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qbz 10.02.2012 11:03

Zitat:

Zitat von Road_Runner (Beitrag 710840)

In einer Zeit als Doping zum System gehörte, und er zum System, war es halt so. Jeder weiss es. Somit kann man seine Aussage er hat niemanden betrogen auch so verstehen, da alle die selben Mittel hatten, hat er niemanden betrogen...

Da sehe ich den grundlegenden Denkfehler in der sportlichen Einstellung zum Doping, den er immer noch hat und nicht korrigiert.
Jeder Sprinter, der in einem 100m Finale bei WM / Olympia steht und dopt(e) (tun wahrscheinlich fast alle), nehmen allen anderen Sportlern, die nicht dopen, den Startplatz mit Doping- und Regelverstoss weg. Die Aussagen: "ich habe niemanden betrogen" und "ich bin das Opfer von ...." sind eine einzige Selbsttäuschung.

-qbz

TheRunningNerd 10.02.2012 11:07

Doping ist bei Profi"sport" ein systemimmanentes Problem, das sich nie lösen lassen wird.

Hafu 10.02.2012 11:08

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 710852)
Diese "Verfehlungen" müssen schon gigantisch sein und Schaden bei anderen Menschen angerichtet haben--RICHTIGEN Schaden

...

Ein Bank-Kassierer, die sich 10,-€ aus der anvertrauten Kasse genehmigt hat und dabei erwischt wird, bekommt nach Kündigung über das entsprechende Arbeits-Zeugnis faktisch lebenslang Berufsverbot als Kassierer. Ungerecht?

3-rad 10.02.2012 11:09

http://www.janullrich.de/news/18/erk...-vergangenheit

powermanpapa 10.02.2012 11:14

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 710861)
Ein Bank-Kassierer, die sich 10,-€ aus der anvertrauten Kasse genehmigt hat und dabei erwischt wird, bekommt nach Kündigung über das entsprechende Arbeits-Zeugnis faktisch lebenslang Berufsverbot als Kassierer. Ungerecht?

nein da ungeeignet für diesen Beruf!
aber er ist in dem Fall die Ausnahme!
Jan Ullrich ist das nicht

und wie wollen wir zu Olympia wenn wir alle chemisch Nachhelfer nicht zulassen? :Huhu:

Pascal 10.02.2012 11:16

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 710855)
Hätte Ulrich vor 5 Jahren reinen Tisch gemacht , die wichtigsten Fakten klar benannt, ein bisschen Reue und Buße demonstriert (z.B. im Stil von Zabel oder Andre Agassi), hätte er zwar danach ein paar Zivilverfahren wegen noch ausstehender oder zurückzuzahlender Prämien ( gegen Team Coast und T-mobile) verloren, aber seine ungeheuer breite Fan-Basis hätte ihm in kürzester Zeit vergeben und ihn wahrscheinlich noch mehr ins Herz geschlossen.

Exakt so ist es. Es ist in aller Regel nicht die Verfehlung im Allgemeinen, die jemandem "das Genick" bricht, sondern der individuelle Umgang damit.

Das ist nicht nur auf den Sport beschränkt, sondern lässt sich an Beispielen wie von Guttenberg, Wulff etc. in vielen anderen Bereichen feststellen.

lucky 10.02.2012 11:18

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 710855)
Hätte Ulrich vor 5 Jahren reinen Tisch gemacht , die wichtigsten Fakten klar benannt, ein bisschen Reue und Buße demonstriert (z.B. im Stil von Zabel oder Andre Agassi), hätte er zwar danach ein paar Zivilverfahren wegen noch ausstehender oder zurückzuzahlender Prämien ( gegen Team Coast und T-mobile) verloren, aber seine ungeheuer breite Fan-Basis hätte ihm in kürzester Zeit vergeben und ihn wahrscheinlich noch mehr ins Herz geschlossen.

Auch wenn der Vergleich etwas hinken mag: Der reine Tisch hat z.B. Jörg Jaksche abseits von ein ein paar Interviews und TV-Auftritten auch eher wenig gebracht.

Ullrich wählt gerade die Option irgendwann mal als Radsport-Legende anstatt als Dopingaufklärer gefeiert zu werden (und wenn nicht in D, dann im Ausland). Und damit liegt er bezogen auf seine Person vermutlich nicht mal falsch. Oder spricht heute noch jemand über die drei positiven Tests von Merckx?

LidlRacer 10.02.2012 11:23

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 710862)

Die Version ist kürzer als die bei Bild.de

powermanpapa 10.02.2012 11:23

Zitat:

Zitat von lucky (Beitrag 710869)
Auch wenn der Vergleich etwas hinken mag: Der reine Tisch hat z.B. Jörg Jaksche abseits von ein ein paar Interviews und TV-Auftritten auch eher wenig gebracht.

