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flaix 29.10.2015 12:11

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1177953)
ps: eine erfreulich sachliche diskussion.
da das thema allerdings in der tat sehr abschweift, können wir die diskussion auch per PM oder in einem neuen thread fortsetzen.

NEIN! untersteht Euch. Ich will das lesen.

Pmueller69 29.10.2015 12:25

Zitat:

Zitat von Alteisen (Beitrag 1177975)
Ich fand bei dem guten Inhalt, den HaFu regelmäßig liefert Deine Frage frech... und dann muß man halt auch mal einstecken.

Ich hatte mir auch gedacht, dass dein Post in die Richtung ging.
Ich schätze die Beiträge von Hafu auch. Nur die Diskussion fand ich gerade interessant.

Aber ich muss sagen, dass ich die Erfahrung vom Sonntag ganz hilfreich fand. Wenn immer alles glatt geht wird man übermütig. So kam ich in eine körperliche Erfahrung, die ich so noch nicht gemacht hatte. Wenn ich die erst in Roth gemacht hätte, wäre das nicht so toll.

NBer 29.10.2015 12:32

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1177977)
Wagenmakers et al., 1993; Massicotte et al., 1994
:Blumen:



habe das gerade mal gegoogelt und bin direkt auf eine andere studie verwiesen worden: http://www.sgsm.ch/fileadmin/user_up...2_Knechtle.pdf .

dort heisst es:
" Entscheidend für den Einfluss der Kohlenhydrateinnahme auf die Fettoxidation ist die Höhe der Belastungsintensität. Das Insulin, das die Glukoseaufnahme in die Muskelzelle erhöht (Ahlborg & Felig, 1976), steigt bei tiefen Belastungsintensitäten auf eine Kohlenhydrateinnahme deutlich höher an als bei hohen Intensitäten, wo die Insulinreaktion auf die erhöhte Plasmaglukosekonzentration unterdrückt wird (Coyle et al., 1986; Hargreaves & Briggs, 1988). Werden Kohlenhydrate z.B. während einer Belastung von 25–45% VO 2max eingenommen, wird die Fettoxidation um etwa 40% gehemmt (Ahlborg & Felig, 1976; Ivy et al., 1983). Der
Zeitpunkt der Einnahme, die Intensität und die Menge der eingenommenen Glukose sind von entscheidender Bedeutung. Bei Erhöhung der Intensität auf 65–75% VO 2max wird die Fettoxidation nach 2 h eingeschränkt (Coyle et al., 1983; Coyle et al., 1986)."

das ist mir in der tat neu. wobei das ja eher die bedeutung der fettoxidation unterstreicht. je höher die belastung im aeroben bereich, desto uneingeschränkter die fettverbrennung. was letztendlich die bedeutung des trainings im oberen GA1 und aerob/anaeroben übergangsbereich unterstreicht, was ja schon immer als die effektivste trainingsform zur erhöhung der aeroben kapazität galt.


allerdings kommt diese studie auch zu völlig anderen zahlen, als von dir weiter vorn angegeben:
" Fett stellt bei langen Belastungen moderater Intensität von 50– 60% VO 2max den Hauptanteil an der Energielieferung (Krogh & Lindhard, 1920; Havel et al., 1963; Bergman & Brooks, 1999): Im Verlaufe der Belastung bei Abnahme der Glykogenreserven erreicht dieser Anteil rund 60% der Energiegewinnung (Ahlborg
& Felig, 1976; Bosch et al., 1993). Die Kohlenhydratoxidation liefert bei diesen Intensitäten zu Beginn der Belastung über 40% und sinkt dann auf gegen 30% der Energielieferung (Ahlborg & Felig, 1976; Pirnay et al., 1995). Mit zunehmender Dauer einer Ausdauerbelastung sinkt die Belastungsintensität auf 50–60%
VO 2max ab, der Energieverbrauch pro Zeiteinheit nimmt ab und die Energiebereitstellung erfolgt vorwiegend aerob im Bereich der Fettoxidation. Die Energielieferung wird zunehmend durch den Fettstoffwechsel geliefert, das sich auch in den Plasmakonzentrationen der entsprechenden Metaboliten zeigt. Bei einer Belastung mittlerer Intensität sinkt die Glukosekonzentration langsam
ab und die Laktatkonzentration bleibt konstant."

auch das unterstreicht die bedeutung des fettstoffwechsels im ausdauersport.

