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~anna~ 28.11.2012 11:15

Video
 
Hier der letzte Satz vom KH am Montag:

http://www.youtube.com/watch?v=y4K3S...ature=youtu.be

Ich wäre dankbar für eure vernichtenden Kommentare ;). Vor allem konkrete Vorschläge, denn dass es generell nicht so toll ist, ist mir bewusst... :-((

Was ich mir selbst denke:
1. Ich hätte weniger Wiederholungen machen sollen.
2. Der untere Rücken ist vor allem bei der Abwärtsbewegung zu rund.
3. Irgendwie beuge ich die Beine nicht genug - das ist ja fast ein unbeabsichtiger Stiff Leg-Deadlift.

~anna~ 28.11.2012 11:36

Und hier noch Squats:

http://www.youtube.com/watch?v=FoML6...ature=youtu.be

Das war nur ein ganz kurzer Satz, weil ich davor Boxsquats gemacht hatte und die Beine sowieso schon kaputt waren vom Wochenende... (Bianchi :Liebe:)

Was ich mir denke: 1. und 2. Wdh. scheinen ok, ab dann beuge ich aber den Oberkörper zu weit vor - überhaupt wirkt es im Oberkörper irgendwie instabil...

Ich nehme die Kamera morgen nochmal mit, vielleicht sieht das Ganze mit frischeren Beinen besser aus.

Necon 28.11.2012 11:44

Also du kippst mit dem Oberkörper zu weit nach vorne das geht dann schon fast in Richtung Good Morning, liegt glaube ich daran das du mit den Knien über die Zehenspitzen kommst ( sieht man aber leider nicht im Video)!

Bei den deadlifts Schultern weiter zurück und mehr Spannung im oberen Rückenbereich!

Bei den Kniebeugen würde ich die Hantel von vorne abheben und da schon mehr Spannung im Schultergürtel aufbauen!

Riversider 28.11.2012 12:05

Die anderen Jungs im Studio scheinen ja von deinen Übungen begeistert zu sein....

Bei den Kniebeugen gehst du tatsächlich sehr weit nach vorne und bei der Streckung fast einen Tick zu weit nach oben.
So trainierst du eher den unteren Rücken und entlastest bei der totalen Streckung die Beinmuskeln zu stark. Eine leichte Beinbeugung und damit verbundene Anspannung bringt m.E. mehr für die Beinmuskulatur.

lifty 28.11.2012 17:03

Kreuzheben:

Ar... weiter runter, Schultern mehr zurückziehen, mehr Spannung. Du musst Dir vorstellen, dass du deine Füße in den Boden drückst/Stemmst. Die Hantel wandert an den Schienbeinen die Oberschenkel hinauf, du warst zu weit weg vom Körper. Klappt aber mit deinem Outfit nicht:Cheese:

Ich schrieb glaube ich bereits: Nicht mehr als 5 Wh/Satz. Nimm die Hantel von den Scheiben runter, damit setzt die Hantel ungleichmäßig auf.

Kniebeugen:

1. Hantel liegt zu hoch, die müsste noch ein Stück tiefer
2. Du beugst sofort nach unten, man beugt nach hinten und dann nach unten
3. Oberkörper weiter runter

DeRosa_ITA 28.11.2012 17:24

und ich würd alles noch ein bisschen explosiver machen in der Drückphase

~anna~ 28.11.2012 18:20

DANKE für alle Kommentare!

Kreuzheben:

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 838507)
Ich schrieb glaube ich bereits: Nicht mehr als 5 Wh/Satz.

Ich glaube du hast max. 6-8 geschrieben :Blumen: . Aber ja, hier waren es definitiv zu viele. Keine Ahnung, warum ich das gemacht habe. Vermutlich habe ich mich verzählt - bin Mathematikerin :-((.

Wie siehts mit der Rückenkrümmung aus? Stimmt meine Vermutung, dass ich etwas mehr ins Hohlkreuz gehen sollte? Vielleicht ergibt sich das aber auch, wenn ich mit dem Hintern weiter unten bin...

Kniebeugen:

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 838507)
1. Hantel liegt zu hoch, die müsste noch ein Stück tiefer
2. Du beugst sofort nach unten, man beugt nach hinten und dann nach unten
3. Oberkörper weiter runter

Oberkörper weiter runter?? Meinst du tiefer in die Hocke gehen? Denn weiter vorbeugen wäre nach allem was hier geschrieben wurde und ich mir gedacht habe, definitiv falsch.

Hantel liegt zu hoch am Rücken meinst du, oder? (Nicht zu hoch am Rack.)

Zitat:

Die anderen Jungs im Studio scheinen ja von deinen Übungen begeistert zu sein....
Ist ironisch gemeint, oder? Von denen kennt sich leider niemand auch nur ansatzweise mit Squats und Deadlift aus... Hab schon alle durchgefragt... :Cheese: Bei Bizeps-Curls und Bankdrücken könnten sie mir dafür sicher exzellent helfen.

~anna~ 28.11.2012 18:21

Zitat:

Zitat von DeRosa_ITA (Beitrag 838517)
und ich würd alles noch ein bisschen explosiver machen in der Drückphase

Hmmm... Und am besten mit doppeltem Gewicht und so....

Necon 28.11.2012 18:23

Wenn du mehr Spannung im Rücken und Schultergürtel bekommst dann erledigt sich das Problem mit dem leichten Rundrücken meist von alleine.

