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Johannespopannes 21.10.2015 11:00

Ich werde es diesen Winter so machen:
Ich nehme den kostenlosen Trainingsplan und verlängere ihn noch eine Woche nach hinten, so dass ich in PREP1 auch 4 Wochen habe. In dieser Phase trainiere ich vor allem Schnelligkeit (3-6sek Sprints mit langer Pause). Krafttraining werde ich mir dieses Mal sparen, da hab ich dieses Jahr die Zielwerte quasi aus dem Stand erreicht.
Anschließend geht's weiter mit 200er, dann 400er usw. Das hab ich so über den Plan verteilt, dass ich pünktlich zur BUILD Phase mit den WK-spezifischen Sachen beginne und die damit optimal vorbereitet sind. Ziel-WK ist Roth. Es ist also die ganze Zeit eine Steigerung (in dem Fall vor allem der Intervalldauer) vorhanden.
Die Zeit bis zum Beginn des Plans nutze ich u. a., um mich auf die Sprintbelastungen vorzubereiten.
Zu der Sache mit dem Laktat: Da sollte man meiner Meinung nach viel nach Gefühl machen. Wenn man weiß, dass man ein Laktatmonster ist (also verhältnismäßig gut auf Mittelstrecken, 800m etc), dann sollte man sehr viel Wert auf ausreichend lange Pausen legen. Es spricht ja nichts dagegen, statt 4x(4'/4') 4x(4'/6') zu machen.
Außerdem gabs mal einen Filmbeitrag, in dem es um den Laktatabbau bei moderater Belastung ging. Der ist wohl bei einigen Profis so erstaunlich gut, dass laktatbasierende Leistungstests ihre Aussagekraft mehr oder weniger komplett verlieren. Als "Training" dafür wurden Belastungskurven in Sinusform vorgeschlagen.

NBer 21.10.2015 11:12

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1175727)
2) Die Erhöhung der anearoben Kapazität (W' genannt). Diese Kapazität ist wie ein Speicher, den man nutzen kann, um eine zeitlang über der Schwelle zu treten (wie Kers bei der Formel1). Beispiel wäre CP60, also X Watt über CP für 60 Minuten. Je höher nun diese Kapazität ist, desto mehr Watt können wir über der Schwelle in einer vogegebenen Zeit treten. Bei einer Ausbelastung würden wir diesen Speicher komplett entleeren, was der Körper gar nicht mag (extreme Ausbelastung). Somit würde er diesen Speicher auf einem höheren Niveau wieder auffüllen, um für das nächste mal besser gewappnet zu sein. Ergo würden wir auch die CP60 Leistung erhöhen.

Does it make sense?

sage doch einfach die FTP (oder anaerobe schwelle) verschiebt sich nach oben, nicht so kompliziert machen :-). warum noch wieder begriffe wie kapazität und speicher einführen. zumal der begriff speicher schon wieder an kohlenhydratspeicher denken lässt, was du aber nicht meinst.
jedes training an einer schwelle ist effektiv und geeignet, diese schwelle zu erhöhen.
aus meiner sicht ist es so: trainiere ich viel an der aeroben schwelle, steigt diese signifikanter an, als die anaerobe (die aber trotzdem auch steigt!).
trainiere ich viel anaerob, steigt die anaerobe schwelle schneller an, als die aerobe. trainiere ich nur noch anaerob, bricht mir irgendwann das aerobe gefüge völlig weg.
wir reden hier von nuancen, aus meiner sicht vll 5% vom gesamttrainingsumfang.
zb könnte es so aussehen: vermehrt aerobes training: 82% GA1, 10% GA2, 5% WSA, 3% KA, Stabi usw. vermehrt anaerobes training: 77% GA1, 15% GA2, 5% WSA, 3% KA, Stabi usw.

Mo77 21.10.2015 11:57

Der aktuell 24. Von Hawaii, Malte Bruns, sagt im Interview iin der Triathlon special Nr. 2, dass er NUR UMFANG trainiert hat!

NUR UMFANG

Hat dann doch für einen neuen Ak Rekord gereicht.

Gut ich unterstell ihm jetzt mal keine vollkommene Talentfreiheit.
Ebenso kann es gut sein, dass er mit diexer Aussage sich mehrbei Sponsoren verspricht.

Hätte hätte Fahradkette. Man kann natürlich sagen, dass er mit gezielterem training weniger trainieren hätte müssen oder gar noch schneller gewesen wäre.

Ist aber auch etwas off topic

:Blumen:

Gozzy 21.10.2015 12:00

Zitat:

Zitat von longtrousers (Beitrag 1175737)
In der neuen Tour von November:
Wintertrainingprogramm in den Nov, Dez und Jan Wochen:
Zwei mal Rollentraining pro Woche, hohe Intensität, Intervalltraining im Entwicklungs- und Spitzenbereich:
Z.B. 4*(4 Min. Maximale Leistung + 5 Min. Erholung) oder 8* (30" + 30").
"Zum Ende sollte die Belastung erschöpfend sein".

