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Lui 23.09.2013 20:39

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958364)
Kommt ihr euch bei solchen Aussagen nicht selbst lächerlich vor? .

Kommst du dir nicht selbst wie ein Ober-Spiesser vor mit deinen 21 Jährchen?

tomerswayler 23.09.2013 20:56

Dieses Wahlergebnis hat die FDP einfach mal gebraucht, würd ich sagen. Das war kein Schuss vor den Bug, sondern der erste Treffer!

Jetzt haben sie die Chance auf nen richtigen Neuanfang, können n paar Köpfe austauschen und in den nächsten Jahren ehrliche liberale Politik machen. Wenn sie das schaffen und sich vielleicht sogar von der Union loslösen können, dann kann die FDP mit Leichtigkeit in den nächsten Wahlen über 5 Prozent kommen.

Bleibts bei nem weiter-wie-bisher, dann gute Nacht.

HobbyStudent 23.09.2013 21:06

Zitat:

Zitat von tomerswayler (Beitrag 958372)
Dieses Wahlergebnis hat die FDP einfach mal gebraucht, würd ich sagen. Das war kein Schuss vor den Bug, sondern der erste Treffer!

Jetzt haben sie die Chance auf nen richtigen Neuanfang, können n paar Köpfe austauschen und in den nächsten Jahren ehrliche liberale Politik machen. Wenn sie das schaffen und sich vielleicht sogar von der Union loslösen können, dann kann die FDP mit Leichtigkeit in den nächsten Wahlen über 5 Prozent kommen.

Bleibts bei nem weiter-wie-bisher, dann gute Nacht.

Ich hoffe, es entwickelt sich eine neue liberale Partei. Bei der FDP werd ich nie wieder ein Kreuz setzen, da hilft es nicht 2-3 Leute auszutauschen. (Ok, außer ich heuer mal bei ner privaten Krankenkasse an, dann halt ichs wie dieser alessandro_gato)

HendrikO 23.09.2013 21:10

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958364)
Kommt ihr euch bei solchen Aussagen nicht selbst lächerlich vor? Wir reden hier von einer Partei mit 68 Jahren bestehen, 45 Jahren Regierungsarbeit und 2 Bundespräsidenten (3 Amtszeiten).

Die FDP war und ist eine wichtige Partei in der deutschen Parteienlandschaft. Braucht man aber natürlich einen Blick über den Tellerrand für.

drullse 23.09.2013 21:17

Zitat:

Zitat von HendrikO (Beitrag 958376)
Die FDP war und ist eine wichtige Partei in der deutschen Parteienlandschaft.

Beim "war" stimme ich Dir zu.

Aber "ist"? Wieso?

Lui 23.09.2013 21:20

Zitat:

Zitat von HendrikO (Beitrag 958376)
Braucht man aber natürlich einen Blick über den Tellerrand für.


Schon mal von dem Wort Ironie gehört?

sbechtel 23.09.2013 21:21

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958366)
Kommst du dir nicht selbst wie ein Ober-Spiesser vor mit deinen 21 Jährchen?

20 und nein. Wenn ich Spaß haben will, gehe ich trainieren, aber nicht in die Wahlkabine.

Lui 23.09.2013 21:24

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958386)
20 und nein. Wenn ich Spaß haben will, gehe ich trainieren, aber nicht in die Wahlkabine.

Du bist bestimmt der richtige Chick-Magnet. 20 jährige Mädels stehen auf ernste Typen, die sich mit Politik auskennen.

schoppenhauer 23.09.2013 21:28

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958386)
20 und nein. Wenn ich Spaß haben will, gehe ich trainieren, aber nicht in die Wahlkabine.

Schlechtes Elternhaus, keine freunde oder was auch immer einem den Spaß in der wahlkabine verdirbt. Aber das öffentlich zu bekennen, in deinem Alter?!

sbechtel 23.09.2013 21:39

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958387)
Du bist bestimmt der richtige Chick-Magnet. 20 jährige Mädels stehen auf ernste Typen, die sich mit Politik auskennen.

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 958389)
Schlechtes Elternhaus, keine freunde oder was auch immer einem den Spaß in der wahlkabine verdirbt. Aber das öffentlich zu bekennen, in deinem Alter?!

