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dude 11.02.2012 21:26

Mir ist es scheissegal was andere Deutsche von Radsport denken, solange der Giro rollt.

drullse 11.02.2012 21:27

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 711426)
Ich bin nicht "wir".

1. Ich kenne persoenlich Fahrer, die Profivertraege abgelehnt haben, weil sie nicht dopen wollten. Vielleicht erinnert sich jemand an Andreas Lebsanft. Riesentalent. Hatte einen unterschriftsreifen Vertrag aus Italien, stattdessen hat er aber das Rad an den Nagel gehaengt.

+1, dieses "Wir" finde ich auch etwas übertrieben.

Bei mir ist es nicht Lebsanft aber ein anderer Fahrer, der an der Schwelle zum Profi (glücklicherweise), den Absprung getan hat. Schade drum aber mehr als verständlich.

Rälph 11.02.2012 22:01

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 711457)
Mir ist es scheissegal was andere Deutsche von Radsport denken, solange der Giro rollt.

Und mir ist scheißegal, was andere Deutsche von Radsport denken und ob der Giro rollt. :)

dude 11.02.2012 23:16


drullse 12.02.2012 00:58

Hampsten?

flaix 12.02.2012 07:39

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 711554)
Hampsten?

am Gavia

KernelPanic 13.02.2012 20:42

Leider finde ich das Interview (noch) nicht online, deshalb nur eine Tickermeldung aus dem Lokalblatt:

Zitat:

Ex-Radprofi Jörg Jaksche hat Mitleid mit dem in der Vorwoche wegen Dopings verurteilten Jan Ullrich.
Seiner Ansicht nach hatte der frühere Telekom-Star keine Möglichkeit, sich in seiner kurz nach dem Urteil verbreiteten Stellungnahme detailliert zu den Doping-Vorwürfen zu äußern oder gar ein umfangreiches Geständnis abzulegen.

«Vermutlich konnte 'Ulle' allein schon aus juristischen Gründen gar nicht mehr sagen, als er es in seiner Erklärung getan hat», meinte der 35-jährige Jaksche im Interview mit der Tageszeitung «Die Welt». Aufgrund von Ullrichs früheren Eidesstattlichen Versicherungen, nicht gedopt zu haben, seien ihm womöglich die Hände gebunden gewesen, vermutete Jaksche.

Ullrich hatte nach seiner Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Blutdopings eine mit Spannung erwartete Erklärung abgegeben, war dabei aber sehr vage geblieben. Wegen der ausgebliebenen Beichte wurde der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger heftig kritisiert.

«Ich verstehe seine Situation, und er tut mir auch leid», sagte Jaksche. Er glaubt, Ullrich habe die Radsport-Familie nicht verraten wollen. «An ihr hält er, denke ich, immer noch fest - obwohl sie ihm quasi das Messer in den Rücken gerammt hat», sagte der frühere Telekom-Fahrer. Jaksche war wie Ullrich in die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes verwickelt. 2007 gestand er jahrelanges Doping ein und galt als Kronzeuge. Ein Comeback im Radsport gelang ihm nicht mehr.

philster 13.02.2012 23:08

habe mir heute auf youtube mal wieder die highlights von ulle bei der TdF reingezogen - war einfach geil. ohne ihn wäre radfahren für mich nicht das in deutschland, was es ist.

Kurt D. 14.02.2012 15:51

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 711429)
Ja!

nur wie lange ist Doping Thema?
was wurde in der Zeit wirklich getan?

es ließe sich wenn man wirklich wollte
die die es könnten sind nicht interessiert

....genau so ist es. Treffend beschrieben. :Danke:
Ergänzend: Und die Wenigen, welche etwas tun wollen und interessiert sind/waren, werden oft gerne von den selbstgefälligen "Rechtsstaats-Verteidigern" (...) in eine John Wayne Ecke gestellt;) :)

LidlRacer 14.02.2012 16:16

Zitat:

Zitat von KernelPanic (Beitrag 712591)
Leider finde ich das Interview (noch) nicht online, deshalb nur eine Tickermeldung aus dem Lokalblatt:

Jetzt ist es online:
JÖRG JAKSCHE ÜBER JAN ULLRICH: "Egal, was er tut, er kriegt immer eins drüber"

