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HeinB 03.01.2012 15:33

Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 693102)
Der Trizeps wird kein Kraulschwimmen kaum benutzt, es sei den du drückst dich in der Zugphase noch oben.

Der Trizeps streckt den Arm. Beim Armzug arbeitet ab dem Moment wo die Hand an der Hüfte ist nur noch der Trizeps. Viele gehen da aber schon aus dem Wasser..

Joa 03.01.2012 15:37

Zitat:

Zitat von FidoDido (Beitrag 693110)
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz, wie soll man denn dann in der Druckphase die Hand nach hinten bekommen?

http://www.youtube.com/watch?v=sapbEfjXVTo <-- ab 1:38

Ich hatte das gleiche Problem. Durch das Anwinkeln des Elebogens nach oben zu Decke hin, wird die Bewegung aus der Schulter geführt und die Kraft kommt aus dem Latissimus.
Vielleicht hilft die dieser Film da weiter.
http://www.youtube.com/watch?v=ygAm-...eature=related

Ansonsten sind Krafttraining-Fred wir hier OT.:Blumen:

HeinB 03.01.2012 16:31

Zitat:

Zitat von FidoDido (Beitrag 693026)
Ich habe nämlich im Moment das Problem, dass ich beim Schwimmen nach einigen Bahnen anfange, richtig schwere Arme zu kriegen und bekomme das Gefühl, die Druckphase kaum noch kraftvoll hinzukriegen.

Auch beim Radfahren kommt es mir teilweise so vor, als würde in den Beinen einfach der Druck über längere fehlen, auch wenn der Puls noch recht niedrig ist.

Ich hatte mich im Fitnessstudio mit jemandem unterhalten, der sinngemäß meinte:
- wenige (ca. 3-4) wiederholungen, viel Gewicht --> Kraft
- viele (ca. 20-25) Wiederholungen, wenig Gewicht --> Kraftausdauer
- irgendwo dazwischen: Muskelaufbau

Jetzt habe ich aber gestern in dem Buch "Triathlon für Berufstätige" auf Seite 64 gelesen:



Habe ich vielleicht einfach ein falsches Verständnis davon, was Kraft(-ausdauer) ist? Bitte um Hilfe :Blumen:

Kraftausdauer ist ein ganz vages Konzept, unter dem jeder Autor etwas anderes versteht. Irgendwie soll es die Mischung aus Kraft und Ausdauer sein, alles Andere ist unklar.

Jahrelang war die vorherrschende Meinung zum Krafttraining für Ausdauersportler wie folgt:

Man trainiert mit vielen Wiederholungen und wenig Gewicht (RM 20) die Kraftausdauer. Direkt im Anschluss an das Krafttraining geht man Schwimmen, Radfahren oder Laufen, um die Kraft auf die sportartspezifischen Bewegungen zu "übertragen".

Moderner ist folgende Vorstellung:

In der wettkampffernen Zeit entwickelt man die Grundfertigkeiten Kraft und Ausdauer getrennt. Dazu sind getrennte Kraft- (im Studio) und Ausdauereinheiten (in der jeweiligen Sportart) notwendig. Das Kraftraining wird periodisiert in die Phasen Eingewöhnung, Muskelaufbau, Maximalkraft und ggf. Erhaltung (wie das im Detail funktioniert wurde hier schon oft beschrieben, Suchfunktion bemühen).

Direkt im Anschluss an ein Krafttraining, insbesondere an ein Maximalkrafttraining, sollte man kein Ausdauertraining machen, um die durch das Krafttraining im Körper hervorgerufenen Anpassungsvorgänge nicht zu stören.

Die Übertragbarkeit der im Studio erworbenen Kraft auf die Bewegungen im Sport wird in erster Linie durch die Übungsauswahl sichergestellt. Hier sind nicht-geführte Übungen mit freien Gewichten (Langhantel) die über mehrere Gelenke arbeiten und so ganze Muskelschlingen "am Stück" trainieren zu bevorzugen, weil diese näher an den Bewegungen im Sport sind als isolierte Übungen an Maschinen. Beispiel: Beinstreckerschlinge = alle Muskeln, die an der Beinstreckung mitwirken (Radfahren); Übung: Kniebeuge mit Langhantel.

Wenn der Wettkampf näher kommt, werden die erworbenen Grundfertigkeiten Kraft und Ausdauer kombiniert. Dazu wird sehr wettkampfnah auf dem Sportgerät trainiert, zum Beispiel mit einer Koppeleinheit mit längeren Intervallen in der angestrebten Wettkampfintensität. Dieses wettkampfspezifische Training ist dann sozusagen das Kraftausdauertraining. Den Begriff verwendet man dann aber am Besten überhaupt nicht mehr. Das früher als "Kraftausdauertraining" beschriebene Konzept (Übungen mit RM 20) macht man allenfalls in der Eingewöhnungsphase.

Jetzt noch zu dir:

Schwere Arme beim Schwimmen können einfach auf einen schlechten Trainingsstand hinweisen, oder auf zu hohe Geschwindigkeiten, zu kurze Pausen, oder eine Mischung aus all dem. In gewissem Maße ist es natürlich auch normal und ein gewünschter Effekt des Schwimmtrainings. Grundsätzlich ist ein Krafttraining für den Oberkörper gut fürs Schwimmen, alleine wird es deine schweren Arme aber nicht beseitigen.

Beim Radfahren kann es so ähnlich sein. Dort bringt aber meiner Erfahrung nach ein zusätzliches Krafttraining für die Beine besonders viel, gerade auch für Anfänger.

FidoDido 03.01.2012 16:38

@tobias,

vielen Dank für deine Antwort - genau das, wonach ich gesucht habe!

Pippi 03.01.2012 23:48

Ich mache auch Krafttraining, wobei ich nur eine Serie pro Übung mache mit dem Ziel 8-10 Wiederholungen.(1x pro Woche) Ich versuche die letzten Wiederholugen bis zur totalen Erschöpfung auszuloten. Wenn der Muskel müde ist, nützt auch keine zweite Serie etwas. Bei den meisten Übungen kann ich jeweils das Gewicht eine Woche später erhöhen, wenn ich wieder 10 Wiederholungen geschafft habe. Mit diesem Programm bin ich auch in einer halben Stunde fertig.

FidoDido 04.01.2012 01:34

Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 693134)
Vielleicht hilft die dieser Film da weiter.
http://www.youtube.com/watch?v=ygAm-...eature=related

Und wie! Dieses Video ist wahres Gold wert - mit so einer Mühelosigkeit habe ich mich vorher noch nie durchs Wasser bewegt :cool:

Hätte ich nie gedacht, das sind scheinbar so kleine Änderungen.. Vielen Dank! :Blumen:

Joa 04.01.2012 15:39

Freut mich, dass UM dir auch helfen konnte!:)


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