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-   -   Putin und die Ukraine (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=49490)

mamoarmin 03.03.2022 12:50

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1649230)
OK, dann bin nur ich von uns beiden kein Soldat.
Sein Leben nicht in Gefahr zu bringen finde ich nicht unbedingt als feige.
Für Freiheit zu sterben muss schon im Gegensatz ein gehöriges Maß an Unfreiheit FÜR MICH bedeuten.
Ich bin da sehr anpassungsfähig. Ich kann mir auch ein Leben unter einem anderen Machtblock vorstellen.
Ob jetzt eine Landesgrenze links vom Fluß oder oben auf dem Berg ist.....
Ich möchte meine Grundbedürfnisse gedeckt haben. Welche Fahne am rathaus weht ist mir Latte.
Mein Leben ist mir lieber als die Freiheit.
Ich bin kein Held der lieber stehend stirbt als kniend lebt.
Diese Denke + der Glaube mit Gewalt/Waffen Konflikte zu lösen ist nicht meins.

Natürlich darf sich die Ukraine selbst verteidigen gegen den volkerrechtswidrigen Angriffskrieg in dem auch Kriegsverbrechen begangen werden.
Natürlich ist es gut wenn hier im Logo die Flagge ist.
Ein großer Teil in mir stellt sich immer auf die Seite der vermeintlich Schwächeren.
Ein Teil ist auch egoistisch und ein Teil bestimmt auch feige.

Genau mit dieser Einstellung ist Russland so wie es ist...nichts gegen Dich und akzeptiert...aber deswegen hält jeder in Russland den Mund...aber in solchen Systemen wirst nicht viel haben für was sich das Leben lohnt, denn gleich verteilt wird nur unter den wenigen oben...

Aber für solche Einstellungen haben wir ja eine Bundeswehr, die Pazifisten mitverteidigt (wenn sie es denn könnte, deswegen ist jeder auf sich selbst gestellt im Ernstfall)

uk1 03.03.2022 12:51

Zitat:

Das Problem ist leider, dass Putin sich bewiesenermassen nicht an Verträge hält.
Ansonsten wäre die Ukraine wahrscheinlich bereit, auf Donezk und Luhansk zu verzichten. Könnten Sie sicher sein, in ewigem Frieden zu leben, dann würden sie bestimmt gerne einer Demilitarisierung zustimmen. Das würde ihnen viel Geld sparen. Aber was mit einer demitalisierten Ukraine tatsächlich passieren würde, können wir leicht erahnen.
Wäre es nicht einen Versuch wert. In Verträge kann man auch andersherum Bedingungen reinschreiben wie neben Entmilitarisierung auch die pro westliche Orientierung das heißt das Wirtschaftsmodell kann frei gewählt werden. EU Beitritt oder ähnliches. Abhaltung von Wahlen unter OSZE Aufsicht und deren bindende Anerkennung von allen Seiten. Und dann ist da auch noch der Faktor Zeit, der Angesichts der Sanktionen den Ukrainern denke ich mal zu gute kommt.

Nepumuk 03.03.2022 12:56

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1649230)
Ob jetzt eine Landesgrenze links vom Fluß oder oben auf dem Berg ist.....
Ich möchte meine Grundbedürfnisse gedeckt haben. Welche Fahne am rathaus weht ist mir Latte.
Mein Leben ist mir lieber als die Freiheit.
Ich bin kein Held der lieber stehend stirbt als kniend lebt.

Wow, jetzt bin ich aber wirklich überrascht. In deinen sonstigen Beiträgen hattest du dich in meinen Augen immer sehr robust in deiner Argumentation gezeigt. Und jetzt das? Hätte ich nicht erwartet.


Ich stehe genau anders dazu. Ich lehne Gewalt und Krieg grundsätzlich ab, sehe unsere Freiheit und unsere demokratischen Grundordnung als extrem hohes Gut an, dass es gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen gilt. Aktuell versuche ich das noch mit zivilen Mitteln, bei einem militärischen Angriff, würde ich aber auch zur Waffe greifen und an der Verteidigung mitwirken.

Gar nicht auszudenken, wie die Welt heute aussehen würde, hätten sich in den 1940er Jahren auch alle ergeben.

Mo77 03.03.2022 13:01

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1649238)
Genau mit dieser Einstellung ist Russland so wie es ist...nichts gegen Dich und akzeptiert...aber deswegen hält jeder in Russland den Mund...aber in solchen Systemen wirst nicht viel haben für was sich das Leben lohnt, denn gleich verteilt wird nur unter den wenigen oben...

Aber für solche Einstellungen haben wir ja eine Bundeswehr, die Pazifisten mitverteidigt (wenn sie es denn könnte, deswegen ist jeder auf sich selbst gestellt im Ernstfall)

Für was lohnt sich denn das Leben?
Dickes e-Auto, Einfamilienhaus?
Kann eh nicht die ganze Welt.
Vermutlich ist der Lebensstil in der erwähnten Türkei oder Russland wenn er weltweit so ist schon zu viel für die Erde???
Ich war ne Zeit obdachlos da lernt man was auch wichtig im Leben ist.

uk1 03.03.2022 13:05

Mal zur Aufrüstung der Bundeswehr.

