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schnodo 05.04.2018 18:09

Ich will mich gar nicht in die Avocado-Diskussion einmischen aber zufällig habe ich vor kurzem diese Reportage gesehen: Weltspiegel-Reportage: Avocado - Umweltkiller Superfood

Ich hatte keine Vorstellung davon, welche Auswüchse in Sachen Monokultur, Korruption und Kriminalität sowas zur Folge haben kann.

Zitat:

Sie gilt in Europa als "Superfood" und hat wegen ihres Nährstoffreichtums ein durchweg positiv besetztes Image: die Avocado. Prominente veröffentlichen Avocado-Kochbücher und bei Veganern gilt die Frucht seit Jahren als umweltbewusste Alternative zu Fleisch. Doch in Chile, einem der weltweiten Hauptanbaugebiete, sind mit der Avocado Wassermangel, Menschenrechtsvergehen und eine unökologische Logistikkette verbunden.
Zitat:

Für ein Kilo, also drei Avocados, werden bis zu 1.000 Liter Wasser verbraucht – ein Vielfaches mehr als für ein Kilo Tomaten oder Kartoffeln. Die Region leidet unter akutem Wassermangel. Der Klimawandel verschärft diesen noch. Die Flussbetten sind seit Jahren vertrocknet, Tanklastwagen bringen Trinkwasser zu notleidenden Familien – während nebenan auf den Agrar-Großbetrieben tausende Hektar Avocado-Haine mit künstlichen Staubecken bewässert werden.

dherrman 05.04.2018 18:10

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1371099)
Ich verstehe die Avocado-Diskussion nicht.
Essen nur Veganer Avocados?

Wie kannst du nur sowas fragen ;)

Körbel 05.04.2018 18:55

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1371099)
Ich verstehe die Avocado-Diskussion nicht.
Essen nur Veganer Avocados?

Nö, ich kenne auch Fleischfresser die gerne mal ne Guacamole essen.

Btw, Avocados wachsen auch in Andalusien.
Also ist der Anfahrtsweg auch nicht viel länger als bei Orangen oder Granatäpfel.

glaurung 05.04.2018 19:22

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1370945)
Ich halte es für eine Ausflucht, anzuführen, dieses oder jenes sei nicht das größte Problem, sondern vielleicht nur das fünftgrößte. Denn wir können uns nicht alle gleichzeitig um das allerallerallergrößte Problem kümmern, und alle anderen Probleme ignorieren. Stattdessen ist es klüger, sich mit verteilten Kräften verschieden dringenden Probleme zu widmen.

Da will ich Dir nicht widersprechen. Ich meinte mit meinen Posts ausdrücklich NICHT, dass wir uns NUR der überhand nehmenden Weltbevölkerung widmen sollten (Mag aber durchaus sein, dass das so rüber kam). Dafür gibt es einfach zu viele Missstände auf diesem Planeten. Allerdings sind diese Missstände nicht selten - entweder direkt oder indirekt - die Folge der Überbevölkerung. Das lässt sich meines Erachtens nicht leugnen.

Und dass dieses in meinen Augen allerallergrößte Problem (um bei Deinen Worten zu bleiben) vielen Menschen - Veganern und Fleischfressern gleichermaßen - entweder nicht soooo sehr bewusst oder vielmehr sogar egal ist, zeigt doch die Tatsache, dass mein Faden mit der Weltbevölkerung anfangs schlicht ignoriert wurde. Erst als ich etwas provokativer wurde, hat man sich der Sache angenommen... :Cheese:


Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1370945)
Die ungerechte Verteilung von Ressourcen, indem der reiche Westen gewaltige Futtermengen aus armen Ländern in die Futtertröge von Schweinen und Rindern wirft, und ihnen den Treibhauseffekt zurückgibt, ist eines dieser Probleme.

