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All out := Leistungsabgabe so gestalten, dass der höchste Durchschnittswert für die angegebene Zeit resultiert. Etwas ähnliches lässt sich beim Laufen über die Geschwindigkeit sagen. Es geht aber noch viel einfacher, denn all out meint einfach ein optimales Wettkampfpacing, und das versuchen wir hier doch alle immer, angefangen bei jedem Dorf-10er, hinzubekommen. Und was wäre denn die Alternative? Es heißt ja "all out". Die einzige für mich denkbare alternative Definition wäre: "das zu jedem Zeitpunkt der vorgegebenen Dauer mögliche Maximum". Dann würde ich das 20-min Zeitfahren mit knapp über 1000 Watt beginnen, dann ganz schnell ganz stark nachlassen, und ab ca. Minute 1 fängt dann das große Sterben an. Das kann nicht sinnvoll sein. Zitat:
Anhand der Powerprofile-Tabelle kann man aber auch unter Annahme eines horizontalen Profilverlaufs die Rechnung von 5 auf 20 Minuten machen. Es sind 82 - 83 Prozent (aus der Tabelle für Männer rückwärts gerechnet, für die Werte 3 - 4 Watt/kg bei 20 Minuten). Da wir Triathleten sind, und typischer Weise unser 5- schlechter als der 20-Minuten Wert ist, sind die Prozente vermutlich noch etwas höher. |
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Gerne wiederhole ich mich noch einmal: Der Ausgangspunkt für meinen Diskussionseinstieg war die SPRACHLICH identische Bezeichnung der zwei Intervalle in diesem Test als "All Out". Es ging mir "lediglich" darum kundzutun, daß ich nicht glaube, daß es sich bei diesem "all out" im OUTPUT (nicht in der Wahrnehmung) um denselben Leistungsbeschreibungsparameter handelt. Und daß ich daraufhin gefragt habe, wie Ihr die 5min und 20min tatsächlich handhabt. Mehr nicht. Zitat:
In diesem Zusammenhang meine Antwort, die ich heute Nacht nicht mehr gegeben habe, auf die von mir selbst gestellte Frage, inwieweit der Test einen Rückschluß für den WK zulässt: Ich "befürchte", daß Temperaturbedingungen, Streckentopographie, Position und vor allem Ernährung/Trinken einen so großen Einfluß auf die Leistungsfähigkeit haben, daß der aus der Labordefinition erbrachte Idealwert nur noch als Teil eines großen LeistungsINTERVALLS sinnvoll ist. Soll heißen: Es gibt keinen exakten Wert, an den man sich im WK halten kann, sondern ein Intervall, in dem man sich bewegen sollte. Und dieses Intervall wiederum kann man auch vom Sofa aus bestimmen - DAFÜR braucht man diesen Test nicht zwingen (abgesehen davon daß es eine nette Einheit ist). Was anderes ist die Trainingsbereichsbestimmung durch diesen Test: Hier stimme ich zu, daß sich hieraus die einzelnen Stufen durchaus ableiten lassen, halt, wie bei anderen Tests auch... So, nun genug der Verwirrung, die ich gestiftet habe - einen schönen Sonntag! |
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Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden. Jedenfalls meinte sie, dass zum "Beine öffnen" schone eine Minute nicht-ganz-allout genügen würde... |
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Ich sehe - natürlich nur aus meiner Sicht, sonst hätte ich die Frage ja nicht gestellt - sehr wohl einen Sinn in meiner Frage, denn: Wenn ich die Tabelle der Ergebnisse/Auswertungen betrachte, sehe ich mathematisch konkrete Zahlen. Diese kommen jedoch auf einer nicht-mathematischen Definition des Leistungsoutputs = "all out" zustande, der noch dazu für zwei völlig unterschiedliche Einheiten angewandt wird. Das empfinde ich als in machen Bereichen des Lebens Liebhaber naturwissenschaftlicher Methoden als "unwissenschaftlich" oder sprachlich nicht korrekt. Und als in allen Bereichen meines Lebens großer Liebhaber der Sprache ist eine Diskussion darüber für mich ganz und gar nicht langweilig...:) |
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Hier werden die 5 Minuten auch rauf und runter diskutiert. Ein Vorschlag für einen alternativen Test ohne die 5 Minuten: Man macht 2 mal 20 Minuten mit kurzer Pause (2 min.), und nimmt 95% des Mittelwerts davon. |
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Allein die Tatsache, dass es Diskussionen darüber gibt, zeigt schon wie ungeschickt der Begriff von Hunter gewählt wurde. Alternativen die mir einfallen wären "20 Minuten Zeitfahren" (verwendet er teils auch), "20 Minuten Wettkampftempo/-belastung" usw. Oder man schreibt gleich deskriptiv "ein 5 Minuten-Test mit dem Ziel, eine möglichst hohe durchschnittliche Leistung zu erzielen". Vermutlich ist das aber für Amis zu lang und umständlich. |
Bilder sagen mehr als Worte. Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus meinem Training der letzten 5 Wochen, alles auch als Anregung, bin ein alter langsamer Athlet:
CP5-Test CP20-Test FTP-75%-Test 4x4Min-Intervalle 2x4x4Min+2x10x30Sek-Intervalle 5x10Min-75%FTP-Intervalle |
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Wenn allerdings eines der Ziele der ersten 5min auch sein sollte, die anaeroben Kapazitäten zu erschöpfen, wären 10x30/30 sinnvoller, denn dann habe ich tatsächlich anaerob gearbeitet, während ein 5min-Intervall schon zu viel aerobe Anteile enthält. |
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