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drullse 12.11.2012 12:25

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 830991)
keine Anerkennung für ein einfaches stinknormales Finish

Liegt vermutlich daran weil es eben ein

Zitat:

stinknormales Finish
ist. Was muss ich da gesondert anerkennen? ;)

captain hook 12.11.2012 12:27

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 830999)
Was muss ich da gesondert anerkennen? ;)

Vielleicht auch so ein Punkt: Warum machen manchen diesen Sport überhaupt?! Was ist die Motivation. Vielleicht wird durch diese Sicht der Blick klarer was da passiert.

Ironmanfranky63 12.11.2012 12:33

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 830999)
Liegt vermutlich daran weil es eben ein



ist. Was muss ich da gesondert anerkennen? ;)

....... das Menschen die neben extrem beruflicher Belastung und Familie es schaffen eine LD zu finishen , egal in welcher zeit!
Genau das ist der springende Punkt ein normales Finish ist nix mehr wert, man gilt las Looser wenn es denn 13h oder mehr sind.
Es muss bitteschön Sub 11 oder sogar sub 10 bei der ersten LD sein.
Es gibt eben Meschen die haben nicht so viel zeit wie z.B. ein Lehrer, Student usw.
Auch ein Spigelbild unserer Gesellschaft es genügt nicht mehr normal zu sein , alles auf Höchstleistung getrimmt. Biste nicht vorn dabei dann haste verk...

benjamin3011 12.11.2012 12:56

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831004)
....... das Menschen die neben extrem beruflicher Belastung und Familie es schaffen eine LD zu finishen , egal in welcher zeit!
Genau das ist der springende Punkt ein normales Finish ist nix mehr wert, man gilt las Looser wenn es denn 13h oder mehr sind.
Es muss bitteschön Sub 11 oder sogar sub 10 bei der ersten LD sein.
Es gibt eben Meschen die haben nicht so viel zeit wie z.B. ein Lehrer, Student usw.
Auch ein Spigelbild unserer Gesellschaft es genügt nicht mehr normal zu sein , alles auf Höchstleistung getrimmt. Biste nicht vorn dabei dann haste verk...

Falsch, es genügt vollkommen, normal zu sein.
Bloß das will ja keiner mehr. Und um sich vom Nachbarn, Arbeitskollegen oder sonstwem abzuheben wird halt mal ne LD in 14,15,16 Stunden gefinisht. Und dann will man sich für diese unvorstellbare Leistung aber auch bitteschön feiern lassen.

drullse 12.11.2012 12:56

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831004)
Genau das ist der springende Punkt ein normales Finish ist nix mehr wert, man gilt als Looser wenn es denn 13h oder mehr sind.

Wer sieht Dich denn als Loser, wenn Du 13 Stunden oder mehr unterwegs bist? Verwechsel nicht "keine spezielle Anerkennung" mit "Loser".

Es wird eben einfach festgestellt, dass es halt normal ist, wenn man sowas schafft. Dazu sind es mittlerweile viel zu viele Menschen, die ein solches Finish schaffen, als dass es etwas Außergewöhnliches wäre.

Zitat:

es genügt nicht mehr normal zu sein
DAS ist das Problem. Stellt sich aber die Frage, wem es nicht mehr genügt... ;)

Vicky 12.11.2012 13:05

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 831012)

DAS ist das Problem. Stellt sich aber die Frage, wem es nicht mehr genügt... ;)

Ja auf den Punkt gebracht. Das ist wieder ne Frage der Motivation. Warum macht man etwas? Wohl selten, weil die Landschaft beim Radfahren so toll ist. Das gibt es, aber wirklich SEHR selten.

Die meisten von uns Menschen suchen Anerkennung, wollen schneller sein als der Trainingskumpel... Weil der Kumpel schon gut ist, genügt es nicht mehr normal zu sein.

Höher, schneller, weiter. Das ist die Motivation, weil es eben in der Natur des Menschen liegt sich weiterentwickeln zu wollen. Die Grenze liegt mE. dort, wo das Hobby zum puren Stress und Druck wird.

Das und der Umgang miteinander. Wir treiben alle den gleichen Sport. Zumindest das verbindet doch, oder? Und nicht nur die Zielzeit.


