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Superpimpf 09.11.2012 13:06

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 829772)
Mir geht dieses ewige "früher war alles besser" Gehabe unheimlich auf die Nerven. Anders war vieles. Klar.

:Danke:

keko 09.11.2012 13:17

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 829772)
Mir geht dieses ewige "früher war alles besser" Gehabe unheimlich auf die Nerven.

So was würde ich auch nie behaupten. Ich habe z.B. solche Zeiten, wo man ohne Trinken trainiert, weil das ja hart macht, erlebt. :Nee:

keko 09.11.2012 13:25

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829721)
@Arne: Du hast nach Beispielen gefragt: Die Diskussion hier: http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=25903

finde ich wird auch "kompliziert" gemacht. Was ich an der Stelle einfach finden würde, wäre Sch**ß auf Tabata, 170% VO2max, SRM, FTP oder "rumrechnen".

Meine einfache Sicht ist: Fahr dich g'scheit ein, ein paar kurze Antritte und TF Varianz zum "aufwecken" der Haxen und dann hau Dir einfach 8*(20/20) voll eine in die Fresse und gut.

Vielleicht bin ich da aber schlicht zu einfach gestrickt. :Blumen:

@HeinB: Damit möchte ich nicht sagen, dass Deine Frage dumm oder kompliziert oder sonst was ist. No offense. :Blumen:

Ich habe schon öfters die Erfahrung gemacht, dass Deutsche (Vorsicht: Verallgemeinerung!) Dinge gern kompliziert darstellen oder ewig ausschweifend drumherum reden, weil das dann landläufig als intelligent gilt. Dabei ist es doch wesentlich schwieriger, Dinge kurz und verständlich darzustellen. Aber irgendwie kann es ja nichts sein, wenn es jeder gleich kapiert :Cheese:

Rhing 09.11.2012 13:25

Um "früher war alles besser" geht's doch gar nicht.

Es war anders, auch deshalb, weil die Voraussetzungen nicht gegeben waren. Den Puls kannste halt nur im Stehen messen, indem Du 15 sek die Pulsschläge an der Halsschlagader zählst und mit 4 multiplizierst, wenn es keine Pulsuhren gibt. Ohne GPS gibt's keine Laufstrecken, außer auf der Bahn oder vermessenen Strecken. Und ohne sportwissenschaftliche Erkenntnisse gabs halt nur "Gefühl", Erfahrung und "Was nicht tötet macht uns härter". Alles nicht "besser" als heute.

Aber vielleicht mit weniger Ablenkungsmöglichkeiten. Und mir kommt - sorry, alter Sack hin oder her - es so vor, als ließen sich einige ganz gehörig ablenken. Natürlich "bringt" ne exakte Pulszahl, ein Wattmeßgerät oder sonst was einiges. Nur für wen? Es ist eben alles andere als entscheidend um von 59 auf 54 oder 49 min zu kommen. Das kommt mir so vor, als hätte ich - um mal ne juristische Parallele zu ziehen - eine Verpflichtung von 1000 EUR und Nebenkosten von 40 EUR und ich diskutiere drüber, ob das nun 37,50 oder 41,23 sind. Die Frage ist doch, wie ob die Gegenseite damit einverstanden ist, dass ich 800 EUR zahle und die ganze Chose damit erledigt ist. So eben auch mit den Zeiten: Auf 49 min kommt man einfach mit Laufen (oder jedenfalls die meisten, mal ganz vorsichtig, und bei den Männern). Dass jemand anders vorgehen muß, der unter 40 laufen will, ist klar und wird von den meisten alten Säcken ja nicht bestritten. Klar, der eine sagt, das fängt ab 45 min an, der andere meint, "jeder junge Mann muß von Haus aus unter 35 laufen". ;)

Zu Threads à la "soll ich die 1000er in 3:38 mit lohnender Pause oder in 3:45 mit 200 Trabpause laufen schreib ich nix. Ist der Threadersteller in nem Bereich, in dem das wirklich ne Rolle spielt, ist das nicht mehr meine Liga. Bei den anderen schreib ich höchstens ein mal, das das 'n "Nebenkriegsschauplatz" ist, wenn ich den Eindruck habe, der TE verzettelt sich.

Nutzt aber meistens nix. Da wird diskutiert, ob der Carbon-Vorbau vielleicht besser ist von Leuten, die keine 150 km am Stück fahren können. Ist jetzt etwas übertrieben, aber es ist wohl klar, was ich meine.

In nem Thread aber, in dem es darum geht, ob die tatsächliche oder gemachte Komplexität den Blick auf's wesentliche verstellt (und so hab ich den TE verstanden), kann man dazu denke ich öfter was sagen, ohne auf die "früher war alles besser Schiene" zu geraten.

