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KernelPanic 03.10.2011 14:53

WTF: Aldag zur WTC?
 
Was soll ich davon halten?

3-rad 03.10.2011 14:56

find ich klasse, den Aldag mag ich gut leiden.
Ist mittlerweile ein absolut sauberer Typ, der zudem selbst auch hin und wieder die Laufschuhe schnürt und deshalb weiß was zu tun ist.;)

drullse 03.10.2011 15:06

Korrekterweise hätte es wohl heißen müssen:

„Ich bin sehr glücklich, ein Teil der WTC-Familie zu sein und Providence dabei zu helfen, den Sportlern das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Ich mag Aldag auch, nach persönlichem Treffen erst recht, aber ob er der richtige Mann an der Stelle ist? Veranstaltererfahrung hat er doch eher weniger - wobei das natürlich auch ein positiver Aspekt sein kann.

Bin gespannt, was das wird.

rookie2006 03.10.2011 15:08

nunja, zu einem sauberen sport trägt das nicht gerade bei ...

drullse 03.10.2011 15:10

Zitat:

Zitat von rookie2006 (Beitrag 651336)
nunja, zu einem sauberen sport trägt das nicht gerade bei ...

Wer sagt denn, dass der gewünscht ist?

Thorsten 03.10.2011 15:22

Ist er damit der Chef von WTC Europe, der bislang Kai Walter war und der Klagenfurter sein sollte oder wie auch immer die Lage gerade war?

Cruiser 03.10.2011 17:03

So setzt man positive Zeichen :(

Hat die WTC doch mit viel Feingefühl einen Ehrenmann des Radsports verplichtet. Supi :Nee: Weiter so :Lachanfall:

Pmueller69 03.10.2011 17:31

Aldag hat sich einst glaubhaft von seiner Doping Vergangenheit losgesagt. Ob es wirklich gestimmt hat, weiß ich nicht, aber er war auf jeden Fall ein Kontrastprogramm zu manch anderem. Wenn er jetzt die Sportart wechselt, kann das auch auf Grund der Erkenntnis sein, daß man als sportlicher Leiter immer noch zu sehr mit dem Thema konfrontiert wird.

Es wird auf jeden Fall interessant sein, wie es personell in Europa bei der WTC weitergeht.

Und der Kommentar von Jahangir ist in diesem Thread natürlich auch überfällig.

Flitzetina 03.10.2011 17:34

Menschen verdienen eine Chance. Wir machen alle Fehler.

Ich sehe nicht, warum es schlimm sein sollte, dass Aldag bei der WTC arbeitet. Im Gegenteil, er kennt die Spielchen...

tobi_nb 03.10.2011 17:42

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 651354)
Menschen verdienen eine Chance. Wir machen alle Fehler.

Ich sehe nicht, warum es schlimm sein sollte, dass Aldag bei der WTC arbeitet. Im Gegenteil, er kennt die Spielchen...

Der Mensch Aldag hat sicherlich ne zweite Chance verdient. Aber ob man im Kampf gegen doping damit ein richtiges Zeichen setzt, ist zumindest für mich fraglich.

Helmut S 03.10.2011 17:46

Meine Meinung zum D-Thema: Kümmert Euch lieber um das was ihr beeinflussen könnt. D.h. dopt selber nicht und versucht Eure Kinder oder die Euch anvertrauten Kinder der Anderen (Freunde, Sportverein etc.) in dem Sinne zu "erziehen".

Aldag ist ausserhalb Eures Einflussbereiches - wenn es auch den einen oder anderen (eingeschl. mich) interessiert was er da tut.

Pmueller69 03.10.2011 17:47

Zitat:

Zitat von tobi_nb (Beitrag 651355)
Aber ob man im Kampf gegen doping damit ein richtiges Zeichen setzt, ist zumindest für mich fraglich.

Für den Kampf gegen Doping braucht man Geld. Und wird ja bei der WTC eher für den Shareholder Value eingesetzt, als für die einst so eiserne Transparenz. Solange die WTC dort nicht ein paar Euros locker macht, ist es völlig egal, wie er zu dem Thema steht. Es spielt schlicht weg keine Rolle.