... diese Philosophenkekse kaufe ich nie wieder. ;)

keko 12.11.2012 13:10

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
Heute ist es anders. Da weiß quasi jeder Anfänger wenn er sich damit beschäftigt bereits vor der ersten Trainingseinheit schon mehr über bestimmte Dinge als die Leute aus Beschreibung 1 nach 10 Jahren.

Das glaube ich nicht. Wissen wird meiner Meinung nach generell völlig überbewertet. Ein Großteil von dem was man Wissen nennt, ist Erfahrung und die muss jeder für sich selbst machen. Das ist nicht nur beim Triathlon so, sondern in praktisch allen Dingen.

keko 12.11.2012 13:16

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831004)
....... das Menschen die neben extrem beruflicher Belastung und Familie es schaffen eine LD zu finishen , egal in welcher zeit!
Genau das ist der springende Punkt ein normales Finish ist nix mehr wert, man gilt las Looser wenn es denn 13h oder mehr sind.
Es muss bitteschön Sub 11 oder sogar sub 10 bei der ersten LD sein.
Es gibt eben Meschen die haben nicht so viel zeit wie z.B. ein Lehrer, Student usw.
Auch ein Spigelbild unserer Gesellschaft es genügt nicht mehr normal zu sein , alles auf Höchstleistung getrimmt. Biste nicht vorn dabei dann haste verk...

Jeder muss mit sich selbst ausmachen, wie er die Finisherzeit sieht. Ich war heuer 13h in Roth unterwegs. Ist bitter lang, aber was andere denken, ist mir egal und ich habe mich mit der Zeit arrangiert.

chemical82 12.11.2012 13:31

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 830999)
Liegt vermutlich daran weil es eben ein



ist. Was muss ich da gesondert anerkennen? ;)

Keine Anerkennung bei einem LD Finish?! LD Finish ist vollkommen normal?! Besteht der Großteil deiner Freunde wirklich nur aus Triathleten für die das Normal ist?!

Anerkennung hat auch jemand verdient, der zum ersten Mal 5km läuft. Oder 10km zum ersten Mal unter 60min schafft. Oder zum ersten Mal 2 Bahnen krault.

drullse 12.11.2012 13:41

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 831028)
Keine Anerkennung bei einem LD Finish?! LD Finish ist vollkommen normal?!

Vielleicht definieren wir Anerkennung unterschiedlich.

Zitat:

Besteht der Großteil deiner Freunde wirklich nur aus Triathleten
Glücklicherweise nicht.

Zitat:

Anerkennung hat auch jemand verdient, der zum ersten Mal 5km läuft. Oder 10km zum ersten Mal unter 60min schafft. Oder zum ersten Mal 2 Bahnen krault.
Aha. Wer also über 60min läuft, 1 Bahn krault und 3 Km läuft hat keine Anerkennung verdient? Interessant... Oder meintest Du, eigentlich hat jeder Anerkennung verdient. Für alles.

Wenn es aber Grenzen für die Anerkennung gibt - wo liegen die? Wer legt sie fest? Du?

Ansonsten: machst Du den Sport, um Anerkennung zu bekommen? Dann hast Du das Wesen des Hobbysports leider nicht begriffen. Falls nicht, frage ich mich, was Dein Problem ist, wenn es keine Anerkennung für Deine Leistungen gibt.

captain hook 12.11.2012 13:42

@ Keko: Genau. Und deshalb schrieb ich ja nach dem von Dir zitierten weiter:

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
Problem dabei: Sie haben kein Gefühl dafür und können es auch nicht einordnen. Geschweige denn, dass ihnen jemand in diesem undurchdringbaren Dickicht aus Informationen die Dinge weiter erklärt, die Sinn ergeben wenn man sie zusammenwirft und welche nicht.

ohne das, taugt aber das "Wissen" nix und es kommt zu diesen lustigen Situationen und Fragen die manchmal auftauchen.

Vielleicht ist aber diese ständige massive Suche nach Anerkennung auch ein Grund dafür, dass viele bereit sind, dafür "alle" Register zu ziehen. Vielleicht auch, weil bei 11h keiner mehr in den Staub gefallen ist und nun unbedingt die 9 an den Anfang muss oder was auch immer.

