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psyXL 12.10.2009 14:01

Zitat:

Zitat von nabenschalter (Beitrag 290504)
Der Finishergedanke einer LD ist für mich die Grundlage unseres Sportes....

Blödsinn, die Grundlagen unseres Sports sind Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Ich bin auch fürs Finishen aber es ist weder Grundlage noch irgendein - auf Teufel komm raus zu erreichender - heiliger Gral. Erst recht nicht für einen Profi.

Locker bleiben...

drullse 12.10.2009 14:01

Zitat:

Zitat von nabenschalter (Beitrag 290504)
Wenn das wirklich so ist, dann stimmt m.E. etwas in der Wahrnehmung nicht und die LD insbesondere auf Hawaii verliert dann ihren Mythos und auf lange Sicht wird Landdistanztriathlon dann eine Nullachtfünfzehnsportart.

Vielleicht ist ja die derzeitige (und bisherige) Wahrnehmung falsch und es IST eine Nullachtfünfzehnsportart. Schaun mal in Richtung Marathon. Dort ist es genauso gewesen. Erst wurde man bestaunt, heutzutage läuft "jeder" Marathon.

Warum sollte es beim LD-Tri nicht auch so sein? Die Heroisierung unserer Leistungen und der krampfhaft gepflegte Mythos ist schlicht albern.

glaurung 12.10.2009 14:02

Zitat:

Zitat von neonhelm (Beitrag 290497)
Zaehne zusammenbeissen, Wade waehrend des Schwimmens durch Fuss anziehen versuchen zu dehnen, keine Belastung beim Abstossen mehr drauf. Irgendwann gibt sich der Krampf wieder.

Was nimmst Du auch die Beine beim Wettkampf? Da macht doch der Neo den Auftrieb.......:Cheese:

psyXL 12.10.2009 14:04

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 290513)
Die Heroisierung unserer Leistungen und der krampfhaft gepflegte Mythos ist schlicht albern.

100% Zustimmung.

Kurt D. 12.10.2009 14:10

Zitat:

Zitat von Jahangir (Beitrag 290254)
Uuups, kein Grund gleich so aufbrausend zu werden. Meine "Meinungswelt" ist die, dass ich es nicht besonders toll finde, wenn man einem Athleten, der, wegen dem erfolglosen Abschneiden beim wichtigsten Wettkampf des Jahres eh schon am Boden liegt, noch "eine verbal reintritt".

So wie du das allerdings hier zelebrierst, braucht man es ohnehin nicht ernst zu nehmen. Primitives Nachtreten ist das.

Das zwischen der Leistung und dem eigenen Anspruch gewaltige Lücken klaffen, liegt doch auf der Hand. Bestreitet das irgendjemand?
Wenn du nun versuchst zu suggerieren, dass die Stellungnahme des eigenen Managements irgendwas mit deiner hier verbreiteten Position zu tun hat und ich mich dazu in Widerspruch stelle, empfehle ich dir die Gebühr für das Rhetorikseminar zurückverlangen. War eine unnütze Veranstaltung - vielleicht hast du aber auch wieder nicht richtig zugehört. Soll ja öfters vorkommen bei dir;)

---Hey Cengiz: Junge, mach dich mal wieder locker. Ich dachte bisher, du bist nur der Blockwart deiner Partei im Mannheimer Hafenbecken. Ich wusste nicht, dass du dort nun auch der entsprechende Fanclub Beauftragte bist. :bussi:

Zudem sollte strafmildernd für mich gelten, dass ich am Samstag halt "leider nur direkt in der WZ 2 stand" (da bekommt man nichts mit...):- - außer ein paar Bemerkungen...Sorry for that!