DeRosa_ITA 28.11.2012 19:45

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 838546)
Hmmm... Und am besten mit doppeltem Gewicht und so....

nicht wirklich... aber glaub mir, a bissl mehr Dynamik macht die Sache auch noch einfacher ;)

~anna~ 28.11.2012 19:53

Zitat:

Zitat von DeRosa_ITA (Beitrag 838568)
nicht wirklich... aber glaub mir, a bissl mehr Dynamik macht die Sache auch noch einfacher ;)

Die Gewichte waren an dem Tag einfach zu hoch. (Auch wenn es "peinlich" ist.) Es ist nicht wirklich förderlich für die Regeneration, wenn man zwischen den Kraftraumeinheiten 4000hm fährt...

DeRosa_ITA 28.11.2012 21:17

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 838571)
Die Gewichte waren an dem Tag einfach zu hoch. (Auch wenn es "peinlich" ist.) Es ist nicht wirklich förderlich für die Regeneration, wenn man zwischen den Kraftraumeinheiten 4000hm fährt...

dann war nicht das Gewicht zu hoch sondern die hm zu viel :-))
na, fang ruhig mit wenig an... das steigert sich von ganz alleine und es eilt ja nicht :)

HeinB 28.11.2012 23:18

Wurde ja schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.. here we go

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 838507)
Kreuzheben:...
Die Hantel wandert an den Schienbeinen die Oberschenkel hinauf, du warst zu weit weg vom Körper. Klappt aber mit deinem Outfit nicht:Cheese:

Ist das angekommen Anna? Nochmal ganz explizit: Kreuzheben geht bei mir nur gut mit langer Hose. Die Hantelstange am Schienbein ist sonst nicht so doll. Haste auch gleich weniger Zuschauer :Blumen:

Bei den Kniebeugen gefällt mir die Tiefe sehr gut. Du machst am unteren Umkehrpunkt den berühmten "butt wink", d.h. dein unterer Rücken wechselt von "Hohlkreuz" bzw. natürlicher LWS-Lordose ins Gegenteil, den Rundrücken. Das gibt eine hohe Belastung der Bandscheiben.

Ich hab das Problem auch, und vermute es liegt an "verkürzten" Hüftbeugern. Die hat man natürlich besonders nach dem Radfahren.

Beim Aufrichten stimmt einiges nicht, hast du ja auch schon erkannt. Knie- und Hüftgelenk sollen gleichzeitig aufgerichtet werden. Bei dir (letzte Wiederholung anschauen) beginnt das Kniegelenk, und dann kommt erst die Hüfte dazu. Für die Bewegungsvorstellung hilft mir da der Satz von Dr. Moosburger: "Die Aufwärtsbewegung wird mit dem Kopf (nicht mit dem Gesäß!) nach oben eingeleitet."

~anna~ 29.11.2012 14:50

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 838635)
Wurde ja schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.. here we go



Ist das angekommen Anna? Nochmal ganz explizit: Kreuzheben geht bei mir nur gut mit langer Hose. Die Hantelstange am Schienbein ist sonst nicht so doll. Haste auch gleich weniger Zuschauer :Blumen:

*blush* - ja. Ich hatte nicht meinen ganzen Kleiderkasten im Büro...
Also die Stange soll an den Schienbeinen streifen?
(Haha, grüne CEPs hätte ich dabeigehabt, die habe ich aber extra fürs Filmen ausgezogen ;).)

Zitat:

Bei den Kniebeugen gefällt mir die Tiefe sehr gut. Du machst am unteren Umkehrpunkt den berühmten "butt wink", d.h. dein unterer Rücken wechselt von "Hohlkreuz" bzw. natürlicher LWS-Lordose ins Gegenteil, den Rundrücken. Das gibt eine hohe Belastung der Bandscheiben.

Ich hab das Problem auch, und vermute es liegt an "verkürzten" Hüftbeugern. Die hat man natürlich besonders nach dem Radfahren.
Ah, das ist mir gar nicht aufgefallen. Aber du hast Recht, habs mir jetzt nochmal angeschaut.

Zitat:

Beim Aufrichten stimmt einiges nicht, hast du ja auch schon erkannt. Knie- und Hüftgelenk sollen gleichzeitig aufgerichtet werden. Bei dir (letzte Wiederholung anschauen) beginnt das Kniegelenk, und dann kommt erst die Hüfte dazu. Für die Bewegungsvorstellung hilft mir da der Satz von Dr. Moosburger: "Die Aufwärtsbewegung wird mit dem Kopf (nicht mit dem Gesäß!) nach oben eingeleitet."
Ja, den Satz kenne ich, nur irgendwie funktioniert die Umsetzung nicht so recht...

Vielen Dank jedenfalls für die hilfreiche Antwort!

captain hook 29.11.2012 16:22

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 838507)
Kreuzheben:

Ar... weiter runter, Schultern mehr zurückziehen, mehr Spannung. Du musst Dir vorstellen, dass du deine Füße in den Boden drückst/Stemmst. Die Hantel wandert an den Schienbeinen die Oberschenkel hinauf, du warst zu weit weg vom Körper. Klappt aber mit deinem Outfit nicht:Cheese:

Ich schrieb glaube ich bereits: Nicht mehr als 5 Wh/Satz. Nimm die Hantel von den Scheiben runter, damit setzt die Hantel ungleichmäßig auf.