Hatte ich Dich nicht mal irgendwo mit einem Mercedes SUV gesehen? Mit vereinten Kräften sollten wir uns auch dieser Problematik widmen. Kein Mensch muss 10L und mehr pro 100km in die Luft blasen, um zur Arbeit zu fahren. Soviel zum Thema Treibhauseffekt, im Glashaus sitzen und den ersten Stein werfen blablabla (um wiederum bei Deinen Worten zu bleiben)...Zweierlei Maß, sage ich da nur. Es gibt auch Autos, die 4L auf 100km brauchen, mit denen man ebenso von A nach B kommt. Solltest Du mittlerweile einen sparsamen 3L Lupo fahren, dann darfst Du mich gerne berichtigen. dann nehme ich gerne alles zurück.
By the way: Ich fahre meinen A4 mit 6L auf 100km und klage nun einfach mal pauschal all Jene an, die auch nur einen Zehntel Liter mehr brauchen. Meine 6L sind genau die richtige Grenze. Verstehst Du, was ich meine? :Cheese:

Fakt ist, dass wir uns im reichen Westen allesamt gerne "mal etwas gönnen". Die allermeisten dieser "Annehmlichkeiten" haben negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt, nicht nur der Fleischkonsum.

Und: Ich esse Fleisch, ja. Meiner Ansicht nach sollte ich auch weniger davon essen. Aber was ich wirklich nicht leiden kann ist, dass man mich ohne Kenntnis darüber, woher ich mein Fleisch beziehe, für das "Leid" dieses Tiers verantwortlich macht. Hole ich das Fleisch vom Jäger, der das Tier geschossen hat, dann bin ich meiner Ansicht nach exakt für gar kein Leid verantwortlich.

Wer weiß, ob die Menschheit die letzte Eiszeit überhaupt überlebt hätte, wenn sie keine Tiere erlegt hätte. Will heißen, Fleischkonsum ist definitiv Teil unserer Evolution und daher bin ich der Meinung, dass man Fleischkonsum nicht pauschal verurteilen sollte. Der Neandertaler ist sehr wahrscheinlich ausgestorben, weil er NUR Fleisch konsumiert hat und ihm gegen Ende der letzten Eiszeit die Nahrung ausging. Der Homo sapiens hat überlebt, weil er einen vielseitigen Speiseplan hatte und klassischer Gemischtköstler war.

Aber lassen wir das. Sonst wird's wirklich zu sehr OT. Ich bin raus :-)

LidlRacer 12.04.2018 23:15

Zur allseitigen Erheiterung:
Um 22:40 Uhr kommt auf ONE die Tatortreiniger-Folge "Fleischfresser".

(jetzt um 22:15 auch schon eine andere)

Coriande 13.04.2018 10:54

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1372751)
Zur allseitigen Erheiterung:
Um 22:40 Uhr kommt auf ONE die Tatortreiniger-Folge "Fleischfresser".

(jetzt um 22:15 auch schon eine andere)

Grandios! Ach Schotty... :Cheese:

Klugschnacker 13.04.2018 11:15

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1371112)
Hatte ich Dich nicht mal irgendwo mit einem Mercedes SUV gesehen? Mit vereinten Kräften sollten wir uns auch dieser Problematik widmen. Kein Mensch muss 10L und mehr pro 100km in die Luft blasen, um zur Arbeit zu fahren. Soviel zum Thema Treibhauseffekt, im Glashaus sitzen und den ersten Stein werfen blablabla (um wiederum bei Deinen Worten zu bleiben)...Zweierlei Maß, sage ich da nur. Es gibt auch Autos, die 4L auf 100km brauchen, mit denen man ebenso von A nach B kommt. Solltest Du mittlerweile einen sparsamen 3L Lupo fahren, dann darfst Du mich gerne berichtigen. dann nehme ich gerne alles zurück. ... Aber lassen wir das. Sonst wird's wirklich zu sehr OT. Ich bin raus

Ich hatte nie ein Mercedes SUV. Ich fahre ein gutes, sparsames Auto und besitze eine Bahncard.

Du brauchst das nicht zurücknehmen. Ich lege keinen Wert auf Diskussionen mit Menschen, die einem irgend einen Senf an den Kopf werfen, und abschließend verkünden: "Ich bin raus!".

sabine-g 13.04.2018 17:24

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1371112)
By the way: Ich fahre meinen A4 mit 6L auf 100km und klage nun einfach mal pauschal all Jene an, die auch nur einen Zehntel Liter mehr brauchen. Meine 6L sind genau die richtige Grenze.

ich fahre einen 3er BMW. Hat in 3 Monaten 3 Jahre auf dem Buckel und nun 108000km runter.
Gesamtdurchschnittsverbrauch seit dem 5,3L/100km.
Selbst das ist zuviel. Die Autoindustrie ist einfach zu dämlich.

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1371112)
Ich bin raus

ich war nie drin...

drullse 13.04.2018 17:44

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1372806)
Ich fahre ein gutes, sparsames Auto

Auch das ist doch ziemlich relativ bzw subjektiv oder?

