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Tabaluga 05.06.2014 08:04

Zitat:

Zitat von Benson-80 (Beitrag 1047422)
Was bei mir auch recht viel geholfen sind viele kurze knackige Intervalle also lieber 10x50m steigern oder 10x50m Voll.. Und des dann halt langsam je nach befinden steigern auf 100m-150m-200m.. längere Intervalle als 200m sind bei mir recht selten. Ich finde durch die kurzen Pausen kann man sich beim nächsten Intervall wieder mehr verausgaben und auch jedesmal wieder durch die kurze Erholungspause besser auf die Wasserlage konzentrieren. Natürlich auch zum Start des Schwimmens einen Technikblock, der bringt meines Erachtens, wenn man ihn richtig durchführt auch eine Menge.

Ja so wurde es auch gemacht, der Trainer sagt auch relativ genau an wie viel Pause nach welchem Block ist. Da sollte ich eine gute Anleitung haben denke ich!

keko 05.06.2014 15:50

Zitat:

Zitat von Benson-80 (Beitrag 1047422)
Was bei mir auch recht viel geholfen sind viele kurze knackige Intervalle also lieber 10x50m steigern oder 10x50m Voll..

Das hat auch den Vorteil, dass Geschwindigkeit einen Auftrieb mit sich bringt und man dann automatisch besser im Wasser liegt. Umgekehrt erkennt man einen guten Schwimmer auch daran, dass er langsam und gleichzeitg schön schwimmen kann. Anfänger gehen dabei oftmals einfach unter, sobald sie sich langsam bewegen. Sie sind ständig am Rudern und Tun und vergeuden Energie, anstatt sie in Vorwärtsbewegung umzusetzen. Der, der es gelernt hat, nutzt den Auftrieb des Wasser und liegt einfach da :)

Hamsterbär 08.06.2014 10:52

Ich hab (damals war ich Ende 20) etwa 9 Monate Zeit gehabt um "sehr grob" Kraulen zu lernen, 2-3 mal pro Woche Training, dabei jeweils eine 45 Min Einheit mit Einzelbetreuung pro Woche.

Ich bin auch eher ein Bewegungslegastheniker und hab viel Wasser geschluckt. Glaub das war die härteste Zeit meiner bisherigen Sporterfahrungen.


Ergebnis 2012: 500m Freiwasser (dank Panik auch teilweise Brust geschwommen) in 11:58 (ob Wechselzeit da mit drin ist, weiß ich nicht)

2013 mit weniger Panik und damit auch weniger Brustschwimmanteil: 10:42 auf 500m beim gleichen Wettkampf wie 2012 und 18:41 auf 1000m (die waren fast Panikfrei :Cheese: ) bei einem anderen Wettbewerb.

Im Becken geht mittlerweile so 8:33 auf der 25er Bahn (kann aber keine coole Unterwasserwende).

Ergebnis für 2014 liefere ich noch nach, ca. noch 2 Wochen ;) Bin gespannt!

Wenn man bei 0 anfängt und schon Ende 20 + Bewegungslegastheniker ist, dann wird man auch in der AK wohl kein Topschwimmer mehr werden. Ins AK Mittelfeld kann man meiner Meinung nach mit entsprechendem Trainingsfleiß (3 mal und mehr pro Woche Schwimmen, zumindest teilweise mit fähigem Trainer) aber sicherlich auch dann kommen.

Viel schwimmen hilft viel.


Bleib einfach dran, das wird schon! :Blumen:

Tabaluga 11.06.2014 23:20

So nach all den netten Kommentaren will ich dann auch berichten wie es heute im Training war.
Bin mehr auf die anderen und den Trainer zugegangen und obwohl es eine Überwindung war habe ich es überlebt und war positiv überrascht. Waren nämlich alle doch sehr nett. Ja ich weiß, man muss sich nur trauen

Auf jeden Fall war das Feedback viel positiver als mein Gefühl im Wasser, mein Trainer meinte sogar ich mache sehr sehr flotte Fortschritte, von daher alles halb so schlimm wie gedacht :Liebe:
Bin gespannt wie die weiteren Fortschritte über die nächsten Wochen nun sein werden...

