmühlenflüge, abgekapselt vom Rest des Körpers das ist grundsätzlich falsch. Und wenn du vorne Eintauchst möglichst lang machen, zumindest am Anfang wenn man übt. Wenn man es mal gut kann, kann man auch diese nach Vorne Bewegung wieder weniger machen, weil die natürlich auch Zeit braucht und für den Vortrieb nichts bringt, wenn man vorne nur gleitet. Es gibt im Archiv auch div. Filme zu dem Thema, da kann man sich mal durcharbeiten und der Standardtipp: Such dir nen guten Trainer. Allein bekommt man das auch mit Tipps aus dem Forum nicht hin, weil man sich nicht selber beobachten kann wenn man schwimmt. |
Zitat:
Besonders interessant finde ich vor allem diese Tipps und Erklärungen: Zitat:
Manche Schwimmer erreichen fast mühelos eine ideale passive Schwebeposition, die andere auch mit bestem Training höchstens mit Neo- oder Biopren erreichen. |
mit "entspannt" ist halt nicht "schlaff" gemeint sondern eher "nicht zu verkrampft". Das wirst du merken wenn du die von Steffen verlinkten Schwebeübungen regelmäßig übst, dass du deine Rekordweite nicht zwangsläufig bei maximaler Körperanspannung schaffst.
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Diese Schweben sollte man aber auch nicht überbewerten.
Das eigentliche Schwimmen ergibt sich aus der Dynamik und dem Vortrieb. Vereinfacht gesagt, wenn man schnell schwimmt zieht es einem von selber hinten hoch. Wer sehr langsam schwimmt der fällt automatisch hinten runter. Das Schweben zu üben macht Sinn um ein Körpergefühl zu bekommen, wie es sein müsste wenn man mit guter Wasserlage schwimmt. |
Moin,
Zitat:
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So schnell, dass man durch den dynamischen Auftrieb die "Kiste hinten hochbekommt" kann in Ermangelung von Heckflossen oder einem Höhenleitwerk niemand schwimmen. Mach Dir bitte einfach mal klar, wie viel Wasser Du vor Dir herschiebst, wenn die Füße nur 20 cm nach unten hängen: Schulterbreite x Eintauchtiefe der Füße ergibt schon dann locker die Fläche eines Schwimmbretts. Und wie groß im Vergleich dazu die Fläche aus Hand und Unterarm ist, mit der Du Vortrieb erzeugtst. Da nützt dann auch der Armzug eines Micheal Phelps nichts mehr... Ich habe das (Schweben) interessehalber mal die Gruppe Masters, also AK-Schwimmer, die ich manchmal trainiere, machen lassen. Die konnten das ohne Ausnahme alle! @TE: Ohne Körperspannung geht eine gute Wasserlage nicht. Die Schwimmblase des Menschen (aka die Lunge;-) sitzt leider nicht im Körperschwerpunkt. Die passenden Links zum Üben wurden ja schon gepostet. Viele Grüße, Christian |
Das Problem beim Schwimmen ist, dass alles mit allem zusammenhängt.
Was ich vereinfacht gesagt, sagen wollte: Es macht nicht unbedingt Sinn sich auf ein "Problem" beim Schwimmen zu konzentrieren. Ich wollte auch nicht behaupten, dass Schweben können sinnlos ist. Nur bringt es auch nichts Schweben zu können und dann aber mit einer völlig falschen Technik zu schwimmen. Ich sehe im Bad immer wieder Leute mit super Schwimmlage die aber trotzdem nicht voran komen. Und natürlich zieht dich nicht die Auftriebhoch aber wenn man mit richtiger Technik schwimmt hat man automatisch eine richtige Wasserlage. Mit Dynamik meinte ich nicht Auftrieb, sondern die Tatsache, dass viele Leute so schwimmen, als wollten sie das Wasser streicheln und ganz offensichtlich versuchen sehr zart durchs Wasser zu kommen. Das mag in Wasserrichtung evtl. sogar noch sinnvoll sein, nur die bringen dann auch mit der Hand in Abstossrichtung auch keine Kraft auf. Schwimmen ist eine kraftbetonte Sportart und kein Ausdruckstanz unter Wasser. Das ganze ist eine geschlossener Zirkel. Den man immer wieder durchlaufen muss bis man es kann. Dabei sind immer wieder alle Aspekte zu beachten (natürlich nacheinandern nicht gleichzeitig). |
danke für alle antworten... mein primäres ziel bleibt es jetzt, schön stabil und entspannt in bauchlage und links und rechts seitlich liegen zu können.