Helmut S 09.11.2012 13:27

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 829772)
Zum Thema Plan und Co. Die Gründe, warum jemand nach Plan, mit Trainer oder eben ohne alles trainiert sind doch unheimlich vielfältig und haben nicht immer etwas damit zu tun, dass ein Training kompliziert ist.

So ist das. Das Training ist nicht kompliziert. Allerdings wird es kompliziert gemacht. Das ist die Diskussion in diesem Thread.

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 829772)
Triathlon wird eben langsam aber sicher immer professioneller. Also beschäftigen sich auch nach und nach mehr Sportwissenschaftler, Industrie, Marketingabteilungen damit und bringen ihre Ideen ein.

Ja. Ich sehe das als positive Entwicklung.

Aber das diese Professionalisierung bzw. die Beschäftigung der von dir genannten Gruppen mit dem Sport dazu führen muss, dass der Breitensportler sich in Planung und Training dem bedient, was im und für den Hochleistungssport entwickelt wird und wurde, dass bezweifle ich. Und das obendrein auch noch, obwohl nicht mal ansatzweise die Hausaufgaben für die Basics gemacht wurden bzw. die Ergebnisse soweit von der Notwendigkeit eines ausgeklügelten Trainings entfernt sind wie die Erde vom Mars.

Oder wie siehst Du die o.g. Sache mit den 8*(20/20)?

Ich finde auch nicht, dass früher alles besser war. Im Gegenteil: Ich bin sogar der Meinung, dass "früher" (wann auch immer das war) praktisch nahezu nichts besser war.

FMMT 09.11.2012 13:28

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 829776)
So was würde ich auch nie behaupten. Ich habe z.B. solche Zeiten, wo man ohne Trinken trainiert, weil das ja hart macht, erlebt. :Nee:

Äh wie, die sind vorbei? :Lachen2:

Helmut S 09.11.2012 13:34

Bevor Arne wieder "einschreitet" zitiere ich mich selbst :Lachen2:
Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829780)
Das Training ist nicht kompliziert.

Freilich ist z.B. so ein TDL im Detail und im Optimum nicht ohne. Allein ein Blick z.B. in Daniels Running Formula genügt um zu sehen, dass es wohl in der Steuerung des TDL Tempos eine Abhängigkeit zur TDL Dauer gibt.

Die Frage ist: Warum soll ich mich damit auseinandersetzen, wenn ich irgendwo um die 53min@10 (Zahlen willkürlich gewählt) rumkrebse?

Mir ist ein Satz von unserem duderino in Erinnerung, der ungefähr so ging: "Wer nicht unter 45min@10k läuft hat ein Problem mit der Grundlagenausdauer."

Und das kriege ich auch ohne Daniels Runningformula hin. Auch als alter Athlet.

Vicky 09.11.2012 13:35

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829779)
Um "früher war alles besser" geht's doch gar nicht.

Es war anders, auch deshalb, weil die Voraussetzungen nicht gegeben waren. Den Puls kannste halt nur im Stehen messen, indem Du 15 sek die Pulsschläge an der Halsschlagader zählst und mit 4 multiplizierst, wenn es keine Pulsuhren gibt.

So haben wir es gemacht ;)

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829779)
Ohne GPS gibt's keine Laufstrecken, außer auf der Bahn oder vermessenen Strecken. Und ohne sportwissenschaftliche Erkenntnisse gabs halt nur "Gefühl", Erfahrung und "Was nicht tötet macht uns härter". Alles nicht "besser" als heute.

Naja... es gab aber schon Uhren, die die Uhrzeit anzeigten. Damit hat man gearbeitet. Dann wurde eben nicht XXkm geschrieben, sondern XX Zeit. Stufentests gab es schon. Laktattests... hatten wir mindestens 1x im Monat...

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829779)
Aber vielleicht mit weniger Ablenkungsmöglichkeiten. Und mir kommt - sorry, alter Sack hin oder her - es so vor, als ließen sich einige ganz gehörig ablenken.

Na und? Im Spaßsportbereich, in dem wir uns nun einmal bewegen, ist das doch Wurscht. Jeder wie er mag. Der eine mag diese technischen Spielereien, der andere eben nicht. Der eine ist ambitioniert bei der Sache und nimmt seinen Sport sehr ernst (gelegentlich vielleicht zu ernst?)

