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-   -   Würdet ihr einen Doping-Selbstversuch wagen? (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=27073)

3-rad 14.02.2013 14:55

Würdet ihr einen Doping-Selbstversuch wagen?
 
Hier wird viel über Doping geredet.
Keiner weiß wirklich was ein ordentlicher Dope bringt und zu welchen Leistungen man fähig wäre,
wenn man zusätzlich zum harten Training einen erfrischenden Doping-Cocktail abends auf der Couch einwerfen würde (oder auch intravenös).
Möglicherweise sind viele neugierig und würden daher einen Selbstversuch am eigenen Körper wagen um die Wirkung selber zu prüfen.
Mal die Hausstrecke im 43er Schnitt abspulen und nicht wie sonst bei 39,8km/h kapitulieren?
Hand auf's herz, wer würde es machen?

Matthias75 14.02.2013 15:10

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 871574)
Hier wird viel über Doping geredet.
Keiner weiß wirklich was ein ordentlicher Dope bringt und zu welchen Leistungen man fähig wäre,
wenn zusätzlich zum harten Training einen erfrischenden Doping-Cocktail abends auf der Couch einwerfen würde (oder auch intravenös).
Möglicherweise sind viele neugierig und würden daher einen Selbstversuch am eigenen Körper wagen um die Wirkung selber zu spüren.
Mal die Hausstrecke im 43er Schnitt abspulen und nicht wie sonst bei 39,8km/h kapitulieren?
Hand auf's herz, wer würde es machen?

Klares Nein!

Unsd zwar unabhängig davon, ob es erlaubt ist oder nicht aus folgenden Gründen:

- Ich mache Wettkämpfe um herauszufinden, was ich bzw. mein Körper leisten kann. Mir ist durchaus klar, dass ich irgendwann an meine Grenzen komme oder an diesen bereits angekommen bin. Ich bewege mich (zum glück) in Leistungsbereichen, in denen ich so weit weg von den vorderen Platzierungen bin, dass sich außer mir und meinem näheren Umfeld keiner dafür interessiert. Mit Doping würde ich mich also, unabhängig vom Verbot, nur selbst bescheißen. Da könnte ich auch gleich die Stoppuhr unterwegs anhalten, abkürzen, bergab fahren etc.. Nachher hab' ich zwar eine schnellere Zeit, weiß aber, dass ich sie nicht regulär erreicht habe bzw. dass das nicht das ist, was mein Körper normalerweise her gibt.

- Stichwort Nebenwirkungen: Die Medikamente haben alle Nebenwirkungen, die vielleicht nicht jetzt sondern sehr viel später auftreten und vielleicht noch unbekannt sind, weil's keine Langzeiterfahrungen mit den Medikamenten gibt. Warum soll ich Spätschäden oder Nebenwirkungen riskieren, nur um mal einen schnelleren Schnitt gefahren zu sein. Ansonsten vermeide ich übrigens sonst auch jedes Medikament.

- Ich unterstelle den Dopingmitteln auch eine gewisse Suchtgefahr, Psychisch auf jeden Fall und eventuell auch körperlich: Wenn man einmal gewohnt ist, schneller/besser/stärker zu sein bzw. dieses Gefühl einmal hatte, stelle ich es mir schwer vor, sich damit zufriedenzugeben, dass man eben jetzt wieder langsamer ist. Ergo: Die Versuchung, sich die Mittel wieder reinzuwerfen, um dieses "High" wieder zu erleben ist sehr hoch. Zumal die Hemmschwelle niedriger ist, wiel man's ja schonmal gemacht hat.

Matthias

TriBlade 14.02.2013 15:16

+1, Damit wäre alles gesagt und es ist diesem nichts hinzuzufügen.


Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871580)
Klares Nein!