Ullrich wählt gerade die Option irgendwann mal als Radsport-Legende anstatt als Dopingaufklärer gefeiert zu werden (und wenn nicht in D, dann im Ausland). Und damit liegt er bezogen auf seine Person vermutlich nicht mal falsch. Oder spricht heute noch jemand über die drei positiven Tests von Merckx?

so schauts aus!

Zitat:

Anfang 2011 plante Jaksche ein Comeback beim Team Christina Watches-Onfone. Aufgrund der Dopingvorfälle bei Riccardo Ricco (6. Februar 2011) und Patrik Sinkewitz (am 18. März 2011 bekannt geworden) kam Jaksche zu der Auffassung, "dass sich doch nichts geändert hat in der Radsportszene." Entsprechend sagte er dem Team Christina Watches-Onfone im Frühjahr 2011 ab und verzichtete auf ein Comeback.[8]

3-rad 10.02.2012 11:28

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 710872)
Die Version ist kürzer als die bei Bild.de

Bild weiß halt immer noch ein bisschen besser Bescheid als der Autor selbst.

Mosh 10.02.2012 11:35

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 710875)
Bild weiß halt immer noch ein bisschen besser Bescheid als der Autor selbst.

Vielleicht hat Ulle bei Bild geGutenbergt?

Mosh

Hafu 10.02.2012 11:35

Zitat:

Zitat von lucky (Beitrag 710869)
Auch wenn der Vergleich etwas hinken mag: Der reine Tisch hat z.B. Jörg Jaksche abseits von ein ein paar Interviews und TV-Auftritten auch eher wenig gebracht.

...

Du hast Recht. Jacksche habe ich ja weiter oben schon mal als Beispiel angeführt, dass er sich faktisch viel mehr als Verlierer fühlen darf, als Ullrich. Und das obwohl Jacksche doch genau das getan hat, was wir von Ullrich forderten.

Jacksche hatte aber nie die Fan-Basis von Ullrich, hatte keine Tour- und Olympiasiege vorzuweisen und damit auch nie die Option als alternder Nationalheld im Sinne von Schmeling, Beckenbauer, Boris Becker oder Rudi Altig seinen sportlichen Ruhm über die Jahre zu versilbern.

Jacksche und Ullrich, das ist so ein bisschen wie Michael Stich und Boris Becker. Letzterer konnte noch so großen Scheiß' (--> Privatleben) bauen, die Öffentlichkeit hat es ihm nie wirklich übel genommen.

Jacksche unterlag leider der Fehleinschätzung, dass durch schonungslose Offenheit sich der Profi-Radsport ändern würde und er in zukünftig dopingfreien Teams eine sportliche Zukunft finden könnte.

Flow 10.02.2012 11:57

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 710849)
Ulle hat völlig Recht!

Er hat niemanden Betrogen!

Doch, mich !
Ich hielt die ganze Show mal (fast) für echten Sport.
Hab' ewige Stunden paralysiert vor dem Fernseher verbracht statt zu trainieren, die eigene Karriere härter voranzupeitschen oder für's soziale Umfeld da zu sein ... :cool:

Ok, die Show war gut, insofern will ich nicht allzu nachtragend sein ... :Lachen2:
Betrug war es aber trotzdem.

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 710858)
Jeder Sprinter, der in einem 100m Finale bei WM / Olympia steht und dopt(e) (tun wahrscheinlich fast alle), nehmen allen anderen Sportlern, die nicht dopen, den Startplatz mit Doping- und Regelverstoss weg. Die Aussagen: "ich habe niemanden betrogen" und "ich bin das Opfer von ...." sind eine einzige Selbsttäuschung.

Das kommt natürlich noch dazu !

Skunkworks 10.02.2012 11:57

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 710880)
Du hast Recht. Jacksche habe ich ja weiter oben schon mal als Beispiel angeführt, dass er sich faktisch viel mehr als Verlierer fühlen darf, als Ullrich. Und das obwohl Jacksche doch genau das getan hat, was wir von Ullrich forderten.

Jacksche hatte aber nie die Fan-Basis von Ullrich, hatte keine Tour- und Olympiasiege vorzuweisen und damit auch nie die Option als alternder Nationalheld im Sinne von Schmeling, Beckenbauer, Boris Becker oder Rudi Altig seinen sportlichen Ruhm über die Jahre zu versilbern.

Jacksche und Ullrich, das ist so ein bisschen wie Michael Stich und Boris Becker. Letzterer konnte noch so großen Scheiß' (--> Privatleben) bauen, die Öffentlichkeit hat es ihm nie wirklich übel genommen.

Jacksche unterlag leider der Fehleinschätzung, dass durch schonungslose Offenheit sich der Profi-Radsport ändern würde und er in zukünftig dopingfreien Teams eine sportliche Zukunft finden könnte.

Da sind wir bei einem ganz anderem Thema:
Alpha Tiere. Ullrich ist eines aber hat zur sportlich aktiver Zeit es nicht gelernt als solches zu agieren.

