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Antracis 16.10.2015 19:22

Zitat:

Zitat von Huaka (Beitrag 1174590)
bestimmte Begriffe gibt es bei Sportwissenschaftlern gar nicht, sie sind TS-spezifisch...und eigentlich auch von Friel. Sie sind nicht mal triathlonspezifisch.
Dafür gibt es in Westeuropa im Bereich des Radsports wieder anadere Bezeichnungen.
VP1 und VP2 sind Standards, base, build und peak nicht. Schau mal nach bei:
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de
Aber nicht mal die anaerobe Schwelle ist genau definiert. Im Gegenteil, es gibt genügend Kompetenzen, die sagen, dass es keine gäbe, weil der Begriff schwachsinnig sei.

Andererseits sollte man sich aber darüber klar werden, dass man keinen akademischen Grad anstrebt, sondern ein möglichst gutes WK-Ergebnis. Die meisten Begriffe haben sich historisch in der Trainingslehre entwickelt und wurden und werden von guten Trainern verwendet. Zahllose Olympiasieger wurden unter dem Modell der anaeroben Schwelle trainiert und es hat hervorragnd funktioniert. Andererseits ist mir keine einzige sportwissenschaftliche Erkenntnis bekannt, die etwas anderes geschafft hat, als dass zu erklären, was erfolgreiche Trainer eh schon seit Jahrzehnten mit Ihren Athleten gemacht haben.

Und auch die Sport"Wissenschaft" hängt da oft grausig hinterher. Was z.B. in Weinecks " Sportbiologie" , einem Standardwerk, zum Thema Laktat steht, war für Biochemiker schon vor 10 Jahren in Lachnummer. Tempowechselläufe wurden aber trotz allem schon vor 50 Jahren trainiert, als auch die Biochemie noch dachte, Laktat ist sauer.

Ich schaue ja auch gerne Arnes Sendungen und lese viel, aber eigentlich ist es ganz einfach: Schauen, was die wirklich schnellen Leute machen und dann ausprobieren, was davon bei einem selbst funktioniert.

Eber 16.10.2015 19:43

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1174609)
...Andererseits ist mir keine einzige sportwissenschaftliche Erkenntnis bekannt, die etwas anderes geschafft hat, als dass zu erklären, was erfolgreiche Trainer eh schon seit Jahrzehnten mit Ihren Athleten gemacht haben.
....

In diesem Sinne wäre die Sportwissenschaft also gar keine Wissenschaft.
Wenn sie nix Neues schafft ist, sie nix als "Blahblah" :Cheese:

Huaka 16.10.2015 21:43

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1174609)
Andererseits sollte man sich aber darüber klar werden, dass man keinen akademischen Grad anstrebt, sondern ein möglichst gutes WK-Ergebnis. Die meisten Begriffe haben sich historisch in der Trainingslehre entwickelt und wurden und werden von guten Trainern verwendet. Zahllose Olympiasieger wurden unter dem Modell der anaeroben Schwelle trainiert und es hat hervorragnd funktioniert. Andererseits ist mir keine einzige sportwissenschaftliche Erkenntnis bekannt, die etwas anderes geschafft hat, als dass zu erklären, was erfolgreiche Trainer eh schon seit Jahrzehnten mit Ihren Athleten gemacht haben.

Und auch die Sport"Wissenschaft" hängt da oft grausig hinterher. Was z.B. in Weinecks " Sportbiologie" , einem Standardwerk, zum Thema Laktat steht, war für Biochemiker schon vor 10 Jahren in Lachnummer. Tempowechselläufe wurden aber trotz allem schon vor 50 Jahren trainiert, als auch die Biochemie noch dachte, Laktat ist sauer.

Ich schaue ja auch gerne Arnes Sendungen und lese viel, aber eigentlich ist es ganz einfach: Schauen, was die wirklich schnellen Leute machen und dann ausprobieren, was davon bei einem selbst funktioniert.

ich stimme dir in allen Punkten zu.

captain hook 17.10.2015 09:49

Ihr kennt euch doch gut aus. Füllt die einzelnen Blöcke doch mal mit Beispieleinheiten. :bussi:

mhovorka 17.10.2015 10:53

Zitat:

Zitat von HollyX (Beitrag 1174589)
Hi Leute,

ich mache in der Winterzeit (Nov - März) einmal wöchentlich ein 2h-Fahrtspiel auf dem Ergo in der Muckibude. Bislang ist jedes Fahrtspiel ein bunter Mix aus intermittierenden Intervallen (2x10x30'', 30'' Pause), dicken Widerständen (2' 60er Frequenz, 2' Pause).

Ideen, was da sinnvoller wäre?

Und: sollten sich die Trainings über diese Monate irgendwie ändern/aufbauen? Z.B. im Frühjahr übergehen zu reineren K3 oder 4x4ern etc.?

