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Die Reproduktion ist in den westlichen Industrienationen fallend. Auf jede Frau kommen weniger als 2 Kinder. Die Bevölkerung der BRD ist lediglich aufgrund der massiven Zuwanderung der letzten zwei Jahrzehnte, vor allem aus der ehemaligen UdSSR stabil geblieben. Davon abgesehen hat die Reproduktion mit der Paleo- oder konventionellen Ernährung wahrscheinlich nicht viel zu tun zu tun, da sich die Zivilisationskrankheiten typischerweise erst in der zweiten Lebensphase (also nach Abschluß der individuellen Reproduktion) lebensqualitätmindernd bemerkbar machen. Daher kann von nicht-artgerechter Ernährung auch nur dann Selektionsdruck ausgehen, wenn diese unmittelbar, schnell und gründlich Wirkung im Sinne von Tod in der Kindheit zeigt (vor der Reproduktion). So zb Milch als Basis der Ernährung zum Beginn der Milchwirtschaft in Nordeuropa. Anders ist ansonsten die dramatische Geschwindikeit der Durchsetzung der genetischen Mutation in diesen Populationen, die zu Laktosetolaranz über das Säuglingsalter hinaus führte, kaum erklärbar. Es sei denn die Forschung im Bereich der Epigenetik kommt hierzu verwertbaren neuen Erkenntnissen, was aber noch nicht absehbar ist. Eine interessante Frage ist aber, warum sich die Zahl aufgrund abnehmender Spermienqualität zeugnungsunfähiger Männer im Steigen befindet. Möglicherweise spielt hier dann die konventionelle Ernährung doch eine mitverursachende Rolle. Ob und in wieweit, kann ich nicht sagen - vielleicht kennt sich hier ja jemand zu diesem Thema aus. |
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By the way... wie oft ist im Jahr Wettkampf? Meinst Du eine handvoll Powerbars bringen Dich sofort ins Grab? Unser Körper verträgt so manche Beleidigung - und damit auch mal Junkfood im Wettkampf -, wenn man ihn grundsätzlich in der überwiegenden Zeit pfleglich und artgerecht behandelt. |
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Die Frage im WK oder bei intensivem Training ist jedoch die altbekannte: Was spricht dagegen dem Körper dann zu geben was er verbraucht: KH? Ein Motor braucht halt seinen Treibstoff wenn er hohe Leistungen bringen soll. |
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Ist es übrigens wirklich nachgewiesen, dass der Lebensstil diese verursacht? Liegt ja nahe, aber stimmt das denn auch? Zitat:
Meine Beobachtungen. 1. Bildungsferne Schichten ernäheren sich im Mittel "schlechter" (nach meiner Definition) als bildungsnahe Schichten. 2. Bildungsferne Schichten vermehren sich schneller, häufiger und früher. Einen internationalen oder historischen Bezug/Vergleich stelle ich gar nicht an. Zitat:
Ob es anders besser, länger, weiter geht - anderes Blatt. Deine Theorie beruht darauf, dass sich der Mensch genetisch an dies und das angepasst hat oder auch nicht - jeweils mit dem Ziel der idealen Fortpflanzung (späteres geht ja laut Deiner Aussage nicht in den Evolutionsprozess ein). Dies ist also vermutlich durch Paleo gegeben. Das bedeutet, dass Paleo ein (!) geeignetes Rezept ist, sich recht gut fortzupflanzen (wenn man annimmt, dass der Gen-Pool sich seit dem nicht verändert hat). Meine Einwände: 1. Es besagt aber nichts darüber, ob diese Ernährung auch für den weiteren Lebensweg besonders geeignet ist. (Man könnte nun folgern, dass das, was in der ersten Lebenshälfte gut funktioniert, wahrscheinlich auch in der zweiten Hälfte gut ist, aber das würde dann mit der evolutionären Begründung brechen.) 