Unsd zwar unabhängig davon, ob es erlaubt ist oder nicht aus folgenden Gründen:

- Ich mache Wettkämpfe um herauszufinden, was ich bzw. mein Körper leisten kann. Mir ist durchaus klar, dass ich irgendwann an meine Grenzen komme oder an diesen bereits angekommen bin. Ich bewege mich (zum glück) in Leistungsbereichen, in denen ich so weit weg von den vorderen Platzierungen bin, dass sich außer mir und meinem näheren Umfeld keiner dafür interessiert. Mit Doping würde ich mich also, unabhängig vom Verbot, nur selbst bescheißen. Da könnte ich auch gleich die Stoppuhr unterwegs anhalten, abkürzen, bergab fahren etc.. Nachher hab' ich zwar eine schnellere Zeit, weiß aber, dass ich sie nicht regulär erreicht habe bzw. dass das nicht das ist, was mein Körper normalerweise her gibt.

- Stichwort Nebenwirkungen: Die Medikamente haben alle Nebenwirkungen, die vielleicht nicht jetzt sondern sehr viel später auftreten und vielleicht noch unbekannt sind, weil's keine Langzeiterfahrungen mit den Medikamenten gibt. Warum soll ich Spätschäden oder Nebenwirkungen riskieren, nur um mal einen schnelleren Schnitt gefahren zu sein. Ansonsten vermeide ich übrigens sonst auch jedes Medikament.

- Ich unterstelle den Dopingmitteln auch eine gewisse Suchtgefahr, Psychisch auf jeden Fall und eventuell auch körperlich: Wenn man einmal gewohnt ist, schneller/besser/stärker zu sein bzw. dieses Gefühl einmal hatte, stelle ich es mir schwer vor, sich damit zufriedenzugeben, dass man eben jetzt wieder langsamer ist. Ergo: Die Versuchung, sich die Mittel wieder reinzuwerfen, um dieses "High" wieder zu erleben ist sehr hoch. Zumal die Hemmschwelle niedriger ist, wiel man's ja schonmal gemacht hat.

Matthias


brunnerkuenzler 14.02.2013 15:16

Reizt mich nicht :Nee:

Für mich ist es die befriedigendere Herausforderung, meine körperlichen Voraussetzungen und eventuelle Talente bestmöglich zum Arbeiten zu bringen.

drullse 14.02.2013 15:17

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 871574)
Keiner weiß wirklich was ein ordentlicher Dope bringt und zu welchen Leistungen man fähig wäre,
wenn man zusätzlich zum harten Training einen erfrischenden Doping-Cocktail abends auf der Couch einwerfen würde (oder auch intravenös).

Das würde ich definitiv nicht unterschreiben (ich nehme an, Du beziehst Dich auf das Forum hier, denn ansonsten ist die Aussage ja schon falsch, weil jeder Doper weiß, was es bringt).

Rein statistisch werden sich hier vermutlich schon ein paar Leute rumtreiben, die man was eingeworfen haben und dann gibt es ja vielleicht noch den einen oder anderen, der jemanden persönlich kennt, der stofft und der gesehen hat, was das Ganze bringt.

Ich habe "auf keinen Fall" angehakt, denn Sport ist für mich viel zu unwichtig, als dass ich dafür meine Gesundheit riskieren würde. Und das tut man beim Dopen IMHO immer.

marlaskate 14.02.2013 15:18

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871580)
Klares Nein!

Unsd zwar unabhängig davon, ob es erlaubt ist oder nicht aus folgenden Gründen:

- Ich mache Wettkämpfe um herauszufinden, was ich bzw. mein Körper leisten kann. Mir ist durchaus klar, dass ich irgendwann an meine Grenzen komme oder an diesen bereits angekommen bin. Ich bewege mich (zum glück) in Leistungsbereichen, in denen ich so weit weg von den vorderen Platzierungen bin, dass sich außer mir und meinem näheren Umfeld keiner dafür interessiert. Mit Doping würde ich mich also, unabhängig vom Verbot, nur selbst bescheißen. Da könnte ich auch gleich die Stoppuhr unterwegs anhalten, abkürzen, bergab fahren etc.. Nachher hab' ich zwar eine schnellere Zeit, weiß aber, dass ich sie nicht regulär erreicht habe bzw. dass das nicht das ist, was mein Körper normalerweise her gibt.

