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Galaxy_I 20.06.2013 15:31

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 916207)
Die Missionare und Gläubigen sind auf der anderen Seite :Lachanfall: :Lachanfall:

Das wiederum behauptet nahezu jeder Diskutant:Cheese:

gollrich 20.06.2013 16:40

Naja die einen Verlangen Fakten und die anderen liefern nur irgendwelche Schauermärchen was doch so passiert ist und sind sich ganz sicher (glauben) das es ohne Helm anders passiert wäre... Dazu kennt man noch jemand der hat mal jemanden gesprochen der ist Arzt oder so... wahrscheinlich der hat auch gesagt das es richtig ist...:Huhu: .

Pmueller69 20.06.2013 17:04

Zitat:

Zitat von gollrich (Beitrag 916242)
Naja die einen Verlangen Fakten und die anderen liefern nur irgendwelche Schauermärchen was doch so passiert ist und sind sich ganz sicher (glauben) das es ohne Helm anders passiert wäre... Dazu kennt man noch jemand der hat mal jemanden gesprochen der ist Arzt oder so... wahrscheinlich der hat auch gesagt das es richtig ist...:Huhu: .

Ich kann Dir ja mal das Schauermärchen von meinem Unfall und meinen Schäden unterhalb des Kopfes erzählen.

Für den Kollegen, der sich gerne Horrorfilme anschaut, war das aber zu viel. :-((
:Huhu:

Pascal 20.06.2013 17:17

Zitat:

Zitat von Freddy Frechdachs (Beitrag 916201)
Mit der Gurtpflicht hat der Staat lediglich eine Einnahmequelle mehr geschaffen , da geht es darum , denen die nicht angeschnallt sind das Geld aus den Taschen zu ziehen, wenn sie den erwischt werden
so wird´s wahrscheinlich auch mit der Helmpflicht für Radfahrer sein , ganz nebenbei wird noch schnell geprüft wie gehorsam das Volk ist

Wenn es um die Sicherheit ginge , dürfte es Auto´s , gar nicht geben mit denen man schneller als 80 kmh fahren kann .
Was nütz mir der Gurt wenn Kamikaze Fahrer mit mehr als 200 kmh durch geschlossene Ortschaften und über Landstraßen fahren können , oder als Geisterfahrer erfolgreich die Autobahnen unsicher machen

Einfache Frage: hat es vor oder nach der Einführung der Gurtpflicht, der Implementierung von Airbags, ABS und weiteren (elektronischen) Helferlein in Kraftfahrzeugen mehr oder weniger Verkehrstote in Deutschland gegeben?

Nils 20.06.2013 18:19

Zitat:

Zitat von Freddy Frechdachs (Beitrag 916201)
Mit der Gurtpflicht hat der Staat lediglich eine Einnahmequelle mehr geschaffen , da geht es darum , denen die nicht angeschnallt sind das Geld aus den Taschen zu ziehen, wenn sie den erwischt werden
so wird´s wahrscheinlich auch mit der Helmpflicht für Radfahrer sein , ganz nebenbei wird noch schnell geprüft wie gehorsam das Volk ist

Willst Du provozieren oder ist das wirklich Deine Meinung?

Zitat:

Zitat von Freddy Frechdachs (Beitrag 916201)
Mit der Gurtpflicht hat der Staat lediglich eine Einnahmequelle mehr geschaffen , da geht es darum , denen die nicht angeschnallt sind das Geld aus den Taschen zu ziehen, wenn sie den erwischt werden
so wird´s wahrscheinlich auch mit der Helmpflicht für Radfahrer sein , ganz nebenbei wird noch schnell geprüft wie gehorsam das Volk ist

Wenn es um die Sicherheit ginge , dürfte es Auto´s , gar nicht geben mit denen man schneller als 80 kmh fahren kann .
Was nütz mir der Gurt wenn Kamikaze Fahrer mit mehr als 200 kmh durch geschlossene Ortschaften und über Landstraßen fahren können , oder als Geisterfahrer erfolgreich die Autobahnen unsicher machen

Du kannst gerne Deinen Gurt bei 200km/h abnehmen.:Blumen: Das ist mir egal. Die meisten Unfälle passieren in Städten bei SUB50. Eher noch um die 30km/h.
Und Deine Beispiele sind wirklich aus dem Alltag gewählt. Am schlimmsten sind die Geisterfahrer, die mit 200km/h durch Fußgängerzonen fahren:Lachen2: (und einen Fahrradhelm aufhaben).