2. Das Leben besteht (für mich) mehr als aus dem Erreichen des Fortpflanzungsalters. Lebensqualität ist für mich also nicht nur eine eventuell optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Diese nimmt (vor allem wenn sie fehlt) natürlich einen beträchtlichen Raum ein, ist es aber nicht nur allein. Meine Folgerung: Kompromisse. Ich versuche mich bewusst zu ernähren, indem ich versuche meinem Körper zu vertrauen und auf diesen zu hören und gleichzeitig die Lebensmittel mit meinem ökologischen Gewissen vereinbaren zu können. Es ist also ein Wechselspiel aus Bekömmlichkeit und Lust und Ökologiebetrachtungen. Gar nicht so einfach. |
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Paleo ist für mich (und nicht nur mich) eine Ernährung die beste Gesundheit bis in ein hohes Alter ermöglicht. Mit der Reproduktion bzw dem Reproduktionsalter hat dies nichts zu tun. Es konnten sich Populationen durchsetzen, deren ältere Sippenmitglieder möglichst lange nützliche Arbeit für die Sippe leisten konnten (zb Nahrung zubereiten, Kinder beaufsichtigen etc. Zu beobachten heute noch bei den Kung San in Afrika. Eine Sippe mit (ernährungsbedingt) jung sterbenden Mitgliedern hatte eine geringere Wahrscheinlichkeit zum bestimmenden Teil des Genpools der Art zu werden. Die neolitihische Revolution mit der Entstehung großer sozialer Gemeinschaften (Städte) hat diesen Aspekt in den Hintergrund rücken lassen, da durch die besseren Möglichkeiten der Arbeitsteilung die Bedeutung des gesund alt werdens niveliert wurden. Abzulesen in der drastisch gesunkenen Lebenserwartung mit Einsetzen der neolithischen Revolution um mehr als ein Drittel. Milch, Getreide, Mais etc und später dann Zucker und Industriefraß haben wenig einfluß auf die Reproduktion, aber auf die Gesundheit im Alter und das erreichbare Alter generell. "Leider" wirk(t)en diese langfristig schädlichen Nahrungsmittel nicht unmittelbar und sofort tötlich, denn dann hätten wir es blieben lassen, diesen Mist als Basis unserer Ernährung zu machen oder aber die Evolution hätte - bei Vorliegen einer diesbezüglich hilfreichen Mutation - eine rasche Anpassung unseres Genoms vorgenommen (wie zb bei 10-15% der Weltbevölkerung bzgl Laktosetoleranz). Dass die Zivilisationskrankheiten lebensstilbedingt sind (in Japan heißen sie sogar so: "lebensstilbedingte Krankheiten"), wird heute im Grunde von niemandem wirklich bezweifelt. Zu erdrückend ist die statistische Faktenlage und die Erkenntnis über die biochemischen Wirkzusammenhänge. Allenfalls wirtschafliche Interessengruppen wie Agrar- und Nahrungsmittelindustrie zünden hier gezielt Blendgranaten. Vorbild: Die Tabakindustrie mit ihrer jahrzehntelang leider zu erfolgreichen Propaganda, dass Rauchen gar nicht schuld an diversen Krankheiten sei... . Man mache sich zb mal den Spaß und lese die dummdreiste Propaganda der Zuckerindustrie... . Um das Ausmaß des Zunehmens der nach außen hin offensichlichsten Zivilisationskrankheit, der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten, genügt es, sich eine Stunde in ein Kaffee in der Fußgängerzone zu setzen und das vorbeiflanierende Volk zu beobachten oder den Pausenhof einer beliebigen deutschen Schule diesbezüglich zu betrachten. |
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Ach so, meine Meinung zum Ausgangsthema: Diäten sind Scheiße, egal wie sie heißen!!! |
