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Wie viele Tiere isst ein Mensch?
Tja, ich war echt ganz schön geschockt!
Jeder Mensch isst in seinem Leben 1094 Tiere. Und wenn man sieht unter welchen Qualen Tiere gehalten und teilweise mit Foltermethoden geschlachtet werden, macht mich das sehr nachdenklich. Also ich werde meinen Fleischkonsum darauf hin noch viel mehr einschränken! http://www.welt.de/vermischtes/artic...nem-Leben.html Was ist eure Meinung dazu? |
Ich esse eh nicht viel Fleisch, aber das "Güggeli" welches ich mir heute auf dem Nach-Hause-Weg beim "Güggeli-Maa" mitnehme, wird mir trotzdem ganz hervorragend schmecken.
Wenn ich auf jeden Artikel hin meine Gewohnheiten anpassen würde..wo kämen wir denn da hin. |
Meine Meinung habe ich hier ja schonmal reichlich in einem Thread diskutiert. Ich bin zwar immer noch kein völliger Vegetarier, aber so gut wie. Ich esse nur Fleisch direkt vom Bauern oder direkt vom Jäger. Da ich aber nur einen Jäger kenne und den nie sehe...
Habe mir aber auch schnell angewöhnt darüber nicht mehr mit Leuten, die mir wichtig sind, zu diskutieren, weil das Thema Fleischkonsum zumindest in meinem Umfeld unfassbare Sprengkraft hat und dauernd zu Streit führt. Sehr gut fand ich übrigens diesen Artikel (auch wenn ich sicher kein Buddhist bin) - den Schlusssatz würde ich zu 100% unterschreiben: Zitat:
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Ohne auf den Konsum selber einzugehen und unabhängig davon, dass die Qualität evtl. besser ist:
Ich finde es scheinheilig zu betonen, dass man nur Tiere isst, die ein gutes Leben hatten (vom Bauer nebenan, aus Freilandhaltung etc.). Denn letztendlich stirbt das Tier trotzdem für einen bzw. hat nur deswegen gelebt. m2c |
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Aber abgesehen von den ethischen Aspekten, gibt's auch noch den ökologischen Footprint der Fleischproduktion, die Auswirkungen für die Ernährungssituation der Menschen weltweit, und so weiter.... alles Dinge, über die man sich schlau machen kann. |
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@tRN: völlig richtig, deswegen ja auch mein Einleitungssatz. Muss mich ausklinken, geht gleich in den Flieger (Stichwort ökologischer Fußabdruck :Lachen2: )
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Ich habe mir auch schon in diesem Jahr sehr viele Gedanken zu dem Thema gemacht und meinen Fleischkonsum radikal eingeschränkt, was u.a. heisst viel mehr Soja-Kram. Alles Fleisch was wir selbst kaufen, ist mindestens Bio, eher Bioland, Demeter etc. Allerdings wenn ich auswärts irgendwo eingeladen bin, breche ich als Gast keinen Streit darüber im Zaun und esse auch Fleisch, aber weniger. Und nach all dem was ich in diesem Jahr darüber gelesen, gehört, gesehen habe, muss ich für mich feststellen. Wenn es eine gute Sache gibt die man tun kann, ist es auf Fleisch zu verzichten, Gut für die Tierhaltungsbedingungen, Gut fürs Klima und Gut für die dritte Welt die dann nicht mit europäischen Suppenhühnern bombadiert wird, weil hier ja nur Brust und Schenkel gefressen werden. |
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Ungenauer geht es kaum, was soll man aus diesem Satz an verwertbaren Fakten entnehmen? Was ist ein durchschnittlicher Bundesbürger? Was ist ein durchschnittliches Tier? Im Artikel werden Hühner und Kühe gleichwertig in einen Topf geschmissen, was ist mit den Insekten, zählen die auch einzeln mit dazu? Unzählige Massen von Insekten werden ja ganz nebenbei sogar von bewussten Fleischverweigerern (Vegatarier, Veganer, Rohkostler, Frutariaer usw.) vertilgt. Zudem gibt es aktuelle Forschungen, die Insekten als Proteinquelle der Zukunft untersuchen, um die vielen Nachteile unserer industriellen Massentierhaltung zu umgehen. |
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Ich empfehle zum Thema gerne immer wieder den Herrn Singer & seine praktische Ethik. Sein Werk hat mich sehr geprägt, weil mir nahezu jeder Satz von ihm einleuchtend erscheint, aber ich verstehe gut das manche da Magengrummeln kriegen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Singer http://de.wikipedia.org/wiki/Praktische_Ethik |
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Na Tier ist schon gleich Tier, kommt es auf die Größe an? Anscheinend ist in Deutschland ein Hund z.B. "mehr Wert", als ein Schwein oder eine Kuh. Dabei sind diese beiden Tierarten doch größer, von manchen Hunderassen vielleicht mal abgesehen! Und du hast recht, Hühner und Kühe wandern in den Topf! Leider viel zu viele. Es geht mir nicht um Ächtung der Fleischesser, mehr geht es mir darum, vielleicht das ein oder andere Stück Fleisch weniger zu essen und evtl das gesparte Geld in höherwertiges Fleisch zu investieren. Die Masse der verzehrten Fleisches stammt aus industrieller Fertigung. Da gibt es Tiere, die haben neimals in ihrem sehr kurzen Leben einen Lichtstrahl Sonne gesehen. Werden unter Schmerzen in kürzester Zeit zur Schlachtreife gemästet, nur damit der "durchschnittliche Mensch" seinen Hunger auf billigste Weise stillen kann! Wo bleibt da die Achtung vor der Kreatur??? |
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2. Was denkst du, aus was das Kraftfutter für die Massentierhaltung besteht? Richtig, Soja und Mais aus der guten alten Monokultur :Huhu: und zwar genau von da wo vorher mal Regenwald stand. |
Eigentlich meide ich diese Diskussionen zum Thema "Fleischessen oder nicht", seitdem ich kein Fleisch esse, also seit über 20 Jahre.