- Stichwort Nebenwirkungen: Die Medikamente haben alle Nebenwirkungen, die vielleicht nicht jetzt sondern sehr viel später auftreten und vielleicht noch unbekannt sind, weil's keine Langzeiterfahrungen mit den Medikamenten gibt. Warum soll ich Spätschäden oder Nebenwirkungen riskieren, nur um mal einen schnelleren Schnitt gefahren zu sein. Ansonsten vermeide ich übrigens sonst auch jedes Medikament.

- Ich unterstelle den Dopingmitteln auch eine gewisse Suchtgefahr, Psychisch auf jeden Fall und eventuell auch körperlich: Wenn man einmal gewohnt ist, schneller/besser/stärker zu sein bzw. dieses Gefühl einmal hatte, stelle ich es mir schwer vor, sich damit zufriedenzugeben, dass man eben jetzt wieder langsamer ist. Ergo: Die Versuchung, sich die Mittel wieder reinzuwerfen, um dieses "High" wieder zu erleben ist sehr hoch. Zumal die Hemmschwelle niedriger ist, wiel man's ja schonmal gemacht hat.

Matthias

+1 :Blumen:
Da steht eigentlich alles drin.

anneliese 14.02.2013 15:19

Ich nutze Paddles beim Schwimmtraining und bin beim Rad Training schon mal Winfschatten gefahren. Mein Mopped war auch nicht immer gedrosselt. Natürlich würde ich (Annahme NULL Nebenwirkungen) es im Training mal ausprobieren.

wodu 14.02.2013 15:26

Niemals.

basti2108 14.02.2013 15:27

Ich habe aufrichtiges Mitleid mit - zurzeit - 17,65 % der Stichprobe - seak help!

3-rad 14.02.2013 15:29

Zitat:

Zitat von basti2108 (Beitrag 871594)
Ich habe aufrichtiges Mitleid mit - zurzeit - 17,65 % der Stichprobe - seak help!

Ich hatte darüber nachgedacht die Umfrage öffentlich zu machen aber nun ja.

Chmiel2015 14.02.2013 15:30

Du haust ja momentan eine Umfrage nach der anderen raus :)

Zum Thema: Ja, es wäre reizvoll mal zu sehen was es bringt.

Aber ich hätte viel zu viel Angst vor den Nebenwirkungen, auch den langfristigen. Ich weiß, dass ich nie Letzter werde im Wettkampf, aber auch nie gewinnen werde, oder im ersten Drittel lande. Das ist so, und das bleibt so. Und Spass habe ich trotzdem.

Matthias75 14.02.2013 15:32

Zitat:

Zitat von Langsamgehtauch (Beitrag 871597)
Zum Thema: Ja, es wäre reizvoll mal zu sehen was es bringt.

Ernst gemeinte Frage: Was hast du davon, wenn du weißt, was es bringt?

Matthias

rittervonstrele 14.02.2013 15:35

Mir wäre es wahrscheinlich zu teuer.

voi_nam 14.02.2013 15:37

was ich damals unwissentlich bekommen hab weis ich :-((
bin aber jetzt sauber :Huhu:

Duafüxin 14.02.2013 15:37

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871598)
Ernst gemeinte Frage: Was hast du davon, wenn du weißt, was es bringt?

Matthias

Befriedigung eines Wissensdranges, würde ich tippen.