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Dir ist doch sicher Joe Friel bekannt, der als einer der anerkannten Coaches im Ausdauersportbereich (Rad, Triathlon) zu zählen ist. Meinst Du Joe Friel würde den Co-Autor von Loren Cordain machen und ein Buch veröffentlichen, das "The Paleo Diet for Athlets" heißt, wenn er das Konzept als ungeeignet für Spitzenleistung halten würde? Ganz im Gegenteil. Er und Cordain sowie Mark Sisson (4. Platz anno dazumal in Hawaii) in seinem Buch "The Primal Blueprint" sprechen sich klar dafür aus, ein Konzept, wie ich es in Teil 3 meines Essays adaptiert an leistungssportliche Belange dargestellt habe. Wenn sich hier jemand befinden würde, der in dem von Dir gewünschten Leistungsbereich Sport macht und der sich entweder bereits so ernährt, oder vor hat dies zu versuchen, dann könnten wir der Frage mit einer ministichprobe auf den Grund gehen. Ansonsten muss es mangels objektiver Datenbasis leider bei Spekulationen bleiben. Es gibt hier im Forum ein paar User, wie "Weichei", die Paleo schon recht lange durchziehen und nur Gutes zu berichten haben. Das zählt aber als Datenbasis mit Sichergheit nicht für eine seriöse Antwort auf Deine Frage. Für 95% der User hier stellt sich diese Frage sowieso nicht weil sie nicht in diesen Grenzbereichen trainieren - und da ist Paleo aber in jedem Fall ein konkurrenzfähiges , wenn nicht das überlegene Modell. Behaupte ich zumindest. Unnötig das zu betonen: Mit Überzeugung! Gruß Robert |
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Auch Du lebst Diät: "Die Bezeichnung Diät kommt von (griech.) dίaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise" http://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%A4t |
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Alle Profitriathleten, die ich kenne, sind essgestoert. Das gehoert einfach dazu. |
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Das sind die Statistiken der Ernährung der Jäger- und Sammler-Völker über die man Daten hat. Das ist nicht "die Paleo-Ernährung" und ihre Richtwerte. Wenn Du Dir mal Teil 3 meines Essays anschaust, findest Du folgende Zeilen von mir: "Dreh- und Angelpunkt der Beantwortung der Frage, wie hoch der Anteil von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten an der Bereitstellung von Energie sein soll, ist die Zyklik im jährlichen Trainingsplan. Die Ernährung in der Übergangsphase sieht diesbezüglich anders aus, als die Ernährung in der Wettkampfphase – je nach Trainingsumfang und Trainingsintensität, die die jeweilige Zyklusphase prägt, wird sich der Energiebedarf aber mit ihm auch die relative Bedeutung der einzelnen Energieträger ändern. Die gelegentlich hitzig diskutierten, angeblich optimalen Relationen von Kohlenhydraten zu Eiweiß und Fett (z.B. die 40/30/30-Relation nach Sears) existieren also im Paleo-Lifestyle-Konzept ausdrücklich nicht, sondern zeigen sich variabel um einen vergleichsweise stabilen Kern, den die Proteine bilden. Nicht wesentlich anders gestaltete sich die Energiezufuhr unserer Ahnen der Steinzeit – abhängig vom jahreszeitlichen Nahrungsmittelangebot der Natur. Weder wussten diese um den stofflichen Inhalt ihrer Nahrungsmittel noch um die prozentuale Verteilung derselben. Der Nährstoffgehalt ihrer Diät variierte erheblich im Jahresverlauf." Außerdem KH sind lediglich ein Oberbegriff. Man sollte fein zwischen Mono-, Oligo- und Polysacchariden unterscheiden, was in der Paleo-Ernährung auch ganz ausdrücklich getan wird. Die DGE zb macht dies ganz bewußt nicht oder eher versteckt, um hier keine unangenehmen Fässer für ihre Finanziers