Doch inzwischen hat sich das Thema meines Erachtens verändert - und zwar vor den zwei folgenden Aspekten: 1. Massentierhaltung (ob zu Land oder im Wasser in Form von Aquakulturen) führt zu enormen Schädigungen und massiven Zerstörungen der Erde mit irreversiblen Folgen für unsere Kinder. 2. Eine bald auf die 8 Mrd zugehende Weltbevölkerung kann sich nicht so ernähren, wie das der Mensch in der industrialisierten Welt heute tut, sonst ist die Erde in paar Jahrzehnten tot. Somit müssen abseits von irgendwelchen Polemiken (die übrigens fast immer nur von Fleischessern gegenüber Nicht-Fleischessern geäußert werden) langfristig wirksame Lösungen entwickelt werden, sonst knallt's. Eine ganz schnelle Lösung ist nun mal die Reduzierung des Fleischkonsums auf das Niveau, das früher als erstrebenswertes Ziel galt: Einmal die Woche den Sonntagsbraten. Damit bekäme Fleisch wieder den Stellenwert, den es früher hatte, die Leute wären evtl. bereit für diesen "besonderen" Tag auch mehr zu zahlen, so daß die Anbieter einen besseren Preis erzielten. Natürlich wäre das das Ende der Fleischkonzerne, aber die sollten meines Erachtens soundso verboten werden. Noch etwas zum Thema Soja und Eiweiß etc. usw.: Ich esse ebenfalls seit über 20 Jahren quasi kein Soja oder sonstiges Gedöns, was "man" angeblich essen muß, will man nicht sofort eingehen; Butter, Eier, Joghurt und Quark esse ich, Käse kaum und Milch quasi nicht. Und trotzdem bin ich mit meinen 44 Jahren immer noch so muskulös, daß die Freunde meiner 17jährigen Tochter mich jedes Mal ehrfürchtig grüßen...;)...soll heißen: offensichtlich leide ich nicht an Eiweißmangel. Um noch mal den Faden von oben aufzunehmen, warum ich mich überhaupt "einmische": Fleischkonsum ist im Gesamtzusammenhang von Massentierhaltung, Klimaschutz, Abholzung von Wäldern, Monokulturen, Bevölkerungsentwicklung etc. gegenüber früher keine Frage des Geschmacks oder der Ethik mehr - Fleischkonsum in der heutigen Form ist ein nicht mehr verantwortbares Relikt aus "alten Zeiten" - ähnlich wie ein V8 mit 25-30 Litern Verbrauch. Gruß: Michel |
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Das ist ganz sicher nicht so. Gruß J., selbst Vegetarierin und Sojaprodukt-Fan |
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Hatte das auf irgendeinem Produkt mal gelesen und wohl für allgemein genommen :( |
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Das Fleisch der Zukunft hat sechs Beine
Zum Thema wie die Menschheit von Ihrem ungesunden Fleischkonsum wegkommen kann, hatte ich mal einen sehr interessanten Hörbeitrag im DLF verfolgt, der mir jetzt wieder eingallen ist.
