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Klugschnacker 16.06.2010 12:22

Leistungsdiagnostik spezial: Wo liegt das maximale Wettkampftempo?
 
Leistungsdiagnostik spezial: Wo liegt das maximale Wettkampftempo?
Von Arne Dyck

Dass meine Kondition unter normalen Umständen ausreicht, um eine Langdistanz zu finishen, steht für mich außer Frage. Interessanter für mich und viele andere Langstreckler ist die Frage: "Welches Tempo kann ich schaffen?"
» Weiterlesen…

Skunkworks 16.06.2010 12:41

Arne, ich fand es gradezu rührend wie jemand mit so einer Leistungsfähigkeit vor einem Rennen vor Zweifeln so stark geplagt wird. Natürlich bist du sehr gut in der Lage deine Splits gut vorraus zu sagen aber wie du richtig geschrieben hast: ganz genau weißt du es nie. Daher fänd ich gut, wenn du dich gläsern machst und einmal deine eigenen Prognosen in Splits aufführst und dann die Ergebnisse des Tests dagegen anstellst (Wenn das nicht eh geplant ist).

Wichtig imho ist auch eine Prognose für Regen und Hitze, wird das beachtet?

Zu guter Letzt wird die erzielte Zeit in Frankfurt alle Prognosen richten.

Grüße
Markus

Cruiser 16.06.2010 12:48

Interessante Sache!

Ich glaube nur, dass ich das diesmal gar nicht so genau wissen will...:Lachanfall: :cool:

Das raubt einem noch die Hoffnung, denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Trotzdem verlockend....

drullse 16.06.2010 12:53

Schließe mich Skunkworks an, die Gegenüberstellung wäre interessant.

Ich wäre zwar zum passenden Zeitpunkt vor Ort aber meine Erfahrungen mit solchen Vorhersagen (nicht von Corpus, damit keine Irritationen aufkommen) sind bisher zu negativ gewesen, als dass ich mich da 3 Tage vor dem Rennen noch möglicherweise durcheinander bringen lassen wollte (und damaligen Vorhersagen stimmten nicht mal ansatzweise).

Könntest Du dann jetzt eigentlich die langen Koppeleinheiten sein lassen, die ja gut Aufschluß über das anzustrebende Tempo geben? Was machst Du, wenn der Test ein deutlich anderes Tempo ansagt, als das Körpergefühl der letzten Wochen Dir mitgeteilt hat? Mir wäre das zu riskant, der Kopf spielt schließlich auch ne große Rolle...

rookie2006 16.06.2010 13:02

was soll mit dem artikel ausgesagt werden?

spiroergometrie gibt es schon seit langem - ist das eine werbung für jürgen sessner, dass er diese nun auch anbietet?

um die 200 € mach ich lieber ein mini trainingslager - da hab ich mehr davon.

denn diese werte sind auch nur prognosen. ich kann damit genauso überzocken ...

kauft um die 200 € lieber eurer frau/freundin etwas, die musste auf euch in der vorbereitung eh schon genug verzichten!

Klugschnacker 16.06.2010 13:33

@Rookie: Die Spiroergometrie ist nur die Messmethode, mit der ein Teil der Daten erhoben wird. Interessant wird es bei der Weiterverarbeitung und Interpretation dieser Daten. Möglicherweise habe ich das nicht deutlich genug rübergebracht.

Grüße,
Arne

JF1000 16.06.2010 13:38

@ Arne: Interessant wäre wirklich wenn Du Deine Einschätzung vor dem Test hier reinschreibst. Und nach dem Test dann das Ergebnius bzw. die Vorhersage. Und zu aller letzt natürlich nach dem Wettkampf Dein Ergebnis und das dazugehörige Körpergefühl, ob Du am Limit warst oder noch ein paar Minuten drin gewesen wären.:Huhu:

Klugschnacker 16.06.2010 13:52

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 406208)
Könntest Du dann jetzt eigentlich die langen Koppeleinheiten sein lassen, die ja gut Aufschluß über das anzustrebende Tempo geben? Was machst Du, wenn der Test ein deutlich anderes Tempo ansagt, als das Körpergefühl der letzten Wochen Dir mitgeteilt hat? Mir wäre das zu riskant, der Kopf spielt schließlich auch ne große Rolle...