Mann mann, wenn da kein Laktat hochkommt ...

Ich persönlich denke , dass es davon abhängt welchen und vor allem wann mein Saisonhöhepunkt ist. Wenn ich für einen Cross-Duathlon trainiere mag das sinnvoll sein. Für Kona eher weniger. Allerdings weiß ich auch nicht in wie fern die Tour oder Roadbike verlässliche Quellen sind. Vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen mit? Ich kann das Niveau dieser Zeitschriften leider nicht wirklich beurteilen, denke aber das ist nicht viel mehr als "nice to read".

Mal eine andere (Gretchen-?)Frage: Würdet ihr einen "ausdauerfremden" Anfänger periodisiert, über alle Perioden hinweg, trainieren lassen oder die ganze Saison nur im Grundlagenbereich (VP1?) ansetzen? Oder ganz und gar einfach nach Lust und Laune ohne starre Vorgaben?

Einen schönen Tag noch!

mhovorka 21.10.2015 12:04

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 1175554)
Ja. Dieser Auffassung bin ich. MMn ist das wichtigste Training zur Verbesserung der VO2max langes GA1-Training.

Das darf man nicht so pauschal sagen. Und es stimmt auch nur bedingt. Habe ich einen totalen Anfänger im Sport vor mir, dann stimme ich dir zu 100% zu. Mach GA1 Training mit der Person und die VO2max wird sich verbessern.

Hat man aber eine bereits ganz gut trainierte Perosn, funktioniert mit GA1 training gar nichts mehr in Richtung VO2max.

Das ganze kommt daher, dass man mit einem GA1 training komplett andere Systeme Belastet/Auslastet als mit einem Training an der anaeroben Schwelle, an der Leistung der VO2max oder darüber.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist auf jeden Fall, dass bei gut trainieren Personen ein GA1 training keine Effekt mehr auf die VO2max hat. Das ganze hier zu erklären würde glaub ich zu weit gehen.

ArminAtz 21.10.2015 12:06

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1175810)
Der aktuell 24. Von Hawaii, Malte Bruns, sagt im Interview iin der Triathlon special Nr. 2, dass er NUR UMFANG trainiert hat!

NUR UMFANG

Hat dann doch für einen neuen Ak Rekord gereicht.

Ja, bist zu 50 h die Woche. Wers verträgt und die Zeit hat...

Nur wird auch er sein Training umstellen müssen, wenn er sich weiter steigern möchte.

captain hook 21.10.2015 12:23

Zitat:

Zitat von mhovorka (Beitrag 1175814)
Das darf man nicht so pauschal sagen. Und es stimmt auch nur bedingt. Habe ich einen totalen Anfänger im Sport vor mir, dann stimme ich dir zu 100% zu. Mach GA1 Training mit der Person und die VO2max wird sich verbessern.

Hat man aber eine bereits ganz gut trainierte Perosn, funktioniert mit GA1 training gar nichts mehr in Richtung VO2max.

Das ganze kommt daher, dass man mit einem GA1 training komplett andere Systeme Belastet/Auslastet als mit einem Training an der anaeroben Schwelle, an der Leistung der VO2max oder darüber.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist auf jeden Fall, dass bei gut trainieren Personen ein GA1 training keine Effekt mehr auf die VO2max hat. Das ganze hier zu erklären würde glaub ich zu weit gehen.

Nach heutiger Kenntnislage ist ja zusätzlich fraglich, ob ein bereits gut trainierter Ausdauersportler seine VO2max überhaupt noch nennenswert steigern kann.

So richtig verstanden hab ich eigentlich noch nicht, warum die VO2max hier über Seiten das dominierende Thema ist. Sie ist schlecht trainierbar und hat speziell auf stark ausdauerdominierte Sportarten nur eine sehr geringe Auswirkung.

Zum Anheben der anaeroben Schwelle (für KD Athleten vielleicht interessant) oder der aeroben Schwelle gibt es sinnvollere Einheiten als VO2max Booster.

Kein mir bekanntes klassisches Periodisierungskonzept kennt Einheiten wie sie klassischerweise in diesem Zusammenhang eingesetzt werden in der VP1. Ob sie ggf unter speziellen Umständen und als Hilfskrücke in dem einen oder anderen Fall irgendeine Wirkung erzielten ist ein anderes Thema (z.B. ich hab eh nur max 1h Zeit, da macht es wenig Sinn nur langsam zu machen). Aber dann muss man sich halt fragen, ob eine Periodisierung für einen selber so sinnvoll ist.