Ich hoffe trotzdem, Arne lädt ihn bald mal in die Sendung und ins Forum ein.

Rocco69 03.10.2011 18:17

worin begründet sich Aldags Kompetenz hinsichtlich der Geschäftsführung der WTC Europe? "Weil er sich auch ab und an die Laufschuhe bindet" ist mir da kein Argument. Walter und Petschnig haben da doch Lichtjahre mehr Praxiserfahrung in betriebswirtschaftlichen Dingen, oder irre ich da?

Jahangir 03.10.2011 18:19

Geht mir - wie fast allen anderen auch - am A. vorbei. Ist mir echt schnuppe, wer bei der WTC das Sagen hat. Was soll das auch schon groß ändern, ob der WTC Europa-Capo Walter, Aldag oder Joe Kelly heißt:)

Jahangir 03.10.2011 18:29

Zitat:

Zitat von Rocco69 (Beitrag 651362)
worin begründet sich Aldags Kompetenz hinsichtlich der Geschäftsführung der WTC Europe? "Weil er sich auch ab und an die Laufschuhe bindet" ist mir da kein Argument. Walter und Petschnig haben da doch Lichtjahre mehr Praxiserfahrung in betriebswirtschaftlichen Dingen, oder irre ich da?

zumindet bei Walter irrst du dich. der hat sich vorher beim Bund um die Logistik gekümmert und dann über die Kameradenschiene bei einer internationalen Anwaltskanzlei versucht die administrativen Geschäftsabläufe in Deutschland zu verbessern.
ob du jetzt ein Radsportteam organisierst oder einen Ironman ist mE nicht so der große Unterschied. der soll ja kein Rennen organisieren.
der WTC dürfte es wohl um das Generieren von Sponsorengeldern gehen. das ist viel schwieriger als die Orga von so einem Rennen. man denkt sich wohl, dass das der Aldag besser kann. wie schön geschrieben, das ist relativ unwichtig, wer die WTC in Europa führt. könnte mir allerdings vorstellen, dass Rolf Aldag die Sorgen der Tria-Pros besser versteht, als einer, der erst im reifen Alter von 30 Jahren mit Triathlon in Berührung gekommen ist;)

Helmut S 03.10.2011 19:44

Offizielles Statement der WTC:

Zitat:

WTC verstärkt Team in Europa

2. Oktober (Tampa, Florida) – Heute kündigte die World Triathlon Corporation (WTC) eine personelle Verstärkung im europäischen Team an. Zukünftig wird Rolf Aldag die Funktion des Managing Directors in Deutschland übernehmen. Aldag besitzt einen umfangreichen Hintergrund im Profi-Radsport und leitete als Team Manager seit dem Jahr 2007 das Profi-Radteam HTC-Highroad. Unter seiner Leitung entwickelte sich HTC-Highroad zu einer höchst erfolgreichen Mannschaft, mit mehr als 500 Siegen in Radrennen seit 2008.

Als Profi-Radsportler nahm der ehemalige deutsche Meister Rolf Aldag zehnmal an der Tour de France, 16 Mal an Weltmeisterschaften und zweimal an Olympischen Spielen teil. Nach seinem Rücktritt vom Leistungssport startete er beim Ironman Lanzarote, bekannt als einer der schwersten Ironman-Rennen weltweit. Bei seinem ersten Ironman-Rennen konnte er sich gleich für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren.

„Rolf ist eine hervorragende Ergänzung zum weltweiten WTC Management“ sagt Andrew Messick, CEO der WTC. „Er hat eine jahrelange Erfahrung im Leistungssport und hat sich als Führungspersönlichkeit ausgezeichnet. Wir sind uns sicher, dass mit Rolf die WTC in Deutschland und Europa weiter wachsen wird.“

„Ich finde Triathlon, und die Herausforderung, die er für die Athleten darstellt, sehr spannend“, sagt Aldag. „Die Athleten wollen ihre Grenzen testen und beim Ironman können sie das unter den besten Voraussetzungen tun. Ich freue mich darauf, als Teil der WTC meinen Beitrag dazu zu leisten.“

Kai Walter, bisher als Managing Director für Deutschland für die Organisation der deutschen Ironman-Rennen zuständig, wurde zum Managing Director, European Operations ernannt. Damit ist er zuständig für das Schaffen einer hochwertigen Operationsebene für alle europäischen Veranstaltungen der WTC.