Die Ergebnisse nehme ich als einen Mosaikstein – als Input für mein Renngefühl, das während des Rennens entscheiden wird. Ich rechne nicht mit einer Verunsicherung, sondern mit einem detaillierten Aufschluss darüber, wo meine Stärken und Schwächen liegen.

Beispiel: Bei einem mir persönlich gut bekannten Athleten hat sich ergeben, dass er in einer super Form ist und ein hohes Tempo auf dem Rad anschlagen kann. Allerdings: Dicht über dem empfohlenen Renntempo stieg bei diesem Athleten der Kohlenhydratverbrauch schlagartig an – weit mehr als bei anderen Sportlern. Die sich daraus ergebenden Empfehlungen für die Renntaktik liegen auf der Hand.

Es gibt noch weitere interessante Beispiele zur individuellen Effizienz beim Laufen in bestimmten Tempobereichen, die ich hier jedoch nicht wiedergeben möchte, da ich nicht genug davon verstehe.

Grüße,
Arne

keko 16.06.2010 13:52

Ich finde den Test sehr interessant und würde das sofort auch mal ausprobieren. Denn Zahlen und der Aussagekraft hin oder her, letztendlich ist es ein weiterer Baustein seinen Körper besser kennen zu lernen. Das darf man nicht unterschätzen. Ich denke, die Prognose ist keine Hexerei sondern einfache Statistik: hat man eine hinreichend große Anzahl von Probanden mit deren Ergebnissen im Labor und im Wettkampf, kann man einen neuen Probanden entsprechend einordnen. So gesehen müßte es auch funktionieren, wenn man vom Probanden vorher gar nichts weiß. Oder ist das zu einfach gedacht?

Zitat:

Zitat von rookie2006 (Beitrag 406216)
um die 200 € mach ich lieber ein mini trainingslager - da hab ich mehr davon.

kauft um die 200 € lieber eurer frau/freundin etwas, die musste auf euch in der vorbereitung eh schon genug verzichten!

Ein Mini-Trainingslager bringt vielleicht kurzfristig mehr, aber die dadurch erreichte Form verlierst du wieder. Wohingegen du die Zahlen immer hast, es also eine langfristige Investiton sein kann. Gleiches gilt vielleicht auch für die Freundin. ;)

fitnesstom 16.06.2010 14:00

hochinteressant!
insbsondere, weil ich heut morgen im büro nen schmierzettel mit einer prognose ( 4 wochen vorher) meiner endzeit im letzten jahr in roth gefunden hab. rein nach körpergefühl.

die splitzeiten differierten um 1-3 minuten pro disziplin. die endzeit passte auf die minute!

keko 16.06.2010 14:09

Zitat:

Zitat von fitnesstom (Beitrag 406257)
hochinteressant!
insbsondere, weil ich heut morgen im büro nen schmierzettel mit einer prognose ( 4 wochen vorher) meiner endzeit im letzten jahr in roth gefunden hab. rein nach körpergefühl.

die splitzeiten differierten um 1-3 minuten pro disziplin. die endzeit passte auf die minute!

Da kann man sich dann fragen, ob du schneller gewesen wärst, wenn du was anderes aufgeschrieben hättest. Also ob dein Körper dir gesagt hat, was du drauf hast und du das dann aufgeschrieben hast oder dein Kopf hat deinem Körper gesagt, was er gerne für Zeiten hätte und deine Muskeln das umgesetzt haben. Das kann nämlich auch sein. :)

*JO* 16.06.2010 14:23

hab es 2009 beim Jürgen gemacht und meinen Wettkampf nach den Angaben gemacht.

Am Wettkampftag waren Menschenunwürdige Bedingungen ich hätte mich also nicht nach irgendwelchen Zeiten halten können.