Aber wir wollen hier ja so tun, als ob man versuchen würde danach zu trainieren. :Blumen:

TiJoe 21.10.2015 12:41

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175828)
Aber wir wollen hier ja so tun, als ob man versuchen würde danach zu trainieren. :Blumen:

Der gute Wille ist vorhanden! :Cheese:

Sciencetoday 21.10.2015 12:45

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175828)
Nach heutiger Kenntnislage ist ja zusätzlich fraglich, ob ein bereits gut trainierter Ausdauersportler seine VO2max überhaupt noch nennenswert steigern kann.

So richtig verstanden hab ich eigentlich noch nicht, warum die VO2max hier über Seiten das dominierende Thema ist. Sie ist schlecht trainierbar und hat speziell auf stark ausdauerdominierte Sportarten nur eine sehr geringe Auswirkung.

Zum Anheben der anaeroben Schwelle (für KD Athleten vielleicht interessant) oder der aeroben Schwelle gibt es sinnvollere Einheiten als VO2max Booster.

Kein mir bekanntes klassisches Periodisierungskonzept kennt Einheiten wie sie klassischerweise in diesem Zusammenhang eingesetzt werden in der VP1. Ob sie ggf unter speziellen Umständen und als Hilfskrücke in dem einen oder anderen Fall irgendeine Wirkung erzielten ist ein anderes Thema (z.B. ich hab eh nur max 1h Zeit, da macht es wenig Sinn nur langsam zu machen). Aber dann muss man sich halt fragen, ob eine Periodisierung für einen selber so sinnvoll ist.

Aber wir wollen hier ja so tun, als ob man versuchen würde danach zu trainieren. :Blumen:

Es gibt die nette Studie aus dem Jahr 2014 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3912323/ die zeigt, dass man signifikante Steigerungen bei gut trainierten Athleten nur mit klassischem VO2max-Training (4x4 min) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erzielt. Auch eine signifikanten Steigerung, wenn auch nicht so ausgeprägt, erzielte ein Training mit VO2max-Taining only. Dagegen erbrachte Training an der FTP (3 x Woche) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erbrachte keine Verbesserung. Wie gesagt, die Studie wurde an bereits gut trainierten Athleten durchgeführt.

Für mich etwas überraschend, da ich im letzten Jahr meine Leistung auf dem Rad mit viel Training an der FTP und SST doch deutlich steigern konnte. VO2max Training hatte bis auf 2-3 x nicht durchgeführt.

ph1l 21.10.2015 13:28

[quote=captain hook;1175828]

Zum Anheben der anaeroben Schwelle (für KD Athleten vielleicht interessant) oder der aeroben Schwelle gibt es sinnvollere Einheiten als VO2max Booster.

QUOTE]

@ captain

Beispiele bitte

:Blumen: :)

captain hook 21.10.2015 13:32

Zitat:

Zitat von Sciencetoday (Beitrag 1175839)
Es gibt die nette Studie aus dem Jahr 2014 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3912323/ die zeigt, dass man signifikante Steigerungen bei gut trainierten Athleten nur mit klassischem VO2max-Training (4x4 min) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erzielt. Auch eine signifikanten Steigerung, wenn auch nicht so ausgeprägt, erzielte ein Training mit VO2max-Taining only. Dagegen erbrachte Training an der FTP (3 x Woche) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erbrachte keine Verbesserung. Wie gesagt, die Studie wurde an bereits gut trainierten Athleten durchgeführt.

Für mich etwas überraschend, da ich im letzten Jahr meine Leistung auf dem Rad mit viel Training an der FTP und SST doch deutlich steigern konnte. VO2max Training hatte bis auf 2-3 x nicht durchgeführt.

Interessant in diesem Zusammenhang, dass die relative VO2max/kg angegeben wird. Die Hitgruppe erzielte nach Angaben im Artikel eine ziemliche Gewichtsreduktion, die anderen Gruppe nicht. Das dürfte die relative VO2max durchaus mit beeinflussen. ;-)

BTW: ich hab ja garnix gegen ein VO2max Training. Trotzdem halte ich es für gewagt, dass dieses in der VP1 richtig untergebracht ist. Einfach weil man dort meiner Meinung nach wesentlich besser mit unspezifierischen Reizen arbeiten kann und gemäß gängiger Periodisierungsmodelle auch soll.

captain hook 21.10.2015 13:36

[quote=ph1l;1175844]
Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175828)

Zum Anheben der anaeroben Schwelle (für KD Athleten vielleicht interessant) oder der aeroben Schwelle gibt es sinnvollere Einheiten als VO2max Booster.

QUOTE]

@ captain

Beispiele bitte

:Blumen: :)

Sweetspot, 3x8min, 2-3x20min, Tempowechsel...

Klassische 4x4 Programme liegen ja immerhin bei 115% oder noch höher und die Zeit die man dabei schafft anzusammeln ist relativ gering (Intensitätsgeschuldet). Ich kenne Athleten, bei denen solch geringe Umfänge überhaupt keine Wirkung (mehr) entfalten.

