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longtrousers 21.10.2015 20:16

Blöd bei der Periodisierung und Planung ist immer wieder wenn es über den Haufen geworfen wird.
SCHEISSE, kann schon eine Woche nicht trainieren wegen eines blöden Infekts:Kotz: . Das Einzige was ich zur Zeit für Triathlon mache, ist hier ins Forum reinglotzen.

Einen Vorteil hat es: ich brauch mich zur Zeit keine Sorgen machen um zuviel Laktat oder zu früher Form:Cheese:

rundeer 21.10.2015 21:15

Zitat:

Zitat von longtrousers (Beitrag 1175924)

Einen Vorteil hat es: ich brauch mich zur Zeit keine Sorgen machen um zuviel Laktat oder zu früher Form:Cheese:

Genau, immer positiv denken. Mein Körper ist nun schon ein paar Wochen nicht trainierbar. Immerhin kann ich jetzt mal Trainingswissenschaft aufarbeiten. Gute Besserung. :Blumen:

Lehmann90SL 21.10.2015 21:56

Hey ich habe auch mal eine Frage zur Periodisierung des Radtrainings: Gerade hab' ich mir den ersten Teil des 5-Wochen Power Plans angeschaut.

Arne sagt ja, dass das für den Winter angesetzt ist. Aber so richtig n Zeitpunkt konnte ich nicht hören... Wann sollte oder kann man das denn starten? Was meint ihr?

Bei mir geht jetzt 10 Wochen PREP los bis Silvester halt. Also z.B. jetzt einzelne Rolleneinheiten mit Bilats und 10-Sek-Sprints und dann ab Ende November das Programm starten, wenn die Power schpn bisl aufgebaut ist?

Thx für feedback;)

ThomasG 21.10.2015 22:40

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175845)
Interessant in diesem Zusammenhang, dass die relative VO2max/kg angegeben wird. Die Hitgruppe erzielte nach Angaben im Artikel eine ziemliche Gewichtsreduktion, die anderen Gruppe nicht. Das dürfte die relative VO2max durchaus mit beeinflussen. ;-)

Zitat:

Zitat von loriot (Beitrag 1175889)
Im Vergleich zum Umfang des polarisierten Trainings mit 11,5h pro Woche ist die Umfangsbetonte Variante mit 11,3h pro Woche relativ umfangsarm. Zusammen mit der ausgesprochen erholsamen Ruhewoche reicht meiner Meinung nach die Intensität nicht mehr für einen wirksamen Trainingsreiz aus. Als Referenz würde ich beim HVT Lydiards Vorgaben nehmen, die bei vergleichbaren Belastungswochen auf Regenerationswochen verzichten.
Beim HIIT wiederum empfinde ich die Erholungswoche vergleichsweise heftig. Dazu kann ich den kompletten Verzicht auf lange ruhige Einheiten beim THR nicht einordnen.

Tja - da könnte man schon auf die Idee kommen, dass die Studie so angelegt worden sein könnte bzw. die Daten so ausgewertet, dass am Ende genau die Trainingsmethode ganz oben steht, die man sich da wünscht!

Adept 21.10.2015 23:45

Laut Text gelten die Aussagen nur für Langdistanzen, die unter der Schwelle bestritten werden.

Alle meine ambitionierten Triathlonwettkämpfe (bis 70.3) habe ich an der Schwelle, am Schluss auch drüber absolviert. Da spielt die Schwellenleistung eine entscheidende Rolle. Und diese Leistung wird ja durch das (polarisierte) VO2MAX-Training erhöht, siehe Studie oben.

ThomasG 22.10.2015 05:50

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1175967)
Laut Text gelten die Aussagen nur für Langdistanzen, die unter der Schwelle bestritten werden.

Alle meine ambitionierten Triathlonwettkämpfe (bis 70.3) habe ich an der Schwelle, am Schluss auch drüber absolviert. Da spielt die Schwellenleistung eine entscheidende Rolle. Und diese Leistung wird ja durch das (polarisierte) VO2MAX-Training erhöht, siehe Studie oben.

Sehr häufig (zumindest früher) wird ja in der Literatur die Schwellenleistung (anaerobe-aerobe Schwelle) gleichgesetzt mit der maximal möglichen Stundenleistung (sozusagen optimal austrainiert und bei optimaler Wettkampfgestaltung also gleichmäßiger Intensität). Zumindest gilt das für Laufen und Radfahren. Zwar ist es schon denkbar, dass es Phasen geben kann in einem Wettkampf, bei dem man sowohl für den Lauf- als auch den Radpart deutlich länger als eine Stunde braucht, aber dann dürften in diesen Phasen die Intensitäten normalerweise überzogen sein und zu einer Verschlechterung des Gesamtergebnisses führen. Einzelne Ausnahmen mag es geben (extreme Anstiege auf dem Rad, wo man sonst absteigen müsste oder danach eine relativ lange Abfahrt kommt, in der man sich körperlich sehr gut erholen kann, ohne dass darunter das Tempo leidet). Es ist nicht so, dass beispielsweise eine bestimmte Pulsfrequenz als Maker geeignet ist in jeder Situation zur Beurteilung oder Abschätzung der Intensität relativ zur (rel.) VO2max. oder eben relativ zur Schwellenleistung. Im Falle von Flüssigkeitsverlusten während der Belastung steigt nämlich z.B. der Belastungspuls bei gleichbleibender Leistung an.

captain hook 22.10.2015 10:54

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1175967)
Alle meine ambitionierten Triathlonwettkämpfe (bis 70.3) habe ich an der Schwelle, am Schluss auch drüber absolviert. Da spielt die Schwellenleistung eine entscheidende Rolle. Und diese Leistung wird ja durch das (polarisierte) VO2MAX-Training erhöht, siehe Studie oben.