Ich finde es traurig, dass es Menschen gibt, die politisches Interesse für etwas peinliches halten. Es zeigt mir aber auch, dass es den Menschen in Deutschland wunderbar geht!

schoppenhauer 23.09.2013 21:47

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958392)
Ich finde es traurig, dass es Menschen gibt, die politisches Interesse für etwas peinliches halten. Es zeigt mir aber auch, dass es den Menschen in Deutschland wunderbar geht!

Sorry - politisches Interesse kann nicht dazu führen, die FDP zu wählen. Egal was - hauptsache wählen, das gilt vor allem für junge Wähler, nur nicht die.

Lui 23.09.2013 21:49

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958392)
Ich finde es traurig, dass es Menschen gibt, die politisches Interesse für etwas peinliches halten. Es zeigt mir aber auch, dass es den Menschen in Deutschland wunderbar geht!

Ja, ich bin so völlig ignorant, auch als ich 2003 mitten in einer Beinah- Revolution in Bolivien lebte und vor meiner Wohnungstür Demonstranten und Polizei sich jeden Tag Feuergefechte lieferten und über Jahre Strassenschlachten/Blockaden/Lebensmittelknappheit und Unruhen stattfanden. Das war so richtig kuschelig.

Bleib mal was locker und nimm nicht alles so bierernst.

photonenfänger 23.09.2013 21:57

Zündelmodus: Das kommt vom rohen Fleisch:)

Jetzt mal im Ernst: Ne liberale Partei halte ich auch für wichtig, mindestens in der Opposition. Die FDP hat aber in letzter Zeit konsequent auf die falschen Pferde gesetzt. Schade für die Partei, ein Westerwelle schadet eben nachhaltig.

sbechtel 23.09.2013 22:38

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958394)
Ja, ich bin so völlig ignorant, auch als ich 2003 mitten in einer Beinah- Revolution in Bolivien lebte und vor meiner Wohnungstür Demonstranten und Polizei sich jeden Tag Feuergefechte lieferten und über Jahre Strassenschlachten/Blockaden/Lebensmittelknappheit und Unruhen stattfanden. Das war so richtig kuschelig.

War dir da auch alles politische egal?

Zitat:

Zitat von photonenfänger (Beitrag 958398)
Zündelmodus: Das kommt vom rohen Fleisch:)

Wer isst hier rohes Fleisch?

Scotti 23.09.2013 22:44

Zitat:

Zitat von photonenfänger (Beitrag 958398)
Zündelmodus: Das kommt vom rohen Fleisch:)

seh ich auch so. Nicht nur vom rohen. :Cheese:

Zitat:

Zitat von photonenfänger (Beitrag 958398)
Jetzt mal im Ernst: Ne liberale Partei halte ich auch für wichtig, mindestens in der Opposition. Die FDP hat aber in letzter Zeit konsequent auf die falschen Pferde gesetzt. Schade für die Partei, ein Westerwelle schadet eben nachhaltig.

Waren die fast 15% bei der letzten und auch die ungewöhnlich hohen Zahlen für die FDP in den Wahlen davor nicht hauptsächlich Westerwelles Verdienst?
Ich hatte das zumindest immer so gesehen.

Man darf auch nicht vergessen, dass Westerwelle bekennender Schwuler ist. Da gab es garantiert einige, die ihne alleine deswegen automatich etwas schlechter bewerten. Ich bin mir sicher, dass er ein paar Tritte abbekommen hat, die andere nicht abbekommen hätten.

Wenn ich z.B. an Friedrich denke, dann würde ich, egal für welchen Posten, Westerwelle vorziehen!

p.s.
mein Hauptbeweggrund zur Wahl zu gehen in diesem Jahr:
Ich wollte nicht Schuld daran sein, dass die FDP dieses Jahr die 5% Hürde überschreitet.
.

Lui 23.09.2013 22:54

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958410)
War dir da auch alles politische egal?

Achso, weil ich nicht die CDU wähle, ist mir alles egal? Interessant. Hat dir das deine Mami erzählt?

