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Aber verstehe den Wunsch nach mehr Transparenz total. Und die Stärke der Felder sollten dann ebenfalls einen Einfluss haben, "ideal time" hin oder her. |
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Mal abgesehen von uns Nerds, blickt doch da kein 'Otto-Normal-Zuschauer' durch. |
Ich kenne mich mit Rankingsystemen quer über Sportarten nur begrenzt aus. Die Endzeit als Kriterium beim Profitriathlon mit ins Kalkül zu nehmen halte ich für sehr fragwürdig. M.E. geht es im Profitriathlon darum wer gewinnt. Und die Frage: Wer gewinnt gegen wen.
Bei einem 20 TN Profifeld gewinnt der 1. Platzierte gegen Platz 2-20 und verliert gegen niemanden. Platz 10 gewinnt gegen Platz 11-20 und verliert gegen Platz 1-10. Platz 20 verliert gegen 1-19 und gewinnt gegen niemanden. Wenn man jedem Athleten eine Rankingzahl zur Einstufung verpasst, kann man ein System entwickeln, bei dem man
Solch ein System hat man z.B. beim Tischtennis eingeführt (TTR System) und es hat sich unglaublich gut bewährt. Es gilt nicht nur für Einzelwettkämpfe, sondern auch für Mannschaftswettkämpfe, wo man im Rahmen eines WKs gegen mehrere Gegner antritt. Natürlich nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Beim Triathlon würde man gleichzeitig gegen mehrere Gegner antreten. Fans, Sportler und Betreuer können mit Apps "Was wäre wenn?" Analysen machen und sofort sehen was in der Rangliste bei Sieg oder Niederlage passiert. Der TTR Wert ist nicht ganz so einfach zu berechnen wie es vielleicht klingt. Evtl. interessiert es ja jemanden: Hier ist ein PDF verlinkt zur Berechnung des TTR-Wertes. Natürlich ist hier nicht berücksichtigt ob du den Gegner mit 3x 11:0 von der Platte geschossen hast oder ob du in der Verlängerung des 5. Satzes mit Glück und einem Netzrolle die Oberhand behalten hast. Im Triathlon wäre die Endzeit nicht berücksichtigt. Aber spielt das eine Rolle? Frage: Wie erkennt man den besten Triathleten der Welt? Antwort: Er gewinnt meistens. :Blumen: EDITH sagt noch: Das ELO System im Schach ist ähnlich. |
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Die Langdistanz-WM findet in normalen (Nicht-Pandemie-) Jahren in Kona statt. Punkt. Die ETU-longdistance-WM und Longdistance-EM fristen seit 20 Jahren ein Schattendasein (und waren von mir mit A-Rennen natürlich auch nicht gemeint). Dass die Profistarterfelder bei der derzeit niedrigen Renndichte egal ob ein Wettkampf in St.Pölten, am Walchsee oder in Elsinore stattfindet, nichts zu wünschen übrig lassen sollte an dieser Stelle überflüssig sein zu erwähnen. Die AIT für St.Pölten war in den Vorjahren immer bei 3:46-3:44. Dann hat der Sieger 2021 (etwas überraschend) eine 3:44, müsste also im Bereich von 100 Punkten landen und drei Wochen nach dem Rennen wird die 2021er IAT auf 3:42 heraufgesetzt. Ähnliches ist für Challenge Walchsee festzustellen: 2019 war die AIT für Walchsee 3:46. 2021 ist die radstrecke wegen Baustelle leicht verkürzt was bei den Geschwindigkeiten im Profifeld maximal 5 Minuten ausmacht, die IAT ist aber ganze 9 Minuten schneller (und auch das erst nach Zieleinlauf festgelegt). |
Genau das ist ja meine Kritik. Die PTO schreibt auf der Homepage:
"The PTO World Rankings™ System is an objective system to identify the finest triathletes in the world who are best qualified to represent their team in The Collins Cup. Click here for PTO World Rankings™ protocol." Das ist meiner Meinung nach falsch, da die AIT aus meiner Sicht nicht nach objektiven Kriterien festgelegt wird. Hier hat sich PTO die Möglichkeit geschaffen, das Ranking nach eigener Willkür zu bestimmen. Der Link auf der PTO Seite zu dem Ranking Protocol funktioniert auch nicht. |
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Rein von den Startfeldern war St. George aber schon deutlich besser besetzt, EM hin oder her. Aber gebe dir Recht, dass Fred (und sicher auch Thomas Steger) im direkten Vergleich zu St. George sicher 90+ Punkte hätten bekommen sollen (und nicht 87 bzw. 81) https://protriathletes.org/race/chal...e/2021/results https://protriathletes.org/race/im-7...e/2021/results |
Allein an der Diskussion hier sieht man, wie schwierig die Thematik ist. Ich nehme an, dass es bei der PTO eine Art Hauptversammlung geben wird, dann ist das ein Punkt für die Tagesordnung. Das ist doch wie mit der Hawaii-Quali: geht es nach Platzierung, gehen Athleten, die ein starkes Rennen geliefert haben aber nicht auf den Spitzenplätzen gelandet sind, leer aus. Das Punktesystem hat hat auch nicht jedem geschmeckt. Jedes Ranking-System hat seine Tücken. Was ich sehr gut nachvollziehen kann, ist der Ruf nach Transparenz. Je nachdem wie das Modell gestrickt ist, wird eine komplette Offenlegung mehr fragende Blicke erzeugen als Fragen beantworten, einfach weil statistische Modelle für nicht-Mathematiker meist nicht greifbar sind.
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Wiederholte gute Leistungen sollten mehr gewichtet werden als einzelne schlechte Tage. Meine Idee für ein relativ simples und faires Ranking wäre deshalb Folgendes: Wer häufig besserplatzierte Athleten schlägt, ist offensichtlich zu schlecht eingeordnet. Deshalb wird jedem Athleten eine Zahl zugeordnet, wie häufig er besserplatzierte Athleten geschlagen hat (in einem bestimmten Zeitraum, z.B. die letzten 12 oder 24 Monate). Das Ranking wird dann immer so angepasst, dass diese Zahl minimiert wird. Wenn zwei oder mehrere Athleten sich gleichoft gegenseitig schlagen, zählt der Zeitabstand. Wenn zwei im Ranking benachbarte Athleten im definierten Zeitraum nie gegeneinander angetreten sind, zählt die bessere Platzierung bei (Welt-)Meisterschaftsrennen. Wenn ich mal in nächster Zeit zu viel Freizeit habe, werde ich so ein Ranking mal implementieren und veröffentlichen. |
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