Leistung bringen beginnt im Kopf. Wenn jemand dafür nun meint ein Wattmessgerät zu benötigen, dann soll er doch. Leistung muss in unserem Spaßsportbereich eben immer an den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten gemessen werden. Diese Jammereien entstehen doch nur, wenn sich David mit Goliat vergleichen will.

keko 09.11.2012 13:39

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829783)
Mir ist ein Satz von unserem duderino in Erinnerung, der ungefähr so ging: "Wer nicht unter 45min@10k läuft hat ein Problem mit der Grundlagenausdauer."

Ich könnte den Leitsatz aus den 80ern "Wer 10 nicht unter 40 läuft, ist nicht bereit für den Marathon" hinzufügen und schon wäre alles gesagt. :Cheese:

Rhing 09.11.2012 13:39

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829780)
...Aber das diese Professionalisierung bzw. die Beschäftigung der von dir genannten Gruppen mit dem Sport dazu führen muss, dass der Breitensportler sich in Planung und Training dem bedient, was im und für den Hochleistungssport entwickelt wird und wurde, dass bezweifle ich. Und das obendrein auch noch, obwohl nicht mal ansatzweise die Hausaufgaben für die Basics gemacht wurden bzw. die Ergebnisse soweit von der Notwendigkeit eines ausgeklügelten Trainings entfernt sind wie die Erde vom Mars....

So sieht's aus. Vor meiner 1. LD hab ich mich mit Vereinskollegen über deren LDs unterhalten. Der eine ist mit zu wenig Verpflegung ernsthaft fast vom Rad gekippt. Der andere meinte, "laß sie auf dem Rad fahren, Du siehst sie alle wieder". War eindrucksvoller als jede hochwissenschafliche Studie für mich, der ich zwischen 11 und 12 Stunden geplant (und erreicht) habe. Ich habt genügend gegessen, hab auf dem Rad einige ziehen lassen und hab sie auf der 2. Marathonhälfte überholt, obwohl da nicht nur meine 1. Ld, sondern auch mein erster Marathon war.

So ne andere Faustformel ist: mach den Umfang in der Woche, den Du im Wettkampf vor hast. 3,5/192/33 km haben gereicht. Das ich auch Intervalle und TDL gelaufen, auch mal HIT, Schwimmtechniktraining gemacht habe (vergeblicherweise), ist klar, nur für's finishen war das alles völlig egal. Da reichen die o.g. 3 Sachen als Prinzipien.

Rhing 09.11.2012 13:45

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 829784)
...Leistung bringen beginnt im Kopf. Wenn jemand dafür nun meint ein Wattmessgerät zu benötigen, dann soll er doch. Leistung muss in unserem Spaßsportbereich eben immer an den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten gemessen werden. Diese Jammereien entstehen doch nur, wenn sich David mit Goliat vergleichen will.

Das ist doch alles in Ordnung. Soll doch jeder machen, wie er will. Ich hab auch 'n Aerohelm als Spielzeug, der Perlen vor die Säu geschmissen ist. Nur wenn wir hier darüber diskutieren, ob das effektiv für jemand "Middle of the pack" ist, sag ich nein und das hat nix mit "früher" zu tun. Freut mich, wenn die Leute Spaß daran haben. Nur wenn mich jemand fragt: Ist das effektiv? sag ich, was ich für effektiv halte. Er kann dann tun und lassen, was er will.

Rhing 09.11.2012 13:47

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 829788)
Ich könnte den Leitsatz aus den 80ern "Wer 10 nicht unter 40 läuft, ist nicht bereit für den Marathon" hinzufügen und schon wäre alles gesagt. :Cheese:

Das gilt aber nur für die, die in den 80ern ca. 20 waren. Trau keinem über 30, oder? :Cheese:
Laß mich nicht hängen, Rhing, M55

3-rad 09.11.2012 13:48

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 829788)
Ich könnte den Leitsatz aus den 80ern "Wer 10 nicht unter 40 läuft, ist nicht bereit für den Marathon" hinzufügen und schon wäre alles gesagt.

Womit du nicht ganz unrecht hast aber hier jede Menge Prügel beziehen würdest.
Aber du hast ja geschrieben, dass du den Leitsatz nur hinzufügen könntest.


Ein weiteres Beispiel, was sich an Keko's Leitsatz anschließt:

Der Marathon 5h Läufer, der sich den Greif CD geben will.
Dieser Läufer braucht überhaupt gar keinen Plan, er muss einfach laufen gehen und zwar mehr als sonst.
Einfacher geht's nicht.