MattF 23.09.2013 23:02

Zitat:

Zitat von Scotti (Beitrag 958414)
p.s.
mein Hauptbeweggrund zur Wahl zu gehen in diesem Jahr:
Ich wollte nicht Schuld daran sein, dass die FDP dieses Jahr die 5% Hürde überschreitet.
.

+1

Wobei 5% Hürde hätten sie ja nehmen können aber aus der Regierung raus sollten sie und das ging dann nur über die 5% Hürde.
Pech gehabt FDP

Ich denke so haben auch viele gedacht die die FDP mal gewählt haben.

Vielleicht findet sich ja in der Disapora wieder gescheites Personal.

Den Westerwelle muss man im übrigen kritisieren können obwohl er schwul ist Er ist arrogant und schwul, tja auch in der Community gibt es nicht nur nette.

sbechtel 23.09.2013 23:03

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958419)
Achso, weil ich nicht die CDU wähle, ist mir alles egal? Interessant. Hat dir das deine Mami erzählt?

Wer die Partei wählt und dann Andere, die sich mit den Themen auseinandersetzen wollen, als Oberspießer bezeichnet, dem muss so einiges egal sein.

Ist mir jetzt aber auch egal. Ich klinke mich jetzt aus diesem Thread aus. Um mit Leuten zu schreiben, die sich zu 95% eh nicht ernsthaft mit mir unterhalten möchten, ist mir meine Zeit zu schade. Tschüss!

Lui 23.09.2013 23:19

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958424)
Wer die Partei wählt und dann Andere, die sich mit den Themen auseinandersetzen wollen, als Oberspießer bezeichnet, dem muss so einiges egal sein.

Hey, ich habe nur die Fakten aufgezeigt.

Hier ein netter Link für dich: http://www.zwerge24.de/Gartenzwerge

P.S. Ich habe die Linken gewählt ;)

Edit: Ich schliesse mich Photonenfängers Statement an. Mein Oberspießer kam lediglich als Retour-Kutsche.
Wie man auf Englisch sagt:"Take it with a grain of salt";)

photonenfänger 23.09.2013 23:20

Zitat:

Zitat von Scotti (Beitrag 958414)
Waren die fast 15% bei der letzten und auch die ungewöhnlich hohen Zahlen für die FDP in den Wahlen davor nicht hauptsächlich Westerwelles Verdienst?
Ich hatte das zumindest immer so gesehen.

.

Hmm, vielleicht fehlt mir da der Überblick, verfolge die Politik erst seit ca. 10 Jahren. Seine sexuelle Ausrichtung tut absolut nichts zur Sache, aber mir ist Westerwelle, zumindest wie er in den Medien rüberkommt, so dermaßen zuwider, es fällt mir schwer, wohlerzogene Worte zu finden. Aber das ist, zugegeben, ja genau, was eigentlich bemängelt wird: Es werden nicht mehr Inhalte gewählt, sondern Typen. Hier fällt es mir wahrscheinlich einfach schwer, objektiv zu sein.

@sbechtel: Das mit dem Fleisch hast du bestimmt verstanden, sollte eher als Nebenschauplatz zur Erheiterung dienen. Leider nimmst du in Ernährungsthemen und hier vieles sehr persönlich, auch wurdest du hier als erster persönlich ("...lächerlich..."), dabei hast du das doch garnicht nötig.:Blumen:

Thorsten 23.09.2013 23:32

Zitat:

Zitat von Scotti (Beitrag 958414)
Waren die fast 15% bei der letzten und auch die ungewöhnlich hohen Zahlen für die FDP in den Wahlen davor nicht hauptsächlich Westerwelles Verdienst?
Ich hatte das zumindest immer so gesehen.

Solange ich deutlich zurückdenken kann, waren für mich die besseren Wahlergebnisse der FDP eigentlich durchweg als Stützungsaktionen von CDU-Seite zu sehen, um die 4% nicht zu verschenken und die gemeinsame Mehrheit zu sichern. Die besseren Erinnerungen an die FDP verblassen schon längst, es schimmert nur noch ein gelber Pullover daraus hervor ;). In manchen Jahren wollten die Wähler auch richtig auf Nummer Sicher gehen, da gab es noch bessere Ergebnisse. Dieses mal ging es halt völlig nach hinten los und es erscheint mir erstmals als ein reales Ergebnis. Heute werden sich vermutlich etliche CDU-Wähler fragen, ob sie nicht doch besser hätten ...

