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Legal Drafting
Man liest es immer wieder, dass in Spitzengruppen das Fahren viel einfacher ist, als alleine und dass ganze Rennen dadurch entschieden werden obwohl ja Windschattenfahren eigentlich durch das Reglement ausgeschlossen ist.
Auch hier fehlt mir wieder jegliche Erfahrung... Wie läuft sowas ab? Wie taxiert man den geringsmöglichen Ábstand zum Vordermann, der grade noch zulässig ist? Wie ist das mit den Kampfrichtern? Bringt es wirklich so viel? Sollte man im Zweifel z.B. bei einem Duathlon beim ersten Lauf etwas schneller laufen als man es eigentlich tun würde, um mit so einer Gruppe aufs Rad zu gehen? |
Was es in der Gruppe bringt, siehst Du hier:
http://www.srm.de/images/stories/far...file_large.jpg Wie das geht... guck Dir mal die Live-Mitschnitte von Hawaii ab 2008an. da machen das 30-40 Mann. Blöde wird's, wenn Du hinten "zufällig" jemanden überholst: Dann musst Du theoretisch an allen vorbei, denn die halten ja alle 10m Abstand. Das tut dann gehörig weh, denn Du hast ja für jeden bloß 20 sec Zeit und musst gegenüber dem ersten im Zweifel 400m gut machen. Bedeutet für ~10min ~ 4km/h schneller fahren als die Gruppe, die eh schon 40 fährt. Also bleiben alle, solang es geht auf Linie! |
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Solo ist die Cadenz auch etwas runter gegangen. |
Zur eigentlichen Frage des Captains kann ich leider gar nix sagen, die 10m einzuhalten war für mich bisher keine Option. Entwerder vorbei oder zurückfallen lassen weil zu schwach.
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Das man auch mit 10m Abstand noch Windschatten hat ist auf alle fälle richtig. Aber auch die psychische Komponente nicht alleine fahren zu müssen ist nicht zu vergessen.
Die Taxierung ist Auge mal Pi und die WKR weisen meistens auch auf zu geringe Abstände hin, bevor sie strafen aussprechen. Bei einem Duathlon könnte sich das Risiko den ersten Lauf schneller an zu gehen schon lohnen. Aber auch nur so lange man die Radgruppe auch halten kann. Aus selben Grund ist auch das Schwimmen beim Triathlon für schnelle Zeiten auf dem Rad sehr wichtig. |
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Ist das eine Frage des Gefühls was von den Kampfrichtern grade noch so gedultet wird? Oder kommt da einer angefahren und gibt ne Vorwarnung im Sinne von "Junge, dass sind nur 8,50m, lass mal mehr Luft, sonst gibts ne Strafe"? Hätte immer Gedacht, dass das ohne Vorwarnung läuft. In dem SRM Mitschrieb sieht das aus wie ~30 Watt (wenn die Geschwindigkeit gleich ist)... Das wäre enorm. Da könnte man ja beim ersten Lauf schon mal was riskieren wenn man sich danach erstmal "in die Gruppe setzen kann". Aber wenn dem so ist, dann wird da ja auch nicht einer die ganze Zeit vorne fahren wollen. Wie läuft da dann nen Führungswechsel ab? |
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Wird man bevor eine Strafe ausgesprochen wird verwarnt mehr Abstand zu lassen? |
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Bei größeren Rennen kommt dann auch noch die Ansage des Veranstalters dazu, der gerne mal Einfluß darauf nimmt, ob und wie bei den Profis z.B. durchgegriffen wird. Ich bin da etwas altmodisch: Triathlon (und Duathlon) sind Einzelsportarten - gib Dein Bestes und sei mit der Leistung zufrieden. All die Gruppenfahrerei hat nur den Zweck, halblegal zu draften, kann man mittlerweile in den meisten großen Rennen beobachten. Mit fair Fahren hat das nix mehr zu tun. Zitat:
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Grundsätzlich tendier ich eh dazu nicht nach rechts und links zu schauen und idealerweise nach Zeit x aus dem persönliches "Tunnel" im Ziel aufzuwachen. Das wird eh das Wichtigste sein... "In den Tunnel kommen" . :-) |
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Zeit hat man 15 bzw. 30 sek. |