Rhing 20.06.2013 19:04

Zitat:

Zitat von gollrich (Beitrag 916242)
Naja die einen Verlangen Fakten und die anderen liefern nur irgendwelche Schauermärchen was doch so passiert ist und sind sich ganz sicher (glauben) das es ohne Helm anders passiert wäre... Dazu kennt man noch jemand der hat mal jemanden gesprochen der ist Arzt oder so... wahrscheinlich der hat auch gesagt das es richtig ist...:Huhu: .

Na ja, so richtig kommen "die anderen" aber auch nicht mit Fakten rüber. Die Aussie-Studie ist für mich jetzt auch nicht sooo aussagekräftig. Ich hab in Sydney im Südsommer nahezu keinen Radfahrer gesehen. In Bonn nerven sie mich als Autofahrer nur. :Lachen2: Ist schon deshalb nicht auf hiesige Verhältnisse anwendbar. Und mir reicht, was die 4 Ärzte mir sagen, die wir in der Tria-Abteilung haben, die also durchaus auch die Radfahrersituation beurteilen können. Nebenbei: Ich war gestern bis heute Vormittag im Krankenhaus. Mein Zimmernachbar hat den ganzen Tag auf einen Arzt gewartet. Der war aber in der Ambulanz, Radfahrer zusammenflicken. Ob mit oder ohne Helm weiß ich nicht.

Lui 20.06.2013 19:21






amontecc 20.06.2013 20:01

Das trifft das Problem ganz gut...

gollrich 20.06.2013 20:10

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 916276)
Na ja, so richtig kommen "die anderen" aber auch nicht mit Fakten rüber. Di

Ich glaube du verstehst nicht wo die Beweispflicht ist.... :Huhu: ich gehe jetzt zu meiner Herde rosa fliegender Einhörner auf der abgelegenen Seite des Mondes.... beweis mal das es dich nicht gibt .... :Cheese:

tomerswayler 20.06.2013 20:13

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 916253)
Einfache Frage: hat es vor oder nach der Einführung der Gurtpflicht, der Implementierung von Airbags, ABS und weiteren (elektronischen) Helferlein in Kraftfahrzeugen mehr oder weniger Verkehrstote in Deutschland gegeben?

Defintiv weniger!



Und da immer mehr km zurückgelegt werden, kann man erahnen, wie viel sicherer die Verkehrsmittel und Straßen geworden sind, denn die Verkehrsteilnehmer sind ganz gewiss nicht vorsichtiger geworden.

Bei Motorrädern sind besonders die mittleren Jahrgänge gefährdet, bei PKWs die unter 25 Jährigen und bei Fußgängern und Radfahrern extrem die über 65 Jährigen.

Zu finden auf Seite 595: https://www.destatis.de/DE/Publikati...rbuch2012.html

Rhing 20.06.2013 20:30

Zitat:

Zitat von gollrich (Beitrag 916288)
Ich glaube du verstehst nicht wo die Beweispflicht ist.... :Huhu: ich gehe jetzt zu meiner Herde rosa fliegender Einhörner auf der abgelegenen Seite des Mondes.... beweis mal das es dich nicht gibt .... :Cheese:

Bist Du Dir sicher, dass Du weißt, was Beweislast ist? :Lachen2: Das OLG hat jedenfalls genug Beweise gesehen.

amontecc 20.06.2013 20:33

Zitat:

Zitat von tomerswayler (Beitrag 916290)
Bei Motorrädern sind besonders die mittleren Jahrgänge gefährdet, bei PKWs die unter 25 Jährigen und bei Fußgängern und Radfahrern extrem die über 65 Jährigen.

Kann das an 1. Midlifecrisis, 2. alten und unsicheren (weil billigeren) Autos und 3. durchschnittlich schlechterer Motorik und Reaktion liegen?

tomerswayler 20.06.2013 20:48

Bei den Motorrädern is es einfach so, dass nich mehr so viele junge Menschen Motorrad fahrn, deswegen schaut die Statistik für die unter 25 Jährigen nicht so wild aus wie bei den PKWs. Da wär vielleicht ne relative Statistik a la Tote pro 1Mio Personen hilfreicher.