Sciencetoday 21.10.2015 13:44

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175845)
BTW: ich hab ja garnix gegen ein VO2max Training. Trotzdem halte ich es für gewagt, dass dieses in der VP1 richtig untergebracht ist. Einfach weil man dort meiner Meinung nach wesentlich besser mit unspezifierischen Reizen arbeiten kann und gemäß gängiger Periodisierungsmodelle auch soll.

Das stimmt natürlich und ist auch eigentlich Thema des Threads. ;)

Bike-Felix 21.10.2015 13:44

Wie "periodisieren" eigentlich die Eliteathleten, die bei ca 10 Wettkämpfen gleichmäßig verteilt von März bis September (meist 2 pro Monat) über Sprint und Olympische Distanz bei jedem Wettkampf mit bestmöglicher Form am Start stehen wollen?

captain hook 21.10.2015 13:50

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175854)
Wie "periodisieren" eigentlich die Eliteathleten, die bei ca 10 Wettkämpfen gleichmäßig verteilt von März bis September (meist 2 pro Monat) über Sprint und Olympische Distanz bei jedem Wettkampf mit bestmöglicher Form am Start stehen wollen?

Die stehen nicht bei jedem Wettkampf mit der bestmöglichen Form am Start. Irgendwo muss man Abstriche hinnehmen.

Adept 21.10.2015 13:51

Zitat:

Zitat von Sciencetoday (Beitrag 1175839)
Es gibt die nette Studie aus dem Jahr 2014 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3912323/ die zeigt, dass man signifikante Steigerungen bei gut trainierten Athleten nur mit klassischem VO2max-Training (4x4 min) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erzielt. Auch eine signifikanten Steigerung, wenn auch nicht so ausgeprägt, erzielte ein Training mit VO2max-Taining only. Dagegen erbrachte Training an der FTP (3 x Woche) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erbrachte keine Verbesserung. Wie gesagt, die Studie wurde an bereits gut trainierten Athleten durchgeführt.

Für mich etwas überraschend, da ich im letzten Jahr meine Leistung auf dem Rad mit viel Training an der FTP und SST doch deutlich steigern konnte. VO2max Training hatte bis auf 2-3 x nicht durchgeführt.

Guter Beitrag, nicht nur deswegen, weil es meine Theorie untermauert! ;-) Danke für die hilfreiche Studie.

Sciencetoday 21.10.2015 13:56

[quote=captain hook;1175848]
Zitat:

Zitat von ph1l (Beitrag 1175844)

Sweetspot, 3x8min, 2-3x20min, Tempowechsel...

Ist es denn wirklich möglich mit o.g. Training die FTP zu verschieben? In der letzten Saison bin ich das zum einen als Vorbereitung für Training an der FTP gefahren und zum Zeitpunkt des Trainings an der FTP bin ich z.B. 60 min SST am Folgetag gefahren. 60 min waren schon am Ende anstrengend. Wenn ich jedoch "nur" 3 x 8 min gefahren wäre oder auch 2 x 20 min, hätte ich nicht das Gefühl einen Reiz zu setzen. Kann aber auch sein, dass ich meine FTP zu niedrig angesetzt habe.

Du bist ja die 3 x 8 min öfter gefahren, war das an der FTP oder SST?

Bike-Felix 21.10.2015 14:07

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175856)
Die stehen nicht bei jedem Wettkampf mit der bestmöglichen Form am Start. Irgendwo muss man Abstriche hinnehmen.

Das ist mir schon klar, dass nicht 10x im Jahr 100% drin sind. Daher frage ich mich ja auch ob dann versucht wird 10x mit 90-95% am Start zu stehen oder ob (in einer normalen Saison, Olympia 2016 lass ich mal außen vor) dann trotzdem 2 Zeitpunkte im Jahr als Höhepunkte gewählt werden. Vorteil bei letzterem wäre wahrscheinlich dass man so jeweils 2 nah beieinander liegende Wettkämpfe abdecken kann, was dann schon 4 bei nahezu 100% wären... Außerdem kann man die Abstände zwischen den Hauptwettkämpfen nahezu perfekt abstimmen.

Was ich mich dann frage ist wie es Javier Gomez trotzdem schafft quasi immer aufs Podium zu laufen, wenn man annimmt, dass er nicht durchgehend in Top Form am Start steht. Sprich konstante Leistung trotz unkonstanter Form

captain hook 21.10.2015 14:12

[quote=Sciencetoday;1175860]
Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175848)

Ist es denn wirklich möglich mit o.g. Training die FTP zu verschieben? In der letzten Saison bin ich das zum einen als Vorbereitung für Training an der FTP gefahren und zum Zeitpunkt des Trainings an der FTP bin ich z.B. 60 min SST am Folgetag gefahren. 60 min waren schon am Ende anstrengend. Wenn ich jedoch "nur" 3 x 8 min gefahren wäre oder auch 2 x 20 min, hätte ich nicht das Gefühl einen Reiz zu setzen. Kann aber auch sein, dass ich meine FTP zu niedrig angesetzt habe.