Du hast doch große Scheiben drauf, da musst Du nix mehr unterlegen. Denke auch, dass es ohne die Scheiben gehen sollte.

Vielleicht nimmst Du am Anfang mal so einen schicken Gürtel. Garnicht so wegen der Stabilierung, aber da kann man schön konzentriert und merklich die Spannung gegen aufbauen, von der man auch bei den KB ein bischen das Gefühl hat, dass da ein bischen wenig drinn ist. Wenn man schön gegen den Gürtel spannt, merkt man auch ganz gut, wenn es unsauber wird.

Besonders bei den Kniebeugen so ab Wdh 3 ist das auch nicht mehr ein Zug und eine gleichmäßige Bewegung beim Aufstehen. Hat aber schon jemand geschrieben. Ggf halt zu schwer an dem Tag. Aber wirklich saubere Tiefe! :Huhu:

Beim KH muss es ja nicht gleich an den Schienbeinen schleifen, aber wenn man schön dicht hebt, dann passiert es halt mal.

Insgesamt muss man aber schon sagen, dass man beide Übungen auch schon deutlich schlechter gesehen hat im Studio. :Blumen: Nagut, bei den Kniebeugen macht man bei den letzten Wdh halt das Video dann aus. :Lachen2:

lifty 29.11.2012 16:54

Auf gar keinen Fall einen Gürtel! Captain, da bin ich persönlich strikt dagegen. Ich habe selbst maximal immer ohne Gürtel gezogen/gehoben.
Den mittleren Bereich immer anspannen, Gürtel kann man nehmen wenn man in wirklich submaximale Bereiche vorstößt.
Gürtel ist ne Krücke, die keiner braucht.
Hat ganz nebenbei noch den Vorteil, dass man kein gezieltes Buchmuskeltraining mehr machen muss.

captain hook 29.11.2012 16:59

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 838992)
Auf gar keinen Fall einen Gürtel! Captain, da bin ich persönlich strikt dagegen. Ich habe selbst maximal immer ohne Gürtel gezogen/gehoben.
Den mittleren Bereich immer anspannen, Gürtel kann man nehmen wenn man in wirklich submaximale Bereiche vorstößt.
Gürtel ist ne Krücke, die keiner braucht.
Hat ganz nebenbei noch den Vorteil, dass man kein gezieltes Buchmuskeltraining mehr machen muss.

Naja, ich finde, dass man da halt gut merkt wenn man die Spannung hat, die es braucht. Und man merkt, wann man sie nicht mehr hat. Das Stabilisieren ist natürlich eigentlich Mist, weil wozu macht man Krafttraining?! Aber fürs Gefühl hats mir zumindest geholfen...

lifty 29.11.2012 17:11

Ja, aber dann verlässt man sich drauf. So schlecht sahs bei ANNA ja nicht aus.

captain hook 29.11.2012 17:15

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 839006)
Ja, aber dann verlässt man sich drauf. So schlecht sahs bei ANNA ja nicht aus.

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 838976)
Insgesamt muss man aber schon sagen, dass man beide Übungen auch schon deutlich schlechter gesehen hat im Studio. :Blumen:

:Blumen:

HeinB 29.11.2012 20:00

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 838927)
Also die Stange soll an den Schienbeinen streifen?

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 838976)
Beim KH muss es ja nicht gleich an den Schienbeinen schleifen, aber wenn man schön dicht hebt, dann passiert es halt mal.

So wars gemeint. CEP gehen natürlich auch.

Skunkworks 29.11.2012 22:40

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 839084)
So wars gemeint. CEP gehen natürlich auch.

Naja aber doch nicht so, dass es die Haut runter reißt...

~anna~ 29.11.2012 23:56

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Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 839006)
Ja, aber dann verlässt man sich drauf. So schlecht sahs bei ANNA ja nicht aus.

Na da bin ich ja froh... Ich war fast ein bisschen schockiert als ich die Videos gesehen habe - da fühlt sich alles ganz ok an, und im Video sehe ich erst, wie unrund es in Wahrheit ist. Ich werde jetzt öfters einfach für mich selbst die Kamera mitlaufen lassen... (Dann konzentriere ich mich auch automatisch mehr ;).)

Danke, Captain, auch für deine Meinung! Gürtel werde ich aber wirklich vorerst weglassen - vielleicht reicht es auch, wenn ich mich einfach mehr darauf konzentriere, die Spannung zu halten.

Ach ja, übrigens finde ich es sehr freundlich, dass sich hier niemand über meine Minigewichte lustig macht. Das ist wohl der Vorteil, Frau zu sein - als Mann darf man ja gar nicht Kniebeugen mit 30kg machen... :Lachen2:

---

Ich bin mir wegen der Position der Stange noch nicht sicher - hier im Bild habe ich die Ellbogen zu weit hinten, oder? Jedenfalls liegt die Stange mehr auf meinen zarten Oberarmmuskeln und nicht, wie sie soll, am Trapezius.

HeinB 30.11.2012 00:28

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 839192)
Das ist wohl der Vorteil, Frau zu sein - als Mann darf man ja gar nicht Kniebeugen mit 30kg machen... :Lachen2:

Doch, klar. 30 links, 30 rechts, passt für den Einstieg.

Die Stange liegt für mich jetzt zu tief. Da gibts aber unterschiedliche Meinungen, google mal "low bar squat" (vermutlich das was du im Bild zeigst).