Bei den U25 PKWs würd ich die Verunglückten zuerst auf die jugendliche Fahrweise schieben und dann erst auf eventuell unsicherere Autos.

Aber die über 65 Jährigen fallen auch bei den PKW Toten auf und würd ich wie du darauf zurückführen, dass ein älterer Mensch nicht mehr so gute Reaktionen hat und dummerweise bei nem identischen Unfall schlechtere Überlebenschancen hat, weil er sich zum Beispiel nicht mehr so leicht stützen kann oder leichter hinfällt.

neonhelm 20.06.2013 20:51

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 916282)

:Lachanfall:

Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 916296)
Kann das an 1. Midlifecrisis, 2. alten und unsicheren (weil billigeren) Autos und 3. durchschnittlich schlechterer Motorik und Reaktion liegen?

Ich bemerke bei den 18-25 jährigen, bei denen ich so mitfahre, neben den alten Kisten hauptsächlich mangelnde Erfahrung. Ich bin immer ganz erstaunt, wie überrascht die von manchen Situationen sind.

tomerswayler 20.06.2013 21:00

Hier noch ein Artikel zu den getöteten Radlern, der auch Radhelme thematisiert. Der generelle Trend zeigt aber glücklicherweise auch bei Fahrradfahrern relativ konstant nach unten.

http://www.zukunft-mobilitaet.net/96...ungenauigkeit/

amontecc 20.06.2013 21:26

Das würde ja bedeuten, dass das Tragen eines Helmes (zumindest für 10jährige) gefährlich ist...

Ich glaube allerdings auch, dass reaktionsfähigkeit, koordination etc. bzw. Mangel an diesem viel schlimmer wirken als das nichttragen von rudimentären Sicherheitsutensilien.

Die letzten Links von tomaswayler unterstützen diese Gedanken.

Schwarzfahrer 20.06.2013 23:36

Zitat:

Zitat von tomerswayler (Beitrag 916304)
Hier noch ein Artikel zu den getöteten Radlern, der auch Radhelme thematisiert. Der generelle Trend zeigt aber glücklicherweise auch bei Fahrradfahrern relativ konstant nach unten.

http://www.zukunft-mobilitaet.net/96...ungenauigkeit/

Wenn ich die Grafik im Artikel sehe, fällt mir doch auf, daß seit 1999 die Helmtragequote sich verdoppelt hat, und die Zahl der getöteten Radfahrer doch immerhin von über 600 auf unter 400 sank (-38%). Es wird sicher nicht nur an Helmen liegen - aber ein Argument, daß Helme nutzlos wären, kann man aus dieser Grafik auf keinen Fall ableiten.

Was mich irritiert, ist der Satz:
Die Helmträger würden im Durchschnitt nur knapp halb so viele Personenkilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, wie die Helmverweigerer.
Suggerierter Rückschluss: Vielfahrer tragen meist (im Durchschnitt?) keinen Helm. Diesen Durchschnitt gibt es aber nicht. Reale Menschen fahren entweder mehr oder weniger als der Durchschnitt. Ein Teil mögen die ungeübten Seltenfahrer sein, viele Helmträger sind jedoch eher unter extrem viel Fahrern zu finden. Unter den Ganzjahrespendlern und Sportlern ist nach meiner Beobachtung die Mehrheit mit Helm unterwegs. Bei all diesen Artikeln habe ich den Eindruck, jeder biegt sich die Statistik so hin, daß seine These bewiesen wird. Überzeugen tun mich die meinsten nicht, egal ob sie für oder gegen den Helm missionieren.

Tri-Keks 21.06.2013 01:00

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 916336)
Wenn ich die Grafik im Artikel sehe, fällt mir doch auf, daß seit 1999 die Helmtragequote sich verdoppelt hat, und die Zahl der getöteten Radfahrer doch immerhin von über 600 auf unter 400 sank (-38%). Es wird sicher nicht nur an Helmen liegen - aber ein Argument, daß Helme nutzlos wären, kann man aus dieser Grafik auf keinen Fall ableiten.