Du kannst länger als 2h an oder über der Schwelle performen? Das dürfte schon per Definition quasi unmöglich sein.

Aber nochmal. Es ist gegen VO2max Einheiten speziell für die schnellen Disziplinen überhaupt nix auszusetzen. Aber alles zu seiner Zeit. Und jeder Trainingsinhalt hat halt so seinen Platz im Jahresaufbau. Wenn Du in der VP1 schon VO2max machst, wann machst Du dann Schnelligkeit und Kraft?

deirflu 22.10.2015 11:02

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1176009)
Wenn Du in der VP1 schon VO2max machst, wann machst Du dann Schnelligkeit und Kraft?

Und vor allem, wie willst du dann wenn die A Wettkämpfe kommen deine Form noch einmal steigern?

Wonderboy 22.10.2015 11:22

Lasst uns versuchen, das bisher gelernte kurz zusammenfassen. Ich möchte jetzt nur auf das Radtraining eingehen - hierzu wurde der Thread ja ursprünglich erstellt.

VP1 - 8 Wochen (3:1 Rhythmus)
Ziel: Grundlagentraining, Schnelligkeit, Kraft
Einheiten:
- lange GA1 Einheiten (als Ergänzung kurze Sprints und Techniktraining (einbeiniges Fahren) einbauen)
- Sprinttraining auf der Rolle (z.B. 10x8´´Sprints)
- Krafttraining: hierzu zähle ich Core-Training, Training mit Eigengewicht und mit Zusatzgewichten


VP2 - 8 Wochen (3:1 Rhythmus)
Ziel: Grundlagentraining, VO2max, Kraftausdauer
Einheiten:
- lange GA1 Einheiten (als Ergänzung kurze Sprints und Techniktraining (einbeiniges Fahren) einbauen)
- HIIT
- K3 Training

Spezialphase - 10 Wochen (3:1 Rhythmus)
Ziel: Spezialisierung auf das eigentliche Ziel
Einheiten:
- weiterhin lange GA1 Einheiten
- Intervalle an der Schwelle

Tapering- 2 Wochen
Umfänge reduzieren, Spannung halten, Regenerieren

Kann man das so stehen lassen?

captain hook 22.10.2015 11:28

Man könnte zu den Intervallen noch die Pausenzeiten ergänzen.

VP1: lange Pause bis zur vollständigen Wiederherstellung.

VP2: extensive Ausführung. Also: Pause deutlich länger als Belastung

Special: intensive Ausführung. Pause = Belastungdauer bzw. sogar kürzer.

In der VP2 würde ich die GA bereits um GA2 Anteile ergänzen. Wer da mit der Begrifflichkeit durcheinander kommt: VP1 eher unterer bis mittlerer GA Bereich, VP2 vermehrt auch schon mal Belastungen die etwas höher gehen.

Klugschnacker 22.10.2015 11:41

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1176013)
Und vor allem, wie willst du dann wenn die A Wettkämpfe kommen deine Form noch einmal steigern?

Indem die Reize zunehmend spezifischer werden. VO2max-Intervalle sind für die meisten Triathleten eher unspezifische Reize. Deshalb kann man sie gut über den Winter und bis BASE 2 einsetzen.

Danach verschiebt sich der Schwerpunkt hin zum eigentlichen Wettkampftempo. Aus den VO2max-Intervallen werden zum Beispiel Tempodauerläufe (Kurzstreckler) oder Tempowechselläufe (Langstreckler).

Anyway, viele Wege führen ans Ziel. :Blumen:

longtrousers 22.10.2015 12:04

Zitat:

Zitat von rundeer (Beitrag 1175931)
Genau, immer positiv denken. Mein Körper ist nun schon ein paar Wochen nicht trainierbar. Immerhin kann ich jetzt mal Trainingswissenschaft aufarbeiten. Gute Besserung. :Blumen:

Danke wünsche dir auch gute Besserung.

Adept 22.10.2015 14:13

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1175978)
Sehr häufig (zumindest früher) wird ja in der Literatur die Schwellenleistung (anaerobe-aerobe Schwelle) gleichgesetzt mit der maximal möglichen Stundenleistung (sozusagen optimal austrainiert und bei optimaler Wettkampfgestaltung also gleichmäßiger Intensität). Zumindest gilt das für Laufen und Radfahren. Zwar ist es schon denkbar, dass es Phasen geben kann in einem Wettkampf, bei dem man sowohl für den Lauf- als auch den Radpart deutlich länger als eine Stunde braucht, aber dann dürften in diesen Phasen die Intensitäten normalerweise überzogen sein und zu einer Verschlechterung des Gesamtergebnisses führen. Einzelne Ausnahmen mag es geben (extreme Anstiege auf dem Rad, wo man sonst absteigen müsste oder danach eine relativ lange Abfahrt kommt, in der man sich körperlich sehr gut erholen kann, ohne dass darunter das Tempo leidet). Es ist nicht so, dass beispielsweise eine bestimmte Pulsfrequenz als Maker geeignet ist in jeder Situation zur Beurteilung oder Abschätzung der Intensität relativ zur (rel.) VO2max. oder eben relativ zur Schwellenleistung. Im Falle von Flüssigkeitsverlusten während der Belastung steigt nämlich z.B. der Belastungspuls bei gleichbleibender Leistung an.