Darin wird besprochen, wie man sich zur Ernährung der Weltbevölkerung das Ernährungs-Potential der Insekten zu nutze machen kann. Mal ein paar Auszüge: "In den Niederlanden lebt ein Schwein auf einem Quadratmeter und nach dreieinhalb Wochen haben sie ein Gewicht von neunzig Kilo: Fleisch, Haut und Knochen. Hier sind die Boxen 40 mal 60 Zentimeter, der ganze Stapel ergibt 25 Kilo Mehlwürmer in zehn Wochen und davon muss man nichts wegschmeißen. Das ist sehr effizient. Wir bekommen für zehn Kilo Futter fast acht Kilo Mehlwurm. Bei einem Schwein erhält man für die gleiche Menge Futter nur drei Kilo. Wie gesagt: sehr effizient, das lohnt sich für Unternehmer." "Wir essen nur wenige Tierarten, Schwein, Rind, Huhn, mal ein wenig Fisch. Gelegentlich gibt es Hasen, aber das ist schon fast exotisch. Mit an die 2000 essbaren Insekten gibt es viel mehr Möglichkeiten für den Gaumen, mehr Gerichte, in mehr Geschmacksrichtungen." "Rindfleisch wird immer teurer werden. Wenn ein BigMac erst einmal 100 Dollar kostet, und ein Käferburger nur fünf, dann werden die Leute die Insekten lieben." |
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Urlaubsbild vom Markt in Asien. :Cheese:
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Ansonsten "lebt" selbst ein Masthuhn 30-35 Tage da ist der Weg zum Schlachthof inkl. Schlachtung eher zu vernachlässigen. |
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Positiv zu bewerten ist auch, dass der Konsument dann sieht was es ist. Und nicht anonym irgendwelche "Chicken" Nuggets ist, wo sogar der Name die Herkunft verschleiert. |
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Als mündiger Konsument kann man auf den meisten Packungen oder spätestens auf der Erzeugerhomepage von Sojaprodukten nachlesen, wo das Soja angebaut wird. Dementsprechend kann man dann entscheiden, was man kaufen will. Die meisten Sojaprodukte sind inzwischen Made in Europe, von der Bohne an. Kritischer ist das Soja in diversen (auch un-vegetarischen) Fertigprodukten. Vom Eiweißbrot über den Nudelsnack bis zum Schokoriegel, überall ist in irgend einer Form Soja enthalten. Z.B. als Sojalecithin. Da würde ich entsprechend der Erzeuger dieses Krams (meist Nestle und co.) auch davon ausgehen, dass sich niemand um Ökologie kümmert. |
Ich vermute, Vegetarier wird es ansprechen, Fleischesser schauen es sich vielleicht nicht mal an. Dennoch, ich finde eine wundervoll bewegende Rede, die sich lohnt anzuschauen:
http://www.youtube.com/watch?feature...&v=uQCe4qEexjc Über den Vortragenden: Philip Wollen OAM (born 1950) is an Australian philanthropist. He is a former vice-president of Citibank and was also a general manager at Citicorp. ( http://en.wikipedia.org/wiki/Philip_Wollen ) |
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Ich ess Blumen, denn Tiere tun mir leid...
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Danke für den Link, bin zwar nicht völlig mit allem einverstanden, aber tolle Rede! |
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Ich esse auch seit gut vier Jahren kein Fleisch...Zum Glück.
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Man muss z.B. 13 pflanzliche Einheiten aufwenden (Weizen) um eine tierische E. zu gewinnen, hier Huhn. Beim Rind ist der Quotient 7:1, beim Schwein 4:1 oder 3:1. D.h. man könnte, wenn man auf die Produktion von Fleisch verzichtete, ein Mehr an Menschen ernähren. Mit anderen Worten: weil wir in Europa Fleisch essen, verhungern in Afrika Menschen. |
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Soja kein Ersatz
Ich will nur eines sagen, Soja ist nicht wirklich ein Ersatz. Riesiege Flaechen des Amazonas Gebietes werden abgerodet um Soja anzubauen. Das meiste wird zwar fuer die Viehzucht verwendet, aber trotzemd ist das nicht gut
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So ein Schwachsinn... schau dir mal an was Tiere in Mastbetrieben zu fressen bekommen, das ist kein leckeres Gemüse aus der Edeka Werbung sondern Sachen die wir Mensch teilweise gar nicht Essen können bzw. nie im Leben anrühren würden. Wie z.B. Futtermais. Dazu kommt speziell das diese Pflanzen auf kargen Böden wachsen die nie in der Lage wäre "normale" Erträge zu produzieren... Dazu hätten wir immer noch nicht das Verteilungsproblem gelöst, wie bekommen die Afrikaner die Karotte die hier produziert wird und vor allem wie Zahlen Sie angemessen für unsere Produktionskosten und Transport.... Oder zahlst du das ? Das ganze ist eine Frage der Kosten nicht des Fleisches, wir (Weltbevölkerung) könnten heute schon ohne weiteres Lebensmittel für alle produzieren nur müssten wir(westliche Welt) dazu halt auf unseren Wohlstand zum Teil verzichten... hieße halt für einige hier im Forum kein Triathlon.... du bist aber derjenige der es Ihnen erzählt.... |
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