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Antracis 07.01.2026 20:16

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1796941)
Man stelle sich vor, das wäre von Rechtsextremen verübt worden. Da wäre Polen offen!

Gleich AFD Verbot etc.

Und das wäre dann genau warum schlecht oder falsch ?

sabine-g 07.01.2026 20:25

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1796946)
Und das wäre dann genau warum schlecht oder falsch ?

Weil er dann nichts mehr zu wählen hätte.

merz 07.01.2026 20:34

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1796945)
Ich vermag keinen Unterschied im Stil zu den aktuellen Bekennerbriefen erkennen.

Welchen den jetzt….


Ich zähle jetzt drei: einmal das erste Schreiben mit dem „klingeln“, super verworren und ganz seltsam im Ton, dann das zweite, was noch so ne irgendwie Richtigstellung sein sollte was aber einheitlich im Ton wirkte und jetzt noch eins , was wiederum seltsam geschrieben ist - aber nicht so wie das erste.

m.

Ich war vor Jahrzehnten mal mit jemanden aus der forensischen Linguistik Radfahren. Hochinteressant!

Genussläufer 07.01.2026 20:42

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1796946)
Und das wäre dann genau warum schlecht oder falsch ?

Falsch ist, dass man Linksextremismus als Problem ignoriert. Wenn Rechtsextremisten gegen Gesetze verstossen, sollen sie mit voller Härte verfolgt werden. Da habe ich keine andere Meinung bei Adept lesen können.

qbz 07.01.2026 21:42

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1796949)
Welchen den jetzt….


Ich zähle jetzt drei: einmal das erste Schreiben mit dem „klingeln“, super verworren und ganz seltsam im Ton, dann das zweite, was noch so ne irgendwie Richtigstellung sein sollte was aber einheitlich im Ton wirkte und jetzt noch eins , was wiederum seltsam geschrieben ist - aber nicht so wie das erste.

m.

Ich war vor Jahrzehnten mal mit jemanden aus der forensischen Linguistik Radfahren. Hochinteressant!

Stimmt, ich hatte die Texte nur schnell quer gelesen.

Ich habe mir von einer KI eine Textanalyse und einen Autorenvergleich anstellen lassen. Sehr interessant, was die KI leistet, inbezug auf Linguistik und Semantik. Ich verzichte auf die umfangreiche Analyse. Nur :

Zusammenfassung der Wahrscheinlichkeiten:

Kombination Wahrscheinlichkeit gleicher Autor
Text 1 & Text 2 ~0 %
Text 1 & Text 3 Sehr gering (nahe 0 %)
Text 2 & Text 3 Sehr gering

merz 07.01.2026 22:01

Hey, die merz‘ NI kommt zu demselben Ergebnis! Reines Bachgefühl:
1. Text, Autorenkollektiv und mehrere Autor:innen,Tools?
2. Text: eine Stimme: Muttersprachler: in(en)
3.: mmmh, Stimme(n) aus dem off: wir sagen jetzt mal auch was dazu, aber wir fassen uns fast kurz, aber klar wollen wir nicht sein.

Wer gewohnt ist, mit den Ohren zu denken…. (kleiner Insider)

m.

Adept 07.01.2026 22:01

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1796946)
Und das wäre dann genau warum schlecht oder falsch ?

Sollten wir dann in dem Fall nicht eher ein Parteiverbot der Grünen erwirken?

Für mich hören sich nämlich die Beweggründe der Vulkangruppe ganz nach den Grünen an. Wahrscheinlich ist die Gruppe erst auf den Schwachsinn durch die Grünen gekommen.

Siebenschwein 07.01.2026 22:01

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1796955)
Stimmt, ich hatte die Texte nur schnell queer gelesen….

Wow. Ist Lesen jetzt auch schon von der sexuellen Ausrichtung bestimmt? Und ist der Inhalt anders zu bewerten, wenn ich ihn hetero oder asexuell lese? Fragen über Fragen…

Antracis 07.01.2026 22:30

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1796950)
Falsch ist, dass man Linksextremismus als Problem ignoriert.