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1176009)
Du kannst länger als 2h an oder über der Schwelle performen? Das dürfte schon per Definition quasi unmöglich sein.

Aber nochmal. Es ist gegen VO2max Einheiten speziell für die schnellen Disziplinen überhaupt nix auszusetzen. Aber alles zu seiner Zeit. Und jeder Trainingsinhalt hat halt so seinen Platz im Jahresaufbau. Wenn Du in der VP1 schon VO2max machst, wann machst Du dann Schnelligkeit und Kraft?

Ich nutze eine andere Definition von Schwellenleistung. Die Schwellenleistung ist für mich nicht CP60, sondern CP. Dh. Die CP kann deutlich länger gehalten werden als die Stunde in CP60, da sich im Steady-State (Schwelle) kein Laktat aufbaut. Aber das ist in der Tat nicht das Haupt-Thema hier. Es ging ja um den Aufbau einer sinnvollen Periodisierung.

Meine Meinung ist, gleich am Anfang die Schwelle (egal welche Interpretation) zu erhöhen, um dann das nachgelagerte Training mit einer höheren Ausgangsbasis fortzusetzen. Die nachgelagerten Trainingseinheiten wären auf einem höheren Niveau, was zu einem besseren Traininigseffekt führt.

Es ist ein bisschen so wie man beim Krafttraining die Maximalkraft als Basis sieht für die Effizienz von Hypotrophie und Kraftausdauertraining. NICHT ABER INHALTLICH VERGLEICHBAR.

niksfiadi 22.10.2015 14:50

Wer von Euch kann mit Gewissheit behaupten, dass er/sie eine ökonomische und schnelle Lauftechnik hat, an der es nix mehr zu nörgeln und rumzubessern gibt? Wer kann das von seiner Schwimmtechnik behaupten? Wer von Euch ist davon überzeugt, in perfekter, aerodynamischer Position mit rundem Tritt am Rad zu hocken?

Keiner?

In welcher Phase gedenkt ihr das denn zu trainieren? Eure Bewegungen zu schulen? Diese in ihre einzelnen Bewegungsmuster zerteilen und optimieren? Endliche mal eine saubere Streckung in der Hüfte? Endlich mal so im Wasser liegen, dass ihr über eine schöne Rotation den unbändigen Druck eurer Arme auch zum Vortrieb nutzen könnt? Wann seit ihr endlich beweglich genug, um eine richtig aerodynamische Position zu fahren?

Leute. Ihr seht vor lauter Bäumen den Wald nicht. Jeglichem Ausdauertraining, egal ob traditionell, hybrid oder verkehrt periodisiert, muss vernünftigerweise eine Phase vorausgehen, in der man seine Fertigkeiten verbessert.

Erst dann gehts an die Fähigkeiten.

Die Fertigkeiten lassen sich halt am besten gut erholt trainieren oder eben nicht durch klassisches Ausdauertraining. Die Sitzposition am Rad wird nicht besser, nur weil man im Winter Intervalle kloppt oder halt stundenlang GA1 auf der Rolle fährt. Die wird besser durch Arbeit an der Beweglichkeit, an der Beckenposition, durch Rumpfstabilisierung. Die Wasserlage wird nicht besser, nur weil man stundenlang mit seiner schlechten Wasserlage Furchen ins Becken zieht. Und die Hüftstreckung beim Laufen wird nicht besser, wenn man 4x1000m läuft oder ewig die selben Runden mit Schlappschritt runterjoggt.

Deswegen mein Vorschlag zur Periodisierung:

Fangt erst 16-12 Wochen (je nach Trainingserfahrung) mit einer ernsthaften Periodisierung an. Davor schärft den Blick auf eure Bewegungsausführung und dass ihr für diese Arbeit gut erholt seit. Den Fokus auf die Fertigkeiten. Denn die VO2max Intervalle in November haben einen Mikroeffekt auf eure Leistung auf der LD im Juli, eine schnelle Sitzposition am Rad aber macht schneller als der teuerste Trainingsplan der Welt.

Nik

deirflu 22.10.2015 14:54

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1176111)
....
Fangt erst 16-12 Wochen (je nach Trainingserfahrung) mit einer ernsthaften Periodisierung an. Davor schärft den Blick auf eure Bewegungsausführung und dass ihr für diese Arbeit gut erholt seit. Den Fokus auf die Fertigkeiten. Denn die VO2max Intervalle in November haben einen Mikroeffekt auf eure Leistung auf der LD im Juli, eine schnelle Sitzposition am Rad aber macht schneller als der teuerste Trainingsplan der Welt.

Nik

+1:Blumen:

ArminAtz 22.10.2015 14:54

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1176111)
Wer von Euch kann mit Gewissheit behaupten, dass ...

Du alter Spielverderber.

Bin voll bei dir :Cheese:

captain hook 22.10.2015 15:22

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1176111)
Wer von Euch kann mit Gewissheit behaupten, dass er/sie eine ökonomische und schnelle Lauftechnik hat (1), an der es nix mehr zu nörgeln und rumzubessern gibt? Wer kann das von seiner Schwimmtechnik behaupten? Wer von Euch ist davon überzeugt, in perfekter, aerodynamischer Position mit rundem Tritt am Rad zu hocken (2)?


zu1) hatte ich mal. Damals wurde aber trotzdem auch im Winter trainiert. Aber ganz sicher keine VO2max IVs. Schonmal nen richtigen Mittel-/Langstreckler gesehen, der 4x4min rennt? Ich nicht. Beonders nicht im Winter. Lauf ABC vor jeder Einheit. Sprungprogramme, Zirkeltraining (bis man auf der Weichbodenmatte keine 20cm mehr hochgesprungen ist), Schnelligkeitstraining, Hügelsprints und -Sprünge und GA. Ach so... und IVs. Ziemlich langsam (87% vom Leistungsziel), dafür mit abartigen Umfängen (40x500m). Richtung WK Saison wurden die immer schneller und dafür immer weniger (am Ende 15x500 bei 112% v. Leistungsziel)

zu2) sag ich Dir nach dem 12.11.