Eber 12.06.2014 10:53

Zitat:

Zitat von Troedelliese (Beitrag 1047201)
... Besonders schlecht waren Versuche, schneller zu schwimmen. Das hat nämlich nur den Blödsinn vermehrt und den Puls in die Höhe getrieben. Das Tempo blieb gleich oder wurde sogar langsamer.
.....Was letztendlich geholfen hat, war der Kauf einer Unterwasserkamera, die mir nach jeder Bahn gezeigt hat, dass das, was ich mache, nicht dem entspricht, was ich zu machen glaube.
Eine weitere große Hilfe war, nur einen zug zu schwimmen und den Arm anschließend bewusst am Körper zu lassen, um zu verstehen, in welche Position mich dieser Armzug bringt.
...
Ursprünglich haben mich einzelne Züge mehr auf die Seite gedreht als nach vorne gebracht. So lange das passiert, muss der nächste Armzug erst die Wasserlage korrigieren, bis überhaupt ein weiteres Vorwärtskommen möglich ist. Obwohl ich es total albern finde, derart in Zeitlupe zu schwimmen, mache ich diese Übung dennoch weiter, damit sich nicht wieder irgendwelche Drehungen oder sonstige Verrenkungen im Wasser einschleichen. Ziel sollte eines Armzuges ja eigentlich die Vorwärtsbewegung sein....
Auf mein Schwimmtempo achte ich übrigens überhaupt nicht mehr, ich messe auch keine Zeiten.

Von allen Beiträgen sagt mir Troedellieses Beitrag am meisten zu und ich kann das alles nur bestätigen.

Ich setze seit meinem ersten Triathlon, also seit ca. 5 Jahren, auf Terry Laughlins "Total Immersion" Konzept.
Ein Jahr dauerte es bis ich einigermaßen entspannt Kraulen konnte. Angefangen habe ich 1/2 Jahr lang fast ausschließlich im Springebecken (~15m Länge) zu gleiten ...
Das war morgens oft unbenutzt und ich schwebte da im tiefen wellenfreien Wasser wie so eine Raumstation in Kubricks 2001 im All:
https://www.youtube.com/watch?v=UqOOZux5sPE

Seither ist mein wichtigstes Ziel die völlige Entspannung beim Schwimmen zu erzielen.
Das geht mit Tempoeinheiten meiner Meinung nach erst Mal überhaupt nicht.
Das macht vor allem auch einen rießen Spaß.
https://www.youtube.com/watch?v=rJpFVvho0o4

Was Wettkämpfe anbelangt habe ich mind. 3-4 Jahre lang keine Schnelligkeitsfortschritte erreicht, konnte aber meinen "Strokecount" weiter reduzieren, anfangs so 44 Züge / Bahn(50m), schaffe ich es jetzt, wenn ich mich konzentriere, in ca 33/ Bahn(50m) - ohne Schummeln über den Beinschlag.
Ich arbeite ständig an meiner Balance, sei es an der horizontalen Wasserlage, der Rotation oder ich versuche das Schlingern zu minimieren (und meinen widerspenstigen Dickschädel stromlinienförmig auszurichten)
Ich bin jetzt so weit dass ich das selbst detektieren kann.
Dazu mache ich auch so was, was Toedelise vorgeschlagen hat,
ich unterbreche den Schwimmzug in irgendeiner Phase und gleite weiter, was dann den Fehler erkennbarer macht, und versuche zu erkennen wo ich balancemäßig was verbessern kann ...
Trainingstechnisch geht es mir um völlige Kontrolle meiner Bewegungen und diesem Ziel glaube ich durch Zeitlupen-Bewegungen wirklich näher zu kommen...

Beim Schwimme hab ich noch nie auf eine Uhr geschaut - und das nicht nur weil ich kurzsichtig bin :-)

Was deine Ausgangsfrage betrifft glaube ich hat Yvonne van Vlerken erst kürzlich nach "zig" Jahren Fortschritte beim Schwimmen gemacht (ich hoffe ich habe das richtig wiedergegeben) :)


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