Du bist ja die 3 x 8 min öfter gefahren, war das an der FTP oder SST?

3x8min bei rd. 108%. Also deutlich überschwellig. Im Tour Forum propagiert ein Mann mit umfassenden Kenntnissen über die ablaufenden Stoffwechselprozesse (und eigener Erfahrung) das Prinzip der Umspielung der Schwelle. Push und Pull heißt es bei ihm. Bedeutet, dass Du auf der einen Seite mit SST Training die Schwelle von unten bearbeitest und zB mit 3x8min von oben (in zwei getrennten Einheiten).

4x4 bin ich dieses Jahr gefahren für eine zweiteilige Geschichte, wo erst ein kurzes Prologzeitfahren und dann ein Straßenrennen anstand. Da hab ich dann zusätzlich lange GA Ausfahrten dazu kombiniert.

Zur Eindordnung: All das sind Einheiten und Kombinationen, die ich anhand der Standardwerke in der Specialphase sehen würde.

captain hook 21.10.2015 14:16

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175862)
Das ist mir schon klar, dass nicht 10x im Jahr 100% drin sind. Daher frage ich mich ja auch ob dann versucht wird 10x mit 90-95% am Start zu stehen oder ob (in einer normalen Saison, Olympia 2016 lass ich mal außen vor) dann trotzdem 2 Zeitpunkte im Jahr als Höhepunkte gewählt werden. Vorteil bei letzterem wäre wahrscheinlich dass man so jeweils 2 nah beieinander liegende Wettkämpfe abdecken kann, was dann schon 4 bei nahezu 100% wären... Außerdem kann man die Abstände zwischen den Hauptwettkämpfen nahezu perfekt abstimmen.

Was ich mich dann frage ist wie es Javier Gomez trotzdem schafft quasi immer aufs Podium zu laufen, wenn man annimmt, dass er nicht durchgehend in Top Form am Start steht. Sprich konstante Leistung trotz unkonstanter Form

Zu Gomez: Der Rest kann das ja auch nicht. ;-)

zu1) Da gibt es unterschiedliche Konzepte. Zwei Wettkämpfe in rel. dichter Folge gehen wohl ganz gut. Wenn Pause dazwischen dann schon wieder etwa länger, weil es anssonsten auch psychisch unglaublich schwer ist, nach einem absolvierten Saisonhöhepunkt die Spannung über einen folgenden langen Zeitraum aufrecht zu erhalten. Das bedeutet natürlich auch, dass ein neuer (wenn auch kürzerer) spezifischer Aufbau erfolgen muss. Bei WK Serien macht man es dann häufig so, dass man die WK ins Training aufbaut und sich von WK zu WK steigert.

Bike-Felix 21.10.2015 14:24

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175867)
Bei WK Serien macht man es dann häufig so, dass man die WK ins Training aufbaut und sich von WK zu WK steigert.

Also keine Periodisierung mit 2 Höhepunkten? Diese Steigerung klingt aber auch sinnvoll da die WM in Chicago wahrscheinlich der letzte wichtigste Start der Saison war.

captain hook 21.10.2015 14:43

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175871)
Also keine Periodisierung mit 2 Höhepunkten? Diese Steigerung klingt aber auch sinnvoll da die WM in Chicago wahrscheinlich der letzte wichtigste Start der Saison war.

Das dürfte auf den Einzelfall ankommen. Wenn die ersten Rennen Teil des Aufbaus sind, danach dann rausgenommen wird und dann mit weiteren WK wieder Richtung zweitem Höhepunkt aufgebaut wird, passt das doch auch zusammen?!

Antracis 21.10.2015 14:55

Captain,
sach mal, das steht ja hier unter Radfahren, bei einigen Beiträgen geht es dann doch gemischt zum Laufen. Willst Du das hier lieber koscher halten (womit ich kein Problem habe...), oder können die Beispieleinheiten auch fürs Laufen/Duathlon gepostet werden.

Wo Du doch gerade wieder läufst. :Blumen:

Gruß
Sascha

Bike-Felix 21.10.2015 14:55

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175875)
Das dürfte auf den Einzelfall ankommen. Wenn die ersten Rennen Teil des Aufbaus sind, danach dann rausgenommen wird und dann mit weiteren WK wieder Richtung zweitem Höhepunkt aufgebaut wird, passt das doch auch zusammen?!

Ich kenn mich da ja nicht so aus, daher die Frage ;) war nur verwundert wie man über eine Saison hinweg gut 10x Top Leistung bringen kann

captain hook 21.10.2015 15:11

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1175877)
Captain,
sach mal, das steht ja hier unter Radfahren, bei einigen Beiträgen geht es dann doch gemischt zum Laufen. Willst Du das hier lieber koscher halten (womit ich kein Problem habe...), oder können die Beispieleinheiten auch fürs Laufen/Duathlon gepostet werden.