;)

schoppenhauer 13.04.2018 18:26

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1372914)
Gesamtdurchschnittsverbrauch seit dem 5,3L/100km.

Aha Diesel - schäm dich! :dresche

Montag kommt mein neuer Benziner - ich bin ein Guter!

Körbel 13.04.2018 18:26

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1372914)
....Die Autoindustrie ist einfach zu dämlich....

Stimmt und die allermeisten Kunden zu inkonsequent.

captain hook 13.04.2018 18:35

Ist es denn jetzt schlauer Obst und Gemüse um die halbe Welt zu fliegen und für Soya Regenwald abzuholzen, Fleisch für 5,99€ beim Discounter zu kaufen oder eine 2t Schrankwand mit >200PS zu fahren?

Oder ist es gar sinnlos sich gegenseitig Vorurteilen zu belegen, wenn man mal so insgesamt einfach mal das Hirn einschaltet?

rundeer 13.04.2018 19:36

Also man kann badass Punk, Veganer und Triathlet auch in einem sein.

https://www.youtube.com/watch?v=JaS2ZNlp7oQ

John Joseph ist Sänger der Hardcore-Punkband Cro-Mags, Veganer und nimmt an Triathlons teil. Er schrieb ein Buch namens "Meat is for Pussies"

Wer sich für seine meiner Meinung nach interessante und intensive Lebensgeschichte interessiert, er sprach mal ziemlich ausführlich mit Rich Roll.

http://www.richroll.com/podcast/rrp-...er-iconoclast/

Lustiger Kerl

Antischwimmer 13.04.2018 20:48

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1372914)
i. Die Autoindustrie ist einfach zu dämlich.


...

Dämlich?
Schlau! Schlauer gehts nicht.

Geben Werte an, die die Autos in der Realität nicht erreichen, damit ist es betrug. Statt bestraft zu werden, verdienen die doppelt an ihrem Betrug.

Jetzt werben die mit Prämien wenn man seinen noch recht neuen Diesel abgibt und dafür einen PS starken Benziner kauft. Und um so mehr PS der neue Benziner hat, desto höher die Prämie.

So ist die Aotoindustrie der doppelte Gewinner, die Umwelt der doppelte Verlierer.

glaurung 13.04.2018 20:52

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1372806)
Ich lege keinen Wert auf Diskussionen mit Menschen, die einem irgend einen Senf an den Kopf werfen, und abschließend verkünden: "Ich bin raus!".

Na Gott sei Dank!


Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1372914)
ich war nie drin...

Besser ist das. :)

Vicky 13.04.2018 21:56

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1371099)
Ich verstehe die Avocado-Diskussion nicht.
Essen nur Veganer Avocados?

Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass die Avocado so eine "Modefrucht" ist. Ich esse sie nicht regelmäßig... nur ab und zu mal. Sie schmeckt mir dann schon sehr gut.

Ich halte auch nichts von sogenannten "SUPERfoods". Was soll das sein?

Ich habe neulich im Biosupermarkt sehr leckere "Gemüsefrikadellen" (sie heißen so! sorry!) gekauft. Ich meinte dabei laut, dass das Junkfood ist. Eine Frau neben mir sagte ernsthaft, dass das nicht stimmt und doch gesund sei. Es ist ja schließlich Gemüse.

Naja... stark verarbeitetes Gemüse. Also Junkfood. Veganes, sehr teures (2 Stück kosten 4 Euro) Junkfood, das mir ehrlicherweise sehr gut schmeckt... und das verdammt viele Kalorien hat.

schoppenhauer 13.04.2018 22:50

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1372940)

Oder ist es gar sinnlos sich gegenseitig Vorurteilen zu belegen, wenn man mal so insgesamt einfach mal das Hirn einschaltet?


Eh.

P.S.: Bei deinen Rennen musst du zum Ende hin aber schon hin und wieder das Hirn ausschalten, oder?

Olli 13.04.2018 23:02

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1370476)
Die Fragen sind so schlecht durchdacht das ist unglaublich. Vielleicht mögen die Veganer den Geschmack von Fleisch einfach den sie jahrelang genossen haben bis sie gemerkt haben welches Elend sie damit verursachen? Vielleicht genießen sie nun einfach Essen, das ähnlich schmeckt, wofür man aber kein Tier einsperren und umbringen muss??