Der rethorische Virtuose Rösler war am Ende die Krönung des Ganzen, dagegen hatten selbst Westerwelle und Brüderle noch was.

Flow 23.09.2013 23:59

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 958433)
Die besseren Erinnerungen an die FDP verblassen schon längst, es schimmert nur noch ein gelber Pullover daraus hervor ;).

Ein PullUNDER war das ... :Huhu:

Thorsten 24.09.2013 00:04

Oh Mist, das ist so lange her, dass dem in meiner Erinnerung mittlerweile Ärmel gewachsen sind :Lachen2:.

kaiseravb 24.09.2013 00:09

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958299)
... die Regierung hat es versäumt die Menschen "mitzunehmen" die Angst haben. Die Leute haben Angst vor der EU, vor dem EURO und auch vor Globalisierung. Sind de facto nicht fit für die Zukunft ! Und dann kommt es leider zu solchen Zuständen. Wobei die Kanzlerin nicht ganz unschuldig ist. Sie hätte den Ex CDU'ler und nun AfD Chef besser in der Union gehalten durch Mehr-Konsolidierung, Mehr Sparen, Mehr Druck auf die Krisenländer. Und ich unterstelle der AfD auch dass es reiche Professoren/Wirtschaftsprofessoren sind, die Angst haben das Ihnen Ihre Felle davon schwimmen, sprich ihre Pensionen, usw.

Sind ja Beamte Höherer Laufbahn mit einem 1A Einkommen. Da kann einem die EU Politik natürlich Angst machen. Die Angst hätte man Ihnen nehmen müssen. Das wurde definitiv versäumt auch durch die FDP, der diese Wähler anscheinend nun fehlen.

Ich habe zwei Fragen:

ich habe hier zwei Gruppen, die Angst haben, also ich nehme an, was in der Richtung Existenzangst.

Die einen sind die, die vor lauter sparen/Druck/Konsolidierung und daraus folgendem Abwürgen der Binnenkonjunktur hinten runtergefallen sind. Ich unterstütze nun ausdrücklich die Bekämpfung von Korruption, die Verpflichtung zum Steuern zahlen und begrüße das Hinterfragen von erwähnenswert großzügigen Rentensystemem. Also in "Krisenländern" jetzt. Aber mit unserer eigenen Binnenkonjunktur stellen wir ja durch Lohndumping das gleiche an, da ist man leicht Exportweltmeister. Frage eins wäre aber nun, ob ich mir nicht veräppelt vorkommen muss, weil ich angeblich nicht fit für die Zukunft bin, wenn ich Angst vor dem Ausverkauf meiner Branche in den Niedriglohnsektor habe, wenn das beschäftigende Unternehmen von einem Überschussrekord zum nächsten jagt. Also nur im Beispiel jetzt.

Aber Frage zwei, und das verstehe ich wirklich nicht, wie in aller Welt kann denn irgendeine Politik, EU- oder Bundes- oder xyz, in einem deutschen Beamten im höheren Dienst Existenzängste erzeugen? Kürzen der Beihilfe um 50 Euro?

:Cheese:

Disclaimer:
hiermit möchte ich keinem Beamten zu nahe treten, nur die zitierte Argumentation ad absurdum führen.

tri-guy1 24.09.2013 01:34

Ich wollte hier auch noch ein paar Gedanken loswerden, auf das Risiko hin, dass ich wie sbechtel beschimpft werde, denn auch ich bin 20 und politisch interessiert.

Ich habe die Grünen gewählt - deren Kernthema ist, auch wenn sie es zu dieser Wahl schwer vermitteln konnten - Ökologie und Nachhaltigkeit. Das wiederum ist eines der wichtigsten Themen überhaupt, mit dem sich die Menschen beschäftigen können und müssen. Im Wahlkampf hat man gesehen, wie eigentlich interessante Ideen von den Medien übertrieben und verdreht dargestellt werden .