Skunkworks 30.11.2012 02:15

So wie auf dem Bild sind das die low bar squats. Die sind für die Rückenmuskulatur anstrengender, weil du den Oberkörper von Anfang an leicht nach vorn neigen musst (nicht wie du auf dem Bild) um wieder mit der Stange senkrecht über die Füße zu kommen.

Wenn du Kniebeugen so machen willst, sollten deine Hände nur stützen, nicht umklammern. Daher Daumen auf die Stange, nicht unten rum.

Mach mal zwei Serien mit vll. 20 KG einmal so und einmal auf der Schulter und dann entscheide individuell, welche Pos dir grade besser in den Kram passt.

captain hook 30.11.2012 11:13

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 839192)
Danke, Captain, auch für deine Meinung! Gürtel werde ich aber wirklich vorerst weglassen - vielleicht reicht es auch, wenn ich mich einfach mehr darauf konzentriere, die Spannung zu halten.

:Blumen: eigentlich wie von Lifty beschreiben auch die bessere Variante. Gute Entscheidung.

roadrunner65 01.12.2012 09:20

Hallo Leute,
ich habe hier ein wenig mitgelesen und möchte einfach mal meinen Senf dazu geben. Kurz zu mir. Ich habe jahrelange Powerlifting betrieben und da wurden richtig Gewichte bewältigt. Nach zwei Bandscheibenvorfällen und beruflicher Veränderung mit weniger Zeit ( und man wird auch älter und vernünftiger ) bin ich vor vielen Jahren auf den Ausdauersport umgestiegen. Die Kraft beim Radfahren ist aber immer noch gut da :Cheese:
1.Also die Stange bei der Sportfreundin liegt eindeutig zu tief auf dem Rücken.
2.Die Füße sollen/ müssen immer vollständig auf dem Boden bleiben. Egel wie tief man in die Hocke geht. Dabei immer auf einen geraden Rücken achten. Ist das Gewicht zu hoch gewählt, beugt man unweigerlich den Oberkörper nach vorne ab und die Probleme werden kommen!!
3. Daher "Geheimtipp" Auf alle Fälle für Männer und Frauen mit Power. Beim Kniebeugen die Stange nicht auf dem Rücken nehmen sondern vorne: ( die Stange liegt auf den Schlüsselbeinen und den Schultern ganz dicht am Kehlkopf. Gehalten wird sie mit beiden Händen dicht überkreuzt ca. 20 cm Breit in der Nähe des Kehlkopfes) So trainieren Gewichtheber. Der Vorteil ist klar auf der Hand. Es kann nur wenig Gewicht verwendet werden und der Schwerpunkt liegt anders. Ein "abkippen" mit dem Oberkörper ist nicht möglich, da Euch die Stange dann aus den Händen fällt :Lachen2:
Der Effekt für den Oberschenkel und Po ist der gleiche oder vielleicht sogar besser. Bitte aber unbedingt vorher ausprobieren und ein T-Shirt tragen. Sonst schaut Ihr hinteher aus als hättet Ihr mit einem Bären gerungen. Die Hantel hinterlässt Spuren auf den Schultern.
Für Triathleten reichen da sicher Gewichte von 60 kg aus. Die Stange wiegt ja schon 20kg. Das reicht für den Anfang. Wer mer als 150kg vorne schafft meldet sich bitte bei mir:Lachanfall:
Gürtel ist auf alle Fälle bei solchen Übungen Pflicht und bei allen Übungen wo Gewichte über die Schulterhöhe gebracht werden. ( Nackendrücken usw. )
4. Die Füße immer etwa schulterbreit gestellt und so wie man in die Hocke geht auch wieder aufrichten. " wandern" die Knie beim hochsteigen zusammen, sofort das Gewicht reduzieren. Eindeutig zu schwer. Die Anzahl der Wiederholungen dürfte eindeutig zwischen 12 und 20 liegen. Dabei dürfen sich die 20 schon schwer anfühlen und bei dritten oder vierten Satz sollten noch gerade so 12 Wiederholungen möglich sein. Der Muskelkater dürfte vorprogramierte sein, aber auch der Druck auf dem Pedal ist der gerechte Lohn für die Mühen über die Wintermonate. Zwei mal in der Woche reicht völlig aus.


Viel Spaß allen die es mal probieren.
Gruß
Roadrunner65

MeditationRunner 01.12.2012 10:40

Ohne dir zu nahe zu treten wollen aber nach ambitioniertem Powerlifting klingt das nicht grade.

Front Squats mit Kreuzgriff? Man nimmt den olympischen Griff!

Und sowohl Front als auch Back Squats haben ihre Berechtigung. Bei letzteren werden mehr Muckis rekrutiert, u.a. der untere Rücken (und meiner Meinung auch der Glut). Erstere setzten eine gute Rumpfstabilität voraus bzw. trainieren diese mehr.

zu 4.
Den Rat finde ich auch weit hergeholt.
Wir haben hier schon erschöpfend diskutiert, dass wir als Ausdauersportler eher auf den Bereich um 5 Wdh abzielen um eine Steigerung der (Maximal)Kraft aber nicht eine Querschnittsvergrößerung zu bewirken.

