![]() |
Wechselwirkung Ernährung und Heuschnupfen?
Da es hier im Forum schon einige Themen zur Ernährung gibt und diese auch sehr ausgiebig diskutiert werden und damit auch als grosser Infromationsschatz dienen, möchte ich mal folgendes Thema an "Heuschnupfen"-Leidgeplagte bzw. die Ernährungsspezialisten richten. Ich beziehe mich bewusst auf "Heuschnupfen", d.h. eine Pollenallergie.
Habt Ihr Wechselwirkungen bzgl. Ausmass der Allergie und der Ernährung festgestellt, bzw. vielleicht gibt es ja auch Erfahrungsberichte, wo bei Umstellung oder Feintunig der Ernährung die Allergie komplett verschwunden ist? Die momentane Pollensaison lässt sich von mir nur meist mit Einsatz eines Anitallergikums (Lorano) und Nasenspray erträglich überleben. |
Ich kann dir nichts genaues sagen, aber es gibt sogenannte Kreuzallergien. Die Mutter meines Freundes leidet massiv darunter.
Das bedeutet, dass bestimmte allergene Stoffe alleine keine Auswirkung haben, aber wenn sie kombiniert mit etwas anderem auftreten, dann schon. Bei ihr ist es konkret so, dass sie gaaaanz viele Lebensmittel besonders in der Heuschnupfenzeit nicht anrühren kann, die sie im Winter durchaus verträgt. Kreuzallergien sind leider schwierig genau festzustellen... da hilft eigentlich nur Erfahrung, weil man nicht alle beliebigen Kombinationen durchtesten kann. Mehr kann ich leider dazu nicht beitragen. LG |
Meine persönlichen Erfahrungen:
Zur Heuschnupfensaison (bei mir April mit Birke und Ende Juni/Juli mit Gräsern) verzichte ich auf rohe Äpfel und rohe Karotten - ist ja sowieso keine Äpfelzeit mehr. Sonst bekomme ich Jucken im Rachen. Ist also wohl eine Kreuzallergie. Zu sonstigen Zeiten vertrage ich Äpfel und Karotten aber gut. Rohe Haselnüsse meide ich das ganze Jahr, scheint also eine echte Haselnussallergie zu sein. Alkohol senkt bei mir die Schwelle, ab der allergische Reaktionen auftreten und/oder verstärkt allergische Reaktionen. Heuschnupfen ist ja wohl auch eine Art entzündlicher Prozess, insofern sollten Nahrungsmittel, von denen man sagt, dass sie Entzündungen mildern, auch günstig sein. Habe ich aber noch nie konsequent probiert. |
Nach erfolgloser Hyposensibilisierung versuchte ich, ohne Medikamente auszukommen, nahm aber an den besonders schlimmen Tagen zuerst Carbinoxamin (Polistin T-Caps), später Terfenadin. Da ich aber jung und aufgeschlossen war, hab ich auch ein wenig experimentiert:
ca. 1980: Irgendwo hab ich mal das Gerücht aufgeschnappt, daß Honig helfen soll. Mein Ergebnis des Selbstversuchs: neutral. Keine Besserung, aber auch keine Verschlechterung. 1988: Neues Gerücht: Vegetarische Ernährung soll helfen. Neben der Ethik ein weiterer Grund für meine mehrjährige vegetarische Phase. Ergebnis des Selbstversuchs: wieder nix. keine Verbesserung, aber auch keine Verschlechterung. Ein weiterer Tip war die regelmäßige Aufnahme von Calcium, mangels konsequenter Einnahme kann ich aber keine Aussagen treffen. Irgendwann 1995-2000: Meine Heuschnupfen-Symptome reduzieren sich plötzlich auf ein erträgliches Maß, so daß ich keine weiteren Experimente mehr für notwendig erachte. Nachdem Terfenadin verschreibungspflichtig geworden ist, bin ich mittlerweile auf Loratadin umgestiegen, wende es tageweise an und komme mit 5 Tabletten pro Saison aus. |
Zitat:
|
Zitat:
wie schon erwähnt, gibt es eine Menge Kreuzallergien. So können Menschen mit Birkenpollenallergie meist keine Äpfel oder Haselnüsse vertragen. Ein "Jucken" im Mund nach Verzehr entsprechender Nahrungsmittel nennt man "orales Allergiesyndrom". Sollte diese Symptomatik regelmässig auftreten würde ich das auslösende Lebensmittel unbedingt weglassen, da sich aus so einem oralen Allergiesyndrom auch eine richtige systemische allergische Reaktion entwickeln kann. Falls man keine Hyposensibiliserung anstrebt bzw wenn eine Hyposensibilierung erfolglos war, besteht die Möglichkeit einer Eigenblutherapie. Wir nehmen 10 x Blut aus der Vene und mischen das entnommende Blut mit Echninacea Injeel und verabreichen das gemisch dann wieder in den Gluteus Muskel. Seit vielen Jahren zeigen sich immer wieder erstaunliche Verbesserungen bei Allergien. Der beste Zeitraum für eine solche Eigenbluttherapie ist der herbst, wenn man von enstprechenden Symptomen verschont ist. Gut geeignet ist eine solche Eigenbluttherapie auch bei Infektanfälligkeit. Grüsse, Marc |
Ich nehme seit 4 Jahren täglich Schwarzkümmelöl zu mir, nachdem u.a. Hyposensibilisierung nichts gebracht hat.