Ich dachte mein Wettkampfpuls läge bei 156
die Diagnose ergab 152 (275 Watt) -YEAH ! ;)
+Und die Vorgabe von Jürgen das ich keine Tempoüberhöhungen Toleriere.

Wettkampf:
-> Ich fuhr unter 152 musste aber wegen des Windes immer wieder stetige Tempoüberhöhungen fahren. ---> Einbruch bei Rad-km 165.
Die Diagnose hatte also Recht behalten

Beim Laufen hätte ich Energetisch 4:30 Durchlaufen können.
nach dem Einbruch beim Radfahren bin ich 4:40 losgelaufen und konnte sogar zum ende noch leicht steigern (wenn auch mit mehr pinkelpausen ;) )
Auch beim Laufen hatte die Diagnose Recht behalten

Leute ganz ehrlich..... ist das beste was man machen kann ....ich würde dafür weitaus mehr Geld zahlen.....

man trainiert 1 Jahr lang investiert 1000de von Euro und damit kann man +- 5min an seine Optimale Zeit herran.

Ich trainiere Ohne Pulser auch meinst ohne Fahrradtacho und oft genug ohne verstand, aber das ist einfach das Sinnvollste was ich im Triathlon bisher gemacht hab.

mfg Jo
*gespannt wie ich zerfetzt werde* :P

*JO* 16.06.2010 14:29

Zitat:

Zitat von fitnesstom (Beitrag 406257)
hochinteressant!
insbsondere, weil ich heut morgen im büro nen schmierzettel mit einer prognose ( 4 wochen vorher) meiner endzeit im letzten jahr in roth gefunden hab. rein nach körpergefühl.

die splitzeiten differierten um 1-3 minuten pro disziplin. die endzeit passte auf die minute!

ja auch sicher richtig ABER

vor Podersdorf hatte ich mit einer Laufzeit von 3:30-3:20 gerechnet.
im Training lief es richtig gut Lange läufe machte ich entspannt in +-4:35min/km . Dennoch hätte ich mich NIE NIE getraut auf 3:15 anzulaufen. Ich wäre wohl 4:50 min/km losgelaufen und auf den letzten 10 km noch schneller geworden und dann wohl 3:20h gerannt... Dann hätte ich zwar meine "aufgeschriebene" Zeit genau getroffen....wäre aber weit unter meinem Optimum (3:15) geblieben..

drullse 16.06.2010 14:37

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 406252)
Ein Mini-Trainingslager bringt vielleicht kurzfristig mehr, aber die dadurch erreichte Form verlierst du wieder. Wohingegen du die Zahlen immer hast, es also eine langfristige Investiton sein kann. Gleiches gilt vielleicht auch für die Freundin. ;)

Das kann aber nun nicht sein - für die Werte ist doch der Trainingszustand maßgeblich und der verändert sich permanent. Das ist IMHO nur was für das direkte folgende Rennen.

Quax 16.06.2010 15:09

Zitat:

Zitat von rookie2006 (Beitrag 406216)
was soll mit dem artikel ausgesagt werden?

spiroergometrie gibt es schon seit langem - ist das eine werbung für jürgen sessner, dass er diese nun auch anbietet?

Mach ich seit 13 Jahren.

Gruß
Jürgen

Quax 16.06.2010 15:13

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 406208)
Schließe mich Skunkworks an, die Gegenüberstellung wäre interessant.

Ich wäre zwar zum passenden Zeitpunkt vor Ort aber meine Erfahrungen mit solchen Vorhersagen (nicht von Corpus, damit keine Irritationen aufkommen) sind bisher zu negativ gewesen, als dass ich mich da 3 Tage vor dem Rennen noch möglicherweise durcheinander bringen lassen wollte (und damaligen Vorhersagen stimmten nicht mal ansatzweise).

Könntest Du dann jetzt eigentlich die langen Koppeleinheiten sein lassen, die ja gut Aufschluß über das anzustrebende Tempo geben? Was machst Du, wenn der Test ein deutlich anderes Tempo ansagt, als das Körpergefühl der letzten Wochen Dir mitgeteilt hat? Mir wäre das zu riskant, der Kopf spielt schließlich auch ne große Rolle...