Decke Pitter 12.11.2012 13:54

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
Vielleicht ist es auch einfach ein ganz anderes Problem. Zwei Situationsbeschreibungen:

Früher (zur guten alten Zeit :Cheese: ) ist man in der Schule vielleicht schnell gelaufen oder hat neben dem Fußballtraining etwas "Kondi" gebolzt nebenbei und kam gut voran. Dann kam man vielleicht in einen Verein, ist erstmal in der "Anfängergruppe" unterwegs gewesen, hat sich in der Vereins- und Trainerhirachie langsam "hochgearbeitet" und je schneller man wurde, desto mehr lernte man kennen, desto spezieller wurde das Training, desto mehr Austausch fand statt und so weiter und sofort.

Heute ist es anders. Da weiß quasi jeder Anfänger wenn er sich damit beschäftigt bereits vor der ersten Trainingseinheit schon mehr über bestimmte Dinge als die Leute aus Beschreibung 1 nach 10 Jahren. Problem dabei: Sie haben kein Gefühl dafür und können es auch nicht einordnen. Geschweige denn, dass ihnen jemand in diesem undurchdringbaren Dickicht aus Informationen die Dinge weiter erklärt, die Sinn ergeben wenn man sie zusammenwirft und welche nicht.

Dazu kommt dann noch, dass die Freizeitsportprofessionalisierung in meinen Augen stark zunimmt. Basistraining kann ja zu nix taugen. Da müssen Anfänger und Einsteiger dringend schauen, was die Profis trainieren, nutzen und machen. Es gibt keinen langsamen Entwicklungsprozess mehr. Da gibts ab Start 100% des Rundumprogramms, aber das in einem Zustand, wo noch nichtmal das Basisprogramm "rund läuft" und problemlos und stabil funktioniert.

Insbesondere, wenn es gerade nicht nur um Trainingsaufbau, sondern um eigentlich begleitende Maßnahmen geht. Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.

Super Post, Captain! :Blumen:

100 % Zustimmung!

Danke und Grüße
Tom

chemical82 12.11.2012 14:05

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 831033)
Vielleicht definieren wir Anerkennung unterschiedlich.


Glücklicherweise nicht.


Aha. Wer also über 60min läuft, 1 Bahn krault und 3 Km läuft hat keine Anerkennung verdient? Interessant... Oder meintest Du, eigentlich hat jeder Anerkennung verdient. Für alles.

Wenn es aber Grenzen für die Anerkennung gibt - wo liegen die? Wer legt sie fest? Du?

Ansonsten: machst Du den Sport, um Anerkennung zu bekommen? Dann hast Du das Wesen des Hobbysports leider nicht begriffen. Falls nicht, frage ich mich, was Dein Problem ist, wenn es keine Anerkennung für Deine Leistungen gibt.

Es gibt bei mir keine pauschalen Bedingungen für Anerkennung. Ich findes es nur ziemlich hart zu sagen, dass jemand prinzipiell keine Anerkennung verdient hat, wenn er eine LD in über 13 Stunden finisht. Da es einfach stinknormal ist. Bist du auch so hart dir selbst gegenüber?

drullse 12.11.2012 14:33

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 831049)
Ich findes es nur ziemlich hart zu sagen, dass jemand prinzipiell keine Anerkennung verdient hat, wenn er eine LD in über 13 Stunden finisht.

Ironmanfranky hat behauptet, dass es keine Anerkennung gibt, wenn man "so langsam" ist und ich habe versucht zu erklären, warum das so geschieht.

Weil es eben in den Augen vieler Menschen (hier, weil im Sport: Athleten) keine herausragende Leistung ist.

Und ich persönlich sage halt: prima wenn jemand einen Marathon gelaufen ist. In Berlin waren das dieses Jahr alleine rund 35.000 Menschen. Muss ich das gesondert anerkennen oder darf ich da nicht sagen: ja, Du bist einer von Vielen (vollkommen unabhängig von der Zeit).

Und meine Anerkennung steigt jedenfalls nicht, bloß weil jemand schneller ist - der hat dann nämlich in der Regel auch mehr trainiert, so dass das Ergebnis wieder nur das Resultat und damit eine Art "Normalität" darstellt.