Beispiel "Veggie-Day": Es steht im grünen Wahlprogramm die Idee, in öffentlichen Kantinen an einem Tag der Woche fleischfrei zu kochen. Warum zur Hölle nicht?? Reaktion der Bild-Zeitung und der Bevölkerung: "Die Grünen nehmen uns das Fleisch (und unsere Freiheit) weg!!" Daraus resultierendes Image: Verbotspartei. Eine Verwandte, die selbst Vegetarierin ist, meinte kurz vor der Wahl: "Na, das ist doch aber wirklich Quatsch, wie wollen die denn durchsetzen, dass es in KEINEM Geschäft, Restaurant oder Haushalt an einem bestimmten Tag Fleisch gibt?"
Klar, wenn so ein Bild entsteht, liegt die Schlussfolgerung "Verbotspartei" nahe. Hier hat aber auch vom Gefühl her ein starkes Statement von einer Grünen Spitze gefehlt, nach dem Motto "NEIN, schaut her, so und so meinen wir das." Stattdessen bleibt das Bild von den Verbietern haften.

Ein ähnliches Problem bei der FDP: Ich finde definitiv, dass eine liberale Partei in ein Parlament hineingehört, schon als Gegengewicht zur starken konservativen Seite. Insofern schade, dass die FDP nicht einziehen kann. Doch auch hier haben klare Aussagen gefehlt: Was wollt ihr eigentlich? In der NSA-Affäre hätte sich die FDP klar profilieren können und sagen können "Mit uns nicht!" Doch in der Koalition an der Seite einer Partei, deren Kernthema Sicherheit ist und deren Innenminister die Überwachung je nach Laune mal verteidigt und mal verleugnet, ist das eher schwierig. Die verzweifelte Zweitstimmenkampagne am Ende des Wahlkampfes hat sicher auch niemanden mehr vor dem Ofen hervorgelockt. "Schaut her Leute, wir haben kein eigenes Thema, aber gebt uns eure Zweitstimme. Warum? Weil wir sie brauchen!"

Ich hoffe wirklich, dass es zu einem Erneuerungsprozess kommen wird, aus dem eine "neue" FDP hervorgeht. Denn, wie man auch hier im Thread sieht, wird die Unbeliebtheit nicht am Liberalismus per se, sondern nur an den Köpfen und den fehlenden klaren Aussagen festgemacht. Das lässt sich doch ändern.

Ach ja, zum Schluss noch: Haben wir eigentlich schon darüber diskutiert, warum 13% in dieser Forenumfrage eine offensichtlich rechtspopulistische Partei befürworten, die die D-Mark wieder einführen möchte und deren Vorsitzender von "Entartungen der Demokratie" in Deutschland spricht?

gruß, tri-guy1 :Blumen:

Scotti 24.09.2013 02:04

Zitat:

Zitat von silbermond (Beitrag 958296)
... hat in meinen Augen echt ein an der Marmel, befindet sich in bester Gesellschaft mit Heiner Geissler, der einen ähnlichen Vergleich vor Jahren kund tat.

Heinrich

Vor Jahren ist gut. :) Das Zitat muss an die 30 Jahre alt sein.

Geißler hat auch dazu gelernt:

"Heiner Geißler ... Im Mai 2007 trat er - unter dem Eindruck der Repressionen gegen G8-KritikerInnen - Attac bei und setzt sich seitdem auf Podien und Talkshows explizit für eine soziale und ökologische Globalisierung ein."

Auch diese Aussage ist von ihm:
"Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht konsensfähig und zutiefst undemokratisch, es muss ersetzt werden durch eine neue Wirtschaftsordnung."
Damit wird er sich bei der FDP keine Freunde gemacht haben. Und auch nicht bei vielen in seiner Partei.

Außerdem habe ich des öfteren gehört, wie er sich vehement für eine schwarz-grüne Koalition eingesetzt hat. Die hat er für Deutschland als die beste Kombination angesehen. Ich glaube das war sogar schon schon vor der Wahl 2009.

edit:
Nochn Zitat aus Wikipedia:
"Sein Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender wurde infrage gestellt, als er die CDU, auf die Rolle Helmut Kohls anspielend, als „führerkultische Partei“ bezeichnete."

Führerkultische Partei ... müsste das jetzt nicht Führerinnenkultische Partei heißen?
Oder gar Führerinnenkultisches Volk?


