triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Antidoping (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=10)
-   -   Dopingverdacht gegen Lothar Leder (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=1355)

Osso 27.07.2007 19:45

Dopingverdacht gegen Lothar Leder
 
Dopingverdacht gegen Lothar Leder


Der ist so langsam. Der kann doch garnicht gedopt haben.

Danksta 27.07.2007 19:50

Ach verdammt, ich bin nicht mal überrascht... Aber, ach scheiße... Das war doch echt nicht mehr nötig. Ist ja nur ein Verdacht, aber das wird der nie mehr los. Ach Fuck, ich mag den Lothar. Hab mich in Kölle letztes Jahr so spaßig über Autos mit dem unterhalten. Aber auch da fand er illegales Chiptuning gut :Cheese: Och nöööö, scheiß drauf, ich geh laufen.

Interessant sind auch die Vorgänge dahinter.

Wasserträger 27.07.2007 20:03

http://www.ironman.de/deutsch/haupt.asp

RatzFatz 27.07.2007 20:18

Zitat:

Zitat von Danksta (Beitrag 32837)
Interessant sind auch die Vorgänge dahinter.

Welche? :confused:

Helmut S 27.07.2007 20:42

Zitat:

Zitat von Wasserträger (Beitrag 32838)

Da steht u.a.

Zitat:

Die Auffälligkeiten aller Einzelwerte des Befundes hätten nach dem Regelwerk wichtiger internationaler Sportverbände, unter anderem zu einer Schutzsperre geführt. Das Regelwerk im Triathlon sieht bisher eine solche Maßnahme nicht vor.
Vielleicht hat er ja die selben "Probleme" wie Evi Sachenbacher-Stehle? Oder er hat mit der "Gnade" - quasi Coach von Johann Mühlegg - zusammengearbeitet. :Holzhammer:

Hätt's echt nicht gebraucht. Er war eine Legende. Als Erster unter 8. Schade.

peace Helmut

Danksta 27.07.2007 21:35

Zitat:

Zitat von RatzFatz (Beitrag 32841)
Welche? :confused:

Ich hab die ersten Gerüchte vor über einer Woche auf 3athlon gelesen und mich darüber gewundert, dass Kai keine Dementis abgab. Ob er da schon was gewusst hat, ist reine Spekulation.

Klugschnacker 27.07.2007 22:49

Hinter den Kulissen war der "Fall" seit mindestens einer Woche bekannt.

Hugo 27.07.2007 23:08

naja...abwarten.
wenn ich das richtig seh war das kein offizieller dopingtest und es ist kein konkreter nachweis.
fpr mich kein grund gleich den teufel an die wand zu malen

keko 27.07.2007 23:24

Zitat:

Zitat von Hugo (Beitrag 32856)
naja...abwarten.
wenn ich das richtig seh war das kein offizieller dopingtest und es ist kein konkreter nachweis.
fpr mich kein grund gleich den teufel an die wand zu malen

Kurt Denk würde wohl kaum so was veröffentlichen, gäbe es nicht handfeste Hinweise auf eine mögliche Manipulation.

Möönsch Lothar, klär das mal auf :Maso:

Klugschnacker 28.07.2007 00:20

Stellungnahme von Lothar Leder auf seiner Website:
"27.07.07
In eigener Sache: Richtigstellung von schweren Vorwürfen gegen meine Person
Der Veranstalter des IM Germany hat auf seiner Homepage den Vorwurf der Manipulation gegen mich erhoben.
Ich habe vor meinem Start beim IM Frankfurt versichert zu keinem Zeitpunkt in meiner sportlichen Karriere veboten Substanzen zu mir genommen zu haben oder verbotene Methoden angewandt zu haben. Ich versichere dies hiermit nochmals. Die behaupteten Blutwerte beweisen kein Dopingvergehen und können, falls überhaupt zutreffend, in anderen -körperlichen -Sachverhalten ihre Erklärung finden.
Ich fordere Herrn Denk auf seine unzutreffenden Anschuldigungen zurückzunehmen. Ich stehe weiterhin für einen sauberen Triathlonsport.
Mit sportlchem Gruss
Lothar"
http://www.lothar-leder.de/news/news.html

Rene 28.07.2007 01:21

mich wundert nichts mehr.