Vicky 09.11.2012 13:59

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829790)
Ich hab auch 'n Aerohelm als Spielzeug, der Perlen vor die Säu geschmissen ist. Nur wenn wir hier darüber diskutieren, ob das effektiv für jemand "Middle of the pack" ist, sag ich nein und das hat nix mit "früher" zu tun. Freut mich, wenn die Leute Spaß daran haben. Nur wenn mich jemand fragt: Ist das effektiv? sag ich, was ich für effektiv halte. Er kann dann tun und lassen, was er will.

Ist Material nicht eher eine Frage der Anpassung der Leute an den Sport bzw ihre Identifizierung mit dem Sport? Auch die "MOP"´s oder die, die ganz hinten im Feld laufen wollen irgendwie dazu gehören und sehen als einzige Möglichkeit das eben übers Equipment zu zeigen. Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht ist doch wurscht. Wie Du so schön sagtest...

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829790)
Ich hab auch 'n Aerohelm als Spielzeug, der Perlen vor die Säu geschmissen ist.

So ein Training kann ja schon auch mal sehr langweilig sein. Da ist etwas geistige Ablenkung durch Verkomplizierung ja vielleicht ne willkommene Abwechslung.

Macht Euch locker. Solange keiner von Euch in der Nähe der Raelerts finnishen will (schlechte Tage der RB´s ausgenommen!!!) müsst Ihr Euch Gedanken machen :Cheese:

HeinB 09.11.2012 14:21

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829780)
Aber das diese Professionalisierung bzw. die Beschäftigung der von dir genannten Gruppen mit dem Sport dazu führen muss, dass der Breitensportler sich in Planung und Training dem bedient, was im und für den Hochleistungssport entwickelt wird und wurde, dass bezweifle ich. Und das obendrein auch noch, obwohl nicht mal ansatzweise die Hausaufgaben für die Basics gemacht wurden bzw. die Ergebnisse soweit von der Notwendigkeit eines ausgeklügelten Trainings entfernt sind wie die Erde vom Mars.

Oder wie siehst Du die o.g. Sache mit den 8*(20/20)?

Was du alles über mich weißt..

Helmut S 09.11.2012 14:30

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 829811)
Was du alles über mich weißt..

Jetzt nimmst du's doch persönlich, obwohl du gar nicht gemeint warst. Und ich das ausdrücklich auch noch gesagt habe. Schade.

:Blumen:

dude 09.11.2012 14:33

Ich bin gerade dabei die Weltherrschaft auf Slowtwitch zu uebernehmen. Ich versuch's mit oldschool Taktik: pure Gewalt.

Melde mich wieder, wenn ich es geschafft habe. Falls Ihr nicht mehr von mir hoert, hat es nicht geklappt.

Lui 09.11.2012 14:49

Ich habe gerade diesen Yahoo Bericht entdeckt, wonach ein wenig Sport das Leben verlängert. Darin steht zB

Zitat:

Triathlon
Die Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen trainiert alle wichtigen Muskelgruppen. Dabei muss Triathlon nicht als Extremsport betrieben werden — schließlich trainiert nicht jeder für den „Ironman". Es genügt schon, mit dem Rad zum Badesee zu fahren, ein paar Runden zu schwimmen und danach um den See zu laufen, bis die Badehose wieder trocken ist. Weiterer Vorteil: Das Verletzungsrisiko ist nicht allzu hoch, wenn man es ruhig angehen lässt, und man hält sich viel an der frischen Luft auf.
Training muss ja gar nicht kompliziert sein:Lachen2:
http://de.lifestyle.yahoo.com/blogs/...161018571.html

Megalodon 09.11.2012 14:49

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829780)
Ich finde auch nicht, dass früher alles besser war. Im Gegenteil: Ich bin sogar der Meinung, dass "früher" (wann auch immer das war) praktisch nahezu nichts besser war.

Entschuldige, dass ich mich mal wieder in einen Thread einmische, aber da bin ich ganz anderer Meinung.

Vor 20 Jahren gabs bspw. den Druck, den Leistungszwang und den Stress im Berufsleben nicht so, wie er heute vorherrscht. Da bekam man als Uni-Absolvent auch noch einfach so einen unbefristeten Vertrag, wobei die großen Firmen zum Teil an den Unis waren, um direkt die Arbeitverträge an guten Leute "zu verteilen". Davon können die heutigen Studenten doch nur träumen. Die werden der Generation Praktikum zugerechnet. Die können froh sein, wenn sie sich eben nicht von einem Projektvertag zum nächsten Praktikumsplatz durchhangeln müssen, sondern gleich zumindest einen befristeten Vertrag für z.B. 3 Jahre bekommen.

Und das ist im Vergleich zum Sport ein wichtiger Bereich im Leben. Da gehts um die Existenz. Da gehts darum, ob ich mir eine Familie leisten kann, ein Haus; da gehts darum, ob ich eine gesicherte Zukunft habe.