Selbst wenn ich Sport ehrgeizig betreiben würde, würde mein Selbstkontrollzwang mir Doping entweder verbieten oder mir so ein schlechtes Gewissen machen, dass ich nicht in den Spiegel guggen könnte.
Aber ich mach auch nur Hausfrauensport an frischer Luft und da kann ich auch Letzte werden und ich hab Spass dabei :)

JF1000 14.02.2013 15:37

Was ist mit Dir? Würdest Du einen Selbstversuch unternehmen?

Oder kommt gar bald sie nächste Umfrage, welche Dope am besten/schnellsten hilft?:Lachanfall:



Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 871574)
Hier wird viel über Doping geredet.
Keiner weiß wirklich was ein ordentlicher Dope bringt und zu welchen Leistungen man fähig wäre,
wenn man zusätzlich zum harten Training einen erfrischenden Doping-Cocktail abends auf der Couch einwerfen würde (oder auch intravenös).
Möglicherweise sind viele neugierig und würden daher einen Selbstversuch am eigenen Körper wagen um die Wirkung selber zu prüfen.
Mal die Hausstrecke im 43er Schnitt abspulen und nicht wie sonst bei 39,8km/h kapitulieren?
Hand auf's herz, wer würde es machen?


Mirko 14.02.2013 15:39

Also ich oute mich mal! Ich bin von Natur aus sehr neugierig und mich würde es schon reizen mal was einzuwerfen! Wirklich nur um die Wirkung zu testen. Mich hat früher im Kraftsport auch immer interessiert, wieviel mehr ich zulegen könnte wenn ich mit Anabolika nachhelfe.

Das Argument, damit seine Gesundheit zu killen steht natürlich dagegen und da es dann nur "Neugier vs Gesundheit" ist werde ich das natürlich nicht wirklich testen.

Auf Dauer wäre das nichts für mich, ich ziehe schon eine gewisse Befriedigung aus der Tatsache fitter zu sein als der Durchschnittsdeutschem darauf kann ich ja nicht mehr Stolz sein, wenn ich diesen Zustand mit Doping erreicht hab!

topre 14.02.2013 15:43

100% NEIN - ich nehme ja nicht einmal Aspirin bzw. nur im alleräußersten Notfall. Gleiches mit NEM, vom Wettkampf (Gel) mal abgesehen.

Warum? Ich baue Anlagen für die Pharmaindustrie, u.a. vor einigen Jahren die größte EPO-Anlage in Oberbayern... :Huhu: Bisschen Schizophrenie schadet nie... :Lachen2:

anneliese 14.02.2013 15:43

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871598)
Ernst gemeinte Frage: Was hast du davon, wenn du weißt, was es bringt?

Matthias

Schon mal auf der Autobahn die Karre in Bereiche von jenseits Gut und Böse getreten? Schon mal Zigaretten mit anderem Inhalt als Tabak geraucht?

Man will einfach wissen wie es sich anfühlt.

3-Rad, woher das Interesse?

3-rad 14.02.2013 15:49

Zitat:

Zitat von JF1000 (Beitrag 871605)
Was ist mit Dir? Würdest Du einen Selbstversuch unternehmen?

Ich bin hin und hergerissen.


Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
3-Rad, woher das Interesse?


Es hat mich einfach interessiert.
Hier wird viel über Doping geschrieben, die Moralkeule wird geschwungen.
Sportler, die was eingenommen haben werden teilweise geächtet.
etc. pp.

Es ist eine anonyme Umfrage, ich hoffe, dass alle ehrlich sind.
Es gibt hier unter den registrierten Benutzern ein großes Leistungsspektrum und damit ggf. auch größere oder kleinere Reizschwellen um was einzuwerfen.

Der eine erhofft sich vielleicht das banale Ziel 10km <40min zu laufen, der andere träumt von der Hawaii-Quali noch andere wollen die 9h beim IM knacken oder aber vielleicht einfach mal den alljährlichen Dorflauf in der Heimatstadt gewinnen.
Gründe gibts genug, dafür wie dagegen (unter diesen Gesichtspunkten betrachtet).