Und der Rat mit immer Gürtel nehmen? :Nee: Verzichten wir mal eben auf das Rumpfstabitraining, das wir alle so gut gebrauchen können.
Und woher kommt das mit "bei allen Übungen, die über die Schulterhöhe gebracht werden"? Ist doch auch Stuss. Einen Gürtel brauch man (wenn überhaupt) bei 1RM Versuchen. Und dann bietet es sich z.B. auch beim Kreuzheben an. Nur, dass das Gewicht hier schön unter der Schulterhöhe bleibt.

roadrunner65 01.12.2012 14:25

Ohne Dir nahe treten zu wollen. Ich habe einige Jahre in der höchsten Liega Wettkämpfe bestritten und dies waren damals mit unsere besten Übungen. Ist natürlich auch schon mehr als 20 Jahre her und vielleicht trainiert man jetzt anders. 5 Wh sind wirklich für die Maximalkraft. Aber was willst Du damit beim Radfahren? Dicke Beine und mal einen Sprint? Dass dürft wirklich nicht das Ziel sein. Den Rücken stärkt man durch andere Übungen. Wer 200kg und mehr Kniebeugen ohne Gürtel oder andere Hilfsmittel macht ist entwender ein super Talent oder hat einen an der Waffel. Das geht vielleicht kurzfristig gut aber nicht auf dauer. Und klar kann man die Hantel mit beiden Händen gut außen halten. Aber dies machen Gewichtheber für den späteren Ausstoß nach oben. Hier geht es darum die Hantel gut unter Kontrolle zu halten und nicht ohnmächtig vom Gewicht zu werden.
Schreibt doch einfach mal sie Deine Tipps fürs Beintraining und schreib doch einfach mal im Frühjahr wie sich Deine Radform dadurch verbessert hat. Anregungen sind doch immer gut. Es sollen ja auch nur Hinweise für Sportfreunde sein, die noch nie oder nur wenig mit Gewichten gearbeitet haben. Wer 5 Wh. traineren will, sollte erst mal die Technik sauber beherrschen. Und sowas lernt man nicht mit so wenig Wiederholungen und einem schweren Gewicht.

Gruß
roadrunner 65

HeinB 01.12.2012 19:45

Das mit den Front-Squats hab ich schon öfter gelesen, meistens von erfahrenen Leuten aus dem Kraftsport, mit dem Argument das Back-Squats einen kaputt machen. Ob das für Triathleten relevant ist bin ich mir nicht sicher, wir turnen doch auf einem viel niedrigeren Level rum. Kannst du mal angeben mit welchen Gewichten du tiefe Kniebeugen gemacht hast, in Relation zum (damaligen) Körpergewicht? Ich denke das ist bei Powerliftern wesentlich höher als bei Ausdauersportlern.

Zitat:

Zitat von roadrunner65 (Beitrag 839697)
5 Wh sind wirklich für die Maximalkraft. Aber was willst Du damit beim Radfahren? Dicke Beine und mal einen Sprint? Dass dürft wirklich nicht das Ziel sein.

Das Maximalkraft-Training die Butter aufm Brot ist beim Krafttraining für Radfahrer, zumindest was die Beinstreckerschlinge angeht, ist heute die verbreitete Meinung und steht in jedem halbwegs aktuellen Buch, Artikel und nicht zuletzt in einigen Filmen hier im Archiv.

Die vereinfachte Erklärung ist: Für jede Belastungsdauer lässt sich die Kraft (und damit die Leistung) als Prozentsatz der Maximalkraft angeben. Wenn du diese erhöhst, wird die Leistung über jede Belastungsdauer besser, egal ob 1 Sekunde, 5 Minuten oder 2 Stunden usw.

MeditationRunner 01.12.2012 20:52

Zitat:

Zitat von roadrunner65 (Beitrag 839697)
Aber was willst Du damit beim Radfahren? Dicke Beine und mal einen Sprint? Dass dürft wirklich nicht das Ziel sein.

Maximalkrafttraining führt gerade eben nicht zu übermäßiger Querschnittsvergrößerung und damit Muskelzuwachs. Genau deshalb machen wir es ja. Warum, hat mein Vorposter erklärt.

Zitat:

Zitat von roadrunner65 (Beitrag 839697)
Wer 200kg und mehr Kniebeugen ohne Gürtel oder andere Hilfsmittel macht ist entwender ein super Talent oder hat einen an der Waffel. Das geht vielleicht kurzfristig gut aber nicht auf dauer.

Wir sind Ausdauersportler. Keiner von uns wird im Bereich um die 200kg squatten.

Zitat:

Zitat von roadrunner65 (Beitrag 839697)
Und klar kann man die Hantel mit beiden Händen gut außen halten. Aber dies machen Gewichtheber für den späteren Ausstoß nach oben. Hier geht es darum die Hantel gut unter Kontrolle zu halten und nicht ohnmächtig vom Gewicht zu werden.

"Gewichtheber" machen diese Position auch unabhängig vom Stoßen. Der olympische Griff hat zudem den Vorteil, dass er einen vielmehr dazu zwingt, eine aufrechte Körperposition inkl. Brust raus beizubehalten. Und das ist bei Frontsquats essentiell! Der Kreuzgriff verzeiht eher eine schlechte Technik. Der olympische Griff trägt zu einer guten bei.

Zitat:

Zitat von roadrunner65 (Beitrag 839697)
Wer 5 Wh. traineren will, sollte erst mal die Technik sauber beherrschen. Und sowas lernt man nicht mit so wenig Wiederholungen und einem schweren Gewicht.

Da stimme ich dir zu :Blumen: Aber zum Periodisieren des Krafttrainings haben wir im Eingang des Threads schon genug geschrieben!