Der Kopf spielt dabei sicherlich eine entscheidende Rolle. Es gibt Sportler, die wollen diesen Test unbedingt machen, damit sie sich sicher fühlen und es gibt andere, die sich durch das Ergebnis verunsichern lassen. Die Entscheidung trifft der Athlet.

Gruß
Jürgen

JF1000 16.06.2010 16:43

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 406273)
...man trainiert 1 Jahr lang investiert 1000de von Euro

Wofür? Meinst Du jetzt neues Material wie Fahrrad? Das kann man länger als 1 Jahr nutzen. Was meinst Du genau mit der Summe?:confused:

Superpimpf 16.06.2010 16:56

Zitat:

Zitat von JF1000 (Beitrag 406360)
Wofür? Meinst Du jetzt neues Material wie Fahrrad? Das kann man länger als 1 Jahr nutzen. Was meinst Du genau mit der Summe?:confused:

Sicher kann man die meisten Investitionen längere Zeit nutzen, aber es gibt ja auch Verschleisteile (Schuhe, Ketten, irgendwann auch Klamotten, da mal ein neuer Helm, dort mal ein neuer Pulsmesser, und die Lenkerbänder müßten auch mal neu...)

Und als Triathlet ist man ja bekannt dafür gerne Geld auszugeben :Cheese:

Ich denke, da kommt schon eine ordentliche Summe zusammen, ohne das man es merkt

André

PS: in obiger Aufzählung fehlt: Das ganze Essen, was man durch das Training mehr zu sich nimmt ist bestimmt auch nicht zu vernachlässigen, alleine das ganze Nutella :cool:

frechdachs 16.06.2010 17:15

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 406273)
hab es 2009 beim Jürgen gemacht und meinen Wettkampf nach den Angaben gemacht.

Am Wettkampftag waren Menschenunwürdige Bedingungen ich hätte mich also nicht nach irgendwelchen Zeiten halten können.



Wettkampf:
-> Ich fuhr unter 152 musste aber wegen des Windes immer wieder stetige Tempoüberhöhungen fahren. ---> Einbruch bei Rad-km 165.
Die Diagnose hatte also Recht behalten

mfg Jo
*gespannt wie ich zerfetzt werde* :P

ich kann mich erinnern, am besten war die wechselpfütze :Lachanfall:

mußte aber dazu sagen, dass die letzten 20 km ( ab illmitz ) supi gegenwind gewesen ist, ich glaub, auf diesen haben sich doch alle sehr schwach gefühlt :Huhu: ich kann mich erinnern, dass ich rückwärts vom wendepunkt in podersdorf mit teilweise mit 24 km/h auf gerader strecke gefahren bin, wegen dem wind :Cheese:

Superpimpf 16.06.2010 17:17

Zitat:

Zitat von frechdachs (Beitrag 406382)
... ich kann mich erinnern, dass ich rückwärts vom wendepunkt in podersdorf mit teilweise mit 24 km/h auf gerader strecke gefahren bin, wegen dem wind :Cheese:

Kein Wunder, dass du so langsam bist wenn du rückwärts fährst, vielleicht solltest du es mal vorwärts versuchen :Cheese: :Lachanfall:

JF1000 16.06.2010 17:29

Na aber tausende??


Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 406374)
Sicher kann man die meisten Investitionen längere Zeit nutzen, aber es gibt ja auch Verschleisteile (Schuhe, Ketten, irgendwann auch Klamotten, da mal ein neuer Helm, dort mal ein neuer Pulsmesser, und die Lenkerbänder müßten auch mal neu...)