Zitat:

Bist du auch so hart dir selbst gegenüber?
Was das Thema Anerkennung angeht: ja. Ich fordere keine ein. Meine Leistungen und deren Bewertung muss ich einzig und alleine mit mir selbst ausmachen (und das nicht nur auf Sport bezogen sondern allgemein).

Damit von meiner Seite aber genug dazu...

Trimichi 12.11.2012 15:02

Wir leben in einer kranken und korrupten Leistungsgesellschaft. Die meisten Menschen sind verkümmert, sodass die Verkümmerten bereits als normal gelten. Ein Schrotthaufen, den man vllt. noch in den Krieg schicken kann. Schreibt der franz. Philosoph Seve.

Ob sub9 oder sub16, ob kompliziert oder einfach - ist vollkommen wurst. Hauptsache, der Sport macht Spaß. Wir sind doch alle Triathleten...

chemical82 12.11.2012 15:17

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 831067)
Ironmanfranky hat behauptet, dass es keine Anerkennung gibt, wenn man "so langsam" ist und ich habe versucht zu erklären, warum das so geschieht.

Weil es eben in den Augen vieler Menschen (hier, weil im Sport: Athleten) keine herausragende Leistung ist.

Und ich persönlich sage halt: prima wenn jemand einen Marathon gelaufen ist. In Berlin waren das dieses Jahr alleine rund 35.000 Menschen. Muss ich das gesondert anerkennen oder darf ich da nicht sagen: ja, Du bist einer von Vielen (vollkommen unabhängig von der Zeit).

Aber sind nicht Freunde und Familie dafür da, einen Finisher (egal ob 10km, HM, Marathon oder LD) zum Helden des Tages zu machen. Unabhängig davon wie viele Menschen an diesen Tag gefinished haben.

drullse 12.11.2012 15:26

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 831094)
Aber sind nicht Freunde und Familie dafür da, einen Finisher (egal ob 10km, HM, Marathon oder LD) zum Helden des Tages zu machen.

IMHO: nein.

Zum Helden machste Dich selbst (meine Meinung).

Campeon 12.11.2012 15:28

Zitat:

Zitat von benjamin3011 (Beitrag 831011)
Falsch, es genügt vollkommen, normal zu sein.
Bloß das will ja keiner mehr. Und um sich vom Nachbarn, Arbeitskollegen oder sonstwem abzuheben wird halt mal ne LD in 14,15,16 Stunden gefinisht. Und dann will man sich für diese unvorstellbare Leistung aber auch bitteschön feiern lassen.

Eben und warum ist man als Triathlet normal?
Kein Triathlet ist NORMAL!

Und wer sich feiern läßt:
Bitte schön!

Für mich gab es noch niemals ein Grund dafür, das andere mein Finish feiern sollten!

Das Problem liegt darin, das für einige LD-Triathlon zum allheiligmachenden, allzeitglückseligmachenden Hobby hochstilisiert wird!

Manch einer kommt ohne LD-Triathlon garnicht mehr klar!

Ich kannte einen der sagte:

Ohne LD-Triathlon weiß ich garnicht mehr warum ich lebe!
Der hat das wirklich so gemeint!

Völlig den Bezug zur Realität verloren!

Ich wurde am WE gefragt:
Warum fährst du 3 Wochen nach Kenya, was suchst du dort?
Da konnte sich einer nicht vorstellen warum man einfach so, ohne Sportklamotten, ohne Rad, ohne Schwimmzeug irgendwo mal hinfährt und völlig sinnlos Urlaub macht!

Lui 12.11.2012 15:38

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.

Bei manchem?
Ich habe oft das Gefühl, dass Training und die Wichtigkeit bei vielen an letzter Stelle kommt.

chemical82 12.11.2012 15:38

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 831104)
IMHO: nein.

Zum Helden machste Dich selbst (meine Meinung).

Das zu diskutieren würde den Rahmen dieses Threads sprengen. Deine Einstellung ist bestimmt sehr vorteilhaft im Triathlon. :Huhu:

Ich sehe die Sache anders. Besonders wenn ich bei Wettkämpfen von Freunden nur Zuschauer bin. Aber zurück zum eigentlichen Thema...