.

alessandro_gato 24.09.2013 08:18

Zitat:

Zitat von HendrikO (Beitrag 958376)
Die FDP war und ist eine wichtige Partei in der deutschen Parteienlandschaft. Braucht man aber natürlich einen Blick über den Tellerrand für.

Ja das stimmt !

Ich denke der überwiegende Teil der Bevölkerung kennt gar nicht das Wahlprogramm der FDP.


Wer von Euch hat sich die Wahlprogramme per Post zusenden lassen oder im Inet online gelesen ?

Würden sich die Menschen nicht durch linke und extremistische Untergangsszenarien verunsichern lassen und stattdessen objektiv entscheiden, dann wäre auch die FDP wieder im Parlament.

Das hat die FDP nicht verdient wenn man die guten Resultate der Regierungsarbeit sieht. Und wenn man Merkel/Seehofer belohnt muss man auch Ihren Koalitionspartner belohnen. Alles andere ist gewissermaßen schizophren.

Man muss sehen wir haben eine EU Wirtschaftskrise. Die CDU/CSU & FDP haben eine gute Arbeit geleistet. Hier in Deutschland merkt man fast nichts von der Krise: Uns geht es gut (bei all den Problemen die wir natürlich auch haben)

Und da wählt man dann eben den Koalitionspartner der Regierung nicht ab. Insbesondere da es wichtige Bundestagswahlen sind. Wichtig für Deutschland.

Denkzettel/Strafzettel kann man bei Kommunalwahlen verteilen, ggf. noch auf Landesebene, aber doch nicht bei Bundestagswahlen.

Mündige Bürger müssen auch die Zukunft Deutschlands im Auge behalten


Aber die Leute wurden durch linke Parolen, leere Phrasen und sinnentlehrte Wahlkampfslogans der SPD verunsichert: Diese Leute haben in der "Weimarer Republik" schon einmal das Gleiche getan. Nun wieder ! Panikmache und Erstarken extremistischer Parteien !


8,5 % Linksextrimisten (linke)
4,7% Rechtsextremisten (AFD)
1,3% Rechtsextremisten (NPD)
usw.

Also annähernd bald 15 % !

Ich mache der SPD/GRüne den Vorwurf das sie Untergangsszenarien und Notstandsszenarien verbreitet haben um die Menschen zu verunsichern. Die Folgen werden wir nun sehen:

- Steuererhöhungen

Die hätte es unter FDP Beteiligung eben nicht gegeben.
Und den Abbau der Neuverschuldung bis 2015 sowie Abbau der Schulden ab 2016/2017 kann man nun auch getrost vergessen.

Es wird jetzt weitergehen mit Öffentlicher Verschwendung und Umverteilung vom Privaten in den Öffentlichen Sektor.

Es hat in Deutschland nie eine Umverteilung von unten nach oben gegeben, sondern immer nur eine Umverteilung vom Privaten in den Öffentlichen Sektor

Und um das einzudämmen ist eine liberale Partei wie die FDP wichtig. Diese fehlt nun.

Mikala 24.09.2013 08:24

Die Linke und die AFD sind Extremisten ?!...interessant.


Wenn noch mehr von Deiner Sorte bei der FDP unterwegs sind, braucht man sich nicht wundern, dass diese Partei am Ende ist.
:Huhu:

Nobodyknows 24.09.2013 08:29

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958467)
8,5 % Linksextrimisten (linke)
4,7% Rechtsextremisten (AFD)
1,3% Rechtsextremisten (NPD)
usw.

Also annähernd bald 15 % !

Wenn man jetzt noch die Nichtwähler dazuzählt, wird es Zeit den Notstand auszurufen...

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958467)
Es hat in Deutschland nie eine Umverteilung von unten nach oben gegeben, sondern immer nur eine Umverteilung vom Privaten in den Öffentlichen Sektor

Du kannst Steuergeschenke und Privilegien nennen wie du willst.
Aber akzeptiere, dass die FDP anscheinend nicht einmal mehr von kleinen und mittelständischen Unternehmern gewählt wurde.