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Ich erinnere mich konkret an eine 4er Damen-Gruppe, mehrere 2er bis 3er Männergruppen. Mich haben von den ODlern NUR Gruppen überholt. Einige auf der Mitteldistanz haben sich definitiv sehr fair verhalten und Abstand gehalten zum Vordermann. Man konnte die Starter sehr gut anhand der Farbe der Startnummern unterscheiden. Die Radrunde war 42km lang. Erkläre mir das bitte jemand. Muss das sein? Achja und bei der Regio in Cottbus gab es ne richtige Friedensfahrt. Das Foto im Anhang habe ich selbst gemacht. Im Rennverlauf wurden die Kampfrichter nicht Herr der Lage. Man hat kurzerhand das Windschattenfahrverbot aufgehoben. Was ich damit sagen möchte... ich empfinde die Diskussionen teilweise als scheinheilig. In Cottbus war die Radrunde 6km lang. Es war wohl eher nicht möglich sich dort an das Windschattenfahrverbot zu halten. Es wurde auch gar nicht erst versucht. Ganz anders die Situation im Spreewald auf der langen Runde. Hier war die Einhaltung ohne Weiteres möglich. Trotzdem haben die meisten Teilnehmer der OD nicht einmal versucht sich daran zu halten. |
Beim Erwischen gibt es die rote Karte, beim Verdacht die Schwarze. Beim Verdacht des Verdachts kann man vielleicht mal drohen ist aber sehr kulant.
Was man bei der ganzen Diskussion nie vergessen darf: Viele Gruppen sehen exakt von der Seite betrachtet gar nciht mehr wie eine Gruppe aus. Sogar bei dem krassen bild könnte es sich von der seite wieder anders darstellen. ein kampfrichter beobachtet das spiel meistens schon von der Ferne und guckt sich dann nochmal die situation von der nähe an. Bei den Profis sind oft Begleitfahrzeuge und Motorräder das größere Problem. hier müssten 30 Meter eingehalten werden, aber die Presse will gute Fotos machen, der Vernastalter evtl. einen Weltrekord und der Athlet fährt im Windschatten... |
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Ob das sein muss? Nein aber die Profilneurose will halt gepflegt werden und da ist die Platzierung dann wichtiger als ein regelkonformes Rennverhalten. |
IN Zürich auf der Sprint Distanz bin ich von hinten auf eine Gruppe (ca. 10 Leute) aufgelaufen, kam aber nicht vorbei.
Da kam von hinten ein Kari-Motorrad und ich dachte "super, gleich löst sich der Pack da auf und ich kann weiter Gas geben"... denkste! Die Karis haben den Fahrern im Gegenverkehr (Wendestrecke) gesagt, sie soll mehr Platz lassen, damit die Gruppe besser durchkommt. :Nee: |
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Wie wurde das eigl verkündet, das das Verbot aufgehoben wurde? War ja selbst auch in Cottbus bei dem Rennen am start habe davon aber nichts mitbekommen. Außer das halt der eine Kampfrichter später nicht mehr unterwegs war auf der flachen 5km!!!! Runde. |
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Die Cottbusser haben so ihre eigene Art, mit solchen Dingen umzugehen. Regionalliga Ende der 90er, Wassertemperatur 12,5°C, keine Verkürzung der Schwimmstrecke, denn: "Wir sind doch nicht beim Damenschach!" :Cheese: |
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Ich habe keinesfalls vor zum Lutscher zu werden, sondern maximal den Rahmen des Zulässigen anzupeilen. Wenn ich überhaupt dazu komme mir darüber im Rennen Gedanken machen zu können. |
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wobei ja durchaus auch die athleten schuld haben. das fing damit an, das sich halt leute gefunden haben, die die gruppen gebildet haben. warn halt 7 runden zu fahren. als ich dann nach 1.5 runden die erste gruppe(10mann) überholte, war noch so viel platz auf der strecke, dass man das hätte ohne weiteres hätte vermeiden können. aber nein, kaum war ich vorbei, hat ich den pulk hintermir. und der wurd halt mit der zeit auch immer größer. insgesamt gabs es da auch noch ne zweite gruppe auf der strecke die sich gebildet hatte. Die setzten natürlich alles dran den ersten pulk einzuholen. und so wars dann geschehen, das am ende 80% der starter in dem Peleton fuhren... hab ich erst noch versucht wegzukommen, hab ich nach 1-2 runden vorne kapituliert und fuhr dann die letzten 3 runden mit im pulk... das beste waren die leute die dabei die straßenpilonen