Vll. hat er jetzt die Chance und entwickelt jetzt das aus sich was er wirklich kann, eine wirkliche Berufsfindungsphase oder besser Berufungsfindungsphase hatte er nicht wirklich.

powermanpapa 10.02.2012 12:03

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 710887)
Doch, mich !
Ich hielt die ganze Show mal (fast) für echten Sport.
Hab' ewige Stunden paralysiert vor dem Fernseher verbracht statt zu trainieren, die eigene Karriere härter voranzupeitschen oder für's soziale Umfeld da zu sein ... :cool:

Ok, die Show war gut, insofern will ich nicht allzu nachtragend sein ... :Lachen2:
Betrug war es aber trotzdem.


Das kommt natürlich noch dazu !

war kein Betrug!
war höchstens Verarschung :Huhu:

und verarscht werden wir eh ständig und in Umfängen die einem wirklich weh tun

apropo Verarschung:

von jeglicher Werbung fühle ich mich deutlich mehr ver..oder doch betrogen??:confused:

betrügen konnte er nur seine Mitstreiter auf der Radrunde
aber die scheinen sich nicht betrogen zu fühlen

drullse 10.02.2012 12:04

Zitat:

Zitat von Campeon (Beitrag 710846)
In anderen Ländern wird das nicht so gesehen.

gedopt, ok, Fehler gemacht, wird bestraft, fertig!!!

Aber sicher doch... Sieht man ja grade in Spanien hervorragend, wie das so gemacht wird...

3-rad 10.02.2012 12:07

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 710887)
Doch, mich !
Ich hielt die ganze Show mal (fast) für echten Sport.
Hab' ewige Stunden paralysiert vor dem Fernseher verbracht statt zu trainieren, die eigene Karriere härter voranzupeitschen oder für's soziale Umfeld da zu sein ... :cool:

du konntest es nicht merken, selbst echte Spezialisten haben sich täuschen lassen.


flaix 10.02.2012 12:07

Ich kann zwar Deinen Positionen sonst nicht zustimmen, aber hier hast Du ein paar wahre Punkte. Kommt wie immer bloss drauf an wie man die sieht.
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 710855)
Ist zwar etwas offtopic hier, aber aus meiner Sicht ist Pechstein die letzte, an der man sich als erwischter Doper ein Beispiel nehmen sollte.

in ihrem fall wurde eine Sperre und ein Schuldspruch verhängt der ausserhalb der Sportsgerichtsbarkeit als völlig haltlos angesehen wird. Ein durch Denunziation und unbewiesene Anschuldigungen geprägter Vorgang. Sie wehrt sich zivilrechtlich durchaus beachtlich. Ihre Kommunikation ist häufig nicht smart. Aber was Sie ganz gut macht ist der Kampf um die öffentliche Meinung.

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 710855)
Hätte Ulrich vor 5 Jahren reinen Tisch gemacht , die wichtigsten Fakten klar benannt, ein bisschen Reue und Buße demonstriert (z.B. im Stil von Zabel oder Andre Agassi), hätte er zwar danach ein paar Zivilverfahren wegen noch ausstehender oder zurückzuzahlender Prämien ( gegen Team Coast und T-mobile) verloren, aber seine ungeheuer breite Fan-Basis hätte ihm in kürzester Zeit vergeben und ihn wahrscheinlich noch mehr ins Herz geschlossen.

Ich finde seine Haltung eigentlich charaktervoller als das Geständniss-Theater was die beiden anderen Jungs abgezogen haben. Das die wesentlich weniger genommen haben kannst Du doch vergessen. Kannst Du doch einschätzen als Arzt das die Vorteile der Grundversorgung durch EPO zu der Zeit so überwältigend waren das NIEMAND darauf verzichten konnte. Ein Systemproblem. Da ist was aufgekommen was einen solchen Unterschied machte das Du als Profi gar nicht anders konntest. Hast doch gar keine freie Wahl. EIn Leben auf den radsport ausgerichtet und dann alles fallenlassen weil du nicht mitmachen willst? Das ganze profitierende System hat die Sportler damals ganz besonders im Stich gelassen. Und dann die ganze öffentliche Erwartungshaltung. Jan! dieses Jahr nicht wieder NUR ZWEITER!!!! Hast du in einem anderen post selbst geschrieben...."meist hinterhergefahren"....

Also hat Ulle die Fresse gehalten, gemacht was gemacht werden musste und die Leute die er (oftmals sicher falsch) als seine Freunde betrachtet hat nicht verpfiffen.

Ete und Aldag haben eine kleine perfekte Show abgezogen und das auf andere Art und Weise ziemlich geschickt gelöst. Aber wenn ich dann erinnere das Aldag "von Jan enttäuscht" war....damals sein Zitat!! Dann finde ich das Kasperei. Aber das weiss er sicher selber. Und das Du dem Ete auf den Leim gehst mit seiner Geschichte das er VIIIIEL weniger genommen hat als Ulle......:Lachanfall: da hat Dich dein klarer Menschenverstand nicht gut beraten.