Faul 14.02.2013 15:55

Klar sicher, ich nehme schon lange was ein.

Das habe ich angekreuzt, damit die Antwort sich nicht so herabgesetzt fühlt.

In Wirklichkeit nehme ich nichts. Als Profisportler im Medailliennähe und Nähe zur Kohle würde ich es aber vermutlich tun.

anneliese 14.02.2013 15:55

Zwischen ausprobieren und im Wettkampf einen eventuellen Vorteil erzielen wollen ist aber ein Unterschied.

JF1000 14.02.2013 15:59

Wenn, dann mach es aber erst wenn du deine sportlichen Ziele durchhast. Wäre doch schade, wenn Du es probierst und das getestete Zeug dann evtl. solange nachweisbar bleibt das Du irgendwann mit einem guten sportlichen Ergebnis(was dann nicht vom Dope kommt) disqualifiziert wirst.
Zudem wirst Du wohl auch einiges an finanziellen Mitteln aufbringen müssen, denn ich nehme mal an, das man sich alles nur unter der Hand besorgen muss. Sofern man zuvor überhaupt rausgefunden hat, was man benötigt bzw. wer es herstellt und oder vertreibt.

Matthias75 14.02.2013 16:25

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Schon mal auf der Autobahn die Karre in Bereiche von jenseits Gut und Böse getreten?

Nö, fahre Kleinwagen. Zudem endet mein persönliches Sicherheitsempfinden deutlich vor dem Grenzbereich der meisten Autos.

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Schon mal Zigaretten mit anderem Inhalt als Tabak geraucht?

Nö, noch nicht mal mit normalen Tabakwaren. Hat mich auch nie gereizt.

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Man will einfach wissen wie es sich anfühlt.

Das ist eben die Frage, wie sich was anfühlt?

Die Geschwindigkeit kann nicht sein, das Gefühl hole ich mir bergab. Also das Gefühl, wie die eigene Stärke zunimmt? Wofür? Vielleicht bin ich da zu langweilig veranlagt, aber nur ausprobieren, weil man's kann, war für mich noch nie ein Grund.

Gut, ich gebe zu, dass ich auch schon mehr als einmal betrunken war, meistens auch ziemlich grundlos. Da könnte man wenigstens mit einen gewissen Rauschgefühl argumentieren. Ob das beim Doping auch so ist, weiß ich nicht, muss ich aber auch nicht herausfinden....

Ich bleibe da lieber so langsam, wie ich bin....

Matthias

BigWilly 14.02.2013 16:32

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871580)
Klares Nein!

Unsd zwar unabhängig davon, ob es erlaubt ist oder nicht aus folgenden Gründen:

- Ich mache Wettkämpfe um herauszufinden, was ich bzw. mein Körper leisten kann. Mir ist durchaus klar, dass ich irgendwann an meine Grenzen komme oder an diesen bereits angekommen bin. Ich bewege mich (zum glück) in Leistungsbereichen, in denen ich so weit weg von den vorderen Platzierungen bin, dass sich außer mir und meinem näheren Umfeld keiner dafür interessiert. Mit Doping würde ich mich also, unabhängig vom Verbot, nur selbst bescheißen. Da könnte ich auch gleich die Stoppuhr unterwegs anhalten, abkürzen, bergab fahren etc.. Nachher hab' ich zwar eine schnellere Zeit, weiß aber, dass ich sie nicht regulär erreicht habe bzw. dass das nicht das ist, was mein Körper normalerweise her gibt.

- Stichwort Nebenwirkungen: Die Medikamente haben alle Nebenwirkungen, die vielleicht nicht jetzt sondern sehr viel später auftreten und vielleicht noch unbekannt sind, weil's keine Langzeiterfahrungen mit den Medikamenten gibt. Warum soll ich Spätschäden oder Nebenwirkungen riskieren, nur um mal einen schnelleren Schnitt gefahren zu sein. Ansonsten vermeide ich übrigens sonst auch jedes Medikament.