Erfolg: 70-80%ige Besserung Bei meinem Sohn ist der Erfolg eher noch größer... Grüsse, Harald |
Zitat:
Zitat:
Beim Essen versüre ich keine Reizung oder Unverträglichkeit, d.h. esse halt "ganz normal". Zitat:
|
Öl, zweimal täglich einen Teelöffel. Wichtig ist, dass es regelmäßig genommen wird. Und nach einem Monat hat man sich auch an den Geschmack gewöhnt :Cheese:
|
Wo bekommt man das Oel? Internetversand ist klar, vielleicht auch im Drogeriemarkt oder Bioladen?
|
Apotheken, Reformhäuser...
|
Zitat:
In meiner "Allergie-Karriere" ist dieses Frühjahr beispiellos. :Kotz: |
Kümmere Dich um Deinen (Dick)darm (Nahrungsmittelunverträglichkeiten zb Laktose, Fruktose, Gluten u.w.m. sowie entzündliche Prozesse im Darm) und um Deine Säure-Basen-Bilanz. Dort liegt langfristig der Schlüssel zum Erfolg gegen Deinen Heuschnupfen. Alles andere ist Rumdoktern an den Symptomen, aber nicht an der Ursache. Wundermittel gibt es nicht und machen nur die Verkäufer reich.
|
Zitat:
Übrigens lagen die Informationen über Schwarzkümmelöl bei meinem Arzt aus... Grüße, Harald |
Zitat:
Was ich zum Thema "Ursachen im Darm" für Allergieneigung neben Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Entzündungen noch vergaß zu erwähnen: Pilzinfektionen zb mit Candida Albicans. Beim Doc testen lassen. |
Zitat:
Ich habe mit dem folgenden Versand und seinen Produkten bisher gute Erfahrungen gemacht, habe aber dort noch kein Schwarzkümmelöl erworben: http://www.makana-shop.de/juergen993...hwarzkuem.html P.S. ich verfolge mit dem Link keinerlei wirtschaftliche Interessen. |
Zitat:
Kann ich empfehlen, ist auch meine Quelle und auch ich verfolge damit keine wirtschaftlichen Interessen. Harald |
Schwarzkümmelöl hat ja soweit ich weiß eine katastrophale n6:n3 Fettsäuren Ratio... welche Fettsäure soll es denn sein, die hier nützlich ist?!