Megalodon 10.02.2012 12:09

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 710890)
betrügen konnte er nur seine Mitstreiter auf der Radrunde
aber die scheinen sich nicht betrogen zu fühlen

Vielleicht stimmt einfach, was Manzebo behauptet hat, dass nämlich alle voll waren. Vom ersten bis zum letzten der Gesamtwertung. Da isses natürlich schwierig, sich betrogen zu fühlen.

Flow 10.02.2012 12:17

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 710890)
war kein Betrug!
war höchstens Verarschung :Huhu:

Hmm, StGB gibt sowas her .
Zitat:

Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält
(Gut, den Teil mit der "Vermögensschädigung" habe ich jetzt mal weggelassen ... :cool:)
Zitat:

und verarscht werden wir eh ständig und in Umfängen die einem wirklich weh tun
Richtig ...
Ein Problem oder Prinzip unserer Gesellschaft.
Die Naiven werden verarscht, betrogen, ausgebeutet ...

Zitat:

von jeglicher Werbung fühle ich mich deutlich mehr ver..oder doch betrogen??:confused:
Das kommt dir nur so vor ... :cool:

Zitat:

betrügen konnte er nur seine Mitstreiter auf der Radrunde
aber die scheinen sich nicht betrogen zu fühlen
Naja, dieser Betrug gehört zum Showgeschäft "Sport"zirkus.
Das Problem ist, daß dies nicht öffentlich so kommuniziert wird (offizielle Dopingfreigabe).

Ansonsten, siehe qbz, bleibt die Frage, ob der ehrliche Sportler einen Anspruch auf einen echten öffentlichen Wettkampf hat.

Nicht zuletzt vielleicht auch die Frage nach Steuergeldern.
Ist es rechtens damit ein Show- und Unterhaltungsgeschäft mitzufinanzieren, daß dem Steuerzahler fälschlicherweise als "Sport" verkauft wird ?

:Huhu:

powermanpapa 10.02.2012 12:21

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 710896)
Hmm, StGB gibt sowas her .

(Gut, den Teil mit der "Vermögensschädigung" habe ich jetzt mal weggelassen ... :cool:)

Richtig ...
Ein Problem oder Prinzip unserer Gesellschaft.
Die Naiven werden verarscht, betrogen, ausgebeutet ...


Das kommt dir nur so vor ... :cool:


Naja, dieser Betrug gehört zum Showgeschäft "Sport"zirkus.
Das Problem ist, daß dies nicht öffentlich so kommuniziert wird (offizielle Dopingfreigabe).

Ansonsten, siehe qbz, bleibt die Frage, ob der ehrliche Sportler einen Anspruch auf einen echten öffentlichen Wettkampf hat.

Nicht zuletzt vielleicht auch die Frage nach Steuergeldern.
Ist es rechtens damit ein Show- und Unterhaltungsgeschäft mitzufinanzieren, daß dem Steuerzahler fälschlicherweise als "Sport" verkauft wird ?

:Huhu:

Ja! :Blumen:

........bis auf das "kommt mir nur so vor"
dafür hab ich als Nichttheoretiker zu oft ausprobiert und deutlich festgestellt

Flow 10.02.2012 12:33

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 710898)
........bis auf das "kommt mir nur so vor"
dafür hab ich als Nichttheoretiker zu oft ausprobiert und deutlich festgestellt

Was ?
Daßde ständig Sc***e kaufst, die nichts wert ist und die kein Mensch braucht und für die du vorher auch noch gearbeitet hast, bloß weil irgendeine Stimme im Kopf dir dafür ein Glücksgefühl verspricht oder eine Notwendigkeit vorgaukelt ... ? :Lachen2:

kullerich 10.02.2012 13:49

Zitat:

Zitat von lucky (Beitrag 710734)

Riis hat's finde ich mal auf den Punkt gebracht: "Aber so war die Zeit nun einmal damals. Ich war Radsportler zu den Bedingungen, die es damals gab."

Naja, mister 60% verschweigt hier aber, dass er die Bedingungen durchaus relevant geprägt hat.

kullerich 10.02.2012 13:52

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 710803)
Wenn man "das Dreckssystem auffliegen lassen" könnte, ohne damit allen möglichen Leuten persönlich zu schaden, würde er es vermutlich tun.

Allen möglichen Leuten, die den Betrug gedeckt und/oder von ihm profitiert haben, die also das "Dreckssystem" sind? Warum sollte man diese schonen, wenn man das "Dreckssystem auffliegen lassen" will?

LidlRacer 10.02.2012 15:36

Zitat:

Zitat von kullerich (Beitrag 710954)
Allen möglichen Leuten, die den Betrug gedeckt und/oder von ihm profitiert haben, die also das "Dreckssystem" sind? Warum sollte man diese schonen, wenn man das "Dreckssystem auffliegen lassen" will?