Und als Triathlet ist man ja bekannt dafür gerne Geld auszugeben :Cheese:

Ich denke, da kommt schon eine ordentliche Summe zusammen, ohne das man es merkt

André

PS: in obiger Aufzählung fehlt: Das ganze Essen, was man durch das Training mehr zu sich nimmt ist bestimmt auch nicht zu vernachlässigen, alleine das ganze Nutella :cool:


frechdachs 16.06.2010 17:40

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 406385)
Kein Wunder, dass du so langsam bist wenn du rückwärts fährst, vielleicht solltest du es mal vorwärts versuchen :Cheese: :Lachanfall:

nobody is perfect :Lachanfall: und nur so kann man "draftern" die zunge rausstrecken :Lachen2:

dude 16.06.2010 17:50

Ich halte von solchen Tests nichts. Wettkaempfe finde ich sinnvoller. Wir sind keine Laborratten. Und Laktatmessung? Pulsmessung? Immer noch?

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 406277)
Dann hätte ich zwar meine "aufgeschriebene" Zeit genau getroffen....wäre aber weit unter meinem Optimum (3:15) geblieben..

Podersdorf ist kurz. Deine Prognose war also richtig.

be fast 16.06.2010 19:08

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 406273)
Ich dachte mein Wettkampfpuls läge bei 156
die Diagnose ergab 152 (275 Watt) -YEAH ! ;)
+Und die Vorgabe von Jürgen das ich keine Tempoüberhöhungen Toleriere.

Hallo Jo,
wo liegen denn deine max-Puls-Werte beim Radeln und Laufen?
Mit welchem Durchschnittspuls fährst du bei ner MD?

Danke!! :Huhu:

g
bf

Rälph 16.06.2010 20:08

Der Preis ist natürlich deutlich, wenn ich mich allerdings in den Wechselzonen so umsehe, dann scheint es mir so, als würde es bei den Meisten nicht auf die 200 Stutz ankommen.

Ich finde der Test hört sich interessant an. Für mich kommt er trotzdem nicht in Frage weil:

- mir der Fahrtstress in der Vorwettkampfwoche zu viel wäre
- ich ohnehin ohne Pulsuhr und Wattmesser trainiere und wettkämpfe
- ich in einer guten Form bin und keine Sachen mehr hören will, die ich nicht hören will

Arne, bin gespannt auf deine Ergebnisse!

NBer 16.06.2010 21:01

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 406252)
.......Ich denke, die Prognose ist keine Hexerei sondern einfache Statistik: hat man eine hinreichend große Anzahl von Probanden mit deren Ergebnissen im Labor und im Wettkampf, kann man einen neuen Probanden entsprechend einordnen......

so ist es. statistik und erfahrung. es gab (zb in der ddr) und gibt (köln, leipzig) leistungsdiagnostiker, die ihren job seit jahrzehnten machen und auf zig-tausende tests und anschließende wettkampfleistungen zurückgreifen können. und diese institute können auf einen ganz anderen erfahrungschatz, auch was die durchführung von tests angeht, zugreifen, als der doktor um die ecke mit seinen 10x2min stufen oder was auch immer.
mit den richtigen tests bei den richtigen leuten lässt sich auch heute die aerobe schwelle (um die es auf der langstrecke geht) schon ordentlich bestimmen. wenn mans ich dann an dieser orientiert, kann mans ich sicher sein, annähernd die maximalleistung abgerufen zu haben.

Klugschnacker 16.06.2010 21:30

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 406482)
mit den richtigen tests bei den richtigen leuten lässt sich auch heute die aerobe schwelle (um die es auf der langstrecke geht) schon ordentlich bestimmen. wenn mans ich dann an dieser orientiert, kann mans ich sicher sein, annähernd die maximalleistung abgerufen zu haben.

Leistung an der aeroben Schwelle = maximale Leistung über die Langdistanz? Wie kommst Du zu dieser Aussage, kann ich das irgendwie nachvollziehen?

