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FuXX 23.01.2007 18:34

Zitat:

Zitat von RatzFatz (Beitrag 9798)
Dauerläufe sind bei ihm GA2!! GA1 kann man dann noch zusätzlich machen. Und Hügelläufe stehen da auch ganz früh auf dem Programm. Das ist alles andere als Intensitätslos im Winter.
Und dessen Trainingstheorien stammen aus den 60ern bis 70ern. Damit verbinden sich einige große Namen..

Völlig Intensitätslos ist sicher nicht sinnvoll, aber eben nicht 2h GA2 am Stück. Das erste Problem dabei ist ja schonmal wieder die Nomenklatur - was ist GA1, was ist GA2. Nach deiner Definition würde ich nen IM ganz oben im GA2 machen - seh ich auch so.

Aber ich kann nicht im Winter die ganze Zeit im IM Tempo rumballern, das geht nichtmal im Sommer (beim Lauf bin ich zwar im Training oft schneller als im IM, aber da hab ich dann auch nicht die gleiche Vorbelastung).

GA1 muss schon auch sein. Der Intensitätsanteil steigt dann einfach von Woche zu Woche.

Ich sehe aber echt nicht wirklich den Unterschied zum anderen Ansatz - ist doch völlig logisch, dass man nochmal hart trainiert, wenn danach Ruhe ist.

FuXX

Natalie 23.01.2007 23:24

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 9806)
Aber ich kann nicht im Winter die ganze Zeit im IM Tempo rumballern, das geht nichtmal im Sommer (beim Lauf bin ich zwar im Training oft schneller als im IM, aber da hab ich dann auch nicht die gleiche Vorbelastung).

*hihihi* so verschieden sind die menschen
ich lauf im training langsamer als den marathon beim IM
WEIL mir die vorbelastung fehlt :Holzhammer: :Maso: :Maso: :Holzhammer:
...na ja....so ähnlich jedenfalls

ich glaube, ich habe es noch nie anders gemacht als die regenrationszeiten den intensitäten anzupassen bzw. umgekehrt
und ich mache das sogar noch prospektiv: am samstag laufe ich einen 30-er,
daher gibt es diese wochen vorher nur einen lauf,
nämlich donnerstag 10/11 km
und danach ist sind 6 tage pause an "beine"-ausdauer und an allem was stark herz-kreislauf belastend ist!

N

RatzFatz 24.01.2007 11:18

Zitat:

Zitat von Hugo (Beitrag 9804)
ich glaub dass da bei dir zieml. alte theorien dahinter stecken.
die superkompensation mag dazu nutzen muskeln zu stärken, aber neuronale systeme oder auch dein herzkreislaufsystem bekommste so nicht gestärkt.
die mechanismen, die alles andere als unwichtig sind, haben nix mit superkompensation zu tun.

Also ehrlich gesagt hatte ich als 800m-Läufer ein deutlich besser gestärktes Herzkreislaufsystem als die allermeisten hier. Und da waren Dauerläufe in der Minderheit. Und kamen vielleicht 40km die Woche zusammen. Die Dauerläufe waren (nicht lachen) 6km und Sonntags vielleicht mal 12km lang. Aber die 6km bin ich nahezu voll gelaufen (teilweise <22min !!) und die 12km waren sicher auch kein GA1 mehr. 10km bin ich da in unter 36min gelaufen ohne darauf trainiert zu haben. Wahrscheinlich bin ich das alles ja anaerob gelaufen..
Woher kommt diese Fitness? Dafür braucht man auch ein ordentliches Herz-Kreislaufsystem.
Das wird nicht nur durch GA1 trainiert. Zudem kommt das Herz-Kreislaufsystem dabei nur sehr bedingt an seine Grenzen. Der Entwicklungsimpuls ist eher gering. Da sind lange extensive Intervalle deutlich effektiver. Nennt sich dann auch oft aerobes Kapazitätstraining.

Superkompensation ist ein sehr allgemeines Prinzip. Das ist ein Grundprinzip in der Natur. Das geschieht z.B. auch beim Knochenbruch. Die Bruchstelle ist nach Heilung ersteinmal deutlich stärker.

Was für andere Prinzipien stecken da denn sonst dahinter??

Nicht einfach dazwischen rufen: Stimmt gar nicht! Sondern dann bitte auch den Gegenbeweis antreten.

Zudem will ich hier niemanden ans Herz legen nicht mehr GA1 zu trainieren.

keko 24.01.2007 12:00

Zitat:

Zitat von Rene (Beitrag 9678)
Nachdem ich einen Artikel von Gordo zum Thema 3:1 Wochenrhythmus gelesen habe sehe ich auch dieses feste Muster als suboptiomal an. Der Körper kennt ja nunmal keinen kalendarischen Wochen und regiert meiner Meinung nach auch ganz anders auf die ersten Reize eines Trainingsblocks als auf die letzten Reize.

Es ist immer das gleiche Problem mit diesen recht starren Trainingsvorgaben: Mathematisch gesehen ist es so etwas wie der Versuch ein System von DGLen mit vielen Unbekannten (=Abhängigkeiten) linear zu lösen (3:1, 2:1, ...). Wohl dem, der das kann. In´s gleiche Horn bläst man doch, wenn man das heutige Training nach der Regeneration von morgen steuern will. Dazu muß man erst mal wissen, wie man morgen regenerieren wird. Mehr als eine grobe Abschätzung (Erfahrung) geht auch hier kaum. Letztendlich muß man doch sein Training dynamisch anpassen, daher fahren Leute wie Natalie mit ihrem L&L-Quatsch auch gar nicht so schlecht. ;)

wehaka 24.01.2007 13:01

Zitat:

Zitat von RatzFatz (Beitrag 9673)
Oft ist ja die Rede davon, dass Belastung und Erholung in dem richtigen Verhältnis stehen müssen. Nur meistens geht es darum, dass die Leute auf die richtige Erholung zur Belastung achten sollen. Aber eigentlich kann man diese oft schlechter steuern. Man ist teilweise an Trainingszeiten gebunden, oder kann an manchen Tagen nicht trainieren. Wie stark man sich belastet kann man viel besser steuern. Deshalb der "umgekehrte Ansatz": Die Belastung der darauffolgenden Erholung anpassen.