Ich halte diese Einschätzung für nicht richtig. Ignorieren bedeutet, dass man nichts tut oder etwas nicht ernst nimmt Der Verfassungsschutz beobachtet aber linksextremistische Strukturen seit Jahrzehnten, veröffentlicht jährlich Personenpotenziale, Gewaltanteile und Straftaten.

Linksextrem motivierte Straftaten werden erfasst und verfolgt.

Der Staatsschutz unterhält eine eigene Kategorie:

https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben...inks_node.html

Das wichtige Fahndungserfolge ausbleiben, schreibe ich vor allem den Bedingungen (Brandanschläge z.B. als Delikte schwierig aufzuklären, vermutlich nur kleine Zellen). Und das trifft auch auf rechts zu. Du erinnerst Dich doch noch an die NSU-Morde ?

Sicher gibt es Unterschiede, weil sich in den letzten Jahrzehnten Linksextremismus mit einem Schwerpunkt auf Sachbeschädigung, Brandstiftung, Angriffen auf Polizei und ähnlichem manifestiert hat ( anders war das zu Zeiten der RAF). der Verfassungsschutz weist eine deutlich geringere Zahl tödlicher Gewalttaten aus im Vergleich zum Rechtsterrorismus und vergleichsweise lockere Organisationsstukturen. Die systemische Bedrohung wird aktuell als signifikant geringer eingeschätzt als von rechts. Das halte ich für eine legitime Einschätzung

Das dann eine Regierung eine Gewichtung dort setzt, wo die systemische Bedrohung für das Land und das Gefährdungspotenzial für Leib und Leben am höchsten ist, ist eine politische Gewichtung, kein ideologisches Wegsehen.

Ein Staat kann mehrere Extremismen gleichzeitig bekämpfen und dennoch Schwerpunkte setzen. Eine begründete Priorisierung ist aber noch keine Parteinahme und erst recht kein Ignorieren,

Was mich tatsächlich stört ist, dass Linke Gewalt moralisch öfters mal anders bewertet wird wie rechte Gewalt. Innerhalb der Gesellschaft und auch in Teilen von Regierungen. Das finde ich falsch. Aber das ist etwas anderes, als dem Staats ignorieren vorzuwerfen.

Antracis 07.01.2026 22:43

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1796958)
Sollten wir dann in dem Fall nicht eher ein Parteiverbot der Grünen erwirken?

Für mich hören sich nämlich die Beweggründe der Vulkangruppe ganz nach den Grünen an. Wahrscheinlich ist die Gruppe erst auf den Schwachsinn durch die Grünen gekommen.


Parteiverbote wegen Bekennerschreiben sind keine Sicherheitspolitik, sondern Denkfaulheit mit autoritärem Beigeschmack. Das gilt für die Grünen , aber natürlich auch für die AfD.

Das der Aufschrei bei Gewalt von rechts bisweilen lauter ist - oder eher gegenüber linksseitiger leiser - hab ich beim Genußläufer schon erläutert. Das hat Gründe, ist aber nicht gut.

Das ist aber nicht kein Aufschrei ( Und gerade aktuell habe ich keine gewichtigen relativierenden Stimmen für die Vulkangruppe vernommen) und auch kein „Niemand tut etwas“wahrgenommen.

Schwarzfahrer 07.01.2026 22:43

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1796961)
Was mich tatsächlich stört ist, dass Linke Gewalt moralisch öfters mal anders bewertet wird , als rechte Gewalt. Innerhalb der Gesellschaft und auch in Teilen von Regierungen. Das finde ich falsch.

Mich auch. Besonders deutliches Beispiel ist hierfür Jan van Aken, der wohl meint, linke Straftaten dienten dem Gemeinwohl:

Antracis 07.01.2026 22:59

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796964)
Mich auch. Besonders deutliches Beispiel ist hierfür Jan van Aken, der wohl meint, linke Straftaten dienten dem Gemeinwohl:

Ja, da wird mir regelmäßig schlecht, wenn ich sowas lese. Ich erinnere mich auch noch gut an Frau Drohsel und ihre Schlawenzeln um die Rote Hilfe. Das hat ihr aber zum Glück politisch auch ordentlich geschadet.