HeinB 12.11.2012 15:45

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.

Wie kommst du darauf? Im Grunde bezieht sich die Frage auf das ganze Thema, und ich wollte sie schon länger stellen. Erfahrungen in deinem Umfeld, hier im Forum, oder hast du versehentlich ne Triathlon Training gekauft? ;)

Megalodon 12.11.2012 15:47

Zitat:

Zitat von Campeon (Beitrag 831109)
Eben und warum ist man als Triathlet normal?
Kein Triathlet ist NORMAL!

Und wer sich feiern läßt:
Bitte schön!

Für mich gab es noch niemals ein Grund dafür, das andere mein Finish feiern sollten!

Das Problem liegt darin, das für einige LD-Triathlon zum allheiligmachenden, allzeitglückseligmachenden Hobby hochstilisiert wird!

Manch einer kommt ohne LD-Triathlon garnicht mehr klar!

Ich kannte einen der sagte:

Ohne LD-Triathlon weiß ich garnicht mehr warum ich lebe!
Der hat das wirklich so gemeint!

Völlig den Bezug zur Realität verloren!

Ich wurde am WE gefragt:
Warum fährst du 3 Wochen nach Kenya, was suchst du dort?
Da konnte sich einer nicht vorstellen warum man einfach so, ohne Sportklamotten, ohne Rad, ohne Schwimmzeug irgendwo mal hinfährt und völlig sinnlos Urlaub macht!

Sehr guter Beitrag ! :Blumen:

Kaum ein Hobby ermöglicht es einem derart, vor der eigenen inneren Leere und dem eigenen Minderwertigkeitskomplex davonzulaufen, wie LD-Triathlon. Oder als Single vor der Einsamkeit der Wohnung an einem langweiligen Sonntag Nachmittag. Flugs die 5h Radeinheit gemacht, hier gepostet, und schon ist die Welt wieder für eine Weile in Ordnung. Bis die Einsamkeit wieder kalt an der Seele hochkriecht.

Aber toll, da ist ja schon der nächste Tag und man kann wieder 2h laufen gehen usf. usf.

Manche sind einfach auch nur sportsüchtig. Das erkennt man an so Threads wie: "Ich hab 40° Fieber, grünen Auswurf, fühl mich völlig scheiße, möchte aber heute die 10x1000m einheit machen. Ist das OK?" Oder "Ich fühl mich schlecht, weil ich 1 Woche nicht trainieren konnte ....:-((

drullse 12.11.2012 15:50

Zitat:

Zitat von Campeon (Beitrag 831109)
völlig sinnlos Urlaub macht!

Na Onkel, da widersprichste Dir jetzt aber selbst. Wenn der Urlaub tatsächlich sinnlos ist, dann brauchste ja nicht aus Deiner Höhle kriechen... ;)


Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 831123)
Das zu diskutieren würde den Rahmen dieses Threads sprengen. Deine Einstellung ist bestimmt sehr vorteilhaft im Triathlon. :Huhu:

Ich verstehe - Du hast von meiner Einstellung nicht den Hauch einer Ahnung.

Duafüxin 12.11.2012 16:01

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 831128)
Sehr guter Beitrag ! :Blumen:

Kaum ein Hobby ermöglicht es einem derart, vor der eigenen inneren Leere und dem eigenen Minderwertigkeitskomplex davonzulaufen, wie LD-Triathlon.

Mir fallen bei solchen Statements immer so die typischen Fußballfans ein. Kopp zu saufen, altertümliches Rumgegröhle und wenn man fragt wie das WE war, war es immer so wie der Verein gespielt hat ... und davon gibbet mehr als LD-Triathleten :Lachen2:

captain hook 12.11.2012 16:10

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 831127)
Wie kommst du darauf? Im Grunde bezieht sich die Frage auf das ganze Thema, und ich wollte sie schon länger stellen. Erfahrungen in deinem Umfeld, hier im Forum, oder hast du versehentlich ne Triathlon Training gekauft? ;)

offensichtlich haben dieses Gefühl auch noch andere. :cool:

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 831122)
Bei manchem?
Ich habe oft das Gefühl, dass Training und die Wichtigkeit bei vielen an letzter Stelle kommt.