Wo Du doch gerade wieder läufst. :Blumen:

Gruß
Sascha

Ich glaube die Grundzüge der Periodisierung unterscheiden sich nicht so großartig. Von daher würde es die Anzahl an Vorschägen ggf erhöhen wenn man andere Sportarten mit einfließen lässt. Ich war ja lediglich der Anstoßgeber, weil ich vermutete, dass dieses Thema so einige Leute ab und zu beschäftigt wenn man hier so diverse Fragen betrachtet.

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175879)
Ich kenn mich da ja nicht so aus, daher die Frage ;) war nur verwundert wie man über eine Saison hinweg gut 10x Top Leistung bringen kann

Es ist halt nicht jedes Mal eine Topleistung gemessen an 100% des Leistungsvermögens. Das ist alles, was man sich vor Augen halten muss. Auch, wenn es vielleicht trotzdem zum gewinnen reicht.

Nordexpress 21.10.2015 15:16

Interessante Diskussion. Wobei Ihr alle ein wenig von unbeschränktem Zeitbudget und Idealbedingungen auszugehen scheint.

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175866)
Zur Eindordnung: All das sind Einheiten und Kombinationen, die ich anhand der Standardwerke in der Specialphase sehen würde.

Sehe ich als zeitlimitierter (Ultra-)Langdistanzler(für mich) nicht so.
4x4 oder 2-3x20 sind für Langstreckler nicht wirklich spezifisch. Warum also in der Specialphase (oder Build oder sonstwie bezeichnet)? Spezifisch (beim Rad zumindest) ist hier der Übergangsbereich GA1/GA2 bzw. die Optimierung der Fettverstoffwechselung.

Früher habe ich für Radlangdistanzen (ab 200km, PBP etc.) nach dem klassischen Schema (erst GA/Kraft, dann an der FTP), sehr volumenorientiert trainiert, 15-20h/Woche.

Aufgrund eingeschränkter Zeit (Familie, Job) hab ich über die letzten 2-3 Jahre umgestellt:
erste Phase: "VO2max" (30/30, 4x4) neben lockerem GA (1x wöchentlich lang, 3-4h)
zweite Phase: FTP-Training mit 3x8 überschwellig u. 2-3x20 SST
Specialphase: spezifische Vorbereitung mit viel oberem GA (=70-75%FTP) und Tempointervallen (z.B. 4x30 80-85%FTP)

Vereinfacht dargestellt: anfangs sehr hart & sehr locker und im Jahresverlauf dann immer weitere Annährung an mittlere Intensitätsbereiche(GA2).

Die Resultate bzgl. FTP und Langzeitleistung >4-8h sind ziemlich vergleichbar, wobei ich bei der FTP nicht ganz an alte Werte rankomme (310 vs. 330 W). Ich trainiere jetzt abgesehen von der letzten Phase aber nur noch 8-12h/Woche. Lebenskilometer sind natürlich vorhanden und spielen sicher eine Rolle.

Das von Wasi im Tourforum veröffentliche Wintertraining arbeitet ja auch ähnlich und funktionierte recht gut.

Einen zweigipfliger Aufbau hab ich allerdings damit noch nicht hingekriegt. Die Form hat sicher nicht solange Bestand wie mit ausgeprägter GA-Phase im Winter. Auch die Regenerationsfähigkeit bzw. die Stabilität des Immunsystems wie von Nik weiter oben mal angesprochen, leidet finde ich.

NBer 21.10.2015 15:16

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175879)
Ich kenn mich da ja nicht so aus, daher die Frage ;) war nur verwundert wie man über eine Saison hinweg gut 10x Top Leistung bringen kann

definiere "top leistung". ich kann sogar 20 oder 30 mal im jahr mein bestes geben, das wären für nichtsportler alles "top leistungen". so darf man auch das verhältnis von uns normalsterblichen zu den profis sehen.
natürlich ist es so, dass mit der WM umstellung die periodisierung nicht einfacher geworden ist. in olympischen jahren ist es klar, dass es da schon zu olympia einen 100% peak geben soll.
in normalen jahren wird so trainiert, dass es zur abschlußveranstaltung der WM einen 100% peak geben soll, ganz einfach, weil es dort doppelt punkte gibt. der rest des jahres wird dann in der tat nicht mit 100% bestritten. allerdings auch nicht mit 95%. der abfall zu 100% dürfte nur bei 1-3% liegen.

loriot 21.10.2015 15:21

Zitat:

Zitat von Sciencetoday (Beitrag 1175839)
Es gibt die nette Studie aus dem Jahr 2014 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3912323/

Ich will jetzt nicht auf dieser Studie rumhacken, nur sind mir als Laie ein paar Sachen aufgefallen, die ich nicht zu deuten weiß. Die Teilnehmer der Studie sind ja alle schon von Beginn an gut trainiert.