Und eben auch die schillernsten Figuren können schwache Momente haben!

meggele 28.07.2007 01:24

Zitat:

Zitat von Rene (Beitrag 32864)
Und eben auch die schillernsten Figuren können schwache Momente haben!

Kommt nur auf Deine Interpretation von 'Moment' an.

DRAGONofSOIA 28.07.2007 01:30

Und da kommen sie wieder, die Geister die er rief:
Zitat:

hr-online: Haben Sie schon einmal selbst daran gedacht zu dopen?

Lothar Leder: Ich bin ganz ehrlich – man denkt schon mal darüber nach. Ich war zweimal Dritter in Hawaii. Der Druck war auch bei mir sehr groß. Lothar, du musst Hawaii gewinnen. Irgendwann habe ich gedacht, OK, wenn du was machst, dann kommst du vielleicht ganz nach vorne. Man denkt darüber nach. Aber dann wägt man ab: Ich würde zum Beispiel meine ganze Familie damit finanziell ruinieren. Darüber hat auch die Nina zu wenig nachgedacht. Und man sollte auch eines nicht vergessen: Es geht nicht immer nur ums Siegen. Ich habe einfach den Spaß beim täglichen Training. Das ist der Grund, warum ich Triathlon-Profi geworden bin.
http://www.hr-online.de/website/rubr...ment_282573 2

Raimund 28.07.2007 01:57

Also "die Familie ruinieren" tut man erst, wenn man dabei erwischt wird!!!

Das hält aber viele (auch von anderen Straftaten) nicht zurück...

Einen hohen Hämatokritwert kann man vielleicht mal bei einer krassen Dehydration haben. Das ist aber zwei Tage vor dem Rennen wohl eher unwahrscheinlich...

Hafu hat ja schon genug (in nem anderen thread) dazu gesagt.

Den Wert hat man vielleicht schon zu Beginn des Rennens gewusst. Die Analyse geht ja schnell. Vielleicht war er deswegen bei mir so schlecht gelaunt...

So, wie ich den Veranstalter verstanden hab, sollte das aber ein Hilfsmittel für die Athleten sein (wozu eigentlich:confused: ). Und nicht den Charakter einer Dopingkontrolle haben. Umso mehr überrascht mich jetzt Denks Reaktion...

drullse 28.07.2007 02:01

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 32869)
Umso mehr überrascht mich jetzt Denks Reaktion...

Was überrascht daran?

Raimund 28.07.2007 02:11

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 32870)
Was überrascht daran?

Zitat:

Zitat von FAZ
Und doch will Denk am Freitag im Rahmen der Wettkampfbesprechung ein Zeichen setzen. Alle 33 gemeldeten Profis wird ein freiwilliger Bluttest zur Bestimmung des Hämatokritwertes, also des Anteils der sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen, angeboten, das Ergebnis wird ihnen am Samstag in einem versiegelten Briefumschlag „zur Information“ übergeben. Sollte der Wert über 50 liegen, bei dem beispielsweise der internationale Radsportverband eine Schutzsperre verhängt, hätte dies beim Frankfurter Ironman in diesem Jahr noch keine Konsequenzen.

FAZ

Das klingt für mich nicht so, als ob sie einen überführen wollten...

LL wusste es also schon beim Rennen.....

FuXX 28.07.2007 02:26

Zitat:

Zitat von Danksta (Beitrag 32837)
Hab mich in Kölle letztes Jahr so spaßig über Autos mit dem unterhalten. Aber auch da fand er illegales Chiptuning gut :Cheese:

Im Herzen Vollproll - ne Entlastung ist das nu nicht gerade :Lachen2: :Cheese:

Ich wunder mich dennoch, warum er das macht, obwohl er weiß, dass er mit dem Sieg nix zu tun hat. Wobei man nun gleich noch zynisch das gute an der ganzen Geschichte suchen kann: Die Leute die davon ausgehen, dass Doping einem den absoluten Megaboost verleiht, die haben nun ein kleines Loch in ihrer Argumentationskette. Is wohl doch nich so dramatisch... (oder er hat's halt nicht nur in einer Hinsicht falsch gemacht)

Problematisch ist natürlich, dass er quasi keine Chance hat sich zu entlasten - aber KD wird sich schon rechtlich abgesichert haben vor dem statement. Und wirklich Mitleid muss man vermutlich nicht haben, es war ja wohl nicht nur der HK hoch, sondern auch die Retikolozyten tief...

