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dude 24.05.2007 11:05

Zitat:

Zitat von Rene (Beitrag 23002)
Holczer sagt die sind sauber :Cheese:

ja, mein cheffe holczer und ich, wir waren dicke freunde ;)

meggele 24.05.2007 11:23

Zitat:

Zitat von Rene (Beitrag 23000)
Ich glaube vor EPO war alles nur "Kindergeburtstage", was die da eingeworfen haben, zumindest von der Leistungssteigerung her.

Jein. EPO wirkt eben direkt. Aber all die Steroide haben schon beträchtliche Wirkung. Nur kommt man gegen Blutdoping eben nicht mehr mit Talent an, wenn die anderen nicht völlige Würste sind.

Gonzo 24.05.2007 11:30

Zitat:

Zitat von RatzFatz (Beitrag 22988)
Das gilt ja generell: Durchgespielt haben, was man macht, wenn man den zweiten Platten und keinen Wechselschlauch mehr hat. Was bei einem Sturz. Was bei Krämpfen. Was wenn es einem richtig schlecht geht.
In den entsprechenden Momenten trifft man in der Hektik und unter Zeitdruck oft falsche Entscheidungen.

Das ist schon klar. Problemlösungen für Unwägbarkeiten im Wettkampf schon bereit zu haben macht ja absolut Sinn.

Hat aber IMO nichts mit der anderen Sache zu tun. Das sehe ich genauso wie feder. Das würde ja heißen, ich sollte mich jetzt schon "mental stärken" für einen Fall, der sowieso nicht eintritt, nämlich daß ich in Versuchung kommen könnte. Und für etwas, was nicht geschehen k a n n , muß ich mich auch nicht vorbereiten.

DragAttack 24.05.2007 11:46

Zitat:

Zitat von Gonzo (Beitrag 23018)
Das würde ja heißen, ich sollte mich jetzt schon "mental stärken" für einen Fall, der sowieso nicht eintritt, nämlich daß ich in Versuchung kommen könnte. Und für etwas, was nicht geschehen k a n n , muß ich mich auch nicht vorbereiten.

Auf welchem Level trainierst du? Ich habe eine PB von knapp 11h, momentan wäre ich zufrieden, wenn ich sub 12 in Roth das Ziel erreiche. Ich habe in meinem direkten persönlichen Umfeld insbesondere unter meinen Trainingspartnern keine sub9-Athleten. Insofern hast du recht - auf meinem Niveau wird es mir sicher nicht passieren, dass mir itgendwelche Mittelchen angeboten werden. Wenn ich dopen wollte, dann müsste ich Eigeninitiative entwickeln und gezielt nach Beschaffungswegen suchen.

Wie groß die Gefahr der Verführung auf semipro-Level ist kann ich nicht einschätzen. Ich finde es sinnvoll, wenn Athleten wie Drullse rechtzeitig mit der Frage auseinandersetzen und ihre Entscheidung in Ruhe treffen.

Gruß Torsten

Gonzo 24.05.2007 12:33

Zitat:

Zitat von DragAttack (Beitrag 23028)
Auf welchem Level trainierst du? Ich habe eine PB von knapp 11h, momentan wäre ich zufrieden, wenn ich sub 12 in Roth das Ziel erreiche. Ich habe in meinem direkten persönlichen Umfeld insbesondere unter meinen Trainingspartnern keine sub9-Athleten. Insofern hast du recht - auf meinem Niveau wird es mir sicher nicht passieren, dass mir itgendwelche Mittelchen angeboten werden. Wenn ich dopen wollte, dann müsste ich Eigeninitiative entwickeln und gezielt nach Beschaffungswegen suchen.

Wie groß die Gefahr der Verführung auf semipro-Level ist kann ich nicht einschätzen. Ich finde es sinnvoll, wenn Athleten wie Drullse rechtzeitig mit der Frage auseinandersetzen und ihre Entscheidung in Ruhe treffen.

