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dude 01.10.2015 17:53

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1169363)
PRESSEMITTEILUNG

Im Rahmen der Neuvergabe wird die Deutsche Triathlon Union zudem gemeinsam mit der NADA eine Anti-Doping-Kampagne für Altersklassenathleten bei den deutschen IRONMAN-Veranstaltungen einführen. Bereits 2015 rief die DTU in Zusammenarbeit mit IRONMAN die Kampagne „Vereint gegen Doping“ ins Leben, bei der gezielte Aufklärungsarbeit zum Thema „Anti-Doping“ bei Nachwuchsathleten durchgeführt wurde. Dies soll 2016 weiter ausgebaut werden.

Gibt's auch Kontrollen oder "nur" Aufklaerung?

rundeer 01.10.2015 21:18

In Disziplinen wo man nur wenige Wettkämpfe im Jahr machen kann (IM, Marathon) find ich es immer etwas unglücklich mit den nationalen Meisterschaften. So werden nie und nimmer alle Anwärter am Start stehen und so machen dann auch die Titel wenig Sinn.

Könnte man doch zum Beispiel so machen. Der erste im Ziel von Kona ist Weltmeister, der erste Europäer Europameister und der erste jeder Nation Landesmeister. Ein Tag, alle in Topform am Saisonhöhepunkt. Nur so sieht man, wer in der jeweiligen Saison der Beste ist.

Hafu 01.10.2015 22:45

Zitat:

Zitat von rundeer (Beitrag 1169851)
In Disziplinen wo man nur wenige Wettkämpfe im Jahr machen kann (IM, Marathon) find ich es immer etwas unglücklich mit den nationalen Meisterschaften. So werden nie und nimmer alle Anwärter am Start stehen und so machen dann auch die Titel wenig Sinn.

Könnte man doch zum Beispiel so machen. Der erste im Ziel von Kona ist Weltmeister, der erste Europäer Europameister und der erste jeder Nation Landesmeister. Ein Tag, alle in Topform am Saisonhöhepunkt. Nur so sieht man, wer in der jeweiligen Saison der Beste ist.

Du vergisst dabei zwei Aspekte:

zum Einen sind Meisterschaften durchaus eine relevante Einnahmequelle für die jeweiligen Verbände (Lizenzgebühren vom Veranstalter, prozentualer Anteil an den Startgebühren, die bei vielen Meisterschaften deshalb etwas höher sind als bei Nichtmeisterschaftsrennen). Kannst du dir vorstellen, dass die WTC einen Teil ihrer Einnahmen an ETU und DTU weiterreicht, damit sie in Kona auch gleich Kontinental- und nationale Meisterschaften ausrichten darf?
Selbst die WTC veranstaltet in ein und demselben Jahr Kontinentalmeisterschaften und Weltmeisterschaften an komplett verschiedenen Orten.

Zum anderen sind vielleicht bei den Profis in Kona alljährlich die Besten am Start, weil diese an diesem Rennen einfach nicht vorbeikommen, aber ganz sicher nicht bei den Amateuren. Das Rennen in Kona muss man neben dem Privat- und Berufsleben überhaupt erstmal ins eigene Zeitbudget integrieren (inklusive der dafür notwendigen Vorbereitung), man muss sich dafür extra nochmal in einer separaten Langdistanz qualifizieren und nicht zu vergessen das nicht unerhebliche Kleingeld, das man für eine Teilnahme in Kona aufbringen muss... das bestreiten die meisten Amateure auch nicht aus der Portokasse.

Alteisen 01.10.2015 22:58

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1169799)
Der Stadt Frankfurt und dem Wettkampf steht eine DTU Meisterschaft gut. Einer Nicht-Deutschen- Veranstalterfirma bei der Anzahl an Alternativen überhaupt nicht.
Zugegeben, außer Roth bietet auch niemand ein meisterschaftstaugliches Starterfeld.
Das liegt in meiner Einschätzung aber an der DTU selbst.
Wenn man Professionelle Triathleten am Start möchte, sollte man den Anreiz selbst dafür schaffen und nicht immer auf Trittbretter von erfolgreichen Veranstaltern springen.

Aber das ist ja längst Gewohnheit. Innovation steht bei dem Thema außen vor.

Welchen Anreiz soll die DTU den schaffen? Hohe Preisgelder? Wer kommt denn zu einer Dorfveranstaltung auf der Langdistanz nur weil es sich DM nennt? Also muss man eine der zwei Großveranstaltungen wählen und da die Mittel DM schon bei Challenge ist wird es halt diesmal der IM in Frankfurt. Das hat mit Trittbrettfahren wenig zu tun. Man geht halt hin wo es ohnehin schon einige gute Starter hat, die dann wenigstens den Titel auch einigermaßen verdienen.

sabine-g 01.10.2015 23:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1169866)