Genussläufer 07.01.2026 23:21

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1796961)
Ich halte diese Einschätzung für nicht richtig. Ignorieren bedeutet, dass man nichts tut oder etwas nicht ernst nimmt Der Verfassungsschutz beobachtet aber linksextremistische Strukturen seit Jahrzehnten, veröffentlicht jährlich Personenpotenziale, Gewaltanteile und Straftaten.

Dieses Jahr wurde in der Bundespressekonferenz das Thema Extremismus besprochen. Dann wurde von einem Journalisten gefragt, was es denn von der linken Seite zu berichten gäbe. Die Antwort war mit einem Lächeln, dass wir auf der linken Seite nun wahrlich kein Problem hätten. Das sagt m.E. viel über die Einstellung.

merz 07.01.2026 23:46

wirklich ‚dieses Jahr‘?

m.

Nebenbei: kleiner Infotweet: die BPK ist keine Infoveranstaltung der Bundesregierung, sondern ein Verein https://de.wikipedia.org/wiki/Bundespressekonferenz

Genussläufer 08.01.2026 00:02

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1796968)
wirklich ‚dieses Jahr‘?

m.

Nein. Entschuldige. Ich meinte 2025, also innerhalb des letzten Jahres, nicht 2026. Der Fragesteller war Florian Warweg.

Meik 08.01.2026 19:35

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796964)
Mich auch. Besonders deutliches Beispiel ist hierfür Jan van Aken, der wohl meint, linke Straftaten dienten dem Gemeinwohl:

Unterscheiden muss man IMHO weniger nach links/rechts sondern nach Art der Straftat. Wenn sich einer an einem Baum ankettet ist das auch nicht legal, aber eine ganz andere Nummer als terroristische Taten oder Körperverletzungen bis Mord.

https://www.verfassungsschutz.de/DE/...kten_node.html
https://www.verfassungsschutz.de/DE/...kten_node.html

Links wie rechts ist das Gewaltpotential als "hoch" eingeschätzt, da liest man nichts von "links ist halb so wild". Von den Zahlen ist die rechte Seite aber eindeutig erheblich problematischer.

sabine-g 08.01.2026 20:39

Ich finde die Arbeiter da vor Ort haben einen echt geilen Job gemacht .
Das sollte auch mal gesagt werden.

qbz 08.01.2026 20:55

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1797062)
Ich finde die Arbeiter da vor Ort haben einen echt geilen Job gemacht .
Das sollte auch mal gesagt werden.

Die Arbeiter und die Bauleitung sowie die Spezialisten haben sicher sehr gut gearbeitet, 5 Tage. Weisst Du konkretes, ob jetzt über die neuen Leitungen oder über die Reparatur der alten Leitungen die Versorgung wieder hergestellt worden ist?

Trotzdem sollte der Staat und die Strombetreiber IMHO solche langen Stromausfälle verhindern.

TriVet 08.01.2026 21:15

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1797064)
Trotzdem sollte der Staat und die Strombetreiber IMHO solche langen Stromausfälle verhindern.

Verhindern.
Ja klar. :cool:
Nichts leichter als das, sagte Frederick. Komm mit.
Und piggeldy folgte Frederick.

qbz 08.01.2026 21:51

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797065)
Verhindern.
Ja klar. :cool:
Nichts leichter als das, sagte Frederick. Komm mit.
Und piggeldy folgte Frederick.

Was soll man anderes erwarten von einem Land, das sich damit zufrieden gibt, wenn die betriebliche Pünktlichkeit der Fernbahn bei 60 % liegt, und sich Wähler damit nicht nur abfinden, sondern Kritiker im Falle von Staatsversagen noch so ironisieren. Einladungen für ein weiter so......

Ob Bürgermeister Wegner den Ausfall und sein Umgang damit politisch überleben wird, steht zur Zeit in den Sternen.