lg |
Jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu:
Ichhabe meine Ernährung auf Grund der Paleo-Essays ab dem 07.12.2009 umgestellt. Keine Milch, keinen Zucker und kein Getreide mehr. Im Frühjahr 2010 hatte ich keinen Heuschnupfen mehr! Und das ist bis heute so geblieben. Die Wirkung des Schwarzkümmelöls kann ich bestätigen, habe es immer bei www.makana.de bestellt. |
Zitat:
worauf beruht die Wirkung von dem Schwarzkümmelöl? |
Zitat:
Zitat:
Zunächst mal freut mich das natürlich über alle Maßen, dass Du durch die Umstellung auf Paleo Deinen Heuschnupfen in den Griff bekommen hast. Du bist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass es mehr bringt, mal einfach was neues auszuprobieren, als im luftleeren Raum zu theoretisieren ohne selbst die Probe aufs Exempel zu machen. Das, was laut der Theorie zu erwarten war, hat sich bei Dir realisiert - das genügt zwar nicht den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Beweisführung, aber sollte in jedem Fall anderen Fori's und ihren Angehörigen Mut machen, die vielleicht von ähnlichen einschlägigen Problemen und Problemchen geplagt werden, die sich was schulmedizinische Behandlung angeht, als behandlungsresistent erweisen. Was Christian's Frage bzgl. Schwarzkümmelöl angeht, habe ich folgende Infos gegoogelt: http://www.nature.de/GHPnat/artikel/...s/schwarzk.htm Ich selbst habe mich mit dem Öl noch nicht intensiver beschäftigt, verwende aber Schwarzkümmmel (das ist das Zeug, das die Türken gerne auf ihr Fladenbrot geben (schwarze Körner wie Sesam etwa)) gerne als Gewürz zb zum Aufpeppen eines Tahin-Dips. Gruß Robert |
Zitat:
|
interessant :-)
"Phytother Res. 2003 Apr;17(4):299-305. Pharmacological and toxicological properties of Nigella sativa. Ali BH, Blunden G." " induce changes in the haemogram that include an increase in both the packed cell volume (PCV) and haemoglobin (Hb)" ich geh gleich mal zum Bioladen um die Ecke mir das Zeug holen :-) und hoffe dass die Allergie besser wird hehe |
"and by enhancing muscle Glut4 expression"
wird ja immer interessanter das Öl |
Zitat:
|
Zitat:
|
Zitat:
|
Noch ne kompakte Zusammenstellung zum Thema Schwarzkümmelöl zur Info:
http://www.phytodoc.de/heilpflanze/s...ehen-herkunft/ |
ich esse fast nur noch obst und etwas gemüse bis mittag. als fahrradkurier benötige ich fastfood, diese besteht bei mir des öfteren aus ein bis 2 gurken und 2 bis 4 büchsen ölsardinen. geniale kombi.
|
Zum Fruehstueck nur noch Obst. Unkomplizierter geht es gar nicht, es fällt nicht mal Geschirr zum Waschen an bei den meisten Obstsorten.
Ich habe und hatte allerdins auch noch nie Heuschnupfen. |
Ich habe jetzt einmal etwas nachgedacht über Eure Antworten. Vielen Dank dafür und den Anstoss!
In den letzten Jahren ist mein Heuschnupfen eigentlich immer besser geworden, d.h. seitdem ich Triathlon betreibe und damit ständig in Bewegung und an der frischen Luft war. Zum einen habe ich mir immer gesagt, so kommt der Körper schon recht früh mit kleinsten Pollenkonzentrationen in berührung und gewöhnt sich vielleicht selbst besser dran. Aus der "Paleo"-Ecke betrachtet, hat der Körper ja erstmal das bekommen, was er auch braucht, ausreichend Bewegung. Meine Ernährung wurde mit dem Sport auch immer etwas "bewusster", jedoch nie ohne Verzicht auf Schokolade, Kuchen, Getreide-Nahrung, Milch. Seit einem guten Jahr hat sich das nun leider geändert, Jobwechsel, mehr Arbeit, Sport ging auf Null runter, Heisshunger auf Schokolade (tafelweise), also ins Gegenteil hinein. Eine schöne Wampe ist das Resultat und die entsprechenden Kilos. Seit Aschermittwoch verzichte ich nun auf Schokolade, ok die erste Woche war der reinste Horror, weil die Birne ihren Zucker verlangte, nun befinde ich mich jedoch in einem Zustand, in dem ich ganz ruhig neben Schokolade sitzen kann, ohne das geringste Verlangen zu spüren. Dem Kuchen kann ich leider nicht entsagen, aber der kommt eigentlich nur zum WE vor. Ein Versuch zu mehr Paleo sind mir die Erfolgsberichten allemal wert, d.h. ich werde erst ein Mal nach und nach "auf mehr Paleo" umstellen, d.h. mit kleinen Schritten zum Ziel. Meine Eindrücke werde ich Euch mitteilen, versprochen. |
Seit August 2010 esse ich vegetarisch, bis auf hin und wieder ein Ei vom Frühstücksbuffet auf Reisen und zu Ostern (ca. 5-10 Stück seit August) und kaum öfter laktosefreie Milchprodukte quasi kein tierisches Protein. Die glutenhaltigen Getreide meide ich schon seit beinahe 10 Jahren.
