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Ich glaube der Ironman Hawaii ist die Weltmeisterschaft mit der unprofessionellsten Fensehübertragung überhaupt. Wahtscheinlich ist selbst die Halma WM professioneller aufgezogen.
Die Anzahl Kameras, die Kameraführung und die Regie ist einfach nur unterirdisch und dass das ganze auch noch 8-10 Stunden dauert macht es auch nicht besser. Selbst als Aufzeichnung mit der Möglichkeit jederzeit vorzuspulen ist das nur schwer auszuhalten. Man kann dann zwar vorspulen wenn man einfach nur 20 Minuten den gleichen Typen laufen sieht, da aber keine anderen Kameras verfügbar sind, bringt das gar nicht allzu viel. Etwas mehr Kameras und eine bessere Regie könnte wohl ein Stück weit helfen, wegen der Dauer wird die Langdistanz aber wohl immer was für Freaks bleiben. Da hilft auch keine Umstellung der Reihenfolge. Was hilft, ist sich die kürzeren Distanzen anzuschauen oder einfach nur eine gute Zusammenfassung der Langdistanz anzuschauen. Die können durchaus spannend sein. |
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Heute sind in der Bundesliga 18 Kameras pro Spiel Standard, bei Championsleague und WM-Spielen sind es sogar 32 Kameras pro Spiel. Erst durch professionelle Bildregie mit schnellen Live-Schnitten, Wechsel zwischen Nahaufnahmen und Totale, Superzeitlupe, Wiederholung spielentscheidender Szenen aus allen erdenklichen Blickrichtungen, Blick auf Trainerbank, Tribüne usw. wird Fußball zu dem ansehnlichen TV-Produkt wie wir es kennen. NBC zeigt seit Jahren, dass sich Triathlon grundsätzlich sehr fotogen und und unterhaltsam in Szene setzen lässt allerdings in diesem Fall erst durch aufwändige Postproduction. Mit entsprechend hohem finanziellem und personellem Aufwand ließen sich viele Elemente der NBC-Reportagen (inklusive vorproduzierte Interviewschnipsel der Hauptprotagoniesten, eingeblendete Rückblicke, Landschaftstotalen etc.) auch gut in eine Live-Übertragung einbauen. Das wird auch sicher kommen, nur braucht es halt noch ein paar Jahre. Dadurch das der neue Besitzer der WTC auch via Lagadére plötzlich "Besitzer" einiger ITU-WTS-Rennen ist, wird es mutmaßlich da demnächst ein Umdenken geben, denn ich glaube nicht, dass das durchaus ansehnliche ITU-Übertragungsniveau auf das unterirdische WTC-TV-Übertragungsniveau downgegradet wird. Was das Wettkampfformat angeht, verweise ich mal auf die Team-Relay-Staffel im ITU-Bereich: Disziplinwechsel alle drei bis sechs Minuten, Startsprünge ins Wasser aus dem Vollsprint heraus mit langen Flugphasen, Möglichkeit für den abschließenden Lauf auf Schuhe zu verzichten zur Minimierung der Wechselzeit... mehr Action geht in einer Ausdauersportart nicht (zumindest solange man den Athleten keine Schusswaffen auf den Rücken schnallt). Im Vergleich zum ITU-Team-Relay-Wettbewerb ist auch Paris-Roubaix Schlafwagensport, zumal Sprintentscheidungen auf der Radrennbahn wie 2015 dort auch eher selten sind. Sehr oft wird dort die rennentscheidende Attacke schon 5-10km vor dem Ziel aus der bis dahin massiv ausgedünnten Spitzengruppe heraus lanciert. |
Ich denke, man muss zwischen der Lang- und Kurzdistanz unterscheiden.
Die Langdistanz wird bei einer Länge von 8-9 h immer langweilige Passagen haben. Ist ja bei der TdF ähnlich. Dort passiert in den ersten Stunden auch nicht wirklich viel. Da wird mehr über die Ort und Landschaften erzählt. Ausgenommen davon sind die Etappen in den Alpen oder Pyrenäen. Mit mehr Kameras kann man sicherlich das Geschehen mehr zeigen, aber 180 km bleiben 180 km. Auf der Kurzdistanz sehe ich aber deutlich mehr Potential. Wieso geht man nicht hin und übernimmt die Formate vom Biathlon? Sprint, Verfolger, Einzel, Staffel, Massenstart etc. Da kann man doch sicherlich was interessantes basteln. Und ähnlich wie beim Biathlon dreit Tag am Stück. Ist sicherlich für Sponsoren viel interessanter wenn der Werbebanner mal drei Tage am Stück steht. Und auch die Logistik wäre viel einfacher. Wenn ich mir das Wochenende in Ruholdingen (08.01.-10.01) anschaue könnte das im Triathlon so aussehen: Super Sprint: 300-10-3 (Dauer ca. 30 Minuten). Einzelstart, Windschattenverbot Verfolger: 500-20-5 (Dauer ca. 60 Minuten). Die Athleten starten mit dem Abstand aus dem Super Sprint. Windschattenverbot Massenstart: 1500-40-10 (Dauer ca. 110 Minuten). Ganz normale Kurzdistanz Dazu interessante kurze Runde (Bike/Run) damit immer wieder Zwischenzeiten genommen werden können. Just my two cents... |
Ich benötige nicht noch mehr Sportarten die schön im TV anzusehen sind.
Wenn man schon die Lauf und Raddisziplin vertauschen will, dann mit Windschattenverbot und größerer Windschattenbox. Wellenstarts bräuchte man dann wahrscheinlich nicht mehr so dringend und der Stärkste hätte größere Chancen zu gewinnen. |
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Hier der Teaser zu dem Wettkampf: https://www.youtube.com/watch?v=j6n2oOqj0d8 |
Wer soll denn das Geld investieren Triathlon professionell zu zeigen? Triathlon ist doch selbst für viele Triathleten nicht soooo spannend zu schauen. Ich würde mir auch bei besserer Übertragung nicht mehr als 2 oder 3 Veranstaltungen im Jahr anschauen. FFM, Hawaii und die 70.3 WM denk ich mal, für mehr müsste mir schon arg langweilig sein.
Aber wo soll da Geld her wie im Fussball? Die Einschaltquoten bleiben doch trotzdem im Keller. Kaum einer, der nicht selbst Triathlon macht wird sich das anschauen. Auch nicht wenns super toll präsentiert wird. |
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Das Format war von vornherein mit den extrem kurzen Wettkampfformaten auf die schnellen ITU-Kurzdistanzler maßgeschneidert. Neben Jorgensen, Gomez und Murray waren aber dann viel zu viele alternde Langdistanzler eingeladen, die sportlich bei diesen schwimmlastigen kurzen Formaten chancenlos waren. Daneben war die gewählte Lokalisation zwar optisch attraktiv, aber durch komplett fehlende Zuschauer (wo sollten die auch auf der Insel herkommen) konnte sich null Stimmung entwickeln. Keine sportliche Spannung, keine Stimmung... da wird auch mit noch so professioneller Nachbearbeitung nicht mehr als ein fotogener touristischer Imagefilm für den Ausrichter herauskommen. |
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