Was mich irritiert, ist der Satz:
Die Helmträger würden im Durchschnitt nur knapp halb so viele Personenkilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, wie die Helmverweigerer.
Suggerierter Rückschluss: Vielfahrer tragen meist (im Durchschnitt?) keinen Helm. Diesen Durchschnitt gibt es aber nicht. Reale Menschen fahren entweder mehr oder weniger als der Durchschnitt. Ein Teil mögen die ungeübten Seltenfahrer sein, viele Helmträger sind jedoch eher unter extrem viel Fahrern zu finden. Unter den Ganzjahrespendlern und Sportlern ist nach meiner Beobachtung die Mehrheit mit Helm unterwegs. Bei all diesen Artikeln habe ich den Eindruck, jeder biegt sich die Statistik so hin, daß seine These bewiesen wird. Überzeugen tun mich die meinsten nicht, egal ob sie für oder gegen den Helm missionieren.

:Blumen: :Blumen: :Blumen:
So isses. Ich versteh auch nicht ganz, was der Artikel aufzeigen will, bzw. woraus das gefolgert wird.

Statistik-Interpretation ist eine Wissenschaft, die von vielen Journalisten nicht beherrscht wird.

Der Vergleich von absoluten Unfallzahlen, mit relativen Helmträgerquoten (gewichtet über Jahreskilometer oder nicht?!?!) hat für mich keine Aussage.

Man müsste wohl eher die Unfälle in einem Jahr durch die gesamt gefahrenen Kilometer normalisieren. Dann ausrechnen zu welchem Prozentsatz diese km mit Helm zurückgelegt wurden und dann kann man Aussagen treffen. Wobei man selbst dann noch keine Stadt- und Land-Kilometer unterscheidet.

tomerswayler 21.06.2013 09:17

Das rauspicken der Helmtragequote der 10 Jährigen halt ich auch nich für ganz optimal, aber liest sich wohl einfach gut.

Am wichtigsten war für mich eigentlich auch die enthaltene Grafik, die immer weniger Tote und eine tendenziell steigende Gesamthelmtragequote zeigt. Eigentlich der Zusammenhang, den die meisten vermuten würde.

Ironmarkus 23.06.2013 11:06

Zitat:

Zitat von bembel (Beitrag 663461)
Rennradfahrer dürfen nur mit Helm auf öffentlichen Straßen trainieren. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München hervor. Ohne Schutzhelm müssen Rennradler unter Umständen für einen Unfall mithaften, auch wenn sie diesen nicht verursacht haben.

In dem verhandelten Fall war ein Rennradfahrer zügig von einem Radweg auf eine Straße gewechselt und mit einem Auto zusammengestoßen. Er verletzte sich schwer an Rumpf und Kopf und klagte auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Obwohl der Radler Vorfahrt hatte, sah das Gericht ein erhebliches Mitverschulden – unter anderem deshalb, weil er keinen Helm trug. Denn der hätte ihn womöglich vor Kopfverletzungen bewahrt. Nach Ansicht der Richter verpflichtet eine "sportliche Fahrweise" zum Tragen eines Schutzhelms. Auf sportliche Ambitionen des Radlers hätten etwa die Klickpedale an seinem Rad hingewiesen (Az.: 24 U 384/10). dpa

(Quelle)


Gestern hat mich ein Triathlet angerufen
Er hat sich am Mittwoch zerlegt. Radüberschlag bergab bei km50: Schlüsselbeinbruch + Daumenknochenbruch + Elle oder Speiche Unterarm Längshaar-riss: Verheilung der Knochen dauert 6-8 Wochen.

Er hatte Gott sei Dank Helm auf !
Fahrrad ist Schrott.

So schnell kanns passieren. Fuhr nur eine Radler vor ihm: Diese hat vor einer LKW Matschspur stark abgebremst und ist ausgewichen, so dass dem Nachfahrer nur eine Chance blieb: auch stark bremsen + ausweichen. mit den o.g. Folgen

also mein rat : Immer helm aufsetzen
zudem: Abstand halten (5m sind halt zuwenig) bzw. Handzeichen nach hinten geben wenn Hindernisse auf der Fahrbahn liegen

Pmueller69 23.06.2013 11:32

Ich habe gerade auf Grund meines Rad-Unfall einen Fragebogen meiner Krankenkasse ausgefüllt. Dort kam die Frage, ob ich beim Unfall einen Gurt angelegt hatte bzw. ob ich einen Helm aufhatte.

sybenwurz 23.06.2013 11:48

Da haste nu den Salat und der Helm nutzt dir gar nix.
Oder warste auch angegurtet?