PS: Dein ganzes "Rhetorikwissen" (...) nutzt dir am
31.Januar auch wenig - ....denn dann wirst du den etwas älteren, "nur Volksschule ausgebildeten Mann" fragen müssen, wie der Pieps unter 2 Meter Pulver funktioniert ..., oder die PDS hat einen Wahlhelfer weniger :Lachen2:

dickermichel 12.10.2009 14:22

Zitat:

Zitat von nabenschalter (Beitrag 290504)
Platzierungen etc. sind das "Sahnehäubchen".

Je besser Du bist und desto weiter Du nach vorne kommen kannst, desto wichtiger ist die Platzierung - das ist nicht das Sahnehäubchen, sondern das ist Vorspeise, Hauptspeise und Dessert!
Für mich gilt:
Nachdem ich schon oft genug unter den ersten 30 oder 40 bei einem IM war, ist es doch logisch, daß ich das Ziel habe, unter die Top 20 zu kommen. Nur das zählt für mich, das Finishen wird dabei zur "Nebensache".

Zitat:

Zitat von nabenschalter (Beitrag 290504)
Meine These: Keiner, weder Pro noch AKler macht sich das "Aussteigen" leicht und hat sehr gute Gründe, wenn er aussteigt.

Hat ja auch keiner behauptet, denn jeder der eine LD abgebrochen hat, hat das nicht von einem auf den anderen Moment gemacht, sondern sicherlich viele Minuten überlegt, abgewägt, es weiter probiert etc., bevor er dann beschlossen hat, den Abbruch tatsächlich zu realisieren.

Gruß: Michel

runningmaus 12.10.2009 14:29

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290508)
Der Punkt ist nur: Die meisten Pros haben in etwa so große Chancen auf den Sieg, wie ich meine AK zu gewinnen- nämlich keine!

Da Du nicht daran glaubst, wird es auch kaum funktionieren... das ist ein bisschen wie beim Finishen... ;)

On Topic: Faris hat eine wirklich gute Leistung gebracht :Blumen:

drullse 12.10.2009 14:32

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 290527)
Nachdem ich schon oft genug unter den ersten 30 oder 40 bei einem IM war, ist es doch logisch, daß ich das Ziel habe, unter die Top 20 zu kommen. Nur das zählt für mich, das Finishen wird dabei zur "Nebensache".

Solange, bis Du aufgrund körperlicher Gegebenheiten eben nicht schneller kannst - dann verändert sich das Ziel eben und es ist Top50 angesagt. Oder vielleicht wirklich nur finishen, weil alles andere nicht realistisch ist.

Wenn man es so streng sehen würde, die von Dir geschildert (ich weiß, dass DU das nicht tust), müsste man ja in dem Moment aufhören, wo man nicht mehr schneller/besser werden kann.

docpower 12.10.2009 14:44

@ dm
Danke für Deine wohltuend sachlichen Beiträge bei der Diskussion um den Mythos "Finish an IM".

DasOe 12.10.2009 15:35

Hier die konkrete Ansage von NS vor dem Rennen.

..::klick::..

nabenschalter 12.10.2009 15:35

Zitat:

Zitat von psyXL (Beitrag 290512)
Blödsinn, die Grundlagen unseres Sports sind Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Ich bin auch fürs Finishen aber es ist weder Grundlage noch irgendein - auf Teufel komm raus zu erreichender - heiliger Gral. Erst recht nicht für einen Profi.

Locker bleiben...

Weder hab ich was gegen Schwimmen, Radfahren und Laufen, noch habe ich dem Finishen auf Teufel komm raus das Wort geredet.
Sollte aus meinen Post aber eigentlich auch deutlich geworden sein.