FuXX

PS: Da die Frage aufkam, seit wann es bekannt war: Die Ergebnisse gab es wohl schon am 17.7. - danach hatte er Zeit sich zu erklären, das geschah aber wohl nicht besonders überzeugend.

Raimund 28.07.2007 02:48

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 32872)
(...) Die Ergebnisse gab es wohl schon am 17.7. - danach hatte er Zeit sich zu erklären, das geschah aber wohl nicht besonders überzeugend.

Wieso stand den in der FAZ:

"das Ergebnis wird ihnen am Samstag in einem versiegelten Briefumschlag „zur Information“ übergeben."

Die brauchen doch nicht 19 Tage um einen Hkt-Wert zu bestimmen. Das macht der Aldag in Minuten...:Cheese:

subzero 28.07.2007 09:38

Sind wir doch einfach mal froh, daß die (freiwilligen) Kontrollmechanismen ziehen! Auch wenns einer der (früheren) Heroen erwischt haben sollte. Danke Kurt Denk!
Es ist ja nicht so daß der Polizist,der dich beim Rasen erwischt, schuld ist, daß du zu schnell gefahren bist...!
Leider ähnelt das psychopathologische Strickmuster dieses Casus dem Fall von JZ. Mir würden da auch ein paar andere Kandidaten einfallen...!
Was ist denn mit Llanos der die Blutprobe nicht abgegeben hatte? War das sein erster und letzter Frankfurt Start?
Bei uns Agies wäre ein solcher freiwilliger Test auch zu befürworten. Kleine Blutbilder sind günstiger als ein AppelundeinEi, die Retis sind ein bissel teurer, gäbe bestimmt Mengenrabatt.
Durch die abartig schnellen Qualizeiten bringen wir Agies uns alle so ziemlich in Erklärungsnotstand.

Dibbler 28.07.2007 09:43

Ich denke obs offiziell ist oder nicht, wenn der Hämokrit über 50 war, und nur das würde ja zu einer Schutzsperre führen, dann hat der gute Mann gedopt oder ein Sauerstoffzelt, dass er sehr teuer verkaufen kann.

Ist wie nen verfahren, dass wegen verfahrensfehlern eingestellt wurde. Der Mann ist überführt, es hat aber keine rechtlichen Konsequenzen.
Für mich reichts aber....Nen (Admin: Schimpfwort gelöscht) isser, nen ganz grosses.Fertig
:Nee:

(und dumm ist er noch dazu, wenn dopen, dann bitte bei 49 landen!)

Bzw:warum macht man Bluttests, wenn die nicht anerkannt werden? Vollkommen blöd!?

Dibbler 28.07.2007 09:51

Zitat:

Zitat von subzero (Beitrag 32875)
Bei uns Agies wäre ein solcher freiwilliger Test auch zu befürworten. Kleine Blutbilder sind günstiger als ein AppelundeinEi, die Retis sind ein bissel teurer, gäbe bestimmt Mengenrabatt.
Durch die abartig schnellen Qualizeiten bringen wir Agies uns alle so ziemlich in Erklärungsnotstand.

Unfreiwillig wäre er besser, nen kleines Blutbild kostet ja in der tat wenig, und so würde man zumindest die EPO Leute (zumindest die, die auch nicht wissen wie es geht) rausbekommen.

Damit wäre ja ne menge geschafft.

subzero 28.07.2007 10:10

Zitat:

Zitat von Dibbler (Beitrag 32879)
Unfreiwillig wäre er besser, nen kleines Blutbild kostet ja in der tat wenig, und so würde man zumindest die EPO Leute (zumindest die, die auch nicht wissen wie es geht) rausbekommen.

Damit wäre ja ne menge geschafft.

Dann hätte bald jeder ne Zentrifuge und nen Infusionsset mit im Gepäck...:o !?

Hugo 28.07.2007 10:51

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 32869)
.

Einen hohen Hämatokritwert kann man vielleicht mal bei einer krassen Dehydration haben. Das ist aber zwei Tage vor dem Rennen wohl eher unwahrscheinlich...

da kennst du den lothar nicht.
er is nicht gerade bekannt dafür nur sinnvolle trainingseinheiten vor großen events zu machen oder gar das zu machen was ihm seine trainer sagen:Holzhammer:

wie war das mit arizona...den isser ausm traininslager heraus gelaufen;)

und gerade das mit der dehydrierung geht schnell, wie in nem andern thread erwähnt wurden bei der TG an nem teammitglied von uns diese neuen CO-Blutvolumentuntersuchungen durchgeführt, und hätte patrick nicht von hause aus n unterdurchschnittlichen hämatokritwert hätte man ihn nach der ein oder andern etappe auch in schutzhaft nehmen.....äh ich mein ne schutzsperre auferlegen könnnen.