:Lachen2:

Ach so, das in der Mitte hat mich nie interessiert. :Lachanfall:

niksfiadi 22.10.2015 15:32

Captain du solltest dir eine Position einstellen lassen die theoretisch möglich wäre, wenn du an Dehnung und Rumpfkraft feilen tätest ;)

Nik

captain hook 22.10.2015 15:40

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1176134)
Captain du solltest dir eine Position einstellen lassen die theoretisch möglich wäre, wenn du an Dehnung und Rumpfkraft feilen tätest ;)

Nik

Das hab ich für die 10km letztens eh schon getan. Alle Spacer raus. Das ist so tief, dass ich nach vorne nurnoch schauen kann, wenn ich die Augen verdrehe. Gleichzeitig habe ich die Maße nach UCI nochmal überprüft und die Auflieger nochmal nen cm rausgezogen. Ich habe nicht das Ziel eine Behelfsposition justieren zu lassen, die auf meine Schwächen eingeht. Wenn welche festgestellt werden, müssen die weg.

An Dehnung und Rumpfkraft bin ich drann. Da ich ja keine VO2max IVs prügeln muss, kann ich mir ja Schmerzen in der Kraftkammer zufügen. Der erste Muskelkater ist schon fast wieder weg. Radkilometer diese Woche: ca. 40. Morgen die nächste Einheit mitm Eisen. Rückengymnastik zB auch mit Blackroll ist täglich gebucht (genauso wie so ekelige Balanceübungen auf einem Bein und so).

Ich erbitte weitere Vorschläge.

~anna~ 22.10.2015 15:48

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1176135)
Rückengymnastik zB auch mit Blackroll ist täglich gebucht (genauso wie so ekelige Balanceübungen auf einem Bein und so).

Wozu braucht man diese Balance-Sachen als Radfahrer? Nur so ne Frage; hab das nämlich seit ich nicht mehr laufe ohne schlechtes Gewissen weggelassen...

captain hook 22.10.2015 15:56

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1176142)
Wozu braucht man diese Balance-Sachen als Radfahrer? Nur so ne Frage; hab das nämlich seit ich nicht mehr laufe ohne schlechtes Gewissen weggelassen...

Weil sie der Stabilität insgesamt zuträglich sind und auch beim Radfahren eine gute Abstützung meiner Meinung nach nur von Vorteil sein kann. Irgendwo muss der Druck der aufs Pedal geht ja erzeugt und gegengehalten werden. Sonst würde man ja nicht das Pedal nach unten, sondern sich nach oben drücken. Außerdem taugen mir so Sachen wie einbeinige Kniebeugen und so ganz gut um ein Gefühl für den Druck zu bekommen. Schließlich tritt man beim radeln nicht wie bei einer "normalen" Kniebeuge beidbeinig. Man macht da insgesamt lustige Ausweichbewegungen. Ich war da ja mal zu so einer Biomechanikuntersuchung fürs Laufen damals, da wundert man sich ganz schön wie man da so rumeiert wenn man einbeinig irgendwelche Kräfte erzeugen soll und bis wohin sich das auswirkt (und was für Probleme daraus resultieren können) - bei Dir natürlich nicht. Das liegt daran, dass Dein Haltbarkeitsdatum noch nicht so abgelaufen ist wie bei mir. :Lachen2:

niksfiadi 22.10.2015 16:01

Ich glaube du weißt selbst am besten wo es bei dir hakt und wo du nachbessern musst.

Ich hab ja auch schon jede Periodisierung probiert: vor 2 Jahren bin ich nach jeder Rolleneinheit fast vom Rad gefallen, vor 3 Jahren gabs viel Schwelle beim Schitourengehen, etc.

Letztes Jahr hab ich das Vereinstraining in der Halle übernommen und viel Sprint, Sprung, Lauf ABC, Koordination und Stabi gemacht. Alle die regelmäßig da waren, haben über wundersame Verbesserungen geklagt: Ein starker MTBiker aus unseren Reihen hat heuer alles gewonnen, wo er am Start stand, das war früher nicht so. Er war schon immer stark, aber den letzen Schliff, wo kam der wohl her :Lachanfall:

Nik

niksfiadi 22.10.2015 16:02

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 1176142)
Wozu braucht man diese Balance-Sachen als Radfahrer? Nur so ne Frage; hab das nämlich seit ich nicht mehr laufe ohne schlechtes Gewissen weggelassen...

Bei den Balancesachen gehts darum, die Gelenke in der richtigen Position zu halten, was wiederum dazu führt, dass man nicht so leicht Überlastungen bekommt und dann wenns drauf ankommt auch voll durchziehen kann.

Nik

Acula 22.10.2015 18:52

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1176131)
Lauf ABC vor jeder Einheit. Sprungprogramme, Zirkeltraining (bis man auf der Weichbodenmatte keine 20cm mehr hochgesprungen ist), Schnelligkeitstraining, Hügelsprints und -Sprünge und GA.