Ich sehe niemanden, der maßgeblich für das Dreckssystem verantwortlich ist. Das hat sich einfach die ganze Radsportgeschichte lang so entwickelt. Vermutlich hat dort niemand gerne gedopt, aber wer erfolgreich sein wollte, musste es.

Da ist es eigentlich wenig sinnvoll, einzelne zu verurteilen.

Cruiser 10.02.2012 16:45

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 710776)
wenn er wenigstens Charakter hätte, würde er jetzt das Dreckssystem auffliegen lassen

Er muss es nicht zu seinem Krieg machen :cool:

Er hat von allen Dopern am meißten auf die Mütze bekommen

kuestentanne 10.02.2012 17:56

Es ist vielleicht unbefriedigend, dass Ulle nun keinen reinen Tisch macht, aber nachvollziehbar.
Einerseits käme das fast 6 Jahre zu spät, zum anderen sieht man ja am Beispiel Mancebo oder Jaksche, dass es nichts bringt.

Wenn er auspackte, also so richtig, dann müßte er seine Freunde verraten, also den Klöden z.B..
Das wird er nie machen. Und das ist absolut verständlich, wer verrät schon seinen besten bzw. einen sehr guten Freund?
Täte er dies, stünde er auch wieder als Charakterschwein da, der seine Freunde verrät.

Hanoi Hustler 10.02.2012 20:22

Bei Mancebo und Jaksche hat es schon etwas gebracht. Diese Interviews in denen schonungslos die Wahrheit ans Licht gebracht wurde waren ganz große Momente in denen die Wahrheit schonungslos offenbart wurde, wie es in der Medienlandschaft nur noch sehr selten passiert. Ich kann mir auch vorstellen das die beiden wieder richtig aufatmen können und wenn sie wirklich tief in sich hineinhören wissen, das sie das richtige getan haben.
Das sie keinen Job mehr haben und die Heulsusen Z. und A. wieder von Sportverbänden und Radherstellern hofiert werden ist lächerlich und sagt einiges über den Zustand gewisser Paralleluniversen aus.

FLOW RIDER 10.02.2012 20:46

Die Doppelmoral die hier teilweise an den Tag gelegt wird ist für mich sehr verwirrend. Wir alle verachten Doping und anstatt dass wir seit Jahren mit unseren "Idolen" komplett brechen, schauen wir nach wie vor "heimlich" ARD/ZDF wenn die TdF wieder losgeht. Wir sollten die gesamte Szene mit NICHTACHTUNG strafen und auch zu keinen Profi-Radrennen mehr als Zuschauer gehen. KEINE Fernsehübertragung / Berichterstattung mehr bis hoffentlich endlich Einsicht einkehrt. Und wer noch dopt wird sofort lebenslänglich gesperrt; ausnahmslos.

LidlRacer 10.02.2012 23:18

Zitat:

Zitat von FLOW RIDER (Beitrag 711147)
KEINE Fernsehübertragung / Berichterstattung mehr bis hoffentlich endlich Einsicht einkehrt.

Niemand weiß, ob / was Du im Fernsehn schaust.

kuestentanne 10.02.2012 23:49

Zitat:

Zitat von FLOW RIDER (Beitrag 711147)
Die Doppelmoral die hier teilweise an den Tag gelegt wird ist für mich sehr verwirrend. Wir alle verachten Doping und anstatt dass wir seit Jahren mit unseren "Idolen" komplett brechen, schauen wir nach wie vor "heimlich" ARD/ZDF wenn die TdF wieder losgeht. Wir sollten die gesamte Szene mit NICHTACHTUNG strafen und auch zu keinen Profi-Radrennen mehr als Zuschauer gehen. KEINE Fernsehübertragung / Berichterstattung mehr bis hoffentlich endlich Einsicht einkehrt. Und wer noch dopt wird sofort lebenslänglich gesperrt; ausnahmslos.

Die Doppelmoral wäre dann noch nicht am Ende.
Darfst du nämlich gar keinen Sport mehr gucken.
Selbst ne Oper auf ZDFKultur ist da gefährlich.
http://www.google.de/webhp?sourceid=...1920&b ih=955

Der Rest der Musikbranche ist da nicht besser.
Und Action-Filme sind ja nun auch mit Steroid-Monstern gespickt.
Dopende Manager, Wissenschaftler, Studenten ...

Gut, Doping ist ja nur im Sport verboten, warum eigentlich noch?
Im Rest der Leistungs-Gesellschaft ist es ja erlaubt.

ironing 11.02.2012 03:09

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 711012)
Ich sehe niemanden, der maßgeblich für das Dreckssystem verantwortlich ist. Das hat sich einfach die ganze Radsportgeschichte lang so entwickelt. Vermutlich hat dort niemand gerne gedopt, aber wer erfolgreich sein wollte, musste es.

Da ist es eigentlich wenig sinnvoll, einzelne zu verurteilen.