ich stimme meinem vorredner aber nur begrenzt zu, da ich leider nicht als kleines kind gut schwimmen gelernt habe und so eine komplexe bewegung mir nur falsch angewöhne, wenn ich nicht vorher vernünftig und entspannt im wasser liege.. ist natürlich aber auch nur meine meinung ;) |
Zitat:
Ich habe mich mal nach Jahren von Misserfolgen mit dem Gesicht nach unten ins Wasser gelegt und habe gesehen, dass die Beine absanken. Ich besitze somit keine "natürliche" horizontale Wasserlage. Bei minimalen Fussbewegungen jedoch (viel weniger als beim Schwimmen) blieben die Beine oben. Meine Schlussfolgerung war somit, dass meine miserable Wasserlage durch Schwimmbewegungen verursacht sein musste. Und zwar die Bewegungen, die ich mit den Armen durchführte. Dies war der Zeitpunkt ab dem es mit dem Schwimmen mit mir besser gegangen ist (immer noch schlecht, aber nicht mehr grottenschlecht). |
Moin,
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mal vorgeturnt. :Huhu: Na, im Ernst: Natürlich kann man die Lunge nicht verschieben. Deswegen klappt es auch nur mit der richtigen Verteilung der Anspannung(en). Bei mir heißt das z.B. Arme bewusst nach oben, Brust bewusst nach unten... Aber ich denke, dass das bei jedem etwas anders ist, und dass sich jeder da selber heran tasten muss. Edith meint noch, dass es da nur um ein paar Gramm Auftrieb geht, da der Mensch ja zum größten Teil aus Wasser besteht. In Meerwasser, das durch das gelöste Salz ja etwas dichter ist, geht das bei Ihr (also bei mir;-) ohne Probleme und ohne jede Anspannung. Die oben verlinkten Artikel bei den Limmat Sharks finde ich dazu sehr gut. Nur würde ich statt ein Schwimmbrett zu zerschnippeln eine PET Flasche nehmen, in die immer mehr Wasser gefüllt wird. Zitat:
Viele Grüße, Christian |
Zitat:
Das Verlieren der Wasserlage jedoch weil man "mit den Tentakeln ständig rumrührt" kann ich jedoch relativ definiert erklären. Mein Fehler war, dass ich die Hand flach auf das Wasser gelegt habe, und dann in horizontaler Position runtergedrückt habe. Die Folge ist erstens dass das viel Kraft kostet, weil der Hebel gross ist. Zweitens kommt man nicht nach vorne, weil man nach unten drückt. Und drittens, das Gravierendste, senken die Beine ab wegen der Physik. Aktion=Reaktion bedeutet, dass das Wasser nach oben auf die Hand drückt und dass sich der Körper dann kippt um seinen Mittelpunkt, sodass die Beine runter gehen. Dies ist leicht nachzuvollziehen, wenn man sich in die "statische Schwebehaltung" hält und die Hand vorne kräftig nach unten drückt -> Hupps, die Beine gehen runter. Diesen Fehler sehe ich bei fast allen langsamen Schwimmern die ich im Schwimmbad beobachte. Ich glaube dass die meisten guten Schwimmer und Trainer diesen Fehler nicht erkennen, weil es so einen Anfängerfehler ist. Ich versuche jetzt meine Hand mit den Fingern nach unten zeigend ins Wasser zu stechen und nach vorne zu strecken, wobei man während des Streckens besser das Wasser auf dem Handrücken als auf der Handinnenseite fühlen sollte, um die Beine oben zu halten. Beim "Ziehen" bewege ich den Unterarm dann eher horizontal, sodass er um den Ellbogen nach innen kippt. Wahrscheinlich alles falsch ;) , aber mir hat's geholfen. O ja chris.fall, ich entschuldige mich für eventuelle Deutschfehler, es ist nicht meine Muttersprache (aber wer weiss, stimmt alles :Cheese: ) |
Moin,
Zitat:
1. ein Gefühl für die Körperspannung bekommt, mit der man schnell schwimmen kann (Holzboot ist besser als Shclauchboot!...) 2. eine widerstandsarme Wasserlage bekommt. Denn um ein Gegengewicht gegen die hinten absackenen Beine zu bekommen muss man sich oben streeeecken, die Arme so weit nach vorne wie möglich bringen. Das macht einen dann in den Schultern schmal. Zitat:
Ich glaube, dieser Artikel wurde oben schon verlinkt. Das ist IMHO die Anleitung, um das Schweben zu lernen. Ich würde nur - wie schon gesagt - lieber eine PET Flasche nehmen, in die ich immer mehr Wasser fülle, statt ein Schwimmbrett zu zerschnippeln. Und wie schon gesagt: Allein das Üben wird Dich schon weiter bringen, auch wenn es noch nicht klappt. Zitat:
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In jedem Fall schwimmt man aber umso effizienter, je weniger man aktiv tun muss, um die Wasserlage zu halten. Das ist ja der Grund, warum sie so wichig ist. Zitat:
:Blumen: Viele Grüße, Christian |
Ich arbeite auch gerade an selbiger Problematik. Ich kann überhaupt nicht schweben, meine Beine sinken total ab.
Daher schonmal vielen Dank für die vielen Tipps und Links. Eine Verständnisfrage habe ich jedoch noch: Es wird immer geschrieben, man soll das Becken nach hinten kippen um eine bessere Wasserlage zu haben und ein Hohlkreuz zu vermeiden. Das versteh ich nicht. Wenn ich mein Becken nach hinten kippe komme ich eher in ein Hohlkreuz rein!? Bei Kontraktion meiner Rumpf- und Gesäßmuskulatur kommt mein Becken eher nach vorne. |
Zitat:
Hier steht auch noch was. Bei Beckenkippung nach hinten hast Du einen geraden Rücken. Üben kann man das anfangs gut an ner Wand (keine Lücke im Bereich der Lendenwirbel/d.h. die Hand passt nicht dazwischen). Diese Muskelanspannung merken und von der Wand wegtreten und Haltung beibehalten. Insgesamt groß machen und Nacken lang ziehen. Im Wasser muss man diese Haltung dann "nur noch" übertragen und beibehalten :) |
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