- Ich unterstelle den Dopingmitteln auch eine gewisse Suchtgefahr, Psychisch auf jeden Fall und eventuell auch körperlich: Wenn man einmal gewohnt ist, schneller/besser/stärker zu sein bzw. dieses Gefühl einmal hatte, stelle ich es mir schwer vor, sich damit zufriedenzugeben, dass man eben jetzt wieder langsamer ist. Ergo: Die Versuchung, sich die Mittel wieder reinzuwerfen, um dieses "High" wieder zu erleben ist sehr hoch. Zumal die Hemmschwelle niedriger ist, wiel man's ja schonmal gemacht hat.

Matthias

Genau so sehe ich das auch!

schoppenhauer 14.02.2013 16:34

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871638)

Die Geschwindigkeit kann nicht sein, das Gefühl hole ich mir bergab. Also das Gefühl, wie die eigene Stärke zunimmt? Wofür?

Das meinst du ironisch, oder?

Ich bin z.b. ins Bordell gegangen, nur um zu wissen, wie es sich anfühlt. Wo holst du dir das, auch bergab?

Chmiel2015 14.02.2013 16:35

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Schon mal auf der Autobahn die Karre in Bereiche von jenseits Gut und Böse getreten? Schon mal Zigaretten mit anderem Inhalt als Tabak geraucht?

Man will einfach wissen wie es sich anfühlt.

3-Rad, woher das Interesse?

Dem ist nichts hinzuzufügen

BigWilly 14.02.2013 16:44

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Schon mal auf der Autobahn die Karre in Bereiche von jenseits Gut und Böse getreten? Schon mal Zigaretten mit anderem Inhalt als Tabak geraucht?

Man will einfach wissen wie es sich anfühlt.

...

Ich weiß ja nicht... ich fahre mein Auto auch gerne am Limit und das auch wenn es nicht unbedingt erlaubt ist. Das gleiche mach ich mit meinem Körper im WK.

Aber wozu soll ich jetzt Dopen?! Mich interessiert ja, was ich kann und nicht was ich könnte wenn...

Chmiel2015 14.02.2013 16:45

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871638)
Nö, fahre Kleinwagen. Zudem endet mein persönliches Sicherheitsempfinden deutlich vor dem Grenzbereich der meisten Autos.



Nö, noch nicht mal mit normalen Tabakwaren. Hat mich auch nie gereizt.



Das ist eben die Frage, wie sich was anfühlt?

Die Geschwindigkeit kann nicht sein, das Gefühl hole ich mir bergab. Also das Gefühl, wie die eigene Stärke zunimmt? Wofür? Vielleicht bin ich da zu langweilig veranlagt, aber nur ausprobieren, weil man's kann, war für mich noch nie ein Grund.

Gut, ich gebe zu, dass ich auch schon mehr als einmal betrunken war, meistens auch ziemlich grundlos. Da könnte man wenigstens mit einen gewissen Rauschgefühl argumentieren. Ob das beim Doping auch so ist, weiß ich nicht, muss ich aber auch nicht herausfinden....

Ich bleibe da lieber so langsam, wie ich bin....

Matthias

Das mit dem langsam ist und bleibt bei mir auch so. Hatte ich extra betont. Ich finde das hat nichts mit langweilig zu tun, wenn man es nicht versuchen würde. Mich interessiert eben wie es sich anfühlt, ob es sich anders,besser,geiler anfühlen würde eben ne bestimmte Marke zu knacken, an der ich schon ewig arbeite.

Bin eben neugierig.

BigWilly 14.02.2013 16:49

Spannender finde ich eigentlich die Frage, was man tun würde, wenn damit richitg Kohle einher gehen würde!

Denn dann kann ich mir vorstellen, dass der ein oder andere vielleicht eher umkippt. Ich würde zwar jetzt für mich behaupten, das nicht zu tun. Aber ich denke, wenn die Kohle plötzlich greifbar würde, ist die Versuchung sicher größer!