Linus 28.07.2007 11:15

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 32861)
Stellungnahme von Lothar Leder auf seiner Website:
"27.07.07
In eigener Sache: Richtigstellung von schweren Vorwürfen gegen meine Person
Der Veranstalter des IM Germany hat auf seiner Homepage den Vorwurf der Manipulation gegen mich erhoben.
Ich habe vor meinem Start beim IM Frankfurt versichert zu keinem Zeitpunkt in meiner sportlichen Karriere veboten Substanzen zu mir genommen zu haben oder verbotene Methoden angewandt zu haben. Ich versichere dies hiermit nochmals. Die behaupteten Blutwerte beweisen kein Dopingvergehen und können, falls überhaupt zutreffend, in anderen -körperlichen -Sachverhalten ihre Erklärung finden.
Ich fordere Herrn Denk auf seine unzutreffenden Anschuldigungen zurückzunehmen. Ich stehe weiterhin für einen sauberen Triathlonsport.
Mit sportlchem Gruss
Lothar"
http://www.lothar-leder.de/news/news.html

Herr Leder (ich habe noch kein Bier mit ihm getrunken...), machen Sie die Augen auf! Das ist die Sorte rumgeeierter Stellungnahmen, mit denen der Radsport in den letzten Jahren letztlich erfolglos versucht hat die Dopingproblematik zu verharmlosen. Nachmachen führt nur zwangsläufig in die Lächerlichkeit.

meggele 28.07.2007 11:30

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 32871)
Zitat:

Zitat von FAZ (Beitrag 32871)
Sollte der Wert über 50 liegen, bei dem beispielsweise der internationale Radsportverband eine Schutzsperre verhängt, hätte dies beim Frankfurter Ironman in diesem Jahr noch keine Konsequenzen.

FAZ

Das klingt für mich nicht so, als ob sie einen überführen wollten...

Nein, anders: es hat keine Konsequenzen, weil es einerseits kein offizieller Dopingtest ist und weil es zweitens in der Leichtathletik keine HC/Hg-Obergrenzen gibt.
Dass Denk seine eigenen Konsequenzen zieht und ihn wie Hundertmarck des Feldes verweist, ist sein gutes Recht.

meggele 28.07.2007 11:32

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 32872)
Wobei man nun gleich noch zynisch das gute an der ganzen Geschichte suchen kann: Die Leute die davon ausgehen, dass Doping einem den absoluten Megaboost verleiht, die haben nun ein kleines Loch in ihrer Argumentationskette. Is wohl doch nich so dramatisch... (oder er hat's halt nicht nur in einer Hinsicht falsch gemacht)

Abgesehen davon, dass man natürlich auch nicht vorn mitfährt, wenn man zwar viel Blut hat, aber sonst keinen Druck, ist das Argument falsch, weil Du nicht weißt, wie schnell er sauber ist.

meggele 28.07.2007 11:35

Zitat:

Zitat von Dibbler (Beitrag 32878)
Bzw:warum macht man Bluttests, wenn die nicht anerkannt werden? Vollkommen blöd!?

Nö, schlau, sehr schlau. Es ist doch das gleiche wie bei dem Tour-UCI-Streit: der Verband will seine tollen Athleten nicht positiv getestet sehen und führt deswegen im Fall der Leichtathletik nicht mal Schutzsperren ein. Der private Veranstalter hingegen hat kein Interesse daran, dass sein Produkt (TdF, IMEU) (noch weiter) besudelt wird und besorgt sich somit vernünftige Gründe, um die Leute rausschmeißen zu können.
Und ja, jemand wie Denk, der eben nicht rumlabert bzw. selbst voll war wie die halbe Tour-Direktion, hätte Rasmussen wohl gleich rausgenommen und Astana gar nicht erst an den Start gelassen.