Flow 14.02.2012 18:07

Zitat:

Zitat von Kurt D. (Beitrag 713104)
Ergänzend: Und die Wenigen, welche etwas tun wollen und interessiert sind/waren, werden oft gerne von den selbstgefälligen "Rechtsstaats-Verteidigern" (...) in eine John Wayne Ecke gestellt;) :)

Ein anständiger funktionierender Rechtsstaat (ohne Anführungszeichen) wäre mir dann doch lieber als ein dopingfreier Sport ... :Blumen:

speedskater 17.02.2012 11:40

Ullrichs Alpecin ("Doping für die Haare")
Engagement in der Marketingpresse:

http://www.wuv.de/nachrichten/untern...schafter_kuert

Ulle ist wirklich naiv....
Letztlich könnte man auf den Gedanken kommen,
er macht sich über die Dopinggegner lustig und verhöhnt sie.

Kurt D. 17.02.2012 20:36

[quote=Flow;713165]Ein anständiger funktionierender Rechtsstaat (ohne Anführungszeichen) wäre mir dann doch lieber als ein dopingfreier Sport ... :Blumen:[/QUOTE


...:confused:
aber das Eine muss doch das Andere nicht ausschließen!

Wie in einigen Beiträgen bereits von anderen Teilnehmern aufgeführt, ist doch das Problem eher, daß der funktionierende Rechtsstaat im Bereich Anti-Doping leider nicht (noch nicht) die notwendigen rechtsstaatlichen Mittel zur Bekämpfung einsetzt. Ich beziehe mich auf Deutschland, andere Länder in Europa sind diesbezüglich schon viel weiter...., und sind nach wie vor ein Rechtsstaat..;)
:Blumen:
Gruß und gutes Wochenende

Flow 17.02.2012 22:13

Zitat:

Zitat von Kurt D. (Beitrag 714705)
...:confused:



Zitat:

aber das Eine muss doch das Andere nicht ausschließen!
Nö, wäre wohl vereinbar ... :)
Zitat:

Zitat von Kurt D. (Beitrag 713104)
selbstgefälligen "Rechtsstaats-Verteidigern"

vs
Zitat:

Zitat von Kurt D. (Beitrag 713104)
die Wenigen, welche etwas tun wollen

... klang nur etwas nach Konflikt.
Und da wären meine Sympathien eher auf Seiten des Rechtsstaates.

Wie auch immer ... scheint beides Illusion ... ebenso schönes Wochenende ... :Huhu:

DeRosa_ITA 17.02.2012 22:15

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 711457)
Mir ist es scheissegal was andere Deutsche von Radsport denken, solange der Giro rollt.

+1 :Cheese:

keko 17.02.2012 22:16

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 711403)
Ich denke, wir alle sind gegen Doping. Auch gegen das Doping bei Berufssportlern. Kontrovers wird es bei der moralischen Bewertung: War es eine Riesensauerei was Ullrich tat, da er die Weltöffentlichkeit betrog und belog? Oder war es innerhalb des Profiradsports gar kein Betrug, sondern eine Selbstverständlichkeit?

Es gibt nur eine Bewertung und die darf nicht moralisch sein: Doping ist kriminell und nicht bloß eine Riesensauerei. Millionenschwere Verträge werden von erwachsenen Menschen unter Einnahme verbotener Substanzen unter Vorspielung falscher Leistungen ergaunert. Das gehört vor Gericht bestraft. Punkt!

LidlRacer 17.02.2012 22:43

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 714724)
Doping ist kriminell

Nein. In den meisten Ländern nicht.

Zitat:

Millionenschwere Verträge werden von erwachsenen Menschen unter Einnahme verbotener Substanzen unter Vorspielung falscher Leistungen ergaunert. Das gehört vor Gericht bestraft. Punkt!
WENN es alle machen, wird nichts vorgespielt und nichts ergaunert.
Und zumindest damals war die Situation im Radsport wohl (zumindest annähernd) so.

Klugschnacker 17.02.2012 22:49

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 714724)
Es gibt nur eine Bewertung und die darf nicht moralisch sein: Doping ist kriminell und nicht bloß eine Riesensauerei. Millionenschwere Verträge werden von erwachsenen Menschen unter Einnahme verbotener Substanzen unter Vorspielung falscher Leistungen ergaunert. Das gehört vor Gericht bestraft. Punkt!