Aber wei gestaltet man so etwas denn? Wenn ich 2 mal die Woche ein hartes Zirkel Training mache, sind meine Beine doch schon Matsche, wann baue ich den Rest ein (ernstgemeinte Frage)?
Und bitte noch mehr (konkrete) Vorschläge machen.
Wie sieht eurer Meinung nach ein vernünftiges Zirkeltraining aus?
Sprungprogramme, als einzelne Einheit, oder eingebaut in andere Läufe? Und was für Sprünge?
Hügelsprints, oder Sprints im flachen wie lang? Ich glaube weiter vorne stand ewas von 6-8 Sekunden.

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1176135)
An Dehnung und Rumpfkraft bin ich drann. Rückengymnastik zB auch mit Blackroll ist täglich gebucht (genauso wie so ekelige Balanceübungen auf einem Bein und so).

Ich erbitte weitere Vorschläge.

Machst du die Balance Übungen täglich? Mir tut das auch sehr gut, aber ich weiß nie wie weit ich gehen soll. Nur bis zu einer leichten Erschöpfung oder mit mehreren Übungen richtig auspowern?

Anyway, super informativ seid ihr:Blumen:

niksfiadi 22.10.2015 22:35

Wir denken gerne nach dem Leitsatz: "Was weh tut hilft." (und macht dann schnell) Umso härter wir trainieren, umso mehr Schmerzen wir dem Körper konsequent in perfid ausgeklügelter Reihenfolge zuführen, desto leistungsfähiger werden wir.

Das stimmt schon, ist aber nur die halbe Wahrheit.

Wir alle haben seit unserer Kindheit gewisse Bewegungsmuster: Beim Laufen, beim Radfahren, auch beim Schwimmen (auch wer nicht im Schwimmverein war, hat wohl schon mal einen Beinschlag gemacht, ist mit Flossen geschnorchelt). Jede große Bewegung (wie zB Laufen) setzt sich aus ganz vielen Einzelbewegungen zusammen. Du Wunder Mensch hast es geschafft, diese zeitgleich zu koordinieren und dir nie weiter darüber Gedanken gemacht. Dafür zuständig waren automatische Lernprozesse unseres Nervensystems, unseres Gehirns: Dort irgendwo sind die einzelnen Bewegungscluster zusammengeschaltet. Denkt einfach drüber nach, wie viele verschiedene Muskeln ge- und entspannt werden müssen, um zu laufen.

Jetzt ists aber bei den meisten so, dass sich in den einzelnen Sequenzen Fehler eingeschlichen haben, vielleicht wurden diese auch nie ausreichend entwickelt oder sie sind einfach durch den Lebensstil verkümmert. Der Klassiker ist zB die schlechte Hüftstreckung beim Laufen durch viel Radfahren: Der "Sitzläufer".

Technik/Koordinationstraining setzt an genau diesem Punkt an, viele kennen das vom Schwimmen: die Schwimmdrills. Mit genau diesen Drills werden immer einzelne Abschnitte der Gesamtbewegung fokussiert und durch Rückmeldung (selbst und fremd) wird versucht, schlechte Bewegungsmuster zu eliminieren. Das ganze macht man bei niedriger Intensität und am Anfang einer Trainingseinheit um mit einem frischen Körper, frische Nervenzellen neu zu programmieren.

Das Lauf ABC zB. könnte man auch als Lauf-Drills bezeichnen. Einbeinig Radfahren, oder hohe Trittfrequenzen wären Rad-Drills. Dabei macht es aber nur Sinn, diese Drills so lange zu machen, wie man sie sauber ausführen kann.

"Zirkeltraining" beschreibt ja nur eine Organisationsform. Die Inhalte machen den Unterschied. Ja vielleicht hat man mal Muskelkater nach so einem Zirkeltraining, aber dann meist dort, wo man es erstmal nicht vermutet, weil man Muskelgruppen enerviert hat, die im Trainingsalltag brach liegen. Aber genau diese Muskelgruppen (zB. im Gesäß oder auf der Oberschenkelrückseite, der Ansatz vom Bizeps femoris, zB) sind es dann, die dazu beitragen, die Gesamtbewegung sauberer, effizienter und schneller zu machen.

Ich muss mich da jetzt stark zusammenschneiden, sonst sitz ich morgen noch da; alleine ein Blick auf das Zusammenspiel von Agonisten und Antagonisten beim Laufen wäre eine Doktorarbeit wert. Wann muss welcher Muskel locker lassen, damit ein anderer vertriebswirksamer Muskel voll anziehen kann?

Koordination-/Techniktraining muss nicht weh tun und man kann es auch nur sehr schwer verallgemeinern, weil jeder was anderes braucht: Es verlangt eine sehr konzentrierte Körperselbstwahrnehmung, ein klares Zielbild (wohin will ich mich verändern?) und einen ausgeruhten Körper und Geist. Und häufige Wiederholung des "besseren" Bewegungsmusters bei niedriger Intensität um dem Gehirn Zeit zu geben, neue neuronale Trampelpfade zu etablieren.

Balanceübungen zB. haben zum Ziel, in der Stützphase beim Laufen die Hüfte zu stabilisieren, damit der durch die Beinstrecker erzeugte Abdruck in den Oberkörper möglichst ohne Ausgleichsbewegung (verbraucht Millisekunden) und direkt weitergeführt werden kann. Am Rad ists schwieriger zu erkennen, aber denk mal an folgendes Szenario: 10% Steigung und 53-11 eingelegt. Du musst nur eine Umdrehung schaffen. Was macht das Bein, welches gerade Druckphase hat? Vermutlich macht das Knie Schlangenlinien und zeigt dir dabei auf, dass auch bei hohen Frequenzen die inter- und intramuskuläre Koordination noch nicht die beste ist.