Grüße,
Arne

NBer 16.06.2010 21:39

das ist halt die "dauerleistungs"schwelle, sprich die, die ich bei ordentlicher verpflegung so lange mitmachen kann, wie der stützapperat mitmacht (was dann aber wieder ne andere trainingsfrage ist). ich kenne jetzt euren beitrag nicht, deswegen weiss ich nicht wie oder wo ihr eure grenzen zieht.
ich habe mal ne pulsauswertung gesehen, wo es über die gesamte langdistanz nur marginale abweichungen von der aeroben schwelle gab und die sportlerin subjektiv (nach eigener einschätzung) und objektiv (kollabierte mehr oder weniger direkt hinter der ziellinie) am absoluten limit war, also wirklich ihr maximal mögliches ergebnis erzielt hat.

fitnesstom 16.06.2010 21:46

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 406262)
Da kann man sich dann fragen, ob du schneller gewesen wärst, wenn du was anderes aufgeschrieben hättest. Also ob dein Körper dir gesagt hat, was du drauf hast und du das dann aufgeschrieben hast oder dein Kopf hat deinem Körper gesagt, was er gerne für Zeiten hätte und deine Muskeln das umgesetzt haben. Das kann nämlich auch sein. :)

kann sein. glaub ich aber nicht.
dafür hab ich´s zu oft gemacht. beim solomara passt es auch immer sehr genau.
"realistische selbsteinschätzung" und demnach tempo wählen.
ich finds trotzdem interessant und bin gespannt auf die prognose und das tatsächl. resultat.

fitnesstom 16.06.2010 21:48

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 406414)
Podersdorf ist kurz. Deine Prognose war also richtig.

:Blumen:

roadrunner 16.06.2010 22:01

Damit ich das verstehe:
Die daten werden fürs Rad in Watt und fürs laufen in min/KM angegeben. Die Mentale verfassung spielt dabei keine rolle.



Mein Trainingspatner hat so einen Test mal vor einem Marathon gemacht, er konnte sowohl die zeit als auch die Puls vorgabe bei weitem übertreffen.

keko 16.06.2010 22:19

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 406252)
Ich denke, die Prognose ist keine Hexerei sondern einfache Statistik: hat man eine hinreichend große Anzahl von Probanden mit deren Ergebnissen im Labor und im Wettkampf, kann man einen neuen Probanden entsprechend einordnen.

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 406482)
so ist es. statistik und erfahrung. es gab (zb in der ddr) und gibt (köln, leipzig) leistungsdiagnostiker, die ihren job seit jahrzehnten machen und auf zig-tausende tests und anschließende wettkampfleistungen zurückgreifen können. und diese institute können auf einen ganz anderen erfahrungschatz, auch was die durchführung von tests angeht, zugreifen, als der doktor um die ecke mit seinen 10x2min stufen oder was auch immer.

Ich habe vor einigen Jahren selbst mal an einem Feldtest mitgemacht. Zuerst in einem Institut verschiedene Leistungstests im Wasser, auf dem Ergometer und dem Laufband. Danach wieder Laktat- und Blutabnahme an einem Wettkampf. Das Ganze wurde dann mit den Wettkampfergebnissen verglichen. Ich denke, das ist auch heute bei entsprechenden Triathleten der übliche Weg. Hat man dieses Datenmaterial über Jahre gesammelt, kann man schon einiges aussagen. Also ich "glaube" daran.

Klugschnacker 16.06.2010 22:49

Im Moment geht es hier etwas durcheinander. In diesem Thread ist von einem ganz bestimmten Test die Rede, der sich einer ganz bestimmten Methode bedient und dessen Daten auf ganz bestimmte Weise ausgewertet werden.

Er hat wenig zu tun mit einer normalen Leistungsdiagnostik und stützt sich nicht auf eine Relation "Geschwindigkeit versus Laktatkonzentration" – und besteht nicht aus der statistischen Auswertung einer Vielzahl solcher Daten. Er erschöpft sich auch nicht in einer Bestimmung der Leistung an der individuellen aeroben Schwelle.

Natürlich gibt es Laktat-Tests, statistische Auswertungen dazu, und für Langstreckler spielt auch die Leistung an der aeroben Schwelle eine Rolle. Wir sollten in diesem Thread aber nicht alles bunt durcheinanderwerfen, sonst weiß bald niemand mehr, wovon eigentlich die Rede ist.