Wenn sie nicht moralisch sein darf, was darf sollte sie stattdessen sein? Juristisch? Doping ist in Deutschland keine Straftat (was ich an dieser Stelle weder verteidigen noch kritisieren will). Es gab eine Anklage wegen Betrugs zum Nachteil der Telekom, doch das Verfahren wurde eingestellt. Insofern verstehe ich nicht ganz, was Du mit Deinem Posting ausdrücken willst? – Wie die Gesetze Deiner Meinung nach sein sollten?

Bestraft gehört auf jeden Fall der von Ullrich geleistete Meineid.

Grüße,
Arne

Edit: Lidl war schneller und kürzer

keko 18.02.2012 00:08

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 714744)
Wenn sie nicht moralisch sein darf, was darf sollte sie stattdessen sein? Juristisch? Doping ist in Deutschland keine Straftat (was ich an dieser Stelle weder verteidigen noch kritisieren will). Es gab eine Anklage wegen Betrugs zum Nachteil der Telekom, doch das Verfahren wurde eingestellt. Insofern verstehe ich nicht ganz, was Du mit Deinem Posting ausdrücken willst? – Wie die Gesetze Deiner Meinung nach sein sollten?

Mag das juristisch (noch) nicht kriminell sein, wenn ich darüber nachdenke, wie und auf welche Weise vertuscht und betrogen wird, hat das für mich einen sehr hohen Grad an krimineller Energie mit kriminellen Strukturen. Für mich ist Ullrich auch nicht Opfer, sondern Täter. Zu viel Geld verseucht den Sport einfach. Denn: "Wenn der Rubel rollt, ist die Moral im Arsch." aus: "Die Tour: "eine kriminelle Veranstaltung"

keko 18.02.2012 00:14

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 714740)
WENN es alle machen, wird nichts vorgespielt und nichts ergaunert.
Und zumindest damals war die Situation im Radsport wohl (zumindest annähernd) so.

Das ganze Telekom-Team samt Mannschaftsarzt haben sich doch jahrelang unschuldig vor die Kameras gestellt und die Weltöffentlichkeit angelogen. Ich kann auch der Logik "Wenn es alle so machen..." nicht folgen. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir immer so denken würden?
Hätten sie gesagt, "Wir sind voll bis oben hin, so wie alle", wäre es ok. Aber Leute, die ihnen Doping vorwarfen, wurden doch niedergemacht. Was für eine verlogene und traurige Truppe... Wir sehen das viel zu sehr durch die Sportlerbrille.

Klugschnacker 18.02.2012 00:51

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 714771)
Für mich ist Ullrich auch nicht Opfer, sondern Täter. Zu viel Geld verseucht den Sport einfach.

Warum so schwarz/weiß? Das wird der Problematik nicht gerecht. Als die UCI den Hämatokrit-Grenzwert von 50 festlegte, waren die Radprofis erleichtert. Sie sind gleichzeitig Täter und Opfer der Strukturen, die sie selbst (aber nicht alleine) geschaffen haben.

Grüße,
Arne

keko 18.02.2012 10:11

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 714794)
Warum so schwarz/weiß? Das wird der Problematik nicht gerecht. Als die UCI den Hämatokrit-Grenzwert von 50 festlegte, waren die Radprofis erleichtert. Sie sind gleichzeitig Täter und Opfer der Strukturen, die sie selbst (aber nicht alleine) geschaffen haben.

Grüße,
Arne

Das stimmt schon. Und bei jungen Sportlern habe ich auch "Verständnis", wenn sie blauäugig in die Dopingszene hineinwachsen. Aber Ullrich ist mittlerweile alt genug, hat das Spiel einige Jahre mitgespielt, ist nun weit weg vom aktiven Berufsradsport und die bewußte Täuschung so offensichtlich gewesen, dass ich nur noch schwarz und weiß sehe.
Ich schätze, er ist ein netter Kerl und ich würde gut mit ihm auskommen, aber als Sportler ist er für mich unten durch.

flaix 18.02.2012 10:15

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 714794)
Warum so schwarz/weiß? Das wird der Problematik nicht gerecht. Als die UCI den Hämatokrit-Grenzwert von 50 festlegte, waren die Radprofis erleichtert. Sie sind gleichzeitig Täter und Opfer der Strukturen, die sie selbst (aber nicht alleine) geschaffen haben.