Lg nik

schoppenhauer 22.10.2015 23:04

Hammer! Und wie so oft, wenn jemand wirklich etwas zu sagen hat, geht es völlig ohne Kürzel und Fachbegriffe.

Kurz zu diesem Punkt: Das ist beim Erlernen der lateinische Sprache genau so, es geht nur was weiter, wenn man entspannt und ausgeruht ist. Das ist doch auch der tiefere Sinn eines Trainingslagers, und weniger die Zeit die einem dabei zur Verfügung steht.

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1176254)
...... um mit einem frischen Körper, frische Nervenzellen neu zu programmieren.


TiJoe 23.10.2015 08:51

Das ist wieder mal ein Beitrag von niksfiadi, welcher mir aus der Seele spricht! :Liebe:
Wenn nur die Umsetzung nicht so schwierig wäre...

Der Alltag fordert einen oftmals so, dass es fast unmöglich ist das Training ausgeruht anzugehen.

Trotzdem an dieser Stelle ein "Danke" für den Input!!! :Blumen:

Gruß Joe

captain hook 23.10.2015 11:52

Zitat:

Zitat von TiJoe (Beitrag 1176302)
Das ist wieder mal ein Beitrag von niksfiadi, welcher mir aus der Seele spricht! :Liebe:
Wenn nur die Umsetzung nicht so schwierig wäre...

Der Alltag fordert einen oftmals so, dass es fast unmöglich ist das Training ausgeruht anzugehen.

Trotzdem an dieser Stelle ein "Danke" für den Input!!! :Blumen:

Gruß Joe

Dein "ausgeruht" bezieht sich in Teilen auf ein anderes "ausgeruht" als Nik meint (vermute ich).

Wenn ich nämlich zB VO2max IVs schrubbe, werde ich für die motorischen und schnellzuckenden Dinge nicht "ausgeruht" sein. Dann läuft das Nervensysten immer auf einem gewissen Stresslevel.

Ich muss nochmal auf den Beitrag von Kluugschnacker zurückkommen, in dem er die Auffassung vertrat, dass VO2max Training soweit weg vom WK Speed einem LD Athleten ist, dass man das im Winter schon (quasi unspezifisch) machen könnte.

Ich hab da mal so drüber nachgedacht.

Für einen extrem grundschnellen Athleten mit hervorragenden technischen Fähigkeiten würde ich das vielleicht sogar unterschreiben.

Für die allermeisten Triathleten die ich sehe trifft das aber nicht zu. Speziell nicht beim Laufen und Radeln. Beim Schwimmen kann ich es nicht beurteilen. Aber speziell beim Laufen erkennt man bei einem extrem hohen Anteil der Sportler erhebliche Defizite, die sich bei den allermeisten auch durch (gemessen an der Menge des Trainings) äußerst schwachen Unterdistanzleistungen ausdrücken. Auf dem Rad sehe ich es eigentlich auch so.

Adept 23.10.2015 12:47

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1176372)
Dein "ausgeruht" bezieht sich in Teilen auf ein anderes "ausgeruht" als Nik meint (vermute ich).

Wenn ich nämlich zB VO2max IVs schrubbe, werde ich für die motorischen und schnellzuckenden Dinge nicht "ausgeruht" sein. Dann läuft das Nervensysten immer auf einem gewissen Stresslevel.

Ich muss nochmal auf den Beitrag von Kluugschnacker zurückkommen, in dem er die Auffassung vertrat, dass VO2max Training soweit weg vom WK Speed einem LD Athleten ist, dass man das im Winter schon (quasi unspezifisch) machen könnte.

Ich hab da mal so drüber nachgedacht.

Für einen extrem grundschnellen Athleten mit hervorragenden technischen Fähigkeiten würde ich das vielleicht sogar unterschreiben.

Für die allermeisten Triathleten die ich sehe trifft das aber nicht zu. Speziell nicht beim Laufen und Radeln. Beim Schwimmen kann ich es nicht beurteilen. Aber speziell beim Laufen erkennt man bei einem extrem hohen Anteil der Sportler erhebliche Defizite, die sich bei den allermeisten auch durch (gemessen an der Menge des Trainings) äußerst schwachen Unterdistanzleistungen ausdrücken. Auf dem Rad sehe ich es eigentlich auch so.

Das ganze VO2MAX-Thema bezog sich doch aufs Radfahren, oder? Beim Laufen ist Techniktraining eine ganz andere Sache. Aber was willst du mit Techniktraining beim Radfahren machen und insbesondere dabei ausgeruht sein? Und ich beziehe mich jetzt auf Triathlon, auch wenn für so manche Fahr(!)techniktraining nicht schlecht wäre ;) .

Eine TF von 60 und 120 traue ich wohl jedem noch zu, sogar wenn man am Tag davor Intervalle trainiert hat. Und Einbeinig-fahren genauso, auch wenn der "Runde Tritt" immer noch heiß diskutiert wird, ob er wirklich signifikant was bringt.

niksfiadi 23.10.2015 12:59

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1176400)
Eine TF von 60 und 120 traue ich wohl jedem noch zu, sogar wenn man am Tag davor Intervalle trainiert hat. Und Einbeinig fahren genauso, auch wenn der "Runde Tritt" immer noch heiß diskutiert wird, ob er wirklich signifikant was bringt.

Schon mal 100er TF einbeinig in extremer Aeropose für 2min probiert?

Als ich damit anfing fing es nach 30 sek an, furchtbar zu werden. Mittlerweile geht das immer besser, schön im Wechsel 2min links, 2min rechts, 2x10mal...