Es gibt derzeit einen Gegner der heißt Putins Russland. Nach der Logik der Nato wenn ein Mitglied angegriffen wird, so tritt der Bündnisfall ein.
Wenn der Bündnisfall eintritt glaubt da noch jemand da spielen konservative Waffen eine Rolle?
Ich nehme Putin ab das er die Nato oder einzelne Staaten nicht im Fokus hat. Ihm ist die Nato zu weit auf die Pelle gerückt, das versucht er jetzt mit der Besetzung der Ukraine für immer zu verhindern.
Was für mich ein klarer Akt der Aggression ist.

Jetzt kommen aber die Sanktionen ins Spiel er wird wenn diese so richtig greifen nicht mehr in der Lage seine Armee weiter aufzurüsten. Aber er behält sein Atompotenzial und dieses ist immer ein Abschreckungs- und Bedrohungspotenzial.

So ganz erschließt sich mir die Milliardenausgaben für die Bundeswehr nicht. Wollen wir noch mehr Atomwaffen stationieren?

Der Nato die ja schon abgeschrieben war und vor der Bedeutungslosigkeit stand, kommt der Krieg in der Ukraine natürlich sehr gelegen. Oh ich mag mir gar nicht das jetzt beginnende Wettrüsten vorstellen.

sabine-g 03.03.2022 13:07

Ich habe gerade mit meiner ukrainischen Kollegin 1h gesprochen.
Niemand ist in der Ukraine bereit zu kapitulieren.
Es gibt enge Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Russland und der Ukraine.
Der Großvater ihrer Freundin wohnt in Russland und sagt: Keine Angst, bald haben wir euch befreit.
Die haben zum großen Teil in Russland null Ahnung was gerade da abgeht, man glaubt tatsächlich, dass das gefakte Aufnahmen (Bilder und Videos) aus den USA sind.

repoman 03.03.2022 13:10

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1649240)
......

Gar nicht auszudenken, wie die Welt heute aussehen würde, hätten sich in den 1940er Jahren auch alle ergeben.

:Danke:

Mo77 03.03.2022 13:13

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1649240)
Wow, jetzt bin ich aber wirklich überrascht. In deinen sonstigen Beiträgen hattest du dich in meinen Augen immer sehr robust in deiner Argumentation gezeigt. Und jetzt das? Hätte ich nicht erwartet.

.

Gar nicht auszudenken, wie die Welt heute aussehen würde, hätten sich in den 1940er Jahren auch alle ergeben.

Weil ich es befremdlich finde, dass am Spielplatz von 30 Leuten ich der einzige deutsche war??
Im Endeffekt machen die das was ich auch machen würde. Mich vor Krieg in Sicherheit zu bringen.
Ich bin der letzte der dasden Leuten vorwerfen würde.
Trotzdem macht das was mit mir.
Dann Ist ein Teil von mir auch noch robust.

Naja das auch sowas was ich Vorfeld auch schwer sagen lässt.
Oft kommt es in so Situationen dann ganz anders und man handelt anders als man es sich vorher ausgemalt hat.

Ich bin mal an ein brennendes Auto gekommen.
Die Vernunft sagt, ge danicht rein.
Ich bin rein und hab den Fahrer rausgezogen.
Wäre aber nichts passiert, da kurz später jemand mit Feuerlöscher da war.

Aber es zeigt, dass sich nicht immer die Rationale Vernunft durchsetzt

Klugschnacker 03.03.2022 13:17

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1649240)
Gar nicht auszudenken, wie die Welt heute aussehen würde, hätten sich in den 1940er Jahren auch alle ergeben.

Putin ist nicht Hitler. Ich finde den Vergleich naheliegender, wie die Menschen in Moskau einerseits und die Menschen in Kiew andererseits leben. Zwischen dem Alltag der Moskauer und Kiewer gibt es gewiss Unterschiede. Wie viele Menschenleben ist er wert, wenn man den militärischen Weg wählt? Zehntausend, hunderttausend, eine Million?

Wie viele dieser Toten haben für sich entschieden, mit der Waffe für ihre Rechte zu kämpfen – und was ist mit den anderen, die ebenfalls getötet wurden?

Ich habe darauf keine Antwort.

keko# 03.03.2022 13:18

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1649240)
...
Gar nicht auszudenken, wie die Welt heute aussehen würde, hätten sich in den 1940er Jahren auch alle ergeben.

Wo genau siehst du denn die Parallelen zu den 1940er Jahren und jetzt, dass du diesen Vergleich ziehst? Dass noch immer weltweit mörderische Kriege geführt werden, wissen wir ja nicht erst seit letzter Woche.