Spanky 29.10.2015 13:07

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1177564)
Ich merke generell, dass wenig KH sich extrem auf meine Regeneration und auch auf das Immunsystem auswirken. Habe mir so auch schon mal nach einer harten Trainingswoche einen Herpes Zoster ( Gürtelrose) eingefangen.


Arne hat in seinem Interview vorm Rennen auch gesagt, dass er sich in den Wochen vorm Frankfurt Marathon sogar öfter mit Mundschutz in der Öffentlichkeit bewegt hat, um Infektionen zu vermeiden?! Aber ob das an einer höheren Infektionsgefahr (wg. KH reduzierung) lag oder einfach die Sorge, vor dem wichtigsten Wettkampf des Jahres nochmal krank zu werden, weiss ich nicht. Dazu wurde nichts gesagt.

flaix 29.10.2015 13:16

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1178019)

lese ich das richtig? Die sagen das es eigentlich egal ist weil die limitierenden Faktoren andere sind?

flaix 29.10.2015 13:18

Zitat:

Zitat von Spanky (Beitrag 1178015)
Arne hat in seinem Interview vorm Rennen auch gesagt, dass er sich in den Wochen vorm Frankfurt Marathon sogar öfter mit Mundschutz in der Öffentlichkeit bewegt hat, um Infektionen zu vermeiden?! Aber ob das an einer höheren Infektionsgefahr (wg. KH reduzierung) lag oder einfach die Sorge, vor dem wichtigsten Wettkampf des Jahres nochmal krank zu werden, weiss ich nicht. Dazu wurde nichts gesagt.

das sieht zwar deppert aus, aber es ist hocheffizient.
Wenn Du nur einen Schuss hast im Jahr auf den Alles ausgerichtet ist, dann kann man das ruhig generell machen.

Die erhöhte Infektionsgefahr durch low carb hat er sicherlich nicht mehr, er ist ja dran gewöhnt.

captain hook 29.10.2015 13:24

http://www.zeitschrift-sportmedizin....tint_01_03.pdf

Hier war der Test mit den unterschiedlichen KH Gaben unter fortlaufender Belastung.

Wie aus dem Gedächnis beschrieben... Ja, Fettstoffwechsel ohne KH Gabe besser, aber auch mit KH durchaus vorhanden und nicht soviel schlechter wie man ggf erwarten würde und deutlich unter RQ=1 (was für einen reinen KH Stoffwechsel sprechen würde in dem keine Fette mehr verstoffwechselt würden). Fazit: auch unter KH Gabe findet FSW statt, wenn auch leicht reduziert im Vergleich zu KH Abstinenz.

Und 6% KH Lösung war nochmals dichter an komplett ohne KH als die 12% Lösung.

Muss man halt abwägen. Komplett nüchtern und ohne KH ist ja nicht so ganz risikolos und führt bei einigen Untersuchungen ja auch zu deutlichen Leistungsabfällen.

Klugschnacker 29.10.2015 13:26

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1178002)
habe das gerade mal gegoogelt und bin direkt auf eine andere studie verwiesen worden: http://www.sgsm.ch/fileadmin/user_up...2_Knechtle.pdf .

Das Paper kenne ich sehr gut. Ich habe im letzten oder vorletzten Jahr eine eigene Sendung dazu gemacht.

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1178002)
...allerdings kommt diese studie auch zu völlig anderen zahlen, als von dir weiter vorn angegeben:
" Fett stellt bei langen Belastungen moderater Intensität von 50– 60% VO 2max den Hauptanteil an der Energielieferung (Krogh & Lindhard, 1920; Havel et al., 1963; Bergman & Brooks, 1999): Im Verlaufe der Belastung bei Abnahme der Glykogenreserven erreicht dieser Anteil rund 60% der Energiegewinnung (Ahlborg
& Felig, 1976; Bosch et al., 1993). Die Kohlenhydratoxidation liefert bei diesen Intensitäten zu Beginn der Belastung über 40% und sinkt dann auf gegen 30% der Energielieferung (Ahlborg & Felig, 1976; Pirnay et al., 1995).

Das sind unterschiedliche Anteile an Fettverbrennung als ich sie zuvor nannte, allerdings IMO auch unterschiedliche Intensitätsbereiche. 50-60% VO2max ist an der Schwelle zwischen schnell gehen und langsam traben. Bei Marathonrenntempo für einen 2:45 Läufer oder einen 3:30 Läufer darf man IMO eine geringere Fettverbrennungsrate erwarten.

Bin jetzt auf der Autobahn... :Blumen:


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