Das Veggies in deiner Umgebung die gute Laune verlieren wundert mich bei den Fragen nicht wirklich. Vor allem weil sie die wahrscheinlich alle 2 Wochen gestellt bekommen.

(Ich bin kein "veggi" und beantworte das mal damit kein "Veggie" so wirken muss als hätte er schlechte Laune :Cheese: )

Hallo, ich esse auch schon lange keine Wurst mehr und wir bereiten alles selbst zu, ich bin auf dem Land mit Tieren groß geworden, daher ist mir auch wichtiger Lebensmittel aus der REGION zu kaufen, daher kommt auch kein Superfuet wie Soja, Amaranth u.s. in Frage, ich habe mal gesehen wie in Südamerika die Flugzeuge mit Glyphosat über die Äcker gehen und die Einheimischen davon Kranheiten bekommen, auch ökologisch finde ich die Massentransporte nach Europa bedenklich, da esse ich lieber nen Ei aus Deutschland, Kartoffel und Gemüse aus der Regio, es darf auch gelegtlich ein Stück Fleisch sein, das ist meine Einstellung von Gesunder Ökologischer Ernährung, Massentierhaltung verachte ich genauso

Körbel 14.04.2018 10:30

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1372973)
Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass die Avocado so eine "Modefrucht" ist. Ich esse sie nicht regelmäßig... nur ab und zu mal. Sie schmeckt mir dann schon sehr gut.

Ich halte auch nichts von sogenannten "SUPERfoods". Was soll das sein?

Ich habe neulich im Biosupermarkt sehr leckere "Gemüsefrikadellen" (sie heißen so! sorry!) gekauft. Ich meinte dabei laut, dass das Junkfood ist. Eine Frau neben mir sagte ernsthaft, dass das nicht stimmt und doch gesund sei. Es ist ja schließlich Gemüse.

Naja... stark verarbeitetes Gemüse. Also Junkfood. Veganes, sehr teures (2 Stück kosten 4 Euro) Junkfood, das mir ehrlicherweise sehr gut schmeckt... und das verdammt viele Kalorien hat.

Die kann man aber auch gut selber machen.
Machst halt gleich ne grosse Portion und einfrieren.
Gibt es zig Rezepte im Netz.

Du kannst sie aber auch "Gemüse-Bratlinge" nennen.:Cheese: ;)

Immer wieder lecker, dazu noch selbst gemachtes Ketchup, saugut!!!

Körbel 14.04.2018 10:34

Zitat:

Zitat von Olli (Beitrag 1372985)
Soja............Südamerika

Wird mittlerweile auch in Deutschland angebaut, sogar in Bio-Qualität und wächst dort auch sehr gut.

BananeToWin 14.04.2018 10:45

Zitat:

Zitat von Olli (Beitrag 1372985)
....daher kommt auch kein Superfuet wie Soja, Amaranth u.s. in Frage, ich habe mal gesehen wie in Südamerika die Flugzeuge mit Glyphosat über die Äcker gehen und die Einheimischen davon Kranheiten bekommen....

Grundsätzlich ist mir deine Einstellung sehr sympathisch. Aber wie oben schon erwähnt muss man endlich mal dieses "Veganer lassen ihr Essen um die halbe Welt fliegen" berichtigen. Es gibt einige Veganer in D die sich hauptsächlich von Mangos und Avokados ernähren. Auf die mag es zustreffen. Auf viele andere nicht. Soja wächst hier. Hirse wächst hier. Buchweizen wächst hier sogar wild. Und diese Dinge sind alle zu einem sozialverträglichen Preis in Bioqualität zu bekommen. Aus D oder zumindest Europa.
Ich kenne mich zu wenig mit konkreten Zahlen und Vorgaben aus, aber meines Wissen wird über 90% des Sojaanbaus weltweit für die Tierfütterung verwendet. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch ein nicht unerheblicher Teil für Biofleisch verwendet wird. So kann also durchaus ein deutsches Biofleisch mit Sojafütterung im Winter für mehr abgeholzten Regenwald verantwortlich sein als ein Stück Biotofu aus D.

LidlRacer 14.04.2018 12:06

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1373038)
[Soja] Wird mittlerweile auch in Deutschland angebaut, sogar in Bio-Qualität und wächst dort auch sehr gut.