TriVet 08.01.2026 22:02

Oh, ich bin gerne bei dir mit Pünktlichkeit der Bahn.
Und das dürfte für den Herrn OB das letzte Tennismatch als solcher gewesen sein.

Aber es ist doch illusorisch, die Infrastruktur eines Landes komplett zu schützen

Also jedenfalls ohne KGB, Stasi und co.

sabine-g 08.01.2026 22:07

Mein Gott, lass ihn doch ne Stunde Tennis spielen.
Als ob es schneller gegangen wäre wenn er Zimmergolf gespielt hätte.

Adept 08.01.2026 22:16

Finds auch lächerlich, jetzt wegen eines Tennismatches so ein Fass aufzumachen.

GLEICH RÜCKTRITT! AN DEN GALGEN MIT IHM! :dresche

JENS-KLEVE 08.01.2026 22:30

Ich würde ihm das Tennisspielen gönnen, wenn er vorher sich öffentlich angestrengt hätte und hinterher nicht gelogen hätte.

qbz 08.01.2026 22:32

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1797068)
Mein Gott, lass ihn doch ne Stunde Tennis spielen.
Als ob es schneller gegangen wäre wenn er Zimmergolf gespielt hätte.

Es geht doch nicht nur um die Bauarbeiten, sondern auch um die konkrete Katastrophenhilfe vor Ort am Samstag / Sonntag und den Zeitpunkt des Ausrufen eines Großschadensfalles sowie das Anfordern von Hilfen aus anderen Ländern bzw. der Bundeswehr etc.
Zehlendorf ist / war übrigens Stammbezirk der CDU in Berline (gewesen).

qbz 08.01.2026 22:38

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797067)
Aber es ist doch illusorisch, die Infrastruktur eines Landes komplett zu schützen

Es geht konkret um das Stromnetz einer Großstadt. Das sollte so aufgebaut und gegen Brand-Anschläge so geschützt sein, dass nicht zehntausende Wohnungen im tiefsten Winter tagelang einen Blackout haben. Bisher war das der gemeinsame Anspruch der Bürger an den Staat, meines Wissens. Vermag der Staat das nicht mehr zu leisten, werden vermehrt Bürger entsprechende Backup Lösungen vorhalten.

Aber ich sehe, das gehört offenbar nicht mehr zu einem Konsens, einige finden sich mit dem neoliberalen Staatsmodell immer mehr ab.

kullerich 08.01.2026 22:39

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1797066)
Was soll man anderes erwarten von einem Land, das sich damit zufrieden gibt, wenn die betriebliche Pünktlichkeit der Fernbahn bei 60 % liegt, und sich Wähler damit nicht nur abfinden, sondern Kritiker im Falle von Staatsversagen noch so ironisieren. Einladungen für ein weiter so......

Bei welchem Teil des Landes empfindest du, dass es sich mit der Unpünktlichkeit der DB "zufrieden gibt"?

qbz 08.01.2026 22:46

Zitat:

Zitat von kullerich (Beitrag 1797075)
Bei welchem Teil des Landes empfindest du, dass es sich mit der Unpünktlichkeit der DB "zufrieden gibt"?

bei allen in Deutschland in den letzten 10 Jahren im Bund regierenden Parteien und ihrer Wählerschaft. Es hat ja bisher niemand in den letzten 10 Jahren dafür gesorgt, dass sich die Fernbahn Pünktlichkeit verbessert, sie hat sich verschlimmert....

TriVet 08.01.2026 23:14

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1797074)
Es geht konkret um das Stromnetz einer Großstadt. Das sollte so aufgebaut und gegen Brand-Anschläge so geschützt sein, dass nicht zehntausende Wohnungen im tiefsten Winter tagelang einen Blackout haben. Bisher war das der gemeinsame Anspruch der Bürger an den Staat, meines Wissens. Vermag der Staat das nicht mehr zu leisten, werden vermehrt Bürger entsprechende Backup Lösungen vorhalten.