Grüße
Holger

Da gibts 2 Lager - die einen sagen, dass man unterschiedliche Inhalte nicht in einer Einheit machen soll, weil sich die Anpassungen gegenseitig "blockieren". Dann hast du zwar trotzdem eine Anpassung in dem Bereich, aber die ist schächer.

Die Anderen sagen, dass es ok ist, wenn es WK spezifisch ist. Das obere Programm ist hald eher Radsportspezifisch als Triathlonspezifisch (sind die Amys - vor allem auch Allen/Coggan).

Ich trau mich mal drüber:

Würde in der VPI neben viel GA1, Technik und Athletik folgendes immer wieder einbauen:

Kurzzeitintervalle:
z.b. Rad: 2 x 10 x (10" bei 110% pVO2max + 20" locker (untere GA1))
z.b. Laufen: 2 x 10 x (10" bei 100% vV=2max + 10" locker) - auch mit 15"/15" oder 30"/30"
Schwimmen: 20 x 12,5m Tempo so wählen das man es die 20 Wh konstant halten kann, 37,5m locker (wirklich locker)

Bei den Intervallen muss man hald aufpassen, dass die nicht zu lange werden, weils sonst kommt man vom Laktat her in höhere Bereiche. Ansonsten befindet man sich im Bereich um 2-3mmol.

Schnelligkeit:
Kurze Sprints mit langen Pausen in allen 3 Disziplinen.
5-maximal 10" Sprints. Man sagt, dass man für jede sekunde sprinten ca. 1min Pause machen sollte. Beim Laufen auch für 10m maximal Sprinten 1min Pause. Kann man sich ja dann auf Radfahren und Schwimmen auch Anpassen.

Nach der VPI kann man dann schon auch mit HIT Einheiten anfangen - damit aber aufpassen - mehr als 2 Einheiten pro Woche würde ich auf dauer auf keinen Fall machen. Sonst kommts zu Überlastungserscheinungen.
Was sich auch anbietet wäre z.b. ein HIT Block - also zb 10 Tage mit 10 HIT Einheiten - da ist aber DAVOR UND DANACH einen Reg Woche nötig.

HIT kann komplett Unterschiedlich aussehen:
6-8 x 4min an der FTP, 1,5min Pause (untere GAI)
5 x 30" all out, P. 4,5min (untere GAI)
10 x 2min an der FTP, 2min GAI
oder natürlich klassisch: 4 x 4min FTP, 3min Pause

Vlt hilft das ja jemandem weiter :-)

Godi68 17.10.2015 11:11

Wie bestimmt man pVO2max auf dem Rad (ohne Labor)? 5min allout? Länger/kürzer?

Ausgehend von der FTP, liegt die pVO2max (bei euch) ca. bei 120-130% der FTP?

longtrousers 17.10.2015 11:25

Zitat:

Zitat von mhovorka (Beitrag 1174690)

Würde in der VPI neben viel GA1, Technik und Athletik folgendes immer wieder einbauen:

Kurzzeitintervalle:
z.b. Rad: 2 x 10 x (10" bei 110% pVO2max + 20" locker (untere GA1))


Bei den Intervallen muss man hald aufpassen, dass die nicht zu lange werden, weils sonst kommt man vom Laktat her in höhere Bereiche. Ansonsten befindet man sich im Bereich um 2-3mmol.

Schnelligkeit:
Kurze Sprints mit langen Pausen in allen 3 Disziplinen.
5-maximal 10" Sprints. Man sagt, dass man für jede sekunde sprinten ca. 1min Pause machen sollte. Beim Laufen auch für 10m maximal Sprinten 1min Pause. Kann man sich ja dann auf Radfahren und Schwimmen auch Anpassen.

Nach der VPI kann man dann schon auch mit HIT Einheiten anfangen - damit aber aufpassen - mehr als 2 Einheiten pro Woche würde ich auf dauer auf keinen Fall machen. Sonst kommts zu Überlastungserscheinungen.

Danke für deinen Beitrag. Meine 10*(30" vollgas + 2'30") Intervalle auf der Rolle kommen somit jetzt im VPI zu früh. Der "Captain" hat das auch schon gemeint. Der hat auch gesagt, da kommt zuviel Laktat auf. Werde mir jetzt überlegen, die Intervalle zu verkürzen (kostet auch weniger Mühe :D ).

Frage: ich sehe keinen Unterschied zwischen den Kurzzeitintervallen und den kurzen Sprints die du aber getrennt aufführst.

mhovorka 17.10.2015 11:39

Zitat:

Zitat von Godi68 (Beitrag 1174694)
Wie bestimmt man pVO2max auf dem Rad (ohne Labor)? 5min allout? Länger/kürzer?

Ausgehend von der FTP, liegt die pVO2max (bei euch) ca. bei 120-130% der FTP?

Ja würd ich ohne Labor so machen. Normalerweise kann man die Leistung an der VO2max für 3-9min halten. Also ich würds über einen 5min All out Test machen.
Meiner Meinung nach ist das genau genug.


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