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silbermond 19.02.2013 11:19

Sehr gute Entscheidung, da iist schon mal der richtige Weg eingeschlagen:

http://www.spiegel.de/panorama/bunde...-a-884190.html

Heinrich

DragAttack 19.02.2013 11:24

Soviel zum Argument, eine Gleichstellung würde gegen Art 6 GG verstoßen.

Gruß Torsten,
dem es eigentlich lieber wäre wenn sich statt Karlsruhe endlich mal Berlin des Themas annehmen würde.

TheRunningNerd 19.02.2013 11:24

Zitat:

Zitat von silbermond (Beitrag 873358)
Sehr gute Entscheidung, da iist schon mal der richtige Weg eingeschlagen:

http://www.spiegel.de/panorama/bunde...-a-884190.html

Heinrich

Nahezu den gleichen Satz zum gleichen Link wollte ich just auch grad posten. :Huhu:

DragAttack 19.02.2013 12:17

Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes:
Zitat:

Die Nichtzulassung der sukzessiven Adoption angenommener Kinder eingetragener Lebenspartner durch den anderen Lebenspartner verletzt sowohl die betroffenen Kinder als auch die betroffenen Lebenspartner in ihrem Recht auf Gleichbehandlung (Art. 3 Abs. 1 GG).
Eigentlich ganz eindeutig. Schade das man in Berlin nicht auf solche Gedanken kommt :Huhu:

Meik 19.02.2013 12:20

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 858027)
Ich hätte jetzt eher gesagt perfektes Timing. Zufällig. Schönes emotionales und populistisches Thema. Wer redet da noch vom Krieg in Mali. ;)

Komisch komisch, auch mal am Rande heute ...

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-884211.html

DragAttack 19.02.2013 12:29

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 873391)
Komisch komisch, auch mal am Rande heute ...

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-884211.html

Hier sehe ich keinen Zusammenhang. Die Karlsruher Entscheidung dürfte nicht genügend Aufmerksamkeit bündeln um in ihrem Windschatten Mali-Beschlüsse verstecken zu können.

Gruß Torsten

Meik 19.02.2013 12:44

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 873394)
Hier sehe ich keinen Zusammenhang.

Passte aber "rein zufällig" zu dem was ich damals geschrieben habe.

Wenn man anguckt wie viel zu diesem Thema diskutiert wird, das Pferdefleisch, usw. und wo ein Thread zum Bundeswereinsatz verbleibt, .... ;)

Die Gewichtung in den Nachrichten sieht ähnlich aus. Riesen-Pferdefleischskandal, wichtiges Urteil ... ach ja übrigens am Rande noch, die Bundeswehr muss nach Mali. Ja nee, iss klar ...

DragAttack 26.03.2013 14:30

Wie ich heute erfahren habe, hat eun berliner Gericht jetzt auch die gemeinsame Adoption gleichgeschlechtlicher Paare in Karlsruhe zur Entscheidung vorgelegt. Insofern ist davon auszugehen,dass die Frage spätestens nächstes Jahr endlich erledigt sein wird. Bitte ein Taschentuch für Steinbach, Geis und Reiche.

Gruß Torsten

Teuto Boy 26.03.2013 20:40

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 886556)
Bitte ein Taschentuch für Steinbach, Geis und Reiche.

Gruß Torsten

Häh? :confused:

Kenne die Herren/Damen nicht?

tomerswayler 26.03.2013 21:18

Sind Unionspolitiker mit Vornamen Erika, Norbert und Katherina.