Hafu 28.07.2007 11:45

Zitat:

Zitat von Linus (Beitrag 32886)
... Das ist die Sorte rumgeeierter Stellungnahmen, mit denen der Radsport in den letzten Jahren letztlich erfolglos versucht hat die Dopingproblematik zu verharmlosen. ...

Ich geb' dir recht, die Stellungnahme auf der HP ist viel zu nebulös. Man würde eine Vorwärtsverteidigung erwarten. Darstellung der Fakten (wie hoch war welcher Wert, wie lauten die aktuellen Werte, was sind (mögliche) Gründe dafür? Höhentraining/ Sauerstoffzelt.
Von Normann stadler ist z.B. bekannt, dass er ein Sauerstoffzelt benutzt . Das wäre zumindest ein Erklärungsversuch, aber solche Infos dürfte man in der jetzigen situation nicht zurückhalten.

Andererseits gab es ja auch die Möglichkeit, die Blutabnahme zu verweigern, wovon ein ausländischer Athlet (ich tipp' mal auf Lanos) ja auch Gebrauch gemacht hat (ohne irgendwelche Konsequenzen für ihn). Wenn Lothar etwas zu verbergen gehabt hätte, würde man eigentlich erwarten, dass er nicht sehenden Auges ins offene Messer gelaufen wäre...

Lothar gedopt angesichts der in Frankfurt gezeigten eher durchschnittlichen Leistung? Da halte ich ihn für zu intelligent. Er lebt ja schon lange nicht mehr von seinen aktuell erbrachten Leistungen, sondern (v.a. mit den immer besser laufenden Motivationsseminaren) von seiner Vergangenheit und mit einem positiven Test würde er seinen Namen und damit seine berufliche Zukunft aufs Spiel setzen.
Warten wir mal ab, was in den nächsten Tagen an Fakten und Stellungnahmen nachkommt.

Klugschnacker 28.07.2007 11:48

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 32888)
Dass Denk seine eigenen Konsequenzen zieht und ihn wie Hundertmarck des Feldes verweist, ist sein gutes Recht.

Gegen Hundertmarck lag außer Gerüchten nichts vor. Hektor Llanos verweigerte die Blutprobe und startete unbehelligt. Insofern ist übrigens auch die Meldung auf Ironman.de falsch, die behauptet, alle Profis wären getestet worden.

FuXX 28.07.2007 11:52

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 32889)
Abgesehen davon, dass man natürlich auch nicht vorn mitfährt, wenn man zwar viel Blut hat, aber sonst keinen Druck, ist das Argument falsch, weil Du nicht weißt, wie schnell er sauber ist.

Ne, ist es nicht, oder glaubst du er hat in den 90ern einfach 10mal soviel gedopt und dann beschlossen: "och jetzt nur noch ein bisschen..."

Muss wohl doch auch an was anderem liegen.

Aber war ja eh nur ne Randbemerkung.

Und zu der Relevanz der Werte: Es ist ja nicht nur der HK hoch wie einige hier sagen, sondern auch die Retis tief - und das ist dann schon etwas merkwürdig... ...so vorsichtig braucht man bei der Interpretation vermutlich nicht sein.

FuXX

meggele 28.07.2007 11:52

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 32893)
Hektor Llanos verweigerte die Blutprobe und startete unbehelligt.

Richtig, aber das war sein Recht, da ja diese Tests außerhalb der im Triathlon gültigen Antidopingregularien stattfanden und erst nach Vertragsabschluss eingeführt wurden. Sie konnten gar nicht anders, als sie eben für dieses Rennen konsequenzlos zu machen.
Für's nächste Mal wird sich das ändern.

drullse 28.07.2007 11:55

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 32893)
Gegen Hundertmarck lag außer Gerüchten nichts vor. Hektor Llanos verweigerte die Blutprobe und startete unbehelligt. Insofern ist übrigens auch die Meldung auf Ironman.de falsch, die behauptet, alle Profis wären getestet worden.

Hessische brutalstmögliche Konsequenz halt...

Hafu 28.07.2007 11:56

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 32894)
Und zu der Relevanz der Werte: Es ist ja nicht nur der HK hoch wie einige hier sagen, sondern auch die Retis tief - und das ist dann schon etwas merkwürdig... ...so vorsichtig braucht man bei der Interpretation vermutlich nicht sein.