Hier gibt's Zahlen:
http://www.transgen.de/lebensmittel/...u-importe.html

Demnach importiert Deutschland grob 100 mal mehr Soja als hier angebaut wird.
"Gegenüber den Sojaimporten vor allem aus Südamerika kann die heimische Erzeugung weder preislich noch bei Eiweißgehalt und -qualität mithalten."

Körbel 14.04.2018 12:16

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1373051)
Hier gibt's Zahlen:
http://www.transgen.de/lebensmittel/...u-importe.html

Demnach importiert Deutschland grob 100 mal mehr Soja als hier angebaut wird.
"Gegenüber den Sojaimporten vor allem aus Südamerika kann die heimische Erzeugung weder preislich noch bei Eiweißgehalt und -qualität mithalten."

Danke für die Info.

Nur bedenke das die Grossmengen an Soja, die Deutschland importiert, zur Fütterung der Massentierhaltung herhalten muss und die benötigen diesen hohen Eiweissgehalt.
Gäbe es die nicht, wurde das wenige an Soja, welches in Deutschland angebaut wird, ganz und gar für alle deutschen Veganer ausreichen.

Wobei in einem Bericht der Schrot&Korn habe ich das anders gelesen. Das in Deutschland angebaute Soja kann sehr wohl mit dem Soja aus SA mithalten.
Es wird sogar hierzulande überwiegend ohne Zuhilfenahme chemischer Stoffe gesät und geerntet.

Olli 14.04.2018 15:16

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1373041)
Grundsätzlich ist mir deine Einstellung sehr sympathisch. Aber wie oben schon erwähnt muss man endlich mal dieses "Veganer lassen ihr Essen um die halbe Welt fliegen" berichtigen. Es gibt einige Veganer in D die sich hauptsächlich von Mangos und Avokados ernähren. Auf die mag es zustreffen. Auf viele andere nicht. Soja wächst hier. Hirse wächst hier. Buchweizen wächst hier sogar wild. Und diese Dinge sind alle zu einem sozialverträglichen Preis in Bioqualität zu bekommen. Aus D oder zumindest Europa.
Ich kenne mich zu wenig mit konkreten Zahlen und Vorgaben aus, aber meines Wissen wird über 90% des Sojaanbaus weltweit für die Tierfütterung verwendet. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch ein nicht unerheblicher Teil für Biofleisch verwendet wird. So kann also durchaus ein deutsches Biofleisch mit Sojafütterung im Winter für mehr abgeholzten Regenwald verantwortlich sein als ein Stück Biotofu aus D.

Da hast Du recht, für Tierfutter wird das sich zu größten Teil verwendet, die meisten die hier schreiben, sind ja auch schon ein Schritt weiter, weil sie sich Gedanken über Ihre Ernährung machen.
Ich würde es übrigens begrüßen wenn es in der Schule das Fach Kochen geben würde, vielleicht sogar im Wechsel mit dem Fach Sport, so das Kinder schon lernen wie Gesunde Speisen schmecken, aber ist nun schon wieder OT.
Grundsätzlich finde ich es gut wenn man das meister der Nahrung aus Obst und Gemüse bestreitet und den Anteil an Fleisch und Eiern einschränkt und wer ganz darauf verzichten möchte ist im Bezug auf Massentierhaltung noch ein Schritt weiter.

Körbel 14.04.2018 15:25

Zitat:

Zitat von Olli (Beitrag 1373083)
Grundsätzlich finde ich es gut wenn man das meiste der Nahrung aus Obst und Gemüse bestreitet und den Anteil an Fleisch und Eiern einschränkt und wer ganz darauf verzichten möchte ist im Bezug auf Massentierhaltung noch ein Schritt weiter.

Es wäre schon viel erreicht, wenn die Masse so ein klein wenig wie du denken und dann auch danach handeln würde.

FlyLive 14.04.2018 21:00

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1373051)
Hier gibt's Zahlen:
http://www.transgen.de/lebensmittel/...u-importe.html

Demnach importiert Deutschland grob 100 mal mehr Soja als hier angebaut wird.
"Gegenüber den Sojaimporten vor allem aus Südamerika kann die heimische Erzeugung weder preislich noch bei Eiweißgehalt und -qualität mithalten."

Die deutschen Massentiere müssen gefüttert werden !
Dafür geht dann die Gülle der Massentiere auf Urlaubsreise Gülletourismus :Nee:

alex1 15.04.2018 12:37

Off Topic

Zitat:

Zitat von Antischwimmer (Beitrag 1372957)
(...)
Jetzt werben die mit Prämien wenn man seinen noch recht neuen Diesel abgibt und dafür einen PS starken Benziner kauft. Und um so mehr PS der neue Benziner hat, desto höher die Prämie. (...)