„Nachdem ich in den letzten zehn Jahren die Ironman-Rennen in Deutschland etabliert und weiterentwickelt habe, freue ich mich auf die Herausforderung, nun alle europäischen WTC-Rennen auf eine Ebene mit hohen organisatorischen Standards zu heben“ erklärte Walter zu seiner neuen Aufgabe.

„Kais Know-how macht ihn unschätzbar in der Weiterentwicklung der europäischen Rennorganisation“ fügt Stefan Petschnig, Executive Manager der WTC für Europa und Südafrika, hinzu.

Thorsten 03.10.2011 19:59

Von der Art her könnte diese Lösung in der Tat Fortschritte ergeben. Kai ist ein hervorragender Organisator, der einen Wettkampf perfekt über die Bühne bringen kann und Pannen zu verhindern oder abzumildern weiß. Als der große Stratege und Strippenzieher zu Sponsoren, Medien und Öffentlichkeit ist er mir nie aufgefallen.

Mal aus der Tierwelt ;): Kurt trat eher als der Golden Retriever auf, den alle sofort lieb haben mussten und der Türen öffnen konnte. Kai war immer der Terrier: Struppig, keiner zum Liebhaben aber in seiner Tätigkeit höchst effizient. Zusammen waren die beiden ein klasse Gespann und jetzt braucht die WTC wieder einen fürs Rampenlicht.

Cruiser 03.10.2011 20:07

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 651386)

Mal aus der Tierwelt ;): Kurt trat eher als der Golden Retriever auf, den alle sofort lieb haben mussten und der Türen öffnen konnte. Kai war immer der Terrier: Struppig, keiner zum Liebhaben aber in seiner Tätigkeit höchst effizient. Zusammen waren die beiden ein klasse Gespann und jetzt braucht die WTC wieder einen fürs Rampenlicht.

Sicherlich ein richtiger Lösungsansatz, aber...ich hätte mir ein wenig mehr "frischen Wind" gewünscht...

endorphi 03.10.2011 22:15

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 651386)
Von der Art her könnte diese Lösung in der Tat Fortschritte ergeben. Kai ist ein hervorragender Organisator, der einen Wettkampf perfekt über die Bühne bringen kann und Pannen zu verhindern oder abzumildern weiß. Als der große Stratege und Strippenzieher zu Sponsoren, Medien und Öffentlichkeit ist er mir nie aufgefallen.

Also im Pannen abmildern ist Kai Walter eine absolute Fehlbesetzung, dass kann ich Dir aus eigener Erfahrung glaubhaft versichern. Ist aber hier eher Off Topic.

Thorsten 03.10.2011 22:20

Es gab sicher nicht behobene Pannen und Kai ist da nicht der Mann, der die Leute dazu bringt, dass sie selbst dem noch was gutes abgewinnen. Aber es gab sicher viele Pannen einfach nicht, das vergisst man nur schnell und empfindet es als normal.

Jahangir 03.10.2011 22:35

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 651386)
... Mal aus der Tierwelt ;): Kurt trat eher als der Golden Retriever auf, den alle sofort lieb haben mussten und der Türen öffnen konnte. Kai war immer der Terrier: Struppig, keiner zum Liebhaben aber in seiner Tätigkeit höchst effizient. Zusammen waren die beiden ein klasse Gespann und jetzt braucht die WTC wieder einen fürs Rampenlicht.