aus der Wirtschaft aufzumachen, was die Hauptverursacher vieler Krankheiten angeht. Ein Konsum isolierter Mono- und Disaccharide wird bei Paleo in der Basisernährung ausdrücklich gemieden, ebenso ein exzessiver Konsum von Polysacchariden (Stärke). Ausnahmen in Teil 3 meines Essays immer und gezielt in Kombination zu sehen mit der Trainings- oder WK-Belastung. Wenn "Zucker", dann insbesondere gebunden an Obst und Gemüse, was basenüberschüssihe Ernährung und maximale Nährstoffdichte pro Kalorie bedeutet. Keine leeren Kalorien, keine Insulinachterbahnen! KH nur, wenn man sie wirklich braucht, ansonsten primär Fettstoffwechsel. Niedriger bis moderater Glykämischer Index bei moderater bis niedriger glykämischer Last. |
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So jemand sollte auch keine Probleme haben offen und ehrlich über seine Ernährung zu sprechen. Robert: Kennst du niemanden auf den das Zutrifft? Klar nur Einzelfall, aber interessant wäre es schon. |
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Wir unterhalten uns dabei über einen Kalorienverbrauch (i.A. von Alter, Geschlecht, Gewicht, Tempo etc) von etwa 400-600 kcal. Wenn Du Dir nach dem Lauf ganz gemächlich i Lauf de rersten Stunde einen frisch gepressten Fruchtsaft (alternativ Obst/Gemüsemischung) (je nach Obstsorte/Mischung ca. 80 Kca/100ml) reinziehst, dann brauchst Du für 500 Kcal 0,625 Liter. Feinster Treibstoff mit allen Enzymen, Vitaminen und ner Menge Mineralstoffen und schnell dort wo das Zeug auch hin soll - in den Muskeln. Noch ein wenig Eiweiß dazu... ein bisschen Fleisch, ein wenig Nüsse vielleicht - und Bingo. Wo ist also das Problem? |
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Der Mensch rennt jeden Tag einen HM auf Arbeit und einen zurück und hat 2 Tage nach einem 100mile Rennen einen Mara in 2:39 gemacht. Und isst nur Früchte - auch als WK Verpflegung (also nix mit Fleisch, Eier oder sowas). |
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Bei Zivilisationskrankheiten darf man eine IMHO weit schwerwiegendere Ursache nicht vergessen, die fehlende natürliche Selektion. Dank Lebensstil und Medizin gibt es kaum noch Menschen die sich nicht fortpflanzen (können). Die Natur kennt kaum Erbkrankheiten. |
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Wie ernährt sich ein eingefleischter Paleo Anhänger bei einem Ironman? Ich selbst esse beim Wettkampf zwischendurch - statt ausschließlich Powerbars und Gels zu mir zu nehmen, die ich nach all den Stunden absolut satt habe - auch einmal eine Schinkensemmel (ohne Butter), einfach um den Magen zu beruhigen. Gibt es brauchbare "Paleo" Alternativen ? Wie sieht es am Tag davor aus ? Übrigens: Hochachtung vor deiner unerschütterlichen Motivation, hier weiter zu schreiben ! :Cheese: Mich interessiert das Thema sehr (allerdings bin ich bei "absoluten Wahrheiten" immer skeptisch) |
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du hast mir doch schon die antwort gegeben, rohkost und obst:Cheese: dirtyharry |
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Selbst wenn Du die 15 km in 50 min läufst, dann sind das grad mal rund 1000 kcal. Wenn Du Dir 30 min vor dem Lauf einen guten halben Liter frisch gepressten Obst/Gemüsesaft reinziehst, dann wird die Verdauung nicht belastet, Du hast ausreichend Sprit an Bord und nach dem Training das gleiche nochmal plus ein paar Proteine und Fette und gut ist es... . Während eines 15km-Laufs essen nur Uschis oder Nordic Walker, das klammere ich also in Deinem Fall sowieso aus. Bei hohem Tempo zu essen ist ohnehin nicht sehr klug... . |