Genug fundierte Anregungen zu einem KT für Triathleten auch :) (ich glaube auch von mir)

amontecc 01.12.2012 21:25

Ein bischen muss ich Roadrunner65 Recht geben.

Auch wenn die Fakten dargelegt wurden und Max.-Kraft-Training das sinnvollste scheint.

Max-Kraft-Training bedutet halt aber auch, dass man ein Gewicht auflegt, welches man tatsächlich nur max. 5 mal bewegt bekommt.

Sowas sollte man auf jeden Fall nicht, wie auf dem Video zu sehen, ganz alleine oder ohne Sicherheits-Vorrichtungen machen.

Ein zu kleines Gewicht mit 5Wdh. zu bewegen ist kein Maximalkrafttraining... Du darfst dir nach der 3. Wdh. nicht sicher sein, dass die 5. noch geht...

Warum sollte ein Gürtel dabei schlecht sein? Rumpfmuskeln kann man anders trainieren.
Ohne entsprechende Grundlage sollte man das alles nicht machen (wurde ja schon gesagt). Allerdings glaub ich nicht, dass die Grundlage dafür innerhalb weniger Wochen gelegt werden kann. Das sieht man ja im Video.

butschi 01.12.2012 21:42

Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 839796)
Max-Kraft-Training bedutet halt aber auch, dass man ein Gewicht auflegt, welches man tatsächlich nur max. 5 mal bewegt bekommt.

Sowas sollte man auf jeden Fall nicht, wie auf dem Video zu sehen, ganz alleine oder ohne Sicherheits-Vorrichtungen machen.

Ein zu kleines Gewicht mit 5Wdh. zu bewegen ist kein Maximalkrafttraining... Du darfst dir nach der 3. Wdh. nicht sicher sein, dass die 5. noch geht...

1+

Bevor man in diesen Trainingsbereichen trainieren kann, muss die Technik in Fleisch und Blut übergegangen sein, was bei der Threaderstellerin, wie auf den Videos zu sehen ist, noch nicht der Fall ist.

Deshalb ist es zu Anfang eben sinnvoll nicht bis zum Muskelversagen zu gehen und ein Gewicht aufzulegen, mit dem mindestens 10 eher 15 saubere Wiederholungen möglich sind.

butschi 01.12.2012 21:52

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 839779)
Wir sind Ausdauersportler. Keiner von uns wird im Bereich um die 200kg squatten.

Um das absolute Gewicht geht es auch nicht, man kann sich auch mit deutlich weniger Gewicht anständing verletzen und das muss einfach nicht sein!

Habe schon genügend Leute im Studio gesehen, die mit unzureichender Technik und übermäßigen Ehrgeiz Maxkrafttraining bis zum Muskelversagen durchgeführt haben, da entstehen bei den letzten Wiederholungen die wildesten Ausweichbewegungen mit den entsprechenden körperlichen Schäden.

amontecc 01.12.2012 22:00

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 839779)
Maximalkrafttraining führt gerade eben nicht zu übermäßiger Querschnittsvergrößerung und damit Muskelzuwachs. Genau deshalb machen wir es ja. Warum, hat mein Vorposter erklärt.

Wenn koordinative Anpassung abgeschlossen ist, wird ein Kraftzuwachs auch zu Muskelmasse-Zuwachs führen.

MeditationRunner 01.12.2012 22:37

Deshalb schrieb ich "übermäßig" :>

Aber klar, ich stimme Euch vollständig zu! Technik ist wichtig. Und jetzt?

Ach ja, ich finde 5x5 ist auch zur Kraftsteigerung ganz gut geeignet. Man muss das mit 85% der 1RM oder wie auch immer ja nicht allzu ernst nehmen. Ich persönlich lege beim Kreuzheben / Frontkniebeugen eben ein Gewicht auf, das ich bei sauberer Technik in 5 Sätzen 5 mal bewegen kann. Wird die Technik unsauber senke ich auchmal das Gewicht. Passt Technik und ich bekomme in allen 5 Sätzen die 5 Wdh hin wird erhöht.

roadrunner65 01.12.2012 23:53

Hallo Leute,
hier noch mal kurz meine Meinung. Ich glaube jeder hat hier so seine Meinung und auch vieles davon hat seine Richtigkeit. Es geht ja immer nur um Anregungen. 5 Wh bedeuten wirklich, dass man 3 gut schafft und die letzten zwei schon maximale Anstrengung benötigen. Und auch mit diesen wenigen Wiederholungen bekommt man dicke Beine. Natürlich nicht wie ein Bodybuilder, der darauf ja auch aus ist. Egal wie man die Hantel auch hält, ob vorne oder hinten ist egal. Wichtig ist eine saubere Technik. Kurz noch mal zu mir. 200kg hinten und ungefähr 150kg vorne bei 1-5 Wh bei 89,9kg waren drin. Dazu Kreuzheben mit 230-250kg und Bankdrücken mit 140-150 bein 5-12 wh. Leider schleppe ich immer noch "zu" viele/dicke Muskeln mit mir rum. Nicht wirklich gut beim Triathlon, aber beim Radfahren habe ich immer viel Spaß. Und es reicht, um beim olympischen ein 40 er Schnitt zu fahren.