(Frage ist aus echtem Interesse, über eine entsprechende Antwort würde ich mich freuen :Blumen: )

captain_hoppel 03.03.2022 13:24

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1649244)
Ich habe gerade mit meiner ukrainischen Kollegin 1h gesprochen.
Niemand ist in der Ukraine bereit zu kapitulieren.
Es gibt enge Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Russland und der Ukraine.
Der Großvater ihrer Freundin wohnt in Russland und sagt: Keine Angst, bald haben wir euch befreit.
Die haben zum großen Teil in Russland null Ahnung was gerade da abgeht, man glaubt tatsächlich, dass das gefakte Aufnahmen (Bilder und Videos) aus den USA sind.

ja, genau das ist wahrscheinlich das größte Problem: Die russische Bevölkerung hat überhaupt keine Ahnung, was WIRKLICH in der Ukraine passiert. Das kann man ihr auch nicht vorwerfen. Ein Umsturz ist also total unwahrscheinlich, denn dazu bedürfte es einfach eine umfassende Informationslage.

Ich kann das bestätigen, was sabine-g schreibt. Habe das auch schon meiner russischen Exil-Bekannten 1:1 so gehört.

mwpk71 03.03.2022 13:46

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1649248)
Wo genau siehst du denn die Parallelen zu den 1940er Jahren und jetzt, dass du diesen Vergleich ziehst? Dass noch immer weltweit mörderische Kriege geführt werden, wissen wir ja nicht erst seit letzter Woche.

That’s why I reached out to Fiona Hill:
[...]
Hill: We first have to think about what Vladimir Putin has done and the nature of what we’re facing. People don’t want to talk about Adolf Hitler and World War II, but I’m going to talk about it. (...) But let’s focus here on the territorial expansionism of Germany, what Germany did under Hitler in that period: seizure of the Sudetenland and the Anschluss or annexation of Austria, all on the basis that they were German speakers. (...) Germany eventually engaged in a burst of massive territorial expansion and occupation.

Reynolds: So, similar to Hitler, he’s using a sense of massive historical grievance combined with a veneer of protecting Russians and a dismissal of the rights of minorities and other nations to have independent countries in order to fuel territorial ambitions?

Hill: Correct. And he’s blaming others, for why this has happened, and getting us to blame ourselves. If people look back to the history of World War II, there were an awful lot of people around Europe who became Nazi German sympathizers before the invasion of Poland. In the United Kingdom, there was a whole host of British politicians who admired Hitler’s strength and his power, for doing what Great Powers do, before the horrors of the Blitz and the Holocaust finally penetrated.

Politco

Das Interview ist natürlich etwas durch die amerikanische Brille, aber trotzdem ganz interessant zu lesen.

DocTom 03.03.2022 13:52

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1649234)
...Die Masken sind gefallen und der letzte hinterm Berg hat jetzt Putins Absichten verstanden...

Leider in Russland eben nicht, oder er/sie/es geht konform damit!

Ob Flugblätter uber den großen Städten abwerfen hülfe? Ach, geht nicht...

Helios 03.03.2022 14:20

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1649140)
.......
Ansonsten müssen imho die Ukrainer_innen selbst wissen was sie wollen.
........
Trimichi

Merci für den Hinweis - man verliert ja schnell den Überblick was die Einheimischen wollen und das meine Meinung absolut null gefragt ist.
(pn's??? in solche Scharmützel lasse ich mich als red barret nicht hineinziehen).

Fachtechnisch hab ich mich für den krempel nicht mehr interessiert, aber die Russen basteln eine Staubbombe und zünden sie dann - nennt sich TOS-Raketenwerfer und ist ein Big-Killer
================================================== ====
Ein kleiner Sprengstoff in der FAE-Munition wird eine chemische Wolke wie ein tödliches Deospray durch die Luft verbreiten.

Diese Gaswolke kann überall in Gebäude und Gräben eindringen, bevor ein Sekundärsprengstoff die Wolke entzündet und eine massive, lang anhaltende Explosion verursacht.

Die feurige Explosion kann auf wahrhaft entsetzliche Weise töten und verstümmeln und Körperschutz oder Hardcover nutzlos machen.
https://newstextarea.com/deutsch/put...ine-verwendet/
=================================================
ob das jetzt ein russen-bot ist hab ich nicht überprüft

Mit der Wumme in der Hand kann man heutzutage nur ein verlorenes Pokerspiel "drehen"

Mo77 03.03.2022 14:35

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1649255)
Merci für den Hinweis - man verliert ja schnell den Überblick was die Einheimischen wollen und das meine Meinung absolut null gefragt ist.
(pn's??? in solche Scharmützel lasse ich mich als red barret nicht hineinziehen).

Fachtechnisch hab ich mich für den krempel nicht mehr interessiert, aber die Russen basteln eine Staubbombe und zünden sie dann - nennt sich TOS-Raketenwerfer und ist ein Big-Killer
================================================== ====
Ein kleiner Sprengstoff in der FAE-Munition wird eine chemische Wolke wie ein tödliches Deospray durch die Luft verbreiten.

Diese Gaswolke kann überall in Gebäude und Gräben eindringen, bevor ein Sekundärsprengstoff die Wolke entzündet und eine massive, lang anhaltende Explosion verursacht.