Helmut S 09.11.2012 15:08

OT:

@Megalodon: Ich bezog das auf den (Breiten-/Hobby)sport. Aber selbst was das Soziale anbelangt - und ich sehe genau was du meinst und du hast im Detail durchaus recht - sehe ich unter'm Strich eine Verbesserung zu vor 20 Jahren. Auch im Bereich des Arbeitslebens - ich war ja damals auch schon dabei. ;)

Diese Diskussion ist aber ein eigener Thread, oder?

Vicky 09.11.2012 15:10

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 829819)
Ich bin gerade dabei die Weltherrschaft auf Slowtwitch zu uebernehmen. Ich versuch's mit oldschool Taktik: pure Gewalt.

Melde mich wieder, wenn ich es geschafft habe. Falls Ihr nicht mehr von mir hoert, hat es nicht geklappt.


... the Pinky, the Pinky and the brain brain brain brain...

Sag Bescheid, wenn es so weit ist.

Megalodon 09.11.2012 16:15

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829828)
OT:

@Megalodon: Ich bezog das auf den (Breiten-/Hobby)sport.

Gut. Schauen wir uns das Material von damals an.

Mein erstes Rennrad, das ich mir damals von meinem ersten erarbeiteten Geld als Schüler gekauft habe, hatte einen Stahlrahmen, Körbchen-Pedale und eine Campa-Rahmenschaltung. War das modern? Ja klar! Zu der Zeit war das ein moderner, heißer Renner. Das war eben das, was so oder so ähnlich in den Läden stand.

War das unkompliziert, besser oder schlechter als das heutige Material? Auf jeden Fall war es mit 1550 DM schweineteuer, nicht nur für mich, der sein über mehrere Jahre mühsam Erspartes und Erarbeitetes opfern musste. War es besser? Da kann ich nur lachen. Verglichen mit STI ist so eine Rahmenschaltung einfach nur Murks. Und Körbchen anstatt Klicks sind auch nur als Schrott zu bezeichnen. Mich wunderts eigentlich, dass ich vor Kurzem ein ähnliches Rad in der Bucht für 500 (!!) Euro habe weggehen sehen...

Und das Training? Komplizierter, einfacher ? Weder noch. Es war genau gleich wie heute. Mit unterschiedlicher Dauer unterschiedliche Strecken fahren (flach, wellig, Alpen). Interessanterweise hat man damit automatisch all das, was heute modern ist, gemacht (zumindest, wenn man da wohnt wo ich wohne bzw. aufgewachsen bin).

Und das Nebenmaterial? Es gibt nur einen Unterschied: Vor 30
Jahren hatte ich noch keine Pulsuhr. Dieses Ding WAR für mich wichtig, weil es mir beim Alterungsprozess enorm dabei geholfen hat, meine neuen Trainingsbereiche kennen zu lernen. Heute brauche ich das Ding nicht mehr.

Beim Nebenmaterial und Nebentraining (einbeiniges Rückwärtshüpfen ;) :Cheese: ), gibts heute durchaus Auswüchse, die einem den Blick aufs Wesentliche versperren können. Aber kompliziert sind sie deswegen nicht. Und sie verkomplizieren die Sache auch nicht, wenn man fokusiert bleibt. Laufen an sich ist halt doch wichtiger als irgendein Lauf ABC.

Es gibt nur eine Ausnahme: Schwimmtraining. Da bringt Techniktraining fast immer mehr als das reine Bahnen Schwimmen. Das sind 2000m am Stück fast schon das Nebentraining.

Rhing 09.11.2012 16:41

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 829800)
... Macht Euch locker.

Ich bin so was von locker, glaubst Du gar nicht. Siehste ja unten. ;) Nur blöderweise meine Wade nicht. Glück für die R's. :Lachen2:

Ansonsten versteh ich Dein Posting nicht so recht. Wie ich geschrieben habe, "Spaß an der Freud" ausdrücken durch Equipment?

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829790)
Das ist doch alles in Ordnung. Soll doch jeder machen, wie er will. ... Freut mich, wenn die Leute Spaß daran haben. ...Er kann dann tun und lassen, was er will.

und noch mal:

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 829790)
Nur wenn wir hier darüber diskutieren, ob das effektiv für jemand "Middle of the pack" ist, sag ich nein ... Nur wenn mich jemand fragt: Ist das effektiv? sag ich, was ich für effektiv halte. ...