Bis jetzt hatte ich 2011 noch absolut keine Heuschnupfen-Beschwerden, noch nicht mal wenn ich ein Rapsfeld entlang laufe. Ich hoffe das bleibt auch während der Gräserblüte und für die nächsten Jahre bis Jahrzehnte so. Und zusätzlich mache ich regelmäßig Neti. D.h. die Nase mit leicht gesalzenem Wasser aus einem Nasenspülkännchen regelmäßig spülen. |
Zitat:
nimmst Du das Oel tgl während der Pollenflugzeit zu Dir oder tatsächlich seit 4 Jahren jeden Tag?? Ich finde das nämlich sehr interessant und möchte das mal ausprobieren. Für dieses Jahr bin ich aber eigentlich durch mit der Allergie... Gruss, Marc |
Zitat:
Vielleicht solltest du dir aufschreiben welche Symptome du hattest und wie sie dich behindert haben und was du genau eingehalten hast. Gesundungen durch nicht schulmedizinische Methoden, wie Ernährungsumstellungen, verlaufen oft so natürlich langsam, dass sie gar nicht so richtig realisiert werden. Dazu kommt, dass Störungen des Wohlbefindens sehr gut wahrgenommen werden, wohingegen Gesundheit per se gar nicht als solche erkannt wird. Wenn dann die Symptome verschwunden sind, nehmen irgendwann schleichend die alten Gewohnheiten wieder überhand. Monate oder Jahre später werden dann auch die alten Symptome wieder auftauchen, und wenn sich dann gerade kein Ernährungskundiger im Forum rumtreibt, hilft eine Aufzeichnung sich zu erinnen. Auch daran zu erinnern, dass die Schulmedizin nicht wirklich helfen konnte. Man muss auch im Gedächtnis behalten, dass die Gründe die bisher zu einer nicht verträglichen Ernährungsweise geführt haben, nicht verschwinden werden! Mag es der Gruppendruck sein, psychische oder gar physische Abhängigkeit oder sonstwas; die Wahrscheinlichkeit, dass man (hoffentlich nur zeitweilig) rückfällig wird ist groß. |
Bei mir ist er trotz Ernährungsumstellung nicht weg. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auf Grund meines Umfeldes nicht komplett auf Zucker und Getreide verzichten will. Ich will weiterhin mit meinen 3 Kindern am Mittagstisch sitzen und so wie alle Spaghetti essen. Wobei die Portionen viel kleiner geworden und die Salatschüssel daneben Monsterausmaße angenommen hat. Auch geht die Tendenz auch am Mittagstisch stark Richtung Peleo.
Jedenfalls habe ich eigentlich die Rhinitis als Symptom, die ich mit Nasonex ziemlich im Griff habe und ab und an das bronchiale Asthma (zB. Beim Neoschwimmen in einem See, auf dessen Oberfläche sich die Pollen sammeln), da gönn ich mir dann Salbutanol. Insgesamt aber nimmt mich die Allergie lange nicht mehr so mit wie früher, keine große Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Unkonzentriertheit mehr! Ich denke, das liegt an der Ernährungstendenz. Lg nik |
Zitat:
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
Gruß Robert |
Zitat:
ich nehme es täglich (na ja, es gibt sicher auch mal den einen oder anderen Tag, an dem ich keines habe oder es vergesse) :Cheese: , aber in der Regel eben täglich. Um evtl. für nächstes Jahr bereits Erfolge zu erzielen, empfiehlt es sich bereits heuer, spätestens im Herbst mit der Einnahme zu beginnen. Gruss, Harald |
Zitat:
Mit dem letzten Flascherl kam ich 2 Jahre aus, gestern hab ich mir ein neues geholt, wird nur angewendet, wenn die Nase massiv rinnt. Lg nik |
...ich versuche jeden Tag die Pollenvorhersage zu schauen und richte dann meinen Einsatz von Lorano und Nasonex daran aus.
|
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:48 Uhr. |
Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.