Grüße,
Arne

Mit solcher Versachlichung wäre die Diskussion endlich mal auf dem Punkt. Doping muss bestraft werden. Punkt. Aber jegliche Moralisierung darüber hinaus auf den "Sünder" zu beziehen ist völliger Unsinn. Ein System, in dem JEDER, Bescheid weiss, ändert sich nicht durch die Bekämpfung der Symptome, sprich die Bestrafung der Dopingsünder. Der Realität ins Auge sehen...Doping ENTkriminlaisieren. Klare Festlegeungen wozu man das macht, nämlich zum Schutz der Gesundheit. Klare Regeln und Grenzwerte. Berechenbare Strafen. Handel und Verabreichung HART Kriminalisieren. Gefängniss nicht unter 5 Jahren. Bei Jungendlichen 20 Jahre. Wenn es nämlich keiner mehr ausführt (das Doping) kriegst Du ganz schnell die dopenden Sportler enttarnt. Weil die nicht präzise genug pfuschen. Und dann werden die abwägen wass sie tun. Damit wäre das Dillema erheblich gemildert. Ausrotten geht eh nicht.

Trimichi 18.02.2012 10:36

Ulle vor, noch ein Tor!

ähmmm, Eigentor wollte ich schreiben.

Gruss Trimichi

Antischwimmer 19.02.2012 15:20

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 714771)
. Für mich ist Ullrich auch nicht Opfer, sondern Täter. Zu viel Geld verseucht den Sport einfach.

Wer kommt denn auf die Idee, dass Ullrich OPFER sei (außer Ullrich selber)???

Wie das Interview von Boris Becker mit Jan Ullrich "Wir beide wissen, dass wir sauber sind!" :Lachanfall:

keko 19.02.2012 15:54

Zitat:

Zitat von Antischwimmer (Beitrag 715333)
Wer kommt denn auf die Idee, dass Ullrich OPFER sei (außer Ullrich selber)???

Das kommt manchmal so rüber. Besonders Sportler gucken oft zu sehr durch die Sportlerbrille.

Kurt D. 19.02.2012 16:23

Zitat:

Zitat von Antischwimmer (Beitrag 715333)

Wer kommt denn auf die Idee, dass Ullrich OPFER sei (außer Ullrich selber)???

:

...na ja, den "Wer" findest du z.B. auch in einem der diversen Beiträge in diesem Thread. Da wurde geschrieben:
"Ullrich ist mehr Betrogener als Betrüger"!
:Huhu: ... ;)

Auch deshalb bin ich persönlich da schon auf der Meinungslinie von Keko,...Sportler (auch Amateursportler) betrachten das Thema manchmal etwas "Einäugig".

ironing 19.02.2012 18:05

Ich sehe Ullrich eher als Opfer denn als Kriminellen. Natürlich sind dopende Sportler nicht "unschuldig", sollten bestraft werden und für Verfehlungen geradestehen. Allerdings könnte man bei der Art der Strafe ruhig etwas kreativer sein, als immer gleich den Holzhammer "Gefängnis für alle Doper" auszupacken. Nach den Enthüllungen der letzten Jahre sollte klar sein, dass der dopende Sportler nur ein kleines Rad in einer großen Maschinerie ist.

Bei der ganzen Diskussion oft völlig außen vor bleiben die zahlreichen anderen "Täter" wie (i) Ärzte, die Dopingmittel verabreichen, (ii) (Universitäts-)Labore, die prüfen, wie man positive Tests vermeidet und die Sportler so "herrichten", dass nichts passiert, (iii) Arzneimittelhersteller, die genau wissen, was mit ihren Mitteln passiert, sich aber nichts daraus machen und keine Strukturen einfordern, die den ordnungsgemäßen Verbrauch dokumentieren und (iv) Teambesitzer, Sponsoren, Sportverbände, Veranstalter, Sportpolitiker etc, die die Augen vor der Problematik verschließen oder Doping sogar aktiv fördern um Erfolg einzufahren oder daran teilzuhaben.