Soll ich ne Antwort geben, die ich für falsch halte, wenn ich den Eindruck habe, der verzettelt sich? Oder was schlägst Du vor? Oder keine Antwort geben, obwohl er gefragt hat? Könnte ja ne Antwort sein, die ihm nicht paßt, er verzettelt sich gerne? Ich denke im Übrigen, dass ich bei solchen Antworten inzwischen nicht mehr (so oft) "nachhake", eben um da nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, ich wolle ihm meinen Stil aufdrücken. Man wird ja älter und weiser. :Cheese:
Und was das Ganze mit "früher war alles besser" zu tun hat, versteh ich auch nicht.

AllOut86 09.11.2012 21:30

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 829186)
Wie ist denn das eigentlich, nehmen wir den Laufanfänger.

Wie soll er starten?

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 829211)
Frag mal Wolfenbuttler

Gut wenn ihr meine Meinung unbedingt hören wollt :cool: Also aus sicheren und vertrauten Quellen weiß ich das man AUF JEDEN FALL ohne Uhr laufen MUSS. Die persönliche Neigung oder Meinung darf hier keine Rolle spielen, auch wenn man dadurch motivierter ist, das zählt alles nicht! Es ist schlichtweg verpöhnt wenn nicht gar verboten mit Uhr zu laufen und schon garnicht als Anfänger :Nee:


Zitat:

Zitat von Aquisgrana (Beitrag 829212)
Den frag ich nicht. Da hat Helmut S. schon was zu gesagt. Der will uns doch nur verscheißern.

Jap, hab viel von dem jungen Mann gehört. Soll ein sau mieser Kerl sein. Am besten garnicht erst ansprechen!


Zitat:

Zitat von TheRunningNerd (Beitrag 829200)
Das ist doch eine Frage der Persönlichkeit und der Vorbedingungen. Manche brauchen quantifizierbare Erfolge um sich zu motivieren. Mit einem Plan a la "5min laufen/gehen" und einer Auswertung seiner GPS Uhr, die ihm anzeigt das er Fortschritte bei der Pace macht, bleibt er vielleicht bei der Stange.

Zitat:

Zitat von TheRunningNerd (Beitrag 827997)
Ich bin z.B. jemand, dem es neben dem Training auch sauviel Spaß bringt wilde Diagramme und Grafiken in Excel zu erstellen [..] Ich glaube nicht daran das die Excel-Tabellen mich schneller machen, aber bringt halt Laune. ;-)


FYP

Du bist mein bester Freund :Liebe:

:Blumen:

amontecc 09.11.2012 21:34

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 829819)
Ich bin gerade dabei die Weltherrschaft auf Slowtwitch zu uebernehmen. Ich versuch's mit oldschool Taktik: pure Gewalt.

Melde mich wieder, wenn ich es geschafft habe. Falls Ihr nicht mehr von mir hoert, hat es nicht geklappt.

http://www.youtube.com/watch?v=U4Rl83wK1VE
Haben andere schon versucht...

sbechtel 10.11.2012 11:08

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 829828)
Aber selbst was das Soziale anbelangt - und ich sehe genau was du meinst und du hast im Detail durchaus recht - sehe ich unter'm Strich eine Verbesserung zu vor 20 Jahren. Auch im Bereich des Arbeitslebens - ich war ja damals auch schon dabei. ;)

Persönlich sehe ich das nicht so und ich bin als Student ja irgendwie betroffen, aber auch in der Wissenschaft scheint das so gesehen zu werden. Letztens habe ich im TV ein Interview mit einem Generationenforscher gesehen und der meinte, dass die aktuelle Generation (also meine) die erste Generation ist, denen es schlechter gehen wird, als ihrer Elterngeneration, eben aufgrund von Unsicherheit für die Zukunft, schlechtere Perspektiven, Absicherung im Alter usw. usf.

Campeon 10.11.2012 16:05

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 829850)
Laufen an sich ist halt doch wichtiger als irgendein Lauf ABC.

Es gibt nur eine Ausnahme: Schwimmtraining. Da bringt Techniktraining fast immer mehr als das reine Bahnen Schwimmen. Das sind 2000m am Stück fast schon das Nebentraining.

You made my day!:bussi:

Meik 10.11.2012 16:15

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 829850)
Laufen an sich ist halt doch wichtiger als irgendein Lauf ABC.

Es gibt nur eine Ausnahme: Schwimmtraining. Da bringt Techniktraining fast immer mehr als das reine Bahnen Schwimmen.

Nö, beides eine Frage der Technik. Viele die in ihrer Kindheit/Jugend irgendeine lauflastige Sportart gemacht haben haben aber einen passablen Laufstil so dass ihnen Lauf-ABC nicht viel bringt. Jemand der von klein auf Schwimmen gelernt hat braucht heute auch weit weniger Techniktraining als ein Späteinsteiger.