Die feurige Explosion kann auf wahrhaft entsetzliche Weise töten und verstümmeln und Körperschutz oder Hardcover nutzlos machen.
https://newstextarea.com/deutsch/put...ine-verwendet/
=================================================
ob das jetzt ein russen-bot ist hab ich nicht überprüft

Mit der Wumme in der Hand kann man heutzutage nur ein verlorenes Pokerspiel "drehen"

Es gibt echt eklige Menschenverachtende Waffensysteme.
FAEs wurden erstmals von den Vereinigten Staaten im Vietnamkrieg eingesetzt, als Generäle behaupteten, Napalm sei nicht zerstörerisch genug.
Das steht in dem Artikel.
Drecks Militär.
Drecks Waffen.
Drecks Putin.

qbz 03.03.2022 15:13

Mich erinnert die jetzige A-Waffendrohung Russlands an die sog. Kubakrise 1962, als die UDSSR in Kuba (Castro als Commandante) Mittelstreckenraketen auf Wunsch und zum Schutz Kubas stationierte, ein Jahr nach der gescheiterten amerikanischen Schweinebuchtinvasion Kubas und die USA die Versorgungswege Kuba´s militärisch komplett blockierte sowie im Falle eines Raketen-Angriffes von Kuba aus offen mit A-Waffeneinsatz auf die UDSSR drohte. Die Leute stürmten auch in der Schweiz die Geschäfte und es herrschte eine grosse Angst vor einem A-Krieg. Verantwortliche Regierungschefs waren damals John F. Kennedy und Chrutschow (geb. in Ukraine), der bekanntlich die Krim der Ukraine zu einem Jubiläum schenkte.

Die UDSSR zog am Ende ihre Mittelstreckenraketen von Kuba wieder ab. Seither galt zwischen den beiden damaligen Super-Mächten die Regel, dass man bei der Stationierung von A-Waffen und entsprechenden Raketen auf der Welt nicht die Vorwarnzeiten unterschreitet und dass es längerfristig Rüstungskontrollen und Begrenzung der A-Waffen braucht, um mehr Sicherheit zu schaffen. Seither gab es nie mehr eine solche Gefahr und Drohung (Ausnahme etvl. 1973) nach meinem Empfinden wie jetzt. Ich hoffe, man erinnert sich in Russland und den USA / NATO an das damalige Ende mit einer friedlichen Konfliktlösung.

tridinski 03.03.2022 15:55

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1649258)
Die UDSSR zog am Ende ihre Mittelstreckenraketen von Kuba wieder ab. ... Ich hoffe, man erinnert sich in Russland und den USA / NATO an das damalige Ende mit einer friedlichen Konfliktlösung.

So Typen wie Putin haben das ganz sicher als Niederlage begriffen dass die Raketen von Kuba wieder abgezogen werden mussten und nicht als eine einvernehmliche Konfliktlösung. Heute stehen aus ihrer Sicht Nato-Truppen bei den Russen vor der Haustür im Baltikum, Polen usw.. die hätte er schon gerne da weg. Er selbst hält sich nicht an Verträge, so wird er auch der Nato unterstellen dass sie sich im Zweifelsfall nicht an ihren ausschließlichen Verteidigungsauftrag gebunden fühlen könnte.

Außerdem lässt er natürlich außer acht, dass die jeweiligen Länder freiweillig in der Nato sind, weil sie eine Bedrohung eher von Osten her sehen als von Westen. Ein nachhaltiger Weg zu einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur wäre ja, dass Russland sich zu einer liberalen Demokratie wandelt, weltweit abgerüstet wird (ob China da mitmacht?) und sich diese Länder einfach nicht mehr bedroht fühlen. Diese Chancen stehen bei Putin aber auf der Skala 0 bis 10 leider so ungefähr bei -500.

In den letzten Wochen war irgendwo zu lesen dass vor 20 Jahren Putin Clinton gefragt habe wie es denn mit Russlands Beitritt zur Nato aussähe. Würde gerne mal zurückspulen und diesen Weg ausprobieren ...

keko# 03.03.2022 16:04

Zitat:

Zitat von mwpk71 (Beitrag 1649250)
That’s why I reached out to Fiona Hill:
[...]
....

Das Interview ist natürlich etwas durch die amerikanische Brille, aber trotzdem ganz interessant zu lesen.

Das ist mir zu allgemein. Warum ich Probleme mit Hitler-Vergleichen habe, ist: Hitler/Nazi-DE war in meinen Augen worst case. Man denke nur an die konkreten grausamen Planungen und Ausführungen, Europa vollständig von Juden zu befreien (war ja kürzlich Jahrestag). Daher sehe ich die Gefahr, dass man in seinen Reaktionen und Aktionen überzieht, wenn man Putin mit Hitler vergleicht.

tandem65 03.03.2022 16:10

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1649260)
Daher sehe ich die Gefahr, dass man in seinen Reaktionen und Aktionen überzieht, wenn man Putin mit Hitler vergleicht.