Gruß Torsten

Ich bin ein Normalo um die 10 Stunden. Ohne jetzt mit einem Heiligenschein daherkommen oder den Moralapostel der Nation spielen zu wollen, aber ich denke, es ist keine Frage des Leistungsniveaus sondern des Charakters. Ich habe als limitierenden Faktor nur das mir gegebene Talent für die einzelnen Sportarten und durch mehr oder weniger harte Arbeit kann ich die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit dort erreichen. Mehr geht eben (sauber) nicht. Und das würde ich auch niemals durch Doping pushen wollen. Egal, ob ich dadurch gewisse Ziele erreichen könnte oder nicht (Hawaii-Quali, AK-Sieg usw. usw.).
Dafür kann ich jederzeit verdammt stolz darauf sein, dies alles legitim erreicht zu haben und jederzeit morgens zufrieden in den Spiegel schauen. Von daher muß ich mich nicht mit der Frage auseinandersetzen.

Was natürlich nicht heißen soll, daß ich jemanden, der das trotzdem tut, als charakterschwach oder potentiellen Doper bezeichne ;-)))

dude 24.05.2007 12:35

Zitat:

Zitat von Gonzo (Beitrag 23054)
Ich bin ein Normalo um die 10 Stunden. Ohne jetzt mit einem Heiligenschein daherkommen oder den Moralapostel der Nation spielen zu wollen, aber ich denke, es ist keine Frage des Leistungsniveaus sondern des Charakters. Ich habe als limitierenden Faktor nur das mir gegebene Talent für die einzelnen Sportarten und durch mehr oder weniger harte Arbeit kann ich die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit dort erreichen. Mehr geht eben (sauber) nicht. Und das würde ich auch niemals durch Doping pushen wollen. Egal, ob ich dadurch gewisse Ziele erreichen könnte oder nicht (Hawaii-Quali, AK-Sieg usw. usw.).
Dafür kann ich jederzeit verdammt stolz darauf sein, dies alles legitim erreicht zu haben und jederzeit morgens zufrieden in den Spiegel schauen. Von daher muß ich mich nicht mit der Frage auseinandersetzen.
-)))

schoen zusammengefasst! :Prost:

FuXX 24.05.2007 14:23

Also ich denke nicht, dass man sich mit der Frage 'Doping oder nicht' beschaeftigen muss, die Antwort kann doch nur sein: Kein Doping!

Wieso soll man sich selbst betruegen? Wenn ich voellig fertig bin, mir die Beine weh tun etc., denke ich immer nur: Mehr schlafen, mehr essen, mehr ausruhen!

Ich denke aber auch, dass Drullse diesen Gedankengang nur hatte, da man zur Zeit von allen Seiten mit dem Thema bombardiert wird.

FuXX

FuXX 24.05.2007 14:28

Zitat:

Zitat von tobi_nb (Beitrag 22905)
Ich könnte ewig so weiterschreiben. Im Grunde bräuchte ich nur die ersten 50 aus den Ergebnislisten der letzten Ironmänner aufschreiben. Und ich kann beim besten Willen keinen Unterschied zwischen Zäck und Stadler, Beke und Böcherer, Kraft und Badmann; Schumacher und Leder usw. usw. erkennen.

Ich bleib daher bei meiner Meinung. Triathlon ist genauso verseucht, wie alle anderen Sportarten.

Es hat ja keiner gesagt, dass im Tri nicht gedopt wird.
Zitat:

Vielleicht dopt nicht jeder jeden Tag, weil die zu erbringende Siegleistung auch ohne Doping erreicht werden kann. Aber jeder hat mal im Laufe seiner Karriere einen Tiefpunkt.
Bis hier richtig.
Zitat:

Und dann wird jeder schwach!!
Aber das ist falsch. Da kann nur jeder fuer sich selbst sprechen. Wir wissen nun also wie es um dich bestellt ist ;)

Es gibt sicher Leute die eben nichts nehmen und dann halt langsamer sind. Nicht jeder sagt sich: Die anderen bescheissen, also tue ich das auch.

Ich hatte ja schonmal gefragt wieso du so fatalistisch eingestellt bist, wuerde mich immer noch interessieren. Irgendwas ist da doch schief gelaufen. Sei doch mal etwas positiver. (eingestellt, nicht beim Test ;))

FuXX,
Idealist und mit dem Glauben an das gute im Menschen.

tobi_nb 24.05.2007 14:33

@ Fuxx

Vom sportlichen Standpunkt gebe ich dir recht. Da wird es für uns (dazu zähle ich so ziemlich alle Hobbyathleten) sicherlich nicht erforderlich werden, zu dopen.

Aber es ist eben auch nur unser Hobby. Für Dinge, die oberste Priorität in unserem Leben haben, tun wir auch alles, um weiterzukommen, als die anderen.