Von Jan Ullrich's Erfolgen haben viele profitiert. Dass er jetzt die ganze Ladung abbekommt, wird dem Problem einfach nicht gerecht. Nur zwei Beispiele für diese einseitige Beurteilung: wie kann es sein, dass Riis Teamchef eines Radteams ist? Oder weshalb durfte (und darf?) Fuentes weiter als Arzt arbeiten?

amontecc 19.02.2012 18:24

ich finde ironing hat Recht, vom Sportler selbst wird übermenschliches erwartet (moralisch meine ich), von der ganzen Peripherie redet keiner.
Wenn der Sportler bestraft wird, müssten aus moralischen Gesichtspunkten auch alle anderen bestraft werden.

meggele 07.07.2012 12:00

Jan Ullrich gibt Doping zu
 
Jan Ullrich hat erstmals zugegeben, dass während seiner aktiven Radsport-Karriere Spitzenleistungen offensichtlich nur mit Doping möglich waren. Auf die Frage der Nachrichtenagentur dpa, ob es Zeiten im Radsport gab, in denen man ohne Doping nicht vorne mitfahren konnte, antwortete der Tour-de-France-Sieger von 1997: „Ja, klar gab es diese Zeiten, ich hab sie ja selbst mitgemacht.“

http://www.faz.net/aktuell/sport/spo...-11812852.html

kuestentanne 07.07.2012 16:00

http://www.janullrich.de/news/30/kla...esse-berichten

LidlRacer 23.01.2013 22:38

Ich hol das mal aus dem Armstrong-Thread hier rüber:

Zitat:

Zitat von hazelman (Beitrag 861558)
Das erinnert mich an das Interview mit Prof. Franke aka Waldorf, das ich Montag bei "Sport im Dritten" gesehen habe. Der sagt doch glatt, sich auf Matschiners Buch berufend, dass die Dopingmittel fürn Ulle 2000 mit einem "deutschen Minister im Diplomatengepäck" nach Sydney gebracht wurden...

Also bitte nicht nur mit dem Finger auf Spanien zeigen, wenns darum geht, dass diese Sauerei offenbar bis in die höchsten Zirkel der Politik mitgemacht wurde.

Ich denke, der eine oder andere wird das Matschiner-Buch haben.
Wäre nett, wenn jemand die betreffende Stelle zitieren könnte.

In diesem Artikel wird Innenminister Schily als einziger erwähnt:
Olympia wird Treffpunkt der Prominenz

Ich habe bei der Amazon-Buchvorschau alle möglichen Suchbegriffe probiert, finde damit aber nichts.

Das wäre doch eine ziemlich sensationelle Nachricht, aber obwohl das Buch schon 2 Jahre auf dem Markt ist, finde ich nirgends etwas darüber.

Nur dies aus 2007 ohne jegliche Details:
"Es gibt mittlerweile sogar Gerüchte, Doping-Mittel seien in Diplomatengepäck zu Olympischen Spielen transportiert worden."
http://www.faz.net/aktuell/sport/spo...z-1435349.html

speiche 24.01.2013 10:06

S. 217, Mitglied der Bundesregierung: "Der Promi-Politiker soll doch tatsächlich seine diplomatische Immunität genutzt haben, um Dopingmittel zu den Olympischen Spielen zu schaffen."

captain hook 24.01.2013 11:16

Zitat:

Zitat von speiche (Beitrag 862525)
S. 217, Mitglied der Bundesregierung: "Der Promi-Politiker soll doch tatsächlich seine diplomatische Immunität genutzt haben, um Dopingmittel zu den Olympischen Spielen zu schaffen."

Wird dieser Promi-Politiker namentlich genannt? Wer ist es? Und was sagt er dazu?

LidlRacer 24.01.2013 11:56

Danke, mit google-books kann man die ganze Seite lesen (im Abschnitt über die Telekom-Ärzte Heinrich und Schmid):
http://books.google.de/books?id=XK0miNKKffwC&pg=PT94

Bei Franke klang das nach Tatsache, hier klingt das sehr schwach.
Keine Quellenangabe. "Soll".