Auch beim Marathon bin ich der Meinung, daß es weder einen besseren noch schlechteren Menschen ausmacht, ob er oder ob er nicht Marathon gelaufen ist. Das gilt selbstverständlich auch für LDs. Auch ich gehe leistungsorientiert in Langdistanzen, aber Finish ist für mich das absolute Minimalziel und es gehört für mich auch zum Wettkampf dazu, gegebenenfalls mit der Situation umzugehen, daß ich mein sportliches Ziel bzw. eine gewollte Plazierung nicht erreiche und dann sehen muß, daß ich damit dann umgehe. Unter Umständen ist man dann ziemlich erstaunt, was man mit dem Minimalziel Finish dann doch noch an Zeit erreicht hat. Das ein Pro aussteigt, wenn er einen Monat später noch die Chance auf eine Hawaiiquali wahrnehmen kann, ist für mich völlig nachvollziehbar.
Aber dazu hatte ich mich ja schon geäußert.

Und eine Mythologisierungs einer LD liegt mir schon deshalb ferne, weil ich der Meinung bin, daß im Prinzip jeder sowas machen kann, es ist nur eine Frage des zeitlichen Aufwandes den er dafür zu opfern bereit ist.

Gruß Nabenschalter

dickermichel 12.10.2009 15:42

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 290539)
Wenn man es so streng sehen würde, die von Dir geschildert (ich weiß, dass DU das nicht tust), müsste man ja in dem Moment aufhören, wo man nicht mehr schneller/besser werden kann.

Ich sprach natürlich nur von all den Leuten, die sich noch verbessern können. Wenn man das nicht mehr kann, dann widmet man sich eben den AKs oder fängt mit der Liste der "All-meine-LDs" an.

Ein Aspekt wird bei dem Ganzen übrigens voll und ganz vergessen:
Der Sport soll doch auch Spaß machen - und zwar allen.
Warum muß dann ein Profi, wenn es einfach keinen "Spaß" mehr macht (euphemistische Beschreibung von Schmerzen, Qual & Co.), das Ding durchziehen?
Nur weil das Volk ihn leiden sehen will?
Also doch Gladiatoren in die Arena und Blut für den Plebs...?

@docci:
Wenn alle sachlich wären und blieben, dann gäbe es 90% der Inhalte in den Foren nicht...:Lachen2: ...hoffentlich sperrt Arne mich nicht....:Cheese:

Gruß: Michel

Klugschnacker 12.10.2009 15:54

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 290569)
Nur weil das Volk ihn leiden sehen will? Also doch Gladiatoren in die Arena und Blut für den Plebs...?

Spontan würde man ausrufen: "Nein!". Aber das Gegenteil ist richtig. Profisport ist auch Showbiz.

Grüße,
Arne

dickermichel 12.10.2009 15:57

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 290575)
Profisport ist auch Showbiz.

Eben.
Dann soll man aber auch dazu stehen und nicht jammern, daß es keine Finisherqualitäten gibt, sondern klipp und klar vom Sofa rufen:

"ICH WILL EUCH LEIDEN SEHEN!!!"
(und wer nicht leidet, wird den Löwen zum Fraß vorgeworfen)

:liebe053:

Klugschnacker 12.10.2009 16:01

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 290577)
Eben.
Dann soll man aber auch dazu stehen und nicht jammern, daß es keine Finisherqualitäten gibt, sondern klipp und klar vom Sofa rufen:

"ICH WILL EUCH LEIDEN SEHEN!!!"

Wozu? Das versteht sich doch von selbst. Ohne Leid keine Zuschauer. Ein Marathon in 2:55 Stunden ist ohne das Wissen um die Quälerei ziemlich öde.

Grüße,
Arne

nabenschalter 12.10.2009 16:02

deshalb sollen ja auch möglichst alle bis zum Finish leiden.:Lachen2:
Nabenschalter

gurke 12.10.2009 16:04

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 290577)
"ICH WILL EUCH LEIDEN SEHEN!!!"
:liebe053:

Da mach ich mit:

Ich will euch leiden sehen!!:Cheese:

*JO* 12.10.2009 16:10

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290395)

Für jemanden der gewinnen will und auch kann, spielt das Finish hingegen keine Rolle. Er hat hunderte Stunden für den Sieg und auch für das Preisgeld gearbeitet. Der Körper und vor allem der Kopf sind darauf eingestellt um den Sieg zu kämpfen. Wenn es dann so schief läuft, ist es völlig logisch, dass die Luft raus ist - diesen emotionalen impact meinte ich. Das ist eben ein riesen Unterschied zum Amateur.