Jetzt darfst du googlen! ;)

DragAttack 06.06.2013 11:15

Ein wunderschöner Tag - die Sonne scheint und Merkel, Steinbach, Geis & Konsorten kriegen malwieder aus Karlsruhe die Fresse poliert. Kann eigentlich noch jemand mitzählen zu wievielten Male?
http://www.tagesschau.de/inland/eheg...lsruhe100.html

Gruß Torsten

Statler 06.06.2013 11:19

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 910425)
Ein wunderschöner Tag - die Sonne scheint und Merkel, Steinbach, Geis & Konsorten kriegen malwieder aus Karlsruhe die Fresse poliert. Kann eigentlich noch jemand mitzählen zu wievielten Male?
http://www.tagesschau.de/inland/eheg...lsruhe100.html

Gruß Torsten

Ich finde es nur gerecht !!!
Jetzt würde ich aber freuen, wenn sie auch die Paare ohne Trauschein steuerlich gleich stellen.
Zur Kasse werde ich gebeten, wenn es drauf ankommt, Vergünstigungen gibt es keine.

:Huhu:
der Coach,

zwei Kinder und Steuerklasse1

DragAttack 06.06.2013 11:53

Zitat:

Zitat von Statler (Beitrag 910427)
Jetzt würde ich aber freuen, wenn sie auch die Paare ohne Trauschein steuerlich gleich stellen.
Zur Kasse werde ich gebeten, wenn es drauf ankommt, Vergünstigungen gibt es keine.

Mittelfristig wäre ich dafür, das Splitting abzuschaffen und die Steuermehreinnahmen gezielt zur Förderung von Kindern und Erziehungsleistung zu verwenden.

Solange es dieses Splitting jedoch gibt halte ich es für diskriminierend es ausschließlich für heterosexuelle Partnerschaften zu gewähren.

Gruß Torsten

Statler 06.06.2013 12:13

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 910450)
Mittelfristig wäre ich dafür, das Splitting abzuschaffen und die Steuermehreinnahmen gezielt zur Förderung von Kindern und Erziehungsleistung zu verwenden.

Solange es dieses Splitting jedoch gibt halte ich es für diskriminierend es ausschließlich für heterosexuelle Partnerschaften zu gewähren.

Gruß Torsten

Ich bin auch gegen das Splitting.
Das Existenzminimum der Familienmitglieder sollte steuerfrei sein und das wars.

Mich hat es auch geärgert, dass als alleinerziehende Mutter mehr Steuern bezahlt habe, als der Familienvater, dessen Frau die Kinder hütet.Meine Rentenansprüche beziehen sich auf mein Netto-Einkommen und habe lange Teilzeit arbeiten müssen wegen der Kinderbetreuung.
Ich finde es auch nicht richtig, dass geschiedene Männer, die Unterhalt zahlen müssen für die Kids wieder Steuerklasse 1 werden.
Es gibt in unseren System ein paar Dinge, die nicht gerecht sind.
Ich freue mich auf jeden Fall für die homosexuellen Paare,
dass sie ihr Recht durchsetzen konnten.:Blumen:

peter65 06.06.2013 12:25

Krasses Fehlurteil. Einzige richtige Antwort wäre das Familiensplittung wie in Frankreich gewesen.
Jetzt werden also noch mehr Paare ohne Kinder steuerlich begünstigt und die nicht eingetragenen Paare mit Kindern sind die großen Verlierer.

Statler 06.06.2013 12:35

Zitat:

Zitat von peter65 (Beitrag 910472)
Krasses Fehlurteil. Einzige richtige Antwort wäre das Familiensplittung wie in Frankreich gewesen.
Jetzt werden also noch mehr Paare ohne Kinder steuerlich begünstigt und die nicht eingetragenen Paare mit Kindern sind die großen Verlierer.


Du kannst nicht sagen, dass es ein krasses Fehlurteil ist.
Die eingetragen Partnerschaften werden der Ehe gleich gestellt.
Das ist nur gerecht.Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.

Es ist halt die Frage, ob die Ehe solche Vorteile mit sich bringen sollen.
Als Paar ohne Trauschein bist Du immer im Nachteil.
Du wirst rangenommen, wenn Dein Partner arbeitslos wird.
Du hast aber keine steuerlichen Vorteile...mal abgesehen davon, dass Du einen ganz niedrigen Freibetrag bei der Erbschaftssteuer hast und Du hast auch keine Rentenansprüche bei Deinem Partner.
Unser Staat fördert immer noch die Ehe...nicht die Familie.

