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Helmut S 22.11.2018 15:20

Auch wenn man will, lässt sich fliegen nicht immer vermeiden. Insbesondere wenn einen der Chef ins Ausland schickt - oder was auch immer.

Wenn man schon CO2 durch fliegen erzeugt/erzeugen muss, kann man es z.B. mit solchen Ansätzen kompensieren: https://www.atmosfair.de/de/ Besser wäre freilich erst gar nicht zu fliegen.

Nebenbei, am Rande und übrigens: https://futurzwei.org/ (Prof. Dr. Harald Welzer) ist eine interessante Sache in Zukunftsfragen und auch in Sachen Nachhaltigkeit.

dasgehtschneller 22.11.2018 16:01

Wobei man Kleidung und Elektronik per Frachtschiff transportiert.

Das sind zwar auch ganz schöne Dreckschleudern was Schwefeloxide, Feinstaub usw. angeht, verursachen pro transportierter Tonne aber immer noch am wenigsten CO2 von allen Transportmitteln.


Ein Verkehrsflugzeug verbrennt übrigens auch nur etwa 3l Kerosin pro Passagier und 100km. Wenn man nicht mindestens zu zweit im Auto sitzt schneidet das Auto da sogar schlechter ab.
Das Problem hier ist aber dass man schnell mal ein paar Tausend Kilometer zusammenkriegt was man mit dem Auto eher vermeidet.

Spargel 22.11.2018 16:11

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1420950)
Bei z.B. Frankfurt - Berlin macht das 4h (mit der Bahn) zu 2-2,5h (mit dem Flugzeug), oder für den Geschäftsmann: An einem Tag hin und zurück statt Übernachtung oder Nachtzug zurück.

Nur zum Verständnis: Ich heiße das nicht gut, aber mit dem Zeitargument kommst du da leider nicht weit.
M.

Sicher?
Mit der Bahn starte ich von Zentrum zu Zentrum. Beim Flug muss ich je 30min Anfahrt draufrechnen. Plus der Zug fährt jede Stunde und ich bin nicht gebunden.

Schwierig. Habe selbst noch nie Kurzstreckenflüge genutzt.

Matthias75 22.11.2018 16:32

Zitat:

Zitat von Spargel (Beitrag 1420981)
Sicher?
Mit der Bahn starte ich von Zentrum zu Zentrum. Beim Flug muss ich je 30min Anfahrt draufrechnen. Plus der Zug fährt jede Stunde und ich bin nicht gebunden.

Schwierig. Habe selbst noch nie Kurzstreckenflüge genutzt.

Wie geschrieben: Kommt darauf an, wie lange die Anfahrt zum Flughafen bzw. zum Bahnhof und zum Ziel ist. Wohnst du direkt im Zentrum? Ist das ziel direkt im zentrum? Hier im Rhein-Main-Gebiet bin ich teilweise schneller am Flughafen als am Bahnhof. Nein, stimmt nicht, eigentlich genauso schnell, weil der Flughafen ja auch einen Fernbahnhof hat.

Die reine Zeit von Flughafeneingang bis Flughafenausgang ist auf jeden Fall kürzer als von Bahnhofseingang zu Bahnhofsausgang. Der einzige wirkliche Zeitfaktor ist beim Flug die Sicherheitskontrolle, die kann je nach Andrang länger dauern. Ich „dürfte“ das Spiel für frühere Arbeitgeber gelegentlich machen. Hin- und Rückflug ging locker an einem Tag, inklusive Besprechung von 10:00-16:00. Mit der Bahn wäre das stressiger geworden.

Wie schon geschrieben: Ich will Kurzstreckenflüge weder verteidigen noch gutheißen. Aber das Zeitargument zieht leider nicht, wenn man nicht gerade eine direkte Hochgeschwindigkeits-ICE-Verbindung hat und Start und Ziel in Bahnhofsnähe sind.

M.

DocTom 22.11.2018 16:59

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1420979)
...das sind zwar auch ganz schöne Dreckschleudern was Schwefeloxide, Feinstaub usw. angeht, verursachen pro transportierter Tonne aber immer noch am wenigsten CO2 von allen Transportmitteln...

Weshalb lt einer befreundeten Apfelbäuerin der Neuseeland Bioapfel tatsächlich eine bessere Energiebilanz / Ökobilanz aufweisen kann, als der per LKW transportierte örtliche Apfel...

Aber für die Vielflieger zum Nachdenken:
http://www.spiegel.de/panorama/studi...s-a-83030.html

:Huhu: :Blumen: :Huhu:

Trimichi 23.11.2018 17:47

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1420970)
Auch wenn man will, lässt sich fliegen nicht immer vermeiden. Insbesondere wenn einen der Chef ins Ausland schickt - oder was auch immer.

Wenn man schon CO2 durch fliegen erzeugt/erzeugen muss, kann man es z.B. mit solchen Ansätzen kompensieren: https://www.atmosfair.de/de/ Besser wäre freilich erst gar nicht zu fliegen.

Nebenbei, am Rande und übrigens: https://futurzwei.org/ (Prof. Dr. Harald Welzer) ist eine interessante Sache in Zukunftsfragen und auch in Sachen Nachhaltigkeit.

Wenn man will, dann will man es....
Ja klar, der Chef... - man selbst kann nicht, weil es ist ja so und so. Keine Verantwortung übernehmen aber das Gegenteil gutheißen was man selbst macht. So was nennt sich Doppelmoral. Also lieber rumfliegen und sich einreden man könne ja nichts dafür.

VG

Stefan 23.11.2018 20:27

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1421262)
Wenn man will, dann will man es....
Ja klar, der Chef... - man selbst kann nicht, weil es ist ja so und so.


Und Du würdest Deinen Prinzipien den Job opfern?

Trimichi 24.11.2018 18:06

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1421286)
Und Du würdest Deinen Prinzipien den Job opfern?

Habe ich schon gemacht, vor vielen Jahren.

Das Topic ist allerdings und sowieso obsolet, da der Point-Of-No-Return in Sachen Klimakatastrophe überschritten wurde. Da braucht sich niemand mehr schämen. Der Planet rast gegen die Wand. Also vielmehr die Menschen darauf. Wir können es nicht mehr ändern, selbst wenn wir es jetzt wollten. Von daher ist es völlig egal ob einer viel oder wenig fliegt. Muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Edel geht die Welt zu Grunde ...


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