Ich sehe jetzt nicht daß der Westen nur annähernd Bock hat in Russland einzufallen und Putin zu stürzen. Noch sehe ich das Verlangen mit NATO Truppen auf dem Boden der Ukraine zu agieren.
Die Bevölkerung der Ukraine mit Waffen, Lebensmitteln, Moral, Sympathie.... zu unterstützen halte ich jetzt nicht für eine überzogene Reaktion.:Blumen:

KevJames 03.03.2022 16:42

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1649173)
Das könnte noch zum ernsten Problem für Putin werden: Mütter, die sich um ihre Kinder sorgen oder sogar schon Kinder verloren haben bzw. deren Kinder vermisst werden, haben nichts mehr zu verlieren, nehmen auf nichts mehr Rücksicht und lassen sich auch nicht so leicht wegsperren wie oppositionelle Demonstranten.

Das halte ich für eine komplette Illusion. Was tatsächlich ein "Problem" werden könnte ist eine sich drastisch verschlechternde wirtschaftliche Lage. Wahrscheinlicher aber noch ist aufsteigender Druck der Oligarchen. Es bleibt aber zu befürchten, dass beides keine ganz kurzfristigen Lösungen verspricht (Putin hat ja einige Vorkehrungen bez. der wirtschaftlichen Lage in den letzten 2-3 Jahren getroffen).

tridinski 03.03.2022 17:00

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1649263)
Das halte ich für eine komplette Illusion. Was tatsächlich ein "Problem" werden könnte ist eine sich drastisch verschlechternde wirtschaftliche Lage. Wahrscheinlicher aber noch ist aufsteigender Druck der Oligarchen. Es bleibt aber zu befürchten, dass beides keine ganz kurzfristigen Lösungen verspricht (Putin hat ja einige Vorkehrungen bez. der wirtschaftlichen Lage in den letzten 2-3 Jahren getroffen).

welche Vorkehrungen hat Putin deiner Meinung nach getroffen?

ein Faktor alleine reicht bestimmt nicht aus, aber in Summe mehrerer Punkte könnte was gehen:
* Wirtschaftliche Lage: Verschlechterung ist unterwegs, wird sehr spürbar werden
* Oligarchen - der erste prescht vor Deripaska fordert Kriegsende
* Soldatenmütter - halte ich schon für möglich
* Demonstranten (Respekt dass die sich auf die Strasse trauen!)
* hoffentlich noch einige weitere

(dann müsste das alles auch noch den Effekt haben dass Putin irgendwie einknickt und nicht denkt "dann halt die großen Raketen" ...)

Nepumuk 03.03.2022 17:10

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1649248)
Wo genau siehst du denn die Parallelen zu den 1940er Jahren und jetzt, dass du diesen Vergleich ziehst? Dass noch immer weltweit mörderische Kriege geführt werden, wissen wir ja nicht erst seit letzter Woche.

(Frage ist aus echtem Interesse, über eine entsprechende Antwort würde ich mich freuen :Blumen: )

1938 Hitler annektiert Österreich und besetzt das Sudetenland - England und Frankreich lassen ihn unter dem Schlagwort "Appeasement-Politik" gewähren
2014ff Putin annektiert die Krim und besetzt Teile der Ostukraine - der Westen lässt ihn gewähren, in der Hoffnung das er damit genug hat (also quasi Appeasement-Reloaded)

1939 Hitler überfällt grundlos Polen, das eigentlich durch Beistandserklärungen von Frankreich und Großbritannien geschützt ist
2022 Putin überfällt grundlos die Ukraine, die eigentlich durch Sicherheitsgarantien von Nato und Russland (!) geschützt ist.

Das sind schon auffallende Parallelen, findest du nicht?

Nepumuk 03.03.2022 17:15

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1649247)
Putin ist nicht Hitler. Ich finde den Vergleich naheliegender, wie die Menschen in Moskau einerseits und die Menschen in Kiew andererseits leben. Zwischen dem Alltag der Moskauer und Kiewer gibt es gewiss Unterschiede. Wie viele Menschenleben ist er wert, wenn man den militärischen Weg wählt? Zehntausend, hunderttausend, eine Million?

Wie viele dieser Toten haben für sich entschieden, mit der Waffe für ihre Rechte zu kämpfen – und was ist mit den anderen, die ebenfalls getötet wurden?

Ich habe darauf keine Antwort.

Interessante Frage. Putin ist nicht Hitler, das stimmt. Aber beide sind Diktatoren/Autokraten, die die Demokratie verachten. Beide unterdrücken ihr Volk, beide haben friedliche Nachbarländer überfallen. Beide setzen auf militärische Stärke. Das sind schon reichlich Parallelen für mein Empfinden.

Wieviel Menschenleben ist die Freiheit wert? Das weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass Freiheit und Demokratie erkämpft und verteidigt werden müssen, sonst verschwinden sie. In letzter Konsequenz eben auch mit der Waffe in der Hand.