Bei mir ist es die bunte Mischung und von allem ein bischen. Sehen, reden, lesen...

Wenn man sich mal anschaut, wie dieses "Anerkennungsthema" hier diskutiert wird, könnte ich mir vorstellen, dass die Zusammenhänge zwischen dem Einen und dem Anderen größer sind, als ich es zuerst gedacht hätte...

Ironmanfranky63 12.11.2012 16:24

Zitat:

Zitat von Campeon (Beitrag 831109)
Eben und warum ist man als Triathlet normal?
Kein Triathlet ist NORMAL!

Und wer sich feiern läßt:
Bitte schön!

Für mich gab es noch niemals ein Grund dafür, das andere mein Finish feiern sollten!

Das Problem liegt darin, das für einige LD-Triathlon zum allheiligmachenden, allzeitglückseligmachenden Hobby hochstilisiert wird!

Manch einer kommt ohne LD-Triathlon garnicht mehr klar!

Ich kannte einen der sagte:

Ohne LD-Triathlon weiß ich garnicht mehr warum ich lebe!
Der hat das wirklich so gemeint!

Völlig den Bezug zur Realität verloren!

Ich wurde am WE gefragt:
Warum fährst du 3 Wochen nach Kenya, was suchst du dort?
Da konnte sich einer nicht vorstellen warum man einfach so, ohne Sportklamotten, ohne Rad, ohne Schwimmzeug irgendwo mal hinfährt und völlig sinnlos Urlaub macht!

An deinem Post ist echt was dran. Ich war im September 2 Wochen am Garadsee, sehr schön da. Es ging einigen( Tr. Kollegen) einfach nicht in den Kopf das ich mein Rad nicht mitgenommen habe:Nee: Man könnte da ja so schön Radeln.
Nein das bleibt zu Hause! Es gibt dann noch ein Leben ohne Training. Ausser ein paar Joggingkilometern zum Bäcker für die Frühstücksbrötchen , null Training.
Meine Frau hat sich sehr gefreut. Wenn ich hier manchmal lese das einige 2-3 LDs im Jahr machen , frage ich mich immer wie machen die das und was sagen die Frauen/Familie dazu.
Lothar Leder hat mal gesagt:" LD - Triathleten sind asozial- auf viele trifft das sicher zu.

Helmut S 12.11.2012 16:43

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831149)
LD - Triathleten sind asozial- auf viele trifft das sicher zu.

Echt? Der hat das gesagt? Ich dachte immer das wäre von mir. Ich scheine irgendwie immer zu langsam zu sein :(

@Duafüxin: Das ist im Übrigen auch der Unterschied zwischen Fußballern und Trias. Fußballer sind meist Prolos (muss es wissen, hab ne Fußballtrainerlizenz ;) ) aber im Herzen meist echte Mannschaftssportler und soweit "echt ok" (für den Fall, dass sie nicht zu hochklassig oder in Kadern spielen - dann unterscheiden sie sich kaum). LD-Triathleten dagegen sind meist nur zunächst "echt ok" und dann kommt die Erkenntnis von Lother Lederer.

Lui 12.11.2012 16:51

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831149)
Wenn ich hier manchmal lese das einige 2-3 LDs im Jahr machen , frage ich mich immer wie machen die das und was sagen die Frauen/Familie dazu.


Was mich eher wundert, als wie sie das unter einem Hut mit Familie bringen, ist wie sie das unter einem Hut mit Arbeit bringen und ich meine nicht zeitlich. Ich bin Freiberufler und teile meine Zeit ein wie ich es brauche. Gestern habe ich zB bis 3 uhr morgens gearbeitet. Ich könnte theoretisch täglich 3-4 Stunden trainieren wenn ich dazu bock hätte, aber ich habe selbst mein normales Training runtergeschraubt, weil ich ansonsten nicht so frisch und konzentriert meine Arbeit machen könnte, da Sport einen schon auspowert.
Wie das andere machen, ist mir teilweise ein Rätsel.