FuXX

da bin ich echt 100% bei dir !
Ich habe meine erste LD gehend beendet es war die "lockerste" in dem ich am wenigsten gelitten habe.Bei jedem 10k lauf habe ich mehr gelitten.

drullse 12.10.2009 16:14

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 290578)
Wozu? Das versteht sich doch von selbst. Ohne Leid keine Zuschauer. Ein Marathon in 2:55 Stunden ist ohne das Wissen um die Quälerei ziemlich öde.

Ob 2:55 oder 2:05 macht da aber auch keinen Unterschied...

FuXX 12.10.2009 16:42

Zitat:

Zitat von DasOe (Beitrag 290562)
Hier die konkrete Ansage von NS vor dem Rennen.

..::klick::..

Er dachte er kann gewinnen - ging aber nunmal Samstag nicht. Umso logischer ist die Aufgabe, wenn er schon lange Kraempfe hatte und es einfach nicht mehr ging.

Skunkworks 12.10.2009 17:19

Zitat:

Zitat von tobyvanrattler (Beitrag 290437)

Ich bin kein großer Fan von Faris muß aber meinen Hut vor seiner Leistung ziehen.
So wie der auf dem Rad Tempo gemacht hat, hätte ich mich wetten trauen das er beim laufen aussteigt.
Aber nein, läßt sich durchreichen und kommt als 10. als Ex Sieger zufrieden ins Ziel. Eine super Leistung und rießen RESPEKT dafür.
Timo Bracht galt als klarer Sieganwärter, hat sich wohl auf dem Rad verschätzt, zieht das Rennen aber durch und wird 6. ebenso Macca.
Hingegen andere die eigentlich als hervorragende Radfahrer gelten lassen es auf dem Rad eher gemütlich angehen und halten sich nur in der Nähe der gehandelten Topfavoriten auf.
Kurz vor Schluß stellen Sie fest dass das Rennen wo ganz anders statt findet und versuchen sich in Schadensbegrenzung.
Steigen dann aber beim laufen aus weil der Abstand einfach zu groß ist. :Nee:

Ich bin auch kein Fan von Faris und er hat mir mehr Spaß gemacht als Raelert (Für den ich mich auch riesig freue und ihn auch als besten Deutschen getippt habe), weil er sich gezeigt hat und das Rennen mitbestimmt hat. Ich dachte lange er kommt auf 4/5 rein. Macca ist auf einer Superposition vom Rad gestiegen, hat auch Probleme beim Laufen bekommen und wurde durchgereicht aber konnte zum Ende hin wieder nach vorn laufen.
Denke aber das es bei Norman anders war.

Zitat:

Zitat von TriBlade (Beitrag 290448)
Das geile hier ist, man kann immer was dazulernen. Bin eigentlich ziemlich sportintereessiert, dass habe ich aber nicht gewußt und finde es ziemlich beeindruckend, dass in einer solchen Sportart Frauen Männer besiegen.

Jetzt könnte man noch annehmen sowohl im Klettern als auch im Triathlon sind die Profimänner einfach noch weit von ihren tatsächlichen Möglichkeiten entfernt.

Frauen besiegen dort keine Männer oder umgekehrt. Sie klettern lediglich die gleiche Route.
Entgegen deiner Aussage liegt es eher daran, dass Frauen nun auch in größerer Zahl genauso hart und aufwändig trainieren (können), wie Männer.

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 290513)
Vielleicht ist ja die derzeitige (und bisherige) Wahrnehmung falsch und es IST eine Nullachtfünfzehnsportart. Schaun mal in Richtung Marathon. Dort ist es genauso gewesen. Erst wurde man bestaunt, heutzutage läuft "jeder" Marathon.