Grüße,
Arne

mauna_kea 16.06.2010 23:01

Ich denke das Jürgen gerade in diesem Punkt über sehr viel Erfahrung verfügt.
Der Test wird sicherlich einen Wert ausspucken, mit dem man auch was anfangen kann.
Im allgemeinen bin ich ja nicht so der Fan von Leistungsdiagnostik, denke aber dass in diesem speziellen Fall, vor allem für ambitionierte (Hawaiquali oder Treppchen etwa) durchaus der Aufwand gerechtfertigt ist.

LidlRacer 16.06.2010 23:04

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 406491)
das ist halt die "dauerleistungs"schwelle, sprich die, die ich bei ordentlicher verpflegung so lange mitmachen kann, wie der stützapperat mitmacht

Das heißt, Du könntest einen Doppel-Ironman im gleichen Tempo wie einen Ironman machen!?
Ich habe da klitzekleine Zweifel ...

keko 16.06.2010 23:05

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 406552)
Er hat wenig zu tun mit einer normalen Leistungsdiagnostik und stützt sich nicht auf eine Relation "Geschwindigkeit versus Laktatkonzentration" – und besteht nicht aus der statistischen Auswertung einer Vielzahl solcher Daten. Er erschöpft sich auch nicht in einer Bestimmung der Leistung an der individuellen aeroben Schwelle.

Ok, ich habe das mit dem Feldtest nur erwähnt, weil er wir auch eine Atemmaske aufhatten und Laktatmessung gemacht wurde. Allerdings wurde halt eine Ausbelastung gemacht und die nackten Werte verglichen. Die Leistungsfähigkeit des Fettstoffwechsels zu bestimmen war nicht das, was man wollte.

NBer 16.06.2010 23:22

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 406565)
Das heißt, Du könntest einen Doppel-Ironman im gleichen Tempo wie einen Ironman machen!?
Ich habe da klitzekleine Zweifel ...

moment. ich sprach nie von tempi, sondern immer nur von puls, das ist ein unterschied.........

Kalle Grabowski 16.06.2010 23:33

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 406374)

PS: in obiger Aufzählung fehlt: Das ganze Essen, was man durch das Training mehr zu sich nimmt ist bestimmt auch nicht zu vernachlässigen, alleine das ganze Nutella :cool:

Nutella? Dazu hat Jürgen in Trainingcamps schon abendfüllende Statements abgegeben ;)

*JO* 17.06.2010 01:27

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 406414)
Ich halte von solchen Tests nichts. Wettkaempfe finde ich sinnvoller. Wir sind keine Laborratten. Und Laktatmessung? Pulsmessung? Immer noch?



Podersdorf ist kurz. Deine Prognose war also richtig.

bin ja die ganze Zeit nach "Zeit" auf der GPS Uhr gelaufen von daher ist Woscht egal die lang die strecke ist.
bei km 1 stand da 4:35 oder so ohne den test hätte ich mein Tempo Drastisch verlangsamt, durch den test dachte ich mir "passt perfekt"...

woscht wie bohne jmd. der daran nicht glaubt dem Bringt eder test auch nix von daher bringt es auch nichts jmd. davon überzeugen zu wollen....

rookie2006 17.06.2010 08:00

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 406552)
Im Moment geht es hier etwas durcheinander. In diesem Thread ist von einem ganz bestimmten Test die Rede, der sich einer ganz bestimmten Methode bedient und dessen Daten auf ganz bestimmte Weise ausgewertet werden.

Er hat wenig zu tun mit einer normalen Leistungsdiagnostik und stützt sich nicht auf eine Relation "Geschwindigkeit versus Laktatkonzentration" – und besteht nicht aus der statistischen Auswertung einer Vielzahl solcher Daten. Er erschöpft sich auch nicht in einer Bestimmung der Leistung an der individuellen aeroben Schwelle.

wie wärs, wenn man gerade für jene triathleten, die alles hinterfragen mal details zu dem test bringen. jeder testablauf liegt in irgendeiner form offen vor.


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