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Um "früher war alles besser" geht's doch gar nicht.
Es war anders, auch deshalb, weil die Voraussetzungen nicht gegeben waren. Den Puls kannste halt nur im Stehen messen, indem Du 15 sek die Pulsschläge an der Halsschlagader zählst und mit 4 multiplizierst, wenn es keine Pulsuhren gibt. Ohne GPS gibt's keine Laufstrecken, außer auf der Bahn oder vermessenen Strecken. Und ohne sportwissenschaftliche Erkenntnisse gabs halt nur "Gefühl", Erfahrung und "Was nicht tötet macht uns härter". Alles nicht "besser" als heute. Aber vielleicht mit weniger Ablenkungsmöglichkeiten. Und mir kommt - sorry, alter Sack hin oder her - es so vor, als ließen sich einige ganz gehörig ablenken. Natürlich "bringt" ne exakte Pulszahl, ein Wattmeßgerät oder sonst was einiges. Nur für wen? Es ist eben alles andere als entscheidend um von 59 auf 54 oder 49 min zu kommen. Das kommt mir so vor, als hätte ich - um mal ne juristische Parallele zu ziehen - eine Verpflichtung von 1000 EUR und Nebenkosten von 40 EUR und ich diskutiere drüber, ob das nun 37,50 oder 41,23 sind. Die Frage ist doch, wie ob die Gegenseite damit einverstanden ist, dass ich 800 EUR zahle und die ganze Chose damit erledigt ist. So eben auch mit den Zeiten: Auf 49 min kommt man einfach mit Laufen (oder jedenfalls die meisten, mal ganz vorsichtig, und bei den Männern). Dass jemand anders vorgehen muß, der unter 40 laufen will, ist klar und wird von den meisten alten Säcken ja nicht bestritten. Klar, der eine sagt, das fängt ab 45 min an, der andere meint, "jeder junge Mann muß von Haus aus unter 35 laufen". ;) Zu Threads à la "soll ich die 1000er in 3:38 mit lohnender Pause oder in 3:45 mit 200 Trabpause laufen schreib ich nix. Ist der Threadersteller in nem Bereich, in dem das wirklich ne Rolle spielt, ist das nicht mehr meine Liga. Bei den anderen schreib ich höchstens ein mal, das das 'n "Nebenkriegsschauplatz" ist, wenn ich den Eindruck habe, der TE verzettelt sich. Nutzt aber meistens nix. Da wird diskutiert, ob der Carbon-Vorbau vielleicht besser ist von Leuten, die keine 150 km am Stück fahren können. Ist jetzt etwas übertrieben, aber es ist wohl klar, was ich meine. In nem Thread aber, in dem es darum geht, ob die tatsächliche oder gemachte Komplexität den Blick auf's wesentliche verstellt (und so hab ich den TE verstanden), kann man dazu denke ich öfter was sagen, ohne auf die "früher war alles besser Schiene" zu geraten. |
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Aber das diese Professionalisierung bzw. die Beschäftigung der von dir genannten Gruppen mit dem Sport dazu führen muss, dass der Breitensportler sich in Planung und Training dem bedient, was im und für den Hochleistungssport entwickelt wird und wurde, dass bezweifle ich. Und das obendrein auch noch, obwohl nicht mal ansatzweise die Hausaufgaben für die Basics gemacht wurden bzw. die Ergebnisse soweit von der Notwendigkeit eines ausgeklügelten Trainings entfernt sind wie die Erde vom Mars. Oder wie siehst Du die o.g. Sache mit den 8*(20/20)? Ich finde auch nicht, dass früher alles besser war. Im Gegenteil: Ich bin sogar der Meinung, dass "früher" (wann auch immer das war) praktisch nahezu nichts besser war. |
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Bevor Arne wieder "einschreitet" zitiere ich mich selbst :Lachen2:
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Die Frage ist: Warum soll ich mich damit auseinandersetzen, wenn ich irgendwo um die 53min@10 (Zahlen willkürlich gewählt) rumkrebse? Mir ist ein Satz von unserem duderino in Erinnerung, der ungefähr so ging: "Wer nicht unter 45min@10k läuft hat ein Problem mit der Grundlagenausdauer." Und das kriege ich auch ohne Daniels Runningformula hin. Auch als alter Athlet. |
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Leistung bringen beginnt im Kopf. Wenn jemand dafür nun meint ein Wattmessgerät zu benötigen, dann soll er doch. Leistung muss in unserem Spaßsportbereich eben immer an den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten gemessen werden. Diese Jammereien entstehen doch nur, wenn sich David mit Goliat vergleichen will. |
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So ne andere Faustformel ist: mach den Umfang in der Woche, den Du im Wettkampf vor hast. 3,5/192/33 km haben gereicht. Das ich auch Intervalle und TDL gelaufen, auch mal HIT, Schwimmtechniktraining gemacht habe (vergeblicherweise), ist klar, nur für's finishen war das alles völlig egal. Da reichen die o.g. 3 Sachen als Prinzipien. |
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Laß mich nicht hängen, Rhing, M55 |
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Aber du hast ja geschrieben, dass du den Leitsatz nur hinzufügen könntest. Ein weiteres Beispiel, was sich an Keko's Leitsatz anschließt: Der Marathon 5h Läufer, der sich den Greif CD geben will. Dieser Läufer braucht überhaupt gar keinen Plan, er muss einfach laufen gehen und zwar mehr als sonst. Einfacher geht's nicht. |
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Macht Euch locker. Solange keiner von Euch in der Nähe der Raelerts finnishen will (schlechte Tage der RB´s ausgenommen!!!) müsst Ihr Euch Gedanken machen :Cheese: |
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:Blumen: |
Ich bin gerade dabei die Weltherrschaft auf Slowtwitch zu uebernehmen. Ich versuch's mit oldschool Taktik: pure Gewalt.