Warum sollte es beim LD-Tri nicht auch so sein? Die Heroisierung unserer Leistungen und der krampfhaft gepflegte Mythos ist schlicht albern.

Rischdisch, warum fangen die meisten Menschen in den 30ern mit Triathlon an? Weil sie doch am ehesten denken, dass so ein Ironman (Und ich sage bewusst nicht LD) zu schaffen ist.
Es ist halt die Kombi dreier stupider Ausdauersportarten.


Leider wird hier nun vermehrt auf Norman gezeigt aber Rälph's Intro geht ja auf viel mehr Athleten ein und so in zwei Kategorien:
DNF von Ex-Siegern und DNF von Pros. Ich zähle Stadler eher zu letzteren, die gewinnen wollen. Zur ersteren zähle ich Hellriegel. Bei dem fänd ich es schöner, wenn er startet, dann auf dem Rad ballert als wenn es kein Morgen gibt und gar nicht erst losläuft, schnell duscht und an die Ziellinie geht und das Event feiert. Wenn er das vorher ankündigt, hätte bestimmt keiner ein Problem damit weil er eben niemandem noch was beweisen muss.

Bei Stadler ist es anders, er hatte noch die "Papierform" das Renen zu gewinnen und er hat es versucht. Aussteigen ist immer schwierig und ich denke es geht ihm beschissen wie nie.


Diese "Team-Geschichte" wird uns noch dahin bringen, dass ein Starter z.B. einen Leader regelgerecht in die Spitzengruppe führt oder dort hält und wenn es viele Körner kostet steigt er eben aus.

Die Message vom Commerzbank Teamchef ist ein erster Hinweis darauf, wo die Reise hingeht.

FuXX 12.10.2009 17:25

Danke Skunkworks, guter Beitrag. (auch wenn ich Raelerts Beitrag zu einem interessanten Rennen fuer genau so gross halte wie den von Faris)

Skunkworks 12.10.2009 17:39

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290615)
Danke Skunkworks, guter Beitrag. (auch wenn ich Raelerts Beitrag zu einem interessanten Rennen fuer genau so gross halte wie den von Faris)

Danke, ich fand Raelerts Beitrag auch bemerkenswert, wenngleich es auf die Rennsituation ankommt. Ich habe in machen Momenten sogar gedacht Raelert gewinnt. Bei Faris war ich vom Siegeswillen beim Schwimmen und auf dem Rad überrascht und noch mehr als er beim Laufen voll mitging, bis er eben etwas rausnehmen musste.
Ich war einfach so überrascht, weil ich nach Wiesbaden dachte, der hört bald auf, so sah er dort aus. Aber der Kerl sieht mit Bart einfach nur zu alt aus :-)

dude 12.10.2009 17:48

Meine Meinung:

- keiner muss finishen

- Wandern schadet den Sponsoren NICHT

- Kraempfe sind ein klares Anzeichen dafuer, dass der Athlet jenseits seines Leistungsvermoegens gelebt hat. Profis muessen Risiken eingehen, um Erfolg zu haben. Passiert es einem Hobbyathleten, ist es Unvermoegen. Nach neueren Studien (-> google "Science of Sports -> cramps") hat es nichts mit dem Elektrolythaushalt zu tun.

Thorsten 12.10.2009 17:59

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 290624)
Kraempfe sind ein klares Anzeichen dafuer, dass der Athlet jenseits seines Leistungsvermoegens gelebt hat. Profis muessen Risiken eingehen, um Erfolg zu haben. Passiert es einem Hobbyathleten, ist es Unvermoegen.