Sehe ich genauso. Da den Sportler isoliert herauszupicken, dessen Karriere und Existenz vom sportlichen Erfolg abhängt, dem er sein ganzes Leben lang alles untergeordnet hat, und dabei das ganze Umfeld auszublenden, das Doping aktiv fördert wenn nicht einverlangt oder zumindest akzeptiert, ist viel zu kurz gegriffen.

Ich verstehe auch nicht, wie intensiv va in Deutschland die Hassgefühle gegenüber Armstrong und Ullrich sind, die doch eine grandiose Show geboten haben (Armstrong gegen Ullrich war wirklich etwas Besonderes!). Und was ist der Spitzensport (Betonung auf Spitzensport) anderes als eine Show? Macht das jetzt wirklich so einen großen Unterschied, wenn sich Ullrich UND Armstrong (und alle anderen Spitzenfahrer wie Basso, Pantani etc) abgenommenes Eigenblut refundiert und andere dubiose Mittel reingezogen haben? Es bleibt ungustiös, keine Frage, und man will nicht, dass sich Menschen schädliche Drogen reinziehen, nur um schneller radfahren zu können aber mein Gott, die haben niemanden vergewaltigt, die Allgemeinheit nicht geschädigt, kein Geld unterschlagen sondern allenfalls ihrer eigenen Gesundheit geschadet (das tut jeder Raucher auch). Toller Sport war es dennoch.

Es ist ja auch nicht so, dass der gewinnt, der sich einfach am meisten von allen reinzieht, schließlich gibt es doch so etwas wie Dopingkontrollen. Gewinner sind die allerfleissigsten Riesentalente, die darüber hinaus so schlau sind, die Grenzen auszureizen OHNE erwischt zu werden. Wirklich sauber war (und ist) von den echten Spitzenfahrern nachweislich kein einziger (ausser natürlich Raelert, Wellington und Lothar Leder).

flaix 11.02.2012 09:13

+1 !!

powermanpapa 11.02.2012 09:25

Zitat:

Zitat von kuestentanne (Beitrag 711220)
Die Doppelmoral wäre dann noch nicht am Ende.
Darfst du nämlich gar keinen Sport mehr gucken.
Selbst ne Oper auf ZDFKultur ist da gefährlich.
http://www.google.de/webhp?sourceid=...1920&b ih=955

Der Rest der Musikbranche ist da nicht besser.
Und Action-Filme sind ja nun auch mit Steroid-Monstern gespickt.
Dopende Manager, Wissenschaftler, Studenten ...

Gut, Doping ist ja nur im Sport verboten, warum eigentlich noch?
Im Rest der Leistungs-Gesellschaft ist es ja erlaubt.

so seh ichs auch!

in nem anderen Thread wird das "tolle" American Football bejubelt

gerade auch dort sind die HGH Monster unterwegs, dort wird alles eingeworfen was die Pharma Industrie hergibt

der Superleistungssport ist komplett Show!
da tuts nicht Not sich hier über einen Jan Ullrich zu echauffieren

--Doppelmoral!

Flow 11.02.2012 09:44

Zitat:

Zitat von Jakob (Beitrag 711241)
Und was ist der Spitzensport (Betonung auf Spitzensport) anderes als eine Show?

Ja, was ?

Jedenfalls ...
Zitat:

Toller Sport war es dennoch.
Kein Sport !

:Huhu:

Zitat:

Es ist ja auch nicht so, dass der gewinnt, der sich einfach am meisten von allen reinzieht, schließlich gibt es doch so etwas wie Dopingkontrollen.
Naja ...

Zitat:

Gewinner sind die allerfleissigsten Riesentalente, die darüber hinaus so schlau sind, die Grenzen auszureizen OHNE erwischt zu werden.
Ich kann mich nicht dafür begeistern, den größten Betrügern ob ihrer Schlau- und Skrupelloseigkeit zuzujubeln und sie schließlich auch noch zum Gott zu erheben ...

powermanpapa 11.02.2012 09:54

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 711250)
...
Ich kann mich nicht dafür begeistern, den größten Betrügern ob ihrer Schlau- und Skrupelloseigkeit zuzujubeln und sie schließlich auch noch zum Gott zu erheben ...

du nicht

aber draußen vor den Kisten hocken ein paar Millionen denen das --Doping-- Gebappel am Arm vorbei geht

die paar die sich hier darüber aufregen sind weniger als der Tropfen auf den .........

so isses
und so wirds bleiben

und da kann man sich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln....................

qbz 11.02.2012 10:05

Zitat:

Zitat von Jakob (Beitrag 711241)
Sehe ich genauso. Da den Sportler isoliert herauszupicken, dessen Karriere und Existenz vom sportlichen Erfolg abhängt, dem er sein ganzes Leben lang alles untergeordnet hat, und dabei das ganze Umfeld auszublenden, das Doping aktiv fördert wenn nicht einverlangt oder zumindest akzeptiert, ist viel zu kurz gegriffen.