MatthiasR 03.03.2022 17:24

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1649182)
OK er wurden in den Medien als Kasperl dargestellt ob seiner Historie, alles klar hoffentlich jetzt

Das hat sich ja um 180° gedreht. Auf Fratzenbuch geklaut:
Was kann man aus dem Weltraum auf der Erdoberfläche erkennen?
- Die chinesische Mauer
- Den Amazonas
- Die Pyramiden von Gizeh
- Die Eier von Selenskyj

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1649267)
* Oligarchen - der erste prescht vor ...

Leider denke ich auch, dass einige Oligarchen, die ihre Jachten in Cannes, ihre Villen am Comer See und ihre Luxusappartements in London nicht mehr nutzen können und deren Kinder aus ihren Schweizer Internaten verbannt werden, eher einen Wechsel verursachen können als hungernde russische Bürger oder weinende Soldatenmütter :(

Gruß Matthias

Mo77 03.03.2022 17:24

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1649271)
Interessante Frage. Putin ist nicht Hitler, das stimmt. Aber beide sind Diktatoren/Autokraten, die die Demokratie verachten. Beide unterdrücken ihr Volk, beide haben friedliche Nachbarländer überfallen. Beide setzen auf militärische Stärke. Das sind schon reichlich Parallelen für mein Empfinden.

Wieviel Menschenleben ist die Freiheit wert? Das weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass Freiheit und Demokratie erkämpft und verteidigt werden müssen, sonst verschwinden sie. In letzter Konsequenz eben auch mit der Waffe in der Hand.

Im Donbass sind seit 2014 ca 13000 Menschen in einem Bürgerkrieg umgekommen.
Die dachten auch Freiheit sei mit der Waffe zu erreichen.

Interessiert hat das kaum einen.

Wir reiten uns durch Waffen immer weiter rein in die Scheiße....

Koschier_Marco 03.03.2022 17:33

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1649263)
Das halte ich für eine komplette Illusion. Was tatsächlich ein "Problem" werden könnte ist eine sich drastisch verschlechternde wirtschaftliche Lage. Wahrscheinlicher aber noch ist aufsteigender Druck der Oligarchen. Es bleibt aber zu befürchten, dass beides keine ganz kurzfristigen Lösungen verspricht (Putin hat ja einige Vorkehrungen bez. der wirtschaftlichen Lage in den letzten 2-3 Jahren getroffen).

Sehe ich ähnlich, Hafu Google mal Soldatenmütter Grosny da gibt es Filme auf YouTube wo die Vorgänger der jetzigen Mütter durch die Ruinen stolpern auf der Suche nach ihren Söhnen

Koschier_Marco 03.03.2022 17:36

2022 Putin überfällt grundlos die Ukraine, die eigentlich durch Sicherheitsgarantien von Nato und Russland (!) geschützt ist.

Das sind schon auffallende Parallelen, findest du nicht?[/quote]

Diese Garantien der Nato gibt es explicit nicht, für Russland wären das welche

Koschier_Marco 03.03.2022 17:37

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1649274)
Im Donbass sind seit 2014 ca 13000 Menschen in einem Bürgerkrieg umgekommen.
Die dachten auch Freiheit sei mit der Waffe zu erreichen.

Interessiert hat das kaum einen.

Wir reiten uns durch Waffen immer weiter rein in die Scheiße....

Von den Toten sind die meisten Zivilisten

tandem65 03.03.2022 17:46

Zitat:

Zitat von MatthiasR (Beitrag 1649273)
Leider denke ich auch, dass einige Oligarchen, die ihre Jachten in Cannes, ihre Villen am Comer See und ihre Luxusappartements in London nicht mehr nutzen können und deren Kinder aus ihren Schweizer Internaten verbannt werden, eher einen Wechsel verursachen können als hungernde russische Bürger oder weinende Soldatenmütter :(

Mir ist eigentlich jedes Oligarchenkind im Westen willkommen.:Huhu:

Trimichi 03.03.2022 17:55

Habt ihr das mitbekommen? Ein russischer General ist von einem ukrainischen Sniper erschossen worden. Stimmt das? Fake news?

Nepumuk 03.03.2022 17:59

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1649276)

Diese Garantien der Nato gibt es explicit nicht, für Russland wären das welche

Hierum geht es: https://www.dw.com/de/die-vergessene...ine/a-18110670

Sicherheit gegen Abgabe der Atomwaffen. Hätte die Ukraine mal besser nicht gemacht.

Hafu 03.03.2022 18:02

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1649278)
Mir ist eigentlich jedes Oligarchenkind im Westen willkommen.:Huhu:

Ich halte es verkehrt bei den Sanktionen in entweder/oder-Garantien zu denken.
Sanktionen müssen sowohl Oligarchen und Putin nahestehende Funktionäre als auch die russischen Bürger treffen.

Die Sanktionen sind neben der militärischen Unterstützung der NATO das einzige Mittel, das der Westen hat, um den Krieg (und die Zeit nach dem Krieg) in irgendeiner Weise zu beeinflussen.

Die Sanktionen müssen zwingend -wenn sie nicht nur moralische Empörungsplacebos wie nach der Krim-Anexion sein sollen- in maximalem Umfang jeden der in Russland lebt, das Leben unbequem machen und jeden Tag mehr die Frage in den Raum stellen: War das der Angriff auf die Ukraine wert?