Ist es bei Profis kein Unvermögen? Das Niveau ist natürlich sehr unterschiedlich, aber beide sind drüber hinausgegangen, waren nicht in der Lage, diese Leistung (bis zum Ziel) zu erbringen. Unvermögen in dem Fall absolut neutral und ohne Wertung ("Lusche") belegt.

dude 12.10.2009 18:04

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 290628)
Unvermögen in dem Fall absolut neutral und ohne Wertung ("Lusche") belegt.

Ich meinte es negativ, daher bei den Profis "nein".

Thorsten 12.10.2009 18:17

Also das Unvermögen, diese Grenze einzuschätzen und sie als Hobbyathlet "unnötig" zu überschreiten. Wenn es einem um eine bestimmte Zeit (egal ob die 8:59:xx vom Nopogobiker in Frankfurt oder die 11:59:xx von irgendwem) geht, muss man auch in dem Bereich bereit sein, ein Risiko einzugehen.

keko 12.10.2009 18:28

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 290527)
Nachdem ich schon oft genug unter den ersten 30 oder 40 bei einem IM war, ist es doch logisch, daß ich das Ziel habe, unter die Top 20 zu kommen. Nur das zählt für mich, das Finishen wird dabei zur "Nebensache".

Das ist vielleicht verständlich, aber nicht logisch. Denn dahinter steckt nun wirklich keine Logik. Dahinter steckt ganz allein dein Ehrgeiz. Es liegt an dir zu sagen, "TOP50 reicht mir". :)

swimslikeabike 12.10.2009 18:35

Zitat:

Zitat von fitnesstom (Beitrag 290511)

Ja, den Marathon kann ich leider nicht mitlaufen, da wäre ich zu müde vom "vordemlaptophängen" ;-)

dickermichel 12.10.2009 18:53

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 290638)
Das ist vielleicht verständlich, aber nicht logisch. Denn dahinter steckt nun wirklich keine Logik. Dahinter steckt ganz allein dein Ehrgeiz. Es liegt an dir zu sagen, "TOP50 reicht mir". :)

Ui, ein kleiner Korinthenkacker...;)
Natürlich ist das eine Logik - die Logik des sich Weiterentwickelnwollens (kannst Du gerne Ehrgeiz nennen).
Gruß: Michel

miko65 12.10.2009 19:41

aus der Ferne dies zu beurteilen ohne Hintergrundwissen ist immer schwierig,also da muss man schon vorsichtig sein.Wobei wir uns von solch Szenen wie "über die Ziellinie krabbeln" wohl verabschieden dürfen,soweit geht heute mit Sicherheit kein Profi mehr!Vielleicht liegt es auch daran dass viele Profis nix oder wenig bezahlen müssen und von daher die Hemmschwelle aufzugeben niedriger ist als im Gegensatz zu den Amateuren die ne Menge Geld dafür bezahlen müssen.Aber es würde mit Sicherheit dem einen oder anderen Profi gut zu Gesicht stehen wenn er dann eben mit Amateuren erst nach vielleicht 11 oder 12h einläuft.Da würde ich den Hut ziehen und sagen "schau dir den Profi an der zieht das Ding durch Respekt!!Das gehört meiner Meinung nach auch zum Profi dazu.Auch wenn es nicht läuft es trotzdem durchziehen,gerade auf Hawaii wo es für den Großteil doch das letzte Rennen der Saison ist.

Gruß Miko

*JO* 12.10.2009 20:10

Zitat:

Zitat von miko65 (Beitrag 290667)
,gerade auf Hawaii wo es für den Großteil doch das letzte Rennen der Saison ist.

Gruß Miko

wenn man es durchzieht war es das letzte da kann man sich sicher sein ;)

Quax 12.10.2009 20:14

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 290624)
Meine Meinung:

- keiner muss finishen

- Wandern schadet den Sponsoren NICHT

- Kraempfe sind ein klares Anzeichen dafuer, dass der Athlet jenseits seines Leistungsvermoegens gelebt hat. Profis muessen Risiken eingehen, um Erfolg zu haben. Passiert es einem Hobbyathleten, ist es Unvermoegen. Nach neueren Studien (-> google "Science of Sports -> cramps") hat es nichts mit dem Elektrolythaushalt zu tun.