Ich verstehe auch nicht, wie intensiv va in Deutschland die Hassgefühle gegenüber Armstrong und Ullrich sind, die doch eine grandiose Show geboten haben (Armstrong gegen Ullrich war wirklich etwas Besonderes!). Und was ist der Spitzensport (Betonung auf Spitzensport) anderes als eine Show? Macht das jetzt wirklich so einen großen Unterschied, wenn sich Ullrich UND Armstrong (und alle anderen Spitzenfahrer wie Basso, Pantani etc) abgenommenes Eigenblut refundiert und andere dubiose Mittel reingezogen haben? Es bleibt ungustiös, keine Frage, und man will nicht, dass sich Menschen schädliche Drogen reinziehen, nur um schneller radfahren zu können aber mein Gott, die haben niemanden vergewaltigt, die Allgemeinheit nicht geschädigt, kein Geld unterschlagen sondern allenfalls ihrer eigenen Gesundheit geschadet (das tut jeder Raucher auch). Toller Sport war es dennoch.

Es ist ja auch nicht so, dass der gewinnt, der sich einfach am meisten von allen reinzieht, schließlich gibt es doch so etwas wie Dopingkontrollen. Gewinner sind die allerfleissigsten Riesentalente, die darüber hinaus so schlau sind, die Grenzen auszureizen OHNE erwischt zu werden. Wirklich sauber war (und ist) von den echten Spitzenfahrern nachweislich kein einziger (ausser natürlich Raelert, Wellington und Lothar Leder).

Sind jetzt die Dopingkontrollen in DE, AU, CH schuld, dass Firmen keine Radteams mehr sponsern, oder die weiter dopenden Fahrer und Teams? Das im Radsport aufgedeckte Doping hat doch dem (Profi-)Radsport immens geschadet.
Ich bin davon überzeugt, die Mehrzahl der Sportler und Zuschauer wollen keine Freakshow ala Wrestling ..

-qbz

Hafu 11.02.2012 10:06

Zitat:

Zitat von Jakob (Beitrag 711241)
Sehe ich genauso. Da den Sportler isoliert herauszupicken, dessen Karriere und Existenz vom sportlichen Erfolg abhängt, dem er sein ganzes Leben lang alles untergeordnet hat, und dabei das ganze Umfeld auszublenden, das Doping aktiv fördert wenn nicht einverlangt oder zumindest akzeptiert, ist viel zu kurz gegriffen.

Ich verstehe auch nicht, wie intensiv va in Deutschland die Hassgefühle gegenüber Armstrong und Ullrich sind, die doch eine grandiose Show geboten haben (Armstrong gegen Ullrich war wirklich etwas Besonderes!). Und was ist der Spitzensport (Betonung auf Spitzensport) anderes als eine Show? Macht das jetzt wirklich so einen großen Unterschied, wenn sich Ullrich UND Armstrong (und alle anderen Spitzenfahrer wie Basso, Pantani etc) abgenommenes Eigenblut refundiert und andere dubiose Mittel reingezogen haben? Es bleibt ungustiös, keine Frage, und man will nicht, dass sich Menschen schädliche Drogen reinziehen, nur um schneller radfahren zu können aber mein Gott, die haben niemanden vergewaltigt, die Allgemeinheit nicht geschädigt, kein Geld unterschlagen sondern allenfalls ihrer eigenen Gesundheit geschadet (das tut jeder Raucher auch). Toller Sport war es dennoch.

Es ist ja auch nicht so, dass der gewinnt, der sich einfach am meisten von allen reinzieht, schließlich gibt es doch so etwas wie Dopingkontrollen. Gewinner sind die allerfleissigsten Riesentalente, die darüber hinaus so schlau sind, die Grenzen auszureizen OHNE erwischt zu werden. Wirklich sauber war (und ist) von den echten Spitzenfahrern nachweislich kein einziger (ausser natürlich Raelert, Wellington und Lothar Leder).

Hallo, wir sind hier in einem Sportforum und nicht im Forum der Kleine Zeitung!

So wie du kann auch nur ein Sofasportler reden, einer der sich die Tour am Fernseher oder Straßenrand ansieht und dem sämtliche persönliche Bezüge in den Leistungssport fehlen und für den deshalb eine Triathlon-Langdistanz oder die Tour de France reine Unterhaltungsshow, ähnlich wie Profi-Wrestling ist.

Stell dir mal vor, du hättest einen sporttalentierten Sohn (Radfahrer oder Triathlet ist egal). Ab welchem Stadium seiner Entwicklung würdest du ihm raten, mit Doping zu beginnen und seine Gesundheit zu gefährden?

Stell dir mal vor, du betreibst selbst ambitioniert Triathlon, hast ein paar Erfolge und dein Traum ist es, die Hawaii-Quali zu knacken. Wäre es dir immer noch egal, was sich dein unmittelbaren Konkurrenten um den einen Quali-Platz so reinziehen? Wärst du vielleichst sogar selbst bereit, die - wie du es schreibst-"Grenzen auszureizen, ohne erwischt zu werden".