FuXX

Ist das offiziell bekannt mit den niedrigen Retikulozyten? Ich hab dazu bisher nichts gefunden.

meggele 28.07.2007 11:57

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 32894)
Ne, ist es nicht, oder glaubst du er hat in den 90ern einfach 10mal soviel gedopt und dann beschlossen: "och jetzt nur noch ein bisschen..."

Muss wohl doch auch an was anderem liegen.

Offensichtlich ist er weniger fit als früher. Aber genauso klar ist auch, dass man bis vor nicht allzu langer Zeit im LD-Triathlon de facto ganzjährig beliebiges einschmeißen konnte.
Für den Fall hier sagt das selbstredend nichts aus, aber der Schluss, auf die Wirkungslosigkeit von Doping zu kommen, ist nicht zulässig.

meggele 28.07.2007 11:57

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 32892)
Wenn Lothar etwas zu verbergen gehabt hätte, würde man eigentlich erwarten, dass er nicht sehenden Auges ins offene Messer gelaufen wäre...

Warum hat Christoph Daum ne freiwillige Haarprobe abgegeben?

FuXX 28.07.2007 11:58

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 32892)
Andererseits gab es ja auch die Möglichkeit, die Blutabnahme zu verweigern, wovon ein ausländischer Athlet (ich tipp' mal auf Lanos) ja auch Gebrauch gemacht hat (ohne irgendwelche Konsequenzen für ihn). Wenn Lothar etwas zu verbergen gehabt hätte, würde man eigentlich erwarten, dass er nicht sehenden Auges ins offene Messer gelaufen wäre...

Das hatte man bei Christoph Daum auch gedacht ;)

FuXX

FuXX 28.07.2007 12:01

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 32896)
Hessische brutalsmögliche Konsequenz halt...

Die Probe war halt freiwillig. Damit hat sich's. Gesperrt werden kann aufgrund der Probe eh keiner.

Und Hundertmarck ist entweder nicht so sauber wie er vorgibt, oder er hat sich völlig grundlos total ungeschickt verhalten (freundlich ausgedrückt) - ich hätte ihn an KDs Stelle auch nicht starten lassen, aber weniger bohei drum gemacht.

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 32897)
Ist das offiziell bekannt mit den niedrigen Retikulozyten? Ich hab dazu bisher nichts gefunden.

http://www.3athlon.de/news/2007/07/2..._blutprobe.php
"So gar nicht in die Argumentationskette passt der sehr niedrige Retikulozytenwert."

FuXX

FuXX 28.07.2007 12:06

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 32898)
Offensichtlich ist er weniger fit als früher. Aber genauso klar ist auch, dass man bis vor nicht allzu langer Zeit im LD-Triathlon de facto ganzjährig beliebiges einschmeißen konnte.
Für den Fall hier sagt das selbstredend nichts aus, aber der Schluss, auf die Wirkungslosigkeit von Doping zu kommen, ist nicht zulässig.

Von wirkungslos hab ich nicht geredet, aber so extrem scheint es auch nicht zu sein, wenn man sich anschaut wie langsam er im Vergleich zu früher ist. Es ist aber nicht so, dass mich das wundert, es bestätigt eher meine Vermutung.

Sicher, theoretisch ist es möglich, dass er erst ein paar Tage vorher dachte "ich könnte ja" und dass er dann alles falsch gemacht hat - aber wer glaubt das?

FuXX

Hafu 28.07.2007 12:07

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 32900)
Das hatte man bei Christoph Daum auch gedacht ;)

FuXX

O.K., manchmal wundert man sich, aber eine direkte Parallele zu christoph Daum, dem man das Kokain ja schon an der Pupillengröße angesehen hat, ist für mich hier nicht das naheliegendste. Waren Lothar und Nicole nicht auch die ersten, die die eidesstattliche Versicherung unterschrieben haben, während sich viele andere Profis wochenlang Zeit genommen haben und bei Rechtsanwälten rückversichert haben (was zweifellos ihr gutes Recht ist)?

OK, zugegebenermaßen bin ich schon ein bischen verwirrt.

FuXX 28.07.2007 12:31

Ich weiß es ja auch nicht. Ich hoffe ja er hat ne gute Erklärung für die Werte. Allein mir fehlt der Glaube...

Dann bleibt noch die Hoffnung, dass Verzweiflung und nicht Gewohnheit der Antrieb war etwas zu nehmen, ohne auch nur ne Siegchance zu haben.

FuXX


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:58 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.