Im Vergleich zum Umfang des polarisierten Trainings mit 11,5h pro Woche ist die Umfangsbetonte Variante mit 11,3h pro Woche relativ umfangsarm. Zusammen mit der ausgesprochen erholsamen Ruhewoche reicht meiner Meinung nach die Intensität nicht mehr für einen wirksamen Trainingsreiz aus. Als Referenz würde ich beim HVT Lydiards Vorgaben nehmen, die bei vergleichbaren Belastungswochen auf Regenerationswochen verzichten.
Beim HIIT wiederum empfinde ich die Erholungswoche vergleichsweise heftig. Dazu kann ich den kompletten Verzicht auf lange ruhige Einheiten beim THR nicht einordnen.

Bezüglich der Auswertung empfinde ich den Anstieg der VO2-Max beim POL um 7 L/(min*kg) extrem für bereits trainierte Sportler nach nur 9 Wochen Training.
Dazu fällt mir auf, dass der Ausgangswert bei der VO2-Max beim HVT mit 4,8 L/min deutlich höher als beim POL mit 4,4 L/min liegt. Das sind schließlich 10% Unterschied!

Das Absinken der Belastungsherzfrequenz nach dem HIIT ist auch irgendwie krass.

captain hook 21.10.2015 15:23

Zitat:

Zitat von Nordexpress (Beitrag 1175886)
Interessante Diskussion. Wobei Ihr alle ein wenig von unbeschränktem Zeitbudget und Idealbedingungen auszugehen scheint.



Sehe ich als zeitlimitierter (Ultra-)Langdistanzler(für mich) nicht so.
4x4 oder 2-3x20 sind für Langstreckler nicht wirklich spezifisch. Warum also in der Specialphase (oder Build oder sonstwie bezeichnet)? Spezifisch (beim Rad zumindest) ist hier der Übergangsbereich GA1/GA2 bzw. die Optimierung der Fettverstoffwechselung.

Früher habe ich für Radlangdistanzen (ab 200km, PBP etc.) nach dem klassischen Schema (erst GA/Kraft, dann an der FTP), sehr volumenorientiert trainiert, 15-20h/Woche.

Aufgrund eingeschränkter Zeit (Familie, Job) hab ich über die letzten 2-3 Jahre umgestellt:
erste Phase: "VO2max" (30/30, 4x4) neben lockerem GA (1x wöchentlich lang, 3-4h)
zweite Phase: FTP-Training mit 3x8 überschwellig u. 2-3x20 SST
Specialphase: spezifische Vorbereitung mit viel oberem GA (=70-75%FTP) und Tempointervallen (z.B. 4x30 80-85%FTP)

Vereinfacht dargestellt: anfangs sehr hart & sehr locker und im Jahresverlauf dann immer weitere Annährung an mittlere Intensitätsbereiche(GA2).

Die Resultate bzgl. FTP und Langzeitleistung >4-8h sind ziemlich vergleichbar, wobei ich bei der FTP nicht ganz an alte Werte rankomme (310 vs. 330 W). Ich trainiere jetzt abgesehen von der letzten Phase aber nur noch 8-12h/Woche. Lebenskilometer sind natürlich vorhanden und spielen sicher eine Rolle.

Das von Wasi im Tourforum veröffentliche Wintertraining arbeitet ja auch ähnlich und funktionierte recht gut.

Einen zweigipfliger Aufbau hab ich allerdings damit noch nicht hingekriegt. Die Form hat sicher nicht solange Bestand wie mit ausgeprägter GA-Phase im Winter. Auch die Regenerationsfähigkeit bzw. die Stabilität des Immunsystems wie von Nik weiter oben mal angesprochen, leidet finde ich.

Also grundsätzlich machst Du es bezogen auf den BrevetSport genauso, wie die klassische Periodisierung es vorsieht. Nur halt bezogen auf Deine sehr speziellen Anforderungen bezogen. Da ist 4x4 soweit weg von den WK Anforderungen, dass es fast so ist, wie Sprinttraining für andere Ausdauersportler. :Cheese:

Bike-Felix 21.10.2015 15:29

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1175887)
der rest des jahres wird dann in der tat nicht mit 100% bestritten. allerdings auch nicht mit 95%. der abfall zu 100% dürfte nur bei 1-3% liegen.

