![]() |
Zitat:
Wie oft habe ich während meiner Berufszeit ambulante Kinder- / Jugendlichentherapieplätze für Kinder u. Jugendliche gesucht, die dann viel zu lange Wartezeiten hatten. Die Psychotherapie-Kassen-Niederlassungen sind doch von der Kasse limitiert und ausgebildete Psychotherapeuten müssen bestehende Praxen übernehmen bzw. kaufen, wenn sie eine Kassenzulassung wollen. Für ambulante Psychotherapie geben die Kassen nur ca. 1,5 % ihres Budget aus. Typische Sündenbock Diskussion.... Ich kann aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen (Psychologischer Psychotherapeut) Anthracis Darstellung nur unterstützen und was Berlin betriftt, wurde in den letzten 30 Jahren im Bereich der gesetzlichen Hilfen zur Erziehung nach dem Jugendhilfegesetz (schliesst therapeutische Hilfen für Kinder / Jugendliche ein ) ca. 50 % gekürzt. |
Zitat:
Für Psychotherapien auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen müssen Anträge gestellt werden. Vor allem für längere Therapien sind diese sehr umfangreich und aufwändig ( qbz kann da ggf. ein Lied von singen…)auf jeden Fall muss eine genaue Diagnose gestellt werden und dann mit hohen formalen Anforderungen ein genauer Bericht für einen medizinischen Gutachter verfasst werden, der Störungsmodell und Therapieansätze sowie Prognose ect. beeinhaltet. Der Gutachter entscheidet dann, ob und wieviel. Bei Kurzzeittherapien ( bis 12h) ist der Aufwand geringer, aber auch da muss stringend die psychische Erkrankung, die Art der Störung und der Lösungsansatz dargestellt werden. Hecken hat seine „missverständliche“ Bemerkung folgendermaßen relativiert Zitat:
Niemand bekommt in Deutschland eine Psychotherapie, nur weil er gelegentliche Schlafstörungen hat. Das ist einfach populistischer Bullshit. Die realen Versorgungsprobleme sind - zu lange Wartezeiten auf Psychotherapien - zu wenig Therapieplätze für Schwerstkranke - immer noch durch zu wenig Wissen und zu viel Stigma keine oder zu späte Behandlung Heckens Bemerkung lenkt entweder von diesen Problemen ab oder fördert sie dadurch sogar. Aber das tut er seit 2012, seit er im Amt ist und daran werde ich nix ändern. Insofern gönne ich mir jetzt auch ein ( kühles :Cheese:) Bier. :Prost: |
Na dann prost! :Prost:
Die ganzen hohen Einstiegshürden und ewigen Wartezeiten sind doch meiner Meinung nach die Auswirkung, dass zu viele Bagatell-Fälle in Therapie sind. Oder wollen 50% der Gesellschaft Therapeuten haben, die die anderen 50% als Patienten hat? Wobei ich auch Psychologen kennengelernt habe, die stark behandlungsbedürftig waren. Einige scheinen es studiert zu haben, um sich selbst zu therapieren. |
Zitat:
Übrigens für Privatpatienten nicht besser. Einen Großteil der Therapie meiner Tochter habe ich tatsächlich privat bezahlt, weil die Kosten nicht übernommen wurden, und da sie jetzt 21 wird, fliegt sie aus der Jugendtherapie und wir finden keinen Arzt, der übernimmt. |
Zitat:
Man sollte unterscheiden zwischen Dipl. Psychologen u. Psychotherapeuten. Für letztere ist im Rahmen der Ausbildung immer auch, je nach Richtung, Selbsterfahrung bis Eigentherapie vorgesehen, um die eigene Person besser und tiefer kennen zu lernen. Ich finde es absurd und komplett ineffektiv, bei 1,5 % der Kassenausgaben einsparen zu wollen. |
Fehlzeiten durch Psychische Erkrankungen erzeugen jedenfalls enorme wirtschaftliche Kosten und nicht ohne Grund lehnen private Krankenversicherungen die Aufnahme ab, wenn du wegen Psyche in Behandlung warst. Die Kosten des einzelnen sind also enorm.
|
Zitat:
Du darfst den Experten wie QBZ und Antracis übrigens zutrauen, dass sie beurteilen können, ob jemand durch ein Saufgelage geheilt werden könnte. |
Zitat:
|
An alle Drama Queens hier: Depressionen führen weder häufig zu Suizid noch zu Amokläufen. Da gibt es ein ganz grosses Spektrum und solche Extremfälle sind absolute Ausnahmen.
|
Zitat:
"Die häufigste psychische Erkrankung, die zu Suizidverhalten beiträgt, ist Depression. Depression, einschließlich der Depressionen im Rahmen einer bipolaren Störung ist für mehr als 50 Prozent der Suizidversuche verantwortlich und in noch höherem Maße für vollendete Suizide." Erklärt aufgrund von Studien Google. |
ChatGPT mit Referenz auf Psychology Today:
Zitat:
PS: qbz, deine und meine Aussage widersprechen sich nicht, wenigstens teilweise: Kann natürlich sein, dass Depressionen zu den häufigsten Suiziden führt. Das sind aber zwei paar Radschuh. |
2024 haben sich in Deutschland mindestens 10372 Menschen suizidiert.(+ Dunkelziffer) Die Zahlen steigen (wieder), aber es waren in den letzten 10 Jahren immer mindestens um die 9000 Menschen.
Das sind knapp 30 Suizide am Tag bzw. stündlich stirbt so ein Mensch in Deutschland. Die meisten haben nach gängiger Forschungsmeinung eine psychische Erkrankung und die Depression ist, wie qbz schon schrieb, die bedeutsamste davon bezüglich der Mortalität. Zur Relation. 2024 gab es in Deutschland 2770 Verkehrstote, dass ist weniger als ein Drittel dieser Menge. Da darf man als Gesellschaft in Sachen Prävention schon was investieren. |
Ohne Frage. Aber die behandeln, die es wirklich brauchen.
|
Zitat:
|
Zitat:
![]() Rechnung hat der Arbeitskollege beglichen, feiner Zug ... :) ... sonst hätte ich sie bei der Krankenkasse eingereicht ... ;) |
Zitat:
Und was hast das mit dem Stromausfall in Berlin zu tun? War der Attentäter auch depressiv und deshalb die Stromleitung beschädigt? |
Frag qbz, das ist sein Thema.
|
Zitat:
|
Zitat:
|
Zitat:
----------------------- Nachtrag, 13:26, da Adept seinen Beitrag um den nachfolgenden Satz ergänzt hat: Zitat:
|
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:13 Uhr. |
Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.