Bei mir steht Lauf-ABC regelmäßig auf dem Plan, einfach weil ich nach einem Verletzungsjahr wo ich es eher unfreiwillig längere Zeit gemacht habe gemerkt habe wie deutlich mich Techniktrainig auch beim Laufen weiterbringt :Huhu:

Abgesehen davon kenne ich eh kaum Trias die gescheites Techniktraining im Wasser machen. Da werden die immer gleichen 3 Übungen möglichst schnell runtergeprügelt.

Vicky 10.11.2012 16:44

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 830200)
Nö, beides eine Frage der Technik.

Bei mir steht Lauf-ABC regelmäßig auf dem Plan, einfach weil ich nach einem Verletzungsjahr wo ich es eher unfreiwillig längere Zeit gemacht habe gemerkt habe wie deutlich mich Techniktrainig auch beim Laufen weiterbringt :Huhu:

DITO! Das und Krafttraining. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass ich nicht mehr verletzt war, seit ich das vernünftig mache und auch das Lauftraining vernünftig aufgebaut habe, angefangen bei den Basics, wie es die Kids auch trainieren.

Vorher war ich praktisch ununterbrochen verletzt (meist Sprunggelenke, Fußstabilität, überdehnte Bänder...).

Helmut S 10.11.2012 20:16

Der Typ hier hat Muskelkater vom Training: http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=25898

Sowas soll bekanntlich vorkommen.

Allein die Frage finde ich ja schon ... Nagano. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber: Seit x Seiten wird da nun irgend ein Ding von Vitaminmangel gelabert. Meine Güte - wo bin ich hingeraten. Das ist doch nicht normal, oder? :Nee: :(

Helmut S 10.11.2012 20:19

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 830211)
DITO! Das und Krafttraining. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass ich nicht mehr verletzt war, seit ich das vernünftig mache und auch das Lauftraining vernünftig aufgebaut habe, angefangen bei den Basics, wie es die Kids auch trainieren

Basics. Now we are talking. Danke! :Blumen:

benjamin3011 10.11.2012 20:35

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 830313)
Der Typ hier hat Muskelkater vom Training: http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=25898

Sowas soll bekanntlich vorkommen.

Allein die Frage finde ich ja schon ... Nagano. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber: Seit x Seiten wird da nun irgend ein Ding von Vitaminmangel gelabert. Meine Güte - wo bin ich hingeraten. Das ist doch nicht normal, oder? :Nee: :(

Viel schlimmer ist, dass man wegen sowas nen Thread aufmacht ;)

3-rad 10.11.2012 20:42

Ich hab auch Muskelkater vom Schwimmtraining.
Eigentlich wollte ich einen neuen Thread aufmachen und nachfragen.
Jetzt trau ich aber nicht mehr. :(

Helmut S 10.11.2012 20:45

Mach halt ne FB Gruppe auf für Leute mit old-school Muskelkater nach Training. ;)

MeditationRunner 10.11.2012 21:13

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 830320)
Ich hab auch Muskelkater vom Schwimmtraining.
Eigentlich wollte ich einen neuen Thread aufmachen und nachfragen.
Jetzt trau ich aber nicht mehr. :(

Ich empfehle dir das nächste mal ein Maltodextrin-Whey Isolat Mischgetränk nach dem Training und 10g BCAAs davor. Zusätzlich die obligatorische Dosis Vitamin D und Fischölkapseln.

Meik 10.11.2012 21:22

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 830320)
Ich hab auch Muskelkater vom Schwimmtraining.
Eigentlich wollte ich einen neuen Thread aufmachen und nachfragen.
Jetzt trau ich aber nicht mehr. :(

Mach mal, dann muss ich mir die Blösse nicht geben. :o

Fisch und Öl ist aber ein gutes Stichwort, ich muss mal in die Küche, bis gleich ...

amontecc 10.11.2012 23:55

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 830328)
Ich empfehle dir das nächste mal ein Maltodextrin-Whey Isolat Mischgetränk nach dem Training und 10g BCAAs davor. Zusätzlich die obligatorische Dosis Vitamin D und Fischölkapseln.