Pmueller69 23.06.2013 12:02

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 917059)
Da haste nu den Salat und der Helm nutzt dir gar nix.
Oder warste auch angegurtet?

Nee, aber ich habe die Klickpedalen blockiert, das ist auch ok. Dadurch, dass ich mich nicht von meinem Fahrrad habe lösen können, hat mein Körper den Sturz perfekt abgebremst und der Renner blieb von ein paar Schrammen am Lenker weitgehend heil.

Carlos85 23.06.2013 14:26

Radfahrer mit Helm



Die Story dazu nachher, erstmal Duschen...

Spinningdoctor 23.06.2013 18:12

Helm tragen sollte eigentlich jeder Radler
 
Ich halte nichts von einer Pflicht, bin aber selbst Helmträger. Nach zwei heftigen Abflügen in den letzten 10 Jahren mit Helm hat sich meine Einstellung zum Helmtragen verfestigt.
Beim ersten Sturz bin ich auf einer Landstraße von einem Bus abdrängt worden und über die Leitplanke bei ca. 40 km/h geflogen. Auf der anderen Seite Landung auf dem Fussweg auf dem Kopf. Helm in zwei Hälften. Ab ins Krankenhaus mit Ergebnis Schädel/Hirntrauma. Ohne Helm wohl nicht so "harmlos".
Der zweite Abflug ging zum Glück ebenso glimpflich aus. Mir lief auf dem Radweg ein Hund vor das Rad. Die Vollbremsung katapultierte mich über den Lenker. Ergebnis: ein 2 cm großer Stein steckte bis zum Anschlag im Helm, ein paar Schürfwunden und ein gesunder Hund.
Mich braucht keiner mehr von einem Helm überzeugen ....:liebe053:

amontecc 23.06.2013 20:22

Zitat:

Zitat von Spinningdoctor (Beitrag 917169)
Helm in zwei Hälften.

Ich trage auch Helm.
Aber ist das die offizielle Wirkweise eines Helmes: in zwei Hälften zerbrechen? War wenigstens das Styropor sehr viel dünner als vorher? Und die Kopfverletzung hattest du ja trotzdem. Obs ohne Helm schlimmer gewesen wäre weiß nur dein Hellseher oder Arzt.
Bei dem Stein hast du wirklich Glück gehabt.

Pmueller69 23.06.2013 22:40

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 917087)
Radfahrer mit Helm

Die Story dazu nachher, erstmal Duschen...

Kann mal jemand unter der Dusche nachschauen, ob Carlos da ggf. noch drunter liegt....

Carlos85 23.06.2013 23:22

Ach da war ja noch was ;)

Rad ins 5. OG getragen (wie sonst auch immer). Auf Treppe mit Radschuhen (hab ich auch immer an) ausgerutscht, Lenker hat sich mal das Auge näher angesehen...

Nicht nur der Strassenverkehr ist gefährlich :Cheese:

MattF 24.06.2013 13:12

Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 917208)
Ich trage auch Helm.
Aber ist das die offizielle Wirkweise eines Helmes: in zwei Hälften zerbrechen? War wenigstens das Styropor sehr viel dünner als vorher? Und die Kopfverletzung hattest du ja trotzdem. Obs ohne Helm schlimmer gewesen wäre weiß nur dein Hellseher oder Arzt.

Wie will ein Arzt das beurteilen können? War er beim Unfall dabei, kennt er die eingeleiteten Kräfte?

Nur mal so als Anmerkung.

MfG
Matthias

Tri-Keks 24.06.2013 13:37

Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 917208)
Ich trage auch Helm.
Aber ist das die offizielle Wirkweise eines Helmes: in zwei Hälften zerbrechen? War wenigstens das Styropor sehr viel dünner als vorher?

Ich würde es als Kräfte absorbieren und verteilen bezeichnen und das tut er auch zweifelsfrei. Wie groß der Effekt ist hängt dann vom Spezialfall ab.

Faul 24.06.2013 13:51

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 917267)
Ach da war ja noch was ;)

Rad ins 5. OG getragen (wie sonst auch immer). Auf Treppe mit Radschuhen (hab ich auch immer an) ausgerutscht, Lenker hat sich mal das Auge näher angesehen...