Nach so einem Satz glaubst du dann, dass sich deine Beinchen ganz von alleine ums Tretlager drehen. Fühlt sich geil an. Da merkt man dann auch, was die alle mit "rundem Tritt" meinen, auch wenn der gerade schwer in Verruf ist.

Wer sich heuer die WM im Zeitfahren angeschaut hat, der hat mit bloßem Blick gesehen, wie die Profis nicht nur das Bein ins Pedal fallen lassen, sondern auch teilweise heftig dran ziehen...

Nik

Adept 23.10.2015 13:04

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1176406)
Schon mal 100er TF einbeinig in extremer Aeropose für 2min probiert?

Als ich damit anfing fing es nach 30 sek an, furchtbar zu werden. Mittlerweile geht das immer besser, schön im Wechsel 2min links, 2min rechts, 2x10mal...

Nik

Das ist schön! Und auch toll fürs Ego. Aber die Frage ist doch, ob es signifikant was bringt? Oder ob man die Zeit nicht besser nutzen kann?

Antracis 23.10.2015 13:10

Der Captain hatte ja Laufen nicht ausgeschlossen. Also ich mache jetzt ( Nur-Läufer/ 26 Wochen vor Ziel-WK Marathon, also je nach Einteilung Früh in VP1 oder Prep-Phase) schon vieles viel für Kraft und Speed (also das was für mich Speed ist :Cheese: )

z.B:

Krafttraining 2 x Woche, erstmal 3-4 Wochen KA mit 15 Wiederholungen, aktuell ein Pyramidentraining mit 3-4 Sätzen pro Übung, wo sich die Wiederholungszahlen vom Hypertrophiebereich in den Maximalkraftbereich verschieben. Dazu bei einigen Übungen, vor allem im Beinbereich in Kombination mit Plyometrischen Übungen direkt im Anschluss also z.B. Hantelkniebeuge/Beinpresse/legcurls mit 10 explosiven Sprüngen oder Wadenheben danach mit 10 x explosiv nur aus dem Sprunggelenk.

Zusätzlich 2 x Woche harte Workoutkurse, die eher auf Rumpfstabi, Kraftausdauer und auch Plyometrie zählen.

Läuferisch dann:

Ausgedehntes Lauf-ABC, d.h. angefangen mit 15 min bis 35-40 min (längere Gehpausen zwischen den Übungen), eingebettet in lockeren Laufumfang der Einheit von 8-10km.

Steigerungsläufe 6 - 10 x 80 bis 100m im Flachen oder am Berg und dann später die Kombi 6 x 6-10 Sekunden allout am Berg in Kombi mit danach 8 x STL im Flachen.

Geplant ist auch in einigen Wochen ein Laufbandtraining mit Steigung, da dann aber so GA1 40-60min in wöchentlicher Steigerung von 4-8% Steigung. In Berlin sind die Berge ja selten. Wobei ich den langen Lauf in dieser unspezifischen Phase dann auch eher in die Hügel der Havel lege, um dann in der speziellen Vorbereitung Flach durch die Potsdamer Parkanlagen zu flitzen (bei Ziel HH-Marathon, der ja doch sehr flach ist trotz ein paar Hügel)

Zur VO2max: Ich mache jetzt flotte Fahrtspiele und/oder Cross-WK-Läufe, aber im Schnitt nur alle 3-4 Wochen. Sonst fällt es mir einfach später zu schwer, die ersten Intervalleinheiten und TDLs hinzubrettern. Aktuell war es beim ersten Fahrtspiel schon so, das ich in 1´2´und 4´-IVs schon in den VO2-Max Bereich wollte und vermutlich eher in mein aktuelles HM-Tempo gerannt bin...Tempo ist bei mir etwas zäh...

Was ich jetzt definitiv nicht machen würde, wäre sowas wie 6-8 x 1000m oder TDL oder MRT-Lauf von > 5 km. das würde ich neben den Kraftsachen auch gar nicht hinbekommen, aber die fahre ich natürlich später runter.

Gruß
Sascha

deirflu 23.10.2015 13:23

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1176408)
Das ist schön! Und auch toll fürs Ego. Aber die Frage ist doch, ob es signifikant was bringt? Oder ob man die Zeit nicht besser nutzen kann?

Wieso soll das nichts bringen? Zumal solche Sachen immer wieder in verschiedenen Trainingsbüchern aufgegriffen werden und schon seit Jahrzehnten im Radsport eingesetzt werden um die Effizienz zu steigern.
Gewinnen tut nicht der mit der größten Leistungsfähigkeit sondern der der am meisten aus seiner herausholt.
Das fängt mit solchen Trainings an und geht bis hin zu Materialtests, Fahrtechnik usw.
Die ÜG ist halt die klassische Zeit sich auch mit solchen Dingen zu beschäftigen denn davon können die meisten aber vor allem die die schon länger dabei sind viel mehr profitieren als von jeder Intervalleinheit zur jetzigen Zeit.

loriot 23.10.2015 14:30

@Antracis
Hauptsache die Regeneration kommt nicht zu kurz. Arbeite mich gerade ein wenig durch Let'srun.com durch. Gerade in der Offseason nutzt man das Fehlen der Wettkämpfe dazu, gezielt die eigenen Problemstellen zu bearbeiten. Eigentlich macht man sich vor allem den Umstand zu nutze, dass das Dreigespann Tapering-Wettkampf-Nachwettkampfregeneration nicht ständig ins Training dazwischen funkt.
Ein Teilaspekt davon ist eben auch viele Grundlageneinheiten zu machen, die zwar die aeroben Fähigkeiten trainieren, aber unterm Strich immer noch leicht vom Körper verarbeitet werden können. Die freien Kapazitäten können dann gezielt in 2 intensivere Einheiten pro Woche investiert werden. An den anderen Tagen sollte der Körper die Gelegenheit zur Regeneration/Adaption der Trainingsreize bekommen.