:Lachanfall: :Lachanfall:

maifelder 03.10.2011 22:51

Ich hätte mir auch Normann vorstellen können. Aber der Aldag :Lachanfall: :Nee:

3-rad 03.10.2011 22:57

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 651466)
Ich hätte mir auch Normann vorstellen können. Aber der Aldag :Lachanfall: :Nee:

Zabel macht ja was anderes und die Bölts auch

Helmut S 03.10.2011 23:00

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 651466)
Ich hätte mir auch Normann vorstellen können.

Der hat doch gar keine Erfahrung, oder? R.A. war zumindest ja Sportdirektor (T-M) und Teammanger (HTC HR).

Pumpernickel 03.10.2011 23:53

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 651471)
Der hat doch gar keine Erfahrung, oder? R.A. war zumindest ja Sportdirektor (T-M) und Teammanger (HTC HR).

Was ist mit Dresdner Kleinwort und Commerzbank Triathlon Team??

drullse 03.10.2011 23:56

Zitat:

Zitat von Pumpernickel (Beitrag 651484)
Was ist mit Dresdner Kleinwort und Commerzbank Triathlon Team??

Da war er Athlet aber kein Manager AFAIK.

Ausdauerjunkie 04.10.2011 00:05

Tränengeständnis
 
Zitat:

Zitat von KernelPanic (Beitrag 651329)
Was soll ich davon halten?

Das weiß ich nicht.

Ich jedoch erinnere mich gut an das "Tränengeständnis", was mit Sicherheit auch nur das war, was direkt bewiesen werden konnte.

Ich bin dafür Dopern keine 2. Chance im Sport zu geben.

endorphi 04.10.2011 12:05

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 651471)
Der hat doch gar keine Erfahrung, oder? R.A. war zumindest ja Sportdirektor (T-M) und Teammanger (HTC HR).

Und vorher war er auch "nur" Rennfahrer......

endorphi 04.10.2011 12:06

Zitat:

Zitat von Ausdauerjunkie (Beitrag 651490)

Ich bin dafür Dopern keine 2. Chance im Sport zu geben.

Da bin ich dabei!

tobi_nb 04.10.2011 12:18

Zitat:

Zitat von Ausdauerjunkie (Beitrag 651490)
Ich bin dafür Dopern keine 2. Chance im Sport zu geben.

[OT an]

Gilt das nur für Sportler, oder für jeden der versucht mit illegalen Mitteln einen Leistungsvorsprung gegenüber Kotrahenten zu erwirken?
[OT aus]

Hafu 04.10.2011 12:34

Ich find die Aldag-Personalie dahingehend bemerkenswert, als sie ein Indiz für die wachsende Bedeutung des Triathlons (auch oder gerade in wirtschaftlicher Hinsicht) ist:

Prominenter Teammanager wechselt vom (früheren?) Millionen-Business Radsport (dessen Attraktivität für Sposoren aber seit Jahren nicht zuletzt durch das Doping-Image sinkt) in die aufstrebende Nischensportart Triathlon...

Sowar wäre vor 10 oder 20 Jahren noch völlig undenkbar gewesen.

Dass die zweifellos höhere Attraktivität des Triathlons für Sponsoren (aufgrund weniger Doping-Skandale) ziemlich fragil ist (weil die Probleme bei uns im Ansatz dieselben sind, wenn auch in vermutlich geringerer Ausprägung) dürfte jemand wie Aldag nur allzu gut wissen und vielleicht ist das auch eine Chance für den Sport, nicht die bekannten Fehler des Profi-Radsportes zu begehen (Strategie des "unter den Teppich kehren und immer weiter so")

drullse 04.10.2011 12:37

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 651588)
Dass die zweifellos höhere Attraktivität des Triathlons für Sponsoren (aufgrund weniger Doping-Skandale) ziemlich fragil ist (weil die Probleme bei uns im Ansatz dieselben sind, wenn auch in vermutlich geringerer Ausprägung) dürfte jemand wie Aldag nur allzu gut wissen und vielleicht ist das auch eine Chance für den Sport, nicht die bekannten Fehler des Profi-Radsportes zu begehen (Strategie des "unter den Teppich kehren und immer weiter so")

Das dürfte sich recht bald zeigen, wenn (oder besser: falls) man das Thema offensiv angeht.