Und wenn man sich einen PS-starken Benziner gönnt, der richtig Spaß macht, dann hat man i.a. einen Direkteinspritzer, der ordentlich Feinstaub freisetzt. Die werden dann vielleicht in ein paar Jahren verboten, und das Spiel beginnt von vorne... :Cheese:

Körbel 15.04.2018 15:16

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1373140)
Die deutschen Massentiere müssen gefüttert werden !
Dafür geht dann die Gülle der Massentiere auf Urlaubsreise Gülletourismus :Nee:

Es liegt an jedem Einzelnen was er aus dieser Nachricht für Schlüsse zieht.

Auch hier wäre schon viel getan, wenn manch einer, seinen viel zu hohen Fleischkonsum überdenken würde.
Geht ja auch weniger und dafür dann gutes Fleisch aus artgerechter Haltung, denn solche Tiere bekommen in aller Regel kein Soja als Hauptfutter.
Und die Gülle kann hier bleiben.

Dr. Koothrappali 15.04.2018 17:49

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1373236)
Es liegt an jedem Einzelnen was er aus dieser Nachricht für Schlüsse zieht.

Auch hier wäre schon viel getan, wenn manch einer, seinen viel zu hohen Fleischkonsum überdenken würde.
Geht ja auch weniger und dafür dann gutes Fleisch aus artgerechter Haltung, denn solche Tiere bekommen in aller Regel kein Soja als Hauptfutter.
Und die Gülle kann hier bleiben.

Ja leider liegt der Gülletourismus am Fleischkonsum des deutschen Michels sondern daran, daß u.a. die Chinesen einen großen Appetit auf Schweinefleisch aus Deutschland haben. Deutschlands Großmastbetriebe überschwemmen auch die anderen EU Länder mit billigem Fleisch, auf Kosten der kleinen Familienbetriebe, in denen jedes Tier auch noch seinen Namen hat. :( Das ist schon krank, hier werden Tiere mit Soja aus Amerika gemästet um anschließend tiefgekühlt nach China exportiert zu werden - was für eine schöne Errungenschaft der Globalisierung.:Kotz:
Dagegen würde wohl nur viel strengere Haltungsbestimmungen EU-weit und somit ein höherer Preis helfen, aber dann würde wohl ein Schwellenland die Sauerei übernehmen...
https://www.topagrar.com/news/Markt-...u-8023888.html

Körbel 15.04.2018 19:22

Zitat:

Zitat von Dr. Koothrappali (Beitrag 1373255)
........... ein höherer Preis helfen.......

Der wird doch mit Absicht so niedrig gehalten und auf Staatskosten massiv subventioniert, denn ein fettes und sattes Volk geht niemals auf die Strasse.
Bleiben alle schön zu Hause, fressen weiterhin viel zu viel in sich hinein und bei den Regierenden wird weitergemacht wie bisher.

Körbel 03.05.2018 15:32

Hier mal was zum nachlesen.

https://utopia.de/oeko-test-vegane-f...efkuehl-88551/

FlyLive 03.05.2018 20:30

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1376545)

Mensch, so nimmst du doch die tollen Argumente der Mc Meats ;)

Olli 03.05.2018 22:16

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1376545)

Meine Frau konnte sich mal ein paar Probepackungen Veganer Wurst von Rügenwalder, mitnehmen, schon alleine die ganzen Zusatzstoffe auf den Inhaltsangaben und dann der total übersalzende Geschmack,geht bei uns garnicht und gesund ist sowas jedenfalls nicht.

dherrman 03.05.2018 23:03

Zitat:

Zitat von Olli (Beitrag 1376630)
Meine Frau konnte sich mal ein paar Probepackungen Veganer Wurst von Rügenwalder, mitnehmen, schon alleine die ganzen Zusatzstoffe auf den Inhaltsangaben und dann der total übersalzende Geschmack,geht bei uns garnicht und gesund ist sowas jedenfalls nicht.

Rügenwalder, war da nicht mal bischen Fleisch dabei im Veggi, Vegan Zeugs?
Spuren nur, aber nachweisbar.

Ich würde nie eine Firma unterstützen, die Primär "Fleisch" vertickt.