Aber ich sehe, das gehört offenbar nicht mehr zu einem Konsens, einige finden sich mit dem neoliberalen Staatsmodell immer mehr ab.

Das ist doch albern.
Du bist alt genug, um zb die schneekatastrophe im Münsterland zu erinnern.
250.000 Menschen tagelang ohne Strom und eingeschneit.
Und genau wie solche Naturkatastrophen lassen sich gezielte (!) Sabotage Akte nicht verhindern. Jedenfalls bei uns, ohne Stasi und dergleichen.

qbz 08.01.2026 23:20

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797078)
Das ist doch albern.
Du bist alt genug, um zb die schneekatastrophe im Münsterland zu erinnern.
250.000 Menschen tagelang ohne Strom und eingeschneit.
Und genau wie solche Naturkatastrophen lassen sich gezielte (!) Sabotage Akte nicht verhindern. Jedenfalls bei uns, ohne Stasi und dergleichen.

Ich habe gehört oder gelesen, dass es noch Stromnetze in manchen deutschen Städten geben soll, wo im Falle eines solchen Anschlages durch durchgängig redundante Auslegung deutlich kürzere Blackout Zeiten möglich sein sollen. Auch die Unternehmen und Unternehmenverbände erwarten das in ihren Stellungsnahmen zum Ausfall, d.h. das darf dann doch auch der gemeine Bürger fordern. Und für die vulnerablen Stellen hilft heute die Videotechnik mit KI Unterstützung (es braucht keine menschlichen Augen mehr, welche ständig auf das Videobild schauen.).

Antracis 08.01.2026 23:27

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1797074)

Aber ich sehe, das gehört offenbar nicht mehr zu einem Konsens, einige finden sich mit dem neoliberalen Staatsmodell immer mehr ab.

Nee, ich bewerte lediglich, was ich für realistisch machbar halte. Bei den meisten scharfen Kritikern vermute ich, dass sie selbst dann gemeckert hätten, wenn der Stromausfall nur eine halbe Stunde lang gewesen wäre. Dann wäre schlimm, dass das überhaupt passieren konnte. Und wenn der Anschlag nicht funktioniert hätte, hätte man sich halt darüber ausgelassen, dass es überhaupt eine so exponierte Stelle gibt. Hauptsache man kann sich empören. Das sind meist auch Menschen, die beruflich nix groß verantworten und keine komplizierten Probleme lösen müssen.

Zur Wegner: Natürlich hat sein Tennismatch überhaupt keine praktische Auswirkung auf die Lösung des Problems gehabt. Aber politisch war das ziemlich instinktlos. Führung und vor allem Politik hängt halt viel an Symbolik. Wenn ich als Chef große Reden schwinge, dass wir ranklotzen müssen und dann als erster nach Hause gehe, ist das suboptimal.

Wenn ich einmal in Eile mein Geschirr vergesse wegzustellen, hängt mir das noch Monate nach. Also klappere ich sicherheitshalber besonders laut, wenn ich den Geschürspüler mal ausräume, damit es bloß auch jeder mitbekommt. So funktioniert Politik. Mehrere Wahlen wurden in Gummistiefeln auf dem Deich gewonnen und Giffey punktet im demonstrativ dicken Mantel. Das kann man mögen oder den Sport wechseln.

Zudem hat er dann mit seiner Aussage, er hätte sich in seinem Büro eingeschlossen, zumindest sehr unglücklich kommuniziert. Die Presse nennt das halt jetzt lügen. Fahrlässig.

qbz 08.01.2026 23:28

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797078)
Das ist doch albern.
Du bist alt genug, um zb die schneekatastrophe im Münsterland zu erinnern.
250.000 Menschen tagelang ohne Strom und eingeschneit.

Sehr schlechtes Beispiel IMHO. Die Schneelasten trafen auf eine komplett veraltete Infrastruktur.

TriVet 08.01.2026 23:29

Ich habe gehört, dass Berlin arm aber sexy sei.
Die Berliner möchte ich nicht hören, wenn sie für ihre stromsicherheit mehr bezahlen müssen.