Jahangir 04.10.2011 12:39

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 651588)
....

Dass die zweifellos höhere Attraktivität des Triathlons für Sponsoren (aufgrund weniger Doping-Skandale) ziemlich fragil ist (weil die Probleme bei uns im Ansatz dieselben sind, wenn auch in vermutlich geringerer Ausprägung) dürfte jemand wie Aldag nur allzu gut wissen und vielleicht ist das auch eine Chance für den Sport, nicht die bekannten Fehler des Profi-Radsportes zu begehen (Strategie des "unter den Teppich kehren und immer weiter so")

... oder aber dessen Erfahrung und Wissen beim unter dem Teppich kehren und immer weiter so, man sich für ein paar Jahre zu nutze machen möchte. Solange nämlich bis der Profi-Triathlon wirtschaftlich genauso den Bach runtergeht wie der Radsport. Aber bis dahin möchte man das Unternehmen ohnehin wieder verkauft haben;)

FuXX 04.10.2011 12:43

Zitat:

Zitat von Rocco69 (Beitrag 651362)
worin begründet sich Aldags Kompetenz hinsichtlich der Geschäftsführung der WTC Europe? "Weil er sich auch ab und an die Laufschuhe bindet" ist mir da kein Argument. Walter und Petschnig haben da doch Lichtjahre mehr Praxiserfahrung in betriebswirtschaftlichen Dingen, oder irre ich da?

Seh ich auch so. Aber nun ist es so und da die Wahl getroffen ist sollte man ihm ne Chance geben. Zudem liest sich das WTC statement nicht so als waere Aldag da irgendwie uebergeordnet, eher im Gegenteil.


Der Triathlonsport wird dadurch IMHO auch nicht sauberer oder unsauberer, waer ja noch schoener wenn dann einer sagt: "Ich hab gedopt weil der Aldag WTC Mitarbeiter ist und das auch mal gemacht hat." es ist wohl nicht besonders gluecklich, aber man muss auch kein Drama daraus machen.

Hafu 04.10.2011 12:51

Zitat:

Zitat von Jahangir (Beitrag 651593)
... oder aber dessen Erfahrung und Wissen beim unter dem Teppich kehren und immer weiter so, man sich für ein paar Jahre zu nutze machen möchte. Solange nämlich bis der Profi-Triathlon wirtschaftlich genauso den Bach runtergeht wie der Radsport. Aber bis dahin möchte man das Unternehmen ohnehin wieder verkauft haben;)

Die Befürchtung habe ich im Hinterkopf schon auch, aber immerhin ist Aldag noch nicht so alt, dass man von ihm nur noch ein Denken in kurzfristigen Zeiträumen erwartet.
Und vielleicht will er auch bei einem zukünftigen Besitzer der WTC (er ist ja nicht der, der von einem raschen Verkauf profitiert) seinen Job behalten. Ist aber vielleicht auch nur blauäugiges Wunschdenken.

tobi_nb 04.10.2011 12:55

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 651597)
Der Triathlonsport wird dadurch IMHO auch nicht sauberer oder unsauberer, waer ja noch schoener wenn dann einer sagt: "Ich hab gedopt weil der Aldag WTC Mitarbeiter ist und das auch mal gemacht hat." es ist wohl nicht besonders gluecklich, aber man muss auch kein Drama daraus machen.

I.m.A. ist es nicht entscheidend, ob der Sport sauberer, oder nicht sauberer wird, sondern ob er in der Aussendarstellung "sauber rüberkommt".

Und das ist ein Herr Aldag das falsche Signal. Zum Einen hat er selbst gedopt, und zum Anderen kommt er aus einer Sportart die in der Aussendarstellung nur aus Dopern besteht.

