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Ausdauersport ist sogar gut für die Intelligenz
Hallo Leute,
ich bin ein begeisterter Marathon-Läufer und seit ein paar Jahren auch Triathlet. Sport macht mir einfach viel Spaß und ich liebe es, ständig meine Grenzen zu erweitern. Wusstet ihr, dass Ausdauersport sogar gut für Seele und Geist ist? Ich habe da letztens einen Artikel gelesen. (Link: http://rescogitans.de/ich-laufe-also-bin-ich/). Der erklärt das ganze neurobiologisch. Es hat wohl mit BDNF zu tun, einem Wachstumsfaktor im Gehirn, der bei Ausdauersport seine Wirkung entfaltet. Cool, oder? Grüße Neurolytics |
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Der zitierte Artikel enthält leider einiges, das ich als Psychologe nicht so im Studium vermittelt bekommen habe, z.B. die behauptete signifikante Steigerung des IQ . Liesse sich der IQ einfach durch Training signifikant verbessern, wäre das natürlich prima, geht aber per Definition des IQ und der Konstruktion der Tests schon mal nicht. (Der Mensa Club wäre ansonsten viel grösser.) Daraufhin gab ich den Autor der im von Dir verlinkten Artikel zitierten Studie / Ergebnisse bei Google ein und siehe da: Der zitierte Herr "Prof." Henner Ertel schien dem Hauptmann von Köpenick und Märchenerzählern nachzueifern. http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-577236.html Trotzdem gilt natürlich allgemein: Mens sana in corpore sano, aber halt auch Descartes: Cogito ergo sum. Herzlich willkommen im Forum und (trotzdem) viel Spass beim Laufen ...... ;-) . -qbz |
Zu diesem Thema empfehle ich diesen Vortrag von Manfred Spitzer ab Minute 14 anzusehen....
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Hehe, ich hatte vor einigen Jahren von einer Studie gehört, die zu dem Ergebnis kam, Ausdauersport würde zu einem Rückgang der "Intelligenz" führen.
Meiner Meinung nach wurde das Ergebnis aber schlichtweg fehlinterpretiert. In der Studie absolvierten Ratten ein gewisses Ausdauertraining. Im Anschluß wurde ihre Intelligenz beim Durchlaufen eines Labyrinth-Parcours getestet. Im Gegensatz zu den untrainierten Ratten, nahmen die trainierten nicht mehr den kürzesten Weg zum Ziel (Belohnung), bzw. einen längeren als jene. (Falsche) Folgerung : Die Ratten haben Intelligenz eingebüßt, finden den Weg auf Grund verminderter Orientierungsfähigkeit schlechter. Ergo : Ausdauertraining macht blöd ! Richtige Erklärung (sinngemäß nach Flow©) : Der kürzeste Weg zum Futter stellt nur dann das erstrebenswerte Optimum dar, wenn Faktoren wie Faulheit, Zeitdruck, Verfressenheit o.ä. dominieren. Der trainierte Athlet kennt die Orte der Futterquellen ganz genau und ist im Zweifel auch am schnellsten dort ! Allerdings kann er sich ungeniert Umwege leisten, um eventuell blühende Wiesen im Sonnenschein zu entdecken oder einer bezaubernden Dame zu begegnen ... blöde, wenn er für ein Stückchen Käse darauf verzichten würde ... ;) Ergo : Be a hunter, not a fatstock ! |
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Im Filmarchiv gibt es einen Film:
Warum Triathleten gesund, klug und schön sind. |
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:Lachanfall: |
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Sind aber nicht alle so vorteilhaft ausgefallen ... :Cheese: Sei gegrüßt ... :Huhu: |
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Flow, frech wie eh und je :Lachen2: Hab mir halt auch so einen "Umweg" gegönnt :cool: |
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in Abwandlung eines Spruches könnte man glatt sagen:
Dummheit pennt, Intelligenz rennt. :Cheese: |
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![]() Gruß Poldi ;) |
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Unser Dicker ist gerade eingeschult worden. Die Grundschule ist eine "Musikalische Grundschule" und behauptet auf ihrer Website, dass Musizieren "... den Intelligenzquotienten deutlich messbar ansteigen lässt". Ich halte solche Behauptungen für nicht haltbar, um nicht zu sagen unseriös. Es ist, wie du geschrieben hast: Ließe sich der IQ einfach signifikant verbessern, wäre das prima, geht aber nicht. |
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Mit der Musik ists vielleicht etwas anders: Sie schult das Konzentrationsvermögen, das Koordinationsvermögen und weitere Fähigkeiten. Ob man das jetzt Steigerung der Intelligenz nennen möchte oder nicht: Du kannst nachher was, was Du a) vorher nicht konntest, und das b) auch auf andere Lebensbereiche anwendbar ist. Mein Jüngster war ziemlich lange ein harmloser, etwas zappeliger Sonnenschein, bei dem ich ehrlich gesagt dachte: Es muss ja nicht jeder intelligent sein. Nachdem er aber ein Schlagzeug (und Klavier) kriegte und damit sehr gut wurde, so gut, dass er auf Berufsmusik zugehen wollte, wurde er auch in der Schule gut, machte ein 1er Abi und bekam sofort einen Medizin-Studienplatz. Ein Sonnenschein ist er noch immer. |
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:Huhu: |
Genau.