3-rad 14.02.2013 16:50

Ganz konkret:

Wenn ich mir das Wundermittel reinpfeife was die Stars der - sagen wir - Radsport-Szene nehmen, (Ich weiß, es ist eine Unterstellung) dann:
Bin ich neugierig wie schnell ich meine Intervalle auf der Hausstrecke fahren kann.
Wie verschiebt sich der Grenzbereich, also brennen die Oberschenkel erst später oder kann man den Schmerz besser ertragen, etc.
Ich kann es nicht beschreiben, weil ich es nicht weiß.

massi 14.02.2013 16:52

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Schon mal auf der Autobahn die Karre in Bereiche von jenseits Gut und Böse getreten??

Ja.
Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Schon mal Zigaretten mit anderem Inhalt als Tabak geraucht??

Ja. Gelegentlich noch immer
Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871610)
Man will einfach wissen wie es sich anfühlt.

Bullshit.
41km/h Schnitt fühlen sich nicht anders an als 38 km/h.
210 Puls fühlt sich anders an als 155. Daran änderst du mit Dope aber gar nichts.

Ansonsten;
Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871580)
Klares Nein!

Unsd zwar unabhängig davon, ob es erlaubt ist oder nicht aus folgenden Gründen:

- Ich mache Wettkämpfe um herauszufinden, was ich bzw. mein Körper leisten kann. Mir ist durchaus klar, dass ich irgendwann an meine Grenzen komme oder an diesen bereits angekommen bin. Ich bewege mich (zum glück) in Leistungsbereichen, in denen ich so weit weg von den vorderen Platzierungen bin, dass sich außer mir und meinem näheren Umfeld keiner dafür interessiert. Mit Doping würde ich mich also, unabhängig vom Verbot, nur selbst bescheißen. Da könnte ich auch gleich die Stoppuhr unterwegs anhalten, abkürzen, bergab fahren etc.. Nachher hab' ich zwar eine schnellere Zeit, weiß aber, dass ich sie nicht regulär erreicht habe bzw. dass das nicht das ist, was mein Körper normalerweise her gibt.

- Stichwort Nebenwirkungen: Die Medikamente haben alle Nebenwirkungen, die vielleicht nicht jetzt sondern sehr viel später auftreten und vielleicht noch unbekannt sind, weil's keine Langzeiterfahrungen mit den Medikamenten gibt. Warum soll ich Spätschäden oder Nebenwirkungen riskieren, nur um mal einen schnelleren Schnitt gefahren zu sein. Ansonsten vermeide ich übrigens sonst auch jedes Medikament.

- Ich unterstelle den Dopingmitteln auch eine gewisse Suchtgefahr, Psychisch auf jeden Fall und eventuell auch körperlich: Wenn man einmal gewohnt ist, schneller/besser/stärker zu sein bzw. dieses Gefühl einmal hatte, stelle ich es mir schwer vor, sich damit zufriedenzugeben, dass man eben jetzt wieder langsamer ist. Ergo: Die Versuchung, sich die Mittel wieder reinzuwerfen, um dieses "High" wieder zu erleben ist sehr hoch. Zumal die Hemmschwelle niedriger ist, wiel man's ja schonmal gemacht hat.

Matthias



massi

sybenwurz 14.02.2013 16:54

Never ever.
Nicht freiwillig/wissentlich und unter egal welchen Umständen.

Campeon 14.02.2013 16:55

Ei, dann probiers doch!

Wenn du so hypothetische Fragen stellst, möchte ich wissen warum du dich mit diesem Gedanken so befasst!

Also ausprobieren!!!

Vielleicht klappts ja dann in Lanzarote mit der Quali!:Huhu:

Campeon 14.02.2013 16:55

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 871655)
Never ever.
Nicht freiwillig/wissentlich und unter egal welchen Umständen.

