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Intervalltraining für die LD?
Hi,
wie ist eigentlich so die allgemeine Ansicht zu Intervallen im Langdistanz Training? Wenn ich mal grob über den 18h Plan rüber gucke, dann ist bis Mai fast ausschließlich GA1 Trott angesagt und später sind es wohl hauptsächlich auch eher schnelle Koppelläufe. Im April würde ich auch versuchen wollen einen schnellen Halbmarathon zu laufen. Da kann ich mir gerade nicht vorstellen wie man dann monatelang an einen gewissen Schlurfschritt gewöhnt ohne Vorwarnung Halbmarathontempo laufen soll. Mich würde da echt interessieren was sich im Wintertraining bewährt hat. Nur Ausdauer oder auch mal bestimmte Intervalle? |
Kommt stark auf deine Laufleistungsfähigkeit und den Zeitpunkt drauf an.
Wenn Du ein schneller Läufer bist und genug Zeit für eine weitere Laufeinheit hast kann es sicher noch was bringen. Andere Einheiten sind aber sicher wichtiger. Ich hatte nur Zeit für drei Laufeinheiten, i.W. langer Lauf, Tempodauerlauf und Koppellauf - und vielleicht mal ein Läufchen zum Schwimmbad - das dann meist sehr intensiv. Wenn es früh genug in der Saison ist und Du erst an Deiner Laufform feilen willst spricht sicher auch nichts dagegen. |
Ich mach ganzjährig auch intensivere Läufe. Ich finde, dass es sehr viel bringt, da ich dann auch in den Grundlageneinheiten schneller bin. Frei nach dem Motto wenn der Körper schneller absolut kann, kann er auch schneller langsam, oder so...
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Felix |
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Ich mach jetzt zwar keine Intervalle, aber 1 x/Woche ein Fahrtspiel mach ich schon. |
Vielleicht wäre dieser Beitrag aus dem Filmarchiv nützlich für Dich:
Road to Kona, Teil 8: Lauftraining „Top-Down“Viel Erfolg! Arne |
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intervalle mache ich auch in jeder phase des trainings....ausser jetzt.....wo ich bis ende oktober "fuers richtige" training trainiere...
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Wann, wo :Huhu: Gruß Walli |
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Fahrtspiel ist eher unstrukturiert von der Belastungslänge. Normalerweise hast Du ja keine Zeit/km-Vorgaben. |
hmmm, ich schein da mehr oder weniger der einzige zu sein, der keine intervalle gelaufen ist.
mein lauftraining beschränkte sich auf ga1 läufe plus 2-3 10-15km wettkämpfe aus dem training heraus. wie arne es schon andeutete geht es mir um die anhebung der aerboben schwelle (also grob gesagt die laufleistung bei laktat 2), da man im wettkampf sowieso kaum zu mehr in der lage ist. was ich aber entgegengesetzt zur scheinbar allgemeinen meinung sehe ist, das ga1 nicht nur rumgeschlappe bedeutet. vor allem mit läufen im oberen ga1 konnte ich meine aerobe schwelle deutlich nach oben drücken. |
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Die Ausdauer ist bei meinen 3-4 Läuferjahren natürlich der begrenzende Faktor, aber trotzdem würde ich halt auch nur ungern die nächsten Monate nur eintöniges GA1 Lauftraining machen. Den Film hatte ich sogar schon früher mal gesehen (daher die Idee mit dem HM im Frühjahr), aber ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung dass dort auch konkrete Einheiten vorgeschlagen worden sind. Ich denke dieses Konzept von Intervallen über das ganze Jahr und von kurz/schnell zu länger/langsamer macht mir auch am meisten Spaß. Es hat mich halt nur etwas verunsichert, dass der TS.de Plan da komplett drauf verzichtet. @Walli. Ja! Hab schon große Pläne für 2011. :cool: Registrierung ist zwar noch nicht offen, aber ich melde mich die Tage beim IM UK an. |
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Immer scheiß Wetter und viele Höhenmeter auf der Radstrecke viel Spass:Huhu: |
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Ich bin vor einigen Jahren einmal im März durch Zufall noch zu einer LD Anfang Juli gekommen.
Da in diesem Jahr eigentlich ein KD- und Laufjahr geplant war, hatte ich den ganzen Winter über und auch im Frühjahr viele schnelle Sachen gemacht und das GA1-Zeugs eher moderat. In dem Jahr hatte ich mit 9:22 mein bestes Ergebnis... |
Pauschalaussagen sind schwierig, man muss den Trainingshintergrund jeweils berücksichtigen. Wenn beispielsweise ein Athlet jahrelang umfangsbetont trainiert hat und danach eine für eine Saison eher intensitätsbetont trainiert, wird er seine Leistung in der Regel verbessern.
Für einen anderen Athleten kann es dagegen richtig sein, seine Körner überwiegend für die Grundlagenausdauer zu investieren. Es kommt eben immer drauf an. Häufig wird jedoch die Kraft als dritte Komponente vergessen – es geht nicht immer nur um die beiden Pole Umfang oder Intensität. Am Anfang jeder Trainingsplanung hat immer die Bestandsaufnahme der eigenen sportlichen Stärken und Schwächen zu stehen, und zwar gemessen an einem konkreten sportlichen Ziel. Danach erst kann man sich einen Trainingsplan erstellen, oder einen vorgefertigten Trainingsplan anpassen. Mit dem Update der kostenlosen Trainingspläne werde ich Videobeiträge veröffentlichen, die genau erklären, wie man dabei vorgehen sollte (Selbstanalyse und daraus resultierende Anpassung des Trainingsplans). Grüße, Arne |
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Arne triffts wohl auf den Punkt
Hallöle
Ich bin auch der Meinung, dass die sportliche Vorerfahrung entscheidend ist. Wenn einer jahrelang Ausdauer trainiert hat und einen gewissen Ausdauer-Level einfach erreicht hat und es diesen "nur" noch zu halten gilt, machen Intervalle auf jeden Fall Sinn. Ich rede da aber von 6+ Ausdauerjahren, so in der Art: der erste Marathon vor 6 Jahren. Das ist nämlich sag ich mal die Zeitspanne, die der Körper braucht, um tiefgehende strukturelle Veränderungen durch Ausdauerleistung zu vollziehen. Dann ist irgendwann der Punkt, wo Du Intervalle 1. verträgst und 2. sie dich noch schneller machen als z.B. ein Fahrtspiel. Natürlich kann man auch vor der Ausdauer schon Intervalle trainieren, aber gerade für die LD wirds imho nicht viel bringen... für die kurzen bis zum HM sicher schon. Nik (trainingstechnisch offline) |
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Letztlich auch Glaubensfrage. Vorteil der harten Temposachen im Winter ist einfach dass man dann sämtliche langen Einheiten im Frühjahr bis zum WK auf einem höheren Tempolevel absolviert. Bei Nichtprofis auf der LD ist das einfach auch ein Zeitproblem. Richtung LD-Wettkampf kommt man um längere Sachen nicht herum. Da noch zusätzlich was schnelles einbauen verkraftet nicht jeder und dazu hat auch noch lange nicht jeder die Zeit. Hieß für mich damit zwangsweise wenn kurze Intervalle dann in der Winterzeit. Und notwendig sind die bei mir, Ausdauer habe ich über die Jahre ganz brauchbar entwickelt. Damit leider aber auch die Defizite bei Grundschnelligkeit und Tempohärte verstärkt. |
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