Ironmanfranky63 12.11.2012 16:54

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 831159)
Echt? Der hat das gesagt? Ich dachte immer das wäre von mir. Ich scheine irgendwie immer zu langsam zu sein :(

@Duafüxin: Das ist im Übrigen auch der Unterschied zwischen Fußballern und Trias. Fußballer sind meist Prolos (muss es wissen, hab ne Fußballtrainerlizenz ;) ) aber im Herzen meist echte Mannschaftssportler und soweit "echt ok" (für den Fall, dass sie nicht zu hochklassig oder in Kadern spielen - dann unterscheiden sie sich kaum). LD-Triathleten dagegen sind meist nur zunächst "echt ok" und dann kommt die Erkenntnis von Lother Lederer.

Ist schon ne Weile her das er das gesagt hat bestimmt 10 Jahre oder so, war er noch richtig gut.
Gibt ja nicht wenige die 30h die Woche trainieren( auch hier), frag mich wie die Frauen das mitmachen, ich wär schon lange Single.:(
Das wäre das letzte was ich wöllte.

Helmut S 12.11.2012 16:55

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831172)
Ist schon ne Weile her das er das gesagt hat bestimmt 10 Jahre oder so, war er noch richtig gut.
Gibt ja nicht wenige die 30h die Woche trainieren( auch hier), frag mich wie die Frauen das mitmachen, ich wär schon lange Single.:(
Das wäre das letzte was ich wöllte.

Bei den typischen Midlife-Crises-Frust-Kompensierer-LD-Triathleten ist es auch die Familie, die der Anerkennung bedarf.

Dafri 12.11.2012 17:03

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 831167)
Wie das andere machen, ist mir teilweise ein Rätsel.


Bin Schichtarbeiter(früh-spät-nacht) und habe mich dieses jahr auf 2 Ld vorbereitet. Meine Frau ebenfalls.

Zum Thema asozial. Wenn wir am WE losradln zur 4-5 Stundenausfahrt gegen 9uhr morgens,liegt ein Grossteil der Nachbarn noch besoffen im Bett. Wenn wir wieder at home sind (gegen mittag) stehen die Nachbarn zusammen am Zaun und trinken ne Pulle Bier.

Mein Kumpel ist Radmechaniker und hat echt doofe Arbeitszeiten. Am We fährt er um 6 Uhr los,und bringt um 10 Uhr dann der Familie Brötchen mit. Ab dann genügend Zeit für Kinder und Frau.

Bin mir ziemlich sicher das sehr viele mehr in ihrer Freizeit vor dem Computer hocken,als Sport zu treiben.

Und über die Leute die im Schützenvereinen sich am WE die Hucke vollhauen ganz zu schweigen.

Duafüxin 12.11.2012 17:07

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 831173)
Bei den typischen Midlife-Crises-Frust-Kompensierer-LD-Triathleten ist es auch die Familie, die der Anerkennung bedarf.

Manche haben auch einfach nur Spass an der Bewegung an frischer Luft und die WK sid nur die I-Tüpfelchen. ;)

Dafri 12.11.2012 17:09

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 831181)
Manche haben auch einfach nur Spass an der Bewegung an frischer Luft und die WK sid nur die I-Tüpfelchen. ;)


unglaublich aber wahr. sport..auch viel sport kann spaß machen. gibt ja auch ruhetage,und tage wie jetzt, wo es deutlich ruhiger ist.

Lui 12.11.2012 17:10

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 831178)
Bin Schichtarbeiter(früh-spät-nacht) und habe mich dieses jahr auf 2 Ld vorbereitet. Meine Frau ebenfalls.

Es ging mir nicht darum wie andere das Zeitlich mit dem Training schaffen(wie ich schrieb), sondern ich fragte mich wie das andere machen ab einen gewissen Umfang und Intensität an Training, dass es den vollen Einsatz bei der Arbeit nicht hindert, da man ja immer ein wenig ausgepwert ist vom Training.
Meine Arbeit wird davon beeinträchtigt wenn ich sehr umfangreich/intensiv trainiere.

Ironmanfranky63 12.11.2012 17:13

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 831178)
Bin Schichtarbeiter(früh-spät-nacht) und habe mich dieses jahr auf 2 Ld vorbereitet. Meine Frau ebenfalls.