umgefahren haben, die dann einmal quer durchs feld flogen. glücklicherweise ist keinem was passiert. http://www.tustriathlon.de/joomla/im...630_150310.jpg ich denke wenn kampfrichter rechtzeitig, also dann als die gruppen nochkeine mannschaftstärke hatten rigeros durchgegriffen hätten, gegen die leute die wirklich direkt die gruppe suchen und sich 1m hintern vodermann hängen, hat man das eindämmen können. finde auch schade das man bei den profis(bei den großen rennen) die ja eigl immer von nem kampfrichter begleitet werden nicht härter durchgreift. ich mein die leben es ja den leuten vor mit ihren 7m abstand. |
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So einfach ist das ;) @Sinapur Am Anfang gab es zwei große Gruppen. Ich habe nur die ersten 2 bis 3 Runden überhaupt fotografiert (weil dann auch schon unsere Mädels in Richtung Laufen kamen). Am Ende gab es eine große Gruppe und einige wenige einzelne Fahrer, die nicht mit der Gruppe mitfahren konnten. Das ist auch schwer allein dort ran zu kommen. Es bestand nie eine Chance, dass man sich an das Windschattenfahrverbot ernsthaft hätte halten können bei der kurzen Runde. Deshalb gab es wohl auch von Beginn an diese großen Gruppen und man hat es gar nicht erst versucht. Unsere Mädels haben geschimpft wie die Rohrspazten. Sind alle allein gefahren... |
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Naja... dann passe Deine Fahrt der Wettkampfsituation an.
Die DTU Sportordnung sieht diese Abstände vor. Wenn Du Dich an diese Mindestabstände hälst, ist es immer legal. Alles andere dann eben nicht und KANN (!!!) zu Sanktionen führen, muss aber nicht, wie wir ja nun bei sehr vielen Wettkämpfen lernen dürfen. Das wäre dann eben die praktische Anwendung dieser Regel. (und ich persönlich halte mich an die Regel. Bin da sehr altmodisch und habe auch keine Profilneurose. Ich will nur schnell ausm Wasser sein, sonst nix ;) ) |
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Beim Schaffhauser Triathlon war es in den letzte Jahren auch immer so dass es gemäss Reglement zwar ein Windschattenverbot gab, das aber nicht durchgesetzt wurden und deshalb sich niemand daran gehalten hat.
Ich habe mich beim ersten Mal auch recht verarscht gefühlt weil ich versucht habe die 10m einzuhalten und dabei aber ziemlich der einzige war. Mit 1000 Teilehmern die innerhalb von etwa 20-30 Minuten aufs Rad steigen und Strassen die meist nur einseitig gesperrt sind war es aber auch nicht immer ganz einfach sich daran zu halten. Beim zweiten Mal bin ich dann auch ab und zu jemandem gefolgt, so richtig dranzuhängen habe ich mich aber doch irgendwie nicht getraut. Dieses Jahr haben sie das Windschattenfahren jetzt offiziell zugelassen. Ich bin mal gespannt ob sich was ändern wird. Die 10 Meter Abstand sind aber auf jeden Fall immer noch besser als ganz alleine unterwegs zu sein. Neben dem reinen Luftwiderstand ist sicher der mentale Effekt nicht zu unterschätzen. |
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Die Fahrradwahl einzuschränken wäre bei so einem Event mit Breitensportcharakter auch nicht ganz einfach. Nicht jeder hat unbedingt ein passendes Fahrrad in der Garage. Wobei die Besitzer von Zeitfahrrädern sicher noch eher ein Alternativrad haben als die Fahrer von Crossbikes, MTB oder allen möglichen anderen Velos die man da noch sieht. Ich hoffe allerdings auch dass mir keiner mit einem Zeitfahrrad am Arsch kleben wird und würde solche Fahrer im Zweifelsfall auch gerne vorlassen. Mit dem Aufleger sehe ich weniger Probleme da man ja beim Draften immer noch Unterlenker fahren kann und den Aufsatz nur dann nutzen wenn man alleine ist. |
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Zitat "Ironman Sportordnung" (exemplarisch von der Webseite vom IM Regensburg):
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ok. ich hab bei NZL geschaut. International kann das variieren.
edit: bei Hawaii steht auch 7 Meter. edit2: Europa: 10m, Asien und Amerika 7m. |
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