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Nole#01 15.05.2021 12:14

Ich finde vegane Ersatzprodukte haben auf jeden Fall seine Berechtigung. Ich habe immer veganes Hack oder Laibchen oder was auch immer zu Hause. Wenn ich mal keine Zeit habe und es schnell gehen muss ist das eine gute Alternative für mich. Veganes Schnitzel finde ich auch richtig lecker.
Klar sollte das nicht die Regel sein. Aber wie gesagt, gelegentlich finde ich es gut. Für mich muss ein veganes Ersatzprodukt auch nicht nach Fleisch schmecken. So lange es mir schmeckt ist alles gut. Generell habe ich festgestellt, dass seit ich kein Fleisch mehr esse, es mir auch nicht mehr so gut schmeckt. Mir geht es gar nicht mehr ab.
Bis auf Eier und Käse habe ich es sehr gut geschafft auf tierische Produkte zu verzichten.

Bei Shakes nehme ich auch nur mehr Wasser. Da kommt bei mir so viel Zucker rein in Form von Benco, Zucker oder Obst, dass es geschmacklich völlig reicht.
Bei Müsli hingegen nehme ich fast ausschließlich Mandelmilch.

Bei Proteinpulver bin ich aktuell bei klassischem Whey hängen geblieben. Habe längere Zeit dieses vegane Pulver genutzt. Habe aber auch noch keine vegane Alternative gefunden die ich geil finde.

handbremse 15.05.2021 13:00

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1602032)
Erbsenprotein steht für Regenerations-Shakes auch noch im Schrank, aber das schmeckt so intensiv scheußlich raus - da hab ich noch nichts gefunden, was den Geschmack gut übertönt - irgenwelche Tipps?

Erbsenprotein find ich auch unangenehm geschmacksintensiv. Reisprotein ist neutraler, ansonsten mag ich auch Sesam-/ Hanf-/ Mandel- oder Kürbiskernprotein.

Zum Thema Milch: Ich kann mich noch erinnern, dass ich den Umstieg von Kuhmilch auf Sojamilch (die vor über 20 Jahren zu allem Übel auch noch gerne flockte, brrr...) ziemlich schrecklich fand. Heute finde ich Kaffee mit Kuhmilch gruselig, dann lieber schwarz. Fürs Müsli oder Shakes gerne Hafermilch oder Wasser.

Bei ner Menge anderer veganer Ersatzprodukte finde ich auch, dass es sehr von der Erwartungshaltung und dem Hersteller abhängt. Insgesamt bin ich aber auch eher bei unverarbeiteten Lebensmitteln zu verorten. :)

Genussläufer 17.05.2021 10:20

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1601850)
Ein Müsli mit Wasser statt Kuhmilch? Das geht wirklich super, da in meinen Müsli-Kreationen durch das Proteinpulver (Vanille), zerdatschte Banane etc. und Zucker schon genug Geschmack drin ist.
:liebe053:

Warum siehst Du das Proteinpulver als so wichtig an? Könnte man nicht komplett darauf verzichten? Intuitiv würde ich sagen, daß Protein stark überschätzt wird. Und soviel schlechter sind die pflanzlichen Alternativen nun auch nicht. Ein Stück Fleisch hat auch keine Wertigkeit von 100. Und dann schrumpft der Unterschied schon wieder. Darüber hinaus muss man bei intelligenten Kombis auch nicht innerhalb einer Mahlzeit alles aufbereiten. Aber morgen getreidelästig (Hafer oder was auch immer) und abends Hülsenfrüchte hat so ziemlich den gleichen Effekt. Die Aminosäuren werden ja nicht mit der Aufnahme durch den Schornstein gejagt.

Necon 17.05.2021 11:06

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1602204)
Warum siehst Du das Proteinpulver als so wichtig an? Könnte man nicht komplett darauf verzichten? Intuitiv würde ich sagen, daß Protein stark überschätzt wird. Und soviel schlechter sind die pflanzlichen Alternativen nun auch nicht. Ein Stück Fleisch hat auch keine Wertigkeit von 100. Und dann schrumpft der Unterschied schon wieder. Darüber hinaus muss man bei intelligenten Kombis auch nicht innerhalb einer Mahlzeit alles aufbereiten. Aber morgen getreidelästig (Hafer oder was auch immer) und abends Hülsenfrüchte hat so ziemlich den gleichen Effekt. Die Aminosäuren werden ja nicht mit der Aufnahme durch den Schornstein gejagt.