Zum Thema asozial. Wenn wir am WE losradln zur 4-5 Stundenausfahrt gegen 9uhr morgens,liegt ein Grossteil der Nachbarn noch besoffen im Bett. Wenn wir wieder at home sind (gegen mittag) stehen die Nachbarn zusammen am Zaun und trinken ne Pulle Bier.

Mein Kumpel ist Radmechaniker und hat echt doofe Arbeitszeiten. Am We fährt er um 6 Uhr los,und bringt um 10 Uhr dann der Familie Brötchen mit. Ab dann genügend Zeit für Kinder und Frau.

Bin mir ziemlich sicher das sehr viele mehr in ihrer Freizeit vor dem Computer hocken,als Sport zu treiben.

Und über die Leute die im Schützenvereinen sich am WE die Hucke vollhauen ganz zu schweigen.

Da geb ich dir voll Recht, die hatte ich auch nicht gemeint auch sicher nicht Lui oder Helmut. Ich meine die Leute die nix andres kennen als Triathlon und alles im Leben dem unterordnen. Da spielt es keine Geige ob Opa 70. Geburtstag hat oder weihnachtfeier in der Fa. ist. Training geht über alles. Und um Gotteswillen kein Alkohol ich könnte ja 3 min langsamer sein.
Verstehe mich nicht falsch, ich mach schon einen Unterschied zw. den von dir genannten WE Säufern die jedes WE sich die Lichter ausschiessen und mal gemütlich feiern.
Um das Thema abzuschliessen, Triathlon ist ein schöner Sport der Spaß macht, auch mir, aber es gibt auch wichtigere Dinge im Leben.
Grüße Frank

Dafri 12.11.2012 17:13

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 831184)
Es ging mir nicht darum wie andere das Zeitlich mit dem Training schaffen(wie ich schrieb), sondern ich fragte mich wie das andere machen ab einen gewissen Umfang und Intensität an Training, dass es den vollen Einsatz bei der Arbeit nicht hindert, da man ja immer ein wenig ausgepwert ist vom Training.


bei nachtschicht sind als beispiel bei mir 14-16 stunden training völlig ok.

chemical82 12.11.2012 17:16

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 831184)
Es ging mir nicht darum wie andere das Zeitlich mit dem Training schaffen(wie ich schrieb), sondern ich fragte mich wie das andere machen ab einen gewissen Umfang und Intensität an Training, dass es den vollen Einsatz bei der Arbeit nicht hindert, da man ja immer ein wenig ausgepwert ist vom Training.
Meine Arbeit wird davon beeinträchtigt wenn ich sehr umfangreich/intensiv trainiere.

Ich hab aus dem selben Grund das Training runtergeschraubt. Zeitlich hätte ich auch über 20 Studen trainieren können. Was bringt es der Arbeit, Freunden oder Familie wenn man Zeit hat, aber trotzdem fix und fertig ist. Es kommt aben nicht nur auf die pure Anwesenheit an.

Ironmanfranky63 12.11.2012 17:17

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 831189)
bei nachtschicht sind als beispiel bei mir 14-16 stunden training völlig ok.

Ich arbeite auch Schicht auch Nachts- also ne 5h Radausfahrt ist da nicht drin, da werd ich viel zu müde und könnte mich dann Nachts nicht konzentrieren.

Lui 12.11.2012 17:17

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 831189)
bei nachtschicht sind als beispiel bei mir 14-16 stunden training völlig ok.

Ich weiss nicht welche Arbeit du machst, aber bei 14-16 Stunden Training, könnte ich meine Arbeit nicht so machen wie ich sie machen möchte, da ich nicht die volle Konzentration hätte.
Allerdings trainiere ich recht intensiv. Ich könnte eventuell weniger intensive Einheiten in dem zeitlichen Unfang machen.

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 831194)
Ich arbeite auch Schicht auch Nachts- also ne 5h Radausfahrt ist da nicht drin, da werd ich viel zu müde und könnte mich dann Nachts nicht konzentrieren.

Das war mein Punkt.

Dafri 12.11.2012 17:21

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 831195)
Ich weiss nicht welche Arbeit du machst,

Maschinenschlosser_einrichter. In der Woche fahre wenn ich arbeite keine 5 stunden.
aber ich glaube wir weichen vom eigentlichem Threadthema ab.

Jeder wie er mag als Schlusswort


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