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FuXX 06.07.2007 18:39

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 29824)
Glaubst Du mir jetzt?

Was soll ich dir glauben? Nein, ich glaube nicht, dass es nötig ist zu dopen um einen IM zu gewinnen.

FuXX

drullse 06.07.2007 18:46

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 29891)
Was soll ich dir glauben? Nein, ich glaube nicht, dass es nötig ist zu dopen um einen IM zu gewinnen.

FuXX

Ich meinte den Effekt des Dopes.

Hafu 06.07.2007 19:21

Der Effekt besteht wohl. Aldag und ein paar Jahre vorher auch Jaerman haben ihn ja sehr anschaulich und glaubhaft geschildert. Aber man sollte bei der Diskussion nicht vergessen: Epo ist ein körpereigenes Hormon. Sofern unsere Nieren gesund sind, haben wir alle bereits die Dosis intus, die sich nach mehr als 100.00 Jahren Evolution als die optimale erwiesen hat. Wäre man mit extra viel epo einfach nur leistungsfähiger (ausdauernder bei der Jagd,schneller auf der Flucht etc.), ohne gleichzeitig mit verkürzter Lebensdauer für dieses Leistungsplus bezahlen zu müssen, hätten sich im Evolutionsprozess automatisch die genetischen Varianten mit extra viel Epo durchgesetzt.
Man kann schon davon ausgehen, dass das Verhältnis zwischen Leistungsfähigkeit und gesundheitlichen Risiken (die zu viel Epo mit sich bringt, z. B. erhöhte Thromboseneigung, Herzinfarkt- und Schlaganfallgefahr,schnelleres Krebswachstum etc.) bei physiologischen Dosen optimal ist. Dazu braucht man nicht mal religiös sein, sondern das ist eine Frage evolutionärer Logik.

Als ich noch Medizin studierte, hat man noch Östrogengaben bei älteren Frauen in den Himmel gelobt als Mittel gegen Osteoporose, Herzinfarkt, zur allgemeinen Leistungssteigerung. Und tatsächlich fühlen sich Frauen in der Menopause viel besser wenn sie Östrogene einnehmen, so dass in den 90er Jahren mehr als 50 Prozent aller Frauen in den Wechseljahren Östrogene schluckten. Mir war das damals schon irgendwie suspekt, weil ich mir dachte, die Natur wird schon irgendeinen Grund dafür haben, dass mit dem Alter sich die Hormonspiegel verändern.
Heutzutage ist es fast ein Kunstfehler, Hormone in der Menopause zu verschreiben (nachdem man lernen musste, dass die Krebsrate unter Östrogensubstitution sich deutlich erhöhte), dafür läuft aber fast dieselbe Diskussion derzeit mit Hormonpflastern bei älteren Männern (Stichwort Anti Aging). Der Ausgang wird derselbe sein...

Osso 06.07.2007 19:22

Endlich Recht

Ich hab meinen ganzen Pappenheimern hier in der Umgebung auch erklären wollen, das die alleinige Steigerung der Sauerstofftransportkapazität nix bringen wird. Hat mir bisher keiner glauben wollen. Endlich sehe ich, das wenigstens Fachleute genau so denken wie ich.


Wegen der Gefählichkeit

Was ist gefährlicher. Der kurze Selbsttest von Epo, oder die neuerdings populären Selbstverfettungsversuche. Ist natürlich beides sinnlos.

Nachahmereffekt

Hoffe mal so ein Artikel führt nicht zu einigen Nachahmern. Weil es kommt im Artikel schin als etwas harmlos rüber. Insbesondere die Aussagen über die gewonnenen Duelle könnte bestimmt einige Spacken animieren.


Wirkdauer

Im Artikel stand, das die Wirkung 4 monate anhalten soll. Also etwas unter der Lebendauer roter Blutkörperchen. Wenn aber nicht die Menge der roten Blutkörperchen Leistungsbestimmend sind, sondern "irgend etwas Anderes" stellt sich die Frage, ob es wirklich 4 Monate sind.