Meine Töchter und ich waren auch keine Familie.
Da muß sich dringend was ändern.

peter65 06.06.2013 12:47

Hast schon Recht. In diesem Urteil ging es nur um die Gleichstellung nicht um das Familiensplitting.
Vielleicht sollte mal ein nicht eingetragenes Paar mit Kindern vors Gericht ziehen.

Gibt es eigentlich eine Partei, die das Ehegattensplitting abschaffen und das Familiensplitting einführen will ?

DragAttack 06.06.2013 12:58

Zitat:

Zitat von peter65 (Beitrag 910496)
Gibt es eigentlich eine Partei, die das Ehegattensplitting abschaffen und das Familiensplitting einführen will ?

http://www.gruene.de/themen/wirtscha...rauschein.html

peter65 06.06.2013 13:03

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 910507)

Familiensplitting wollen die aber auch nicht ? Sondern nur noch mehr Abgaben kassieren und eventuell später woanders einsetzen...

Teuto Boy 06.06.2013 14:25

Ich vermute jetzt wird das Ehegatten Splitting wohl über kurz oder lang politisch abgeschafft, was ja sehr zu begrüßen ist.

Steuerlich sollte aus meiner Sicht das Aufziehen von Kindern belohnt werden, unabhängig in welcher Familienkonstellation.

DragAttack 06.06.2013 15:15

Zitat:

Zitat von peter65 (Beitrag 910509)
Familiensplitting wollen die aber auch nicht ? Sondern nur noch mehr Abgaben kassieren und eventuell später woanders einsetzen...

Das Ehegattensplitting hat IMO drei wesentliche Nachteile
  1. Kinder, die außerhalb einer ehelichen Lebensgemeinschaft oder eingetragenen Partnerschaft leben werden nicht begünstigt.
  2. Kinder von Geringverdienern werden nicht (oder nur schwach) begünstigt.
  3. Kinder in Partnerschaften, wo beide Partner ein vergleichbares Einkommen haben werden nicht begünstigt.
Daher halte ich es für sinnvoll, das Splitting insgesammt sukzessiv abzuschaffen und die freiwerdenden Mittel zur gleichberechtigten Förderung ALLER Kinder einzusetzen. Genau dieses sehe ich im Grünen Konzept verwirklicht.

Das Modell des französischen Familiensplittings ist mir nicht näher bekannt. Spontan würdeich jedoch vermuten, dass die Probleme 2&3 darin nicht gelöst sind.

Gruß Torsten

Statler 06.06.2013 15:47

Zitat:

Zitat von Teuto Boy (Beitrag 910548)
....

Steuerlich sollte aus meiner Sicht das Aufziehen von Kindern belohnt werden, unabhängig in welcher Familienkonstellation.


Das sehen viele Mensche hier im Lande so, aber es kommt in der Politik nicht an.:(

DragAttack 06.06.2013 15:59

Zitat:

Zitat von Statler (Beitrag 910598)
Das sehen viele Mensche hier im Lande so, aber es kommt in der Politik nicht an.:(

Insbesondere bei einer Fraktion kommt es nicht an - und diese liegt bei Meinungsumfragen derzeit leider bei 40% :Nee:

Statler 06.06.2013 16:20

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 910607)
Insbesondere bei einer Fraktion kommt es nicht an - und diese liegt bei Meinungsumfragen derzeit leider bei 40% :Nee:

Ist ja klar, wenn Du das klassische Familienbild verteidigen mußt.
Papa schaft in der Politik, die Gattin bleibt brav zuhause bei den Kindern.
Wenn Papi dann mit der Kollegin durchbrennt, soll die Gattin laut neuer Scheidungsgesetze ganz schnell wieder arbeiten gehen.
Da ist ihr so einiges zumutbar, auch Harz IV, weil sie nur einen 400€-Job in der Bäckerei findet.