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@Jakob: Bin zwar kein Paleo-Jünger, aber nur mit Gels und Riegeln geht das bei mir auf der LD auch nicht. Praktikabel sind auch so Minisalami oder ein Tütchen mit kleingeschnittenen Fleischbrocken. Hat sich bei mir schon mehrfach auf LD und Ultras bewährt, immer ein Gel und ein Stück Fleisch im Wechseln. Genug Energie, ein wenige festes im Magen und keine Verdauungsprobleme. :) Allerdings zeigt der Erfahrungsaustausch mit anderen mir auch immer wieder: Jeder Jeck ist anders. Was bei mir gut funktioniert muss bei anderen noch lange nicht gut sein. Siehe auch Thema Wirksamkeit und Sinn von Nüchterntraining. |
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Da halte ich es für wichtiger NACH dem Training auch direkt KH zuzuführen. Je schneller die Speicher wieder voll desto besser die Regeneration. 30min vor dem Training einen guten halben Liter Obstsaft und das Training pausiert nach 3km hinter dem ersten größeren Busch. Hatten wir schon, nicht jeder verträgt größere Mengen Fruchtzucker so problemlos wie du. ;) |
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Zu Deinr Frage, erlaube ich mir den entsprechenden Passus aus meinem Essay, Teil 3 zu zitieren, der sich inhaltlich stark an Cordain/Friel und deren Konzept anlehnt: "Phase 2: Während Training oder Wettkampf Die Leitlinien für die Ernährung während des Training oder Wettkampfes unterscheiden sich je nach Dauer der Belastung: Dauer bis 90 Minuten * Hohe Intensität erfordert volle Glykogenspeicher vor dem Start * Während der Belastung nur Flüssigkeit zuführen (je nach Witterung und Schweissrate) * Wasser genügt Dauer 90 Minuten bis 4 Stunden * Sportdrinks oder Gels mit Wasser (0,2l je 100 kcal des Gels). Statt handelsüblicher Konfektionsgels kann man auch Honig verwenden. * Keine feste Nahrung * Sportdrinks statt Wasser reduziert Muskelabbau. * Ein Verhältnis von 4:1 Kohlenhydrate zu Protein (insbesondere BCAA's) ist optimal. Minimum 2,2 kcal Kohlenhydrate und 0,55 kcal Proteine pro kg Körpergewicht. Bei 70 kg Körpergewicht: 38g Kohlenhydrate. Dazu dann 1/4 der Kohlenhydrate= 9,5g Proteine. * 500 bis 800 ml Flüssigkeit pro Stunde. * Maltodextrin als Kohlenhydratquelle * Natrium das einzige Mineral, das ersetzt werden muss/kann Dauer 4 bis 12 Stunden * Gefahr der Hyponaträmie (Salzmangel mit Überhydrierung) zentrales Problem * Kohlenhydrate müssen von Beginn an in Größenordnungen nahe dem Verbrauch zugeführt werden * 1500 bis 2000 kcal in Form von Glykogen sind im Speicher, die nicht zugeführt werden müssen. Das stündliche Defizit sollte unter 100 kcal liegen. * Aufnahme von 300 bis 600 kcal pro Stunde in gleichmäßiger Verteilung alle 10 bis 20 min primär aus flüssigen Quellen. * Sportriegel (auch selbstgebackene nach Paleorezepten) nur bei sehr langen Einheiten oder Wettkämpfen. * Feste Nahrung sollte mittleren bis hohen glykämischen Index, wenig Ballaststoffe haben und leicht verdaulich sein (Banane, Studentenfutter) * 0,2 l Wasser pro 100 kcal feste Nahrung * 500 bis 800 ml Flüssigkeit pro Stunde * Koffein kann Sinn machen * 1g Natrium pro Stunde als oberer Grenzwert (über Kochsalz zuführen) * Andere Elektrolyte als Natrium sind nur bei heißen Bedingungen sinnvoll. Der Biologe Bernd Heinrich (Laufen – Geschichte einer Leidenschaft, 2005), lief 1981 in einem Paleo-Selbstversuch (als noch kein