Am We hatte ich auch einen Menschen kennen gelernt, der Aldi Fleisch auf Grill geworfen hat.
Ich hab mich über die Tierwohl Initiative lustig gemacht. Der meint bitter Ernst das sei doch gut...
Ich fragte nur was er dafür bezahlte. 2,98€ 400 gr. Hähnchen Schmetterlings Steak.

Da fällt mit nix mehr ein. Sogar 6,25 Cent pro KG gehen an Tierwohl
.:Lachanfall:

http://m.spiegel.de/wirtschaft/servi...a-1145235.html
:(

Es ist einfach unverständlich!!!

rhoihesse 03.05.2018 23:15

Zitat:

Zitat von Olli (Beitrag 1376630)
schon alleine die ganzen Zusatzstoffe auf den Inhaltsangaben

.. ist bei normaler Wurst genauso. :Huhu:

rhoihesse 03.05.2018 23:18

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1376642)
Ich würde nie eine Firma unterstützen, die Primär "Fleisch" vertickt.

Warum? Das Beste was passieren könnte wäre dass McDonalds und Co vegane "Chicken" Nuggets rausbringen (die 1:1 schmecken könnten wie die Echten) und diese preislich unter den normalen positioniert. Dann hat man von heute auf morgen viel weniger Nachfrage nach Geflügel.

dherrman 03.05.2018 23:25

Zitat:

Zitat von rhoihesse (Beitrag 1376646)
Warum? Das Beste was passieren könnte wäre dass McDonalds und Co vegane "Chicken" Nuggets rausbringen (die 1:1 schmecken könnten wie die Echten) und diese preislich unter den normalen positioniert. Dann hat man von heute auf morgen viel weniger Nachfrage nach Geflügel.

1. Weil diese Firmen Gewinnmaximierend arbeiten und dabei über "Leichen" gehen. Heisst miese Bezahlung zu unfairen Bedingungen und bestes Food Design. Heisst "Essen" aus Abfall zu generieren.
Das wird im Veggi und Vegan Essen nicht anders sein. Gute Rohstoffe sind für diese Firmen zu teuer.

2. Wenn du hier mitliest, es würde nicht funktionieren. Ich wähle lieber Tier statt einer " billigen" Kopie. Besser das Original...

Vg

dherrman 03.05.2018 23:47

Passt
 
Nur indirekt. Aber was mir immer mehr auffällt, studierte Kollegen kaufen beim Discounter, immer alles günstig, aber beim Haus, Küche, Auto wird nicht gespart.

Dafür nörgeln, wenn die Kantine 5€ fürs Mittagessen nimmt.

Kaufen bei "günstig"Amazon, denn man kann bei Problemen easy umtauschen ( wegen Billig-Produkten?).
Beschweren sich, das Innenstädte immer gleich aussehen, also einkaufstechnisch.

Sehen grausame Reportagen über Tierhaltung, ArbeiterInnen im Fleischer Handwerk, usw. Und kaufen wieder beim ....


Ihre Arbeitgeber veröffentlichen Bilanzen, in denen steht Sie kümmern sich um die Umwelt, Nachhaltigkeit und sind sozial engagiert.

Fragt man nach, den Kaffee auf Bio & Fair umzustellen, da ja eine einfache Sache nachhaltiger zu werden. Abgelehnt, zu teuer. Shareholder Value....

Bin gespannt wo wir in 50 Jahren stehen werden..

glaurung 04.05.2018 02:29

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1376654)

Bin gespannt wo wir in 50 Jahren stehen werden..

In 50 Jahren wird's uns sehr wahrscheinlich erst mal nicht mehr so gut gehen wie derzeit.
Mal so insgesamt betrachtet....

Körbel 04.05.2018 02:45

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1376687)
In 50 Jahren wird's uns sehr wahrscheinlich erst mal nicht mehr so gut gehen wie derzeit.
Mal so insgesamt betrachtet....

Hmm, ich bin dann schon tot, deine Kinder bestimmt nicht.
Die und auch die vielen anderen Menschen tun mir jetzt schon leid.

Kurioserweise erlebe ich immer, das gerade Menschen "MIT" Kindern sich wesentlich weniger um Nachhaltigkeit und Umweltschonung kümmern.
Da wird gelebt, als ob es kein Morgen gäbe.
Hoffe aber, das dies nur ein Gefühl ist und nicht der Wahrheit entspricht.


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