Ausweisung von Oligarchensöhnen und -Töchtern halte ich daher für zwingend geboten, da die Familie nunmal ein enorm wirkmächtiger Hebel ist, um das eigene Verhalten zu hinterfragen und um Verhaltensänderungen zu erzwingen.
Gerade bei Oligarchen ist der Entzug der Aufenthaltserlaubnis für diese selbst und ihrer Ehefrauen ebenso wie für deren Sprösslinge mit Sicherheit eine unangenehmere Sanktion als die Einfrierung irgendwelcher Konten im Westen., denn Geld haben diese ohnehin im Überfluss.

TriVet 03.03.2022 18:04

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1647830)
denke auch, sanktionen bewirken am ehesten etwas, wenn der "hofstaat" direkt und idealerweise ausschließlich darunter leidet, weil das "russische" Vwermögen nichts mehr hilft, also die villen in baden-baden, die jachten in monaco, die aktien in luxemburg, das gold in der schweiz auf einmal mindestens eingefroren bis beschlagnahmt wurden.
da würden die vasallen dem möchtegern-zar am ehesten bald die gefolgschaft veerweigern.

ob dagegen das "einfache" russische volk leidet (hungert, friert...) ändert nullkommagarnichts

Heissa, Die erste Jacht in Frankreich ist beschlagnahmt:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/un...c-ca4bcc2bf4c0

Stefan 03.03.2022 18:12

Das französische Fazit aus dem Gespräch zwischen Macron und Putin: „Das Schlimmste steht uns noch bevor.“

Hafu 03.03.2022 18:30

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1649263)
Das halte ich für eine komplette Illusion. Was tatsächlich ein "Problem" werden könnte ist eine sich drastisch verschlechternde wirtschaftliche Lage. Wahrscheinlicher aber noch ist aufsteigender Druck der Oligarchen. Es bleibt aber zu befürchten, dass beides keine ganz kurzfristigen Lösungen verspricht (Putin hat ja einige Vorkehrungen bez. der wirtschaftlichen Lage in den letzten 2-3 Jahren getroffen).

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1649275)
Sehe ich ähnlich, Hafu Google mal Soldatenmütter Grosny da gibt es Filme auf YouTube wo die Vorgänger der jetzigen Mütter durch die Ruinen stolpern auf der Suche nach ihren Söhnen

Ich darf an dieser Stelle mal auf die "Madres de Plaza de Mayo" hinweisen? Wer von ihnen noch nie gehört hat, für den habe ich den entsprechenden Wikipedia-Text verlinkt.

Wer Mütter unterschätzt, die ihre Kinder suchen oder auch schon verloren haben, macht schon im Ansatz einen Fehler.

Die von Marco erwähnten Parallelen zum Tschetschenienkrieg hinken daran, dass der zweite Tschetschenienkrieg seinerzeit von der Mehrzahl der Russen wegen der vielen tschetschenischen Terrorangriffe in Moskau und in anderen russischen Großstädten mehr oder minder für richtig gehalten wurde und mindestens gebilligt wurde, da es damals ein eindeutiges Bedrohungsgefühl der Russen gegenüber den Tschetschenischen Unabhängigkeitskriegern gab.

Gegenüber den Ukrainern gibt es diese Feindseligkeit aber IMHO absolut nicht und deshalb sind die russischen Opfer im jetzigen Krieg keine in irgendeiner Weise tragische aber für die Sache "notwendige" Opfer wie einst im Tschetschenienkrieg, sondern müssten -sofern die russischen Sinne nicht komplett vernebelt sind von der staatlichen Propaganda- als absolut vermeidbares und letztlich von Russland selbst verschuldetes Opfer gelten. Das macht die bisherigen und auch jedes zukünftige Opfer weitaus schwerer für die Angehörigen zu ertragen.

Aber ich gebe KevJames recht: kurzfristige Lösungen sind aus dieser Interessenlage selbstverständlich nicht zu erwarten, zumal die russische Führung alles dafür tun wird, die Angehörigen gefallener (oder gefangen genommener) russischer Soldaten so spät als möglich über ihren erlittenen Verlust zu informieren. Schon allein, um die Öffentlichkeit im Unklaren zu lassen, wie hoch die tatsächlichen eigenen Verluste sind.

Kurzfristige Lösungen gibt es aber nunmal nicht. Und selbst wenn irgendwann in den nächsten Tagen (oder Wochen) die Einigung auf einen Waffenstillstand gelingen sollte, wird der Ukraine-Konflikt weiter schwelen und braucht es einen massiven innenpolitischen Protest in Russland, wenn sich am Kern der politischen Verhältnisse etwas ändern soll.

Hafu 03.03.2022 18:43

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1647830)
denke auch, sanktionen bewirken am ehesten etwas, wenn der "hofstaat" direkt und idealerweise ausschließlich darunter leidet, ...
ob dagegen das "einfache" russische volk leidet (hungert, friert...) ändert nullkommagarnichts

Wenn die Putin-Vasallen leiden, trifft das zwar absolut die Richtigen, aber der Kreis ist so klein und von Putin handverlesen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass einer von Putins Vertrauten ihn in Frage stellen würde: Ohne Putin würde sein "Hofstaat" alle Privilegien und alles Geld verlieren. Diese Clique ist mit Putin aufgestiegen und wird mit ihm untergehen.