TriVet 08.01.2026 23:33

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1797082)
Sehr schlechtes Beispiel IMHO. Die Schneelasten trafen auf eine komplett veraltete Infrastruktur.

Es ging um dein Lamento, dass der Staat „früher“ seine Bürger besser geschützt habe.
Was selbst in Vollkasko Deutschland halt völlig illusorisch ist.

qbz 09.01.2026 00:06

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797084)
Es ging um dein Lamento, dass der Staat „früher“ seine Bürger besser geschützt habe.
Was selbst in Vollkasko Deutschland halt völlig illusorisch ist.

Dein Beispiel passt auch dafür nicht. :) Die Privatisierung der Stromnetze begann in den 90ziger Jahren, wovon das Zusammenbrechen der veralteten Strommasten unter den Schneelasten 2005 eine Folge waren, weil da nichts mehr von RWE investiert worden ist. Die Strommasten gehörten vor allem RWE. Typisches Ergebnis des Neoliberalismus.

TriVet 09.01.2026 00:17

Vor die selbstgerechte Häme würde ich etwas Recherche setzen.

Du meinst also, in den guten alten Zeiten vor der Privatisierung in den 90ern wäre das nicht passiert?!
Dabei bist du doch eigentlich wirklich alt genug, um die schneekatsstrophe 1978 zu erinnern. Normalerweise ist doch das Langzeitgedächtnis besser.
Jedenfalls war das damals keinen deut besser.
Bei Naturkatastrophen und gezielter Sabotage bist du machtlos.
https://www.ndr.de/geschichte/chrono...trophe222.html

qbz 09.01.2026 00:25

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797087)
Bei Naturkatastrophen und gezielter Sabotage bist du machtlos.
https://www.ndr.de/geschichte/chrono...trophe222.html

Nein, der Staat ist nicht machtlos, wie Dein Link ja aufzeigt:
Zitat:

Hamburg kommt dagegen bei der Schneekatastrophe relativ glimpflich davon. Zwar bricht der Flugverkehr am Flughafen Fuhlsbüttel vorübergehend zusammen, weil die Orientierungslampen an der Landebahn immer wieder vom Schnee verdeckt werden. Der öffentliche Nahverkehr kann dagegen im Innenstadtbereich aufrechterhalten werden. Auch mit der Stromversorgung gibt es keine Probleme, denn nach der großen Sturmflut 1962 hatten die Hamburgischen Elektrizitätswerke fast alle Freileitungen durch Erdkabel ersetzt.
Ja, ich habe diese Kältewelle in einer Altbauwohnung mit Kachelofenheizung in West-Berlin erlebt.

Die ständigen ad hominem Sprüche sind etwas nervig, auf die Dauer. Kannst Du auch einen Kommentar ohne solche schreiben?

TriVet 09.01.2026 00:29

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1797088)
Hast Du den vermutlich ergoogelten Link gelesen oder nur die Überschriften.

Du warst schon souveräner:
Aus dem verlinkten Text:
Vielerorts fällt der Strom aus, weil die Masten unter der Last des Schnees zusammenbrechen.
Oder auch:
Stromausfall bringt Landwirte in Not
Besonders hart trifft es die Landwirte. Auf Höfen, auf denen der Strom ausgefallen ist, funktionieren die Melkmaschinen nicht, die Tiere müssen per Hand gemolken werden.

qbz 09.01.2026 00:38

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1797089)
Du warst schon souveräner: ....

Hoffentlich....

TriVet 09.01.2026 00:46

Soso, ad hominem.

Jetzt wo du es sagst…
Man beachte dein posting 23.25, das ich 23.29 zitierte.
Sachlich und höflich, keinerlei persönliche Kommentare „ad hominem“.
Immerhin gestehst du mir zu, dass ich googlen und zumindest Überschriften lesen kann.
Dann beachte man die Uhrzeit deiner Änderung und dein plötzliches anderes posting :cool:

Merkst du selbst.


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