Gruß
N. :Huhu:

Thorsten 24.09.2013 08:55

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958467)
Wer von Euch hat sich die Wahlprogramme per Post zusenden lassen oder im Inet online gelesen ?

Wenn die Parteien ihre Kernpunkte über die gängigen Medien nicht kurz und knapp transparent darstellen können, haben sie beim Wählerfang schon versagt. DAS ganze Zeug zu lesen, ist mir zur Orientierungsfindung echt zu mühsam. Dann könnte ich ja gleich anfangen, auch noch Bedienungsanleitungen zu lesen.
Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958467)
Man muss sehen wir haben eine EU Wirtschaftskrise. Die CDU/CSU & FDP haben eine gute Arbeit geleistet. Hier in Deutschland merkt man fast nichts von der Krise: Uns geht es gut (bei all den Problemen die wir natürlich auch haben)

Und da wählt man dann eben den Koalitionspartner der Regierung nicht ab. Insbesondere da es wichtige Bundestagswahlen sind. Wichtig für Deutschland.

Sorry, auch wenn ich mit einem Geschwür am Hintern einen Marathon in persönlicher Bestzeit gelaufen bin, wird das Geschwür nach dem Marathon trotzdem entfernt. Da bin ich eher unsentimental ;).

HobbyStudent 24.09.2013 09:12

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 958470)
Du kannst Steuergeschenke und Privilegien nennen wie du willst.
Aber akzeptiere, dass die FDP anscheinend nicht einmal mehr von kleinen und mittelständischen Unternehmern gewählt wurde.

Gruß
N. :Huhu:

Gestern in den Tagesthemen Sprach sogar ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter "von tiefer Verachtung und Hass der Bürger gegen die FDP". Drastische Formulierungen aber wenn die Wahl dazu geführt hat, dass man das jetzt sogar von den hohen Rössern erkennt, evtl. kann sogar Hoffnung auf eine Rückbesinnung zu Freiheit und Bürgerrechten als Kerninhalt der Partei, bestehen.

Etwas verwirrt war ich jedoch in einigen Interviews zu hören, wie Schade es um die Arbeitsplätze der vielen Mitarbeiter ist. Wir haben in Deutschland doch einen Fachkräftemangel, innerhalb von 2 Wochen findet da doch jeder locker eine Anstellung in nem Schlachthof oder Sägewerk, ein hoch auf die Zeit und Leiharbeit!

MattF 24.09.2013 09:38

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958467)
- Steuererhöhungen


Endlich!

MattF 24.09.2013 09:40

Zitat:

Zitat von HobbyStudent (Beitrag 958478)
Etwas verwirrt war ich jedoch in einigen Interviews zu hören, wie Schade es um die Arbeitsplätze der vielen Mitarbeiter ist. Wir haben in Deutschland doch einen Fachkräftemangel, innerhalb von 2 Wochen findet da doch jeder locker eine Anstellung in nem Schlachthof oder Sägewerk, ein hoch auf die Zeit und Leiharbeit!

Das ist jetzt aber auch wieder böse. :)

Haben die FDP Mitarbeiter keine Betriebsrat?
Lasst uns eine Auffanggesellschaft gründen!

alessandro_gato 24.09.2013 09:52

Die Liberalen und die FDP sind nicht Schuld an irgendwelchen Auswüchsen auf den Finanz- und/oder Wirtschaftsmärkten.

Dort sind Leute am Werk die am rechten und linken Rand angesiedelt sind. Sprich Menschen die die Lücken in den Gesetzen suchen und ausnutzen um Krisen auszulösen.

Deswegen finde ich den Denkzettel für die FDP/Liberalen falsch.
Denn die Liberalen sind gut für Deutschland

Egal mit wem die CDU/CSU nun die Regierungsverantwortung übernimmt. Es wird nun zu Steuererhöhungen kommen und zur weiteren Verschwendung unserer Gelder im Öffentlichen Sektor. Genau da an der Stelle hat die FDP immer gesorgt das maßgehalten wird. Sprich sie haben Politik für uns Bürger gemacht, für die Privatwirtschaft, für und Steuerzahler. Denn die Liberalen, die FDP sind die Lobby für uns gewesen.