Nicht nur der Strassenverkehr ist gefährlich :Cheese:

Hey Carlos,

ich sehe gerade, dass mal an der Zeit wäre deine Signatur zu ändern. Das passt ja nun alles nicht mehr so richtig...

Pmueller69 24.06.2013 16:18

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 915883)
Nur wie gesagt, wieso trägst du beim Treppensteigen keinen Helm, nicht im Auto, nicht beim Fensterputzen? Dort sind die Unfallgefahren bei weitem höher...

Das mit dem Treppensteigen hab ich bisher etwas anders gesehen.

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 917267)
Ach da war ja noch was ;)
Rad ins 5. OG getragen (wie sonst auch immer). Auf Treppe mit Radschuhen (hab ich auch immer an) ausgerutscht, Lenker hat sich mal das Auge näher angesehen...
Nicht nur der Strassenverkehr ist gefährlich :Cheese:

Aber man lernt nie aus :Cheese:

sybenwurz 24.06.2013 16:19

OLG Schleswig gibt verunfallter Radlerin Teilschuld, weil sie ohne Helm gefahren war.
Da bin ich jetzt gespannt...

MattF 24.06.2013 16:26

Richter in D genießen Narrenfreiheit :Lachanfall: :Lachanfall:

Carlos85 24.06.2013 16:29

Zitat:

Zitat von Pmueller69 (Beitrag 917603)
Aber man lernt nie aus :Cheese:

Ja ne? Kollegen schauen mich schon so komisch an, weil ich das Ding nicht mehr ausziehe im Büro :Lachanfall:

amontecc 24.06.2013 23:21

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 917490)
Wie will ein Arzt das beurteilen können? War er beim Unfall dabei, kennt er die eingeleiteten Kräfte?

Nur mal so als Anmerkung.

MfG
Matthias

Deshalb schrieb ich "Hellseher oder Arzt". Denn Ärzte sind ja omnipotent in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit... ;)
Ich glaube aber nicht, dass jeder Fahrradunfall in der Genauigkeit wie im Fernsehen beim CSI oder bei Bones nachgestellt wird und auch gar nicht kann.

Zitat:

Zitat von Tri-Keks (Beitrag 917502)
Ich würde es als Kräfte absorbieren und verteilen bezeichnen und das tut er auch zweifelsfrei. Wie groß der Effekt ist hängt dann vom Spezialfall ab.

Wenn das Ding ohne weitere Verformung gebrochen ist, hat es nicht sehr viel Energie vernichtet.
Wenn es stark verformt und dann gebrochen ist -> Gut
Bei den Tests nach Snell und ähnlichem dürfen die Dinger übrigends nicht brechen.

sybenwurz 25.06.2013 00:11

Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 917761)
Bei den Tests nach Snell und ähnlichem dürfen die Dinger übrigends nicht brechen.

Das iss mir ehrlich gesagt ziemlich wumpe, solange mein Schädel bei ner Landung auf selbigem nedd bricht.
Nen neuen Helm krieg ich problemlos wieder bei.



Neuer Input.

Was meint ihr: wie ist die Aussage "Helme schützen nicht immer" zu bewerten?
Müssense das?
Ist es gleichgültig, solange sie nicht gefährden?
Ab wann wiegt Gefährdungspotential den möglichen Schutz auf?
(Oder auch umgekehrt)

LidlRacer 25.06.2013 01:44

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 917779)
Das iss mir ehrlich gesagt ziemlich wumpe, solange mein Schädel bei ner Landung auf selbigem nedd bricht.
Nen neuen Helm krieg ich problemlos wieder bei.



Neuer Input.

Was meint ihr: wie ist die Aussage "Helme schützen nicht immer" zu bewerten?
Müssense das?
Ist es gleichgültig, solange sie nicht gefährden?
Ab wann wiegt Gefährdungspotential den möglichen Schutz auf?
(Oder auch umgekehrt)

Der Sinn, dass der Helm nicht brechen soll, liegt nicht darin, dass man ihn später weiterverwenden kann, sondern dass er in der Millisekunde, in der er bricht, seine Schutzwirkung verliert. Und in dem Moment ist der Aufprall vielleicht noch nicht beendet oder es folgt direkt noch ein weiterer.