Meinen jungen Kolleginnen, die gerade Kinder bkeommen habe, sage ich immer, dass sie niemals den Fuß aus den Berufsleben nehmen sollen.

Ich könnte mich stundenlang darüber auslassen, was hier in der Politik alles schief gelaufen ist.:Lachen2:

Teuto Boy 06.06.2013 18:13

Zitat:

Zitat von Statler (Beitrag 910612)
Papa schaft in der Politik, die Gattin bleibt brav zuhause bei den Kindern.

Ich könnte mich stundenlang darüber auslassen, was hier in der Politik alles schief gelaufen ist.:Lachen2:


Du hast noch vergessen, dass die Gattin 4000 Euro als Chefsekretärin für nix abkassiert :Lachanfall:

Teuto Boy 07.06.2013 14:32

Habe heut mal nach der Reaktion der CDU darauf in der Tageszeitung geschaut.

Einige sagen, das Gesetz soll noch vor den Wahlen durch, Laumann sagt , man soll mal die Luft rauslassen, das sind nur 20.000

Bin gespannt wie es weiter geht....

qbz 16.08.2017 19:24

Studie widerspricht Vorurteil gegen gleichgeschlechtliche Eltern. Ziehen gleichgeschlechtliche Paare ein Kind groß, fehlt zwar das männliche oder weibliche Rollenvorbild. Das beeinflusst laut einer Studie aber nicht, wie sich die Genderidentität der Kinder entwickelt.

Mirko 16.08.2017 20:51

29 schwule und 27 lesbische Paare. Das ist ja eine riesen Gruppe aus der man diese Studie generiert hat. :Lachanfall:

noam 16.08.2017 21:06

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man sich von einer allgemeinen idealisierten Lebensweise als Vorschrift für das Adoptieren trennen sollte und hier viel mehr den Einzelfall prüfen muss. Die zentrale Frage muss sein, ob das Wohl des Kindes durch eine Adoption durch Pérson A verbessert wird. Das hängt in den wenigsten Fällen davon ab, ob Person A Männer, Frauen, niemanden oder beide Geschlechter liebt.

Schlimmsten Fall werden die Kinden von homosexuellen Paaren halt dahingehend beeinflusst für verschiedene Arten der Partnrschaft deutlich aufgeschlossener zu sein, oder von der gleichgeschlechtlichen Beziehung angewidert zu sein. Das eine gibts in Köln und das andere in Bayern schon seit vielen Jahren.


Verhindert werden sollte allerdings, dass sich Paare ein Kind als Statussymbol adoptieren.

qbz 16.08.2017 21:18

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1323207)
29 schwule und 27 lesbische Paare. Das ist ja eine riesen Gruppe aus der man diese Studie generiert hat. :Lachanfall:

Mit den 50 Heteropaaren nahmen insgesamt 106 Elternpaare teil. Dabei handelte sich um eine sog. Langzeitstudie, wo die Kinder in verschiedenen Altersstufen getestet wurden. Es stand die qualitative Betrachtung der Geschlechtsidentität der Kinder im Vordergrund.

Bei Studien in Minderheitengruppen und für Langzeituntersuchungen bekommt man halt selten sichere repräsentative Stichproben. Ich würde als Psychologe den Aussagen einen wissenschaftlichen Wert zubilligen und sie bei der Adoptionsvermittlung zugrunde legen wollen.

keko# 17.08.2017 09:38

Also ich bin mittlerweile schon heilfroh, wenn es irgendwo heißt, Schwule und Lesben sind nicht zwangsläufig die besseren Eltern :Cheese:

Trimichi 17.08.2017 23:08

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1323207)
29 schwule und 27 lesbische Paare. Das ist ja eine riesen Gruppe aus der man diese Studie generiert hat. :Lachanfall:

Das riecht stark nach Diskriminierung von Minderheiten wenn nicht gleich sogar von Marginalitäten. ;)


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