Flow 11.02.2012 10:20

Zitat:

Zitat von kuestentanne (Beitrag 711220)
Selbst ne Oper auf ZDFKultur ist da gefährlich.
http://www.google.de/webhp?sourceid=...1920&b ih=955

Der Rest der Musikbranche ist da nicht besser.
Und Action-Filme sind ja nun auch mit Steroid-Monstern gespickt.

Das sehe ich etwas anders.
Ich würde "Doping" per se (!) weder klar definiert sehen, noch grundlegend verteufeln.
Die scharfe Definition tritt "innerhalb des Reglements" auf (WADA-Code) und wird damit essentieller Bestandteil des Spieles.
Ebenso essentieller Bestandteil des Sportes ist der Vergleich untereinander.
Dieser soll unter definierten Voraussetzungen stattfinden.

Wer sich beim Schwimmen von einem Boot ziehen läßt oder mit einem Mofa auf die Radstrecke geht, hat vielleicht auch seinen Spaß, betreibt aber keinen Triathlon.
Er hält die Regeln nicht ein.
Wer dopt hält ebenfalls die Regeln nicht ein, betreibt also auch keinen Sport.

Wer diese Dinge heimlich betreibt, verhält sich UNSPORTLICH, benutzt den Sport für etwas anderes.


Opernsänger treten an, um dem Publikum einen kulturellen Genuß zu verschaffen.
Hierbei steht nicht im Vordergrund, wie dieser Genuß zustande kommt.
Ebensowenig geht es in erster Linie um einen Wettstreit der Sänger gegeneinander unter gleichen Bedingungen.
(Daß auch hier eine gewisse Konkurrenz herrscht, ist zwar richtig, aber eben nicht das Essentielle).

Ebenso Musik-, Filmbranche ...
Das ist Showgeschäft !
Hier gehören die Special-Effects dazu.
Niemand wird einem Magier vorwerfen wollen, daß er betrügt.
Hier ist es ausdrücklich gewollt und zur Kunst erhoben.

Daß auch in allen anderen Bereichen "unsportliches Verhalten" auftritt, mag zutreffen, der direkte Vergleich ist, meiner Meinung nach, aber nicht so undifferenziert zu ziehen !

Zitat:

Dopende Manager, Wissenschaftler, Studenten ...
Dazu hatte ich vor einem Jahr dieses Memorandum aus Gehirn und Geist verlinkt, und an dieser Stelle zur Diskussion gestellt.

Das war uns offensichtlich egal ... :Lachen2:

Zitat:

Gut, Doping ist ja nur im Sport verboten, warum eigentlich noch?
Im Rest der Leistungs-Gesellschaft ist es ja erlaubt.
Nach meiner Meinung basiert der Sport auf einem Vergleich unter definierten Bedingungen.
Werden diese nicht eingehalten, verkommt er zur Show.
Meiner Meinung nach ist der komplette Spitzen"sport" (bzw. das, was dafür verkauft wird) eine kommerzielle Show.
Meinetwegen kann in dieser Show das Doping auch offiziell freigegeben werden !
Ich weiß nicht, ob es einen großen Unterschied macht ...
(Erzählt mir nicht, daß es besser ist, unseren Kindern etwas vorzugaukeln, was sie selbst auf ehrlichen Wege nie erreichen können, bzw. beim Versuch selbst unbedarft in ein "geheimes System" hineingeraten, von dem sie vorher keine Ahnung hatten !)

Ein tatsächlich stattfindender Sport unter dopingfreien Bedingungen wäre mir wünschenswert.
Ich denke nicht, daß er in großem Rahmen möglich ist.

powermanpapa 11.02.2012 10:22

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 711257)
.............
Stell dir mal vor, du hättest einen sporttalentierten Sohn (Radfahrer oder Triathlet ist egal). Ab welchem Stadium seiner Entwicklung würdest du ihm raten, mit Doping zu beginnen und seine Gesundheit zu gefährden?
...............

Stell dir mal vor dein Sohn wäre hyperaktiv
ab welchem Stadium würdest du ihm zu Ritalin raten?

ich überhaupt nicht
auch nicht zu Leistungssport

die Mehrzahl der Menschen tut´s jedoch und hat einen Haufen "guter" Argumente dafür

wie viele pfeifen sich Aufputschmittel auf der Arbeit rein? damit sie die Kohle kriegen die sie glauben zu verdienen?

was würden die ganzen "DSDS" und "Topmodel" Kandidaten ALLES DAFÜR TUN?

sich darüber aufzuregen?

---Zeitverschwendung!

Zitat:

.. gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit,
das eine vom andern zu unterscheiden!

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 711263)
Das sehe ich etwas anders.

.................................................. ................
Ein tatsächlich stattfindender Sport unter dopingfreien Bedingungen wäre mir wünschenswert.
Ich denke nicht, daß er in großem Rahmen möglich ist.


na da sind wir uns doch einig :Blumen:


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