Nun wird sich der Öffentliche Sektor durch Steuererhöhungen bereichern. Pro Forma wird man natürlich auch ankündigen die Haushalte weiter zu konsolidieren. Das wird aber letztlich nur eine Mogelpackung sein: in 4 Jahren werden wir eine Höhere Staatsverschuldung haben, höhere Arbeitslosenzahlen, geringeres Wirtschaftswachstum und eben höhere Steuern für uns normale Bürger. Denn auch Linke/SPD/Grüne erhöhen nie die Steuern für Reiche, sondern erhöhen die Steuern für uns normale Bürger

Jeder Steuerfachmann weiss das Steuererhöhungen nur Sinn machen auf Grundlage einer großen Steuerbasis: Sprich dem Einkommen der normalen Bürger, Angestellten und privaten Haushalte. Deswegen ist das jetzt Alles Wirtschaftlicher Unfug was auf uns zukommt: Einkommensteuererhöhung, Mehrwertsteuererhöhungfür uns ganz normalen Bürger.

tandem65 24.09.2013 10:04

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958489)
Denn die Liberalen, die FDP sind die Lobby für uns gewesen.

Das mag ja sein, ihr seid halt einfach nur zu wenige! :Huhu:

MattF 24.09.2013 10:05

Selbst FDP Wählern war die Gurkentruppe zu peinlich!

qbz 24.09.2013 10:12

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958467)

Es hat in Deutschland nie eine Umverteilung von unten nach oben gegeben, sondern immer nur eine Umverteilung vom Privaten in den Öffentlichen Sektor.

1.

Nie??

OECD-Bericht 2011 (zit. in der "Welt"): http://www.welt.de/wirtschaft/articl...seinander.html

2. Alle grossen Versorger (Wasser, Strom) wurden in den vergangenen Jahrzehnten privatisiert, mit der Lüge, die Konkurrenz würde diese Leistungen für den Verbraucher preiswerter machen. Der Staat verkaufte Betriebe der Daseinsvorsorge, welche ihm Gewinne zuführten, und übernahm Pleite-Banken, welche ihm Milliarden-Verlust brachten. An erster Stelle unterstützt eine FDP traditionell diese Politik. CDU wie SPD Regierende und Abgeordnete liessen sich im Zuge der Privatisierung durch hohe Posten in Energiefirmen über die Verkäufe "bestechen" (die USA-Investmentfirmen wie Merry Lynch u.a. betrieben intensive Lobbyarbeit). Heute bezahlen der Verbraucher und die Mieter die Zeche einer solchen Privatisierungspolitik.
Weiteres Beispiel wäre der Verkauf von Gemeineigentum und die anschliessende Miete der gleichen Einrichtungen, welche Gemeinden und Städte nachträglich ein vielfaches kosten.

Die FDP hat das Wahlergebnis verdient, wörtlich gesehen ...

Ps.

Die öffentliche Hand verlor 1 Million über die von Christian Lindner gegründete Firma:

"Im Mai 2000 gründete Lindner zusammen mit drei weiteren Partnern die Internet-Firma Moomax GmbH. Die Anschub-Finanzierung von ca. € 1.000.000 erfolgte mit öffentlichen Mitteln durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Lindner war von 2000 bis 2001 Geschäftsführer und verließ dann das Unternehmen, das kurze Zeit später Insolvenz anmeldete." (zit. Wikipedia, Christian Lindner)

drullse 24.09.2013 10:34

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 958475)
Sorry, auch wenn ich mit einem Geschwür am Hintern einen Marathon in persönlicher Bestzeit gelaufen bin, wird das Geschwür nach dem Marathon trotzdem entfernt. Da bin ich eher unsentimental ;).

Ein wunderbarer Vergleich...

:Blumen:

Ingo77 24.09.2013 10:43

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958489)
Denn die Liberalen, die FDP sind die Lobby für uns gewesen.

Habe ich auch gedacht, bis ich gemerkt habe:
Scheiße, ich hab gar kein Hotel!

http://www.youtube.com/watch?v=e_cuqCHVsr4

SCNR

MattF 24.09.2013 11:24

Die welt ist zwar nicht mein bevorzugtes Medium, die Glosse ist aber mal wirklich nett:

http://www.welt.de/satire/article120...enz-Tipps.html


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