Melde mich wieder, wenn ich es geschafft habe. Falls Ihr nicht mehr von mir hoert, hat es nicht geklappt. |
Ich habe gerade diesen Yahoo Bericht entdeckt, wonach ein wenig Sport das Leben verlängert. Darin steht zB
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http://de.lifestyle.yahoo.com/blogs/...161018571.html |
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Vor 20 Jahren gabs bspw. den Druck, den Leistungszwang und den Stress im Berufsleben nicht so, wie er heute vorherrscht. Da bekam man als Uni-Absolvent auch noch einfach so einen unbefristeten Vertrag, wobei die großen Firmen zum Teil an den Unis waren, um direkt die Arbeitverträge an guten Leute "zu verteilen". Davon können die heutigen Studenten doch nur träumen. Die werden der Generation Praktikum zugerechnet. Die können froh sein, wenn sie sich eben nicht von einem Projektvertag zum nächsten Praktikumsplatz durchhangeln müssen, sondern gleich zumindest einen befristeten Vertrag für z.B. 3 Jahre bekommen. Und das ist im Vergleich zum Sport ein wichtiger Bereich im Leben. Da gehts um die Existenz. Da gehts darum, ob ich mir eine Familie leisten kann, ein Haus; da gehts darum, ob ich eine gesicherte Zukunft habe. |
OT:
@Megalodon: Ich bezog das auf den (Breiten-/Hobby)sport. Aber selbst was das Soziale anbelangt - und ich sehe genau was du meinst und du hast im Detail durchaus recht - sehe ich unter'm Strich eine Verbesserung zu vor 20 Jahren. Auch im Bereich des Arbeitslebens - ich war ja damals auch schon dabei. ;) Diese Diskussion ist aber ein eigener Thread, oder? |
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... the Pinky, the Pinky and the brain brain brain brain... Sag Bescheid, wenn es so weit ist. |
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Mein erstes Rennrad, das ich mir damals von meinem ersten erarbeiteten Geld als Schüler gekauft habe, hatte einen Stahlrahmen, Körbchen-Pedale und eine Campa-Rahmenschaltung. War das modern? Ja klar! Zu der Zeit war das ein moderner, heißer Renner. Das war eben das, was so oder so ähnlich in den Läden stand. War das unkompliziert, besser oder schlechter als das heutige Material? Auf jeden Fall war es mit 1550 DM schweineteuer, nicht nur für mich, der sein über mehrere Jahre mühsam Erspartes und Erarbeitetes opfern musste. War es besser? Da kann ich nur lachen. Verglichen mit STI ist so eine Rahmenschaltung einfach nur Murks. Und Körbchen anstatt Klicks sind auch nur als Schrott zu bezeichnen. Mich wunderts eigentlich, dass ich vor Kurzem ein ähnliches Rad in der Bucht für 500 (!!) Euro habe weggehen sehen... Und das Training? Komplizierter, einfacher ? Weder noch. Es war genau gleich wie heute. Mit unterschiedlicher Dauer unterschiedliche Strecken fahren (flach, wellig, Alpen). Interessanterweise hat man damit automatisch all das, was heute modern ist, gemacht (zumindest, wenn man da wohnt wo ich wohne bzw. aufgewachsen bin). Und das Nebenmaterial? Es gibt nur einen Unterschied: Vor 30 Jahren hatte ich noch keine Pulsuhr. Dieses Ding WAR für mich wichtig, weil es mir beim Alterungsprozess enorm dabei geholfen hat, meine neuen Trainingsbereiche kennen zu lernen. Heute brauche ich das Ding nicht mehr. Beim Nebenmaterial und Nebentraining (einbeiniges Rückwärtshüpfen ;) :Cheese: ), gibts heute durchaus Auswüchse, die einem den Blick aufs Wesentliche versperren können. Aber kompliziert sind sie deswegen nicht. Und sie verkomplizieren die Sache auch nicht, wenn man fokusiert bleibt. Laufen an sich ist halt doch wichtiger als irgendein Lauf ABC. Es gibt nur eine Ausnahme: Schwimmtraining. Da bringt Techniktraining fast immer mehr als das reine Bahnen Schwimmen. Das sind 2000m am Stück fast schon das Nebentraining. |
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Ansonsten versteh ich Dein Posting nicht so recht. Wie ich geschrieben habe, "Spaß an der Freud" ausdrücken durch Equipment? Zitat:
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Und was das Ganze mit "früher war alles besser" zu tun hat, versteh ich auch nicht. |
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FYP Du bist mein bester Freund :Liebe: :Blumen: |
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Haben andere schon versucht... |
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Bei mir steht Lauf-ABC regelmäßig auf dem Plan, einfach weil ich nach einem Verletzungsjahr wo ich es eher unfreiwillig längere Zeit gemacht habe gemerkt habe wie deutlich mich Techniktrainig auch beim Laufen weiterbringt :Huhu: Abgesehen davon kenne ich eh kaum Trias die gescheites Techniktraining im Wasser machen. Da werden die immer gleichen 3 Übungen möglichst schnell runtergeprügelt. |
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Vorher war ich praktisch ununterbrochen verletzt (meist Sprunggelenke, Fußstabilität, überdehnte Bänder...). |
Der Typ hier hat Muskelkater vom Training: http://www.triathlon-szene.de/forum/...ad.php?t=25898
Sowas soll bekanntlich vorkommen. Allein die Frage finde ich ja schon ... Nagano. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber: Seit x Seiten wird da nun irgend ein Ding von Vitaminmangel gelabert. Meine Güte - wo bin ich hingeraten. Das ist doch nicht normal, oder? :Nee: :( |
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Ich hab auch Muskelkater vom Schwimmtraining.
Eigentlich wollte ich einen neuen Thread aufmachen und nachfragen. Jetzt trau ich aber nicht mehr. :( |
Mach halt ne FB Gruppe auf für Leute mit old-school Muskelkater nach Training. ;)
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Fisch und Öl ist aber ein gutes Stichwort, ich muss mal in die Küche, bis gleich ... |
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Vielleicht ist es auch einfach ein ganz anderes Problem. Zwei Situationsbeschreibungen:
Früher (zur guten alten Zeit :Cheese: ) ist man in der Schule vielleicht schnell gelaufen oder hat neben dem Fußballtraining etwas "Kondi" gebolzt nebenbei und kam gut voran. Dann kam man vielleicht in einen Verein, ist erstmal in der "Anfängergruppe" unterwegs gewesen, hat sich in der Vereins- und Trainerhirachie langsam "hochgearbeitet" und je schneller man wurde, desto mehr lernte man kennen, desto spezieller wurde das Training, desto mehr Austausch fand statt und so weiter und sofort. Heute ist es anders. Da weiß quasi jeder Anfänger wenn er sich damit beschäftigt bereits vor der ersten Trainingseinheit schon mehr über bestimmte Dinge als die Leute aus Beschreibung 1 nach 10 Jahren. Problem dabei: Sie haben kein Gefühl dafür und können es auch nicht einordnen. Geschweige denn, dass ihnen jemand in diesem undurchdringbaren Dickicht aus Informationen die Dinge weiter erklärt, die Sinn ergeben wenn man sie zusammenwirft und welche nicht. Dazu kommt dann noch, dass die Freizeitsportprofessionalisierung in meinen Augen stark zunimmt. Basistraining kann ja zu nix taugen. Da müssen Anfänger und Einsteiger dringend schauen, was die Profis trainieren, nutzen und machen. Es gibt keinen langsamen Entwicklungsprozess mehr. Da gibts ab Start 100% des Rundumprogramms, aber das in einem Zustand, wo noch nichtmal das Basisprogramm "rund läuft" und problemlos und stabil funktioniert. Insbesondere, wenn es gerade nicht nur um Trainingsaufbau, sondern um eigentlich begleitende Maßnahmen geht. Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst. |
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Da fehlt den meisten die Geduld für ein kontinuierliches Aufbautraining. Wenns nicht klappt, geht man zum nächsten oder "schummelt". Die Geduld fehlte mir am Anfang auch muss ich ehrlich zugeben. Inzwischen sehe ich es gelassen, denn niemand außer mir selbst kann meine Zeiten, Entwicklungen etc einschätzen, ob das nun gut war oder nicht... |
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