Dass Helme nicht immer schützen, ist klar. Wenn ein Lkw über meinen Kopf rollt, nützt ein wenig Styropor ziemlich genau nix.
Ebenso, wenn mein Kopf mit 50 km/h gegen eine Mauer knallt.

Dass man beim gleichen Sturz / der gleichen Kollision mit Helm i.d.R. ein geringeres Verletzungsrisiko hat als ohne, scheint mir aber selbstverständlich.

Nicht ganz so naheliegend aber wahrscheinlich trotzdem wahr dürfte sein, dass Helme dazu beitragen können, die Unfallwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Da sehe ich etliche Wirkungsweisen:
- erhöhte Risikobereitschaft des behelmten Radfahrers (zumindest bei mir glaube ich daran nicht)
- weniger Rücksichtnahme von Autofahrern gegenüber Behelmten (ich glaube, da gab es mal eine Studie mit dem Ergbnis, dass Helmträger dichter überholt wurden)
- Beeinträchtigung der Sicht (zumindest in Aeroposition schränkt bei mir die Helmvorderkante das Sichtfeld etwas ein)
- Beeinträchtigung des Gehörs (insbesondere durch Aerohelme)
- möglicherweise schaut man sich nicht so oft um, weil das mit Helm etwas unkomfortabler ist.

Insgesamt bin ich ziemlich sicher, dass die Vorteile des Helms überwiegen, aber die Entscheidung hätte ich doch gerne selbst.
Wenn ich alleine fahre, verzichte ich öfters auf den Helm, da ich die Unfallgefahr dann für deutlich geringer als mit Mitfahrern halte.

amontecc 25.06.2013 10:16

Hinzu kommt, dass man mit nem Helm am Kopf öfter anstößt als ohne. Wenn man fällt und der Körper aufgrund von Schutzreflex den Kopf vor dem Aufprall bewahrt, kann eine zusätzliche Hülle dazu führen, dass man trotzdem anschlägt.
Dann tut das entweder mehr weh als ohne Helm oder man freut sich, dass der Helm einen geschützt hat, weil der ja angestoßen ist...
Wenn man mit nem Helm tangential irgendwo aufprallt wirkt die dort wirkende Kraft mit einem etwas größeren Hebelarm als ohne Helm.
Die Massenträgheit des Systems auf dem Hals ist mit Helm größer als ohne.
Zu welchen Nachteilen diese Unterschiede führen, oder ob das schlicht egal ist, weiß ich nicht. Vielleicht gibt es ja Studien dazu..?

Meine zwei bisher einzigen ordentlichen Stürze (in jungen Jahren aufgrund von Leichtsinn) passierten ohne Helm aber dafür mit einer doch relativ hohen Geschwindigkeit, beide male im Sprung, jeweils mit Aufprall auf Beton/Asphalt. Beide male gab es zwar Verletzungen, einmal eine Gehirnerschütterung aber scheinbar keine bleibenden Schäden. Zu Fuß im Zusammenhang mit einer Treppe bin ich auch schon mal gestürzt mit ähnlichen Folgen. Scheint also gleich Gefährlich zu sein...

Tri-Keks 25.06.2013 12:12

Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 917860)
Hinzu kommt, dass man mit nem Helm am Kopf öfter anstößt als ohne. Wenn man fällt und der Körper aufgrund von Schutzreflex den Kopf vor dem Aufprall bewahrt, kann eine zusätzliche Hülle dazu führen, dass man trotzdem anschlägt.
Dann tut das entweder mehr weh als ohne Helm oder man freut sich, dass der Helm einen geschützt hat, weil der ja angestoßen ist...

Ok, ein Helm ist 3-5 cm dick. Wenn du so stürzt, dass du dich mit Helm anschlägst und ohne nicht, dann musst du eine Nackenmuskulatur wie ein Stier haben, oder der Sturz ist lächerlich leicht. Bei einem richtigen Sturz kannst du auf 3-5 cm den Kopf durch Muskelarbei kaum bremsen.


Zitat:

Zitat von amontecc (Beitrag 917860)
Die Massenträgheit des Systems auf dem Hals ist mit Helm größer als ohne.

Das stimmt, aber die Masse der meisten Helme ist denke ich durchaus vertretbar.


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