Das finde ich unlogisch. :Blumen:
Du schreibst ja selber, dass die Belastung viel einfacher zu steuern ist. Die Belastung muss sich nach der vorausgegangenen Erholung richten. Das ist doch letztlich die Kunst eines guten Trainingsplanes bzw. das, was jeder Sportler intuitiv macht (mehr oder weniger erfolgreich). :Cheese:

Hugo 24.01.2007 13:45

Zitat:

Zitat von RatzFatz (Beitrag 9859)
Also ehrlich gesagt hatte ich als 800m-Läufer ein deutlich besser gestärktes Herzkreislaufsystem als die allermeisten hier. Und da waren Dauerläufe in der Minderheit. Und kamen vielleicht 40km die Woche zusammen. Die Dauerläufe waren (nicht lachen) 6km und Sonntags vielleicht mal 12km lang. Aber die 6km bin ich nahezu voll gelaufen (teilweise <22min !!) und die 12km waren sicher auch kein GA1 mehr. 10km bin ich da in unter 36min gelaufen ohne darauf trainiert zu haben. Wahrscheinlich bin ich das alles ja anaerob gelaufen..
Woher kommt diese Fitness? Dafür braucht man auch ein ordentliches Herz-Kreislaufsystem.
Das wird nicht nur durch GA1 trainiert. Zudem kommt das Herz-Kreislaufsystem dabei nur sehr bedingt an seine Grenzen. Der Entwicklungsimpuls ist eher gering. Da sind lange extensive Intervalle deutlich effektiver. Nennt sich dann auch oft aerobes Kapazitätstraining.

Superkompensation ist ein sehr allgemeines Prinzip. Das ist ein Grundprinzip in der Natur. Das geschieht z.B. auch beim Knochenbruch. Die Bruchstelle ist nach Heilung ersteinmal deutlich stärker.

Was für andere Prinzipien stecken da denn sonst dahinter??

Nicht einfach dazwischen rufen: Stimmt gar nicht! Sondern dann bitte auch den Gegenbeweis antreten.

Zudem will ich hier niemanden ans Herz legen nicht mehr GA1 zu trainieren.


ich behaupte auch nicht dass n fittes herzkreislauf system ausschliesslich vom ga1 gedönse kommt...im gegenteil, die besten herzkreislaufsysteme haben im schnitt die3- 5000m läufer.
trotzdem isses so dass die leute nicht so ohne weiteres n marathon laufen können, und warum nicht? weil ihnen die puste dazu fehlt.
und da wärn wir wieder beim punkt dass das herzkreislaufsystem allein keinen ausdauernden athleten macht was mir an anderer stelle ja nicht geglaubt wurde.
letztlich ist das alles ein zusammenspiel vieler faktoren, und mit intensivem training macht man sich die mitochondrien(die meiner auffassung nach n extrem wichtiger punkt in dem zusammenspiel darstellen) kaputt...is n fakt, die vertragen kein laktat...
wenn man wettkämpfe im bereich von ner stunde nur zu bestreiten hat, is das nicht weiter tragisch, weil da letzten endes viel energie anaerob umgesetzt werden kann und immer noch genug aerobe kapazität da ist.
zumal sich der körper auch daran gewöhnen kann, laktat dass in der arbeitsmuskulatur gebildet wird, schneller an anderer stelle abzubauen, sprich, die arbeitsmuskulatur läuft anaerob, der gesamte organismus aber wieder aerob.
willst aber n x-stunden wettkampf bestreiten bringt dir die ganze anaerobe fitness nicht viel. Da müssen die Mitochondrien sauerstoff verbrennen und sonst nach möglichkeit nix

wenn du meinst dein konzept is toll dann probiers aus, ich bin eben der meinung dass der ansatz:"wenn ich morgen n ruhetag hab dann muss ich heute ballern, weil sonst kein trainingsreiz gesetzt wird, sche** egal ob sommer oder winter" total hirnrissig ist.
Erinnert mich ein wenig an: "es muss weh tun, sonst bringts nix"

wehaka 24.01.2007 14:02

Zitat:

Zitat von Hugo (Beitrag 9878)
trotzdem isses so dass die leute nicht so ohne weiteres n marathon laufen können, und warum nicht? weil ihnen die puste dazu fehlt.

Nö.
Weil die Muskulatur nicht auf lange Belastungen vorbereitet ist und weil die Energie nicht reicht (unzureichend trainierter Fettstoffwechsel).

Hugo 24.01.2007 15:06

Zitat:

Zitat von wehaka (Beitrag 9880)
Nö.
Weil die Muskulatur nicht auf lange Belastungen vorbereitet ist und weil die Energie nicht reicht (unzureichend trainierter Fettstoffwechsel).

is doch das was ich sage
dass ihnen die puste ausgeht heist nichts anderes als dass ihnen die ausdauer nicht ausreicht...wieso das so ist, is dabei noch völlig offen


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