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Bewegung entspannt und man bekommt das Hirn wieder frei. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass Ausdauersport tatsächlich intelligenter macht. Es gibt meiner Meinung nach weitaus anspruchsvollere Sportarten oder Betätigungen. Ich kann auch nicht sagen, dass ich festgestellt hätte, dass langjähige Ausdauersportler nun besonders intelligent wären. Die Aussage "Intelligenz im Sinne des IQs" ist sowieso extrem schwammig. Welche Intelligenz? Welcher IQ-Test? |
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Sind Fledermäuse deswegen auch intelligent? ;)[quote] Bestimmt! Kommt halt immer darauf an, welche Teilleistung gemessen wird. Beim sprachlichen Verständnis dürften die Flattermänner dann nicht so gut abschneiden. Zitat:
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@pantone: Außerdem sind diese Aussagen über Poldi rein spekulativ. Dass er etwa ein überdurchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen hat, wird nicht von allen ca. 80 Millionen deutschen Bundestrainern geteilt... Und wir haben keine Ahnung, welche Fähigkeiten und Begabungen er hatte, BEVOR er mit dem Fußball anfing, also von welcher Basis er gestartet ist. Grüße, sutje :Huhu: |
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Gerade dafür sind andere Sportarten deutlich anspruchsvoller. Meine Erfahrung ist eher die dass es die Leute die jobmäßig eher Kopfarbeit leisten und sich den ganzen Tag konzentrieren müssen zum Ausdauersport tendieren weil man sich dabei eben nicht so konzentrieren muss und gut abschalten kann. Vielleicht zieht es so eben Leute mit höherem IQ daher eher zum Ausdauersport als zu anderen Sportarten und der Sport hat ansonsten gar nichts mit dem IQ zu tun. |
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Beim Sport wundert es mich (und ein anderer Sohn von mir könnte als das lebende Gegenbeispiel dienen :Cheese: ), aber bei Musik ist die Verbindung evident schon alleine durch die große Zahl an Mathematikern, die auch gute Musiker sind. Der Name Einstein muss da natürlich fallen. |
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Die Psychologen unterscheiden halt zwischen
a) dem IQ - einem Wert für das allgemeine intellektuelle Leistungsvermögen - der die Ergebnisse des IQ-Tests mit dem Durchschnitt vergleicht, wobei für die Abweichung eine Normalverteilung ("Gaußsche Glockenkurve") zugrunde gelegt wird, b) den konkreten, intellektuellen Fähigkeiten und dem Transfer zwischen einzelnen Bereichen, c) der Lernmotivation. Oftmals können sich auch die Lernerfolge und die Freude in dem einen Spezial-Gebiet (Musik, Sport) positiv auf andere Lernbereiche in der Schule auswirken (Oder negativ: Eine Nichte von mir verzichtete zugunsten der Violine-Karriere schon nach Ende der Schulpflicht auf das Abi) Deswegen scheint mir der von Ertel erfundene und im Internet verbreitete korrelative Zusammenhang, Ausdauersport verbessere den IQ (" Innerhalb von 36 Wochen erhöhte sich deren Intelligenzquotient im Durchschnitt von 99 auf 128"), ein Internet-Märchen. -qbz |
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Ich hab mich immer gewundert, warum es auf Hawaii so wenige Afrikaner, Chinesen und Inder gibt, die sind doch schließlich nicht unsportlicher als wir. |
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