Mensch von Paleo-Ernährung redete), den er in seinem hochspannenden Buch beschreibt, als Newcomer die 100 km von Chicago in US-Rekord von 6:38:12. Nur vier US-Läufer waren seitdem schneller. Seine zentrale Wettkampfverpflegung: Preisselbeersaft. Dauer 12 bis 18 Stunden * Hunger könnte zum Problem werden, daher feste Nahrung ratsam * Auf das hören, was der Körper will und was erfahrungsgemäß individuell gut vertragen wird * Hoher glykämischer Index der Nahrungsmittel vorteilhaft * Koffein Dauer mehr als 18 Stunden * Fett (20 bis 33% der Energie) und Protein (5-15% der Energie) zuführen * Magnesium und Kalium neben Natrium zuführen" http://www.triathlon-szene.de/index....1&limitstart=3 |
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"Phase 4: Zeitspanne von der gleichen Dauer der vorangehenden Belastung Die Leitlinien dieser Phase gelten speziell für die Nachbereitung von intensiven oder Trainingseinheiten von mehr als 60 bis 90 Minuten Dauer. Kürzere extensive Einheiten müssen nicht speziell mit diesen Leitlinien unterstützt werden. Nehmen wir exemplarisch eine zweistündige Laufeinheit im aeroben Bereich an, so folgen der initialen 30-Minuten-Phase (siehe Phase 3) 90 weitere Minuten, die von den Leitlinien der Phase 4 abgedeckt werden. * Schwerpunkt der Regeneration liegt in dieser Phase auf Kohlenhydraten und Protein * Betonung auf Nahrung mit mittlerer bis hoher glykämischer Last * Unterschied zu Phase 3: Mehr feste Nahrung bei begleitendem Flüssigkeitsersatz. * Stärkereiches Gemüse (Kürbis, Karotten, Wurzelgemüse, bei Verträglichkeit von Nachtschattengewächsen auch – wenn keine paleo-konforme Alternative zur Hand ist – ausnahmsweise Kartoffeln und gekochter polierter Reis), Trockenfrüchte (insbesondere Rosinen und Feigen wegen ausgeprägt basischer Wirkung); Getreideprodukte sind wegen ihrer ausgeprägt säuernden Wirkung in jedem Fall zu meiden (mit Ausnahme des diesbezüglich nahezu neutralen gekochten polierten Reis). * Magerer Fisch, Pute, Hähnchen, Meeresfrüchte * Obst und Gemüse * Salz" http://www.triathlon-szene.de/index.php?option=com_content&task=view&id=899&Item id=81&limit=1&limitstart=3 |
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Ich bin einer von den bisher 6, die die 2. Antwort gewählt haben.
Dabei präferiere ich die Paleo-Variante von Geoff Bond (Natural Eating, Deadly Harvest). Er hat ja das gleiche Paradigma, schaut aber auch, ob auch Pflanzen, die der Mensch noch nicht so lange futtert, schädlich sind oder nicht. Bei Nachtschattengewächsen sieht die Lage ja bisher so aus, dass das Solanin erst ab bestimmten Mengen Wirkung zeigt, die man mit heutigen Tomaten-, Paprika- oder Auberginen-Sorten nur erreicht, wenn man sie unreif und/oder zentnerweise futtert. Darueber hinaus enthalten sie dafuer viele gesunde Inhaltsstoffe, was man z.B. von Weizen nicht behaupten kann. Muss aber zugeben, dass es im Moment an der Umsetzung ein wenig hapert, alte "Gewohnheiten" schuettelt man halt so schnell nicht ab. Meine Hauptmahlzeiten, also Frueh-, Mittags-, Abendessen sind dabei nicht das Problem, die sind zu 95% in Ordnung. Nur das sonstige ist mein Laster. |
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Ganz abgesehen von den Verdauungsproblemen, viele Leute vertragen nunmal schlicht und ergreifend nicht solche Mengen Fruchtzucker. |