Ohne Supplements kein Training. Das weiß man doch. In Zeiten erhöhten Bedarfs... Wir Leben schließlich in einem Mangelland.

captain hook 12.11.2012 11:58

Vielleicht ist es auch einfach ein ganz anderes Problem. Zwei Situationsbeschreibungen:

Früher (zur guten alten Zeit :Cheese: ) ist man in der Schule vielleicht schnell gelaufen oder hat neben dem Fußballtraining etwas "Kondi" gebolzt nebenbei und kam gut voran. Dann kam man vielleicht in einen Verein, ist erstmal in der "Anfängergruppe" unterwegs gewesen, hat sich in der Vereins- und Trainerhirachie langsam "hochgearbeitet" und je schneller man wurde, desto mehr lernte man kennen, desto spezieller wurde das Training, desto mehr Austausch fand statt und so weiter und sofort.

Heute ist es anders. Da weiß quasi jeder Anfänger wenn er sich damit beschäftigt bereits vor der ersten Trainingseinheit schon mehr über bestimmte Dinge als die Leute aus Beschreibung 1 nach 10 Jahren. Problem dabei: Sie haben kein Gefühl dafür und können es auch nicht einordnen. Geschweige denn, dass ihnen jemand in diesem undurchdringbaren Dickicht aus Informationen die Dinge weiter erklärt, die Sinn ergeben wenn man sie zusammenwirft und welche nicht.

Dazu kommt dann noch, dass die Freizeitsportprofessionalisierung in meinen Augen stark zunimmt. Basistraining kann ja zu nix taugen. Da müssen Anfänger und Einsteiger dringend schauen, was die Profis trainieren, nutzen und machen. Es gibt keinen langsamen Entwicklungsprozess mehr. Da gibts ab Start 100% des Rundumprogramms, aber das in einem Zustand, wo noch nichtmal das Basisprogramm "rund läuft" und problemlos und stabil funktioniert.

Insbesondere, wenn es gerade nicht nur um Trainingsaufbau, sondern um eigentlich begleitende Maßnahmen geht. Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.

Vicky 12.11.2012 12:11

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
...

Es gibt keinen langsamen Entwicklungsprozess mehr. Da gibts ab Start 100% des Rundumprogramms, aber das in einem Zustand, wo noch nichtmal das Basisprogramm "rund läuft" und problemlos und stabil funktioniert.

Insbesondere, wenn es gerade nicht nur um Trainingsaufbau, sondern um eigentlich begleitende Maßnahmen geht. Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.

Da stimme ich Dir durchaus zu. Das liegt aber auch daran, dass die meisten den schnellen Erfolg wollen und suchen, denn heutzutage bekommt man keine Anerkennung für ein einfaches stinknormales Finnish, sondern für herausragende Leistungen, top Zeiten, schnelle Entwicklungen. Höher, schneller, weiter. Das ist das Prinzip.

Da fehlt den meisten die Geduld für ein kontinuierliches Aufbautraining. Wenns nicht klappt, geht man zum nächsten oder "schummelt". Die Geduld fehlte mir am Anfang auch muss ich ehrlich zugeben. Inzwischen sehe ich es gelassen, denn niemand außer mir selbst kann meine Zeiten, Entwicklungen etc einschätzen, ob das nun gut war oder nicht...

Läuftnix 12.11.2012 12:24

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 830988)
Dazu kommt dann noch, dass die Freizeitsportprofessionalisierung in meinen Augen stark zunimmt. Basistraining kann ja zu nix taugen. Da müssen Anfänger und Einsteiger dringend schauen, was die Profis trainieren, nutzen und machen. Es gibt keinen langsamen Entwicklungsprozess mehr. Da gibts ab Start 100% des Rundumprogramms, aber das in einem Zustand, wo noch nichtmal das Basisprogramm "rund läuft" und problemlos und stabil funktioniert.

Insbesondere, wenn es gerade nicht nur um Trainingsaufbau, sondern um eigentlich begleitende Maßnahmen geht. Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.

Du beschreibst hier sehr gut den Zustand, dem ein Anfänger gegenübersteht, wenn er sich heute mit Triathlon beschäftigt. Es liegt aber vielleicht auch daran, dass Triathlon sich gegenüber anderen Sportarten immer einen besonderen Wettkampfcharakter hat. Hier geht es immer um die Optimierung des Selbst und oft nicht um das Genießen der einzelnen Tätigkeit. Die meisten Anfänger kommen gar nicht dazu, sich mal einen Tag auf Rad zu setzen und eine schöne lange Ausfahrt zu genießen, weil sie eben nicht im Trainingsplan steht. Um in deinem Bild zu bleiben, Fußballer gehen halt auch mit den Jungs am Nachmittag kicken, weil es Spass macht. Für Triathleten ist das oft anders Training ist Training und nicht Genuß. Hier kommt dann ein Punkt dazu, der dem von dir angesprochenen fehlendem Basisprogramm entgegensteht: Einfaches Training ist nicht technisiert genug und kann deshalb nicht der Optimierung beitragen.


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