@captain hook
Name wird nicht genannt, aber wie ich schon schrieb, müsste Innenminister Schily gemeint sein. Der war ja für Sport zuständig und war vor Ort.

Kann ich mir aber schwer vorstellen, dass der persönlich sowas macht. Diplomatie hin oder her, es gäbe auf jeden Fall Mitwisser, die das jederzeit auffliegen lassen könnten.

noam 24.01.2013 12:15

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 862586)
Kann ich mir aber schwer vorstellen, dass der persönlich sowas macht. Diplomatie hin oder her, es gäbe auf jeden Fall Mitwisser, die das jederzeit auffliegen lassen könnten.

Ich kann mir das bei einem alt eingesessenen Politiker sehr gut vorstellen. Manche glauben ja, sie seien aufgrund ihres Status unantastbar.

Jeder der irgendwo im Beamtenaperat arbeitet wird es kennen. Machen ein in der Hierarchie unten stehender und und einer, der oben steht, das selbe "Vergehen" fällt der von oben kommt immer weich, während man an dem kleinen ein Exempel statutiert und mit voller Härte der Disziplinarkeule zuschlägt.

Und so ist es doch bei den Politikern auch. Hinterbänkler wie Jörg Tauss bekommen die volle Härte des Gesetzes zu spüren und die Führung kann machen, was sie will. Man bruacht sich nur die diversen Schwarzgeld/Spendenaffairen der CDU anschauen.

HeinB 24.01.2013 12:32

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 862586)
Danke, mit google-books kann man die ganze Seite lesen (im Abschnitt über die Telekom-Ärzte Heinrich und Schmid):
http://books.google.de/books?id=XK0miNKKffwC&pg=PT94

Bei Franke klang das nach Tatsache, hier klingt das sehr schwach.
Keine Quellenangabe. "Soll".

Jetzt hatte ich es gerade abgetippt... :Maso:

Franke konkretisiert es ja so:

Mitglied der Bundesregierung --> Minister
Olympische Spiele --> Sidney 2000
soll doch tatsächlich --> hat

Natürlich gibt es keine Quellen bei einem Gerücht. Aber, wo Rauch ist, ist meistens auch Feuer.

Wegen dem Namen, ich dachte spontan an Scharping. Der war Verteidigungsminister, und saß z.B. 97 im Tourauto von Team Telekom.

speiche 24.01.2013 12:40

und da hat er auch schon gestört
ich würde das Schily machen lassen, bei Scharping hätte vermutlich schon vor Abreise ein Artikel in der Bunten gestanden. "Wie ich Jan Ullrich zum Olympiasieg bringe"

Matthias75 24.01.2013 12:56

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 862604)
Jetzt hatte ich es gerade abgetippt... :Maso:

Franke konkretisiert es ja so:

Mitglied der Bundesregierung --> Minister
Olympische Spiele --> Sidney 2000
soll doch tatsächlich --> hat

Natürlich gibt es keine Quellen bei einem Gerücht. Aber, wo Rauch ist, ist meistens auch Feuer.

Ist nur die Frage, ob Franke eigene Quellen hat oder nur Flüsterpost mit den Informationen von Matschinger gespielt wird.

Ich seh es so: Da er keine Namen nennt, obwohl er sonst ja sehr direkt mit Anschuldigungen ist, greift er nur ein Gerücht auf, dass er irgendwo gehört/gelsen hat.

Nur... Anschuldigungen und Gerüchte helfen wenig weiter und sind auch seiner eigenen Glaubwürdigkeit nicht zuträglich. Gerüchte hatten wir genug. Entweder Fakten auf den Tisch oder Klappe halten.

Matthias

Joerg aus Hattingen 24.01.2013 13:24

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 862556)
Wird dieser Promi-Politiker namentlich genannt? Wer ist es? Und was sagt er dazu?

Minister reisen meist in Begleitung und auch ein Staatssekretär z.Bsp.gehört zu den Diplomaten. Je nach Umfang des Diplomatengepäcks dürfte es ein leichtes sein, dort ein paar Medikamente in einem Koffer oder Tasche unterzubringen. Jedenfalls für die, die Zugang dazu haben.


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