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Zurück zum Saft: Wenn ich mir Saft zb aus Orangen, Äpfeln und Kiwi mache, dann sind brauch ich dazu etwa 2 mittlere Orangen, 1 Apfel und 1 Kiwi. Das könnte man also auch gut einfach so futtern. Ich verwende aber auch einen extrem ergiebig pressenden Entsafter und der gibt dann etwa einen halben Liter Saft daraus. Das ruft - bei mir und den meisten Leuten, die ich kenne und damit experimentieren zumindest - selten "durchschlagende Probleme" hervor. Bei einigen Leuten gab es anfangs Ihrer Paleo-Umstellung vergleichbare Probleme, doch die ergaben sich im Zuge der Umstellung auf Paleo in wenigen Wochen völlig. Vor allem dann, wenn komplett auf Milchprodukte verzichtet wurde (!!). Dahinter ist in erster Linie eine Selbstreinigung und Sanierung des Dickdarmes und eine "Neujustierung" der Darmflora zu vermuten, die sich von selbst einstellt, wenn man für uns schädliche, da bestimmten Mikroorganismen, die nicht nur Gutes für uns im Darm leisten damit füttert. Ggfls. nicht nur bestimmte Bakterienstämme, die ein Übergewicht in der Darmflora gewinnen, sondern auch Darmpilze vom Typ Candida Albicans. Ausgezeichnet ist vor dem Training vor allem das schnellst-verdaute Obst überhaupt: Melone (als Saft oder als Frucht, jede Sorte). In 15 min hat sie den Magen verlassen und stört nicht das Training. Man sollte sie aber stets alleine oder vor anderem Obst essen, um eine schnelle Magenpassage nicht zu behindern. Vielleicht mal mit Melone statt Trauben(saft versuchen). Vielleicht liegts ja tatsächlich nur am bisher gewählten Obst(saft)? Möglicherweise liegt aber bei Dir auch eine (milde Form von) Fructose-Intoleranz vor? Ggfls. mal Deinen Doc drauf ansprechen, wenn sich das nicht von selbst regelt. Vielleicht fällt es Dir leichter das Obst mit Gemüse wie Karotten zu ergänzen? Vorsicht aber vor frisch gepresstem Rote-Beete-Saft: Das ist ein "Darmputzer" erster Güte. Den würde ich nur nach einem Lauf konsumieren. Was Du auch versuchen kannst: 30 min vor dem Lauf ein wenig Obst (Banane ist zb ein Klassiker) in natürlicher Form, also nicht als Saft. Möglicherweise erlebst Du diese Probleme, weil Du handelsüblichen pasteurisierten Saft trinkst (entvitaminisiert und vor allem ohne für eine geregelte Verdauung notwendige Enzyme) und ihn vielleicht noch dazu hinunterstürzt wie Wasser. Gekaufte Säfte sind nicht besser als Zuckerlimo und fallen unter "industriell bearbeitete Nahrungsmittel" sind also nicht paleokonform. |
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in etwa so: ![]() |
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Was er aber ebenfalls nicht empfiehlt sind Kartoffeln. Auch mit den "Pseudogetreiden" (Buchweizen, Amaranth, Quinoa) steht er ziemlich streng auf Kriegsfuß...da sehe ich das für den Leistungssportler allerdings etwas entspannter, da wir hier eine im Vergleich zu Getreiden wesentlich weniger problematische Alternative haben, wenn man in bestimmten Phasen Stärke zuführen will. By the way...momentan sind Topinambur und Schwarzwurzeln auf dem Markt... zwei völlig unproblematische, kh-reiche Gemüse, die vor allem als Rohkost ein echter Hit sind. Was den Reifegrad von Nachschattengewächsen angeht, hast Du natürlich völlig recht: Entweder reif oder gar nicht. Wie bei anderem Obst und Gemüse aber auch, da ansonsten Enzyminhibitoren Ärger machen können. |
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Kiwi: 51kcal und 9,1g KH pro 100g Orangen 52kcal und 11g KH pro 100g Apfel 54kcal und 11,4g KH pro 100g -> ca 1,2kg (!!) für die kcal. oder fast 1,5kg für die KH. |
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