Spießer!!!;)

smiling_star 14.02.2013 16:57

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871589)
Ich nutze Paddles beim Schwimmtraining und bin beim Rad Training schon mal Winfschatten gefahren. Mein Mopped war auch nicht immer gedrosselt. Natürlich würde ich (Annahme NULL Nebenwirkungen) es im Training mal ausprobieren.

Und nie wieder Wettkämpfe machen?

Zitat:

Zitat von anneliese (Beitrag 871621)
Zwischen ausprobieren und im Wettkampf einen eventuellen Vorteil erzielen wollen ist aber ein Unterschied.

Seh ich nicht wirklich. Alles was du im Training tust hat ja auch indirekt Auswirkungen auf den Wettkampf.

Matthias75 14.02.2013 16:57

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 871638)
Die Geschwindigkeit kann nicht sein, das Gefühl hole ich mir bergab.

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 871640)
Das meinst du ironisch, oder?

Ich bin z.b. ins Bordell gegangen, nur um zu wissen, wie es sich anfühlt. Wo holst du dir das, auch bergab?

Was wird sich denn voraussichtlich anders anfühlen?

Ich starte "nüchtern": Puls ist maximal, Beine tun saumäßig weh, Geschwindigkeit ist sagen wir mal allgemein x.

Ich dope: Puls ist auch maximal, Beine tun auch saumäßig weh, weil ich auch mit Dopingmittel am Anschlag laufe, radfahre, schwimme. Bleibt also nur die Geschwindigkeit, die um y% höher ist als vorher. Vielleicht kann ich auch noch die Ermüdung etwas länger rauszögern.

Im Endeffekt kotze ich mich aber genauso aus wie ohne Doping, nur eben vielleicht etwas länger oder ich bin dabei etwas schneller, wobei der Geschwindigkeitszuwachs vermutlich eher messbar als fühlbar ist. Die Frage ist höchstens wieviel länger oder schneller, aber auf die Antwort bin ich jetzt nicht so scharf...

Wenn jemand anderes neugieriger ist, ok. Für mich ist's nicht relevant, weil mich entweder interessiert, wieviel ich leisten kann oder wie schnell ich im Wettkampf bin.

Matthias

Raimund 14.02.2013 16:59

also ich bin dafür, dass 3-rad nun offizieller triathlonszene-coautor wird.:Blumen:

die beitragsfrequenz und das mitteilungsbedürfnis sprechen eindeutig für eine prädestinierung.

dann kommt er immer sehr elloquent rüber und hat einen gewissen wortwitz.

vielleicht kann man dan aus dem werbebudget einen dopingselbstversuch finanziell unterstützen, arne...:Huhu:

und dann schreibt er hier darüber...

3-rad 14.02.2013 17:04

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 871663)
also ich bin dafür, dass 3-rad nun offizieller triathlonszene-coautor wird.

danke, nein

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 871663)
die beitragsfrequenz und das mitteilungsbedürfnis sprechen eindeutig für eine prädestinierung.

Nun, ich teile ja hier nicht mit, sondern frage aus.

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 871663)
vielleicht kann man dan aus dem werbebudget einen dopingselbstversuch finanziell unterstützen, arne...
.

Ich hab Familie, das wäre verantwortungslos.

Meik 14.02.2013 17:04

Da müsste ich mir erst wieder einen Radtacho kaufen, fahre schon seit Jahren ohne und würde den Geschwindigkeitszuwachs gar nicht mitbekommen -

- also nein, dafür montiere ich nicht extra einen Tacho :Cheese:

Abgesehen davon glaube ich nicht dass es ernsthaft ohne das Risiko von Nebenwirkungen geht, dafür ist mir meine Gesundheit dann einfach zu wichtig. Wobei ich derzeit eh gedopt bin, aber krankheitsbedingt momentan leider keinen Sport mache.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:32 Uhr.

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