Ich als Sponsor würde mich fragen: Was hat/kann Herr Aldag so gut, dass er jetzt diesen Job macht.
Das Hauptargument werden seine Beziehungen sein. Aber Beziehungen zu wem?
Zu alten Seilschaften und alten "Kumpels" Allesamt Dopingmitwisser.
Egal wie man's dreht;
Ein Signal für sauberen Sport sieht anders aus.

nabenschalter 04.10.2011 12:58

Ich habe nichts persönlich gegen Aldag und jeder verdient eine zweite Chance, aber muß die ausgerechnet im Sport liegen. Er wird seine Qualitäten haben, aber ich als potentieller Sponsor hätte seine Dopingvergangenheit sofort im Kopf. Das steht damit immer im Hintergrund zu seiner Tätigkeit des Sponsoren-Aquirierens. Und zu welchen Sponsoren hat er gute Kontakte, zu denen die früher oder immer noch Radsport sponsorn.

Ich weiß nicht, ob die WTC damit wirklich gut beraten ist, Aldag als Europarepräsentanten zu installieren.

Udo Böltz hält seit damals die Klappe und ist ganz aus der Szene raus. Das hat meines Erachtens viel mehr Format und zeigt wahre Größe! Ist aber wirklich nur meine Meinung.

Beste Grüße
Nabenschalter

Jahangir 04.10.2011 13:01

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 651597)
Seh ich auch so. Aber nun ist es so und da die Wahl getroffen ist sollte man ihm ne Chance geben. Zudem liest sich das WTC statement nicht so als waere Aldag da irgendwie uebergeordnet, eher im Gegenteil. ....

Genau. Scheinen alle auf der gleiche Stufe zu stehen. Der eine für die europäische Orga (Walter), der Ösi für das Betriebswirtschaftliche und der Aldag nach außen als Man, der die Sponsoren ranschafft.

Joerg aus Hattingen 04.10.2011 13:09

Zitat:

Zitat von Ausdauerjunkie (Beitrag 651490)
Ich bin dafür Dopern keine 2. Chance im Sport zu geben.

Es geht aber nicht um Sport, sondern um Business

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 651588)
...dessen Attraktivität für Sposoren aber seit Jahren nicht zuletzt durch das Doping-Image sinkt) in die aufstrebende Nischensportart Triathlon...

Ist nur in D so, geh mal nach B, F, I, US.

Zitat:

Zitat von tobi_nb (Beitrag 651606)
Ein Signal für sauberen Sport sieht anders aus.

Nochmal, wer dopt und oder nicht, interessiert außerhalb von D kaum jemanden.

Hafu 04.10.2011 13:37

Zitat:

Zitat von Joerg aus Hattingen (Beitrag 651612)

Ist nur in D so, geh mal nach B, F, I, US.
.

...die Argumentation kenne ich, aber warum werden dann in diesen Ländern, in denen der Profi-Radsport angeblich noch boomt, keine neuen Rennställe gegründet oder wenigstens Ersatz-Sponsoren für die aus dem Profi-Radsport aussteigenden Geldgeber aufgetan?
Seit ungefähr 10 Jahren versucht man schon in den USA attraktive Profi-Radrennen oder gar Mehr-Etappen-Fahrten aus dem Boden zu stampfen und im Rennkalender zu etablieren. Eine nennenswerte Entwicklung kann man da aber nicht erkennen.

Allein die zunehmende Zahl arbeitsloser Radprofis belegt, wie sehr der Profi-Radsport in der Krise ist.

Man sieht die Tendenz auch in den Hochglanzprospekten mancher Rad- Lenker- und Helmhersteller: Früher haben die Hersteller ihre High-End-Produkte in erster Linie für den Profi-Radsport (und dessen solvente Fans) entwickelt und produziert und die Triathleten haben sich dann aus diesen Produkten bedient, bzw. sind auf Kleinserien und Nischenhersteller ausgewichen.

Heutzutage gibt es immer häufiger große Hersteller, die auf UCI-Vorgaben wie Sitzrohrwinkel oder die 3:1-Regel pfeifen und Rahmen und Komponenten gleich bewußt auf die offenkundig wenig preissensible Zielgruppe Triathlon produzieren (bei denen die Gewinnspanne offensichtlich am größten ist) und die Zielgruppe "Zeitfahren innerhalb des Radsportes" rückt zunehmend in den Hintergrund.


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