Bei der Sache mit dem Gürtel bleibe ich. Die kleinen, wichtigen Rückenmuskeln trainert man nicht mit Kniebeugen oder Kreuzheben. Sicher sind die da mit dabei, aber die Verletzungsgefahr ist viel zu groß. Wer mal bei der Rückenreha war, wird schnell merken, wie man dort mit einem Gummiball viel "Spaß" haben kann. Dabei werden wirklich die Muskeln im unteren Rücken aktiviert.

Allen viel Spaß und Erfolg beim verletzungsfreien Training.

Gruß
roadrunner 65

lifty 02.12.2012 00:12

Roadrunner und genau im letzten Punkt irrst du bzw bist noch zu sehr Powerlifter. Wer mal schwer gebeugt und gezogen hat wird wohl kaum noch anfangen Situps und andere Sachen für die Bauchmuskulatur zu machen. Reicht vollkommen aus. Wozu den Gürtel?

Hier mal etwas von BB-Szene, ist schon knapp 10 Jahre alt, aber immer noch das Beste, was man dazu m.M. nach im Netz findet, gibt es bei Bedarf auch von Kreuzheben eine Beschreibung:

Zitat:

Die klassische Kniebeuge ist eine Powerliftingdisziplin und muss auch als solche behandelt werden. Ihr primärer Nutzen ist der Kraftaufbau im Hüftbereich, sekundär der Muskelaufbau der Oberschenkelrückseiten, des Gluteus, der Bauchmuskeln und der Rückenstrecker. Die klassische Kniebeuge ist nicht die beste Beugenvariante für den Masseaufbau des Quadrizeps, dafür sind einige ihrer Variationen besser geeignet (siehe unten)!

Ausgangsstellung: Die Position der Hantel ist schon der erste Punkt, der einen signifikanten Einfluss auf die Beuge hat. Je weiter hinten die Hantel aufliegt, desto weiter hinten liegt auch der Schwerpunkt des Mensch-Hantel-Systems. Athleten mit langen Oberschenkeln in Relation zum Oberkörper sollten also eine hohe Hantelposition wählen (unter dem siebten Halswirbel auf dem Trapezmuskel), da ihr Schwerpunkt in der Beuge ohnehin schon recht weit hinten liegt. Liegt die Hantel bei solchen Athleten weiter oben, müssen sie sich nicht so weit nach vorne lehnen. Athleten mit kurzen Beinen und/oder langem Oberkörper sollten die Stange weiter hinten auf ihren hinteren Schultern platzieren, um somit günstigere Hebelverhältnisse zu schaffen. Die Stange muss immer auf Muskel liegen, sie darf (aus offensichtlichen Gründen) niemals auf einen Halswirbel drücken.

Bereits beim Heben der Hantel aus der Ablage sollte der Rücken leicht nach vorne geneigt und die Rückenstrecker kontrahiert sein, damit das Gewicht von den Muskeln getragen wird und nicht auf die Wirbelsäule drückt. Dieses leichte Hohlkreuz, also eine neutrale Rückenhaltung (= natürliche Krümmung) muss während der gesamten Beuge beibehalten werden. Eine aufrechte Kopfhaltung kann bei der Streckung der Wirbelsäule behilflich sein. Vor dem Heben der Last atmet man tief ein, hält die Luft an und zieht die Schultern nach hinten, wodurch die Brust schwillt. Diese Haltung kann man sich anhand der sog. Muscle Beach Szene verdeutlichen: Stell dir vor, du stehst am Strand und ein Bikinimodel geht an dir vorbei. Natürlich wirst du sofort deine Brust anschwellen lassen und die Schultern leicht nach hinten ziehen. Bei der Kniebeuge solltest du den bauch allerdings nicht einziehen. zwinker.gif
Neben dem Luftanhalten müssen die Bauchmuskeln angespannt sein, der Bauch darf dabei weder eingezogen, noch aufgebläht werden. Das Anhalten der Luft erzeugt intrathorakalen Druck, das Anspannen der Bauchmuskeln intraabdominalen Druck. Beides Zusammen drückt von vorne auf die Wirbelsäule und stabilisiert diese im Lenden- und Brustbereich äußerst effektiv. Der intrathorakale und intraabdominale Druck muss während der ganzen Bewegung aufrecht erhalten werden. Atmen während der Wiederholung ist also verboten! Das sollte man sich unbedingt von Anfang an angewöhnen, auch wenn bei leichten Gewichten noch keine große Verletzungsgefahr durch fehlende Stabilisation im Oberkörper gegeben ist.

Nun ist der Oberkörper perfekt stabilisert und man kann die Hantel endlich aus der Ablage heben. Dabei hebt man auf keinen Fall eine Seite nach der anderen, sondern man übt die Kraft mittig gegen die Stange aus, so dass keine seitlich wirkenden Kräfte am Oberkörper auftreten. Mit dem Gewicht im Nacken geht man nun einen oder zwei Schritte zurück, jedoch niemals mehr als nötig. Beim gehen mit der Hantel muss zeitweise nur ein Bein das gesamte Gewicht tragen, man sollte also keine Weltreise mit schweren Lasten im Kreuz planen. Nun richtet man die Füße aus: der Winkel der Füße zueinander sollte dem Winkel der Oberschenkel (in gebeugter Position) zueinander entsprechen. Der Fußabstand sollte ausreichend weit gewählt sein, da dieser Faktor die Beweglichkeit und somit die Tiefe der Kniebeuge einschränkt. Eine optimaler Fußanbstand existiert nicht, jeder Sportler muss selbst rausfinden, wie sich die Beuge am besten anfühlt. Je weiter man steht, desto mehr Arbeiten die Adduktoren an der Bewegung mit und desto weniger ist der Gastrocnemius an der Übung beteiligt, der Fußabstand hat aber keine signifikante Auswirkung auf die Aktivierung der einzelnen Quadrizepsköpfe (1, 2, 3).

