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Der muss halt was verkaufen. Was soll er da unverblümt schreiben, dass er halt mal ne 2:15h gelaufen ist und dass das zwar eigentlich ne viertel Stunde zu langsam ist, aber doch ganz nett und dass er jetzt Triathlon macht und da auch nix wird, aber Sponsoren will?! FTP hin oder her oder was auch immer. Am Ende zählt der gefahrene Speed. Soll er halt mal (wie zB Wurf) ne 150er Einheit im 40er Schnitt hochladen und danach 10km locker (3:30min/km) auslaufen. Fakten würden mich beeindrucken. Blabla und Theorie nicht so.
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Hier ist ein weiterer Link, bezogen auf die nominierten Athleten für das Rennen in Berlin und auch hier wird klar unterschieden zwischen EM-Teilnehmern und Europacup-Teilnehmern. Deutschland darf genauso wie alle anderen Nationen selbstverständlich keine 6 Speerwerfer ins Rennen schicken und genauso durften sie auch keine 6 Marathonläufer für die EM nominieren (es hätten allerdings drei statt zwei sein können, wenn mehr Läufer die EM-Norm unterboten hätten, was die vier Europacup-Nominierten nicht geschafft haben). Der Unterschied mag spitzfindig wirken, aber ist relevant für die Kaderzusammensetzung, denn die erfolgreiche Qualifikation für ein Großereignis wie EM durch Unterbieten der Zeitnorm begründet in der Regel für das darauffolgende Jahr (in diesem Fall also 2020) die Zugehörigkeit zum B-Kader der jeweiligen Disziplin und begründet damit Sporthilfebezug, die Möglichkeit in die Sport-Fördergruppen von Bundeswehr, Polizei oder Bundesgrenzschutz zu gelangen und sich damit sozial abzusichern. All das ist bei einer Quali für den jenseits von Insidern weitgehend unbekannten Marathon-Europacup nicht der Fall und wenn Sebastian Kadermitglied des DLV gewesen wäre (mit all den oben damit verbundenen Annehmlichkeiten) hätte er sich wohl kaum auf das Abenteuer eines kompletten Sportartenwechsels eingelassen. |
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Er läuft fast eine Viertelstunde langsamer als der Weltrekord, oder um nicht unfair zu sein: fast 14 Minuten langsamer als der Weltrekord. Bei einer Weltrekordzeit von gerundet 122 Minuten sind das mehr als 10 Prozent, die er auf die Weltspitze verliert. Selbst der österreichische Marathon-Rekord ist seit 1986 drei Minuten schneller (Gerhard Hartmann) und aktuell bei 2:10 (Günther Weidlinger 2009). Und Österreich ist sicher keine Marathon-Weltklasse-Nation. Natürlich ist 2:15 eine Marathonzeit, die man nicht mal eben so nebenbei als Hobbyläufer erreicht. Das ist knallharter Leistungssport und nur ganz wenige haben das Potenzial dazu. Ich hab also große Hochachtung vor jemandem, der 2:15 im Marathon laufen kann. Bei der Prognose seiner Triathlon-Leistung bin ich allerdings bei den Skeptikern. Er soll mal machen, dann sehen wir schon. Nach jetzigem Stand kann ich mir nicht vorstellen, dass er den Langdistanz-Triathlon in naher Zukunft so aufmischen wird, wie er das ankündigt. |
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Letztlich erscheint es mir sehr dogmatisch, ihm einen 33. Platz bei der EM absprechen zu wollen. Vielleicht klärt sich der Blick, wenn man auf den Frauen-Marathon schaut: Fabienne Amrhein war auch nur für den Europacup qualifiziert; sie wird aber als beste Deutsche bei der EM auf Platz 11 gelistet und hätte, wenn sie erste geworden wäre, sich auch Europameisterin nennen dürfen. |
Moin,
auch wenn ich mir selbst widerspreche, indem ich nun doch mal etwas in diesen Thread schreibe. Ich denke, hier herrscht weitgehend Konsens darüber, dass er das nicht schaffen wird und kann. Und ich denke außerdem, dass er selber auch nicht im Ernst daran glaubt, dass er das schaffen kann, sondern dass es ihm lediglich um die Werbung in eigener Sache geht: Zitat:
Viele Grüße, Christian |
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