Zum anderen sind vielleicht bei den Profis in Kona alljährlich die Besten am Start, weil diese an diesem Rennen einfach nicht vorbeikommen, aber ganz sicher nicht bei den Amateuren. Das Rennen in Kona muss man neben dem Privat- und Berufsleben überhaupt erstmal ins eigene Zeitbudget integrieren (inklusive der dafür notwendigen Vorbereitung), man muss sich dafür extra nochmal in einer separaten Langdistanz qualifizieren und nicht zu vergessen das nicht unerhebliche Kleingeld, das man für eine Teilnahme in Kona aufbringen muss... das bestreiten die meisten Amateure auch nicht aus der Portokasse.

ich kenn eine Menge Leute die für einen Start in Kona Vater, Mutter und die ganze Familie verkaufen würden.
Egal was Zeit Geld etc. angeht.
Einer davon rennt der Quali schon über 20 Jahre hinterher.
Er wird sie kriegen, wenn er der einzige AK starter ist.

Hafu 01.10.2015 23:22

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1169868)
ich kenn eine Menge Leute die für einen Start in Kona Vater, Mutter und die ganze Familie verkaufen würden..

Was ist der übliche Marktpreis für so' 'ne Familie?;)

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1169868)
Egal was Zeit Geld etc. angeht.
Einer davon rennt der Quali schon über 20 Jahre hinterher.
Er wird sie kriegen, wenn er der einzige AK starter ist.

Wenn er es wirklich will, dann schafft er es auch: 12 Starts bei WTC-gebrandeten Rennen über die Jahre verteilt (da müssen nur zwei ironman-Langdistanzen dabei sein, ansonsten zählen auch 70.3er und 5150er-Rennen. Und schon kann er sich für das legacy-Programm anmelden:
http://www.ironman.com/triathlon/eve...#axzz3nK3zZ7Se

(in den frühen Jahren dieses Programms haben auch sogar schon 7 WTC-Veranstaltungen genügt, um sich zu bewerben und die Chancen für eine "Quali" sind da relativ gut, weil die WTC Markentreue gerne belohnt.)

Thorsten 01.10.2015 23:32

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1169872)
Wenn er es wirklich will, dann schafft er es auch: 12 Starts bei WTC-gebrandeten Rennen über die Jahre verteilt (da müssen nur zwei ironman-Langdistanzen dabei sein, ansonsten zählen auch 70.3er und 5150er-Rennen.

Nee, laut dem von dir verlinkten Text müssen das 12 Langdistanzen sein:

Zitat:

To enroll athletes must meet all four of the following requirements*:

1. Athlete must have completed a minimum of twelve (12) full-distance IRONMAN-branded** races (includes existing and past events) by December 31, 2014.

2. Athlete has never participated in the IRONMAN World Championship in Kailua-Kona, Hawai’i.

3. Athlete must have completed at least one full-distance IRONMAN event in 2013 and 2014.

4. Athlete must be registered for a full-distance IRONMAN event in 2015.

*Legacy athletes will be required to submit their information during online registration.
**2.4-mile swim, 112-mile bike, 26.2-mile run

Originally from: http://www.ironman.com/triathlon/eve...#ixzz3nLm8Gf2p

rundeer 02.10.2015 13:35

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1169866)
Du vergisst dabei zwei Aspekte:

zum Einen sind Meisterschaften durchaus eine relevante Einnahmequelle für die jeweiligen Verbände (Lizenzgebühren vom Veranstalter, prozentualer Anteil an den Startgebühren, die bei vielen Meisterschaften deshalb etwas höher sind als bei Nichtmeisterschaftsrennen). Kannst du dir vorstellen, dass die WTC einen Teil ihrer Einnahmen an ETU und DTU weiterreicht, damit sie in Kona auch gleich Kontinental- und nationale Meisterschaften ausrichten darf?
Selbst die WTC veranstaltet in ein und demselben Jahr Kontinentalmeisterschaften und Weltmeisterschaften an komplett verschiedenen Orten.

Zum anderen sind vielleicht bei den Profis in Kona alljährlich die Besten am Start, weil diese an diesem Rennen einfach nicht vorbeikommen, aber ganz sicher nicht bei den Amateuren. Das Rennen in Kona muss man neben dem Privat- und Berufsleben überhaupt erstmal ins eigene Zeitbudget integrieren (inklusive der dafür notwendigen Vorbereitung), man muss sich dafür extra nochmal in einer separaten Langdistanz qualifizieren und nicht zu vergessen das nicht unerhebliche Kleingeld, das man für eine Teilnahme in Kona aufbringen muss... das bestreiten die meisten Amateure auch nicht aus der Portokasse.

Okay, ich bin jetzt zu stark von den Profis ausgegangen. Aber von den Amateuren kriegt man ohnehin nicht alle Guten an denselben Wettkampf. Gut, die nationalen Meisterschaften in Kona auszutragen wäre vielleicht schon etwas unfair.

Was die Verbände angeht, da kann ich nicht mitreden. Ich kenn mich da schlicht zu wenig aus. Aus diesem Grund war mein Vorschlag eher so ein utopisches Hirngespinst.


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