Die Wichtigkeit von Protein wird eher stark unterschätzt. Es muss auch nicht immer eine Wertigkeit von 100 sein oder über 100 aber man muss bei pflanzlichen schon besser kombinieren und intelligenter Vorgehen um alles abzudecken.
Die Vorgaben der DGE sollte man hierbei auch eher als untere Grenze betrachten und nicht als obere!

Klugschnacker 17.05.2021 11:57

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1602204)
Warum siehst Du das Proteinpulver als so wichtig an? Könnte man nicht komplett darauf verzichten? Intuitiv würde ich sagen, daß Protein stark überschätzt wird.

Das weiß ich nicht, ob das Proteinpulver wichtig oder gar unverzichtbar ist. Ich mache das einfach so, und bisher hat es bei mir/uns funktioniert. Ich würde vermuten, dass ich mich eiweißmäßig eher am unteren Rand der Empfehlungen bewege. Ein Blutbild oder andere Untersuchungen habe ich als bekennender fauler Hund aber nie machen lassen. Ich fühle mich ja gesund und sah bisher dafür keinen Anlass.

Acula 17.05.2021 13:28

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1602204)
Die Aminosäuren werden ja nicht mit der Aufnahme durch den Schornstein gejagt.

Mehr oder weniger ist das schon. Aminosäuren werden nach ihrer Aufnahme relativ zeitnah zum Aufbau der Muskulatur genutzt. Es hat entsprechend einen (auch tatsächlich messbaren) Einfluss auf die Muskelproteinsynthese ob du am Tag 10*10 g Protein aufnimmst oder 4*25 g. Letzteres sitmuliert die Synthese deutlich stärker.
Von der biologischen Wertigkeit als Kriterium würde ich mich aber trennen, da diese nicht auf physiologischen Kriterien beruht. In der Wissenschaft wird diese nicht mehr für Empfehlungen/Studien/Einteilungen genutzt.
Die Stimulation der Muskelproteinsynthese beruht letztlich v. a. auf drei Faktoren:
  1. Stimulation durch Belastung (Kraftreize -> Muskelprotein; Ausdauerreize -> Mitochondrienprotein)
  2. Proteingehalt -> mindestens 20 g; ältere Personen eher 30 - 40 g
  3. Leucingehalt
Andere Faktoren wie die Matrix des Proteins würde ich zunächst vernachlässigen, da es das ganze unnötig kompliziert macht und es bei all diesen Themen (Isolat vs. Hydrolysat; Lebensmittel vs. Isoliertes Protein) auch nicht ausreichend Daten gibt.

Edit: Das mit den 3 Faktoren ist an dieser Stelle stark vereinfacht dargestellt und dient eher der rein praktischen Orientierung :)

Genussläufer 17.05.2021 15:19

Vielen Dank für die sehr hilfreichen Antworten. Den Blog schaue ich mir mal genauer an. Ich bin kein Veganer, konsumiere aber mittlerweile nur sehr selten Fleisch oder Fisch. Mein Milchkonsum ist ebenfalls deutlich reduziert. An gutem Käse komme ich immer noch nicht vorbei.

Ich denke, daß ich völlig verzichten könnte, aber nicht vollumfänglich dazu bereit bin. Der Genuss spielt hier eine dazu große Rolle.

Bzgl. Kaffee habe ich einiges ausprobiert. Ich finde es spannend wie unterschiedlich hier die Geschmäcker sind. Rein geschmacklich ist für mich Soyamilch wirklich eine gute Alternative. Kein Ersatz, aber irgendwie lecker. Hafer schmeckt mir hier zu getreidig. Reis und Kokos fühlt sich an wie Wasser mit Farbe. Ist aber nur mein persönliches Empfinden.

Auch danke für den Hinweis zum Blog. Den schaue ich mir gern mal intensiver an.

Klugschnacker 17.05.2021 15:47

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1602258)
Ich denke, daß ich völlig verzichten könnte, aber nicht vollumfänglich dazu bereit bin. Der Genuss spielt hier eine dazu große Rolle.

Ist doch okay. Es geht aus meiner Sicht nicht darum, dass man einen 90%-Veganer ums Verrecken zum 100%-Veganer macht. Die vegane Idee ist auch dann gut und sinnvoll, wenn man sie nur zum Teil für sich übernimmt.
:Blumen:


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