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captain hook 29.10.2015 13:27

Zitat:

Zitat von flaix (Beitrag 1178021)
lese ich das richtig? Die sagen das es eigentlich egal ist weil die limitierenden Faktoren andere sind?

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...JM8M5g&cad=rja

Les mal diese Zusammenfassung verschiedener Untersuchungen. Ziemlich umfangreich, aber ganz interessant. Das Thema insgesamt ist wesentlich komplexer als man vielleicht annehmen würde und von schwarz und weiß weit enfernt. Und... alles hat Vor- und Nachteile und nicht alles taugt für jeden und jeden Anwendungstweck.

Vielleicht hat AG einfach den insgesamt für ihn besten Weg gefunden.

Zu Saltin ist da auch ein Teilabschnitt enthalten.

captain hook 29.10.2015 13:30

Was ich übrigens stark fand, war, dass er im Rennen zurückgekommen ist, als es so um die 30km losging mit den Problemen. Da muss man mental schon stark sein und über viel Erfahrung verfügen in so einer Situation ruhig zu bleiben und richtig zu reagieren. Viele andere wären an dieser Stelle gescheitert denke ich. Danach entwickelte sich die Situation zu seinen Gunsten. Er konnte Leute abhängen, andere einsammeln... Hätte nix genutzt, wenn er als die Probleme kamen die Nerven verloren hätte. Hat er aber nicht.

flaix 29.10.2015 13:39

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1178030)
Was ich übrigens stark fand, war, dass er im Rennen zurückgekommen ist, als es so um die 30km losging mit den Problemen. Da muss man mental schon stark sein und über viel Erfahrung verfügen in so einer Situation ruhig zu bleiben und richtig zu reagieren. Viele andere wären an dieser Stelle gescheitert denke ich. Danach entwickelte sich die Situation zu seinen Gunsten. Er konnte Leute abhängen, andere einsammeln... Hätte nix genutzt, wenn er als die Probleme kamen die Nerven verloren hätte. Hat er aber nicht.

Und da hat ganz sicher eine Rolle bei gespielt das er sich keine Sorgen um Nahrungsaufnahme machen musste. Insofern, alles richtig gemacht.

captain hook 29.10.2015 13:51

Zitat:

Zitat von flaix (Beitrag 1178039)
Und da hat ganz sicher eine Rolle bei gespielt das er sich keine Sorgen um Nahrungsaufnahme machen musste. Insofern, alles richtig gemacht.

Das war allerdings die Phase, wo angekündigt war, dass er auf Cola umsteigt. In den gereichten Flaschen war dann tatsächlich statt vorher durchsichtig was dunkles drinn. Er scheint da offenbar trotz allem zugegriffen zu haben.

FlowJob 29.10.2015 15:13

Canova schreibt hier folgendes:
Zitat:

Arne had problems, after 28 km, in one leg, and was not correct in the running technique, forcing on one hip : this fact obliged him to reduce the pace. However, it's important he didn't have any problem of fuel, and, under this point of view, could have the possibility to run faster.
Das verstehe ich so, dass die Probleme nichts mit der Ernährung zu tun hatten und er wohl deshalb auch seine Ernährungsstrategie wie geplant durchziehen konnte.

docpower 29.10.2015 17:27

Das ist auch deshalb interessant, weil sich das so liest, das da noch Luft nach oben ist....

FlowJob 29.10.2015 18:09

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 1178147)
Das ist auch deshalb interessant, weil sich das so liest, das da noch Luft nach oben ist....

Ich glaube, wenn er sich nicht noch eine etwas schnellere Zeit zugetraut hätte, wäre er auch nicht mit der Spitze angelaufen. In dem verlinkten Thread wird ihm zwar auch "immature pacing" vorgeworfen, aber wenn das stimmt was Canova schreibt, dann sollte wirklich noch etwas Luft sein.

Antracis 29.10.2015 18:35

Die Gruppe lief meines Wissens nach anfangs auf deutlich unter 2:07 und zeitweise für einige Kilometer sogar auf WR-Kurs. Profis bezahlen Überpacen beim Marathon auch, selbst Gebrselassie ist meines Wissens mal in Tokio auf eine Fabelzeit angelaufen und hat dann doch deutlich auf der zweiten Hälfte Federn lassen müssen. (Und ist "NUR die damals viertschnellste Zeit der Geschichte gelaufen :D)

Das Ausnahmetalent von Eliteläufern macht vermutlich ein negatives Pacing zu einer sinnvollen Option auf Bestzeit, weil möglicherweise die Laufökonomie nicht so stark nachlässt wie bei Amateuren. Aber zu schnell ist halt zu schnell.

Natürlich sprach vieles dafür, möglichst lange bei der Gruppe zu bleiben (Stichwort mentaler Windschatten), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass bei konsequentem Anlaufen auf z.B. eine niedrige 2:08 eine 2:07 möglich gewesen wäre.

Ansonsten schließe ich mich aber dem Käptn an: Mit so frühen Problemen das Ding so zu Ende zu bringen, das verlangt echt Respekt.


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