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Jahangir 13.10.2009 20:59

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 291311)
Doch, jeder age group sieger ist dabei. (muss aber soweit ich weiß das Startgeld zahlen)

Und Top 15 war bis vor etwa 5 Jahren. Damals mussten die den slot auch noch nicht validieren.

FuXX

Wenn du mich fragst, brauchen die Pros eine Art Gewerkschaft. Da wird einer 11. auf Hawaii, bekommt der überhaupt noch Kohle? Die Anforderungen an die Profis steigen jedes Jahr. Irgendwelche Lizenzen, weniger Qualiplätze auf Hawaii ständig mehr Konkurrenz etc.
Das Mindeste wäre jedem offiziell qualifizierten Pro eigentlich die Anreise und das Hotel zu bezahlen. Das Preisgeld ist doch abgesehen vom Sieger auch ein Witz. Vergleicht man das mit der Kurzdistanz, dann sind die Langdistanzprofis völlig unterbezahlt. Von Tennis oder anderen Sportarten reden wir natürlich nicht.

Kurt, du beklagst doch immer, dass die DTU einseitig die Kurzdistanz fördert. Was macht eigentlich die WTC für die Langdistanzprofis? Der Sieger in Regensburg bekommt 8.000,00 $. Das ist weniger als sein Rad wert ist;)

Danksta 13.10.2009 21:11

Es wird nie eine Pro-Gewerkschaft geben, da sich immer Deppen finden werden, die für 8000€ einen Job draus machen.
Ist ein blödes Abhängigkeitsverhältnis, bei dem die Profis den viiiiel kürzeren ziehen. Ein Quasi-Monopol auf der einen Seite, eine breite Masse unstrukturierter Hanseln mit vll 15 richtigen Profis auf der anderen.

Das Preisgeld in Neuseeland ist das gleiche wie vor 10 Jahren, die 110.000$ für den Hawaiisieger ein Witz.

FuXX 13.10.2009 21:13

Gegen ne Gewerkschaft ist nichts einzuwenden, aber das müssen die Pros unter sich ausmachen. Die haben ja sicher gute Hebel - können ja einfach mal nicht nach Kona kommen, mal gucken was NBC und die Sponsoren dann sagen.

Im Moment kommen die aber ja einfach so, in der Hoffnung auf Ruhm, Ehre und Preisgeld sowie Unterstützung durch Sponsoren. Da müsste die WTC doch schon blöd sein Antrittsgelder zu zahlen.

Und wenn irgendwas marktwirtschaftlich ist, dann ist es Profisport (ironischerweise nicht in den USA, die Profiligen dort betreiben ja schon fast Sozialismus - und auf der anderen Seite erklären die Republikaner Obama wegen der Gesundheitsreform zum Kommunisten - das Land soll mal einer verstehen...). Und IMHO ist das auch gut so. Wir haben wahrlich grössere Probleme als die fehlende Alimentierung erfolgloser Profisportler.

FuXX

@Danksta: Alle anderen Sportarten haben sowas, warum soll es sowas im Triathlon nicht geben. Im Moment sind aber wohl alle mit den Bedingungen einverstanden, sonst würde sich was tun. Eine Art Vereinigung gibt es ja auch schon. Frag mal bei der NBA, NFL, NHL und MLB an, ob es ne Spielergewerkschaft gibt und ob die Macht hat ;)

Jahangir 13.10.2009 21:15

Das sind keine 8.000 €, sondern Dollar. Umgerechnet circa 5.400 €. Krass!

Jahangir 13.10.2009 21:20

Mitte der Achtziger gab es ein großes Konkurrenzverhältnis zwischen Hawaii und Nizza. in einem Jahr sind die amerikanischen top Profis nicht auf Hawaii, sondern in Nizza gestartet. diese Profis waren als Gruppe aber homogener und haben versucht ihre Rechte durchzusetzen. Anschließend wurde auf Hawaii das Preisgeld erhöht und ein offizieller Materialwagen auf der Radstrecke gestellt.

FuXX 13.10.2009 21:24

Kann man sich doch gut das Studium mit finanzieren ;)

Sorry, aber mit Profis braucht man kein Mitleid haben, das wollen die glaub ich auch gar nicht. Wer Triathlet wird, der weiß, dass er da höchstwahrscheinlich nie reich mit wird. Zumindest sollte er es wissen - und wenn nicht, dann gehört er für seine Dummheit bestraft.

Wer mit Sport Geld verdienen will, der muss sich die entsprechende Sportart suchen, oder in seiner Sportart versuchen die Verhältnisse zu ändern. Der marktwirtschaftliche Preis richtet sich halt nicht nach Trainingsstunden, sondern danach was die erbrachten und zu erwartenden Leistungen anderen wert sind.

Zudem wird ein Hawaii Sieger sicher ein bisschen Geld mit nach Hause tragen, es ist also nicht unmöglich. Und die olympischen Spiele, Weltmeisterschaften und Lifetime Fitness sind ja auch noch da.

FuXX

FuXX 13.10.2009 21:28

Zitat:

Zitat von Jahangir (Beitrag 291369)
Mitte der Achtziger gab es ein großes Konkurrenzverhältnis zwischen Hawaii und Nizza. in einem Jahr sind die amerikanischen top Profis nicht auf Hawaii, sondern in Nizza gestartet. diese Profis waren als Gruppe aber homogener und haben versucht ihre Rechte durchzusetzen. Anschließend wurde auf Hawaii das Preisgeld erhöht und ein offizieller Materialwagen auf der Radstrecke gestellt.

Wer hat denn in dem Jahr gewonnen? Tinley, 1985? Oder Molina 88? Scott war ja dann vermutlich in Nizza.

Auf jeden Fall gab's Streikbrecher. Wenn die aber wirklich zusammenhalten, wird sich die WTC auch bewegen, zumindest soweit sie es verschmerzen kann.

FuXX

Jahangir 13.10.2009 21:57

Das muss das Jahr 1985 gewesen sein. 1988 war Marc Allen auf Hawaii am Start. Gewonnen hat Tinley.


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