Leistung

Was ich bei dem Artikel ganz toll fand, war, daß ein untrainierter Hobbysportler auch ohne Epo bei 400Watt abbricht.:( Ich weiß, das ich nicht soweit komme. Und ich halte mich nicht unbedingt für untrainiert.

lqw 06.07.2007 19:55

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 29871)
Meinst Du den hier: klick hier
Er berichtet von einem 200 Meilen Rennen, dass er normal im 28 Km/h Schnitt machte und dann auf Stoff mit 32,2er.

Jo, genau den meinte ich, danke!

Hugo 06.07.2007 20:00

die 400W find ich jetz nicht so besonders....beim letzten stufentest bin ich da auch hin gekommen, mit damals 67kg...kommt halt immer auf stufendauer, temperatur, ernährung etc. an, weswegen es in meinen augen schon fraglich ist ob die beiden tests direkt vergleichbar sind...seis drum

wegen wirkdauer von 4 monaten...wohl sind die roten blutkörperchen nicht der alleinige grund für das leistungsplus, aber einen gewissen effekt wirds wohl haben und entsprechend hält die wirkung mindestens so lange an wie der hämatokritwert erhöht ist.

seh das mit der ethik in dem fall nicht sooooo eng. es werden schliesslich auch studien zu dem thema durchgeführt, und wenn seine daten wissenschaftlich verwertbar sind is das doch in ordnung...auch denke ich nicht dass ne einwöchige kur sein sterberisiko wahnsinnig erhöht:Nee:

da sollte man sich zum einen nicht zu viele gedanken machen als leser, zum andern sollte man nicht jedes wort auf die goldwaage legen...epo is leistungssteigernd, es is verboten und es hat risiken...wie und in welchem maße kann man anhand des artikels nur schwer beweisen

Hafu 06.07.2007 20:26

Zitat:

Zitat von Hugo (Beitrag 29910)
seh das mit der ethik in dem fall nicht sooooo eng. es werden schliesslich auch studien zu dem thema durchgeführt, und wenn seine daten wissenschaftlich verwertbar sind is das doch in ordnung...auch denke ich nicht dass ne einwöchige kur sein sterberisiko wahnsinnig erhöht:Nee:

da sollte man sich zum einen nicht zu viele gedanken machen als leser, zum andern sollte man nicht jedes wort auf die goldwaage legen...epo is leistungssteigernd, es is verboten und es hat risiken...wie und in welchem maße kann man anhand des artikels nur schwer beweisen

Sorry, seh ich anders. Der Artikel banalisiert, stellt Epo als eine Art Lifestyle-Droge dar und animiert in dem Kontext, in dem er geschrieben ist Nachahmer an.
Natürlich ist er unterhaltsam, aber eben deshalb auch gefährlich.

Und er ist ausgesprochen schlecht recherchiert, was ich von der "Zeit" sonst nicht gewohnt bin. Die Blackbox-Warnung der Amerikanischen Arzneimittelbehörde zum einsatz von Epo bei normalen Hb-Werten stammt vom Juni 2007 ist also brandaktuell und taucht nicht einmal in einem Nebensatz oder in einem eingeschobenen Textkasten auf. Und solche Warnungen werden nicht einfach mal so veröffentlicht, weil an Epo ein Milliardenmarkt hängt, sondern erst wenn die Datenlage eindeutig genug ist, um ansonsten drohenden Schadenersatzforderungen der Arzneimittelhersteller keine Angriffsfläche zu bieten!

Hugo 06.07.2007 21:00

wenn die daten so neu sind, warn sie zum zeitpunkt der recherche vielleicht noch nicht bekannt ;)
ich denke nicht dass verganene woche erst jemand auf die idee gekommen ist.

animierend find ich den artikel kein bischen, weiß nicht welche chips-tüte sich davon animiert fühlen soll?!


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