Das ist für mich das gleiche wir Doping. Also sind wir keinen Deut besser als die Ulles, Aldags usw.


Hier mal ein ganz banales Bsp.:

Ich gehe davon aus, dass in deinem Arbeitsvertrag eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart ist. Wenn nun dein Chef kommt, und du sollst ganz unbedingt in der nächsten Woche etwas fertigstellen, was in der regulären Arbeitszeit nicht zu schaffen ist, was machst du, du machst Überstunden.

Du "verstößt" also gegen deinen Vertrag und schaffst dir einen unlauteren Vorteil gegenüber denen, die ihren Vertrag einhalten. Und nur, um deinen Chef nicht zu enttäuschen, bzw. um besser dazustehen als ein evtl. Konkurrent.

Denn du könntest ja auch sagen, Chef ich hab einen Arbeitsvertrag und mit diesem schaffe ich die Aufgabe nicht in einer Woche, sondern ich brauche 2 Wochen.

DasOe 24.05.2007 14:35

Ich komme immer wieder gerne auf mein "Aspirin-Thema" zurück. Ich habe seit Jahren Probleme mit der Lendenwirbelsäule. Und ich war an dem Punkt angekommen, dass ich ne gute Vorbereitung hatte auf Roth und ca. 2-3 Wochen vorher fing der Rücken wieder mal an. Also habe ich mit meinem Hausarzt gesprochen, was für Möglichkeiten es da gibt. Für die schnelle Hilfe hat er mir Tetrazepam verschrieben. Der Beipackzettel hat mich gehörig ins Schwitzen gebracht. Davon nahm ich eine und lag den Rest des Tages flach, Schmerzen hatte ich dann keine mehr auch bis Roth nicht. Ich war dann 2 Tage vor dem Wettkampf nochmal zur Massage beim Physio und der meinte dann nur, wenn die Schmerzen wiederkämen, dann sollte ich einfach 2-3 Aspirin nehmen, das würde helfen und außerdem würden ja viele Langdistanzler Aspirin und andere Schmerzmittel während des Wettkampfes nehmen. Da bin ich erstmal fast von der Bank gefallen. Naja ich habe mir tatsächlich 3 Aspirin ins Radtrikot gesteckt und wie der Teufel es will, beim 2x Kalvarienberg reißt mich der Schmerz fast vom Rad. Oben angekommen nestle ich ein Aspirin aus der Trikottasche und tatterich fällt mir das Ding aus der Hand. Überholt mich ein anderer und hält mir wortlos sone kleine Plastikdose Aspirin hin. Da wars aus bei mir, völlig fertig bin ich weitergefahren. Ohne Aspirin mit fürchterlichen Rückenschmerzen und hab auch noch gefinisht. Konnte kaum Laufen und habe dann vom Arzt eine krampflösende Spritze in der medizinischen Versorgung bekommen. Ich hab mich hinterher richtig elend gefühlt. Das kann man jetzt als übertrieben ansehen oder auch sagen, ach da "hinten" ist das total unwichtig. Was ich damit sagen will, ist das es schon eine grundlegende Stimmung und Bereitschaft gibt unangenehmes wegzudrücken. Und der Gebrauch von Schmerzmitteln während des Sportes ist für mich der Einstieg.

Ich habe seither immer öfter und intensivere Rückenprobleme und auch zur Zeit wieder massiv ... aber das ist kein Grund Medikamente zu nehmen die nur den Schmerz unterdrücken, ich will ja wissen was und wann den Schmerz auslöst.

dude 24.05.2007 14:42

@DasOe: ganz meine Worte - ausgezeichnet, Danke!

Aber in der Dose vom Mitstreiter waren nur Traubenzucker drin.

Gute Besserung!

dude

Danksta 24.05.2007 14:42


Interessante Story. Schön, dass Du es ohne Schmerzmittel durchziehst.

FuXX 24.05.2007 15:00

Zitat:

Zitat von tobi_nb (Beitrag 23168)
@ Fuxx

Vom sportlichen Standpunkt gebe ich dir recht. Da wird es für uns (dazu zähle ich so ziemlich alle Hobbyathleten) sicherlich nicht erforderlich werden, zu dopen.

Aber es ist eben auch nur unser Hobby. Für Dinge, die oberste Priorität in unserem Leben haben, tun wir auch alles, um weiterzukommen, als die anderen.

Das ist für mich das gleiche wir Doping. Also sind wir keinen Deut besser als die Ulles, Aldags usw.