Das erklärt die prozentual eher kleinen Unterschiede in den Zielzeiten der Profis (größere Abstände von über 5Min schiebe ich mal auf unterschiedliche Streckenprofile), danke dafür :)

Krass das die dann tatsächlich mit 97% mitten in der Saison am Start stehen können, bei den Umfängen die sie trainieren

NBer 21.10.2015 15:32

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175891)
.....Krass das die dann tatsächlich mit 97% mitten in der Saison am Start stehen können, bei den Umfängen die sie trainieren

genau andersherum wird ein schuh draus, die können das genau WEGEN dieser umfänge ;-)

Bike-Felix 21.10.2015 15:37

Bei 30-40h pro Woche sowohl langem als auch hochinensivem Training dann einen Wk zu bestreiten der garnicht so viel langsamer ist als die persönliche Bestleistung... Einfach krass was die Jungs und Mädels leisten :)

captain hook 21.10.2015 15:37

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1175892)
genau andersherum wird ein schuh draus, die können das genau WEGEN dieser umfänge ;-)

Und weil sie die vorgeschalteten Dinge (Kraft und Schnelligkeit und gaaaaaz viel Ausdauer) in der Grundlagenphase abgearbeitet haben und sich unter der Saison dann aufs Wesentliche konzentrieren können.

longtrousers 21.10.2015 15:42

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175890)
Also grundsätzlich machst Du es bezogen auf den BrevetSport genauso, wie die klassische Periodisierung es vorsieht. Nur halt bezogen auf Deine sehr speziellen Anforderungen bezogen. Da ist 4x4 soweit weg von den WK Anforderungen, dass es fast so ist, wie Sprinttraining für andere Ausdauersportler. :Cheese:

Das gilt doch eigentlich für alle, deren Hauptwettkamf eine LD ist

captain hook 21.10.2015 15:46

Zitat:

Zitat von longtrousers (Beitrag 1175896)
Das gilt doch eigentlich für alle, deren Hauptwettkamf eine LD ist

Ein kleines bisschen schneller als ein Brevetfahrer dürfte selbst ein LD Athlet gerne unterwegs sein. Heißen ja nicht alle Strasser. ;-)

Bike-Felix 21.10.2015 15:50

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175894)
Und weil sie die vorgeschalteten Dinge (Kraft und Schnelligkeit und gaaaaaz viel Ausdauer) in der Grundlagenphase abgearbeitet haben und sich unter der Saison dann aufs Wesentliche konzentrieren können.

Die Pros machen ja anscheinend ca 1 Monat Pause nach der Saison die mindestens (!) bis September / Oktober geht und steigen im März wieder in die WK-Saison ein. Also ca Dezember / Januar / Februar Grundlagentraining?

Nordexpress 21.10.2015 16:03

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175890)
Also grundsätzlich machst Du es bezogen auf den BrevetSport genauso, wie die klassische Periodisierung es vorsieht. Nur halt bezogen auf Deine sehr speziellen Anforderungen bezogen. Da ist 4x4 soweit weg von den WK Anforderungen, dass es fast so ist, wie Sprinttraining für andere Ausdauersportler. :Cheese:

So isses.

Aber mal ehrlich, gilt das nicht auch für normale LDler?
Wer ist denn vernünftigerweise bei nem IM oberhalb der FTP unterwegs?

sabine-g 21.10.2015 16:22

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175828)
So richtig verstanden hab ich eigentlich noch nicht, warum die VO2max hier über Seiten das dominierende Thema ist. Sie ist schlecht trainierbar und hat speziell auf stark ausdauerdominierte Sportarten nur eine sehr geringe Auswirkung.

Möglicherweise wird die maximale Sauerstoffaufnahme in der Relevanz gerade bei Ausdauersportarten, bei denen Wettkampfleistungen nicht im Bereich der VO2max stattfinden, in der Literatur überschätzt.

captain hook 21.10.2015 16:41

komisch wie einem manchmal mit so ein bisschen Erfahrung das Gefühl zumindest nicht so ganz zu täuschen scheint?! :)

Eber 21.10.2015 17:26

Zitat:

Zitat von Sciencetoday (Beitrag 1175839)
Es gibt die nette Studie aus dem Jahr 2014 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3912323/ die zeigt, dass man signifikante Steigerungen bei gut trainierten Athleten nur mit klassischem VO2max-Training (4x4 min) in Kombination mit Training unterhalb der aeroben Schwelle erzielt. ....

Interessant, auch wenn die VO2max soweit ich mich an Papa Friel zu erinnern glaube ja schon lange keine große Rolle spielt im Gegensatz zur FTP.

Zitat:

Zitat von loriot (Beitrag 1175889)
Ich will jetzt nicht auf dieser Studie rumhacken, nur sind mir als Laie ein paar Sachen aufgefallen, die ich nicht zu deuten weiß. ...

Das Absinken der Belastungsherzfrequenz nach dem HIIT ist auch irgendwie krass.

Mir auch:
Ich weiss auch nicht ob ich alter Sack in der Lage wäre an 3 aufeinander folgenden Tagen HIIT Sessions ( 4 × 4 min at 90–95% of HRpeak with 3 min active recovery) wegzustecken, mit einem Ruhetag und dann dasselbe wieder und noch einmal ...
insgesamt sind das 22 HIIT Sessions in 60 Tagen.
Verliert man eigentlich Gewicht während man overreached und erreicht noch seine HFmax ?


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