Man sollte sich nicht zu lange mit der Ausrichtung und Korrektur der Fußstellung aufhalten, da genau diese Bewegungen ungünstige Belastungen in den Kniegelenken verursachen. Ob man nun wirklich parallel zur Wand steht oder ob die Füße vielleicht 1cm zu nahe beieinander stehen ist beim beugen nicht wirklich entscheidend.

Die Knie dürfen in der Ausgangsposition nicht durchgedrückt sein, auch wenn durchgedrückte Knie in allen Powerliftingregelbüchern der Welt gefordert werden. Durchgedrückte Knie erlauben einerseits Kräfte innerhalb des Gelenks, die nicht von den respektiven Muskeln getragen werden (was erfahrungsgemäß kein Problem ist, auch langfristig, aber ich wills erwähnt haben), andererseits verhindern sie das anschließend folgende Zurückziehen des Beckens. Solange man also nicht auf der Wettkampfbühne steht, sind die Knie nicht durchgedrückt.

Squat! Die Abwärtsbewegung erfolgt aus der Hüfte, nicht aus den Knien! Das ist der wichtigste Punkt der Kniebeugentechnik und genau dies wird am häufigsten falsch gemacht. Es ist, wie Louie Simmons vom legendären Westside Barbell Club sagte: "never squat down, always squat back". Um die Abwärtsbewegung einzuleiten, kippt man das Becken ein bisschen und zieht es nach hinten. Dabei neigt sich der Oberkörper automatisch nach vorne, damit das Gewicht über dem Schwerpunkt (= Füße) bleibt, während sich die Knie ebenfalls beugen, die Schienbeine aber nicht nach vorne geneigt werden. Im weiteren Verlauf der Bewegung zieht man die Hüfte kontinuierlich nach hinten, um immer Tiefer in die Beuge zu gehen. Man gewinnt also nicht an Tiefe, indem man aus den Knien beugt, wobei diese nach vorne wandern müssten, sondern indem man die Hüfte nach hinten zieht. Im optimalfall bleiben die Schienbeine während der ganzen Bewegung senkrecht zum Boden, die Knie ändern ihre Position also nicht. Mangels Beweglichkeit im Hüftbereich oder auf Grund von ungünstigen Körperproportionen (lange Oberschenkel, kurzer Oberkörper), müssen sich die Schienbeine allerdings nach vorne neigen, um die Hantel über dem Schwerpunkt zu halten. Das ist kein Beinbruch (das wäre in dieser Lage auch ziemlich fatal!), es erzeugt allerdings eine biomechanisch ungünstigere Bewegung, was die Kraftleistung beeinträchtigt. Athleten mit diesen ungünstigen Proportionen müssen also einen Bewegungsablauf verinnerlichen, bei dem die Knie leicht nach vorne wandern (so wenig wie möglich), während das Becken gleichzeitig nach hinten gezogen wird (so viel wie möglich), alle anderen konzentrieren sich ausschließlich auf das Becken.

lifty 02.12.2012 00:15

Noch was...wird gerne im Powerlifting/Gewichtheber-Bereich zum Aufwärmen gewählt, ist auch für uns Trias interessant:

Zitat:

Überkopfkniebeuge (overhead squat)

Jetzt wirds wirklich männlich! Diese Übung muss man einfach lieben: Die Überkopfkniebeuge ist bei weitem die anspruchsvollste Art der Beuge. Die Hantel sehr weit gefasst (klassisch im Abstand Schulterweite + Länge eines ausgestreckten Armes inkl. Faust). Die Stange wird wiederrum nicht auf dem Rücken getragen, sondern mit ausgestreckten Armen über dem Kopf. Der Rest entspricht genau der klassischen Kniebeuge.
Diese Übung erfordert enorme Beweglichkeit im Schultergürtel, sie fördert die Stabilität und Beweglichkeit in den tiefen Regionen der Beuge und ist hervorragend für anfänger geeignet, die korrekte Rückenhaltung zu verinnerlichen, die durch die Stellung der Arme in der Überkopfbeuge vorgegeben ist. Obwohl diese Variante mit wenig Gewicht ausgeführt wird, kann sie sehr hilfreich sein, die Kraftleistung in der klassischen Kniebeuge zu verbessern. Wer sich die Kraft im Rumpf und die Beweglichkeit im Schultergürtel angeeignet hat, wird garantiert nicht von dieser Übung enttäuscht werden.

MeditationRunner 02.12.2012 09:55

Danke für den Tipp! Wollte ich schon lange mal wieder machen, habs aber komplett vergessen gehabt.
Wahrscheinlich dann mit leerer Stange, die Übung ist wirklich anspruchsvoll (und top für die Rumpfstabi)

Mirko 02.12.2012 10:01

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 839840)
Noch was...wird gerne im Powerlifting/Gewichtheber-Bereich zum Aufwärmen gewählt, ist auch für uns Trias interessant:

Das wurde mir von einem befreundeten Gewichtheber empfohlen zur Rumpf-Stabilisation nach Bandscheibenvorfall! Super Übung!!!


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