Sprich fuer dich, aber ich mach das nicht! Der Zweck heiligt nicht alle Mittel, wenn doch, dann handelt man sehr unmoralisch und darf in der Tat nicht auf andere mit dem Finger zeigen.


Zitat:

Hier mal ein ganz banales Bsp.:

Ich gehe davon aus, dass in deinem Arbeitsvertrag eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart ist. Wenn nun dein Chef kommt, und du sollst ganz unbedingt in der nächsten Woche etwas fertigstellen, was in der regulären Arbeitszeit nicht zu schaffen ist, was machst du, du machst Überstunden.

Du "verstößt" also gegen deinen Vertrag und schaffst dir einen unlauteren Vorteil gegenüber denen, die ihren Vertrag einhalten. Und nur, um deinen Chef nicht zu enttäuschen, bzw. um besser dazustehen als ein evtl. Konkurrent.
Das ist doch Bloedsinn, der Arbeitsvertrag sieht Ueberstunden vor. Ich verstosse also gegen gar nichts, ausserdem habe ich zuvor noch nie gehoert, dass es etwas schlechtes sei viel zu arbeiten. Festgeschrieben ist ne Mindestarbeitszeit. Die Ueberstunden feiern wir allesamt wieder ab. Und selbst wenn das nicht so waere: Was um alles in der Welt hat der Wille viel zu arbeiten mit dem Willen zu betruegen gemein? Das ist mir echt schleierhaft. Dann sind die Japaner und Amis ja echte Betrueger, die arbeiten viel laenger mit weniger Urlaub.

Zitat:

Denn du könntest ja auch sagen, Chef ich hab einen Arbeitsvertrag und mit diesem schaffe ich die Aufgabe nicht in einer Woche, sondern ich brauche 2 Wochen.
Ich sag Chef auch, wenn manche Dinge nicht gehen, da wir hier keine Militaerdiktatur haben und mein Chef eben kein Arschloch ist, ist das kein grosses Problem.

FuXX

tobi_nb 24.05.2007 15:22

@ Fuxx

Wie gesagt, mein Beispiel war eben nur ein Beispiel, ob es für dich zutrifft entzieht sich natürlich meines Wissens.

Und ja, es ist in meinen Augen Betrug Überstunden zu machen. (Ich meine damit natürlich die Überstunden, die man nicht abbummeln kann, weil der Vertrag soetwas nicht vorsieht. Also geschenkte Überstunden. Ich glaube 90% aller Angestellten in D haben solche Verträge)

Und zwar Betrug an deinem Kollegen. Der hat nämlich vielleicht nicht die Möglichkeit Überstunden zu machen, weil er z.B. ne kranke Oma hat, die er pflegen muß. Und wenn dieser Kollege den gleichen Posten hat wie du, wird er über kurz oder lang als Benachteilgter dastehen.

Und in der freien Wirtschaft ist es eher von Nachteil als Benachteiligter dazustehen.

Das Bsp. ist sicherlich weit hergeholt. Aber im Kern: "Auf Kosten anderer einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen" triffts zu. Ob es nun illegal ist, Überstunden zu machen sei mal dahingestellt.

Auf jeden Fall kannst du dich glücklich schätzen in einem vernünftigen Arbeitsklima "aufzuwachsen" (Das meine ich übrigends nicht sarkastisch)

Aber ich arbeite seit 10 Jahren in der Baubranche, und da noch überwiegend in der Rechtsabteilung. Das erklärt hoffentlich auch meine "positive Grundeinstellung" zur Spezies Mensch.

Lecker Nudelsalat 24.05.2007 15:57

Zitat:

Zitat von tobi_nb (Beitrag 23198)
... schnipp ....

Aber ich arbeite seit 10 Jahren in der Baubranche, und da noch überwiegend in der Rechtsabteilung. Das erklärt hoffentlich auch meine "positive Grundeinstellung" zur Spezies Mensch.

Jetzt verstehe ich vieles, ich habe in den späten 70zigern bis Ende 80 auch in der Branche gearbeitet, da ging / geht vieles nur über Schmiergeld / Bestechung.

Wird Zeit, dass Du Dir einen anderen Job besorgst, habe ich auch getan.:Huhu:

Vielleicht wirst Du dann Deinen Zynismus auch wieder los, so kann man doch nicht leben.;)

Gruss strwd


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