Gerade beim Triathlon ist die Gefahr recht groß zu viel und zu hart zu trainieren. Es scheint besser zu sein seine Schwerpunkte nacheinander abzuarbeiten als parallel alles auf einmal anzugehen. Wie das in der Praxis geht, steht ja bestimmt in Arnes Trainingsplänen. :)

Nur so als Gedanke. :Blumen:

niksfiadi 23.10.2015 14:43

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1176408)
Das ist schön! Und auch toll fürs Ego. Aber die Frage ist doch, ob es signifikant was bringt? Oder ob man die Zeit nicht besser nutzen kann?

Für mich eindeutig ja! Aber probiers aus. Ich habe das Gefühl jetzt viel besser am Rad zu hocken und ja, trotzdem ich schon Jahre hatte, wo ich systematischer für EZFs trainiert hatte, war ich heuer um 2kmh schneller. Nicht weil ich mehr Power hatte (mit Leistungsmesser verifiziert), sondern weil ich in einer extrem aerodynamischen Position immer noch sauber und rund treten konnte.

Nik

Antracis 23.10.2015 14:59

Zitat:

Zitat von loriot (Beitrag 1176439)
@Antracis
Hauptsache die Regeneration kommt nicht zu kurz. [...]
Nur so als Gedanke. :Blumen:

Danke erstmal für das kritische Feedback. :)

Das sieht vermutlich auch alles erstmal mehr aus, als es ist, weil ich natürlich nur die "besonderen" Einheiten aufgeführt hab, und das GA-Fundament weggelassen habe. ;)


WK mache ich über den Winter wirklich wenige, z.B. in zwei Wochen einen 8km Crosslauf, den ich am Ende einer Ruhewoche platziere. Da hab ich sowieso vorher automatisch nach Plan entlastet und werde da auch die erste Runde sehr kontrolliert laufen und auf der zweiten erst Gas geben.

Weiterhin laufe ich eigentlich alle Läufe aktuell im unteren Bereich der angepeilten Trainingsbereiche. Ich habe jetzt nur die "Qualitätseinheiten"aufgeführt, GA1 ist gar nicht aufgeführt, aber die 4-8% Steigung in dem einen Lauf sind dann in der Woche auch die einzige wirklich harte Einheit, dann gibt es nur noch einmal 8-10 STL, der Rest ist GA1 :Blumen:

Gruß
Sascha

loriot 23.10.2015 15:25

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1176447)
Weiterhin laufe ich eigentlich alle Läufe aktuell im unteren Bereich der angepeilten Trainingsbereiche. Ich habe jetzt nur die "Qualitätseinheiten"aufgeführt, GA1 ist gar nicht aufgeführt, aber die 4-8% Steigung in dem einen Lauf sind dann in der Woche auch die einzige wirklich harte Einheit, dann gibt es nur noch einmal 8-10 STL, der Rest ist GA1 :Blumen:

Gruß
Sascha

BTW: R. Canova meint, dass effektives Lauftraining zur Verbesserung der aeroben Fähigkeiten bei 80% der Wettkampfgeschwindigkeit beginnt. Ich sag mal so: ordentliches Grundlagentraining ist auch nicht ganz einfach. :Cheese:

Antracis 23.10.2015 16:54

Zitat:

Zitat von loriot (Beitrag 1176457)
BTW: R. Canova meint, dass effektives Lauftraining zur Verbesserung der aeroben Fähigkeiten bei 80% der Wettkampfgeschwindigkeit beginnt. Ich sag mal so: ordentliches Grundlagentraining ist auch nicht ganz einfach. :Cheese:

Tatsächlich versuche ich, das etwas angenährt umzusetzen, also trainiere in Anlehnung an Pfitzinger die beiden längeren Läufe in der Woche ( in der aktuellen Phase sind das "nur" 14 und 22km, was sich dann zu 24 und 35 entwickeln wird) mit Start um MRT - 20 % und gegen Ende MRT - 10%, wobei ich da natürlich das aktuell mögliche MRT, abgeschätzt nach Gefühl und Puls, zu Grunde lege. Da ich schon mehrmals nach Pfitzinger trainiert habe, weiß ich aber ganz gut, wie sich das anfühlt - und es ist nicht so leicht - vor allem früh morgens :Cheese:

Aber auch da gilt: wenn die Beine müde sind oder ich mich sehr kaputt anfühle, nehme ich in der aktuellen Trainingsphase ohne Probleme 10s/km Tempo raus.

Und die restlichen Läufe, also "regenerativ" oder kürzeres GA1, mache ich dann doch deutlich langsamer, achte aber auf gute Laufform. Muss ja doch noch unterschiede zwischen Schlümpfen und Gabiussen geben.

~anna~ 25.10.2015 20:18

Danke Nik und Captain für die Erklärungen zu dem Stabi-Zeug. Werd ich brav wiederaufnehmen und auch die Technik-Spielereien auf der Straße häufiger machen. Ich hab da ziemlich Potential, um es positiv auszudrücken ;) .

Antracis 25.10.2015 21:37

Hab gerade gesehen, dass ich oben Mist geschrieben hab. Meinte natürlich langsamer als MRT. ;)


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