Diktaturen gehen in der Regel dann unter, wenn tatsächlich das Volk sich auflehnt. Bei Putschversuchen innerhalb der Führungsschicht, wird meist nur der eine Diktator gegen einen anderen Diktator oder ein paar Militärgeneräle ersetzt. Große Änderungen zu einer freiheitlicheren Gesellschaft sind von solchen Putsch-Geschichten nicht zu erwarten, auch wenn aktuell jeder andere Führer als Putin als Verbesserung erscheinen würde.

svmechow 03.03.2022 19:53

Wie schön, Arnes farbliche Anpassung des Triathlon Szene Forum-Logo.
Auch schön zu sehen, wie in kleinem Rahmen Solidarität funktioniert: in der Wohnung meines Sohnes wohnt jetzt eine geflüchtete Ukrainerin mit ihrer Mutter, er ist zur Nachbarin auf die Couch gezogen. Nächste Woche geht es wieder mit seinem Berlingo ins Grenzgebiet nach Polen, „Menschen holen“, wie er sagt.
Natürlich ändert das nichts an der Gesamtsituation, trotzdem freue ich mich über das Engagement der Generation Z, die eben doch nicht nur aus hedonistischem party people besteht.
Bevor es wer anders sagt: bestimmt möchte ich auch ein wenig mit meinem Sohn prahlen.

Pablo1305 03.03.2022 20:03

Der Link von Stefan gibt leider momentan keinen Grund zur Hoffnung auf baldige Besserung......sehr traurig.

@svmechow: Daumen hoch für deinen Sohn

happytrain 03.03.2022 20:06

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1649287)
Wenn die Putin-Vasallen leiden, trifft das zwar absolut die Richtigen, aber der Kreis ist so klein und von Putin handverlesen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass einer von Putins Vertrauten ihn in Frage stellen würde: Ohne Putin würde sein "Hofstaat" alle Privilegien und alles Geld verlieren. Diese Clique ist mit Putin aufgestiegen und wird mit ihm untergehen.

Diktaturen gehen in der Regel dann unter, wenn tatsächlich das Volk sich auflehnt. Bei Putschversuchen innerhalb der Führungsschicht, wird meist nur der eine Diktator gegen einen anderen Diktator oder ein paar Militärgeneräle ersetzt. Große Änderungen zu einer freiheitlicheren Gesellschaft sind von solchen Putsch-Geschichten nicht zu erwarten, auch wenn aktuell jeder andere Führer als Putin als Verbesserung erscheinen würde.

Ich lese ja nur meist mit, aber was ich mich frage wieso nicht schon längst ein Kopfgeld in Mrd Höhe ausgesetzt wurde. Ode vll. Wurde dies auch schon und wir bekommen es noch nicht mit. Die geheimdienste arbeiten im Hintergrund sicher an einer praktikablen Lösung. Alles andere kann ich mir eigentlich nicht mhr vorstellen. Sonst würde er sich nicht so dermaßen ängstlich abschotten und Abstände zwischen sich und anderen von 10m und mehr (siehe Verhandlungstisch) aufbauen. Er hat glaube ich Angst vor seinen eigenen Methoden. Man wird sehen. Aber es wird sehr schlimm werden für alle. Eine Anfrage an mich und meine Frau zwecks humanitären Einsatz wurde bereits gestellt. Wir waren schon en paar mal in solchen und die Hilfsorganisationen bereiten schon die humanitäre Hilfe vor. Wir können froh sein , dass es Frühling wird. Ich mag gar nicht an die Kinder denken, die uns begegnen werden. Ich hoffe auf ein schnelles Ende.

Rausche 03.03.2022 20:17

Es gibt bereits ein Kopfgeld auf Putin (1 Mio €)

Geheimdienst-Chef: „Heißer“ Krieg mit dem Westen
Nach Darstellung des Chefs des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin, befinden sich sein Land und der Westen nicht in einem neuen Kalten Krieg, sondern in einem „heißen“. „Westliche Politiker und Kommentatoren bezeichnen das gegenwärtige Geschehen gern als 'neuen kalten Krieg'“, schreibt Naryschkin auf der Website seiner Behörde. Die historischen Parallelen passten jedoch nicht: „Schon deswegen, weil Russland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem Westen in entfernten Gegenden gekämpft hat und der Krieg jetzt an die Grenzen unseres Mutterlandes angekommen ist. Für uns ist er also definitiv nicht 'kalt', sondern ziemlich 'heiß'.“

Im Nachbarland Krieg anfangen und dann sagen der Krieg ist an unserer Grenze angekommen.
Morgen erzählt Lawrow dann wieder der Westen verbreitet Panik.

Gibt's noch was nach " ziemlich heißer Krieg" ?


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