3 klare Aussagen, die ich auch so unterschreibe. Nächstes Jahr gibts ein Ticket nach Frankfurt (Wenn Arne zahlt ;-))

Gruß
Jürgen

P.S. Als Sponsor wäre ich sowas von sauer, wenn der von mir bezahlte Athlet ohne triftigen Grund auf Hawaii aussteigt...

Helmut S 12.10.2009 20:26

Ihr überschätzt den Wert des gesponsorten Einzelsportlers für den Sponsor im Event.

Quax 12.10.2009 20:42

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 290688)
Ihr überschätzt den Wert des gesponsorten Einzelsportlers für den Sponsor im Event.

Wenn du mich damit meinst: Ich wäre sauer, ich habe nichts von Wert gesagt, daß hat damit gar nichts zu tun.

Gruß
Jürgen

Helmut S 12.10.2009 20:44

Zitat:

Zitat von Quax (Beitrag 290701)
Wenn du mich damit meinst: Ich wäre sauer, ich habe nichts von Wert gesagt, daß hat damit gar nichts zu tun.

Gruß
Jürgen

Nicht nur Dich, aber auch. Warum wärst Du denn sauer. Z.B. am konkreten Fall Commerzbank/Stadler?

Quax 12.10.2009 20:58

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 290703)
Nicht nur Dich, aber auch. Warum wärst Du denn sauer. Z.B. am konkreten Fall Commerzbank/Stadler?

Ich habe ja gesagt "ohne trifftigen Grund". Wahrscheinlich wäre ich grundsätzlich erstmal enttäuscht und wenn mir der Athlet dann erklärt, daß er vor lauter Krämpfen nicht mehr laufen konnte, würde ich das schon verstehen. Ein "Ich habe gemerkt, daß heute nichts geht" oder "Ich war schon ...mal hier, daß brauch ich nicht mehr" könnte ich nicht akzeptieren.

Gruß
Jürgen

Osso 12.10.2009 21:28

Wenn mal wieder ein Läufer im Schneesturm umkommt oder ein Moppel in der Hitze beim Laufen umklappt, wird wieder wegen der mangelden Vernunft gelästert. Zeigt Jemand Verantwortung gegenüber seinem Körper ist er ein Weichei.

Super Logik

Kurt D. 12.10.2009 21:54

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 290688)
Ihr überschätzt den Wert des gesponsorten Einzelsportlers für den Sponsor im Event.

Helmut: (!) Du kennst den "(Geld)Wert" in diesem Fall. Ich sagte dir diesen.
PS: Du hättest dann in "deinem Büro" die Arbeit nicht eingestellt... (siehe einen vorherigen Post von dir hierzu) :cool:

PS: Wiederholung von mir: >Menschlich alles nachvollziehbar<.
Ich bewerte aber einen "Karlheinz Mittelmaß" beim Aufgeben eben auch etwas anders als ein Aushängeschild. Ein Profi kann mit so etwas auch eigentlich umgehen, egal in welchem Job er unterwegs ist.
DUDE hat es eigentlich treffend vorher formuliert.

Helmut S 12.10.2009 22:01

@Kurt; Lies meine Postings nochmal, dann verstehst Du. Eine Schwalbe macht keinen Sommer. In vielerlei Hinsicht: Einzelsportler, Team. Einzelevent, Sportjahr. Reichweite Hawaii;sonstige mediale Reichweite. Ein Tag früher aus dem Büro;Arbeit im ganzen Jahr, Antrittsgeld,Gesamteinkommen usw. usw. 1000 Beispiele.

Es ist die SUMME(!) der richtigen und falschen Entscheidungen. Immer. Überall im Leben. Nichts ist singulär.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:38 Uhr.

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